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DE557636C - Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch

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Publication number
DE557636C
DE557636C DEE36688D DEE0036688D DE557636C DE 557636 C DE557636 C DE 557636C DE E36688 D DEE36688 D DE E36688D DE E0036688 D DEE0036688 D DE E0036688D DE 557636 C DE557636 C DE 557636C
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DE
Germany
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rubber
milk
treated
water
heat
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Expired
Application number
DEE36688D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Electrical Research Products Inc
Original Assignee
Electrical Research Products Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by Electrical Research Products Inc filed Critical Electrical Research Products Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE557636C publication Critical patent/DE557636C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C3/00Treatment of coagulated rubber

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Behandlung von Kautschuk, damit derselbe unter dem fortgesetzten Einfiuß von Wasser elektrisch dauerhaft wird und Eigenschaften erhält, die für Isolationsmaterialien bei Kabeln, insbesondere bei solchen für die Sprechfrequenz- oder andere relativ hohe Frequenzübertragung, sehr wünschenswert sind: -Gemäß der Erfindung wird Rohkautschuk oder Kautschul- mehrere Stunden der Einwirkung von Wasser bei einer Temperatur von mehr als roo°, vorzugsweise von mehr als z25°, ausgesetzt und das dabei entstehende Produkt in der festen Form gewaschen. Diese Behandlung kann in bezug auf die Zeit und Temperatur beträchtliche Änderungen erfahren, und trotzdem erhält man dabei immer noch die gewünschten Eigenschaften. Man nimmt an, daß durch diese Behandlung eine physikalische Änderung eines Teiles des Proteins im Kautschuk eintritt und ein Teil des Proteins in wasserlösliche Spaltprodukte verwandelt wird; die beträchtliche Stickstoffmengen enthalten und durch das nachträgliche Waschen entfernt werden.
  • Bisher glaubte man allgemein, daß Güttapercha das einzige Material wäre, welches für die Isolierung von Seekabeln geeignet ist, über welche die Ströme mit hoher Geschwindigkeitgesendet bzw. empfangen werden.. Als Ersatz für Guttapercha sind schon andere Stoffe vorgeschlagen worden. Kautschuk in den gewöhnlichen vulkanisierten Formen ist nur für bestimmte Kabel geeignet,- die kurz sind oder bei welchen mit niedriger Geschwindigkeit gearbeitet wird.
  • Ferner ist schon der Vorschlag gemacht worden, bestimmte thermoplastische -*V.erwandlungsprodukte von- Kautschuk als-- Bestandteile einer Mischung für die Seekabeljsolation zu benutzen. Solche Verwandlungsprodukte kann man gewinnen, indem man Kautschuk mit Schwefelsäure oder einem aromatischen Abkömmling von Schwefelsäure behandelt. Wenn auch diese Verwandlungsprodukte selbst nicht die wichtigen mechanischen Eigenschaften der Guttapercha besitzen, so kann man Seekabelisölationsmschungen mit tatsächlich befriedigenden elektrischen und mechanischen Eigenschaften dadurch bekommen, daß die Verwandlungsprodukte mit gewöhnlichem Kautschuk gemischt werden.: Die Herstellung der- Verwandlungsprodukte stellt sich jedoch als ein verhältnismäßig --sorgfältig auszuführendes und teures Ver_fahr.en -klar; da es notwendig ist, die Reaktionen äußerst sorgfältig zu überwachen, rund man auch darauf sehr Obacht geben müB, daß die Reaktionsnebenprodukte entfernt werden.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Rohkautschuk in Mischung mit harten Wachsen als Seekabelisolationsmischung in Anwendung zu bringen. Diese Mischungen sind jedoch elektrisch nicht dauerhaft, und aus diesem Grunde sind dieselben auch nicht als .teilweiser Ersatz für Guttapercha für die Isolierung von Seekabeln benutzt worden.
  • Bei Versuchen, Kautschuk als Seekabelisolationsmasse zu verwenden,.' hat sich-herausgestellt,. daß Rohkautschuk in ungemischtem, nichtvulkanisiertem, . gut gewaschenem Zustande elektrisch nicht dauerhaft ist, wenn er in das Wasser getaucht wird. Werden Platten aus solchem Kautschuk in das Seewasser getaucht, so zeigt -sieh;. däß die. el.ek= trische Konstante gradweise zunimmt und' der Isolationswiderstand bis- zu einem bestimmten Punkte abnimmt, worauf dann plötzlich die Isolationseigenschaften vollkommen verschwinden.. Infolgedessen geht das Bestreben darauf hinaus, diese Neigung des Rohmaterials, daß plötzlich sämtliche Isolationseigenschaften verschwi=nden, vorerst auszumerzen, wenn nicht vulkanisierter Kautschuk den Hauptteil einer Seekäbelisolation bilden soll: Es wurde herausgefunden, daß das obenerwähnte plötzliche Verschwinden der Isolationseigenschaften bei ; dem Rohkautschuk im Wasser dem Proteinnetz zuzuschreiben ist, welches nach Ansicht " der Fachleute die Masse durchdringt. -Man ist der .Ansicht, daß" Kautschuk aus mikroskopisch kleinen Kohlenwasserstoffkügelchen besteht. Bei der Kautschuiamilch schwimmen" :die -Kohlenwasserstoffkügelchen ' getrennt im Serum herum, welches -gr6ß.e Proteinmengen enthält. Während -der Koagu--lierung@ -lilden- -.die- -Kohleawüsserstoffkiige1= -chen eine zzsammenhängende Masse, in welcher viel Protein eingeschlossen wird - und', -dünne Schichten zwischen den. Kügelchen bildet. Das eingeschlossene Protein bildet ein Netz, welches die Kohlenwasserstoffmasse durchsetzt, und 'in der Hauptsache ' dringt. das Wasser durch -die Maschen dieses Netzes ein und durchdringt die ganze -Kaufschukmasse. Ist der Kautschuk vollkommen durchnäßt, so bilden die Proteinschichten im Kautschuk Wege mit .einem" kleinen ,elektri- ' sehen Widerstand. Die Aufgabe der' Erfindung besteht nun also darin, .den Proteingehalt 'des Kautschuks beträchtlich -herabzusetzen oder zum mindesten das Netz zu zerstören, so däß -ununterbrochene Proteinwege nicht mehr .vorhanden sind. "' Es gibt schon verschiedene Verfahren, mittels welcher früher das Protein vom Kautschuk getrennt-wurde. Diese Verfahren sind jedoch nicht ohne schädliche Wirkung auf den -Kautschuk und sind bloß als Laboratoriumsversuche zu bewerten. Sie werden hauptsächlich zu dem Zweck angewendet, um die Bestandteile des Proteins oder des Kohlenwasserstoffes festzustellen. Es gelang nicht, diese Verfahren für Kautschuk in nichtvulkanisierter Form auszunutzen, der die für die Seekabelisolation geeigneten Eigenschaften besitzt. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise auf einen Aufsatz von P ü m in :e r e r in der Zeitschrift »Kautschuk«,- April 1926, Seite 25, und auch auf das Buch hplantation Rubber-and the Testing of Rubber«- von G. S. W h i t b y,- Kapitel q., hingewiesen.
  • Das Verfahren gemäß- der Erfindung ist sowohl bei Kautschuk, im Zustand von han-. delsülilichem Rohkautschuk als auch bei Kautschuk im Zustand von nichtkoagulierter Kautschukmilch benützt worden. Das Verfahren kann bei den verschiedenen Kautschuksorten und auch bei -anderen Klebstoffen, z. B. Balata und Guttapercha, in- Anwendung kommen, bei welchen, es sich-- darum handelt, den Stickstoff-- öder Piote'm"ghalt zu vermindern.
  • Der so behandelte Kautschuk wird seine Isolations- und elektrischen Eigenschaften praktisch unvermindert für eine lange Zeitdauer beibehalten, wenn er in eine dem Seewasser entsprechende- Salzlösung eingetaucht wird. Die Behandlung, bei--der ein leichtes Wäschen folgt; zeichnet sich durch eine beträchtliche Verminderung des Stickstoffgehaltes des Kautschuks aus. - - -Der aus dem erörtertenfahren gewonnene Stoff kann in .einem kleinen Mäße - Wasser absörhieren, - wobei er trotzdem seine Isolationseigenschaften- beibehält. _ Es werden -folgende- Begriffsbezeichnungen in der Beschreibung angenommen: Kautschuk bezeichnet die verschiedenen Kautschuksorten, wie sie z. B. unter den Namen Hevea, Castilloa, Buayule u. dgl.- bekannt sind, wobei die Kautschuksorten in der Form von-Käutschukmilch, `künstlicher Dispersion -oder .in fester. nichtvulkanisierter Form sein können.
  • Rohkautschuk bezeichnet die feste, nichtvulkanisierte Form "der verschieden- en Kautschuksorten. - ". - - .-Kautschukmilch bezeichnet die natürliche flüssige Form der -verschiedenen Kautschuksorten. _ Hevearohkautschuk "bezeichnet -speziell .die feste- Form des handelsüblichen Heveakautschuks. Heveakaütschukmilch bezeichnet die natürliche flüssige Form des handelsüblichen Heveakautschuks.
  • Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wurde handelsübliche Heveakautschukmilch mit Ammoniak als Konservierungsmittel in 5 Teilen Wasser pro Teil Kautschukmilch verdünnt und in einen Druckbehälter gebracht, wo die Mischung 13 Stunden bei einer Temperatur von ungefähr 1500 erhitzt wurde. Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur wurde die -Mischung mit Essigsäure koaguliert, das Koagulat entfernt, -i Stunde bei einer Temperatur von 550 gewaschen und dann bei Zimmertemperatur in Luft getrocknet. Hierbei wurde gefunden, daß der Stickstoffgehalt geringer ist als . o, i 0/a im Vergleich zu einem Gehalt von ungefähr 0,q.0/0 ,an Gewicht bei Kreppkautschuk. Die dielektrische Konstante betrug nach einem Eintauchen in eine 3,5 o%oige Kochsalzlösung ¢ Wochen lang a;6 und die spezifische Leitfähigkeit war 6 X 1o -ß Mikrohm je cis. Ein trocknes Stück dieses Stoffes enthält 95,80/0 Kohlenwasserstoff, 2550/, Harz und o;o6q. °/o Stickstoff.
  • In einem anderen Fall wurde Hevearohkautschuk in gekreppten. Platten in Wasser eines Druckbehälterseingetaucht und 24 Stunden einer Temperatur von z50° ausgesetzt. Nach dieser Hitzebehandlung wurde der Kalutschuk i Stunde gewaschen rund im Vakuum getrocknet.
  • Probestücke dieses letzteren Stoffes wurden in .eine 3,5 °/oige Kochsalzlösung eingetaucht und in wöchentlichen Zwischenräumen Untersuchungsangaben festgelegt. Andere Stücke von handelsüblichem, gekrepp. tem Heveakautschuk !und von besonders ,gewaschenem, nichtvulkanisiertem Heveakautschule wurden in gleicher Weise eingetaucht und untersucht.
  • Die Probestücke hatten die Form von Platten mit einer Dicke von 0,13 mm. Für die Untersuchung wurden sie der :Salzlösung entnommen, in gleichförmiger Weise getrocknet, zwischen runden Elektroden mit einem Durchmesser von 13 cm aufgestellt und mit einem Wechselstrom von einer Frequenz von looo Perioden pro Sekunde bei einer Temperatur von 25° und Atmosphärendruck geprüft.
  • Die Fig, i zeigt Vergleichskurven A, B und C, die entsprechend den Werten dieser Prüfstücke aufgezeichnet sind: Die Fig. i zeigt die Veränderungen der dielektrischen Konstante eines jeden Stoffes während einer Prüfdauer von ¢ Wochen. Die Kurven A, B und C zeigen weiter die Veränderung für die verschiedenen Probestücke aus Hevearohkautschuk in seiner handelsüblichen Form, aus dein besonders gewaschenen Hevearohkautschuk und aus Hevearohkautschük, der entsprechend der Erfindung hitzebehandelt und gewaschen ist. Aus der Kurve C erkennt man, daß .der gemäß der Erfindung behandelte Kautschuk nach einem Eintauchen während q. Wochen eine dielektrische Konstante besitzt, die den Wert 2;6 nicht übersteigt. Dieser Wert schneidet vorteilhaft im Vergleich zu dem Wert von Guttapercha ab.
  • Die Fg. 2 zeigt schematisch die Veränderungen des spezifischen Widerstandes, wie sie in wöchentlichen Zeitabschnitten beobachtet wurden: Die Kurven D; i; und F stellen die Werte für die drei obernerwähnten Stoffe dar. Aus der Kurve F geht hervor, daß der Isolationswiderstand des gemäß der Erfindung behandelten Probestückes nach einem vierwöchentlichen Eintauchen einen spezifischen Widerstand aufweist, der .den Wert von 1o9 Megohm je cis übersteigt: Die Fig.3 zeigt schematisch mittels der Kurven G; H und 1 die Veränderungen der spezifischen Leitfähigkeit derselben drei Stoffe. Aus der Kurve I geht klar hervor; daß das gemäß der Erfindung behandelte Probestück das bessere ist.
  • Werte, .die man in ähnlicher Weise. von Probestücken eines Kautschukproduktes erhält; das durch die Hitzebehandlung . von Heveakautschukmilch vor der Koagulierung gewonnen wird, wie dies bereits beschrieben wurde, fallen mit den Werten zusammen; für welche die Kurven C, F und I gezeichnet wurden.
  • Einzelheiten in der Behandlung des Kautschuks können je nach Art des. Kautschuks und je nach der Form oder denn Zustand, in welchen der Kautschuk behandelt wird, beträchtlich geändert -werden.
  • Man erhält leicht ein Produkt mit einem Stickstoffgehalt von weniger .als .o,2 °% und einer chemischen Nichtsättigung auf einer harzfreien Grundlage von über .9,5. % des für reinen Kautschukkohlenwasserstoff berechneten Wertes, was .durch die Jodabsorption bestimmt wird, unter der Annahme, däß ein Doppelband für jedes C5 H$ in -dem -Kautschulanolekül vorhanden ist. Es zeigt sich, das Klebrigkeit vermieden wird und die elektrischen Eigenschaften dauerhaft sind. Unter manchen Umständen besitzt das Produkt eine größere Zähigkeit .als der Rohkautschuk.
  • Der Proteingehalt. des Kautschuks kann annähernd aus seinem Stickstoffgehalt bestimmt werden.
  • Es wurde experimentell festgestellt, daß der Stickstoffverlust bei Hevearöhkautschuk, der 3 .Stunden im. Wasser hitzebehandelt und gewaschen wurde, im wesentlichen dem angewendeten Dampfdruck -innerhalb des Bereiches -von 1ä;144 -und r814¢ kg pro 6,45c1112 proportional ist. Es wurde auch gefunden,- -daß am Anfang der Behandlung der Stickstoffverlust schnell mit der Behandlungsdauer bei irgendeiner Temperatur zunimmt, und daß ferner' für Drücke von 22,6ö kg ,pro 6,q.5 cm2 ein praktisch gleichbleibender Stickstoffgehalt in ungefähr 2,4 Stunden erzielt wird, während bei höheren Drucken, angenommen bei 68,04 kg, praktisch konstante Werte in 3 bis 5 Stunden erzielt werden.
  • Wird der Kautschuk während der Hitzebehandlung übermäßigen Temperaturen, z. B. solchen, die einem Dampfdruck von g0,72 kg pro 6,45 cm! entsprechen, oder einer niedrigeren Temperatur für eine übermäßige Zeitdauer ausgesetzt, dann wird er weich und klebrig und ist infolgedessen für die Kabelisolation ungeeignet. Die Zeitgrenze bei einer bestimmten- Temperatur muß für besondere Anforderungen und für eine besondere Kautschuksorte in Abänderung der bereits erörterten Beispiele experimentell bestimmt werden. Die oben beschriebenen besonderen Vorgänge sind jedoch dafür kennzeichnend, - daß man hierdurch Materialien mit befriedigenden mechanischen Eigenschaften erhält.
  • Wird- der Stickstoffgehalt von Heveakaütschuk auf die Hälfte des Gehaltes von dem entsprechenden handelsüblichen Rohkautschtik vermindert, dann erhält man solche dauerhaften elektrischen Eigenschaften, daß das Produkt in befriedigender Weise als Bestandteil für die Seekabelisolation verwendet werden kann. Eine geringere Reduzierung kann unter Umständen genügen; wenn es sich um die Benützung in -feuchter Luft oder unter weniger streifigen Bedingungen handelt.
  • Wenn es gewünscht wird, kann ein Beschleunigungsmittel .dem Wasser vor der Hitzebehandlung beigefügt werden: Z. B. kann Kautschukmilch mit einer- i °/oigen Kochsalzlösung vor der Hitzebehandlung verdünnt werden, wodurch man eine bessere Entfernung des Stickstoffes erreicht und ferner die Kautschukmilch während der Dampfbehandlung ohne die nachfolgende Verwendung von Essigsäure koaguliert. Das Salz wird jedoch wahrscheinlich in der koagulierten Masse eingefangen. Bei der Behandlung von handelsüblicher Kautschukmilch wird der Ariimoniakgehalt als' vorteilhaft betrachtet, auch abgesehen davon, daß dadurch eine vorzeitige Koagulierung verhindert wird. Bei der Behandlung irgendeiner Kautschuksorte kann Ammoniak dem Wasser hinzugefügt werden, in dem der Kautschuk hitzebehandelt wird, wodurch die Zähigkeit des Endproduktes erhöht wird.- ° D;as von dem soweit beschriebenen Verfahren abgeleitete Produkt - ist in mechanischer Hinsicht nicht geeignet, daß- es allein für die: Kabelisolation benutzt werden könnte, da es zu nachgiebig ist; um eine Ausdehnung auf bestimmte Größen zuzulassen, und weil es ferner bei -gewöhnlichen Temperaturen leicht seine Form verliert. Geeignete Mischungen für :die Seekabelisolation kann man dadurch erhalten, indem man dieses Produkt mit harten Wachsen oder anderen ähnlichen Stoffen mischt, die bei mäßigen Temperaturen schmelzen und selbst geeignete elektrische Eigenschaften -und einen geeigneten Widerstand gegen das Eindringen von Wasser besitzen. Weitere Zusätze an Ralata öder Guttapercha erhöhen nie Zähigkeit und die plastische Eigenschaft des Materials.- Auf diese Weise kann' man Mischungen mit Eigenschaften erhalten, die dieselben für die strengsten Anforderungen bei Seekabeln geeignet machen. In ihren elektrischen Eigenschaften überragen sie die anderen vorher für diesen Zweck benutzten Materialien, und in Verbindung mit -der -Entwicklung .der neuen Belastungsmaterialien ist es möglich, lange Kabel von beträchtlicher Größe herzustellen, die für die Übertragung--der Sprechfrequenzen geeignet sind; was bisher als Wirtschaftlich nicht möglich gehalten wurde.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch, dadurch gekennzeichnet, däß der Kautschuk mehrere Stünden der Einwirkung von Wasser bei einer Temperatur von mehr als roo°; zweckmäßig -v_onmehr als r25°, ausgesetzt wird, bis im wesentlichen das . ganze Protein wasserlöslich gemacht ist, worauf der Kautschuk gründlich gewaschen wird.
  2. 2. Verfahren flach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß,der Kautschuk bei solchen Temperaturen und für einen solchen Zeitraum hitzebehandelt- - wird, ' daß ein Probestück dieses- hitzebehandelten Materials mit ,einer Stärke von i,27 rum nach Eintauchen in - einer 312 °/oigen Kochsalzlösung für . eine Zeitdauer 'von g. Wochen, eine elektrische Konstante von .weniger als .3 und. eine spezifische Leitfähigkeit -von nicht- mehr als 2o X-ro-° Mikrohm je cxns aufweist, wenn es einem Wechselstrom von .rooo Perioden pro Sekunde ausgesetzt wird. r . 3..- Verfahren nach Anspruch.z oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Natriumchlörid in -einer Menge von beispielsweise i % zu der Flüssigkeit hinzugefügt wird, mit welcher der Rohkautschuk behandelt wird. q:. Verfahren nach Anspruch r; dadurch gekennzeichnet, daß irgendeine Kautschuksorte mit verdünntem Ammoniak in einem Autoklaven bei über zoo° erhitzt wird,. und daß, falls erforderlich, der Kautschuk durch Koagulationsmittel, z. B. .Essigsäure, getrennt wird.
DEE36688D 1927-08-24 1927-12-25 Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch Expired DE557636C (de)

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