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DE1190189B - Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten des Trioxans - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten des Trioxans

Info

Publication number
DE1190189B
DE1190189B DED43889A DED0043889A DE1190189B DE 1190189 B DE1190189 B DE 1190189B DE D43889 A DED43889 A DE D43889A DE D0043889 A DED0043889 A DE D0043889A DE 1190189 B DE1190189 B DE 1190189B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trioxane
copolymers
preparation
propiolactone
polymerization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED43889A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Kern
Dr Volker Jaacks
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED43889A priority Critical patent/DE1190189B/de
Publication of DE1190189B publication Critical patent/DE1190189B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • C08G2/06Catalysts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • C08G2/18Copolymerisation of aldehydes or ketones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C08g
Deutsche Kl.: 39 c-19
D43889IVd/39c
29. August 1959
1. April 1965
Aus der USA.-Patentschrift 2 795 571 ist es bekannt, Trioxan mit ionischen Katalysatoren, wie Antimontrifluorid, Zinkfluorid, Fluorwasserstoffsäure u. a., in hochmolekulare Polyoxymethylene zu überführen.
Die dabei erhaltenen Polymeren sind aber sowohl thermisch als auch chemisch instabil, da offensichtlich die nach diesen Methoden in die Polymerketten eingeführten Endgruppen den Makromolekülen nur eine ungenügende Stabilität zu geben vermögen.
Weiter ist es nach der britischen Patentschrift 796 863 bekannt, wasserfreien Formaldehyd mit z. B. Aralkyläthern, Carbonsäureanhydriden, Estern oder Sulfiden in Gegenwart eines Polymerisationsinitiators, wie z. B. einem quartären Ammoniumsalz, zu polymerisieren. Die Aralkyläther, Carbonsäureanhydride, Ester oder Sulfide dienen als Überträger, dabei entstehen Polyoxymethylene, die an mindestens einer Endgruppe stabilisiert sind.
Es wurde nun gefunden, daß man endgruppenstabile Copolymerisate des Trioxans durch Polymerisation von wasserfreiem Trioxan mit einer sauerstoffhaltigen Verbindung mittels ionischer Katalysatoren, gegebenenfalls in inerten Lösungsmitteln, herstellen kann, wenn man als sauerstoffhaltige Verbindung /i-Propiolacton verwendet.
/2-Propiolacton wird in Mengen von 0,001 bis 50 Gewichtsprozent, bezogen auf Trioxan, verwendet. Trioxan wird sowohl in geschmolzenem wie in gelöstem Zustand eingesetzt. Als Lösungsmittel dienen organische Lösungsmittel. Sämtliche Reaktionsteilnehmer, d. h. Trioxan, /3-Propiolacton, organische Lösungsmittel und Katalysatoren müssen weitgehend wasserfrei sein.
Die Polymerisation kann bei normaler oder schwach erhöhter Temperatur durchgeführt werden.
Das sich ausscheidende Polymere wird durch Waschen mit Methanal und Extraktion mit verdünnter Natronlauge von geringen niedrigmolekularen Anteilen bzw. von Initiatorresten befreit.
Die Ausbeuten sind bei entsprechender Versuchsführung nahezu quantitativ. Die Molekulargewichte der Polymerisate können durch geeignete Dosierung der Kettenüberträger in weiten Grenzen variiert und damit kann der Erweichungspunkt nach Wunsch eingestellt werden.
Es ist auch möglich, den Polymerisaten bekannte Weichmacher, Stabilisatoren, Antioxydantien zuzusetzen, ebenso Füll- und/oder Farbstoffe, wie Glasfasern, Schlackenwolle oder vorteilhaft hochdisperse aktive Füllstoffe, wie alkalischer Ruß, Oxyde von Metallen oder Metalloiden, wie Aluminiumoxyd, Verfahren zur Herstellung von Copolymerisate!! des Trioxans
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Als Erfinder benannt:
Dr. Werner Kern,
Dr. Volker Jaacks, Mainz
Titanoxyd, Zirkonoxyd oder Siliciumoxyd, die durch Umsetzung flüchtiger Verbindungen dieser Stoffe bei höheren Temperaturen in einem oxydierenden oder hydrolisierenden Medium erhalten werden.
Auf diese Weise werden Formkörper erhalten, die zäh und elastisch sind, durch Alkalien nicht ab-, gebaut werden, gegen Säure recht beständig sind, beim Erwärmen auf 180° C während 1 Stunde nur geringfügig depolymerisieren.
Die erfindungsgemäß hergestellten Copolymerisate werden nach den für Thermoplasten üblichen Verfahren zu Formkörpern durch Spritzgießen, Walzen, Pressen u. a. verarbeitet und zum Überziehen von Gegenständen verwendet.
Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Verfahren der britischen Patentschrift 796 863 liegt darin, daß die Polymeren, die bei der Polymerisation von Trioxan mit der erfindungsgemäß verwendeten Verbindung erhalten werden, thermisch vollkommen stabil sind. Die durch Polymerisation von Formaldehyd mit Überträgern erhaltenen Polymeren sind aber — durch den gegenüber von Trioxan völlig verschieden ablaufenden Polymerisationsvorgang — thermisch nicht in dem Maße stabil.
Beispiel 1
8 g wasserfreies Trioxan und 2 g ß-Propiolacton wurden bei 20° C in 10 ml Methylenchlorid gelöst. In diese Lösung wurde langsam eine verdünnte Lösung von Borfluoridätherat in Methylenchlorid so lange eingetropft, bis sich der Beginn der Polymerisation durch die Trübung des Gemisches bemerkbar machte. Nach Beendigung der Reaktion wurde das abgenutschte Polymere durch Kochen mit
509 557/475
Diäthyläther von anhaftendem Borfiuorid befreit. Der Schmelzpunkt des so erhaltenen Copolymeren beträgt etwa 120° C. Es besitzt selbst bei weit höheren Temperaturen eine sehr gute thermische Stabilität. Nach rascher Zersetzung von 5 Gewichtsprozent instabilen Anteils zeigte das Copolymere aus Trioxan und Propiolacton (mit 1 Gewichtsprozent Phenyl-yS-naphthylamin als Antioxydans versetzt) bei 180° C an der Luft nur einen Gewichtsverlust von 0,05 % je Minute.
Beispiel 2
Zu einer Lösung von 6,2 g Trioxan und 0,16 g /J-Propiolacton in 20 ml Nitrobenzol werden bei 35° C 28 mg Bortrifluoridätherat (gelöst in 0,25 ml Nitrobenzol) gegeben. Nach 15 Minuten wird die Polymerisation mit Methanol abgebrochen, das ausgefallene Polymerisat abgesaugt und zur Entfernung der Initiatorreste und des Lösungsmittels nochmals mit Methanol behandelt und getrocknet. Man erhält ao 6 g eines weißen pulvrigen Polymeren mit einem Schmelzbereich von 162 bis 165° C. Der thermisch stabile Anteil beträgt nach 1 Stunde bei 190° C unter Stickstoff 75%.
Beispiel 3
Zu einer Lösung von 6,2 g Trioxan und 0,62 g ytf-Propiolacton in 20 ml Nitrobenzol werden bei 35° C 56 mg Bortrifluoridätherat (gelöst in 0,5 ml Nitrobenzol) gegeben. Nach 25 Minuten wird die Polymerisation mit Methanol abgebrochen und das Polymerisat wie im Beispiel 2 aufgebarbeitet. Man erhält 5,9 g eines weißen Polymeren, dessen thermisch stabiler Anteil nach 1 Stunde bei 190° C unter Stickstoff 98.1 °/o beträgt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten des Trioxans durch Polymerisation von wasserfreiem Trioxan mit einer sauerstoffhaltigen Verbindung mittels ionischer Katalysatoren, gegebenenfalls in inerten Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man als sauerstoffhaltige Verbindung ß-Propiolacton verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 796 863.
    509 537/475 3.65 © Bundesdruckerei Berlin
DED43889A 1959-08-29 1959-08-29 Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten des Trioxans Pending DE1190189B (de)

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DE1190189B true DE1190189B (de) 1965-04-01

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB796863A (en) * 1955-03-18 1958-06-18 Du Pont Improvements in or relating to the preparation of high molecular weight linear polymers of formaldehyde

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB796863A (en) * 1955-03-18 1958-06-18 Du Pont Improvements in or relating to the preparation of high molecular weight linear polymers of formaldehyde

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