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DE1102129B - Verfahren zur Herstellung von Monochlorterephthalsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monochlorterephthalsaeure

Info

Publication number
DE1102129B
DE1102129B DEB54514A DEB0054514A DE1102129B DE 1102129 B DE1102129 B DE 1102129B DE B54514 A DEB54514 A DE B54514A DE B0054514 A DEB0054514 A DE B0054514A DE 1102129 B DE1102129 B DE 1102129B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
oxidation
stage
parts
nitric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB54514A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Anton Benning
Dr Kurt Handrick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Bergwerksverband GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bergwerksverband GmbH filed Critical Bergwerksverband GmbH
Priority to DEB54514A priority Critical patent/DE1102129B/de
Publication of DE1102129B publication Critical patent/DE1102129B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/27Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with oxides of nitrogen or nitrogen-containing mineral acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Monochlorterephthalsäure Es ist bekannt, Terephthalsäure aus Toluol in einem Dreistufenverfahren in der Weise herzustellen, daß man Toluol chlormethyliert, das Chlormethyltoluol, das überwiegend aus p-Chlormethyltoluol besteht, mit Salpetersäure zu einem im wesentlichen aus Toluylsäure bestehenden Zwischenprodukt oxydiert und dieses Zwischenprodukt durch nochmaliges Erhitzen mit Salpetersäure bei einem Druck von etwa 5 bis 50 atü und einer Temperatur von 150 bis 2500 C in Terephthalsäure überführt. Das im Chlormethyltoluo: cnthaltene o-Chlormethyltoluol stört den Prozeß nicht, kann jedoch vor der Oxydation durch fraktionierte Destillation abgetrennt werden. Für den Verlauf der Oxydationsreaktion ist es von Vorteil, in der ersten Oxydationsstufe mit 35- bis 450/oiger Salpetersäure zu oxydieren, hingegen in der zweiten Stufe mit schwächerer Säure, z. B. 25 bis 350/oiger Salpetersäure. Wird in der ersten Oxydationsstufe das Reaktionsgemisch zum Sieden erhitzt, so bildet sich als Endprodukt der zweiten Oxydationsstufe in untergeordneter Menge Monochlorterephthalsäure. In beiden Oxydationsstufen, vorzugsweise jedoch nur in der Druckstufe, wird mit Vorteil in Gegenwart von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen oxydiert. In der ersten Stufe entweicht im übrigen neben Stickoxyden Chlorwasserstoff, der für die Chlormethylierung herangezogen werden kann, so daß für die erste und zweite Verfahrensstufe ein in sich geschlossenes Kreislaufverfahren entsteht.
  • Es wurde nun gefunden, daß man nach dem vorstehend erwähnten Verfahren in quantitativer Ausbeute Monochlorterephthalsäure herstellen kann, indem man die erste Oxydationsstufe in Gegenwart von Salzsäure oder Alkalichlorid durchführt. Es bildet sich dann in der ersten Oxydationsstufe ein Zwischenprodukt, welches im wesentlichen aus chlorhaltigen Toluylsäuren besteht, aus dem anschließend in der Druckstufe eine überraschend reine Chlorterephthalsäure in denkbar höchster Ausbeute erhalten wird.
  • Das gute Ergebnis dieses Verfahrens ist vor allem deswegen überraschend, weil die direkte Oxydation des Chlormethyltoluols mit Salpetersäure in einem Autoklav nur ein völlig unbrauchbares chlor- und stickstoffhaltiges Säuregemisch liefert, wofür die im Autoklav vorhandenen Chiorverbindungen verantwortlich gemacht werden müssen. Trotz Abänderung der N7erfahrenshedingungen nach Druck, Temperatur und Salpetersäurekonzentration konnten keine nur einigermaßen brauchbaren Produkte gewonnen werden. Insofern muß es überraschen, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren Chlorterephthalsäure in fast quantitativer Ausbeute anfällt, obwohl ein chlorhaltiges Zwischenprodukt der Druckoxydation unterworfen wird. Auch ist es erstaunlich, daß ein völlig einheit- liches Monochlorierungsprodukt und nicht ein Gemisch aus Mono- und Dichlorterephthalsäureu gebildet wird.
  • Wegen der geringen Kosten wird man im allgemeinen die erste Oxydationsstufe in Gegenwart von Kochsalz durchführen, das man zweckmäßigerweise in Mengen von 50 bis 100 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile Chlormethyltoluol dem Reaktionsgemisch zusetzt. Daß man bei Anwendung von Alkalichloriden an Stelle von Salzsäure einem erhöhten Salpetersäureverbrauch Rechnung tragen muß, liegt auf der Hand.
  • Im Interesse eines nicht zu stürmischen Reaktionsablaufes empfiehlt es sich, das Reaktionsgemisch in der ersten Oxydationsstufe zunächst auf 60 bis 800 C zu erhitzen, bis die Oxydation im wesentlichen ahgeschlossen ist. Erst dann steigert man die Temperatur bis zum Sieden des Reaktionsgemisches und setzt das Chlorid zu. Unabhängig hiervon kann man die Salzsäure oder das Alkalichlorid von vornherein dem Reaktionsgemisch zufügen, statt dessen aber auch später während der Oxydationsreaktion oder, wie gesagt, nach deren wesentlichem Abschluß.
  • Es ist bereits bekannt, Chlorterephthalsäure aus Toluol dadurch herzustellen, daß man Toluol im Kern chloriert, das o-Chlortoluol isoliert, für sich chlormethyliert und das Chlormethylierungsprodukt mittels Salpetersäure oxydiert. Dieses Verfahren erfordert zwei Schritte mehr als die Erfindung, nämlich eine Kernchlorierung des Toluols und die Isolierung der einen Chlorierungskomponente. Demgegenüber erfolgt die Chlorierung bei der Erfindung ohne besonderen Aufwand gleichzeitig mit der Oxydation des Chlormethyltoluols, so daß die Erfindung, obwohl sie ebenfalls von Toluol ausgeht, die beiden vorstehend genannten Schritte tatsächlich erübrigt.
  • Beispiel 1 140 Gewichtsteile eines durch Chlormethylierung von Toluol erhaltenen Gemisches aus etwa 57 0/o p- und 43 0/o o-Chlormethyltoluol werden mit 1200 Gewichtsteilen 420/oiger Salpetersäure in Gegenwart von 120 Gewichtsteilen Salzsäure auf 700 C unter Rühren erhitzt. Nach etwa 11/2 Stunden wird die Temperatur bis zum Siedepunkt gesteigert und nach einer weiteren Stunde das Reaktionsgemisch abgekühlt. Es werden 165 Gewichtsteile eines Gemisches der isomeren Chlor-Toluylsäuren erhalten.
  • Dieses Gemisch wird mit 1000 Gewichtsteilen 320/obiger Salpetersäure im Autoklav bei Einhaltung eines Druckes von 20 atü auf 1700 C erhitzt. Nach einer Stunde läßt man erkalten. Man erhält 102 Gewichtsteile Monochlorterephthalsäure. Säurezahl: 554; Chlorgehalt: 17,5'°/o. Ausbeute: 90 °/o der Theorie.
  • Beispiel 2 100 Gewichtsteile p-Chlormethyltoluol werden mit 800 Gewichtsteilen 400/obiger Salpetersäure auf 800 C erhitzt. Nach einer Stunde werden 60 Teile Natriumchlorid zugegeben und die Lösung unter Rühren und Rückfluß auf Siedetemperatur gebracht. Die nach einer weiteren Stunde gebildete Chlor-p-Toluylsäure wird isoliert und im Autoklav mit 800 Teilen 300/obiger frischer Salpetersäure bei 1700 C und 20 atü oxydiert.
  • Nach 11!2Stunden läßt man erkalten. Man erhält 132 Teile Chlorterephthalsäure mit einem Chlorgehalt von 17,60/o. Die Säurezahl beträgt 556. Ausbeute: 92°/o der Theorie.
  • PATENTAXSPR8CHE 1. Verfahren zur Herstellung von Chlorterephthalsäure durch Chlormethylieren von Toluol, Oxydation der hierbei erhaltenen Chlormethylierungsprodukte mit Salpetersäure in einer ersten Stufe unter Normaldruck und anschließend in einer zweiten Stufe unter erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man die erste Stufe in Gegenwart von Salzsäure oder Alkalichloriden durchführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die anorganischen Chlorverbindungen erst gegen Ende der Oxydationsreaktion der ersten Oxydationstufe zugibt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 006 411.
DEB54514A 1959-08-22 1959-08-22 Verfahren zur Herstellung von Monochlorterephthalsaeure Pending DE1102129B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006411B (de) * 1955-12-16 1957-04-18 Bergwerksverband Gmbh Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006411B (de) * 1955-12-16 1957-04-18 Bergwerksverband Gmbh Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure

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