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DE1010267B - Verfahren zum Herstellen von mikroporoesen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von mikroporoesen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen

Info

Publication number
DE1010267B
DE1010267B DEC7856A DEC0007856A DE1010267B DE 1010267 B DE1010267 B DE 1010267B DE C7856 A DEC7856 A DE C7856A DE C0007856 A DEC0007856 A DE C0007856A DE 1010267 B DE1010267 B DE 1010267B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
pore
fines
thickness
forming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC7856A
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Maurice O'conor Honey
Frank Sharp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chloride Electrical Storage Co Ltd
Original Assignee
Chloride Electrical Storage Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chloride Electrical Storage Co Ltd filed Critical Chloride Electrical Storage Co Ltd
Publication of DE1010267B publication Critical patent/DE1010267B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/26Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof by elimination of a solid phase from a macromolecular composition or article, e.g. leaching out

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von mikroporösen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von mikroporösen Platten, Folien u. dgl. aus thermoplastischen Stoffen.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, thermoplastische Stoffe mit wieder entfernbaren, porenbildenden Feinstoffen und mit einem die Feinstoffe nicht angreifenden Lösungsmittel für das thermoplastische Material zu vermischen, hierauf das Mischgut zu Folien zu verformen, das Lösungsmittel auszutreiben und dann die Feinstoffe aus den Folien zu entfernen, so daß schließlich mikrofeine Poren in dem festen thermoplastischen Stoff verbleiben. Die Feinstoffe können z. B. aus gemahlener Stärke bestehen, die mit einem thermoplastischen Stoff wie Polyvinylchlorid und einem Lösungsmittel wie Methylcyclohexanon vermischt wird. Das Mischgut wird z. B. einer Strangpresse zugeleitet, aus der es als Platte ausgepreßt wird. Die Platten werden in einer Heizkammer erwärmt, um das Methylcyclohexanon zu entfernen, das wiedergewonnen werden kann. Zum Entfernen der Stärke wird die Platte alsdann mit heißer Schwefelsäure behandelt. Vorzugsweise sollen die Platten vor der Säurebehandlung mit kochendem Wasser behandelt werden, um die Stärkekörner zum Quellen zu bringen, wobei sich die Platte wesentlich in ihrer Breite, Länge und Dicke ausdehnt. Die Vorbehandlung mit kochendem Wasser verbessert die Durchlässigkeit des fertigen mikroporösen Materials beträchtlich. An Stelle von Stärke können auch Chloride, Sulfate und Carbonate von Natrium, Kalium und Magnesium als porenbildende Feinstoffe verwendet werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Einkapselung der porenbildenden Feinstoffe im thermoplastischen Material vermindert und die Mikroporosität des Endproduktes erhöht werden kann, wenn die aus dem Mischgut hergestellten Folien nach dem vollständigen oder teilweisen Austreiben des Lösungsmittels und vor dem Entfernen der Feinstoffe noch mechanisch bearbeitet werden.
  • Hierdurch werden benachbarte Teilchen der Feinstoffe miteinander in Kontakt gebracht und die sie trennenden dünnen Wände des thermoplastischen Werkstoffes zum Teil gebrochen und geöffnet. Dieses Verfahren der mechanischen Bearbeitung der Folien ist insbesondere vorteilhaft, wenn ein Salz als porenbildendes Material verwendet wird, da Salzteilchen nicht wie Stärke quellen und bei ihnen daher weniger Neigung zum Aufbrechen des sie einhAllenden Folienmaterials besteht. Ferner ist die mechanische Bearbeitung der Folien besonders dann angebracht, wenn der thermoplastische Werkstoff mit einem Weichmacher verarbeitet ist, um dem fertigen Erzeugnis eine bessere Geschmeidigkeit zu verleihen, weil die erhöhte Plastizität das Aufbrechen der zwischen den Feinstoffen befindlichenWände des thermoplastischen Materials erschwert. Die mechanische Bearbeitung braucht nur im Sinne einer Verminderung der Folienstärke unter Vergrößerung anderer Dimensionen zu erfolgen. Es wurde gefunden, daß ein Kalandern oder Strecken der Folien nach dem Entfernen des Lösungsmittels zur mechanischen Bearbeitung geeignet ist.
  • Die vorliegende Erfindung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die aus thermoplastischem Stoff unter Beigabe von wiederentfernbaren porenbildenden Feinstoffen und einem die Feinstoffe nicht angreifenden Lösungsmittel hergestellten Folien nach dem vollständigen oder teilweisen Austreiben des Lösungsmittels jedoch vor dem Entfernen der Feinteilchen, einer solchen mechanischen Bearbeitung, z. B. durch Kalandern oder durch eine Streckbehandlung, unterworfen werden, daß die Folienstärke vermindert wird und andere Dimensionen vergrößert werden. Um die Wirkung zu verstärken, können die Folien schon vor dem Austreiben des Lösungsmittels in ihrer Stärke durch Kalandern vermindert und nach dem Austreiben des Lösungsmittels nochmals dünner gewalzt oder gestreckt werden.
  • Die Fig. 1 und 2 stellen schematische Querschnitte durch ein Material dar, das feine Teilchen porenbildenden Materials enthält, und zwar vor und nach der erfindungsgemäßen Behandlung ; Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer Anlage zur Herstellung mikroporösen Materials gemäß vorliegender Erfindung.
  • In Fig. 1 sind die porenbildenden Feinstoffe 1 schematisch dargestellt, dispers im thermoplastischen Material 2 verteilt und darin wirkungsvoll eingekapselt. Durch die Verringerung der Dicke der Masse beim Walzen oder Strecken werden die porenbildenden Feinstoffe 1 in gegenseitige Berührung gebracht, wie in Fig. 2 dargestellt. Das thermoplastische Material wird in die Lange gestreckt und an den-Kontaktstellen des porenbildenden Feinstoffs unterbrochen. Infolgedessen wird das Auslaugen des porenbildenden Feinstoffs erleichtert, wodurch im thermoplastischen Material ein System untereinander in Verbindung stehender Hohlräume hinterbleibt.
  • Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Masse oder das Gemisch als Platte ausgepreßt in einer Stärke von etwa 0,2 cm, unmittelbar darauf auf etwa 0,05 cm gewalzt, wonach das Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt wird. Hierauf wird die Folie wiederum gewalzt bis zur Stärke von etwa 0,03 cm.
  • Die erste Walzstufe, die unmittelbar vor Entfernung des Lösungsmittels erfolgt, soll nicht als Teil der mechanischen Bearbeitung gemäß der vorliegenden Definition angesehen werden, denn sie stellt lediglich ein bequemes Mittel zur Erzielung einer gleichmäßigen Platte dar.
  • Das vorhandene Lösungsmittel plastifiziert das thermoplastische Material so wirksam, daß es leicht fließt und keinen nennenswerten Widerstand bei der Verformung liefert. Die zweite Walzung nach völliger oder teilweiser Entfernung des Lösungsmittels fällt unter die Definition der Erfindung, da die reduzierte Plastizität des thermoplastischen Materials dieses unter Druck weniger fließfähig macht. Der Fluß der porenbildenden Teilchen wird nicht mehr wirksam unterstützt. Statt dessen gestattet die erhöhte Sprödigkeit, daß die Teilchen den plastischen Werkstoff durchbrechen und einander berühren.
  • Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Erfindung. Das Gemisch wird in den Fülltrichter 1 einer Spindelpresse 2 eingefüllt und durch das Mundstück 3 als Platte ausgepreßt, die sofort mittels eines leichten Zwei-Rollen-Kalanders 4 gewalzt wird. Die Platte oder Folie läuft dann durch einen Ofen 5, um das Lösungsmittel zu entfernen, und wird hierauf mittels einer schweren Zwei-Rollen-Walze 6 bearbeitet. Das Auslaugen erfolgt in einem Wassertank 7, und die Folie wird hierauf in einem Trockenofen 8 getrocknet, worauf sie schließlich als Rolle 9 entnommen wird.
  • Sollte es erwünscht sein, daß das mikroporöse Material eine besondere Biegsamkeit und Dehnbarkeit aufweist, so kann dem Gemisch ein Weichmacher hinzugefügt werden. So bleibt z. B. in der folgenden Mischung das als Weichmacher verwendete Dibutylphthalat zurück, nachdem das Methylcyclohexanon verdampft wurde und das Salz in fließendem Wasser ausgelaugt wurde : Polyvinylchlorid................ 100 Teile Dibutylphthalat 75" Natriumchlorid................ 700" Methylcyclohexanon.............. 170" Vorzugsweise soll ein nicht wandernder Weichmacher verwendet werden, da auf Grund des hochporösen Zustands des Fertigmaterials bei Weichmachern vom Typ des Dibutylphthalats eine Neigung zum Ausschwitzen besteht. Beispielsweise mischt man Polypropylensebacat mit den anderen Substanzen in einer dampfmantelumgebenen Knetmaschine 2 Stunden lang bei 95 bis 100° : Polyvinylchlorid................. 100 Teile Polypropylensebacat.............. 100" Natriumchlorid.................. 700" Methylcyclohexanon.............. 180" Das Substanzgemisch wird als Platte oder Folie von 0,2 cm Dicke ausgepreßt und unmittelbar darauf auf eine Stärke von 0,05 cm gewalzt. Nach Entfernen des Lösungsmittels in einem Luftofen bei 100 bis 110° wird die Folie auf Raumtemperatur abgekühlt und dann auf eine Stärke von etwa 0,03 cm gewalzt, wobei eine Zwei-Rollen-Walze mit einer Unterwalzentemperatur von 110 bis 120° und einer Oberwalzentemperatur von 80 bis 90° verwendet wird. Das Walzgut wird in Wasser von 40 bis 50° 30 Minuten lang ausgelaugt und hierauf in einem Luftofen bei 55 bis 60° getrocknet.
  • Die Verbesserung der Durchlässigkeit des Fertigproduktes durch Walzen nach Lösungsmittelentfemung ist sehr beträchtlich und hängt mit dem Grad der Dickenabnahme zusammen. Bezeichnet man z. B. die Luftdurchlässigkeit. der nach obigem Verfahren mit einer Dickenabnahme von 0,05 auf 0, 03 cm hergestellten Folie nach Lösungsmittelentfernung mit 100, so beträgt die Luftdurchlässigkeit bei Durchführung des Verfahrens mit einer Dickenabnahme von 0,05 auf 0,04 cm = 20, und sie ist ohne jegliche Dickenabnahme zu vernachlässigen.
  • Die Verbesserung der Durchlässigkeit des fertigen Produktes ist auch abhängig von dem Grad der Lösungsmittelentfernung vor dem Walzen. Im obengenannten Beispiel ergibt eine Dickenabnahme von 0,05 auf 0,03 cm nach völliger Lösungsmittelentfernung eine Durchlässigkeit von 100. Beläßt man ein Fünftel der ursprünglichen Lösungsmittelmenge, so beträgt die Durchlässigkeit 50.
  • Verbleibt die Hälfte des Lösungsmittels, so beträgt die Luftdurchlässigkeit 10, und verbleiben drei Viertel des Lösungsmittels, so beträgt die Luftdurchlässigkeit 5, bei gleichem Maßstab.
  • Als Beispiel des Streckens zur mechanischen Bearbeitung wird die Folie unmittelbar auf eine Stärke von 0,03 cm vor der Lösungsmittelentfernung gewalzt. Die mechanische Bearbeitung erfolgt darauf durch Hindurchführen der Folie durch zwei Paar gummierte Rollen, von denen das zweite Paar 40°/0 rascher läuft, um die Folie um 40 °/o in Längsrichtung zu recken. Die Folie behält eine Längenzunahme von 10°/o, zeigt jedoch nur eine zu vernachlässigende Dickenzunahme. Nach Auslaugen des porenbildenden Bestandteils wird die Lange des ungestreckten Materials wieder erreicht, doch zeigt die Folie eine beachtenswerte Zunahme der Luftdurchlässigkeit.
  • Stärke ist ein geeignetes Material zur Verleihung mikroporöser Struktur, da sie aus etwa gleichförmigen Teilchen besteht, so daß dem mikroporösen Material eine entsprechend gleichförmige Porengröße verliehen wird ; dieses ist von Bedeutung, da bei Verschiedenheit der Porengröße das Fließen durch das Material vorzugsweise durch die größeren Poren erfolgt und die kleineren ungenutzt bleiben.
  • Polyvinylchlorid ist ein geeignetes Material zur Herstellung von mikroporösem Material durch Einverleibung feiner Teilchen eines porenbildenden Stoffes unter Mitverwendung eines das Polyvinylchlorid weich machenden Lösungsmittels. Das Polyvinylchlorid ist in der Lage, der erforderlichen, durch die mechanische Bearbeitung bedingten Beanspruchung ohne besondere Struktureinbuße zu widerstehen.
  • Es kann außer Polyvinylchlorid auch ein anderes thermoplastisches Material verwendet werden. Man kann z. B. Copolymere von Vinylhalogeniden mit anderen Athylensubstitutionsprodukten vom Typ CH2 = C : verwenden, etwa von Vinylchlorid und Vinylidenchlorid, indem man durch Einverleibung feiner Teilchen mittels eines Lösungsmittels für das Copolymer mikroporöses Material herstellt. Die Durchlässigkeit des entstehenden mikroporösen Materials wird erfindungsgemäß verbessert.
  • Soll das mikroporöse Material biegsam und dehnbar sein, so ist das innerliche Weichmachen auf Grund der Copolymerisation ein Vorteil, so daß eine Ersparnis an eingesetztem Weichmacher auftritt.
  • Beispielsweise kann ein Copolymer aus Vinylchlorid und Vinylidenchlorid in folgender Mischung verwendet werden : Copolymer....................... 100 Teile Polypropylensebacat.............. 80" Natriumchlorid.................. 700" Methylcyclohexanon.............. 170" Das Gemisch wird wie oben angegeben verarbeitet.
  • Nach Entfernung des Lösungsmittels wird das Material von 0,05 auf 0,03 cm Dicke gewalzt. Durch die Verwendung des Copolymeren an Stelle von Polyvinylchlorid kann die Menge des eingesetzten Polypropylensebacats von 100 Teilen auf 80 Teile herabgesetzt werden, ohne das Dehnungsvermögen des Fertigproduktes wesentlich zu beeinträchtigen.
  • Als Beispiel für die Anwendung der vorliegenden Erfindung auf ein Gemisch von Polymeren nimmt man 100 Teile eines innigen Gemisches von Nitrilkautschuk und Polyvinylchlorid und fügt 600 Teile Kochsalz und 140 Teile Methylcyclohexanon hinzu. Nach gehörigem Mischen wird das Material in Folien von 0,05 cm Stärke gebracht, das Lösungsmittel entfernt und die Dicke durch Walzen auf 0,03 cm vermindert. Mit heißem Wasser wird dann das Salz ausgelaugt. Mechanische Bearbeitung des Materials nach Entfernung des Lösungsmittels aus der Folie erhöht beträchtlich die Durchlässigkeit des Fertigproduktes für Luft und Flüssigkeiten.
  • Kautschuk ist bis zur Vulkanisationsstufe ziemlich thermoplastisch ; durch letztere erfolgt Molekularvernetzung zum irreversiblen Zustand. Ein Gemisch aus Kautschuk, Vulkanisationsmitteln, feinen Teilchen eines porenbildenden Stoffes und ein gummilösendes Mittel können in gewünschte Form gebracht werden, worauf das Lösungsmittel entfernt werden kann. Da die Vulkanisation noch nicht erfolgt ist, kann das Material einer mechanischen Bearbeitung unterzogen werden, um den Umhüllungsgrad der feinen Teilchen zu vermindern, wobei man einen Teil des Lösungsmittels belassen kann, wenn dies erwünscht ist. Befindet sich das Material in einem Zustand, der das leichte Entfernen der feinen Teilchen gestattet, so wird es der Vulkanisationstemperatur ausgesetzt, z. B. 140°, und zwar auf die Dauer von 4 Stunden, wonach die feinen porenbildenden Teilchen beseitigt werden.
  • Ein Beispiel für die Anwendung der vorliegenden Erfindung auf die Herstellung mikroporöser Kautschukfolien ist wie folgt : Man mischt 10,4 kg Naturkautschuk mit 45,3 kg Maisstärke, 3 kg Schwefel, 1,8 kg Diphenylguanidin und 2,3 kg Zinkoxyd. Das Mischen erfolgt auf Mischrollen. Hierauf wird das gemischte Material in einen geschlossenen Mischer gebracht, wo 14 kg Methylcyclohexanon als zeitweiliger Weichmacher hinzugefügt werden. Der Mischer ist mit einem Rückfluß versehen und wird auf 60° erhitzt. Das teigartige Gemisch wird in eine Strangpresse gebracht, von der es als Folie von 0,05 cm Stärke abgegeben wird. In einem Ofen wird das Lösungsmittel bei 100° entfernt, und hierauf wird die Folie durch Walzen von 0,05 cm auf 0,03 cm reduziert. Die Folie wird in Stücke geschnitten, mit Papierzwischenschichten versehen und einem geschlossenen GefaB zur Vulkanisation gebracht. Nach der Vulkanisation werden die Folien 1 Stunde lang bei 100° in einer 1°/Oigen Natronlauge behandelt und hiernach 1/2 Stunde lang in siedendem Waschwasser. Schließlich trocknet man die Folien bei etwa 60°. Gemisch und Behandlung sind dergestalt, daß der Kautschuk in den völlig vulkanisierten Zustand oder in Hartkautschuk übergeführt wird. Man kann aber auch einen schmiegsameren Zustand erreichen, indem man die Vulkanisationsmittel vermindert, desgleichen die Vulkanisation einschränkt. Mechanisches Bearbeiten verleiht erhöhte Durchlässigkeit des Fertigmaterials.
  • An Stelle von dem im Beispiel angegebenen Methylcyclohexanon können andere Lösungsmittel verwendet werden, z. B. Isophoron.
  • PATENTANSPRSCHE 1. Verfahren zum Herstellen von mikroporösen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen, die mit wieder entfernbaren porenbildenden Feinstoffen und einem die Feinstoffe nicht angreifenden Lösungsmittel vermischt sind, wobei das Mischgut zu Folien verformt wird, die porenbildenden Feinstoffe nach dem Austreiben des Lösungsmittels wieder entfernt und die Folien getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Folien nach dem vollständigen oder teilweisen Austreiben des Lösungsmittels, jedoch vor dem Entfernen der Feinteilchen, einer solchen mechanischen Bearbeitung, z. B. durch Kalandern oder eine Streckbehandlung, unterworfen werden, daß die Folienstärke vermindert wird und andere Dimensionen vergrößert werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folien vor dem Austreiben des Lösungsmittels durch Kalandern in ihrer Stärke vermindert und nach dem Austreiben des Lösungsmittels nochmals dünner gewalzt oder gestreckt werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Britische Patentschrift Nr. 576658
DEC7856A 1952-07-17 1953-07-06 Verfahren zum Herstellen von mikroporoesen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen Pending DE1010267B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1010267X 1952-07-17

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ID=10867853

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DEC7856A Pending DE1010267B (de) 1952-07-17 1953-07-06 Verfahren zum Herstellen von mikroporoesen Folien od. dgl. aus thermoplastischen Stoffen

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DE (1) DE1010267B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124689B (de) * 1959-12-18 1962-03-01 Hoechst Ag Verfahren zur Verbesserung der Oberflaechenstruktur von Folien und Fasern aus linearen Polyestern
DE1138534B (de) 1958-02-17 1962-10-25 Pritchett & Gold And E P S Com Verfahren zur Herstellung poroeser kunstlederartiger Verbundfolien
DE1191560B (de) 1958-05-14 1965-04-22 Svenska Ackumulator Ab Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus feinporoesem Material, insbesondere fuer Separatoren in Akkumulatoren
DE1230199B (de) * 1961-09-13 1966-12-08 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung von Schaumstoffolien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB576658A (en) * 1942-10-17 1946-04-15 Pritchett & Gold & E P S Co Improvements relating to the manufacture of micro porous material

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