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DE1157030B - Vogelabschreckmittel - Google Patents

Vogelabschreckmittel

Info

Publication number
DE1157030B
DE1157030B DEF35784A DEF0035784A DE1157030B DE 1157030 B DE1157030 B DE 1157030B DE F35784 A DEF35784 A DE F35784A DE F0035784 A DEF0035784 A DE F0035784A DE 1157030 B DE1157030 B DE 1157030B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheat
untreated
treated
benzoquinone
bowl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF35784A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hugo Malz
Dr Guenther Hermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF35784A priority Critical patent/DE1157030B/de
Publication of DE1157030B publication Critical patent/DE1157030B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N35/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. aldehyde radical
    • A01N35/06Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. aldehyde radical containing keto or thioketo groups as part of a ring, e.g. cyclohexanone, quinone; Derivatives thereof, e.g. ketals

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Vogelabschreckmittel Zum Schutze des Saatgutes gegen Vogelfraß besonders durch Krähen und Fasanen werden in der Landwirtschaft neben optisch abschreckend wirkenden Farbstoffen seit langem übelrnechende oder -schmeckende Substanzen verwendet. Später erkannte man die Abschreckwirkung von Anthrachinon auf Krähen. Die bei der Isolierung des Gammaisomeren des Hexachlorcyclohexans anfallenden Produkte sind in dieser Richtung ebenfalls wirksam, und zwar vor allem gegen Tauben und Sperlinge.
  • Es wurde nun gefunden, daß Chinonthioäther der allgemeinen Formel O Rr 111 #-- (g - R)n RZ ' O in hervorragender Weise als Vogelabschreckmittel geeignet sind.
  • In vorgenannter Formel steht R für einen Dodecylrest oder gegebenenfalls chlorierten Phenylrest; 2g R1 und R2 bedeuten Wasserstoff oder können auch gemeinsam einen anellierxen carbocyclischen Ring bilden. Der Index n hat den Wert 1 oder 2.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden Chinonthioäther werden z. B. durch Einwirkung von Thiolverbindungen, insbesondere Merkaptanen auf Chinone erhalten. So entsteht z. B. bei der Umsetzung von 2 Mol p-Benzochinon mit 1 Mol Phenyhnerkaptan neben Hydrochinon der p-Benzochinon-phenylthioäther.
  • Die Reaktion verläuft im Sinne folgender Gleichung: Die Addition von Merkaptanen an chmoide Verbindungen ist aus der Literatur bekannt und in zahlreichen Varianten hinsichtlich der Chinon- sowie der Thiolkomponente beschrieben worden. Unter bestimmten Reaktionsbedingungen gelingt es auch, solche Chinonthioäther herzustellen, die pro Chinongruppe mehrere Thioätherreste im Molekül enthalten. Die Chinonthioäther fallen im allgemeinen in kristalliner Form und mit guten Ausbeuten an. Sie sind ungiftig gegenüber Warmblütern und besitzen keine bioziden Eigenschaften, so daß ihre Anwendung als Vogelabschreckmittel ohne Gefährdung von Mensch und Nutztier erfolgen kann, wobei die Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen nicht erforderlich ist, was zweifellos einen erheblichen technischen Vorteil darstellt. In dieser Hinsicht zeichnen sich die erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoffe im Vergleich zu den bisher für diesen: Zweck eingesetzten Verbindungen, die zum Teil recht toxisch gegenüber Warmblütern sind, durch eine eindeutige Überlegenheit aus.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung näher: Beispiel 1 Zwei Tauben, die gemeinsam in. einem Käfig untergebracht waren, konnten 2 Tage lang zwischen zwei Weizenproben (je 60 g) wählen, von denen eine mit 0,0611/o Benzochinon-phenylthioäther in Form eines 30o/oigen Beizpulvers behandelt, die andere mit der gleichen Menge Talkum versetzt war. In nachfolgender Tabelle sind die Ergebnisse. fünf aufeinanderfolgender Versuche mit verschiedenen Taubenpaaren zusammengestellt:
    Gefressene Menge an Weizen
    Versuch (in Gramm)
    Nr. j unbehandelt (mit
    behandelt ` Talkum versetzt)
    1 0 ! 38
    2 0 1.4
    3 1 i 60
    4 0,5 i 60
    5 0 60
    Beispiel 2 Bei der gleichen Versuchsanordnung wie im Beispiel 1 wurden unter Verwendung von 0,05% Benzochinon-phenylthioäther folgende Ergebnisse erhalten:
    Gefressene Menge an'Weizen
    Versuch (in Gramm)
    Nr. ' unbehandelt (mit
    behandelt Talkum versetzt)
    1 0 I 40
    2 , 0 34
    Beispiel 3 In der am Beispiel 1 beschriebenen Versuchsanordnung fraßen die beiden Tauben bei Verwendung von 0,06% Benzochinon-4-chlorphenylthioäther folgende Mengen an Weizen:
    Gefressene Menge an Weizen
    Versuch (in Gramm)
    Nr. unbehandelt (mit
    behandelt Talkum versetzt)
    1 0 50
    2 7 42
    3 0 43
    Beispiel 4 Bei Verwendung von Benzochinon-n-dodecylthioäthes fraßen die Tauben unter den im Beispiel 1 beschriebenen Versuchsbedingungen von dem mit 0,0611/o der, genannten Substanz behandelten Weizen 5 g, vom unbehandelten 52 g.
  • Beispiel 5 Versetzte man das Taubenfutter mit 0,06% Benzochinon-2,5 bis-(phenylthioäther), so wurden von der behandelten Probe 0, von der unbehandelten dagegen 50 g gefressen (Versuchsanordnung wie im Beispiel 1 beschrieben).
  • Beispiel 6 Von Weizen, der mit 0,0611/o Naphthochinon-2-pentachlorphenylthioäther behandelt war, fraßen die Tauben unter den gleichen Versuchsbedingungen wie im Beispiel 1 0,5 g, von der unbehandelten Ver-Rleichsprobe dagegen 38 g.
  • Beispiel 7 Weizenkörner wurden mit einem Saatgutpuder behandelt, der neben dem Vogelabschreckmittel (0,05% Benzochinon-phenylthioäther) noch eine fungizid wirksame Quecksilberverbindung und als insektiziden Wirkstoff Hexachlorbenzol enthielt (Kombinationsbeizmittel). Im Käfigversuch an Tauben beobachtete man folgendes Fraßergebnis:
    Gefressene Menge an Weizen
    Versuch (in Gramm)
    Nr. unbehandelt (mit
    behandelt Talkum versetzt)
    1 0 60
    2 1 42
    3 3,5 37
    Beispiel 8 In einer 2 - 5 m großen und 2,5 m hohen Voliere konnten Sperlinge 24 Stunden lang zwischen behandelten und unbehandelten Weizenproben wählen. Vier Schalen, die je 50g mit 0,05% Benzochinonphenylthioäther behandelten Weizen enthielten, standen in einem Kreis angeordnet abwechselnd mit vier Schalen, in denen sich je 50 g nur mit Talkum gebeizter Weizen befand. Aus den einzelnen Schalen wurden folgende Mengen Futter gefressen:
    Gefressene Menge Weizen (in Gramm)
    Schale Nr. 1 (behandelt) ............ 2
    Schale Nr. 3 (behandelt) ............ 0
    Schale Nr. 5 (behandelt) ............ 2
    Schale Nr. 7 (behandelt) ............ 1
    Schale Nr. 2 (unbehandelt) .......... 10
    Schale Nr. 4 (unbehandelt) .......... 10
    Schale Nr. 6 (unbehandelt) .......... 17
    Schale Nr. 8 (unbehandelt) .......... 14

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Vogelabschreckmittel, enthaltend Chünonthioäther der allgemeinen Formel in der R für einen Dodecylrest oder gegebenenfalls chlorierten Phenylrest steht und n gleich 1 oder 2 ist, während R1 und R2 Wasserstoff bedeuten oder gemeinsam auch einen anellierten carbocyclischen Ring bilden können.
DEF35784A 1962-01-16 1962-01-16 Vogelabschreckmittel Pending DE1157030B (de)

Priority Applications (1)

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DEF35784A DE1157030B (de) 1962-01-16 1962-01-16 Vogelabschreckmittel

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DEF35784A DE1157030B (de) 1962-01-16 1962-01-16 Vogelabschreckmittel

Publications (1)

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DE1157030B true DE1157030B (de) 1963-11-07

Family

ID=7096155

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF35784A Pending DE1157030B (de) 1962-01-16 1962-01-16 Vogelabschreckmittel

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DE (1) DE1157030B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2720149A1 (de) * 1977-05-05 1978-11-16 Hermann Priester Geraet zum entasten lebender baeume
AT391055B (de) * 1983-08-24 1990-08-10 Southwest Res Inst Verfahren zum abwehren von voegeln von einer oberflaeche und eine zusammensetzung zur durchfuehrung dieses verfahrens
WO1996022972A1 (en) * 1995-01-23 1996-08-01 Neste Oy Method for the preparation of substituted quinones and hydroquinones
US7718722B2 (en) 2000-11-21 2010-05-18 Flexsys America L.P. Alkylthio- and aryl(heteroyl)thio-substituted p-phenylenediamines, their manufacture and their use in rubber

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2720149A1 (de) * 1977-05-05 1978-11-16 Hermann Priester Geraet zum entasten lebender baeume
AT391055B (de) * 1983-08-24 1990-08-10 Southwest Res Inst Verfahren zum abwehren von voegeln von einer oberflaeche und eine zusammensetzung zur durchfuehrung dieses verfahrens
WO1996022972A1 (en) * 1995-01-23 1996-08-01 Neste Oy Method for the preparation of substituted quinones and hydroquinones
US7718722B2 (en) 2000-11-21 2010-05-18 Flexsys America L.P. Alkylthio- and aryl(heteroyl)thio-substituted p-phenylenediamines, their manufacture and their use in rubber

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