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DE1198563B - Verfahren zum Schmieren der ueber eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleissleisten der Rostwagen von Sinteranlagen - Google Patents

Verfahren zum Schmieren der ueber eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleissleisten der Rostwagen von Sinteranlagen

Info

Publication number
DE1198563B
DE1198563B DEL40358A DEL0040358A DE1198563B DE 1198563 B DE1198563 B DE 1198563B DE L40358 A DEL40358 A DE L40358A DE L0040358 A DEL0040358 A DE L0040358A DE 1198563 B DE1198563 B DE 1198563B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lubricant
wear strips
sintering
lubricating
slide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL40358A
Other languages
English (en)
Inventor
Gottfr Wilh Lampert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GOTTFR WILH LAMPERT
Original Assignee
GOTTFR WILH LAMPERT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GOTTFR WILH LAMPERT filed Critical GOTTFR WILH LAMPERT
Priority to DEL40358A priority Critical patent/DE1198563B/de
Publication of DE1198563B publication Critical patent/DE1198563B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K3/00Wetting or lubricating rails or wheel flanges
    • B61K3/02Apparatus therefor combined with vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schmieren der über eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleißleisten der Rostwagen von Sinteranlagen Gegenstand der- Erfindung ist ein Verfahren zum Schmieren der über eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleißleisten der Rostwagen von Sinteranlagen. Die Sinterbetriebe gehören zu den sogenannten rauhen Betriebsanlagen der Hüttenwerke. Hitze und Staub beeinträchtigen den normalen Ablauf des Sinterprogramms und rufen Störungen hervor. Solche Störungen treten insbesondere bei der Schmierung der an den Rostwagen angeordneten Verschleißleisten auf, die über die Gleitschienen der fest angeordneten Gleitschienenbahn hinweggleiten. Dabei tritt das besondere Problem auf, daß durch die Schmierung nicht nur die Reibung zwischen Verschleißleisten und Gleitschienen vermindert, sondern gleichzeitig die Fuge zwischen Verschleißleiste und Gleitschiene auch gegen das Eindringen von Falschluft abgedichtet werden muß.
  • Die Schmierung der an den Rostwagen befestigten Verschleißleisten erfolgt bisher mittels in den Gleitschienen angeordneter sogenannter Schmiertaschen, in die das Schmiermittel durch Schmiermittelpumpen unter Druck eingebracht wird. Diese Schmiertaschen sind in Abständen von etwa 1000 mm angeordnet, so daß auf eine Bahnlänge von beispielsweise 35 m vierzig Schmiertaschen auf jeder Seite, im ganzen also achtzig Schmiertaschen kommen, denen das Schmiermittel, als das in der Regel ein Spezialschmierstoft verwendet wird, über vier Schmieraggregate unter Druck zugeführt wird. Bei einer solchen Anlage beträgt der Schmierstoffverbrauch etwa 120 kg pro Tag.
  • Es wurde nun beobachtet, daß ein großer Teil des verwendeten Schmierstoffes dadurch verlorengeht, daß er durch die Sogwirkung nach innen getrieben wird und an der Innenseite der Gleitbahnen austritt. Gleichzeitig gelangt von außen eindringender Staub in den Zwischenraum- zwischen Verschleißleisten und Gleitschienen, wo er einerseits die Reibung erhöht, andererseits sich in den Schmiertaschen absetzt, so daß die Schmiertaschen zunehmend von außen nach innen verstopft werden, was wieder zur Folge hat, daß Gleitschienen und Verschleißleisten nicht mehr auf ihre volle Breite mit Schmierstoff versorgt werden, sondern der Schmierstoff einer immer schmaler werdenden Zone längs der Innenkante der Gleitschienen und Verschleißleisten zugeführt wird. Dadurch wird nicht nur die Schmierwirkung vermindert und damit die Reibung erhöht, sondern es läßt auch die Abdichtung zwischen Verschleißleisten und Gleitschienen immer mehr zu wünschen übrig, und es gelangt immer mehr Falschluft durch die Fuge zwischen den beiden Schienen nach innen. Man kann bei solchen Sinteranlagen beobachten, daß sich mit Sinterstaub gemischter Schmierstoff an den Innenseiten der Gleitschienen und Verschleißleisten zu immer größer werdenden Bärten ansetzt. Dadurch wird die Saugrostfläche der Rostwagen verkleinert, und die Randpartien des Sintergemisches werden nicht mehr voll durchgesintert. Diese Störungen zwingen dazu, die Sinteranlagen in Abständen von etwa 4 bis 6 Wochen stillzusetzen, um die Schmiertaschen zu reinigen und die Bärte zu entfernen. Auch die Verwendung haftfähiger Gleitmittel brachte hier keine Besserung, weil auch bei Verwendung gut haftfähiger Gleitmittel die Schmiertaschen sich zusetzen und sich die Bärte aus Schmiermittel und Sinterstaub an der Innnenseite bilden.
  • Bei der Schmierung von Wellenlagern oder Spurkränzen von Schienenfahrzeugen oder beim Ziehen von Drähten ist es bekannt, das Schmiermittel auf dem einen Teil, beispielsweise auf die Welle, den Spurkranz oder den Draht, aufzubringen, ehe er die Reibungsstelle passiert. Dabei handelt es sich aber nicht um die Schmierung langer Bahnen, und es ist auch nicht das Problem zu lösen, gleichzeitig mit der Schmierung die Fuge zwischen den beiden sich gegeneinander bewegenden Teilen abzudichten. Die Lösungen dieser Schmierprobleme gaben deshalb keinen Hinweis, wie bei Sinteranlagen das Problem der Schmierung und gleichzeitigen Abdichtung zwischen Gleitschiene und Verschleißleiste gelöst werden kann. Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe, die Gleitschienenbahnen von Sinteranlagen gleichzeitig zu schmieren und die Fuge zwischen Gleitschienen und Verschleißleisten abzudichten, dadurch gelöst, daß ein an sich bekanntes, gut haftfähiges Gleitmittel auf die an den Wagen befestigten Verschleißleisten vor deren Auflaufen auf die Gleitschienen aufgebracht wird. Die nach diesem Verfahren durchgeführten Versuche ergaben überraschenderweise, däß das auf die Gleitschienen aufgebrachte Gleitmittel - zur Schmierung und Abdichtung einer 35 m langen oder noch längeren Sinterbahn ausreicht, was für den Fachmann vor allem deshalb unerwartet war, als, wie erwähnt, das Aufbringen des Gleitmittels durch vierzig über die ganze Sinterbahn verteilte Schmiertaschen keine genügende Schmierung und Abdichtung ergab. Die unerwartet gute Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens dürfte darauf zurückzuführen sein, daß auf diese Weise sichergestellt wird, daß unbeeinträchtigt durch irgendwelche Ablagerungen sichergestellt ist, daß stets die volle Breite der Gleitschienen und Verschleißleisten mit Schmiermittel versorgt wird. Bei der Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung werden nicht nur die erwähnten Betriebsstörungen vermieden, so daß es nicht erforderlich ist, in regelmäßigen, relativ kurzen Abständen die Anlage stillzusetzen und zu reinigen, es wird außerdem eine sehr erhebliche Einsparung an Gleitmitteln erreicht, da der Schmierstoff gut ausgenutzt wird und nicht mehr ein großer Teil des Schmierstoffs verlorengeht. Bei den Versuchen verminderte sich der Schmierstoffverbrauch einer Sinteranlage, bei der bei Schmierung mittels der Schmiertaschen im Monat siebzehn Fässer Schmierstoff verbraucht wurden, auf ein Faß Schmierstoff im Monat.
  • Die Stelle, an der der Schmiermittelauftrag erfolgt, liegt zweckmäßig am Anfang der Sinterbahn, um zu vermeiden, daß sich das Gleitmittel mit Sinterstaub aus der Luft vermischt, sie kann aber, falls dies etwa mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse oder aus nuderen Gründen zweckmäßig erscheint, auch an einer anderen Stelle der Umlaufbahn der Wagen vorgesehen sein. Das Aufbringen des Gleitmittels auf die Verschleißleisten erfolgt zweckmäßig durch Aufsprühen über Sprühdüsen, das eine gleichmäßig dünne Verteilung des Gleitmittelfilmes auf den Verschleißleisten gewährleistet. Das Gleitmittel kann aber auch nach anderen bekannten Verfahren, beispielsweise mittels eines sich drehenden Rundpinsels oder über eine rotierende Rolle, aufgebracht werden. Zum Aufsprühen des Gleitmittels wird zweckmäßig eine Vorrichtung mit schwenkbarer Düse mit ovaler Austrittsöffnung verwendet, bei der Druck und Menge des Gleitmittels regelbar sind. Als gut haftfähiges Gleitmittel wird zweckmäßig ein kolloidal graphitierter Haftschmierstoff verwendet. Gut geeignet sind Gleitmittel, die nach DIN 51$02 Kennzahlen von 2, I oder 0 besitzen. Dabei lagern sich die Graphitbestandteile in den feinen Unebenheiten der Verschleißleisten und der Gleitschienen ab, wodurch die gute Haftfähigkeit des Schmiermittels erzielt wird.
  • Zur Erläuterung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist in den Abbildungen schematisch eine Sinteraniage dargestellt. In der Zeichnung zeigt A b b. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Sinteranlage, A b b. 2 einen Schnitt durch diese Sinteranlage nach der Linie H-11 in A b b. 1 und A b b. 3 einen Teilschnitt durch die Stelle, an der der Auftrag des Gleitmittels erfolgt.
  • Die Rostwagen 1 der Sinteranlage werden mit einem brennfähigen Sintergut :Z aus einem Erz-Koks Gemisch beschickt, das aus einem Vorratsbunker 15 in die Wagen eingebracht wird. Die Rostwagen besitzen im Innern Rostflächen 3, sie werden nur bis zu einer bestimmten Höhe beschickt. Nach der Zündung unter einer Haube 20 mit Gaszuleitung 21 wird das Sintergemisch durch über Saugkästen 11 mit Luftableitung 12 hindurchgesaugte Luft unter Volumenvergrößerung zur Sinterung gebracht. Die Wagen laufen mit ihren Lagerrollen 4, die am Wagenrahmen 5 befestigt sind, auf einem Gleis B.
  • Zur seitlichen Abdichtung gegen das Eindringen von Falschluft sind unter dem Wagenrahmen 5 auswechselbare Verschleißleisten 6 angeordnet, die über an der Eisenkonstruktion TO befestigte und nur auf der Länge der Absaugstrecke angeordnete, gleichfalls auswechselbare Gleitschienen 7 hinweggleiten, wobei deren elastische Anpressung gegen die Verschleißleisten zum Ausgleich der auftretenden Wärmeausdehnung über Federelemente od. dgl. erfolgt.
  • Nach der Zündung des Sintergemisches in den Rostwagen durchlaufen die Wagen die eigentliche Sinterstrecke.
  • Zur Schmierung der auf den Gleitschienen 7 gleitenden Verschleißleisten 6 und gleichzeitig zur Abdichtung gegen etwa eindringende Falschluft wird nach der Erfindung vor dem Auflaufen der Wagen auf die Gleitschienen 7, die sich nur im Bereich der Saugkästen 11 an der tragenden Eisenkonstruktion befinden, über eine schwenkbare Düseneinrichtung 25 mit regelbarer Druckwirkung und einstellbarer Strahlrichtung als Gleitmittel ein kolloidal graphitierter Haftschmierstoff gegen die Verschleißleiste 6 in gleichmäßig dünner Filmschicht aufgesprüht. Das in seiner Menge regelbare Gleitmittel wird der Düseneinrichtung 25 mit runder oder ovaler Austrittsöffnung als Breitstrahldüse über eine Zuleitung 26 und die dazu benötigte Preßluft über ein Rohr 27 zugeführt, wobei die Düseneinrichtung so ausgebildet ist, daß die Düse schwenkbar ist und der regelbare Preßluftdruck den Sprühnebel mit einer kräftigeren Mittelzone austreten läßt. Hierdurch kann die Verschleißleiste auf ihrer ganzen Breite gleichmäßig oder auch nach betrieblichen Gegebenheiten besonders an der vom Saugkasten abgewandten Seite mit einer etwas stärkeren Schicht zur Verbesserung der Abdichtung besprüht werden.
  • Nach den durchgeführten Versuchen an mehreren Sintereinrichtungen hat sich das Verfahren nach der Erfindung in jeder Hinsicht bewährt. Alle gestellten Anforderungen für einen störungsfreien Betrieb bei einem stark verminderten Verbrauch an Gleitmittel bei geringerem Reibungswiderstand für die Wagenbewegung und ohne Absaugung des Gleitmittelfilms von den Verschleißleisten sind erfüllt, weil der Schmiermittelfilm nur in dünner Schicht vorliegt. Trotz einer Sinterbahnlänge von 35 m genügt auf jeder Wagenlängsseite eine Düseneinrichtung für die Aufbringung des Gleitmittels.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Sinteranlagen mit gleitender Bewegung der Rostwagen beschränkt, In gleicher Weise, d. h. mit den gleichen Erfindungsmitteln, lassen sich Schmier- oder Gleit- und Abdichtungsprobleme lösen bei ähnlich gelagerten Gleit- und Bewegungseinrichtungen, z. B. in Tunnelofenanlagen der keramischen oder hüttentechnischen Industrie.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Schmieren der über eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleißleisten der Rostwagen von Sinteranlagen mittels eines gut haftfähigen Gleitmittels, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel auf die an den Wagen befestigten Verschleißleisten vor deren Auflaufen auf die Gleitschienen aufgebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitmittelauftrag an einer Stelle, die sich am Anfang der Sinterbahn befindet, erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel auf die Verschleißleisten aufgesprüht wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel mittels einer schwenkbaren Düse mit vorzugsweise ovaler Austrittsöffnung und mit regelbarem Druck und regelbarer Menge des Gleitmittels auf die Verschleißleisten aufgebracht wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Gleitmittel ein kolloidal graphitierter Haftschmierstoff verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 816 555; A. Pomp, »Stahldraht«, 2. Auflage, Düsseldorf 1952, S. 183/184; Dudey D. F u l l e r, »Theorie und Praxis der Schmierung«, Stuttgart 1960, S. 265.
DEL40358A 1961-10-31 1961-10-31 Verfahren zum Schmieren der ueber eine Gleitschienenbahn gleitenden Verschleissleisten der Rostwagen von Sinteranlagen Pending DE1198563B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE816555C (de) * 1950-05-12 1951-10-11 Walther Groepler Verfahren zum Schmieren bzw. Glaetten der Reibflaechen der Spurkraenze an Raedern insbesondere von Schienenfahrzeugen durch UEberziehen mit einem Schmiermittel

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE816555C (de) * 1950-05-12 1951-10-11 Walther Groepler Verfahren zum Schmieren bzw. Glaetten der Reibflaechen der Spurkraenze an Raedern insbesondere von Schienenfahrzeugen durch UEberziehen mit einem Schmiermittel

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