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Maschine zum gruppenweisen Verpacken von Gegenständen in einen um
sie herumgelegten Kartonzuschnitt Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum
Verpacken von Gegenständen mit einem um diese herumgelegten Karton. Dieser Karton
ist so beschaffen, daß er einen rechtwinkligen Zuschnitt besitzt, der längs paralleler
Linien so eingekerbt ist, daß ein Oberteil und zwei Seitenteile mit einander überlappenden,
von den Seitenteilen getragenen Unterteilen entsteht. Ferner besitzt die Maschine
ein langgestrecktes Tragglied, auf dem eine Gruppe von Gegenständen befördert werden
kann, mehrere Behandlungsstationen, von denen die erste Mittel zum Abtrennen einer
Gruppe zu verpackender Gegenstände aufweist, und eine Einrichtung, die einen flachliegenden
Einschlag-Kartonzuschnitt in der Nähe einer Gegenstandsgruppe an einer solchen Behandlungsstation
freisetzbar so bereithält, daß der Oberteil dieses Kartonzuschnittes der Oberseite
der Gegenstandsgruppe gegenüberliegt, während die darauffolgenden Behandlungsstationen
mit Faltelementen versehen sind, um die Seitenteile und die Bodenlappen um die Gegenstandsgruppen
herumlegen zu können.
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Ein wichtiges Ziel der Erfindung war die Schaffung einer einfachen,
einen gedrängten Aufbau aufweisenden Maschine mit Fördereinrichtungen für ebene
Kartonzuschnitte und die darein einzuschlagenden Gegenstände, vereinigt mit Mitteln
zum Vorwärtsschieben der Gegenstände mit ihren Kartonzuschnitten sowie zum festen
und präzisen Herumlegen der Kartonteile um die Gegenstände während des Beförderns
derselben. Ferner sollten ein bewegliches, kartonformendes Element und eine Betätigungsvorrichtung
für dieses vorgesehen werden, die, nachdem sie einen Kartonzuschnitt um eine Gegenstandsgruppe
teilweise herumgelegt hatte, die Gegenstände in eine Lage versetzte, in der sie
eine weitere Behandlung erfuhren. Ein weiteres Ertlndungsziel war es, in der Verpackungsmaschine
ein leistungsfähiges Formungs- und Beförderungsglied mit zwei oder mehreren Teilen
vorzusehen, die die schon teilweise verpackte Gegenstandsgruppe umfassen und an
mehreren Behandlungsstationen vorbeiführen sollten, wodurch der Kartonzuschnitt
bei der Formung und Vervollständigung der Verpackung fest anliegend um die Gegenstandsgruppe
gehalten wurde. Außerdem sollte eine Kartonform- und -beförderungsvorrichtung geschaffen
werden, die in einer geschlossenen Bahn bewegt werden konnte, um dabei die zum Teil
schon geformten Packungen zu erfassen und sie schrittweise an Behandlungsstationen
vorbeizubewegen. Schließlich sollte auch in der Verpackungsmaschine eine Vorrichtung
zur Aufnahme einer oder mehrerer Reihen länglich gestalteter Gegenstände, die flach
aneinanderliegend befördert werden, eine weitere Vorrichtung zum Hochkanten einer
bestimmten, zu einer Gegenstandsgruppe zusammenzufassenden Zahl dieser Gegenstände,
bevor diese von dem herumgelegten Kartonzuschnitt erfaßt wurden, und in Verbindung
mit einer Vorrichtung zum Aufbringen von Klebstoff auf die um die Gegenstandsgruppen
herumgelegten Kartonzuschnitte ein Abnahmeförderer vorgesehen werden, der die Zuschnitte
während der Weiterbeförderung der Gegenstandsgruppe um diese herum festhielt, bis
der Klebstoff an den Zuschnitten erstarrt war.
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Zur Erreichung dieser und ähnlicher Ziele ist bereits eine ganze
Reihe von Einrichtungen geschaffen worden. Die Zusammenfassung einzelner zu verpakkender
Gegenstände zu Gegenstandsgruppen wird bereits von der USA.-Patentschrift 2291 645
gelehrt, die eine Einrichtung beschreibt, bei der ein oberer und ein unterer Verpackungsteil
von einer Kartonbahn abgetrennt werden und Linien in diese eingekerbt werden, je
ein Verpackungsteil auf die obere und die untere Seite der auf der Transportbahn
herangeführten Gegenstandsgruppe aufgesetzt wird und die Ränder der Verpackungsteile
über die Gegenstände herauf- bzw. heruntergeklappt werden. Auch die Aufteilung der
Verpackungsmaßnahmen auf einzelne Behandlungsstationen sowie die Bereithaltung freisetzbarer
Kartonzuschnitte zum Verpacken der
Gegenstandsgruppe sind bekannte
Maßnahmen. Aus der Getränkeindustrie ist eine Einrichtung zum Beschicken von Kartonzuschnitten
mit Flaschen und zum Falten dieser Zuschnitte zu Kartons bekannt, die in der USA.-Patentschrift
2312651 beschrieben ist; zum Verpacken wird hier ein Auflagetisch mit hochklappbaren
Flügeln benutzt, die die in die Kartonzuschnitte eingelegten Flaschen zu Gegenstandsgruppen
mit tragbarer Kartonverpackung zusammenfassen. Handelsartikel gleicher Größe und
Gestalt, deren Form der Säulenform ähnelt, werden von der in der USA.-Patentschrift
2351 596 beschriebenen Einrichtung in bestimmter Zahl, der sogenannten Verbrauchereinheitszahl,
zum Verkauf an Kleinkunden in einen Karton verpackt. In der USA.-Patentsehrift 2608330
ist eine Einrichtungen beschrieben, bei der L-förmige Stabarme mit ihren waagerechten
Teilen Flaschen nach zueinander entgegengesetzten Richtungen hin umlegen, wodurch
die Flaschen auf Führungsteilen zur Ruhe kommen. Wie während des Transports eines
Gegenstandes ein bestimmter Teil der Umhüllung durch Vorwärtsbewegen an stillstehenden
Formteilen entlang seine Lage so verändern kann, daß er jetzt den Gegenstand umschließt,
wird von der USA.-Patentschrift 2 844929 gelehrt, in der eine Einrichtung zum Formen
und Füllen von Zigarettenschachteln beschrieben wird, bei der gewundene Formteile
aus Drähten bzw.
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Blech längs der Schachtelbahn vorgesehen sind, die während des Transports
der Schachteln den obersten Teil der Schachtel umbiegen und in die Schachtel vorn
hineinstecken. Bei der in der USA.-Patentschrift 3007293 beschriebenen Einrichtung
wieder sind obere und untere Mulden zur Aufnahme der zylindrischen bzw. säulenförmigen
Gegenstände vorgesehen, welch letztere bei ihrer Verpackung zwischen zwei in gleicher
Richtung laufenden Ketten von Kettenförderern zusammengedrückt werden und um die
die Muldenränder durch kniehebelartig wirkende, von Führungsschienen betätigte Teile
heruntergeklappt werden. Die breiteste Grundlage zur Erreichung der Erfindungsziele
jedoch wurde durch die USA.-Patentschrift 2351 596 geboten, bei der die bewegungshemmende
Wirkung, die der Kartonzuschnitt auf die zu verpackende Gegenstandsgruppe ausübt,
durch Regeln der Spannung, mit der der Zuschnitt um die Gegenstandsgruppe herumgelegt
oder -geformt wird, geregelt wird und die einzelnen, einander teilweise überdeckenden
Verpakkungsvorgänge bis auf die Sekunde genau aufeinander abgestimmt sind.
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Die Erfindung erreicht ihre obengenannten Ziele unter Vermeidung
einiger den bekannten Einrichtungen anhaftender Nachteile dadurch, daß sie an einer
Maschine der eingangs genannten Gattung ein Formungsglied vorsieht, das sowohl den
Kartonzuschnitt etwa U-förmig um die ankommende Gegenstandsgruppe herumlegt, als
auch die Gegenstandsgruppe schrittweise durch drei Behandlungsstationen hindurchbefördert,
die drei rechteckige, aufeinander ausgerichtete und sich nach unten zu öffnende
Formungs- und Beförderungselemente von umgekehrter Kastenform besitzt. Jedes dieser
Formungs- und Beförderungselemente hat Stirn- und Seitenwandungen mit Innenabmessungen,
die so gewählt sind, daß sich jedes Element eng an die Enden und Seiten einer Gegenstandsgruppe
anlegt, wenn diese ganz oder teilweise von einem Karton umschlossen wird.
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Ferner erreicht die Erfindung ihre Ziele dadurch, daß sie einen Tragrahmen
vorsieht, der die Formungs- und Beförderungselemente in einer im allgemeinen rechteckigen,
in sich geschlossenen Bewegungsbahn entlangträgt, so daß sie nacheinander mit jeder
Gegenstandsgruppe in Eingriff kommen.
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Durch das enge Anlegen der Formungs- und Beförderungselemente an
die mit einem Karton umgebene Gegenstandsgruppe wird eine feste Verpakkung der letzteren
und durch die Herumführung der genannten Elemente längs einer geschlossenen Bewegungsbahn
eine große Stabilität der Verpackungsmaschine erzielt.
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Die Erfindung soll nunmehr an Hand der Zeichnungsunterlagen an einer
Ausführungsform derselben besprochen werden. Es bedeutet F i g. 1 einen einigermaßen
schematisch wiedergegebenen Grundriß einer bevorzugt zur Anwendung kommenden Ausführungsform
der Erfindung, der einen Teil der Zuschnittfördereinrichtung wiedergibt, wobei ein
Teil dieses Förderers weggebrochen ist, um die zu einer Gegenstandsgruppe vereinten
Gegenstände erkennen zu lassen, und der die drei Behandlungsstationen zur Ausführung
der verschiedenen Arbeitsgänge beim Herumlegen des Kartonzuschnitts um eine Gegenstandsgruppe
wiedergibt, F i g. 2 eine die vollständig verpackten Gegenstände wiedergebende perspektivische
Ansicht, wobei ein Teil des Kartons weggebrochen ist, um die im Karton befindlichen
Gegenstände zu zeigen, F i g. 2 a bis einschließlich 2k bruchstückweise wiedergegebene
Ansichten zur Illustrierung von Einzelheiten der Verpackungsmaschine.
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F i g. 2 a gibt die Zuführung von Gegenständen in Form kleiner, länglichgestalteter
Kartons wieder, die eine die Stärke des Kartons übersteigende Breite haben, wobei
die Kartons oder Gegenstände zuerst in zwei Reihen, auf der Seite liegend und mit
ihrer Längserstreckung quer zur Bewegungsbahn verlaufend, befördert werden; F i
g. 2 b zeigt eine Untergruppe verpackter Gegenstände, die gerade hochkant gestellt
worden sind; F i g. 2 c zeigt einen Teil des Kartonzuschnittförderers mit einem
daraufliegenden Einschlag-Kartonzuschnitt, der an einer Vorrichtung vorbeizulaufen
beginnt, die Streifen eines rutschfesten Überzuges und einen Klebstoffstreifen auf
den Zuschnitt aufträgt; F i g. 2 d gibt den Zuschnitt wieder, wie er, als Vorbereitung
zum Niederfallenlassen in die gewünschte Lage auf einer Gegenstandsgruppe, auf zurückziehbaren
Tragvorrichtungen zur Ruhe gebracht worden ist; Fig. 2e gibt ein Fragment des Formungselementes
wieder, das das die Form eines umgekehrten Kastens besitzende Element erkennen läßt
und zeigt, wie dieses erste kastenartig geformte Element den Kartonzuschnitt erst
einmal über die Gegenstandsgruppe herumlegt; F i g. 2 f gibt dasselbe Element wieder,
nachdem es die teilweise geformte Packung zur zweiten Behandlungsstation weiterbefördert
hat, ebenso das Vorfaltelement für den kurzen Bodenlappen; Fig. 2g ist eine der
Fig. 2f ähnliche End- oder Querschnittsansicht, die das Vorfaltelement in seiner
vorderen Stellung wiedergibt, nachdem es sich an den kurzen Lappen angelegt und
diesen umgelegt hat;
F i g. 2h ist eine Ansicht, die einen anderen,
ein Stück des mittleren kastenförmigen Elementes bildenden Teil des Formungsgliedes
wiedergibt und die Öffnung in dem Packungsgruppenträger sowie die Lasche unter dieser
Öffnung zum direkten Umlegen des kurzen Lappens an die Bodenfläche der Gegenstandsgruppe
erkennen läßt; F i g. 2i zeigt die zum Teil schon fertige Packung in der dritten
Behandlungsstation, wobei sich das zweite Vorfaltelement vorwärts bewegt, um den
langen Bodenlappen umzulegen; F i g. 2 j zeigt ein weiteres Stück des Formungselementes,
das das dritte kastenförmige Element bildet, welches sich auf die zum Teil schon
fertige Pakkung niedergesenkt hat und jetzt im Begriff steht, sie dem Halteförderer
zuzuführen und gleichzeitig den zweiten Bodenlappen direkt an die Bodenfläche der
Gegenstandsgruppe anzulegen; F i g. 2k zeigt, wie die vollständige Packung aussieht,
nachdem sie einer offenen Tasche oder einem Halteteil des Halteförderers zugeführt
worden ist; Fig.3 einen Seitenriß, der teilweise im Schnitt längs der Linie 3-3
der Fig. 1, in Richtung der Pfeile gesehen, wiedergegeben ist, in einem größeren
Maßstab als F i g. 1 gezeichnet ist und die linke Hälfte der Maschine nach F i g.
1 darstellt, Fig.4 einen Seitenriß, der teilweise im Schnitt längs der Linie 4-4
der Fig. 1, in Richtung der Pfeile gesehen, dargestellt ist, ein Seitenstück zu
Fig. 3 bildet und näherungsweise die rechte Hälfte der Maschine nach F i g. 1 wiedergibt,
Fig.5 einen Endaufriß, der zeigt, wie die Maschine der F i g. 1 vom Austragsende
aus, nach vorn oder rechts gesehen, aussieht, und der das Formungselement und den
Förderer erkennen läßt, der die Packungen so lange unter Druck hält, bis sich der
Klebstoff erhärtet hat, F i g. 5 a einen Teil eines längs der Linie 5 a-5 a der
F i g. 5 gelegten und in Richtung der Pfeile gesehenen Querschnittes, der Einzelheiten
der Einrichtung für das schrittweise erfolgende Vorrücken des Halteförderers wiedergibt,
F i g. 6 einen Endaufriß, der teilweise in dem längs Linie 6-6 der Fig. 3 gelegten
Querschnitt, in Richtung der Pfeile gesehen, gezeichnet ist und Einzelheiten des
Formungselementes erkennen läßt, F i g. 7 einen Endaufriß, der teilweise in dem
längs Linie 7-7 der F i g. 3 gelegten Querschnitt, in Richtung der Pfeile gesehen,
gezeichnet ist und Einzelheiten des Formungselementes sowie die Faltelemente für
die Bodenlappen des Kartons erkennen läßt, Fig. 8 die Ansicht eines längs der Linie
8-8 der Fig. 6 gelegten Querschnittes durch einen Teil der Maschine, fragmentarisch
dargestellt, der Einzelheiten der Vorrichtung für die beschleunigte Rückwärtsbewegung
des Formungselementes erkennen läßt.
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F i g. 9 eine schematisch gehaltene Ansicht, die Einzelheiten der
Antriebsvorrichtung erkennen läßt und F i g. 10 eine als Bruchstück wiedergegebene
perspektivische Ansicht der Einrichtung für das Hochkanten der Gegenstände, die
in F i g. 4 in Seitenansicht dargestellt ist.
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Der Deutlichkeit halber wird zwar nahezu die ganze Maschine und ihre
Funktionsweise beschrieben, der Patentschutz soll sich aber nur auf die Erfindung
nach den Ansprüchen 1 bis 3 erstrecken.
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Die von der vorliegenden Erfindung geschaffene Einrichtung ist in
der hier beschriebenen Ausführungsform besonders nützlich beim Verpacken von Gegenstandsgruppen,
wie Flaschen von Drogen, die einzeln in Schachteln verpackt worden sind, um auf
Gestellen von Detailgeschäften ausgestellt zu werden. Die Gegenstände werden durch
um sie herumgelegte, an beiden Enden offene Kartons zu Gegenstandsgruppen vereinigt.
Die der Verpackungsmaschine in flachem Zustand zugehenden Kartonzuschnitte sind
rechtwinklig und werden so gefaltet oder gekerbt, daß ein Oberteil, zwei Seitenteile
und zwei einander überlappende Unterteile gebildet werden, die durch Klebstoff aneinander
befestigt werden können. Die Kartonzuschnitte am Eingangsende der Maschine werden
derselben einzeln in flachem Zustand zugeführt und in zeitlich abgestimmter Folge
zur ersten Behandlungsstation hinbefördert.
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An dieser Stelle der Maschine kommen die flachen Zuschnitte für kurze
Zeit auf einem Paar zurückziehbarer Tragstangen zur Ruhe.
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Der Maschine wird eine Anzahl Gegenstände auf einem unterhalb der
Bewegungsbahn der Zuschnitte liegenden Niveau auf Bandförderern zugeführt. Von dieser
Anzahl wird eine vorherbestimmte Zahl von Gegenständen abgeteilt und der ersten
Behandlungsstation auf einem Bandförderer zugeführt, der etwa die Breite der zu
bildenden Packung besitzt. Diese Gegenstandsgruppe wird durch eine an der Gruppenvorderkante
stattfindende Berührung mit einer abnehmbaren Anschlagvorrichtung zum Stillstand
gebracht. An dieser Stelle befindet sich die Gruppe genau senkrecht unter dem flachen
Kartonzuschnitt, wenn sie auf den zurückziehbaren Tragstangen zur Ruhe gekommen
ist.
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Ein eine Einheit darstellendes Formungs- und Beförderungselement
wird so getragen, daß es sich über den Bewegungsbahnen der Einschlag-Kartonzuschnitte
und der zu verpackenden Gegenstände bewegt. Dieses Element weist drei im wesentlichen
einander gleiche, in Längsrichtung ausgerichtete, sich nach unten zu öffnende Taschen
oder Fächer auf, so daß, wenn das Element nach unten bewegt wird, jede der Taschen
oder Fächer eine schon teilweise verpackte Gruppe von Gegenständen umgibt. Der Rahmen
des Formungs- und Beförderungselementes ist derart geführt, daß sich das Element
in vier Richtungen bewegt, d. h. nach vorn, um die dem Verpakkungsvorgang unterworfene
Gegenstandsgruppe in Vorwärtsrichtung zu befördern, dann aufwärts, in Rückwärtsrichtung
und nach unten, um darauffolgende Gegenstandsgruppen zu umgeben.
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Die erste Tasche bzw. das erste Fach an dem, was als rückwärtiger
oder hinterer Teil des Formungselementes bezeichnet werden kann, ist so vorgesehen,
daß sie den flachen Kartonzuschnitt erfassen und um die Gegenstandsgruppe herumlegen
kann. Wenn das Formungselement den abwärts gerichteten Teil seiner in vier Richtungen
verlaufenden Führungsbahn entlanggeführt wird, werden, noch eben bevor die unteren
Randteile des hinteren Faches auf den Zuschnitt drücken, die Tragkörper, auf denen
derselbe ruht, zurückgezogen. Hierdurch wird der Zuschnitt freigesetzt, so daß er
sich nach unten bewegen kann und sein für den Oberteil des Kartons bestimmter Flächenteil
auf der oberen Fläche der Gegenstandsgruppe zur Ruhe kommt. Bei der weiteren Abwärtsbewegung
des Formungselementes
erfassen die Randteile des hinteren Faches
die Seitenteile des Zuschnittes und legen sie um, so daß sie mit den Seiten der
Gegenstandsgruppe in Berührung kommen. Die vordere und die hintere Wand des hinteren
Faches legen sich auf die vordere und die hintere Stirnfläche der Gegenstandsgruppe.
Unmittelbar bevor das Formungselement die Anschlagvorrichtung der Stirnseite erreicht,
wird diese Vorrichtung weggezogen, um ein Anstoßen des Formungsfaches an sie, wenn
sich dieses in seine tiefste Stellung bewegt, zu verhüten. In diesem Augenblick
liegen die Seitenteile des Zuschnittes eng an den Seiten der Gegenstandsgruppe an,
und die Bodenlappen reichen nahezu bis in die Ebenen der betreffenden Seitenteile
hinunter.
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Hat das Formungselement seine unterste Lage erreicht, so bewegt es
sich in Vorwärtsrichtung, wobei es die teilweise schon geformte Packung gleitend
längs einer dünnen, schmalen Tragplatte zur zweiten Behandlungsstation befördert.
Das Formungselement wird dann von der Packung zurückgezogen, da sich das Element
aufwärts und dann rückwärts bewegt, um die oben beschriebenen Maßnahmen am nächsten
Kartonzuschnitt und der nächsten Gegenstandsgruppe, die der ersten Behandlungsstation
zugeführt werden, zu wiederholen.
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In der zweiten Behandlungsstation wird während der Zeit, wo die teilweise
bereits geformte Packung auf der schmalen Tragplatte in Ruhe verharrt, einer der
Bodenlappen durch ein hin und her bewegbares Lappenfaltelement zum Teil nach innen
unter die Tragplatte umgelegt. Dieser Lappen wird in der Praxis ziemlich schmal
ausgeführt, und er ist dazu bestimmt, durch Klebstoff am Rand eines längeren Lappens
auf der gegenüberliegenden P ackungsseite befestigt zu werden.
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Die teilweise schon geformte Packung wird bei der nächsten Vorwärtsbewegung
des Formungselementes der dritten Behandlungsstation zugeführt. Die an der dritten
Behandlungsstation befindliche Gegenstandsgruppe wird verschiebbar auf einer schmalen
Platte ähnlich der an der zweiten Station vorhandenen getragen. Am vorderen Rand
der zweiten Station befindet sich auf der Seite, wo der kurze Lappen teilweise bereits
unter die Gegenstandsgruppe gelegt worden ist, eine Öffnung, durch die hindurch
sich die Vorderkante des kurzen Bodenlappens bewegt und mit der Unterseite der Gegenstandsgruppe
in direkte Berührung kommen kann. Damit sich dieser Lappen nach oben bewegen kann,
ist ein kurzer pflugförmiger Teil vorgesehen, der sich von der Öffnung aus in einem
Winkel nach unten und hinten erstreckt.
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Wenn das Mittelfach des Formungselementes niedergeht, die Packung
ergreift und sie der dritten Behandlungsstation zuführt, läuft der kurze Lappen
durch diese Öffnung hindurch und wird durch den pflugförmigen Teil aufwärts bewegt,
der ihn hochklappen und an die Gegenstände sich anlegen läßt. Der kurze Lappen gleitet
dann an der dritten Station auf der oberen Fläche der schmalen Tragplatte entlang,
während der längere Bodenlappen in einer abwärts gestreckten Lage verharrt.
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An der dritten Behandlungsstation wird während der Zeit, wo die zum
Teil schon geformte Packung auf der Tragplatte in Ruhe verbleibt, der zweite Bodenlappen
durch ein hin und her bewegbares Lappenfaltelement, das dem erstgenannten Lappenfaltelement
ähnlich ist, sich jedoch von der anderen
Seite der Bewegungsbahn der Packungen her
einwärts bewegt, zum Teil nach innen unter die Tragplatte umgelegt. Der zweite Bodenlappen
wird durch eine Vorrichtung nach oben bewegt, die der zur Umlegung des ersten Lappens
dienenden ähnlich ist. Am Vorderende der dritten Station ist zwischen den Tragplatten
eine Öffnung vorgesehen, durch die hindurch der zweite Bodenlappen nach oben bewegt
werden kann. An der Öffnung ist ein aufwärts gebogener pflugförmiger Teil vorgesehen.
der den teilweise nach innen umgeklappten Lappen berühren und hochheben kann, wenn
die Packung durch das Formungselement, das diesmal die Packung mit dem vorderen
Fach ergreift, weiterbefördert wird. Der zweite Lappen, auf dessen freien Randteil
zuvor Klebstoff aufgebracht worden ist, wird mithin mit dem ersten Lappen zur Überdeckung
gebracht. Die Lappen müssen dann eine kurze Zeit in ihrer Lage verharren können,
damit der Klebstoff trocknen kann.
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Es ist ferner ein Halte- oder Andrückförderer vorgesehen, der im
rechten Winkel zur Bewegungsbahn der Packungen steht. Dieser Förderer ist als endlose
Kette ausgeführt. Auf aneinander anstoßenden Kettengliedern sind druckausübende
Teile oder Taschen angeordnet. Jeder dieser Teile ist als Winkel mit einem horizontalen
und einem vertikalen Schenkel ausgeführt. Diese Schenkel legen sich an die eine
Seitenwand bzw. den Boden der Packung an. Hinter dem Winkel ist eine Platte befestigt,
die senkrecht nach oben geht und sich an die zweite Seitenwand der Packung anlegt.
Die Förderkette läuft um Kettenräder herum, die etwas seitlich der Bewegungsbahn
der von der dritten Station abgeladenen Packungen gelagert sind. Geht der Winkel
um das Kettenrad herum, so nimmt er eine Stellung ein, in der er genau auf die untere
Ecke der Packung, die gerade abgeladen werden soll, ausgerichtet ist. Die hintere
Platte auf dem anstoßenden Kettenglied ist in diesem Augenblick noch nicht völlig
um das Kettenrad herumgegangen und ist ein wenig von einer zum senkrechten Schenkel
des Winkels parallelen Lage weggeneigt. Der Druckförderer wird schrittweise angetrieben,
wodurch jedesmal, wo eine Packung von der Formungsstrecke abgeladen werden soll,
eine neue Tasche in Bereitstellung versetzt wird. Der Halteförderer verbleibt im
Stillstand, wenn das Formungselement seine Vorwärtsbewegung ausführt.
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Mithin erfaßt das dritte Fach des Formungselementes die Packung an
der dritten Station und bewegt sie vorwärts. Zu diesem Zeitpunkt wird der zweite
Bodenlappen während des ersten Teiles seiner Bewegung hochgeklappt und berührt dabei
den schmalen Bodenlappen. Eine weitere Vorwärtsbewegung verschiebt die Packung von
der dritten Behandlungsstation zu den bereitstehenden taschenförmigen Formelementen.
die noch ihre offene Stellung einnehmen. Sobald das Formungselement die Packung
in die Tasche befördert hat bewegt es stich aufwärts und läßt die neugeformte Packung
auf dem Andrückförderer zurück. Der Antrieb fiir den Förderer ist zeitlich so abgestimmt,
daß sich dieser dann um einen Schritt weiterbewegt. - Hierdurch wird die emporstehende
hintere Platte in eine zum senkrecht stehenden Schenkel des Winkels parallele Lage
versetzt, und die Packung wird mit ihren Seiten fest zwischen diesen emporstehenden
Platten gehalten. Die Länge des Andrückförderers ist groß genug, den Klebstoff bereits
fest werden zu lassen, noch bevor oder wenn
die Packungen das Ende
des Förderers erreicht haben.
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Die Packungen können dem Förderer von Hand oder durch eine geeignete
Vorrichtung zum Einpacken derselben in Versandbehälter entnommen werden.
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Wenn man die Zeichnungen, insbesondere F i g. 3 bis 5, genauer betrachtet,
so sieht man, daß das langgestreckte Tragglied, auf dem die Gegenstandsgruppe befördert
wird, auf einem das Gestell der Maschine darstellenden Aufbau mit Längs- und Quergliedern
sowie senkrecht stehenden Gliedern aufmontiert ist.
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Von diesem Maschinengestell wird (s. Fig.4) ein Kartonzuschnittförderer
getragen, der in dieser Figur zusammenfassend mit 15 bezeichnet ist. Unter dem Kartonzuschnittförderer
ist ein Gegenstandsförderer aufmontiert, der als Ganzes mit der Zahl 16 bezeichnet
ist. Die Vorrichtung zum Unterteilen der Gegenstandsreihe in Gruppen und zum Hochkanten
derselben wird als Ganzes mit 17 bezeichnet. Die Zahl 18 bezeichnet das sich längs
vier Wegen bewegende Formungs- und Beförderungselement, die Zahl 19 einen Aufbau,
der die erste Behandlungsstation einschließlich einer Zuschnittstragvorrichtung
und einer Gegenstandstragvorrichtung trägt. Ein weiterer Teil der Maschine weist
die zweite und dritte Behandlungsstation auf und ist als Ganzes mit 20 bzw. 21 bezeichnet.
Der Halte- und Andrückförderer schließlich ist als Ganzes mit der Zahl 22 bezeichnet.
Es sind sowohl erst teilweise geformte und vervollständigte Packungen als auch fertige
Packungen wiedergegeben, die als Ganzes mit der Zahl 25 bezeichnet sind (F i g.
2) und aus Kartonzuschnitten 26 und den von ihnen umschlossenen Gegenständen 27
bestehen (s. auch Fig. 2c).
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Die Gegenstände können verschiedene Abmessungen aufweisen, in welchem
Fall Abänderungen an den Kartonzuschnitten vorgenommen werden würden.
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Nach der hier gegebenen Darstellung besitzen die Gegenstände die Form
geschlossener Kartons oder Schachteln von gleicher Größe, von etwas länglicher Gestalt
und von einer Breite, die ihre Stärke oder ihre Kantenabmessungen etwas übersteigt.
Diese Kartons können eine solche Größe besitzen, daß sie kleine Flaschen mit Arzneimitteln
oder anderen Konsumartikeln, die verpackt oder unverpackt sind, enthalten können.
Die Kartonzuschnitte werden längs paralleler Linien so eingekerbt oder geknifft,
daß ein Oberteil 28, Seitenteile 29 und 30, ein am Seitenteil 30 getragener Hauptbodenteil
bzw. -bodenIappen 31 und ein kürzerer oder schmaler Bodenlappen 32 entstehen, wobei
die Länge dieser Bodenlappen, von ihrer sie mit dem Seitenteil verbindenden Kante
aus gemessen, mit Vorliebe so gewählt wird, daß sie einander überlappen. Wie aus
Fig. 2 und 2k zu entnehmen, überlappt der breitere Bodenlappen 31 den schmalen Bodenlappen
32. Der hier wiedergegebene Karton kann achtzehn in zwei Reihen zu je neun Stück
angeordnete Gegenstände halten. Die Kartons werden mit Vorliebe mit sie schwächenden,
in F i g. 2 bei 33 angedeuteten Kerblinien versehen, damit die fertigen Packungen
in drei kleinere Pakkungen aufgeteilt werden können, deren jede sechs Gegenstände
faßt. Die Zahl der schwächenden Linien oder die Zahl von Gegenständen in einer Packung
ist unwesentlich und kann wunschgemäß gewählt werden.
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Zuführung der Einschlag-Kartonzuschnitte Einschlag-Kartonzuschnitte
werden auf dem Zuschnittförderer 15 (Fig. 4) der ersten Behandlungs-
station zugeführt.
Dieser wird auf einem senkrechten Gestellteil 12 a, einem querlaufenden Gestellteil
13 a und senkrecht stehenden Seitenplatten getragen, deren eine in Fig.4 bei 11
a wiedergegeben ist. Die Zuschnitte werden flach liegend auf einem Paar in Abstand
voneinander angeordneter Gelenkketten 36, 36 (F i g. 2c) mit einem Paar Vorsprünge
37, 37 befördert. In Längsrichtung verlaufende, an den Seitengestellteilen 11 a
befestigte Gestellteile 38 dienen als Tragvorri chtungen für die Gelenkketten und
Seitenführungen für die Seitenkanten der Zuschnitte. Am Aufnahmeende des Förderers
laufen die Gelenkketten über Kettenräder 39 auf der in den Gestellteilen 11 a gelagerten
Welle 40, und am Austragsende laufen die Gelenkketten über Kettenräder 41, die auf
einer angetriebenen in den Vordergestellteilen 12 a gelagerten Welle 42 befestigt
sind. Der vordere Teil des Förderers ist abwärts geneigt, um sein Austragsende möglichst
nahe an die Stelle zu bringen, wo die von dem Gegenstandsfördererl6 in Stellung
gebrachten Gegenstände zu Gruppen vereinigt werden. An den Gestellteilen 38 befestigte
Kettentragschienen 43 und 44 dienen dazu, die obenliegenden Kettenteile des Förderers
zu tragen. Die Kette kann auch auf ihrem unteren Teil durch leer laufende Kettenräder
45, 45 getragen werden, die auf Achsstummeln geführt werden, die in den seitlichen
Gestellteilen befestigt sind.
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Zwischen den nebeneinanderliegenden Enden der Kettentragschienen befinden
sich Kettenräder 46, 46, die sich frei auf einer angetriebenen Welle 47 drehen können,
deren Endteile in den Gestellteilen 38 gelagert sind.
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Um das Halten der Gegenstände in dem Kartonzuschnitt zu erleichtern
und ihr Hindurchgleiten durch die offenen Enden desselben zu erschweren, wird mit
Vorliebe eine Anzahl Bänder oder Streifen eines geeigneten gleitbeständigen Materials
verwendet, das in flüssigem Zustand aufzutragen ist.
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Gleichzeitig kann auf den breiten Bodenteil des Kartonzuschnittes
an seinem freien Randteil ein Klebstoffüberzug aufgebracht werden. Für diesen Zweck
sind Tauchbehälter 49 und 50 vorgesehen, die gleitbeständiges Material und Klebstoff
enthalten.
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Vier schmale Rollen oder Scheiben 51, 51 (F i g. 2 c) und eine ähnliche
Scheibe 52 drehen sich mit einem Teil ihres Umfanges in der in dem jeweiligen Tauchbehälter
enthaltenen Flüssigkeit. Diese Scheiben sind auf einer frei drehbaren Welle 53 befestigt,
deren Enden in den senkrechten Seitenteilen des Gestells gelagert sind. Auf diesen
untenliegenden Scheiben 51, 51 und 52 läuft eine Anzahl schmaler Auftragsrollen
oder -scheiben 54,54 bzw. 55. Diese Scheiben sind auf der angetriebenen Welle47,
die die obenerwähnten losen Kettenräder 46 trägt, befestigt.
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Kleine Druckrollen 57, 57 laufen auf der oberen Fläche des Kartonzuschnittes
und drücken diesen an die die untere Fläche dieses Zuschnittes berührenden Flüssigkeitsauftragsscheiben
an. Die Rollen 57 sind auf einer Welle 58 befestigt, die sich frei in Senkrechtrichtung
auf und ab bewegen kann und an den Enden von Armen 59 getragen wird (F i g. 4),
deren andere Enden drehbar bei 60 an dem Gestellteil 38 befestigt sind.
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An der Welle 47 ist ein Kettenrad 62 befestigt, wodurch die Welle
von einer um das Kettenrad 64 auf der angetriebenen Welle 42 herumlaufenden Gelenkkette
63 angetrieben werden kann. Die Welle 42 wieder trägt ein Kettenrad 65, das von
einer Gelenkkette
66 angetrieben wird, die um ein Kettenrad 67
herumgeht, das auf einer in geeigneten Lagern im tieferliegenden Teil des Untergestells
gelagerten Zwischenwelle 68 befestigt ist. Auf die Welle 68 ist ein Kettenrad 68a
aufgekeilt, um das eine Gelenkkette 69 herumgeht, die an ihrem anderen Ende um ein
Kettenrad 69 a auf der nachstehend beschriebenen Hauptantriebswelle herumgeht. Wenn
der Kartonzuschnitt, getrieben von den Vorsprüngen 37, auf den Ketten 36 befördert
wird, läuft er über die den flüssigen Überzug auftragenden Scheiben hinweg und wird
durch die Andrückrollen 57 mit diesen Scheiben in Berührung gehalten. Auf die Innenseite
der Kartonwände werden dann Streifen oder Bänder eines gleitbeständigen Überzuges
aufgebracht, und auf einen Teil des freien Randes des breiteren Bodenlappens 31
wird ein Klebstoffüberzug aufgebracht.
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Die Kartonzuschnitte werden vom Ende des Förderers abgeladen und
kommen auf einer wegziehbaren Unterlage, die durch ein Stangenpaar 70, 70 gebildet
wird, kurzzeitig zur Ruhe (s. Fig. 2 d, 4, 6 und 9). Wie am besten in F i g. 4 und
6 zu sehen ist, wird die Vorderkante des Zuschnittes angehalten, wenn diese an den
senkrechten Steg 71 eines Winkeleisenanschlagteiles anstößt, der von der Seite her
in die Bewegungsbahn des Zuschnittes hineinragt. Diese Anschlagteile sind an seitlichen
Führungsplatten 72, 72 befestigt, die wieder an auf senkrechten Rahmenteilern 126
getragenen Haltern 73 befestigt sind. Die Innenränder der Anschläge 71 stehen voneinander
um ein größeres Maß als die Quererstreckung, d. h. die Breite der Packung, ab, damit
sich, wie später noch deutlicher aus der Beschreibung hervorgehen wird, das Formungs-
und Beförderungselement 18 frei zwischen diesen Anschlägen bewegen kann. Die hinteren
Ränder der Kartonzuschnitte berühren ein gebogenes Führungselement 74, das wieder
dafür sorgt, daß die Vorderkante des Zuschnittes an den vorderen Anschlägen 71 anliegt.
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Die zurückziehbaren Tragstangen 70 werden auf dem oberen Ende eines
Schenkels eines U-förmigen Tragarmes 76 getragen. Der andere Schenkel des Tragarmes
ist an einer in Umfangsrichtung schwenkbaren Stange 77 befestigt, die an ihren Enden
in geeigneten Lagern getragen wird, welche an der anderen Seite der seitlichen Führungsbleche
72 befestigt werden können. Wie in F i g. 6 zu sehen ist, können die Stangen 70,
70 aus einer unter den und außerhalb der Führungsbleche 72, 72 liegenden Stellung
in eine innerhalb der und etwas über den unteren Kanten dieser Bleche liegende Stellung
geschwenkt werden.
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Wie in F i g. 4 und 9 dargestellt, wird die Bewegung der Stangen 70,
70 durch in geeigneter Weise geführte, senkrecht auf und ab bewegbare Zahnstangen
78 herbeigeführt, deren Zähne mit einem Ritzel 79 auf der Stange 77 kämmen. Jede
Zahnstange ist an ihrem unteren Ende mit einem senkrechten Glied 80 verbunden, das
an seinem unteren Ende an einen Schwinghebel 81 auf einer Schwingwelle 82 angelenkt
ist, die in einem Klotz an dem Untergestellteil 11 gelagert ist. Auf der Schwingwelle
82 ist noch ein weiterer Schwinghebel befestigt, der mit 83 bezeichnet ist. An das
obere Ende dieses Schwinghebels ist eine Stange 84 angelenkt, deren anderes Ende
mit einem Schwinghebel 85 verbunden ist, der bei 86 an dem vertikalen Gestellteil
12 c drehbar gelagert ist. Zwischen den Enden des Hebels 85 befindet sich eine Nockenrolle
oder ein Nachläufer 87, der auf einer
Nockenscheibe 88 läuft, welche auf der den
Kartonzuschnittförderer durch das Kettenrad 67 und die Gelenkkette 66 antreibenden
Welle 68 befestigt ist.
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Das Antriebsverhältnis ist so gewählt, daß innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes, nachdem der Kartonzuschnittförderer den Stangen 70, 70 einen Zuschnitt
zugeführt hat, die Zahnstangen nach oben bewegt werden und dabei die genannten Stangen
aus ihrer Traglage wegziehen, was zur Folge hat, daß sich der Kartonzuschnitt nach
einer unter ihm in Bereitschaftsstellung befindlichen Gegenstandsgruppe hin bewegen
kann.
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Für die Zuführung von Kartonzuschnitten aus dem Zuschnittsvorrat
zu dem Zuschnittsförderer ist keine besondere Einrichtung wiedergegeben worden.
Diese Zuführung kann durch eine beliebige der sich hierzu eignenden Arten von Einrichtungen,
beispielsweise eine Saugkopfeinrichtung, erfolgen, oder die Zuschnitte können auch
von Hand auf den Förderer gelegt werden. Das einzig Erforderliche für die hier vorliegende
Einrichtung ist, daß bei normalem Arbeiten der Einrichtung von jedem Satz von Vorsprüngen
37 ein Kartonzuschnitt befördert wird.
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Fördern und Gruppieren der Gegenstände Der Gegenstandsförderer dient
im vorliegenden Fall dazu, zwei Reihen Gegenstände aufzunehmen und zu befördern,
die mit ihren Längsachsen quer zur Bewegungsbahn und außerdem auf ihren breiten
Stirnseiten flach liegen, wie in Fig. 1, 2 a, 2b und 4 gezeigt. Die beiden Gegenstandsreihen
werden mit Vorliebe bei ihrer Bewegung auf ihren breiten Stirnseiten durch eine
dünne, senkrecht stehende Trennvorrichtung voneinander getrennt gehalten. Bevor
die Gegenstände an der ersten Behandlungsstation endgültig zu Gruppen zusammengestellt
werden, werden sie hochgekantet, wonach sie derart zu einer aus zwei Reihen bestehenden
Gruppe zusammengestellt werden, daß, wie in Fig. 1 und 4 gezeigt, die breiten Stirnseiten
der Kartons in einer Reihe in Berührung mit den entsprechenden Stirnseiten in der
anderen Reihe stehen. Es werden mit Vorliebe elastische Riemenförderer angewandt,
welche eine Oberfläche besitzen, die zum mindesten in beschränktem Ausmaß ein Hinweggleiten
des Riemens unter den Gegenständen erlauben, wenn diese vorübergehend am Weiterbefördertwerden
verhindert sind. Wie in den Fig. 1, 2b und 9 gezeigt, laufen drei schmale Fördergurte
90, 91 und 92 an ihren Aufnahmeenden um Rollen 93, 93 auf einer Gurtspannachse 94
herum, die in den längs verlaufenden Gestellteilen 10 a gelagert ist. Die Gurte
91 und 92 laufen an ihren vorderen oder Austragsenden um Rollen 95, 95 auf einer
angetriebenen Welle 96 herum. Der mittlere Gurt 90 geht über die Austragsenden der
Gurte 91 und 92 hinaus und läuft um Rolle 97 auf einer angetriebenen Welle 98 herum.
Die Welle 98 trägt am einen Ende ein Kettenrad 99, das von einer Gelenkkette 100
angetrieben wird, die um ein Kettenrad 101 auf einer Hauptantriebswelle 102 herumgeht.
Am andern Ende der Welle 98 befindet sich ein Kettenrad 103, um das eine Kette 104
herumläuft, die auch um ein Kettenrad 105 auf der die Rollen für die Gurte 91 und
92 tragenden Welle 96 herumläuft.
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Die seitlichen Gurte 91 und 92 stehen, wie in Fig. 1, 2, 2b und 9
zu sehen ist, mit dem mittleren Gurt 90 auf Abstand, und bei der Beförderung der
Gegenstandsreihen
liegt ein Endteil jedes Gegenstandes immer auf dem mittleren und der andere Endteil
auf einem äußeren Gurt auf. Die Reihen werden durch eine Trennvorrichtung 108 in
Form einer dünnen, senkrecht stehenden Platte voneinander getrennt, die dicht über
dem mittleren Gurt 90 getragen wird. An dieser Platte sind Schienen 109, 109 befestigt,
deren untere Kanten weit genug von dem Gurt 90 abstehen, um sich die Enden der Gegenstände
frei unter den Rändern 14 der Schienen entlangbewegen zu lassen (s. F i g. 2 a und
4). Längs der Seiten der Gurte 91 und 92 können seitliche Führungsschienen 110 (s.
F i g. 4) verwendet werden.
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Diese Schienen werden durch Konsolen 111 in geeigneter Weise an den
längslaufenden Gestellteilen 10a befestigt.
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Während des normalen Betriebes der Verpackungseinrichtung ist es
erwünscht, auf jeder Seite der Trennplatte 108 eine zusammenhängende Reihe von Gegenständen
auf den Förderern zu haben. Die Gegenstandsreihen bewegen sich zur ersten Behandlungsstation
hin, bis sie durch Anschläge 112, 112 zum Stillstand gebracht werden. Diese werden
zweckmäßigerweise als Zylinder oder Walzen geformt, die mittels Schrauben an ihren
Außenenden an festen, mit einem Gestellteil verbundenen Konsolen 113,113 befestigt
werden. Die Innenenden der Anschläge stehen von den Führungsschienen 109 an der
Trennplatte 108 um eine Strecke ab, die es gestattet, die Gegenstände hochkant zwischen
den Enden der Anschläge und den Schienen hindurchlaufen zu lassen.
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Während die Zuführung ankommender Gegenstände vorübergehend abgestoppt
wird, werden Gegenstände in bestimmter Zahl auf dem mittleren Fördergurt 90 hochkant
gestellt und über die Anschläge hinweggehen gelassen.
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Hochkantvorrichtung Um die gewählte Zahl von Gegenständen oder Untergruppen
hochkant stellen zu können, sind an jedem Gurt Hochkantteilell5, 115 angeordnet,
um unmittelbar neben den Anschlägen 112 auf Gegenstände wirken zu können. Diese
Teile sind in Form umgekehrt U-förmiger Stangen von kleinem Durchmesser ausgeführt,
was ermöglicht, sie zwischen den benachbarten Rändern des mittleren Gurtes und der
äußeren Gurte zu verschieben (s. F i g. 2b, 4 und 10).
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Es sind Vorrichtungen dafür vorgesehen, diese Hochkantstangen gleichlaufend
mit den anderen arbeitenden Teilen der Maschine zu bewegen. Zu diesem Zweck werden
die Stangen auf einem senkrecht verschiebbaren Gestell 116 getragen, zu dem eine
Grundplatte 117 mit darauf senkrecht stehenden Ständern 118 gehört, die Querstücke
119 mit darauf ruhenden Lagern 120, 120 tragen, die schwenkbare Stangen 121, 121
aufnehmen können, mit denen die unteren Schenkel der Hochkantteile 115 starr verbunden
sind.
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Das Gestell 116 wird in seiner Vertikalbewegung dadurch geführt,
daß öffnungen in der Platte 117 vorgesehen sind, durch die feste Führungsstangen
124, 124 hindurchgehen. Diese Stangen sind an ihren oberen Enden an Tragarmen 125,
125 am Gestellteil 10 und an ihren unteren Enden an einer am unteren Gestellteil
11 befestigten Tragplatte angeschraubt.
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Zur Erzielung größerer Stabilität sind mit der Unterseite der Platte
117 mit durchgehenden Öffnungen versehene Ansätze 126, 126 verbunden, und die
Stangen
124 gehen sowohl durch diese Ansätze als auch durch die Öffnungen in der Platte
117 hindurch.
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Das Gestell 116 wird durch einen nockenbetätigten Schwinghebel oder
eine Stange 127, die bei 128 drehbar an einem Gestellteil angebracht ist, aufwärts
bewegt. Die Stange 127 ist mit ihrem äußeren Ende durch einen gelenkig angeschlossenen
Verbindungsteil 129 von einstellbarer Länge an die Tragplatte 117 angeschlossen.
An ihrem anderen Ende trägt die Stange 127 eine Rolle 130, die auf einer exzentrischen
Kurvenscheibe 131 aufliegt, die fest auf Welle 68 sitzt und sich mit dieser dreht.
Wenn die arbeitende Fläche der Kurve 131 auf das Ende der Stange 127 wirkt und einen
Ausschlag desselben verursacht, so wird das Hochkantgestell aufwärts bewegt, bringt
dabei die Stangen 115, 115 mit den einzelnen Gegenstandsuntergruppen zu beiden Seiten
des Trennungsgliedes 108 in Berührung und läßt sie eine senkrechte Stellung einnehmen.
Eine weitere Drehung der Kurvenscheibe läßt die Hochkantstangen wieder nach unten
gehen. Diese Bewegung wird von einer Schraubenfeder 132 unterstützt, deren eines
Ende am Ende der Stange 127 und deren anderes Ende an der Tragplatte befestigt ist.
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Nachdem die Hochkantstangen die Gegenstände in eine annähernd hochgekantete
Stellung versetzt haben, ist es erwünscht, die Gegenstände nahe an die Außenfläche
der Schiene 109 heranzubringen. Aus diesem Grunde ist eine Vorrichtung dafür vorgesehen,
die Hochkantstangen in der Nähe des Endes ihrer Aufwärtsbewegung nach innen schwingen
zu lassen.
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Zu diesem Zweck ist ein ruhendes Kurvenscheibenelement 135 (s. F i
g. 4 und 10) an dem unteren Gestellteill3a befestigt. An den Enden der schwenkbaren
Stangen 121 sind Scheiben 136 befestigt, und an diesen Scheiben sind Rollen 137
befestigt, die auf die geraden Flächen 138 der Kurvenscheibe drücken, wenn sich
die Hochkantstangen in ihrer unteren oder unwirksamen Stellung befinden. Wenn der
Rahmen 116 gehoben wird, um die Stangen hochzuheben, so erreichen die Rollen die
geneigten Kurvenscheibenflächen. Hierdurch werden die Rollen gezwungen, sich nach
auswärts zu bewegen und die Stangen 121 zu drehen, so daß eine Einwärtsschwingbewegung
der Stangen 115 zustande kommt, wodurch die Gegenstände nach Hochkanten derselben
fest gegen die Schiene 109 gedrückt werden. Mit den unteren Umfangsteilen der Scheiben
sind die Enden einer Schraubenfeder 140 verbunden, um die Rollen 137 jederzeit fest
gegen die Nockenflächen gedrückt halten zu können.
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Sobald sich die Hochkantstangen 115 von den Gegenständen wegbewegt
haben, was der Fall sein wird, wenn sich die Rollen 137 von den geneigten Nockenflächen
139 zu den geraden Flächen 138 hinbewegt haben, werden die Gegenstände wieder weiterbewegt
werden, da sie nach dem Hochkanten an den Anschlägen 112 werden vorbeigehen können
und der fortgesetzt umlaufende Gurt 190 die Gegenstände vorwärts tragen wird.
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Bei einigen Konstruktionen ist es von Vorteil, die Gegenstände an
ihren Außenenden etwas hochzukippen, und zu diesem Zweck kann unter den Gurten 91
und 92 eine keilförmige Unterlage 141 vorgesehen werden, die ungefähr ebenso lang
wie die Gegenstandsuntergruppe ist (s. Fig. 2 a und 2b).
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Wie aus den Fig. 2b und 4 erhellt, wirken die hinteren Teile der
Hochkantstangen 115, mit denen
diese senkrecht in die Stangen 121
übergehen, als Anschlagteile, die die hinter den Stangen liegenden Gegenstandsreihen
am Weiterlaufen verhindern, bis die Stangen in ihre untere Lage zurückgedreht worden
sind.
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Es kann ein Anschlag vorgesehen werden, der dann in Tätigkeit tritt,
wenn die Zuführung von Gegenständen auf den Fördergurten unterbrochen wird, so daß
bei in Betrieb befindlicher Verpackungsmaschine eine Sicherheit dafür gegeben ist,
daß sich an der Stelle, wo die Gegenstände hochgekantet werden, vollständige Gegenstandsuntergruppen
ansammeln.
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Zu diesem Zweck ist zu beiden Seiten der Trennvorrichtung ein drehbar
angelenkter Anschlagteil 144 (s. Fig.4) mit einem aufwärts gerichteten hakenförmigen
Ende unmittelbar hinter den Enden der Hochkantstangen vorgesehen. Der Anschlag wird
unter der Ebene der abwärts gerichteten Stirnflächen der Gegenstände getragen, und
die hakenförmigen Enden können sich in den Zwischenräumen zwischen dem mittleren
und dem jeweiligen äußeren Gurt aufwärts bewegen. Am rückwärtigen Ende des drehbaren
Anschlags ist ein Verbindungsglied 145 angelenkt und seinerseits wieder mit dem
Anker eines Solenoids 146 verbunden. Das Solenoid kann über nicht dargestellte Anschlußdrähte
durch einen einen Ausklinkschalter betätigenden Finger 147 erregt werden. Solange
der Schaltfinger dieses Schalters durch eine Reihe ununterbrochen zugeführter, Seite
an Seite liegender Gegenstände getragen wird, bleibt das Solenoid unerregt. Wird
jedoch die Gegenstandszuführung zu beiden Seiten der Trennvorrichtung unterbrochen
und bewegen sich beide Schaltfinger infolge der Tatsache, daß kein Gegenstand mehr
da ist, sie zu halten, abwärts, so werden die Solenoide auf jeder Seite betätigt
werden, wodurch die hakenförmigen Enden der Anschläge nach oben schwingen und eine
weitere Zuführbewegung der Gegenstände verhindert werden wird.
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Nachdem die hochgekanteten Gegenstände die Anschläge 112 passiert
haben, werden sie in diesem Zeitpunkt nur auf dem mittleren Gurt 90 getragen werden.
Wenn sich die Gegenstände auf den Endteil des mittleren Gurtes, der über die seitlichen
Gurte vorsteht, zu bewegen, gehen sie an dem Ende der Trennvorrichtung vorbei und
kommen die beiden Untergruppen mit ihren Seiten miteinander in Berührung (s. Fig.
2 d).
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Die Gegenstandsgruppen werden nun durch den Förderer 90 unter die
Stelle befördert, wo die Einschlag-Kartonzuschnitte auf den zurückziehbaren Tragstangen
70, 70 zur Ruhe gebracht sind. An dieser Stelle sind Anschläge vorgesehen, die die
Vorderseite der Gruppe in senkrechter Richtung mit der darüberliegenden Vorderkante
des Zuschnittes abschneiden lassen. Wie in F i g. 2 d, 4, 6 und 9 dargestellt, weisen
die Anschläge ein Paar Anschlagplatten 150, 150 auf, die an nach außen schwenkbaren
Armen 151, 151 befestigt sind. Diese Arme sind starr an einem Paar miteinander kämmender
Zahnräder 152 und 152 a befestigt, die sich auf Wellen oder Spindeln drehen können,
welche auf dem Untergestell der Maschine gelagert sind. An der einen Seite des Zahnradesl52a
ist ein Kurbelarm 153 befestigt, sein äußeres Ende ist drehbar mit einem Teil 154
verbunden, der wieder drehbar mit dem Ende eines nockenbetätigten Schwinghebels
155 verbunden ist. Dieser Hebel wird an seinem Ende
von einer Konsole 156 aufgenommen,
die am Maschinenuntergestell befestigt ist. Im Mittelteil des Hebels 155 ist eine
Rolle 157 gelagert, die auf der Bahn eines drehbaren, an der Hauptantriebswelle
102 befestigten Nockens 158 aufliegt. Wenn der arbeitende Teil des Nockens mit der
Rolle 157 in Berührung kommt, so drückt er den Hebel 155 nieder und verursacht dadurch
sowohl eine Drehung des Zahnrades 152 a als auch gleichzeitig eine Drehung des Zahnrades
152. Die Haltearme 151, 151 schwingen dadurch auseinander, so daß die Gegenstandsgruppe
zwischen ihnen hindurchgeschoben werden kann. Eine mit ihren Enden an den Armen
151, 151 befestigte Schraubenfeder 159 dient zur Zurückführung der Arme in ihre
senkrechte Lage, in der sie wieder eine Gegenstandsgruppe anhalten können.
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Der Arm 153 wird mit Vorliebe mit einem Langloch versehen, um eine
Einstellung des Ausmaßes der Winkelbewegung des Armes durch den nockenbetätigten
Hebel 155 zu ermöglichen. Durch Befestigen des oberen Endes des Verbindungsgliedes
an verschiedenen Punkten dieses Langloches läßt sich die Winkelbewegung des Armes
153 verändern.
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Am Austragsende des mittleren Fördergurtes 90 ist eine schmale, längliche
Tragplatte 163 vorgesehen, deren hinterer Endteil zwischen den tragenden Haltearmen
151, 151 bis zu einem dicht neben dem Gurt 90 liegenden Punkt reicht, wodurch sie
eine Fortsetzung der von dem Gurt gelieferten Gegenstandstrag-und -förderffäche
bildet (s. F i g. 2d und 4). Wie am besten aus der F i g. 4 zu ersehen ist, wird
die Gegenstandsgruppe, durch die Hochkantvorrichtung abgeteilt, durch den Gurtförderer
90 vorwärts bewegt und von den Anschlägen 150, 150 angehalten. In dieser Stellung
ruht das Vorderende der Gegenstandsgruppe auf der Platte 163. Infolge der ununterbrochenen
Vorwärtsbewegung des Gurtes wird die Gegenstandsgruppe gegen die Anschläge 150,
150 mit der Vorderkante des Kartonzuschnittes auf gleicher Höhe gehalten.
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Die durch den Fördergurt 90 und das Hinterende der Platte 163 gebildete
Unterlage der Gegenstandsgruppe stellt im Verein mit der Tragvorrichtung der Kartonzuschnitte
in der beschriebenen Stellung die erste Behandlungsstation dar und ist mit der Bezugszahl
19 bezeichnet worden.
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Formungs- und Beförderungselement Das als Ganzes mit der Zahl 18
bezeichnete Formungs- und Beförderungselement wird durch eine Bahn, die in vier
Richtungen verläuft, nämlich vorwärts, aufwärts, rückwärts und abwärts, hindurchgeführt
und vollführt folgende Aufgaben: Zunächst legt es in der ersten Behandlungsstation
den Kartonzuschnitt über den Oberteil und die Seiten einer Gegenstandsgruppe, dann
bewegt es schrittweise die zum Teil schon geformten Packungen, d. h. die Gegenstände
mit daraufgelegtem Kartonzuschnitt, an den drei Behandlungsstationen vorbei und
übergibt schließlich die fertigen Packungen dem Halteförderer, wo sie gehalten und
weiterbefördert werden, während der Klebstoff auf den Bodenlappen des Kartonzuschnittes
eintrocknet. Wie am besten aus den Fig. 1, 3, 6 und 7 zu ersehen ist, weist das
Formungs- und Beförderungselement drei länglich geformte, sich nach unten zu öffnende
Taschen oder Behälter 164, 165 und 166 von umgekehrter Kastenform
auf,
die an der Unterseite eines U-Eisen-Trägers 167 befestigt sind, dessen einer Steg
an einem beweglichen Tragrahmen 168 befestigt ist. Dieser Tragrahmen ist so angeordnet,
daß er an einem weiteren Tragrahmen 169, der an einem senkrecht stehenden, ruhenden,
am Maschinenunterteil befestigten Gestell 170 auf- und abwärts gehen kann, sich
nach vorn und nach hinten bewegen kann. Die Bewegung der Formkästen wird durch ein
ungefähr Rechteckform besitzendes Führungsglied 171 vorgeschrieben, das mit Bolzen
172, 172 am Gestell 170 befestigt ist. Das Führungsglied 171 besitzt ein Paar Rippen
173, 174, die innen bzw. außen liegen und einen Führungskanal 175 bilden, in dem
eine an einem herabhängenden Y-förmigen Teil 177 am Rahmen 168 befestigte Rolle
176 geführt wird.
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Der Rahmen 168 besitzt nach oben vorspringende Ansätze 180, 180,
die mit je einer Öffnung eine Stange 181 aufnehmen, deren Enden fest an den Gestellteilen
182, 182 des vertikal beweglichen Rahmens 169 befestigt sind. Die Teile 182, 182
sind mit geeigneten Öffnungen zur Aufnahme einzelner in Vertikairichtung laufender
Stangen 183, 183 versehen, deren Enden in Konsolenteilen 184, 184 am feststehenden
Gestell 170 befestigt sind.
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Es sind Vorrichtungen vorgesehen, die den Tragrahmen 168 ununterbrochen
längs einer im allgemeinen rechteckigen, in sich geschlossenen Bahn entlangbewegen.
Zu diesem Zweck ist eine starre Schiene oder Stange 185 im Innern eines mit einer
Öffnung versehenen Ansatzes 186 am Rahmen 168 befestigt, so daß das freie Ende der
Stange 185 nach hinten vorsteht. An dieser Stange sind zwei bei 187, 187 angedeutete
Sätze von Ringen drehbar - angebracht, die an Gliedern eines Gelenkkettenpaares
189, 189 befestigt sind. Diese Gelenkketten laufen über zwei Paare von Kettenrädern
189, 189, wobei jedes dieser Paare auf Wellen 190 bzw. 190a befestigt ist, deren
jede zwischen den Kettenrädern an einem Trägerelement 191 gelagert ist, das an seinen
Enden starr mit den senkrecht stehenden Teilen des Gestells 170 verbunden ist. Die
Ketten 188 laufen auch über zwei Paare leer laufender Kettenzahnräder 192, 192,
die sich auf Spindeln drehen, welche an dem Träger 191 befestigt sind. Auf der Welle
190 ist ein Kettenzahnrad 194 befestigt, über das eine Antriebskette 195 läuft,
die nach unten geht und über ein Kettenrad 196 auf einer Zwischenwelle 197 läuft.
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Obwohl diese Welle 197 auch mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben
werden kann, ist es doch vorzuziehen, sie so anzutreiben, daß die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Welle nur dann etwa gleichmäßig ist, wenn sich das Formungs- und Beförderungselement
auf dem absteigenden, dem in Vorwärtsrichtung verlaufenden und dem aufsteigenden
Teil seiner geschlossenen Bahn befindet. Bei der rückwärts gehenden Bewegung des
Formungs- und Beförderungselementes wird dieses beschleunigt bewegt. Zu diesem Zweck
ist auf der Zwischenwelle 197 ein Ritzel 198 vorgesehen, das mit einem Zahnrad 199
auf einem Achsstummel oder einer Spindel 200 kämmt, die in einem senkrechten Rahmenteil
201 gehalten werden.
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Der Achsstummel 200 ist ein wenig gegen die Achse der Hauptantriebswelle
102 versetzt (s. F i g. 6, 8 und 9). Das Rad 199 besitzt einen Kurbelbolzen 202,
der von einer Kurbelschleife 203 eines auf dem danebenliegenden Ende der Hauptantriebswelle
102
aufgekeilten Kurbelarmes 204 aufgenommen wird.
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Befindet sich der Kurbelbolzen in dem der Achse der Welle 102 zunächst
liegenden Teil der Kurbelschleife 203, so ist die auf das Zahnrad 199 übertragene
Bewegung langsamer, als wenn sich der Kurbelbolzen in einer von der Achse der Welle
weiter entfernten Lage befindet. Die Übersetzungsverhältnisse der verschiedenen
Zahnräder und die Stellung des Kurbelarmes in bezug auf die Lage des Rahmens 168
sind so gewählt, daß die auf die Welle 197 übertragene Bewegung dann am schnellsten
ist, wenn der Rahmen 168 seine Rückwärtsbewegung vollzieht und den oberen Teil des
Führungskanals 175 entlangbewegt wird.
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Der in Senkrechtrichtung bewegliche Rahmen 169 wird vorteilhafterweise
mit einem Gegengewicht versehen, um das Triebwerk zu entlasten. Zu diesem Zweck
sind an den Rahmenteilen 182 nach außen vorspringende Ansätze 208, 208 vorgesehen.
Die Enden der Gelenkketten 209, 209 sind an diesen Ansätzen befestigt. Die Ketten
laufen über einzelne Kettenräder210, die sich auf Spindeln drehen, welche am oberen
Teil des Gestells 170 befestigt sind. An jeder Kette ist eine Schleife hergestellt,
und das neben der Schleife liegende Ende der Kette ist an einzelnen Ansätzen 211,
211 am Gestell 170 befestigt (s. Fig. 6). Im unteren Teil einer jeden Schleife ist
ein kleines Kettenrad 212 aufgehängt, das sich in dem Tragbügel 213 drehen kann.
An jedem Tragbügel 213 ist das obere Ende einer starken Schraubenfeder 214 aufgehängt,
während das untere Ende einer jeden Feder an einzelnen am Untergestell der Maschine
verankerten Augenbolzen 215 befestigt ist.
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Wenn sich der Rahmen 169, vom abwärts laufenden Teil des Führungskanals
175 geführt, nach unten bewegt, wenn das Formungs- und Beförderungselement diesen
Kanal im Uhrzeigersinne durchläuft, so werden die Federn gespannt und suchen das
Gewicht der niedergehenden Teile auszugleichen. Umgekehrt hilft wieder die in den
gespannten Federn aufgespeicherte Energie der Antriebsvorrichtung, bei der Aufwärtsbewegung
des Formungs- und Beförderungselementes dieses emporzuheben.
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Die sich nach unten zu öffnenden Formungs- und Beförderungselemente
164, 165, 166 sind im wesentlichen miteinander gleichgebaut, und deshalb soll einfachheitshalber
nur das Element 164 eingehender beschrieben werden. Die bei 218 und 219 angedeutete
vordere und hintere Wandung reicht im vorliegenden Fall etwas unter die Ränder der
Seitenwandungen 220, 220 herunter. Die unteren Ränder der Wandungen 218 und 219
werden vorteilhafterweise abgeschrägt, um das Entlanggleiten dieser Wandungen an
der Vorder- und Hinterseite der Gegenstandsgruppe zu erleichtern. Ebenso sind die
unteren Ränder der Seitenwandungen 220 abgeschrägt, um das Herunterklappen der Seitenteile
der Kartonzuschnitte über die Seiten der Gegenstandsgruppe zu erleichtern. Die Seitenwandungen
des Formungselementes werden am besten aus zwei Teilen geformt, die in Vertikalrichtung
weit genug auseinander liegen, um verhüten zu können, daß, wenn das Formungsglied
mit der vom Kartonzuschnitt umgebenen Gegenstandsgruppe in engere Berührung kommt,
im Innern dieses Gliedes unbeabsichtigterweise Luft dazwischen gerät. Das Oberteil
221 des Formungselementes von umgekehrter Kastenform ist zweckmäßigerweise am unteren
Steg des U-Eisen-Trägers 167, z. B. durch Anschwei-
Ben, befestigt.
Unter dem Oberteil 221 wird eine Andrückplatte 222 getragen, die den wirksamen Oberteil
bildet. Die Platte 222 wird durch ein Bolzenpaar 223 geführt, das an den unteren
Bolzenenden an der Platte 222 befestigt ist. Diese Bolzen gehen durch mit ihnen
in einer Linie liegende Öffnungen im Oberteil 221 und im unteren Steg des U-Eisen-Trägers
hindurch. Die Bolzen 223 werden von Schraubenfedern 224 umgeben, die sich mit ihren
Enden gegen den Oberteil 221 und die Platte 222 legen. Die Abwärtsbewegung der Bolzen
223 wird durch die Bolzenköpfe 225 begrenzt.
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Erste Behandlungsstation Bei der Betrachtung der Arbeitsweise des
ersten Formungs- und Beförderungselementes 164 an der ersten Behandlungsstation
sei angenommen, daß der flach liegende Kartonzuschnitt auf dem Förderer 15 bis zu
den zurückziehbaren Tragstangen gelangt und die Gegenstandsgruppe bis zu den Anschlagteilen
150 befördert worden sei. Das Formungs- und Beförderungselement habe seine Vorwärtsbewegung
beendet, es gehe jetzt auf seiner geschlossenen Bewegungsbahn aufwärts und rückwärts.
Ungefähr in dem Augenblick, wo das Formungs- und Beförderungselement seine Abwärtsbewegung
beginnt, wird die Kurvenscheibe 88 bis zu der Stelle gedreht sein, wo ihr wirkender
Teil mit der an dem Hebel 85 befindlichen Rolle 87 in Berührung kommt, und diesen
Hebel bewegen, so daß er über das oben beschriebene Gestänge die Zahnstange 78 betätigt
und bewirkt, daß die Stangen 70 nach außen schwingen und den Kartonzuschnitt auf
die Gegenstandsgruppe fallen lassen. Das Formungs- und Beförderungselement 164 erreicht
bei Fortsetzung seiner Abwärtsbewegung eine Lage, in der seine Vorderwand 218 sich
an der Vorderkante des Kartonzuschnittes entlang abwärts bewegt. Die abgeschrägten
unteren Kanten der Seitenwandungen 220 berühren die Seitenteile des Kartonzuschnittes
längs Linien, die neben den Kerblinien, aber außerhalb derselben liegen, längs deren
die Seitenteile umbiegbar an dem Oberteil hängen, und lassen dadurch die Seitenteile
nach unten klappen, wie dies in F i g. 2 e dargestellt ist.
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Wenn die Seitenwandungen 220 des Formungs-und Beförderungselementes
164 sich erst ein kurzes Stück die Seitenwände des Kartonzuschnittes entlangbewegt
haben, wird die Andrückplatte 222 bei ihrer Bewegung mit dem Oberteil des Kartonzuschnittes
in Berührung kommen, worauf sie diesen Oberteil fest an der obenliegenden Fläche
der Gegenstandsgruppe halten wird. Sowohl der breite als auch der schmale Bodenlappen
des Kartonzuschnittes werden im wesentlichen in der Ebene der jeweiligen an sie
angelenkten Seitenteile verbleiben.
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Nähert sich das Formungs- und Beförderungselement seiner tiefsten
Lage, so wird der wirksame Teil der Kurvenscheibe 158 in die Stellung gedreht sein,
in der er sich den Schwinghebel 155 abwärts bewegen läßt und dadurch bewirkt, daß
die Anschlagteile 150, 150 der Gegenstandsgruppe auseinanderschwingen und damit
den Weg für die Vorwärtsbewegung der schon teilweise verpackten Gegenstandsgruppe
freigeben. Die Anschlagteile bleiben in ihrer Haltestellung, bis die Stirnwand 218
des Formungs- und Beförderungselementes in ihre Haltestellung zur Vorderfläche der
Gegenstandsgruppe ge-
kommen ist. Diese Stirnwandung übernimmt mithin die Aufgabe
von den Anschlägen, die am Vorderteil der Gegenstandsgruppe befindlichen Gegenstände
von irgendeiner möglichen Verschiebung in Vorwärtsrichtung in bezug auf die übrigen
Gegenstände der Gruppe zurückzuhalten. Wenn das Formungs-und Beförderungselement
164 den oberen Teil der Gegenstandsgruppe umgibt, wie in F i g. 2 e gezeigt, und
wenn sich die Halteteile 150, 150 in ihrer auseinanderklaffenden Stellung befinden,
so sind die an der ersten Behandlungsstation auszuführenden Aufgaben erfüllt und
kann die teilweise schon fertiggestellte Packung ihren Weg zur zweiten Behandlungsstation
antreten. Dies ist dann ausgeführt, wenn das Formungs- und Beförderungselement seine
Abwärtsbewegung abgeschlossen und sich um die volle von ihm zurückzulegende Strecke
vorwärts bewegt hat.
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In diesem Augenblick beginnt das Element 164 seine Aufwärtsbewegung
und läßt die zum Teil schon verpackte Gegenstandsgruppe in der zweiten Behandlungsstation
zurück. Die durch Federkraft abwärts gedrückte Andrückplatte 22 wirft bei der Aufwärtsbewegung
des Elementes 164 die Packung aus dem Kasten dieses Elementes aus, und die Packung
bleibt somit in der zweiten Behandlungsstation am richtigen Platz auf ihrer Unterlage
stehen.
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Zweite Behandlungsstation Man muß beachten, daß die Strecke, um die
die Packung zwischen den Behandlungsstationen weiterbewegt wird, etwas größer als
die Packungslänge ist.
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Die Platte 163, die in der ersten Behandlungsstation an ihrem hinteren
Endteil einen Teil der Unterlage der Gegenstandsgruppe bildet, wird zweckmäßigerweise
über den größeren Teil der Länge der zweiten Behandlungsstation fortgesetzt. Die
Platte 163 wird von senkrechten Pfosten 162, 162 getragen, die zweckmäßigerweise
an die untere Fläche der Platte und an ihren unteren Enden an das Maschinenunterteil
angeschweißt werden. In dieser Behandlungsstation sind prinzipiell zwei Hauptaufgaben
zu erfüllen. Der kurze Bodenlappen des Kartonzuschnittes wird in Vorbereitung des
weiteren Arbeitsganges nach innen umgelegt, und später wird diese Umlegung vervollständigt,
so daß während der Zeit, in der die Packung an der zweiten Behandlungsstation vorbeibewegt
wird, der Lappen in direkte Berührung mit dem Boden der Gegenstandsgruppe kommt.
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Wenn beim Verlassen der ersten Behandlungsstation die Seitenteile
nicht glatt auf den Seiten der Gegenstandsgruppe aufliegen, so werden sie durch
die auswärts gekrümmten Enden 227, 227 der seitlichen Führungsschienen 228, 228
nach innen gelegt (s. F i g. 2 f, 3, 4 und 7). Die schon teilweise fertig verpackte
Gegenstandsgruppe kommt somit, wie in F i g. 2 f dargestellt, etwa in der zweiten
Behandlungsstation zur Ruhe, wobei ihr hinteres Ende bei seiner Vorwärtsbewegung
noch ein kurzes Stück über die Enden der Führungsschienen 228 hinauskommt, und die
Seitenteile des Kartonzuschnittes werden von diesen Führungsschienen in enger Berührung
mit der Gegenstandsgruppe gehalten.
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Die Vorrichtung, mit der der kurze Bodenlappen teilweise bzw. vorläufig
nach innen umgelegt wird, weist einen länglich gestalteten Lappenumlegungsteil 229
auf, der in Form eines sich in Längsrichtung der Tragschiene 163 erstreckenden Winkeleisens
ausgeführt
sein kann. Dieses Winkeleisen ist an den oberen Enden
senkrecht laufender Gestellteile 230, 230 befestigt. An jedem Gestellteil 230 ist
eine Führungsstange 231 befestigt. Diese Führungsstangen werden verschiebbar von
Paaren aufeinander ausgerichteter Öffnungen aufgenommen, die in länglich gestalteten
Klötzen oder Schienen 232, 232 (s. F i g. 2 f und 7) hergestellt worden sind, die
sich am Untergestell der Maschine befinden.
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Wie am besten aus F i g. 2g und 7 zu ersehen ist, besitzt die längliche
Tragplatte 163 eine Breite, die etwas geringer als die der Gegenstandsgruppe ist.
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Das Wesentliche hierbei ist aber, daß der auf der Seite des kurzen
Bodenlappens liegende Rand der Platte in der zweiten Behandlungsstation gegen die
Bahn der danebenliegenden unteren Kante der Gegenstandsgruppe nach innen versetzt
ist. Der Lappenumlegungsteil 229 wird in einer solchen Höhe gehalten, daß seine
obere Fläche ein wenig unter der unteren Fläche der Platte 163 liegt. Wie gleichfalls
in Fig. 2g und 7 angegeben ist, ist ein freier Raum zwischen den Rändern der Platte
163 und den Führungsschienen 228, 228 vorgesehen, durch den hindurch sich die Bodenlappen
nach unten erstrecken können. Wie den F i g. 2 f und 7 zu entnehmen ist, befindet
sich der den Lappen berührende Teil des Lappenumlegungsteiles 229 in seiner zurückgezogenen
Stellung und nicht innerhalb des Raumes zwischen der Platte 163 und der benachbarten
Führungsschiene 228, während die zum Teil bereits verpackte Gegenstandsgruppe zur
zweiten Behandlungsstation gebracht wird. Nachdem die Packung zur Ruhe gekommen
ist, wird, wie in F i g. 2g zu sehen ist, der Lappenumlegungsteil nach innen bewegt,
so daß der kurze Lappen 32 nach innen umgelegt wird und eine gegen die Horizontale
geneigte Lage einnimmt. Der Lappenumlegungsteil wird dann, wie in Fig. 7 gezeigt,
wieder in seine erste Lage zurückgezogen.
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Die Betätigungsvorrichtung für den Lappenumlegungsteil bewirkt, daß
sich dieser, auf die Bewegung des Formungsgliedes zeitlich abgestimmt, hin und her
bewegt. Zu diesem Zweck ist an dem Lappenumlegungsteil 229 ein nach unten vorspringender
Ansatz oder Ausleger 235 vorgesehen, mit dem das Ende eines Gliedes 236 drehbar
verbunden ist, während das andere Ende des Gliedes mit einem Schwinghebel 237 verbunden
ist, der auf einer Schwingachse 238 befestigt ist, deren Enden in Endteilen des
Untergestells der Maschine gelagert sind.
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Auf dieser Achse 238 ist auch ein Winkelhebel mit einem seitwärts
verlaufenden Teil 239 befestigt, an dem ein senkrecht verlaufendes Glied 240 angelenkt
ist, das an seinem Ende einen Bügel oder Führungsteil 241 trägt, der in eine Rolle
242 auf einer in Längsrichtung des Untergestells der Maschine verlaufenden Welle
243 eingreift. Neben dem Führungsteil 241 sitzt eine Nockenscheibe 244 auf, auf
der eine Nockenrolle 245 läuft. Wenn sich die Welle 243 dreht, hebt die auf dem
Rand des Nockens laufende Rolle 245 das Glied 240 in bestimmten Zeitabständen, so
daß die Achse 238 geschwenkt und der Lappenumlegungsteil 229 hin und her bewegt
wird. Eine Schraubenfeder 246, deren eines Ende an dem in Senkrechtrichtung verlaufenden
Arm 247 des Winkelhebels und deren anderes Ende am Maschinenuntergestell befestigt
ist, dient dazu, die Nockenrolle fest an der Nockenfläche zu halten und das Verbin-
dungsglied
240 herunterzudrücken, nachdem der Nocken das Glied angehoben hat. Die Welle 243
besitzt an ihrem einen Ende ein Kegelzahnrad 248, das mit einem ähnlichen, auf der
Hauptantriebswelle 102 aufgekeilten Kegelzahnrad 249 kämmt.
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Nachdem der Bodenlappen 32 auf die oben beschriebene Weise umgelegt
worden ist, ist die nächste zu erfüllende Aufgabe, ihn auf der Unterseite der Gegenstandsgruppe
platt aufliegen zu lassen.
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Zu diesem Zweck läßt man zweckmäßigerweise die Platte 163 ein kurzes
Stück jenseits der Stelle aufhören, wo die Vorderkante des Formungs- und Beförderungselementes
164 in ihrer Vorschubbewegung anhält. Von dieser Stelle aus bis etwa zum vorderen
Ende der dritten Behandlungsstation wird eine schmale Tragplatte 250 verwendet,
auf der die Pakkung wie bei der Platte 163 verschoben werden kann.
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Diese Platte 250 wird durch Tragstiele 251, 251, die an die Unterfläche
der Platte und das Untergestell der Maschine angeschweißt sind, in einer unverrückbaren
Stellung gehalten. Ein Teil des hinteren Endes der Platte 250, der bei 252 angegeben
ist, ist in einem Winkel nach unten gebogen und verläuft in einem Winkel nach rückwärts
unter den vorderen Endteil der Platte 163, wodurch ein pflugähnlich wirkender, zum
Umlegen des Bodenlappens verwendbarer Teil entsteht. Wenn das bei 165 angegebene
zweite Formungs- und Beförderungselement seine in sich geschlossene Bahn beendet,
wird es zwangläufig bei der zweiten Behandlungsstation eng um die Enden und Seiten
der dort befindlichen Gegenstandsgruppe gelegt. Bewegt sich dieses Element in Vorwärtsrichtung,
so verschiebt es die Packung von der Platte 163 und schiebt sie auf die Platte 250.
Der Bodenlappen 32, der schon teilsweise nach innen umgelegt worden ist, kommt mit
dem geneigten, pflugartig wirkenden Teil 252 in Berührung, der den Lappen allmählich
in seine neue Lage überführt, in der er die obere Fläche des Bleches 250 entlanggeführt
wird und mit der Bodenfiäche der Gegenstandsgruppe in unmittelbarer Berührung steht.
Es ist hier darauf hinzuweisen, daß die Andrückplatte in dem Formungs- und Beförderungselement
165, die den Oberteil des Kartonzuschnittes fest umschließt, infolgedessen auch
diesen Oberteil fest an die obere Fläche der Gegenstandsgruppe anlegt und dadurch
bewirkt, daß die Seitenflächen des Zuschnittes längs der Seiten der Gegenstandsgruppe
in die gewünschte Lage übergehen. Dies trägt dazu bei, daß die Linie, um die sich
der Lappen 32 dreht, mit ziemlicher Sicherheit als mit der Unterkante der Gegenstandsgruppe
zusammenfallend angenommen werden darf.
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Wenn das Formungs- und Beförderungselement 165 seine Vorwärtsbewegung,
bei der es den Lappen 32 an die Gegenstandsgruppe anlegt, abschließt, bewegt es
sich anschließend aufwärts und läßt die Pakkung an- der dritten Behandlungsstation
stehenbleiben.
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Dritte Behandlungsstation Die Packung wird in diesem Stadium noch
immer zwischen den Führungsschienen 228 gehalten, und der lange Bodenlappen verläuft
im wesentlichen in der Ebene des mit ihm zusammenhängenden Seitenteiles nach unten.
Die in der dritten Behandlungsstation erfüllten Aufgaben sind den in der zweiten
Station erfüllten ähnlich. Das heißt also, der lange Bodenlappen 31 erfährt zuerst
eine vorläufige Umbiegung,
wonach er an die Bodenfläche der Gegenstandsgruppe
und an den kurzen Bodenlappen 32 angelegt wird. Die Seitenkante des Bleches 250
auf derjenigen Seite, wo der Lappen 32 auf ihr aufliegt, liegt zweckmäßigerweise
in einer Vertikalen mit der Innenfläche der Führungsschiene 228, so daß der Lappen
32 in voller Breite mit dem Blech in Berührund steht. Die andere Kante des Bleches
ist von der vertikalen Fläche der Führungsschiene auf dieser Seite der Packung nach
innen versetzt (s. Fig. 2 i).
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Während die Packung in der dritten Behandlungsstation in Ruhe verharrt,
liegt sie neben einem zweiten Lappenumlegungsteil mit einem den Lappen berührenden
Oberteil 254, der in rechtem Winkel zueinander liegende Stirnseiten besitzt und
auf den oberen Enden senkrecht laufender Rahmenteile 255 getragen wird, an deren
jedem eine Führungsstange 256 starr befestigt ist. Diese Führungsstangen werden
verschiebbar in Paaren aufeinander ausgerichteter Öffnungen in länglich gestalteten
Klötzen oder Schienen 257, 257 (s. F i g. 3 und 7) aufgenommen, welch letztere in
geeigneter Weise mit dem Untergestell der Maschine verbunden sind.
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Der Lappenumlegungsteil 254 kann aus einer Stellung, wie sie in Fig.7
angedeutet ist, in die in F i g. 2 i wiedergegebene Stellung übergeführt werden.
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Wird der Lappen auf diese Weise bewegt, so schwingt er in eine unter
dem Blech 250 liegende Schrägstellung hinauf. Um den Umlegungsteil bewegen zu können,
ist ein Verbindungsteil 258 (s. Fig.9) am einen Ende drehbar mit einer Konsole 259
am Umlegungsteil und am anderen Ende mit einem am Untergestell abgestützten Schwinghebel
260 verbunden. Ein weiterer Verbindungsteil 261 ist an den Schwinghebel etwa in
halber Länge desselben angelenkt, das andere Ende dieses Teiles ist mit dem unteren
Ende des senkrechtstehenden Armes des von der Schwingwelle 238 getragenenen Winkelhebels
247 verbunden. Man sieht also, daß die beiden Lappenumlegungsteile 229 und 254 gleichzeitig
betätigt werden. Der Lappenumlegungsteil 229 legt den kurzen Bodenlappen einer Packung
an der zweiten Behandlungsstation um, während der Lappenumlegungsteil 254 den langen
Bodenlappen einer voraufgehenden Packung an der dritten Behandlungsstation umlegt.
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Nachdem der lange Bodenlappen 31 in der eben beschriebenen Weise
umgelegt worden ist, wird der Lappenumlegungsteil 254 zurückgezogen, und das Formungsglied
18 nähert sich seinem tiefsten Punkt, wo die Packung von dem Formungs- und Beförderungselement
166 vollständig umgeben ist, und durch die Vorwärtsbewegung desselben wird die Packung
aus der dritten Behandlungsstation entfernt und dem die Gegenstände haltenden und
Druck auf sie ausübenden Förderer 22 zugeführt. Während des Teilvorganges, der die
Packung aus der dritten Behandlungsstation hinausgehen läßt, wird der lange Bodenlappen31
an die Bodenfläche der Packungsgruppe angelegt. Um dies bewerkstelligen zu können,
läßt man das schmale Tragblech 250 an seinem Vorderende gerade noch ein kurzes Stück
vor dem Vorderende des Formungs- und Beförderungselementes 166, wenn dieses niedergeht,
aufhören, um so eine Öffnung herzustellen, durch die hindurch der Lappen 31 hochkant
hindurchgleiten kann. Am Maschinengestell ist ein schräges, nocken- oder pfiugscharartiges
Element 264 (s. F i g. 2j und 3) derart be-
festigt, daß seine schräge Fläche von
einer unter und hinter dem Ende des Bleches 250 liegenden Stelle aus bis zu einer
etwas vor dem Ende dieses Bleches liegenden Stelle hin verläuft. Der obere hintere
Rand des Elementes 264 schneidet zweckmäßigerweise mit der oberen Fläche des Bleches
250 ab, so daß sich die Packung ohne Anstoß über das Ende des Elementes 264 hinwegschieben
läßt, während der Lappen 31 aus einer unter dem Blech 250 verlaufenden Lage in eine
Lage übergeführt wird, in der er die Unterfläche der Ggegenstandsgruppe berührt
und sein freier Randteil, auf den, wie in Fig. 2i bei 265 angedeutet wird, ein Klebstoffüberzug
aufgebracht worden ist, mit dem vorher umgelegten schmalen Bodenlappen 32 in Berührung
kommt.
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Halteförderer Wird die Gegenstandsgruppe aus der dritten Behandlungsstation
weiterbefördert, so ist sie abgesehen davon, daß noch ein kurzer Zeitraum dazu erforderlich
ist, den zwischen den Lappen befindlichen Klebstoff trocknen zu lassen, vollständig
verpackt.
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Die Packungen werden daher mit Vorliebe beim Verlassen der dritten
Behandlungsstation dem sie haltenden und Druck auf sie ausübenden Förderer 22 zugeführt.
Dieser Förderer verläuft in seiner in der vorliegenden Beschreibung wiedergegebenen
Gestalt im rechten Winkel zu der im Formungsteil der Maschine vorhandenen Bewegungsrichtung.
Wie am besten aus den F i g. 2k, 3 und 5 zu ersehen ist, weist der Halteförderer
eine Anzahl zweiteiliger, eine Art Tasche darstellender Elemente auf, die bei 268
und 269 angedeutet sind. Das Element 268 ist von rechtwinkliger Gestalt und hat
einen waagerechten, die fertige Packung tragenden Schenkel und einen senkrechten
Schenkel, an dem eine Seitenwand der Pakkung aufliegen kann. Das Element 269 besitzt
gleichfalls Winkelform und weist einen senkrechten Schenkel auf, der auf die gegenüberliegende
Seite einer auf dem Element 268 befindlichen Packung drücken kann. Die waagerechten
Schenkel der Elemente 268 und 269 sind an benachbarten Gliedern voneinander Abstand
besitzender Gelenkketten 270, 270 befestigt, die an dem einen Fördererende um Kettenräder271,
271 auf einer Welle 272 und am anderen Förderende um Kettenräder 273, 273 auf einer
Antriebswelle 274 herumgehen.
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Die Mitte des Kettenrades 271 ist in bezug auf die Bewegungslinie
der Packungen auf dem Formungsförderer so orientiert, daß, wenn eine fertige Packung
auf das Element 268 aufgeschoben wird, wie in Fig.5 gezeigt, das Element 269 auf
dem Umfang des Kettenrades aufwärts steigt und noch nicht die Lage erreicht haben
wird, in der sein senkrechter Schenkel die Packungsseite berührt. Sobald der Förderer
vorwärts bewegt wird, wird dieses Element 269 mit dem Element 268 auf gleiche Höhe
kommen, und Boden und Seiten der Packung werden zwischen den beiden Elementen so
festgehalten werden, daß sie zueinander senkrecht stehen. Die Länge des Förderers
kann in Abhängigkeit von der für das Trocknen des Klebstoffs erforderlichen Zeit
verändert werden. Die Packungen werden auf eine beliebige gewünschte Art und Weise
am Entladeende des Förderers mechanisch oder von Hand abgenommen.
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Man läßt den Antrieb des Förders 22 schrittweise und auf den Formungsförderer
zeitlich abgestimmt
auf ihn wirken. Um dies zu erreichen, läßt
man eine Antriebskette 275 am einen Ende über ein Kettenrad 276 auf der angetriebenen
Welle 274 und am anderen Ende über ein Kettenrad 277 auf einer Welle 278 laufen,
die auf einem niedrigen Teil des Maschinengestells gelagert ist (s. F i g. 5 und
5 a).
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Die intermittierende Bewegung des Förderers wird durch eine hin und
her gehende Zahnstange 280 erreicht, die in einem am Maschinengestell befestigten
Führungselement 281 beweglich ist. Am einen Ende ist die Zahnstange durch ein Verbindungsglied
282 mit einer auf der Welle 243 sitzenden Kurbel 283 verbunden, die von der Hauptantriebswellel02
angetrieben wird. Die Zähne der Zahnstange kämmen mit Zähnen an einem Drehelement
284, das ein Lager besitzt, welches sich frei auf einer Achse 278 drehen kann. Das
Drehelement 284 trägt eine drehbar gelagerte Stoppvorrichtung 285, welche infolge
des von einer Feder auf sie ausgeübten Druckes, wie in Fig. 5 dargestellt ist, bestrebt
ist, sich entgegengesetzt zum Uhrzeiger zu drehen, und in Aussparungen 286, 286
einfallen kann, die in einer auf der Achse 278 befestigten Scheibe 287 vorgesehen
sind. Eine Flanke, die Flanke 288 a der Aussparung, verläuft in Radialrichtung der
Scheibe, und die andere Flanke 288 b ist in einem Winkel zu einer Radiuslinie von
der Flanke 288 a weggerichtet. Der Hakenteil der Stoppvorrichtung kann auf der Oberfläche
der Scheibe 287 entlanggleiten, wenn sich die Zahnstange nach rechts bewegt, wie
in Fig. 5 dargestellt, und wenn die Zahnstange das Ende ihrer Bahn erreicht hat,
fällt der Haken der Stoppvorrichtung in einer solchen Lage in die Aussparung ein,
daß er die gerade oder radiale Flanke berührt. Eine Bewegung der Zahnstange nach
links wird dann die Richtung des die Stoppvorrichtung tragenden Drehelementes umkehren,
und die erstere wird dann, an der Flanke 288 a anliegend, die Scheibe 287 um einen
Winkel von 1800 drehen. Eine Bewegungsumkehr der Zahnstange läßt dann das Hakenende
der Stoppvorrichtung die schräge Fläche 288 b empor- und längs der zylindrischen
Fläche der Scheibe zurückgleiten, bis es die gegenüberliegende Aussparung 286 erreicht,
wo es wieder auf die radiale Flanke 288 a dieser Aussparung aufzuliegen kommt, und
bei der nächsten Bewegung der Zahnstange nach links wird, wie in F i g. 5 gezeigt,
die Stoppvorrichtung wieder die Scheibe um 1800 drehen. Die soeben beschriebene
Einrichtung ist an sich bekannt. Es kann auch eine beliebige andere zweckentsprechende
Einrichtung verwendet werden, die den Halteförderer schrittweise bewegt.
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Auf der Hauptantriebswelle 102 ist ein Getriebezahnrad 290 aufgekeilt,
das vom Motor 291 über das Drehzahluntersetzungsgetriebe 292 angetrieben wird.
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Um die von der Maschine ausgeführten Arbeitsvorgänge zusammenzufassen,
sei gesagt, daß bei jeder vollen Bewegung des Formungsgliedes 18 durch seine in
sich geschlossene Bahn hindurch eine Gruppe von Gegenständen auf dem Gegenstandsförderer
hochgekantet wird, ein Einschlag-Kartonzuschnitt vom Zuschnittförderer flach liegend
einer Tragvorrichtung in der Nähe der Gegenstandsgruppe zugeführt wird, die ihn
freisetzbar derart bereithält, daß sein Oberteil einer zugeführten Gegenstandsgruppe
gegenüberliegt, und eine zuvor hochgekantete einzelne Gegenstandsgruppe der Gegenstandstrag-und
-fördereinrichtung an der ersten Behandlungs-
station zugeführt wird. An einem Punkt
in der Bahn des Formungsgliedes, der weit genug vor seinem Eintreffen am abwärts
gerichteten Teil seiner Bahn liegt, wird die Tragvorrichtung von der Unterseite
des Kartonzuschnittes weggezogen, wodurch der Zuschnitt frei auf die Oberseite der
Gegenstandsgruppe fallen kann. Dann kommt das erste, sich nach unten zu öffnende
Formungs- und Beförderungselement 164 mit dem Kartonzuschnitt in Berührung und klappt
ihn über die Seiten der Gegenstandsgruppe herunter. Bevor das Element 164 seine
unterste Stellung erreicht, werden die Anschlagplatten 150, 150 auseinanderbewegt
und geben den Weg für das Element 164 frei, das sich dann weiter über die Gegenstandsgruppe
herabsenkt. Noch während des Auseinandergehens der Anschlagplatten bewegt sich das
Formungs- und Beförderungselement vorwärts. Hierdurch wird das Formungselement 164
zur zweiten Behandlungsstation geführt. Wenn sich das Element 164 vorwärts bewegt
hat, kehren die Tragstangen 70, 70 für die Zuschnitte und die Anschlagplatten 150,
150 in ihre jeweiligen Lagen zurück, in denen ein Kartonzuschnitt getragen und eine
Gegenstandsgruppe angehalten wird. Nachdem das Element 164 die Packung zur zweiten
Behandlungsstation gebracht hat, verläßt es die Packung und steigt aufwärts, um
seine Bewegung in einer geschlossenen Bahn fortzusetzen. Während die Packung in
der zweiten Station in Ruhe verharrt, wird der Lappenumlegungsteil für den kurzen
Bodenlappen in Querrichtung bewegt und bringt den Lappen schon teilweise in seine
Waagerechtlage.
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Die Packung kann dann vorwärts bewegt werden, was dadurch erfolgt,
daß sie von dem zweiten Formungs- und Beförderungselement 165 umfaßt wird, das die
Packung vorwärts bewegt, um ein weiteres Umlegen des kurzen Bodenlappens zu bewirken
und die Packung der dritten Behandlungsstation zuzuführen. Der lange Bodenlappen
wird von dem hin und her bewegbaren Umlegungsteil in dieser Station um einen Teil
seines Schwenkweges umgelegt was gleichzeitig mit dem an einer darauffolgenden Gegenstandsgruppe
vorgenommenen Lappenumlegungsvorgang in der zweiten Behandlungsstation vor sich
geht.
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Das dritte Formungs- und Beförderungselement 166 ergreift die Packung
und entfernt sie aus der dritten Behandlungsstation mit darauffolgendem weiterem
Umlegen des langen Bodenlappens, und die Packung wird dann durch dieses dritte Element
dem haltenden und druckausübenden Förderer zugeführt.
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Bei jeder neuen diesem Förderer zugeführten Packung bewegt sich dieser
einen Schritt vorwärts und versetzt den einen der die jeweilige Tasche bildenden
Teile in die richtige Lage, in der diese Teile eine von der dritten Behandlungsstation
kommende Packung aufnehmen können. Wenn sich das Förderband weiterbewegt, so kommt
der hintere taschenbildende Teil von seinem Umlauf um das Fördererende in eine Lage,
in der er mit der Packungsseitenwand in eine formbildende Berührung gerät, und bewirkt,
daß beide Seitenwände sicher von den emporstehenden Schenkeln der taschenbildenden
Teile gehalten werden, wobei dem Klebstoff Zeit gelassen wird, noch während der
Zeit, in der sich die Packungen in den Taschen befinden, einzutrocknen.
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Die der vorliegenden Erfindung entsprechend gebaute Maschine eignet
sich besonders gut für die Verwendung beim Herumlegen eines Kartoniuschnittes
um
eine - was ihre Höhe und Breite angeht - ziemlich lange Gegenstandsgruppe, bei der
gleichzeitig gewünscht wird, Kartons mit einem Befestigungslappen zu verwenden,
der, von der Kerblinie zwischen Seitenteil und Bodenlappen aus gemessen, ziemlich
kurz ist. Durch Anwendung eines hin und her gehenden Lappenumlegungsteiles wird
der Lappen längs Kerb- oder Knifflinien, die im ungefalteten Kartonzuschnitt angebracht
worden sind und die Klappverbindung zwischen Seitenteil und Bodenlappen bestimmen,
vorläufig umgelegt. Infolge eines derartigen vorläufigen Umlegens oder Umbrechens
an der Kerblinie stellt es keine Schwierigkeit dar, den Lappen in seine endgültige
Waagerechtlage überzuführen, in der er an der Bodenfläche der Gegenstandsgruppe
anliegt.
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Durch Anwendung mehrerer Formungselemente von Kastenform wird der
Kartonzuschnitt nicht nur in wirksamer Weise um Oberteil und Seitenteil der Packungsgruppe
herumgelegt, sondern wird auch, da die endgültige Umlegung an jedem Bodenlappen
erfolgt, der Oberteil samt den Seitenteilen in enger Berührung mit der Oberseite
und den Seiten der Gegenstandsgruppe gehalten, wodurch mit ziemlicher Sicherheit
angenommen werden kann, daß die zwischen den Seitenteilen und dem Bodenlappen angebrachten
Falzlinien, wie dies auch beabsichtigt wird, mit den am Boden von der Gegenstandsgruppe
gebildeten Ecken auf gleicher Höhe liegen.