DE3004891C2 - Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels an der Förderrinne eines Förderers, insbesondere Kettenkratzförderers - Google Patents
Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels an der Förderrinne eines Förderers, insbesondere KettenkratzförderersInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels an der Förderrinne eines Förderers,
insbesondere Kettenkratzförderers, mit kohlenstoßseitig an der Förderrinne befestigtem Hobelführungsprofil
aus gelenkig miteinander verbundenen Hobelführungssegmenten, wobei das Hobelführungsprofil einen
oberen und einen unteren Kettenkanal für die Hobelkette sowie eine obere Führungsschiene aufweist,
welche von an dem Hobelkörper auswechselbar befestigten Führungskrallen umgriffen ist, die in den
kohlenstoßseitig offenen oberen Kettenkanal eingreifen und dort an das Obertrum der Hobelkette angeschlossen
sind.
Be. Hobelanlagen mit einem derart geführten Kohlenhobel gleitet der Hobelkörper einerseits auf dem
Hobelführungsprofil, andererseits auf dem Liegenden. Infolge der gleitenden Reibung entstehen erhebliche
Reibungsverluste, so daß die in die Hobelanlage installierte Leistung für die eigentliche Hobel- und
Ladearbeit nur beschränkt benutzt werden kann. Folglich müssen Hobelgeschwindigkeit und Schnittiefe
verhältnismäßig niedrig gehalten werden. Eine Steigerung der Hobelleistung verlangt jedoch erhöhte
Hobelgeschwindigkeiten und Schnittiefen. Folglich müssen für die Hobel- und Ladearbeit entweder die
installierte Leistung vergrößert oder die Reibungsverluste verringert werden.
In diesem Zusammenhang ist eine Führungsvorrichtung für einen Kohlenhobel mit vertikalen und
horizontalen Laufrollen bekanntgeworden, bei welcher sich das Zugtrum der Hobelkette im unteren Kettenkanal
befindet An dieses Zugtrum einerseits und an einen Hübelschlitten für den Kohlenhobel andererseits sind
Verbindungsstege angeschlossen. Die vertikalen Laufrollen sind in gabelförmigen Lagerwangen des Hobelschlittens
angeordnet und laufen auf einem sich gegen das Liegende abstützenden Bodenblech. Zwangsläufig
sammelt sich auf dem Bodenblech sowohl im Bereich der vertikalen Laufrollen als auch des zum Kohlenstoß
hin offenen unteren Kettenkanals die im Zuge des Hobeins anfallende Feinkohle an und bedingt alsbald
eine starke Verschmutzung sowohl der Laufrollenlagerung am Hobelschlitten als auch des unteren Kettenkanals.
Dadurch verlieren die vertikalen Laufrollen alsbald ihre Laufeigenschaft, vielmehr ist eine Blockade durch
die sich anhäufende bzw. eindringende Feinkohle zu befürchten. Abgesehen davon ist der Ausbau und
folglich Austausch der vertikalen Laufrollen nicht ohne weiteres möglich, weil dazu der Hobelschlitten von der
Hobelführung abgenommen werden muß (vgl. DE-PS 12 22 0Oi). — Diese Nachteile will die Erfindung
vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels an der
Förderrinne eines Förderers, insbesondere Kettenkratzförderers, der eingangs beschriebenen Art zu
schaffen, der sich durch geringe Verschmutzungsgefahr auszeichnet und einfachen Ausbau bzw. Austausch der
Laufrollen ermöglicht.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Führungsvorrichtung dadurch, daß die Führungsschiene
eine vertikale Lauffläche für horizontale Laufrollen und das Hobelfühnjngsprofil eine unterhalb
der vertikalen Lauffläche vorspringende horizontale Lauffläche für vertikale Laufrollen aufweist, und daß die
horizontalen und vertikalen Laufrollen in den Führungskrallen drehbar gelagert sind. — Diese Maßnahmen der
Erfindung haben zur Folge, daß eine verhältnismäßig hochliegende Führung mit stark reduzierter Verschmutzungsgerahr
für den Kohlenhobel verwirklicht wird. Hinzu kommt, daß sich mit Hilfe der horizontalen und
vertikalen Laufrollen zugleich die Abstützung des Kohlenhobels im oberen Bereich des Hobelführungsprofils
verbessern läßt. Das gilt insbesondere in bezug auf die bei arbeitendem Kohlenhobel auftretenden Kippmomente
um eine in Hobellaufrichtung verlaufende Kippachse. Dadurch werden Laufeigenschaften des
Kohlenhobels weiter verbessert.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. So sieht die Erfindung vor, daß
zwischen der vertikalen und horizontalen Lauffläche die kohlenstoßseitige schlitzartige Öffnung für den oberen
Kettenkanal und die darin eingreifenden Führungskrallen angeordnet ist. Diese schlitzartige Öffnung wird also
durch die vertikale und horizontale Lauffläche gleichsam begrenzt und ermöglicht zugleich in fertigungstechnisch
einfacher Weise die vorspringende Anordnung der horizontalen Lauffläche oberhalb einer die Hobelsegmente
verbindenden Polygonstange. Die horizontalen und vertikalen Laufrollen sind erfindungsgemäß
fliegend in den Führungskrallen gelagert, also auf vertikalen und horizontalen Lagerzapfen, die in den
Führungskrallen verankert sind. Dabei können in einer Führungskralle mehrere horizontale und vertikale
Laufrollen in abwechselnder Reihenfolge gelagert sein.
Zweckmäßigerweise sind die Laufflächen und die Laufrollen oder ihre Laufkränze aus gehärtetem
Werkstoff hergestellt oder mit Hartmetall gepanzert, wodurch der infolge rollender Reibung ohnehin
beachtlich reduzierte Verschleiß an der Holelführung noch weiter verringert wird.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß bei der erfindungsgeniäßen
Vorrichtung eine verhältnismäßig hochliegende Führung für den Kohlenhobel verwirklicht wird, die sirh
durch stark reduzierte Verschmutzungsgefahr auszeichnet Darüber hinaus sind die Laufrollen verhältnismäßig
leicht zugänglich und können insbesondere gemeinsam mit den Führungskrallen unschwer ausgebaut und
ausgetauscht werden. Auch die Momentenabstützung wird verbessert. Das gilt insbesondere in bezug auf die
Kippmomente, welche um eine in Hobellaufrichtung verlaufende Kippachse auftreten.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellend:η Zeichnung
näher erläutert; es zeig!
F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Führungsvorrichtung für einen Kohlenhobel und
Fig. 2 einen teilweisen Horizontalschnitt gemäß Linie A -A durch den Gegenstand nach Fig. 1.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels 1 an der Förderrinne 2 eines Förderers,
insbesondere Kettenkratzförderers, dargestellt, und zwar mit kohlenstoßseitig an der Förderrinne 2
befestigtem Hobelführungsprofil 3 aus gelenkig miteinander verbundenen Hobelführungssegmenten 3a. Die
Hobelführungssegmente 3a sind auf biegeelastischen Polygonstangen 4 gleichsam aufgefädelt. Das Hobelführungsprofil
3 weist einen oberen und einen unteren Kettenkanal 5, 6 für die Hobelkette 7 sowie eine obere
Führungsschiene 8 auf, welche von an dem Hobelkörper 9 lösbar befestigten Führungskrallen IO umgriffen ist.
die in dem kohlenstoßseitig offenen oberen Kettenkanal 6 eingreifen und dort an das Zugtrum bzw. Obertrum
der Hobelkette 7 angeschlossen sind. Die Führungskrallen 10 sine lint dem Hobelkörper 9 verschraubt und
zumindest — in Hobellaufrichtung gesehen — an beiden Enden des Hob-slkörpers 9 angeordnet. Darüber hinaus
kann auch eine mittige Führungskralle verwirklicht sein. Außerdem untergreift der Hobelkörper 9 das Hobelführungsprofil
3 mit einem Bodenschwert 11. Dieses gleitet einerseits an dem Hobelführungsprofil 3, andererseits
auf dem Liegenden 13. Die Führungsschiene 8 befindet sich auf der Oberseite des Hobelführungsprofils 3 und
weist eine vertikale Lauffläche 14 für horizontale Laufrollen 15 auf, während das Hobelführungsprofil 3
eine unterhalb der vertikalen Lauffläche 14 kohlenstoßseitig vorspringende horizontale Lauffläche 16 für
vertikaie Laufrollen 17 besitzt. Die horizontalen und vertikalen Laufrollen 15, 17 sind in den Führungskrallen
10 frei drehbar gelagert. Folglich lassen sich die Laufrollen 15, 17 mit den Führungskrallen 10 vom
Hobelkörper 9 leicht lösen und sind unschwer auswechselbar. Zwischen der vertikalen und horizontalen
Lauffläche 14 bzw. 16 ist die kohlenstoßseitige schiitzartige öffnung 18 für den oberen Keiienkanai 6
und die darin eingreifenden Führungskrallen 10 angeordnet. Die horizontalen und vertikalen Laufrollen
15, 17 sind fliegend auf vertikalen bzw. horizontalen Lagerzapfen 19, 20 gelagert. In einer Führungskralle 10
können mehrere horizontale und vertikale Laufrollen 15, 17 in abwechselnder Reihenfolge gelagert sein, was
nicht dargestellt ist. Durch die Rollenlagerung des Kohlenhobels 1 im oberen Bereich des Hobelführungsprofils
3 wird der Verschleiß an den Führungselementen erheblich reduziert. Dennoch können zusätzlich die
J5 Laufflächen 14, 16 und die Laufrollen 15, 17 oder ihre
Laufkränze aus gehärtetem Werkstoff bestehen oder mit Hartmetall gepanzert sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Führen eines Kohlenhobels an der Förderrinne eines Förderers, insbesondere
Kettenkratzförderers, mit kohlenstoßseitig an der Förderrinne befestigtem Hobelführungsprofil aus
gelenkig miteinander verbundenen Hobelführungssegmenten, wobei das Hobelführungsprofil einen
oberen und einen unteren Kettenkanal für die Hobelkette sowie eine obere Führungsschiene
aufweist, welche von an dem Hobelkörper auswechselbar befestigten Führungskrallen umgriffen ist, die
in den kohlenstoßseitig offenen oberer Kettenkanal eingreifen und an das Obertrum der Hobelkette
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (8) eine vertikale
Lauffläche (14) für horizontale Laufrollen (15) und das Hobelführungsprofil (3) eine unterhalb der
vertikalen Lauffläche (14) vorspringende horizontale Lauffläche (16) für vertikale Laufrollen (17)
aufweist, und daß die horizontalen und vertikalen Laufrollen (15, 17) in den Führungskrallen (10)
drehbar gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der vertikalen Lauffläche (14) und der horizontalen Lauffläche (16) die kohlenstoßseitige
Öffnung (18) für den oberen Ksttenkanal (6) und die darin eingreifenden Führungskrallen (10)
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontalen und vertikalen
Laufrollen (15, 17) fliegend in den Führungskrallen (10) gelagert sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Führungskral-Ie
(10) mehrere horizontale und vertikale Laufrollen (15,17) in abwechselnder Reihenfolge gelagert sind.
Priority Applications (8)
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| 8331 | Complete revocation |