DE1858175U - Schmiervorrichtung fuer sinteranlage mit rostwagen. - Google Patents
Schmiervorrichtung fuer sinteranlage mit rostwagen.Info
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Description
- Schmiervorrichtung für Sinteranlage mit Rostwagen Sinterbetriebe gehören zu den sog. rauhen Betriebsanlagen der Hüttenwerke, wobei durch Hitze-und Staubeinwirkung eine körperliche Arbeit erschwert vird, wenn durch auftretende Störungen an den Betriebseinrichtungen ein Ablauf des normalen'Sinterprogramms' behindert wird. Störempfindlich ist u. a. auch die bei der Rostwagenbewegung notwendige Schmierung für die am Rostwagen angeordneten Verschleißleisten, die über Gleitschienen hinweggleiten weil gleichzeitig das Schmiermittel gegen ein Eindringen von Falschluft abdichtend wirken soll.
- Die Schmierung der am Wagen befestigten Verschleißleisten bei ihrem Gleiten über die Gleitschienen der Trägerkonstruktion erfolgt bisher über ein in Schmiertaschen der Gleitschienen pulsierend, d. h. unter Druckstößen eingebrachtes Fettgemisch als ein üblicher Spezialsohmierstoff. Die Schmiertaschen sind in einem Abstand von etwa 1 m angeordnet, durch sie werden pro Tag bei einer Bahnlänge von etwa 40 m bis zu etwa 120 kg Schmierstoff auf die Verschleißleisten über etwa vier Schmieraggregate aufgepreßt. Hierbei wird der Schmierstoff über ca 40 Schmiertaschen auf jeder Seite der Bahn zugeführt, dieser geht aber zu einem großen Teil nutzlos verloren, da er durch Sogwirkung schon bei seinem unter der Preßwirkung stehenden Austritt aus den Taschen in die saugkasten abgesaugt wird.
- Gleichzeitig lagert sich durch die Sogwirkung von außen eindringender Staub in den feinen Zwischenraum zwischen Verhohleißleisten und Gleitschienen, besonders aber in die Schmiertaschen und deren Kanäle ab, so daß die Taschen und Kanäle von außen nach innen fortschreitend verstopft werden, wodurch wiederum mehr Schmierstoff beim Einpressen in die teilweise verstopften Ta-
Leisten aber nicht mehr ausreichend auf ihrer ganzen Breite geschmiert werden. Mit Sinterstaub gemischter Schmierstoff bautschen nach innen in die Saugkästen abgesaugt werden kann, die CD wodurch dann noch die Saugrostfläche in den Rostwagen verkleinert wird und die Randpartien des darin eingebrachten Sintergemischs nicht mehr voll durchgesintert werden können.sich infolgedessen an den beiden Seitenwänden des Saugkastens an, CD - Heben der verminderten Gleitfähigkeit durch eine ungenügende Schmierung und einem damit auftretenden erhöhten kraftbedarf für die Bewegung der Rostwagen sind die mängel einer nur teilweise durchgeführten Sinterung des Sintergemischs die Ursache für etwa in vier bis sechs-Wochen-Abständen auftretende Betriebsstörungen, zu deren Beseitigung die Sinteranlage für eine Reinigung der Schmiertaschen und Entfernung des mit Sinterstaub gemischten und an den Wänden abgelagerten Schmierstoffes außer Betrieb gesetzt werden muß.
- Zur Vermeidung dieser unliebsamen Betriebsstörungen, die den sonst kontinuierlichen Betrieb für eine Längere Zeitdauer bis zu einer Arbeitsschicht unterbrechen, wird zur Durchführung eines neuen Schmierverfahrens, das als solches nicht Gegenstand dieses Gebrauchsmusters ist, an einer Sinteranlage mit Rostwagen neueg i, rungsgemäß die Schmiervorrichtung so gestaltet und angeordnet, daß sie es gestattet, ein gut haftfähiges Gleitmittel auf die an den Wagen befestigten Verschleißleisten vor deren Auflaufen auf die Gleitschienen aufzubringen. Für diesen Zweck wird die Schmiervorrichtung zweckmäßig am Anfang der Sinterbahn angeordnet.
- In der Regel genügt diese eine Auftragsstelle, bei besonders grossen Bahnlängen oder beim Vorliegen besonders gelagerter Betriebsbedingungen können eine weitere oder evtl. mehrere zusätzliche Schmiervorrichtungen vorgesehen werden, die zur Erneuerung des Gleitmittelfilms das Gleitmittel von unten auf die Schienen aufbringen.
- Je nach den gegebenen Betriebsverhältnissen kann das Gleitmittel über Düsen aufgesprüht oder beispielsweise mit einem sich drehenden Rundpinsel aufgepinselt oder mittels einer Tauchwanne über eine rotierende Rolle oder Walze aufgebracht werden. Die Gleitmittelschicht soll in einer möglichst gleichmäßigen, sie kann aber je nach dem Vorliegen besonderer Betriebsbedingungen auch in einer teilweise verstärkten Schicht aufgebracht werden. Meist braucht sie nur in einer dünnen Schichtstärke aufgetragen werden ? da ihre Haft-, Schmier- und Gleitfähigkeit sich neben der noch erforderlichen Abdichtungsfähigkeit auch bei längeren Sinterbahnen als für alle aNforderungen ausreichend erwiesen hat. Eine Abge saugung des nur in d@nner Schicht auf tragenen Gleitmittelfilms kann nicht mehr erfolgen, auch das Eindringen von Staub läßt sich durch die nicht mehr auftretende Falschluft vermeiden.
- Die Bewegung der gleitenden Rostwagen kann mit einer wesentlich
sparnisse in vielfacher Hinsicht erzielen lassen: Verminderung des Gleitmittelverbrauchs, geringere Anzahl vom Schmieraggregaten und damit verminderte Uartungszeiten der Geräte, Herabsetzung desgeringeren Krafteinwirkux erfolgen ? so daß sich insgesamt Er- CD und der benötigten Zeit für ihre Reinigung und für die Beseitigung von aus den Schmiertaschen ausgetretenem Schmierstoffe der sich an den Wänden der Saugkästen mit Sinterstaub gemischt zu einer erhärteten Schicht angelagert hat, kein Falschlufteintritt in die Saugkästen'und besonders eine bessere Aussinterung desKraftbedarf für die agenbewegung Fortfall der Schmiertaschen Sintergemischs ? vor allem an den sonst meist ungenügend durchge- sintertenWagenlängsseiten. . "ß 4., b Für die Aufbringung des Gleitmittels auf die Verschleißsbe vorzugsweise aber ovaler Austrittsöffnung vorgesehen, damit der Sprühstrahl nach wunsch in gleichmäßiger Schichtstärke oder mit teilweise verstärktem Schichtfilm auf die Leiste aufgebracht werden kann. Die Düse soll auch noch hinsichtlich des Druckes und der Menge des aufzubringenden Gleitmittels regelbar oder einstellbar sein.ist neuerungsgemäß eine schwenkbare Düseneinrichtung mit runder 9 CD - Das sich nach der Neuerung als besonders günstig in seiner Wirkung erweisende Gleitmittel besteht aus einem kolloidal graphitierten Haftsohmierstoff, dessen Pemetrationswert gemäß seiner ausgewähl-
teil lagert sich in die feinen Unebenheiten l der Verschleißleisten und Gleitschienen ein, und hierdurch wird eine besonders guteten Zusammensetzung oberhalb 385 mm/10 liegt. Sein Graphitbestand- zwischen den verschleißleisten und den Gleitschienen sicher ausfüllt und in der Form. abdichtend wirkte daß weder Falschluft noch auch Sinterstaub durch den Spalt in den Saugkasten eindringen kann, weil der gleichmäßig dünn aufgebrachte Film der Falschluft keine Angriffsfläche mehr bieten kann.Haftfähigkeit des Gleitmittels erzielt, das den vorhandenen Spalt L - In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Neuerung dargestellte wobei Abb. 1 eine schematische Seitenansicht einer Sinteranlage Abbo 2 eine Bchnittzeichnung nach Linie II-II in Abb. 1 und abs. 3 eine Einzelheit aus Abb. 2 mit Teilschnitt und einer auftragsdüse zeigen.
- Die Rostwagen 1 der Sinteranlage werden mit einem brennfäh@gen Sintergut 2 aus einem Erz-Koks-Gemisch beschickt, das aus einem Vorratsbunker 15 in die Wagen eingebracht wird. Die Rostwagen besitzen im Innern Rostflächen 39 sie werden nur bis zu einer bestimmen Höhe beschickte da nach der Zündung unter einer Haube 20 mit Gaszuleitung 21 das Sintergemisch durch hindurchgesaugte Luft über ihre Saugkästen 11 mit Luftableitung 12 unter Volumenger-
Lagerrollen 4,'die am Wagenrahmen 5 befestigt sind, auf einem Gleis 8 und sind somit für eine leichte Bewegungsmöglichkeit gewichtsentlastet.größerung zur Sihterung gebracht wird. Die Wagen laufen mit ihren b - Zur seitlichen Abdichtung gegen das Eindringen von Falschluft sind unter dem Zangenrahmen 5 auswechselbare Verschleißleisten 6 angeordnet, die über an der Eisenkonstruktion 10, befestigte und
wechselbare Gleitschienen 7 hinweggleiten, wobei deren elastische Anpressung gegen die Verschleißleisten wegen der auftretenden'Wärmeausdehnung über Federelemente 9 o. dgl. erfolgen kann.nur auf der Länge der Absaugstrecke angeordnete, gleichfalls aus- CD - Nach der Zündung des Sintergemischs in den Rostwagen unter einer Zündhaube 20 mit Gaszuleitung 21 durchlaufen die Wagen die eigent-
kästen 11 mit Saugstutzen 12 abgeführt wird.liche Sinterstrecke, wobei Luft durch das in Brand gesetzte Sin- CD tergemisch durchgesaugt wird ;, die über einen oder-'. mehrere Saug- - Zur Schmierung der auf den Gleitschienen 7 gleitenden Verschleißleisten 6 und gleichzeitig zur Abdichtung gegen etwa eindringende Falschluft wird nach der Neuerung vor dem Auflaufen der wagen auf die Gleitschienen 7, die sich nur im Bereich der Saugkästen 11 an der tragenden Eisenkonstruktion befinden, über eine schwenkbare Düsen » richtung 25 mit regelbarer Druckwirkung und einstellbarer Strahlrichtung als Gleitmittel ein kolloidal graphitierter Haftschmierstoff mit einem zum Aufsprühen gut geeigneten Pemetrationswert gegen die Verschleißleiste 6 in gleichmäßig dünner Filmschicht aufgesprühte Das in seiner Menge regelbare Gleitmittel wird der Düsenvorrich-
strahldüse über eine Zuleitung 26 und die dazu benötigte Preßluft über ein Rohr 27 zugeführt, wobei die Düsenvorrichtung so ausgebildet ist, daß die Düse für die Sprührihtung schwenkbar ist und der regelbare Preßluftdruck den Sprühnebel mit einer kräftigeren Kittelzone austreten läßt. Hierdurch kann die Verschleißleiste auf ihrer ganzen Breite gleichmäßig oder auch nach betrieblichen Gegebenheiten besonders an der vom Saugkasten abgewandten Seite mit einer etwas stärkeren Schicht zur Verbesserung der Abdichtung besprüht werden. Die Aufbringung des Gleitmittels auf die Vere schleißleiste 6 kann auch durch ein Aufpinseln, beispielsweise durch eine rotierende Pinselvorrichtung oder durch eine unterhalb angeordnete Tauchwanneneinrichtung über vorgesehene Rollen oder Walzen erfolgen.tung 25 mit rundem oder ovalem öffnungsquerschnitt als Breit- CD - Nach den durchgeführten Versuchen an mehreren Sintereinriohtungen hat sich der Gegenstand der Neuerung in jeder Hinsicht be-@ währt. Alle daran gestellten Anforderungen sind für einen störungs
schleißleisten erfüllt worden, weil der Schmiermittelfilm neuerungsgemäß nur in dünner festhaftender Schicht vorliegt. Trotz einer Sinterbahnlänge von 35 m genügt auf jeder Wagenlängsseite eine Düsenvorrichtung für die Aufbringung des Gleitmittels, jedoch kann bei besonders gelagerten Betriebsbedingungen, die vom vorliegenden Druck oder der Temperatur oder auch vom Zustand der Betriebseinrichtungen abhängig sein können, ein erneutes oder evtl. mehrmaliges Auftragen einer Gleitmittelschicht, u. U. in teilweise sogar verstärktem Schichtfilm über entsprechende Vorrichtungen vorgesehen werden.freien Betrieb bei einem stark verminderten Verbrauch an Gleitmit- - tel, bei geringerem Reibungswiderstand für die Wagenbewegung und ohne Absaugung des aufgetragenen Gleitmittelfilms von den Ver- - Die Neuerung ist nicht auf die beschriebene Vorrichtung für Bin-
gleicher Weise, d.h. mit den gleichen Mitteln lassen sich Schmier-oder Gleit-und Abdichtungsprobleme lösen bei vielen ähnlich gelagerten Gleit-und Bewegungseinrichtungen, z.B. für Tunnelofen-teranlagen mit gleitender Bewegung der Rostwagen beschränkt. In D LD Haft-und Sohmierfähigkeit bei einer geringen Schichtstärke des chmiermittelfilms gestellt werden, weil dabei auch noch durch den kolloidalen Graphitgehalt eine besonders wertvolle Notlaufeigenschaft vorliegen kann.anlagen der keramischen oder hüttentechnischen Industrie, bei CD großen Hobelmaschinen mit hin-und hergehenden Schlitten oder auch bei Karusseldrehbalken und ä,nlichen Binrichtungen in der Maschinenindustrie, sobald hohe Anforderungen hinsichtlich der - Schutzansprüche:
Claims (4)
- Schutzansprüche 1. Schmiervorrichtung für Sinteranlagen mit Rostwagen, die auf einer Gleitschienenbahn bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmiervorrichtung (25) so gestaltet und angeordnet ist, daß sie ein gut haftfähiges Gleitmittel auf die an den Wagen (1) befestigten Verschleißleisten (6) vor deren Auflaufen auf die Gleitschienen (7) oder zusätzlich zur Erneuerung des Sohmiermittelfilms von unten aufzubringen gestattet.
- 2. Schmiefvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmiervorrichtung als Sprüh-, Tinsel-oder Tauchvorrichtung ausgebildet ist.
- 3. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet : daß die Schmiervorrichtung mit einer schwenkbaren Düse versehen ist.
- 4. Schmiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse eine ovale Austrittsöffnung hat.
Priority Applications (1)
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| DE1961L0030639 Expired DE1858175U (de) | 1961-10-31 | 1961-10-31 | Schmiervorrichtung fuer sinteranlage mit rostwagen. |
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