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DE1177611B - Kationen durchlassende Membranen - Google Patents

Kationen durchlassende Membranen

Info

Publication number
DE1177611B
DE1177611B DEA23099A DEA0023099A DE1177611B DE 1177611 B DE1177611 B DE 1177611B DE A23099 A DEA23099 A DE A23099A DE A0023099 A DEA0023099 A DE A0023099A DE 1177611 B DE1177611 B DE 1177611B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
styrene
film
films
sulfonation
sulfuric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA23099A
Other languages
English (en)
Inventor
Tsutomu Kuwata
Sadao Yoshikawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AGC Inc
Original Assignee
Asahi Glass Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asahi Glass Co Ltd filed Critical Asahi Glass Co Ltd
Publication of DE1177611B publication Critical patent/DE1177611B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/20Manufacture of shaped structures of ion-exchange resins
    • C08J5/22Films, membranes or diaphragms
    • C08J5/2287After-treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2353/00Characterised by the use of block copolymers containing at least one sequence of a polymer obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Derivatives of such polymers
    • C08J2353/02Characterised by the use of block copolymers containing at least one sequence of a polymer obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Derivatives of such polymers of vinyl aromatic monomers and conjugated dienes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

  • Kationen durchlassende Membranen Es ist seit langem bekannt, daß Kollodiumfilme eine selektive Durchlässigkeit für Kationen aufweisen.
  • Solche Kollodiumfilme wurden auch schon mit basischen Farbstoffen oder Alkaloiden behandelt, um eine selektive Durchlässigkeit für Anionen zu erzielen.
  • Jedoch haben diese Filme nicht nur eine niedrige Selektivität der Ionendurchlässigkeit, sondern diese nimmt auch bei zunehmender Konzentration der Lösung ab. Weiterhin weisen sie einen hohen elektrischen Widerstand auf.
  • Es ist bekannt, daß aus einem Ionenaustauscherharz hergestellte Filme eine hohe Ionenselektivität haben, die auch bei Lösungen hoher Konzentration erhalten bleibt. Diese Filme besitzen zudem eine gute elektrische Leitfähigkeit.
  • Ausgangsgrundstoffe von Ionenaustauscherharzen sind organische, hochmolekulare Verbindungen mit - zahlreichen hydrophilen Ionenaustauscherradikalen, so daß sie in Wasser stark quellen und sich zusammenziehen, so daß sich Risse bilden. Bei körnigen Ionen austauscherharzen ist dies nicht sehr störend, wenn keine Zerstörung unter völligem Zerfall der Harze dabei stattfindet. Wenn die Ionenaustauscherharze jedoch in Form membranartiger Filme verwendet werden, dann kann dann neben dem angestrebten lonendurchlaß auch die Lösung durch gebildete Risse hindurchgehen. Deswegen darf hier ein Reißen nicht auftreten.
  • Man hat z. B. schon solche Austauscherharze als Diaphragmen aus hochpolymerisierten Polyvinylharzen oder anderen Polymerisationsharzen hergestellt, die aber nicht rißfest waren. Ferner hat man versucht, die Selektivität in Austauscherharzen durch Sulfonieren von Polymerisaten aus Styrol und Butadien herzustellen, doch ließen sich hieraus keine haltbaren Filme erzeugen. Auch die Polymerisation von Divinylbenzol mit Styrol und anschließende Sulfonierung ist bekannt, aber auch diese Produkte lassen sich nicht zu rißfreien Filmen verarbeiten und werden nur dazu verwendet, aus wäßrigen Medien die Kationen durch Adsorption zu entfernen.
  • Nach der Erfindung werden nun als Kationen selektiv durchlassende Membranen Filme aus einem Mischpolymerisat von aromatischen Monovinylverbindungen und linearen aliphatischen Polyenkohlenwasserstoffen verwendet, in denen 30 bis 700/o aromatische Vinylverbindungen enthalten sind, wobei die Folien des Mischpolymerisats in an sich bekannter Weise sulfoniert sind.
  • Der Ausdruck »Mischpolymerisat« wird in dieser Beschreibung zur Bezeichnung des Mischpolymerisats selbst und auch seiner Vulkanisate verwendet.
  • Als aromatische Verbindungen mit Vinylgruppen werden beispielsweise Styrol, Vinyltoluol, Vinylxylol, Äthylstyrol, Diäthylstyrol u. ä. verwendet, und als lineare, aliphatische, olifinische Kohlenwasserstoffe können Butadien, Akrylnitril, Isopren u. ä. verwendet werden.
  • Zum Sulfonieren der Filme aus den Mischpolymerisaten können bereits relativ schwach wirkende Sulfonierungsmittel, z. B. konzentrierte Schwefelsäure bei Raumtemperatur, verwendet sein.
  • Ein typisches Beispiel eines geeigneten Mischpolymerisats ist ein kautschukartiges Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit einem linearen Aufbau nach dem Schema das nur wenig aromatische Kerne hat im Vergleich zu bekannten gekörnten Ionenaustauscherharzen aus Styrol-Divinylbenzol-Mischpolymerisaten.
  • Das genannte Mischpolymerisat in Form von Folien ergibt durch Sulfonieren ausgezeichnete Filme, die beim Quellen oder Zusammenziehen keine Risse bilden, sogar wenn zahlreiche Sulfogruppen darin enthalten sind.
  • Diese Styrol-Butadien-Mischpolymerisate haben natürlich wechselnde Eigenschaften, je nach dem Verhältnis des Styrols zu dem Butadien. Je geringer der Styrolgehalt, um so größer ist die Elastizität, jedoch ist dann auch die Zugfestigkeit um so geringer. Nach der Erfindung werden, wie erwähnt, daher sulfonierte Mischpolymerisatemit30 bis 700/o aromatischen Monovinylverbindungen verwendet. Die Polymerisate mit einem höheren Verhältnis der aromatischen Monovinylverbindungen reißen, wenn sie in Filmform sulfoniert werden, wie das bei einem Mischpolymerisat aus Styrol und Divinylbenzol der Fall ist.
  • Nach der Erfindung werden solche Mischpolymerisate verwendet, die zu dünnen Filmen ausgeformt und dann sulfoniert sind. Styrol-Butadien-Mischpolymerisate mit einem Styrolgehalt von unter 40 0/o lassen sich nur schwierig zu Filmen auswalzen, da sie zu elastisch sind. Es ist daher in diesem Fall vorzuziehen, das Material in einem Lösungsmittel, wie etwa Reinbenzol, Toluol und Xylol, aufzulösen und die Lösung dann in einer dünnen Schicht auf eine glatte horizontale Unterlage aufzustreichen und zu einem dünnen Film auftrocknen zu lassen. Auch wenn der Styrolgehalt über 40°/0 liegt, können die Mischpolymerisate in einem Lösungsmittel aufgelöst werden, und die Lösung kann zu dünnen Filmen gegossen werden. Sie können jedoch wegenderleichten Bearbeitungsmöglichkeit und anderen guten Eigenschaften auch durch Auswalzen zu dünnen Filmen ausgewalzt werden.
  • Außerdem können nicht nur Styrol-Butadien-Mischpolymerisate sondern auch Styrol-Akrylnitril-Mischpolymerisate oder eine Mischung beider verwendet werden, und es können dünne Filme aus einer Mischung eines beliebigen derartigen Mischpolymerisats oder von Mischpolymerisaten mit Rohkautschuk als Rohmaterial für die zu verwendenden Austauscherfilme verwendet werden.
  • Diese Mischpolymerisate können als Rohmaterial für die zu verwendenden Austauscherfilme unvulkanisiert verwendet werden. Zum Vulkanisieren werden Schwefel, Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel, Füller und ähnliche Stoffe hinzugefügt, und die so erhaltene Mischung wird in einer Mischmaschine gut durchgeknetet und zu Filmen verarbeitet, die dann erhitzt und vulkanisiert werden können oder gegebenenfalls in kaltem Zustand durch Beigabe von in einem Lösungsmittel aufgelöstem Schwefelchlorür -oder auch in Schwefelchlorür allein vulkanisiert werden.
  • Als Sulfonierungsreagenz zum Sulfonieren dünner Filme der Mischpolymerisate können z. B. konzentrierte Schwefelsäure, Oleum oder Chlorsulfonsäure verwendet werden. Jedoch erfolgt die Sulfonierung vorzugsweise unter so milden Bedingungen wie möglich, z. B. bei Zimmertemperatur. Bei höheren Temperaturen ist die Sulfonierungsgeschwindigkeit größer, aber die Filme quellen beträchtlich, und ihre Widerstandsfähigkeit wird gesenkt, so daß es schwierig wird, Membranen mit guter Durchlässigkeitsselektivität zu erzielen.
  • Die Temperatur hängt selbstverständlich von der Dicke der Membran und von anderen Bedingungen ab und wird vorzugsweise bei 50"C oder niedriger gehalten.
  • Weiterhin ist es ratsam, um das Sulfonieren möglichst milde durchzuführen, konzentrierte Schwefelsäure als Sulfonierungsreagenz zu verwenden. Wenn eine direkte Sulfonierung mit 2001, Oleum durchgeführt wurde, dann hatten die so hergestellten Membranen die Neigung zur Rißbildung. Jedoch ist die Sulfonierungsgeschwindigkeit mit konzentrierter Schwefelsäure nicht sehr schnell. Wenn eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit unter milden Bedingungen gewünscht wird, kann bei der Sulfonierung mit konzentrierter Schwefelsäure dieser Säure nach und nach Oleum beigegeben werden. Dann erfolgt keine Rißbildung.
  • Wenn die Membranen direkt nach dem Sulfonieren mit Wasser gewaschen werden, um die restliche Schwefelsäure zu entfernen, dann neigen die Membranen zur Rißbildung, und es ist daher vorzuziehen, sie nacheinander in 80°/Oiger und 400/0aber Schwefelsäure während je 15 Minuten zu behandeln und erst danach mit Wasser zu spülen.
  • Bei der Sulfonierung beginnt die Reaktion an der Oberfläche der Membran und schreitet nach und nach in ihr Inneres hinein fort. Wenn die Membran eine größere Dicke hat, dann ist die Ungleichmäßigkeit der Reaktion durch die Membran hindurch stärker.
  • Beim Sulfonieren von Rohfilmen größerer Dicke nimmt die Festigkeit durch das Sulfonieren ab, auch wird die Neigung zur Rißbildung größer. Es sind daher Dicken unter ungefähr 0,2 mm wünschenswert, wobei der Styrolgehalt bei etwa 30 oder 400/, liegt und die Filme aus Lösungen erzeugt werden.
  • Wenn ein Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit etwa 01o Styrol aus ausgewalztem Film verwendet wird, dann ist es wünschenswert, Filme von 0,5 mm oder weniger zu verwenden. Weiter ist bei Styrol-Butadien-Mischpolymerisaten mit etwa 650/, Styrol die Festigkeitsabnahme bei der Sulfonierung verhältnismäßig gering, und die Neigung zur Rißbildung ist nur gering, sogar bei größeren Dicken. Jedoch ergeben auch in diesem Falle Membranen von 0,5 mm Dicke oder weniger bessere Ergebnisse.
  • Von den beiden Verfahren. die Mischpolymerisate zu dünnen, erfindungsgemäß zu verwendenden Filmen zu verarbeiten, wird das Lösungsverfahren vorgezogen, wenn die Filme aus einem Mischpolymerisat mit weniger als 400/o Styrol bestehen oder man aus Mischpolymerisaten mit höherem Styrolgehalt dünne Filme von weniger als 0,1 mm erhalten will. Bei Filmen gleicher Dicke erfolgt bei ausgewalzten Filmen eine leichtere Sulfonierung und eine gleichmäßigere Reaktion. Wenngleich bei vulkanisierten Mischpolymerisatfilmen die Sulfonierung nur langsam einsetzt, besteht später kein wesentlicher Unterschied.
  • Die Sulfonierungszeit hängt unter anderem von den Sulfonierungsbedingungen und der verwendeten Filmdicke ab. Wenn beispielsweise Filme von 0,15 mm Dicke aus einem Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 300/o Styrol zunächst bei 17 C in 960/,ige konzentrierte Schwefelsäure gebracht wird und dann 300/0ges Oleum in einer Menge von etwa 20°/o der ursprünglichen konzentrierten Schwefelsäuremenge in Abständen von einer Stunde beigefügt wird, verläuft die Sulfonierung in ungefähr 4 Stunden. Bei Filmen von 0,1 mm Dicke eines Styrol-Butadien-Mischpolymerisats mit 500/o Styrol beträgt die Sulfonierungszeit mit Hilfe von 960/0aber konzentrierter Schwefelsäure bei 17"C etwa 20 bis 30 Stunden. Die Sulfonierung schreitet von der Oberfläche des Rohfilms in dessen Inneres fort, und die Sulfonierungsgeschwindigkeit nimmt mit dem Eindringen des Sulfonierungsreagenz in das Innere des Films schnell zu. Insbesondere bei dicken Filmen muß darauf geachtet werden, daß die Sulfonierung gut in das Innere des Films fortschreitet.
  • Andernfalls löst sich der sulfonierte Oberflächenteil des Films leicht von dem nicht sulfonierten Mittelteil des Films ab, wenn der Film nach dem Sulfonieren in Wasser gewaschen wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Beispiel 1 Ein Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 500in Styrol wird durch Auswalzen bei 60 bis 700 C zu einem Film von 0,4 mm Dicke verarbeitet. Von diesem Film wird ein Stück von 18 20 cm in 500 g 9601,ige Schwefelsäure in einem Gefäß mit flachem Boden eingetaucht.
  • Der Film wird nach und nach bräunlich und dehnt sich aus, und dabei wird die Filmoberfläche gerade ausgebreitet, um Unebenheiten des Films infolge ungleichmäßiger Ausdehnung zu verhüten. Nach einer Stunde wird der Film herausgenommen, und 50 g 500/0ges Oleum werden der Schwefelsäure beigefügt und sorgfältig gemischt, woraufhin der Film wieder in die Mischung eingelegt wird.
  • In gleicher Weise werden nach einer zweiten Stunde weitere 50 g 500/0ges Oleum und nach einer dritten Stunde nochmals 50 g 500/0ges Oleum beigefügt. Dann wird nach Ablauf einer halben Stunde der jetzt auf 22,5 23 cm vergrößerte Film herausgenommen und nacheinander je 15 Minuten in 600/,ige und 300/0ige Schwefelsäure eingelegt. Zum Schluß wird er in Wasser gelegt und dann während einer halben Stunde in 1 n-Natronlauge gekocht. Das Ergebnis ist eine für Kationen selektiv durchlössige Membran. Der so erhaltene Film ist gräulichbraun in Säure und gelblichbraun in Lauge, und seine Zugfestigkeit liegt bei 150 kg/cm2. Die Eigenschaften des so hergestellten Films sind zusammen mit denen der weiteren Beispiele in einer Tabelle am Ende der Beschreibung angegeben.
  • Beispiel 2 Ein Film nach Beispiel 1 von 0,35 mm Dicke in einer Größe von 15. 15 cm wird in ein geschlossenes Gefäß eingelegt, und es werden 200 g 960/,ige Schwefelsäure hinzugefügt. Nach 24stündiger Sulfonierung bei 18 bis 20"C wird ein Erzeugnis in der gleichen Art wie im Beispiel 1 erzielt.
  • Beispiel 3 Zu 90 Gewichtsteilen eines Styrol-Butadien-Mischpolymerisats mit 50 01o Styrol wird 1 Teil Schwefel 1 Teil Merkaptobenzthiazol, drei Teile Stearinsäure und 5 Teile Zinkweiß hinzugegeben. Die Mischung wird heiß zu einem Film von 0,3 mm Dicke ausgewalzt, der so erzeugte Film eine halbe Stunde bei 130 bis 140"C vulkanisiert, in einem geschlossenen Gefäß 46 Stunden in 150 g 1000/0aber Schwefelsäure bei 18 bis 20"C eingetaucht und dann wie im Beispiel 1 weiterbehandelt.
  • Beispiel 4 Ein Stück Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 50 0/, Styrol und ein Stück Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 80010 Styrol werden in einer Knetmaschine bei 70"C gut gemischt, und die Mischung wird durch heißes Auswalzen bei 60"C zu einem Film von 0,2mm Dicke verarbeitet. Ein Filmstück von 15 15 cm wird 48 Stunden bei 17"C in einem geschlossenen Gefäß zur Sulfonierung in 150 g 960/,ige Schwefelsäure eingetaucht. Nach der Reaktion wird der Film der gleichen Nachbehandlung wie im Beispiel 1 unterworfen.
  • Beispiel 5 9 Teile Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 500/, Styrol und 1 Teil Naturkautschuk werden in einer Mischmaschine bei 60"C gut verknetet, und die Mischung wird bei 60° C zu einem Film von 0,3 mm Dicke ausgewalzt. Ein Filmstück von 15. 15 cm wird zur Sulfonierung 24 Stunden in einem geschlossenen Gefäß in 200 g 940/,ige Schwefelsäure eingetaucht.
  • Nach der Reaktion wird der Film der Nachbehandlung wie im Beispiel 1 unterworfen.
  • Beispiel 6 4 Teile Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 50 0/, Styrol, 4 Teile des gleichen Mischpolymerisats mit 80°/o Styrol und 2 Teile Akrylnitril-Butadien-Mischpolymerisat mit 30 01o Akrylnitril werden in einer Mischmaschine bei 70"C gut durchgeknetet, und die Mischung wird bei 65"C zu einem Film von 0,18 mm Dicke ausgewalzt.
  • Der Film in einer Größe von 15 15 cm wird zur Sulfonierung 24 Stunden in einem geschlossenen Gefäß in 150 g 960/0ige Schwefelsäure eingelegt. Nach der Reaktion wird der Film der gleichen Nachbehandlung wie im Beispiel 1 unterworfen.
  • Beispiel 7 100 Teile Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 50010 Styrol und 3 Teile Stearinsäure werden gut vermischt und dann durch heißes Walzen bei 60"C zu einem Film von 0,18 mm Dicke ausgewalzt.
  • Ein Filmstück von 5,5. 5,5 cm wird in 20/0aber Lösung von Schwefelchlorür in Acetylentetrachlorid in einem geschlossenen Gefäß 24 Stunden zur kalten Vulkanisierung eingetaucht und dann zum Sulfonieren 24 Stunden in einem geschlossenen Gefäß in 40 g 980/,ige Schwefelsäure eingetaucht. Nach der Reaktion wird der Film der gleichen Nachbehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt.
  • Beispiel 8 1 Teil Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 300/0 Styrol wird durch Erhitzen unter Rückfluß in 10 Teilen Xylol aufgelöst, und die Lösung wird über Quecksilber in dünner Schicht ausgegossen. Nach 3 Tagen ist das Xylol verdunstet. Von dem dabei erhaltenen 0,15 mm dicken Film wird ein Stück von 5. 5 cm Größe zunächst 1 Stunde in 30 g 960/,ige Schwefelsäure von 20 bis 25"C und dann eine weitere Stunde in 1000/,ige Schwefelsäure mit einer Temperatur von 50"C eingetaucht. Nach der Reaktion wird der Film nacheinander in 80-, 50- und 200/0ige Schwefelsäure für je eine Viertelstunde eingetaucht und danach gewässert.
  • Beispiel 9 1 Teil Styrol-Butadien-Mischpolymerisat mit 40 0in Styrol wird in 10 Teilen Toluol durch Erhitzen unter Rückfluß aufgelöst. Die Lösung wird in dünner Schicht auf eine mit Silikonfett eingeriebene Glasplatte ausgegossen; nach 1 Tag ist ein Film aufgetrocknet.
  • Die Membran wird abgezogen; sie hat eine Dicke von 0,06 mm. Ein Stück von 5. 5 cm wird zum Sulfonieren 2 Stunden in 20 g 960/,ige Schwefelsäure von 17"C eingetaucht, dann eine Viertelstunde in 500/0ige Schwefelsäure und endlich in Wasser eingebracht.
  • Beispiel 10 Ein Film von 0,2 mm Dicke wird wie im Beispiel 9 hergestellt. Ein Filmstück von 10. 10cm wird zunächst 1 Stunde in 96°l0ige Schwefelsäure von 180°C, dann 1 Stunde in 100%ige Schwefelsäure bei 18 bis 200 C und 1 Stunde bei gleicher Temperatur in 5%iges Oleum eingetaucht. Das Fertigerzeugnis wird dann durch die gleiche Nachbehandlung wie im Beispiel I hergestellt.
  • Die Eigenschaften der Filme dieser Beispiele sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt, in der die Austauschkapazität die Milligrammäquivalente des SO3Na-Radikals für 1 g Filmmaterial darstellt, der Wassergehalt den Prozentsatz Wasser im nassen, mit Na beladenen Film (ohne Berücksichtigung des der Oberfläche des Films anhaftenden Wassers). Die Überführungszahl für Kationen wird durch die Potentialdifferenz der Membran gegeben, wenn 0,5 n-NaCI und I n-NaCI auf je einer der beiden Seiten des mit Na beladenen Films vorhanden sind. Der spezifische Widerstand ergibt sich, wenn die mit Na beladene Membran in 0,5 n-NaC1 eingetaucht wird.
    Spezi-
    13 Austauscht Wasser- Über- fischer
    ei- kapazität gehalt Dicke führungs- Wider-
    spiel zahl stand
    mÄqu.'g o/ mm zcm Ohmm
    1 1,60 26 0,42 0,93 373
    2 1,89 32 0,46 0,93 207
    3 2,72 55 0,36 0,83 60
    4 1,62 29 0,29 0,89 192
    5 2,74 41 0,35 0,93 93
    6 ],72 34 0,22 0,90 175
    7 1,83 50 0,21 0,83 65
    8 2,04 31 0,18 0,92 154
    9 1,40 22 0,07 0,95 3490
    10 1 ],79 34 1 0,22 0,90 120
    Die nach der Erfindung zu verwendenden Membranen haben ausgezeichnete mechanische Festigkeitseigenschaften und zeigen hervorragende Werte für Überführungszahl, elektrischen Widerstand und ähnliche Faktoren. Es ist offensichtlich, daß ein Vorteil der Produkte nach der Erfindung darin liegt, daß Rohfilme, die durch Walzen oder andere Verfahren zu dünnen Filmen mit hoher mechanischer Widerstandsfähigkeit verarbeitet wurden, sulfoniert werden und somit die Erfindung sich für die Massenproduktion und für Filme großer Abmessungen eignet. Es können so leicht für Kationen selektiv durchlässige Membranen mit geringer Stärke, d. h. in der Größenordnung von 0,05 bis 0,1 mm Dicke, hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verwendung von durch Sulfonieren von Filmen aus einem Mischpolymerisat von aromatischen Monovinylverbindungen und linearen aliphatischen Polyenkohlenwasserstoffen mit etwa 30 bis 70°/0 aromatischen Monovinylverbindungen erhaltenen Folien als Kationen durchlassende Membran.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 232 153, 2 333 142, 2 366 007, 2 525 247, 2 597 438, 2681320.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 001 669.
DEA23099A 1954-07-24 1955-07-20 Kationen durchlassende Membranen Pending DE1177611B (de)

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JP1177611X 1954-07-24

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