DE1300242C2 - Verfahren zur modifizierung eines butadien-polymerisates - Google Patents
Verfahren zur modifizierung eines butadien-polymerisatesInfo
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- DE1300242C2 DE1300242C2 DE1964P0033777 DEP0033777A DE1300242C2 DE 1300242 C2 DE1300242 C2 DE 1300242C2 DE 1964P0033777 DE1964P0033777 DE 1964P0033777 DE P0033777 A DEP0033777 A DE P0033777A DE 1300242 C2 DE1300242 C2 DE 1300242C2
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Description
Seit der Entwicklung des Verfahrens der Emulsionspolymerisation nehmen die Polymeren des Butadiens
eine vorherrscherde Stellung aut dem Gebiet des synthetischen Kautschuks ein. Das technische Interesse
an Butadien-Polymeren beschränkt sich aber auf Copolymere des Butadiens mit Styrol, Acrylnitril oder
anderen Comonomeien. Die Homopolymeren des Butadiens besitzen bek.inntlich so schlechte Eigenschaften
hinsichtlich ^hrer Verarbeitbarkeit, daß die Polymeren bei Zusatz von Ruß nicht an den Mischwalzen haften
und daß die erzeugten Walzfelle voller Löcher sind, es sei denn, ihre Mooney-Viskosität ist sehr niedrig, was im
allgemeinen zur Erzielung besonders guter physikalischer Eigenschaften als unerwünscht anzusehen ist.
Das technische Interesse an Polybutadien wurde kürzlich als Folge der Fortschritte, die bei den
sogenannten stereospezifischen Polymerisationsverfahren erzielt wurden, neu erweckt. Mit Hilfe dieser
Verfahren gelingt die Herstellung von Polybutadien, das zu mindestens 85% in der 1,4-Konfiguration vorliegt. Es
ist unter Anwendung neu entwickelter Verfahren und Katalysatoren möglich, eine Anzahl gummiartiger
Homopolymerer des Butadiens zu erzeugen, die neben ausgezeichneten dynamischen Eigenschaften noch viele
andere wünschenswerte Merkmale, wie gute Wärmebeständigkeit und ausgezeichnete Abriebfestigkeit, aufweisen.
Drei Haupttypen solcher Homopolymerer wurden technisch entwickelt, nämlich: ein Polybutadien
mit einem 75- bis 94%igen cis-l,4-Gehalt, das unter Verwendung eines Titantetrajodid und ein Aluminiumtrialkyl
enthaltenden Katalysators hergestellt wurde; ein Polybutadien mit einem höheren cis-1,4-Gehalt (bis
zu etwa 98%), das mit Hilfe eines ein Kobaltsalz und ein Alkylaluminiumchlorid enthaltenden Katalysators erzeugt
wurde; und ein unter Verwendung eines Lithiumalkyls hergestelltes Polybutadien mit einem
mittleren cis-l,4-Gehalt. Es zeigte sich, daß diese drei Typen im allgemeinen ebenso schwer zu verarbeiten
sind wie die Emulsionspolybutadiene. Charakteristisch -) für Polybutadien ist, daß sich bei Zusatz der üblichen
Mengen Ruß und anderer Beimischungsbestandteile die Mooney-Viskosität häufig mehr als verdoppelt, die
Gemische krümelig werden und der Ruß nicht richtig verteilt weruen kann.
in Es wurden verschiedene Verfahren zur Überwindung
der Schwierigkeiten bei der Verarbeitung gummiartiger Polybutadiene vorgeschlagen. Einen gewissen Erfolg
erzielte man mit der Einregulierung der Mooney- Viskosität
;auf Werte von etwa 20 bis 30. Die physikalischen,
i"> insbesondere die dynamischen Eigenschaften von
Polybutadienen mit niedrigem Molekulargewicht sind aber im allgemeinen nicht befriedigend. Eine Verbesserung
hinsichtlich der Verarbeitbarkeit konnte auch durch Vermischen des Polymeren mit einem Kohlen-
Jd wasserstofföl erreicht werden. Die Menge an erforderlichem
öl liegt bei 5 bis etwa 130 Teilen auf 100 Teile des Polymeren und hängt von der Mooney-Viskosität und
der angewandten Menge Ruß ab. Gemische von Butadien-Polymeren mit natürlichem Kautschuk oder
2) Styrol-Butadien-Kautschuk sollen eine bessere Verarbeitbarkeit
besitzen. Der Nachteil dieser Verfahren liegi darin, daß sie die physikalischen Eigenschaften de?
gummiartigen Produktes herabsetzen. Zur Modifizierung von Polybutadienen wurder gemäß der deutschen Auslegeschrift Il 30 173 Säurer
verwendet, die unter den angegebenen Bedingunger chemisch aktiv sind und die chemische Struktur des
Polymerisates verändern, indem Chlorwasserstoff ar das Polymerisat angelagert oder diese Anlagerungsre
r> aktion katalysiert wird. Gemäß der deutschen Auslege
schrift 11 42 701 werden chemisch aktive Ziegler-Kata
lysatoren verwendet, welche die Unsättigung de; Polymerisates vermindern. Das Verfahren der deutschen
Auslegeschrift 11 42 701 ergibt harzartige Po
lymerisate und das Verfahren der deutschen Auslege schrift 11 30 173hydrochlorierte Polymerisate.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahrer zur Modifizierung eines unter Verwendung vor
Mischkatalysaloren aus einer organometailischen Ver
•4> bindung und einer Verbindung eines Übergangsmetall:
hergestellten Butadien-Polymerisates unter BilduRj eines praktisch gelfreien Polymerisates mit verbesser
ten physikalischen Eigenschaften. Das Verfahren is dadurch gekennzeichnet, daß ein kautschukartige:
>o Polymerisat von Butadien mit 0,3 bis 5 Gewichtsprozent
bezogen auf das Polymerisat, einer Lewis-Säure aus de Gruppe Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Jodwasser
stoff, Fluorwasserstoff, Schwefelsäure, Phosphorsäure Eisen(lll)-chlorid, Kobaltchlorid, Aluminiumchlorid, Ti
">r> tantetrachlorid, Aluminiumdiäthylchlorid oder Acryl
borhalogenide bei einer Temperatur unter 7öc( behandelt wird, bis seine Mooney-Viskosität un
mindestens 5 Punkte erhöht ist.
Diese Behandlung ergibt keinerlei sichtbare Verände
w) rungen in der chemischen Struktur des Polymerisate!
Die Verfahrensbedingungen sind ^o mild, daß keiüi<
unerwünschte Nebenreaktionen ablaufe.!. Es schein also, als ob unter den Verfahrensbedingungen cli
genannten Lewis-Säuren chemisch inert wären, da üi
h'i z. B. keine Gelbildung und Cyclisierung hervorrufer
sondern lediglich die Theologischen Vorteile vo molekularmodifizierten Polymeren ohne Sekundärreak
(ionen ergibt.
!3 OO 242
Auf ein besonderes Anwenüungsbeispiel bezogen,
vird das Ziel der Erfindung durch ein Verfahren zur Modifizierung eines kautschukartigen Butadien-Polyneren
erreicht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein i„ wesentlichen gelfreies kautschukaniges Polybutajnen,
bei dem mindestens 75% der Monomereneinheiten m der cis-l,4-Konfiguration vorliegen und das eine
Mooney-Viskosität von etwa 10 bis 70 besitzt, bei einer Temperatur unter 700C, in einem indifferenten organischen
Lösungsmittel gelöst mit 0,3 bis 5 Gewichtsprozent Titantetrachlorid, bezogen auf das Polymere,
behandelt wird, wobei Bedingungen angewandt werden, die geeignet sind, ein im wesentlichen gelfreies
modifiziertes Polybutadien mit einer Mooney-Viskositin zwischen 20 und 80 zu erzeugen, die um mindestens 10
Mooney-Produkte höher als die des kautschuk;: rtigen
Polybutadien liegt, und daß das modifizierte Po'ybutadien
aus der Lösung des organischen Lösungsmittels zurückgewonnen wird.
Zweckmäßige Ausführungsformen des Verfahrens der Erfindung bestehen darin, daß man das in einem
indifferenten organischen Lösungsmittel dispergierie
behandelte Polymere aus diesem Lösungsmittel zurückgewinnt, ein Polybutadien mit mindestens 85% 1,4-Addition,
insbesondere mit mindestens 75% cis-l,4-Konriguration,
als Ausgangsmaterial verwendet, Titantetrachlorid einsetzt und schließlich für den unvollständigen
Abbruch der Polymerisation Wasser als Polymerisationsunlerbrechungsmittel verwendet.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die erfindungsgemäß modifizierten Polymeren neben
besserer Verarbeitbarkeit weniger Neigung zu kaltem Fluß zeigen als die unmodifizierten l'olymeren. Es ist
z. B. für Polybutadien mit einer Mooney-Viskosität unter etwa 40 allgemein bekannt, daß es bei
Zimimertemperatur fließt, so daß die Teilchen zu einer kompakten Masse zusammenfließen und Ballen oder
Blöcke ihre Form verlieren, was große Schwierigkeiten und Kosten beim Versand oder bei der Verpackung
verursacht. Die Neigung zum kalten Fluß wird bei den Poilybutadienen durch das erfindungsgemäße Behandeln
stark vermindert und kann sogar im wesentlichen ausgeschaltet werden.
Die Mooney-Viskositäten (ML-4 bei 1000C), auf die
hier Bezug genommen wird, werden bei 1000C bestimmt, wie in ASTM-D 927-55 T beschrieben, und
bilden die Viskositätsablesungen, die bei Benutzung des großen Rotors nach einer Laufzeit von 4 Minuten
erhalten werden. Dieser Begriff und die Methode zur Bestimmung der Viskositätswerte gummiarüger Polymerer
werden allgemein in der Kautschukindustrie angewandt.
Der Begriff »Butadien«, wie er hier benutzt wird, bezieht sich auf Butadien-(1,3) und schließt Butadien-(1,2)
oder Butadienderivate wie Chloropren oder Isopren nicht ein. Der Ausdruck »im wesentlichen
gelfrei« dient zur Beschreibung von Polymeren, die etwa zu 95 bis 100% bei Zimmertemperatur in Toluol
löslich sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit einem im wesentlichen gelfreien kautschukartigen Butadien-Polymeren
mit einer Mooney-Viskosität von etwa 5 bis 10 durchgeführt. Obwohl auch ein Polymerisat mit einer
Mooney-Viskosität kleiner als 5 erfindungsgemäß modifiziert werden kann, so liefert dieses Produkt bei
der Vulkanisierung doch ein Vulkanisat mit ziemlich schlechten physikalischen Eigenschaften. Die obere
Grenze der Mooney-Viskosität ist nicht kritisch, obwohl sie praktisch durch das Fehlen von Gel festgesetzt ist. Es
kann beispielsweise ein Butadien-Polymeres. mit einer Mooney-Viskosität über 100 erfindungsgemäß verwendet
werden, wenn es auch schwierig ist, diesen Wert wesentlich zu überschreiten, ohne beträchtliche Mengen
Gel zu erhalten. Der bevorzugte Bereich der Mooney-Viskosität liegt zwischen 10 und 70, aber die besten
Ergebnisse werden in dem engen Bereich zwischen 15 und 45 Mooney erzielt. In dem letzten Bereich lassen
sich Vorteile des Verfahrens beobachten, die darin bestehen, daß modifizierte Polymere erhalten werden,
die in befriedigender Weise ohne andere Hilfsmittel zur Erleichterung der Verarbehbarkeit, wie Vermischen mit
Kohlenwasserstoffölen oder natürlichem Kautschuk, verarbeitet werden können. Während modifizierte
Polymere die aus Pclymeren mit höherer Mooney-Viskosität erhalten werden, die Anwendung derartiger
Mittel zur Erzielung einer günstigen Verairbeitbarkeit erfordern, wird in diesem Falle weniger Kohlenwasserstofföl
oder natürlicher Kautschuk benötigt.
Die im erfindungsgemiißen Verfahren behandelten kautschukartigen Polybutadiene sind in Gegenwart von
Mischkatalysatoren aus einer organometallischen Verbindung und einer Verbindung eines Übergangsmetalis
hergestellt worden. Die Mikrostruktur dieser Polymeren kann schwanken zwischen im wesentlichen vollständiger
cis-l^-Konfigurat.ion bis zu etwa 80% der
Einheiten in der trans-l^-Konfiguration. Der Gesamtgehalt
der in der 1,4-Stellung verknüpften Monomereneinheiten
liegt bei mindestens 85%. Das Polymere, das mindestens 75% der Einheiten in der eis J ,4-Konfiguration
aufweist, ist bevorzugt, und das Verfahren besitzt einen besonderen Vorteil bei der Behandlung von
Polymeren, in denen mindestens 90% der Einheiten in der eis-1,4-Konfiguration vorliegen.
Die Mooney-Viskosität der unter Anwendung eines speziellen Katalysatorsystems hergestellten Polymeren
kann durch eine Vielzahl von Mitteln reguliert werden, z. B. durch die Wahl der Katalysatormenge, die Art des
Verdünnungsmittels, die Reaktionstemperatur, die Konzentration an Monomeren und die Anwendung von
Moderatoren, die das Molekulargewicht beeinflussen. Nicht alle diese Mittel sind in gleicher Weise bei allen
Katalysatorsystemen wirksam, aber sie sind bekannt, und der Fachmann kann leicht das Hilfsmittel
auswählen, das für ein spezielles System am wirksamsten ist.
Als Modifizierungsmittel werden erfindungsgemäß nachfolgende Lewis Säuren verwendet: Halogenwas-
) serstoffe, Schwefelsäure und Phosphorsäure, ferner
Aluminiumchlorid, Titantetrachlorid, Eisen(IU)-ch!orid, Kobaltchlorid, Aluminiumdiäthylchlorid oder Arylborhalogenide.
Die bevorzugten Lewis-Säuren gemäß der Erfindung sind Chlorwasserstoff, Aluminiumchlorid und
> Titantetrachlorid. Von diesen ist Titantetrachlorid die
praktischste.
Die für die Behandlung eines Butadien-Polymeren erforderliche Menge an Modifizierungsmittel hängt von
vielen Faktoren ab, wie Aktivität der Säure, Verunreini-
» gungen in dem Polymeren, Temperatur und Behandlungsdauer.
Wenn eine große Menge Modifizierungs mittel verwendet wird, müssen Behandlungszeit unc
-temperatur kontrolliert werden, um unerwünscht* Nebenreaktionen, wie Gelbildung oder Cyclisierung de
' Polymerenketten, zu verhindern. Die angewandt!
Menge iiegt daher zwischen 0,'l und 5%. bezogen au
das Gewicht des Polymeren. Zur Erzielung besonder guter Resultate sind aber Mengen von 0,5 bis 39'
10
vorzuziehen. Die Behandlung kann innerhalb eines weiten Temperaturbereiches bis zu 700C durchgeführt
werden, wenn auch der geeignetste und bevorzugte Bereich bei 10 bis 700C liegt. In der Praxis wird das
Verfahren am bequemsten in der Nähe der Lösungstemperctur des Polymeren oder der Temperatur, bei der das
Polymere gebildet wird, durchgeführt.
Die Behandlungsdauer des Butadien-Polymeren hängt von der Menge des angewandten Modifizierungsmittels ab und kann eine sehr kurze Zeit, wie 30
Sekunden, bis zu einigen Stunden betragen. In Gegenwart einer kleinen Menge Modifizierungsmittel
kann die Behandlungszeit bis auf 24 Stunden oder mehr ausgedehnt werden.
Die Behandlung wird vorzugsweise mit einem Polymeren durchgeführt, das in einem indifferenten
Lösungsmittel dispergiert oder gelöst ist, wenn auch die Anwendung eines Lösungsmittels r.'.cht wesentlich ist.
Das Polymerisat kann z. B. in festem Zustand auf einer Walze oder in einem Innen- oder Banbury-Mischer
behandelt werden, wobei aber Vorsorge getroffen werden muß, daß das Gerät nicht korrodiert. Die Menge
Lösungsmittel ist innerhalb weiter Grenzen variabel, und zwar von einem Gewichtsverhältnis von etwa 1 :1
bis zu 50:1 des Lösungsmittels zum Polymeren. Das bevorzugte Verhältnis liegt bei etwa 5:1 bis 10:1.
Geeignete Lösungsmittel sind Paraffine, Cycloparaffine, aromatische Kohlenwasserstoffe, monoolefinische und
halogenierte Kohlenwasserstoffe oder Gemische dieser Stoffe. Die Lösungsmittel mit niedrigem Molekulargewicht
wie Butan oder Pentan sind besonders brauchbar im Hinblick auf eine leichte Rückgewinnbarkeit des
modifizierten Polymeren. Lösungsmittel mit höherem Molekulargewicht wie Cyclohexan, Benzol, Toluol,
Isooctan, Athylenchlorid, Chlorbenzol sind besonders günstig, wenn das feste Polymere vor der Behandlung
gelöst wird. Polymere aus Polymerisationsreaktionen, bei denen das erhaltene Produkt als Lösung anfällt,
können in der so gewonnenen Lösung behandelt
werden.
Der Mechanismus der Reaktion, die während der Behandlung stattfindet, ist noch unklar. Das erfindungsgemäße
Verfahren scheint mit dem Isomerisierungsverfahren verwandt zu sein. Ein signifikanter Unterschied
besteht aber darin, daß bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens das Polymere unter milden
Bedingungen behandelt wird und daß es während der Behandlung löslich und im Aussehen unverändert bleibt.
Bei dem Isomerisierungsverfahren dagegen wird das Butadien-Polymere in Gegenwart von beispielsweise
Chlorozinnsäure oder Borfluorid auf eine Temperatur über 1500C erhitzt, wobei die Polymerenlösung in
höhersiedenden Lösungsmitteln einen Gelzustand durchläuft und dann einen dünnflüssigeren Zustand
erreicht, in dem das Polymere seine Löslichkeit in aromatischen Lösungsmitteln zurückgewinnt. Wenn es
auch den Anschein hat, als ob sich das Polymere bei dem vorliegenden Verfahren nicht verändert, so wird es noch
zäher und zerreißt beim Dehnen bei geringer Dehnung nicht so leicht wie das unbehandelte Polymere. Es läßt
sich ein Anstieg der Mooney-Viskosität beobachten, der nur 5 Mooney-Punkte beträgt, aber auch Beträge bis zu
etwa 60 Punkten erreichen kann. Ein Mooney-Anstieg von mindestens 10 Punkten und vorzugsweise mindestens
25 Punkten ist für eine wirksame Verbesserung der Eigenschaften des Polymeren erwünscht. Es ist außerordentlich
überraschend, daß das behandelte Polymere verbesserte Eigenschaften bezüglich der Verarbeitbar-.
., im vergleich zu einem unbehandelten Polymeren
der gleichen Mooney-Viskosität aufweist. Das
mn uci β hergestellte, modifizierte Butadien-
erfindungsgemaß he geste ch ^ ^
S'auf gebräuchlichen K.u,«huk-Verarferner verbes
,
Se Eigen 'hauen der unvulkanisierten, mi,
STe stkterf Gemische auf. Es besteht auch ein
• ifikan er und überraschender Unterschied in den
signifikanter una modifizierte und
dynÄÄmer; mit der gleichen Mooney-Visdie
auchyunter Verwendung des gleichen
lysatorsystems hergestellt worden sind, unter
Sen Bedingungen gewalzt werden so zeigt das
g j·,· · lo Privmere e;ne bedeutend bessere Adhä-
To, Sr^n M^nwaizen und auch eine bessere
Kohäsion als das unbehandelte Polymere So b.ldet ζ Β.
das durch die erfindungsgemäße Behandlung rnod.fi-Jene
Polymere, das eine Mooney-Viskosität zwischen 35 und 50 besitzt, leicht ein zusammenhängendes glattes
Wai?ell, das fest an der Mischwalze haftet, und eine
Walzpuppe in dem Walzspalt zwischen den Walzen. Das unmodifizierte Polymere mit einer Mooney-V.skosität
zwischen 35 und 50 gleitet unter den gleichen Red.neungen ab und hängt schlaff auf der Walze, d. h, es
beutelt s ch "o daß ein dauerndes manuelles Nachschieben
des Polymeren in den Walzspalt der Walze nötig ist.
Das erhaltene Walzfell ist voller Löcher es hat zackige
Ränder und rauhe Oberflächen. Dieser Unterscn.ed im Verhalten beim Walzen zeigt sich auch noch nach
Zusatz von Ruß. Das modifizierte Polymere absorbiert ihn leicht, gleichgültig, ob der Ruß auf einer offenen
Walze oder in einem Banbury-Mischer zugesetzt wird,
während das unmodifizierte Polymere trocken und flockig bleibt und der Ruß leicht abgerieben werden
Wann Die Unterschiede zeigen sich auch in dem Anstieg
Her Mooney-Viskosität bei Zusatz von Ruß. Das modifizierte Polymere zeigt einen geringe.cn Anstieg
der Mooney-Viskosität als früher oekannte Polymere, wenn Ruß beigemischt wird. Zum Beispiel besitzt ein
^modifiziertes Polybutadien mit hohem 1,4-Gehalt, das
mit 50 Teilen eines hochabriebfesten Ofenrußes vermischt worden ist, eine Mooney-Viskosität (Gemisch-Mooney),
die doppelt bis dreimal so hoch liegt wie die des unvermischten Polybutad.ens. Andererseits
ist es erfindungsgemäG möglich, ein modifiziertes
Polybutadien herzustellen, bei dem die Mooney-Viskosität
des Gemisches weniger als das Doppelte der des rohen Polymeren beträgt. So zeigt z. B. ein modifiziertes
Polybutadien, bei dem das rohe Polymere eine Mooney-Viskosität von 40 bis 70 hat, einen Mooney-Anstiee
um 10 bis 70 Punkte, so daß ein modifiziertes Polymeres mit einer Mooney-Viskosität 70 einen
Gemisch-Mooney von nicht mehr als 140 besitzt. Die
erfindungsgemäß behandelten Polybutadiene besitzen einen weiteren Vorteil den unmod.fiz.erten Polybutadienen
gegenüber, der darin besteht, daß sie leichter auf frühere Verfahren zur Erleichterung des Vermischens
und Verarbeitens ansprechen. So lassen sich z.B. modifizierte Polymere mit einer Mooney-Viskos.tät vor,
mehr als 50 leicht mit Kohlenwasserstoffölen und natürlichem oder synthetischem Kautschuk vermischen.
Sie lassen sich auch leichter aul; den herkömmlichen
Kautschuk-Verarbeitungsanlagen verarbeiten als unmodifizierte Polymere mit der gleichen Mooney-Visko-
Sl Ein gebräuchliches Verfahren zur Beurteilung der
Verarbeitbarkeit von kautschukartigen Polymeren
33
40
45
50
besteht in Extrusionstests, bei denen die Ruß und
Vulkanisierungsmittel enthaltenden Gemische duivh
eine der Art nach bekannte Düse, wie eine Garvey-Diise, extrudiert werden. Das Gewicht und die lineare
Länge des extrudierten Materials in einem bestimmten Zeitraum werden gemessen, und das Aussehen von
Oberfläche und Rändern des Extrudats wird visuell beurteilt. Es wurde gefunden, daß die Exlrusionsgcschwindigkeit
der erfindungsgemäß modifizierten Polymerengemische überraschenderweise höher liegt als
die der unmodifizierten Polymeren, die mit Hilfe des
gleichen Katalysatorsystems hergestellt wurden und die gleiche Mooney-Viskosität besitzen und sogar die
Extrusionsgeschwindigkeit von natürlichem Kautschuk und SBR erreicht. Außerdem sind die physikalischen
Eigenschaften der vulkanisierten Zusammensetzungen, die modifizierte Polymere enthalten, verglichen mit
denen von unmodifizierten Polymeren in vieler Hinsicht besser.
Ein kautschukartiges Polybutadien mit einer Mooney-Viskosität (ML-4 bei 100°C) von 26, einer Intrinsicviskosität
von 2,10 und einem cis-l,4-Gehalt von 96,0% wurde mit TiCU behandelt. 1400 g einer 8,3%igen Lösung des
Polymeren in trockenem Benzol wurden in einen 2-1-Glasstutzen gegeben, der vorher getrocknet worden
war. Die Lösung und der Dampfraum über der Lösung wurden dann mit einer Stickstoffatmosphäre versehen,
indem trockener Stickstoff etwa 30 Minuten lang mit mäßiger Geschwindigkeit durch die gelinde gerührte
Lösung hindurchgeleitet wurde. 5,6 ml einer !molaren Lösung von TiCU in Benzol wurden dann zugesetzt und
gleichmäßig mit der Lösung vermischt. Der Stutzen wurde zugedeckt und die Lösung 22 Stunden bei etwa
24°C stehengelassen. Darauf wurde überschüssiges Aceton, das etwa 1 Gewichtsprozent Diisobutyl-p-cresol
enthielt, zu der Lösung zugegeben, um das Polymere r) auszufällen. Dieses wurde dann von der flüssigen Phase
abgetrennt und etwa 16 Stunden im Vakuum bei 45°C getrocknet. Das zurückgewonnene Polymere war
vollständig in Benzol löslich und hatte eine Mooney-Viskosität (ML-4 bei 100°C) von 38,5 und eine Intrinsic-Visit)
kosität von 2,20.
Zu Vergleichszwecken wurde eine Probe unbehandeltes Polybutadien, das unter Verwendung des gleichen
Katalysalorsystems hergestellt worden war und eine Mooney-Viskosität von 36 und einen cis-l,4-Gehalt von
π 96,0% aufwies, als Kontrollprobe verwendet. Diese Probe war nicht mit Titantetrachlorid behandelt
worden.
Diese beiden Polymeren wurden nun auf einer 15 · 30 cm großen Labor-Kaltwalze vermischt, wobei
der folgende Ansatz verwendet wurde:
100 Teile Polymeres,
50 Teile hochabriebfester Ofenruß,
5 Teile Zinkoxyd,
50 Teile hochabriebfester Ofenruß,
5 Teile Zinkoxyd,
1 Teil Kondensationsprodukt aus Diphenylamin "' und Aceton,
3 Teile ölsäure.
Das Verhalten der Polymeren beim Walzen wurde vor und nach dem Zusatz von Ruß beobachtet. Die
in Mooney-Viskosität des Gemisches (CP-ML-4 bei 1000C) wurde bestimrni, und jedes Gemisch wurde
durch eine Garvey-Düse extrudiert. Die Mischungs- und Extrusionscharakteristika sind in Tabelle 1 wiedergegeben.
Kontrollpolymeres
Mooney (ML-4 bei 100°C) Verhalten beim Walzen
vor Zusatz von Ruß beutelt
nach Zusatz von Ruß beuteit
Mooney des Gemisches
Mischungszeit (Minuten) [die zum Einmischen des gesamten Rußes erforderliche Zeit]
Extrusion bei 1040C - Garvey-Düsc, Durchsat/. (g/Min.) 72,5
Behandeltes Polymeres
38,5
sehr gut
beutelt leicht
64
14
beutelt leicht
64
14
Das mit Titantctrachlorid behandelte Polymere zeigte im Vergleich zu dem Kontrollpolymcrcn eine
verbesserte Walzbarkeit und Extrudierbarkcil, obwohl das Kontrollpolymcrc eine um 2,5 Punkte niedrigere
Mooney-Viskositäl als das behandelte Polymere besaß.
Ein anderer Teil des unbehandellen Polybutadien
von Beispiel I wurde zu einer 4,3%igen Lösung in trockenem Benzol gelöst. 2800 g der Lösung wurden in
der im Beispiel 1 beschriebenen Weise mit trockenen Stickstoff durchspült. 12 ml einer 1 molaren Lösung von
Tilanlclrachlorid in Benzol (2,28 g TiCU) wurden dann /u der Lösung zugegeben. Die Lösung wurde durchmischt
und 17 Stunden bei etwa 24"C aufbewahrt. Nach
Ablauf dieser Zeit wurde das Polymere ausgefällt, von der flüssigen Phase abgetrennt und wie im Beispiel I
beschrieben getrocknet. Das /1IrJiCk(IUWOnIiCnI.1 Poly
nuM-iv das eine Mooncy· Viskosität von Γ)4.Γ) aufwies.
wurde auf einer 15 · 30-cm-Kaltwalze mit den folgenden
Stoffen vermengt (in Gewichtsteile auf 100Teile des Polymeren): 3 Teile eines nichtvulkanisicrbaren Kondensats
aus Formaldehyd und Octylalkohol; 3 Teile ölsäure und 8 Teile eines nyphlhenischen Kautschuk-Strecköls.
Fun unniodifiziertes Polybutadien, das unter
Verwendung des gleichen Katalysatorsystems hergestellt worden war und eine Mooney-Viskosität von 59
und einen cis-1,4-Gehalt von 96% aufwies, wurde als Kontrolle benutzt und in der gleichen Weise behandelt.
Die Mischungen wurden dann 15 Minuten gewaizt. ihr
Verhalten auf der Walze beobachtet und die Mooney-Viskositiilen
gemessen. Diese Vorgemische wurden nun nach folgender Vorschrift mit weiteren Zusatzstoffen
vermischt; die angegebenen Teile sind (Jcwichtstcilc:
114 Teile des Vorgemisches; 55 Teile hochabriebfeslcr
Ofenruß; 5 Teile Zinkoxid; 1 Teil eines Kondensation·,
Produktes au«, Diphenyliimin und Aceton; 1.5 Teile
N Cyclohexyl 2-beii/othiii/ylsullen;)inid und l.7r>
Teile
Schwefel. Die F.xtrusionscharakteristika der Gemische wurden bestimmt. An den Vuikanisaten wurden die
Dehnungseigenschaften in der üblichen Weise mit
einem Inslron-Tester gemessen und die Biegungsrilkl
rakteristika mit einem Goodrich-Flexometer bestimi
Die Meßwerte sind in Tabelle Il wiedergegeben.
Mooney-Viskosität
Kontrollpolymeres
Mit TiCU behandeltes
Polymeres
Polymeres
Rohpolymeres
Vorgemisch
Gemisch
Verhalten beim Walzen
vor Zusatz von Ruß
nach Zusatz von Ruß
vor Zusatz von Ruß
nach Zusatz von Ruß
Extrusion bei 1040C — Garvey-Düse
Durchsatz (g/Min.)
Aussehen des Extrudats
Oberfläche
Kante
Oberfläche
Kante
Physikalische Eigenschaften der Gemische, 25 Minuten vulkanisiert bei 63°C
Zerreißfestigkeit (kg/cm2)
Dehnung (%)
300% Modul (kg/cm2)
100% Modul (kg/cm2)
Kerbzähigkeit (kg/cm2)
Shore-Härte A 2
Goodrich-Flexometer-Test
Dauerbiegefestigkeit (1000 Schwingungen/Zoll) Dynamische Anfangskompression (%)
Wärmeentwicklung (0C)
Rückprall (%)
34,5
67,0
beutelt
beui.clt leicht
beui.clt leicht
76,0
59,5
27.5
46,5
27.5
46,5
sehr gut
ansehnlich
ansehnlich
100,5
| miHelglatt | glatt |
| scharf | scharf |
| 133 | 146 |
| 290 | 315 |
| — | 138 |
| 25,5 | 8 |
| 29,5 | 32,1 |
| 61 | 60 |
| 7,2 | 14,41 |
| 4,85 | 6,99 |
| 23,6 | 24,4 |
| 76,5 | 75,2 |
Die mit Titantetrachlorid behandelten Polymeren zeigten eine bemerkenswert gute Verarbeitbarkeit, wie
durch das gute Verhalten beim Walzen, den niedrigen Mooney-Wert des Gemisches, die große Extrusionsgeschwindigkeit
und das gute Aussehen des Extrudats bewiesen wird. Die Dehnungseigenschaften der Vulkanisate
waren denen der Kontrollprobe gleichwertig, aber die Dauerbiegefestigkeit war besser.
Ein 95%iges cis-l,4-Polybutadicn in einem Benzol-Butan-Gemisch wurde erfindungsgemäß modifiziert.
Das Polymere wurde unter Verwendung von Diäthylaluminiumchlorid und einem Kobaltsalz hergestellt, und
die Lösung enthielt 0,15% Diäthylaluminiumchlorid und
13,3% Polybutadien mit einer Mooney-Viskosität von 17,5. Zu 102 kg der Lösung wurden 136 g Ditcrt.butyl-pcrcsol
in 270 g Benzol und 91 g Titantctrachlorid in 180 g ßcn/.ol gelöst zugesetzt. Das Gemisch wurde 7
Stunden bei 20DC gerührt. In Abständen von einer
Stunde wurden I-I-Proben aus dem Ansatz entnommen, das Polymere wurde jeweils daraus isoliert, getrocknet
und die Mooney-Viskosität bestimmt. Diese stieg mit der Zeit wie folgt an:
Zeit der Probeentnahme
■r,
..
Mooney-Viskosit
(Γι Stunde
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
24,5
39
50
52
39
50
52
Das Polymere aus einer großen Probe von etwii die nach einer Behandlung von etwa 7 Stu
entnommen worden war, wurde durch Zusatz von 15 1 einer 1%igcn Lösung von Ditcrt.butyl-pcre;
Aceton ausgefällt, von der flüssigen Phase abgct und im Vakuum bei 500C getrocknet. Das zurückge
nene Polymere hatte eine Mooney-Viskosität von Es wurde darauf auf einer Kaltwalze mit folge
Zusatzstoffen vermengt: 50 Teile sehr hoch abricbl Ofenruß, 5 Teile Zinkoxid, 1 Teil eines Kondensat
Produktes aus Diphenylamin und Aceton, 3
ölsäure, 1,0 Teil N-Cyclohcxyl-2-ncnzihia/.yl-sul| amid und 1,5 Teile Schwefel. Dann wurde bei 14r>' Minuten vulkanisiert. Die F.xtrusionseharaka-r is'.ik die physikalischen Eigenschaften der vulkanisi Gemische sind in Tabelle III wicdcrtieccbcn.
ölsäure, 1,0 Teil N-Cyclohcxyl-2-ncnzihia/.yl-sul| amid und 1,5 Teile Schwefel. Dann wurde bei 14r>' Minuten vulkanisiert. Die F.xtrusionseharaka-r is'.ik die physikalischen Eigenschaften der vulkanisi Gemische sind in Tabelle III wicdcrtieccbcn.
12
| 1300 242 | Tabelle III | 84 |
| Garvey- Düse- Extrusion | ||
| Extrusionsdurchsatzbei 104,5° C | mittelglatt | |
| (g/Min.) | mittelscharf | |
| Aussehen des Extrudats | ||
| Oberfläche | ||
| Kante | ||
| Physikalische Eigenschaften des | 128 | |
| 25 Minuten bei 145°C vulkanisierten | 380 | |
| Vulkanisats | 85 | |
| Zerreißfestigkeit (kg/cm2) | 48,2 | |
| Dehnung(%) | 51 | |
| 300% Modul (kg/cm2) | ||
| Kerbzähigkeit (kg/cm2) | ||
| Shore-Härte A 2 | ||
Goodrich-Flexometer-Test
Dauerbiegefestigkeit
(1000 Schwingungen/Zoll) 20,7
Dynamische Anfangskompression
Claims (3)
1. Verfahren zur Modifizierung eines unter Verwendung von Mischkatalysatoren aus einer
organometallischen Verbindung und einer Verbindung eines Übergangsmetalls hergestellten Butadien-Polymerisates
unter Bildung eines praktisch gelfreien Polymerisates mit verbesserten physikalischen
Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet,
daß ein kautschukartiges Polymerisat von Butadien mit 0,3 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das
Polymerisat, einer Lewis-Säure aus der Gruppe Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Jodwasserstoff,
Fluorwasserstoff, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Eisen(lll)-chlorid, Kobaltchlorid, Aluminiumchlorid,
Titantetrachlorid, Aluminiumdiäthylchlorid oder Arylborhalogenide bei einer Temperatur unter 700C
behandelt wird, bis seine Mooney-Viskosität um mindestens 5 Punkte erhöht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit einem in einem
indifferenten organischen Lösungsmittel dispergierten Polymeren durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polybutadien verwendet,
das in Gegenwart eines Katalysatorsystems hergestellt worden ist, das ein Organo-Aluminiumhalogenid
und eine Kobaltverbindung enthält.
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