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DE1148221B - Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen

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Publication number
DE1148221B
DE1148221B DEE19226A DEE0019226A DE1148221B DE 1148221 B DE1148221 B DE 1148221B DE E19226 A DEE19226 A DE E19226A DE E0019226 A DEE0019226 A DE E0019226A DE 1148221 B DE1148221 B DE 1148221B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
alcohols
oxo
acid
distilled
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE19226A
Other languages
English (en)
Inventor
Rhea N Watts
David E Gensheimer
Joseph K Mertzweiller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1148221B publication Critical patent/DE1148221B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/88Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen, die durch Carbonylierung oder mit Hilfe von Metallalkylen hergestellt worden sind und etwa 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent Carbonylverbindungen enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Alkohole mit einer Lewis-Säure behandelt, wobei die Carbonylverunreinigungen in höhersiedende Stoffe umgewandelt werden, worauf die so behandelten Produkte nach Neutralisieren und Waschen destilliert werden. Die erfindungsgemäß gereinigten Alkohole eignen sich zur Herstellung von praktisch farblosen Weichmacherestern.
  • Die immer wachsende Verwendung von Kunststoffen wie Vinylchloridpolymere oder -copolymere, Polyvinylacetat, Celluloseester, Acrylat- und Methacrylatharze, Kunstkautschukarten wie die Emulsionsmischpolymeren von Butadien, Styrol und Acrylnitril oder die Mischpolymeren von Isobutylen mit geringen Mengen eines Diolefins wie Isopren führte zu einer starken Nachfrage nach geeigneten Weichmachern. Organische verzweigtkettige Alkylester, vor allem Alkylester der Phthalsäure und insbesondere Octyl- und Decylphthalate sowie die entsprechenden Ester von Maleinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Glycolsäure, Sebazinsäure oder deren Anhydride, sind als brauchbare Weichmacher für die oben erwähnten makromolekularen Materialien bekannt. Die Phthalsäureester sind jedoch kennzeichend für die erwähnte Gruppe; Verfärbungsprobleme, die sich aus der Benutzung verunreinigter Alkohole ergeben, werden unbeachtet der jeweils bei der Veresterung benutzten dibasischen Säure beobachtet. Im allgemeinen findet also zur Herstellung von Weichmacherestem eine Veresterung zwischen einer organischen dibasischen Säure und/oder ihrem Anhydrid mit dem gewünschten Alkohol statt.
  • Die obigen Weichmacherester werden im allgemeinen durch Veresterung eines geeigneten Alkohols, z. B. eines C6- bis C16-Alkohols, mit einem sauren Reaktionsmittel wie Phthalsäure, deren Anydrid oder einem der oben aufgeführten sauren Reaktionsmittel hergestellt. Der Alkohol wird in stöchiometrischen Mengen bis zu starkem Überschuß verwendet und nach einem der bekannten Verfahren in Gegenwart einer Säure, wie Schwefelsäure, Benzolsulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure u. ä., als Katalysator erhitzt. Wahlweise können Säure und Alkohol bei höheren Temperaturen umgesetzt werden, ohne daß ein Katalysator vorhanden ist, oder manchmal auch in Gegenwart einer sehr geringen Katalysatormenge. Um das Wasser bei niedrigeren Temperaturen zu entfernen, können bei der Reaktion Schlepper oder azeotropbildende Substanzen benutzt werden. Normalerweise benutzte Schlepper sind niedrigsiedende Aromaten wie Benzol, Toluol, Xylol und ähnliche Paraffinkohlenwasserstoffe mit günstigen Siedepunkten, beispielsweise Hepten und Octan oder Olefine wie Diisobutylen usw. Andere Säuren und Alkohole sind als Reaktionsmittel bekannt und im umfangreichen Stand der Technik ausführlich dargelegt.
  • Eine der Hauptschwierigkeiten, denen man bei der Herstellung von Weichinacherestern, vor allem bei der Verwendung von C8- und Cl0-Alkoholen begegnet, ist die Tatsache, daß es selbst bei Benutzung von Reaktionsmitteln mit einem verhältnismäßig hohen Reinheitsgrad nicht gelingt, farblose Produkte herzustellen. Es ist schon einige Zeit bekannt, daß Schwefelverunreinigungen zu verfärbten Esterprodukten führen, und neuerdings wurde gefunden, daß Carbonylverbindungen, wie Aldehyde, selbst in sehr geringen Mengen die Farbe des Ester-Endproduktes deutlich beeinträchtigen. Um der durch diese Verunreinigungen entstehenden Farbbeeinträchtigung entgegenwirken, werden bei vielen betrieb srnäßigen Veresterungsverfahren gemäßigte Bedingungen ange wendet und das Reaktionsmedium wird sorgsam überwacht. Es wird statt Schwefelsäure oft schwache p-Toluolsionsäure benutzt, und das Reaktionsgemisch wird durch CO2 oder andere inerte Gase abgeschirmt und dadurch frei von Sauerstoff gehalten. Selbst unter gemäßigten Bedingungen ergibt ein Alkohol schlechterer Qualität ein verfärbtes Esterprodukt. Andererseits führt eine thermische Veresterung auf Grund der Verunreinigungen in den Reaktionsmitteln zu einer Farbbeeinträchtigung des Produktes. Da kein Katalysator benutzt wird, werden notwendigerweise höhere Temperaturen angewendet, was je nach der Menge der vorhandenen Verunreinigung ein wenig zufriedenstellendes Produkt ergibt.
  • Man hat bereits wasserlösliche aliphatische Alkohole durch Behandlung mit Alkalilösungen während der Destillation im Gegenstrom gereinigt.
  • Alkohole mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen zur Herstellung von Weichmacherestern sind wasserunlöslich und werden in erster Linie durch Oxosynthese oder Carbonylierung gewonnen; dabei wird ein Olefin in Gegenwart eines Katalysators, normalerweise eines Kobaltsalzes, bei erhöhter Temperatur und Druck mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff umgesetzt, und es entsteht ein Aldehyd, der ein C-Atom mehr besitzt als das Ausgangsolefin. Diesen Aldehyd hat man bereits durch Behandlung mit festen oder in organischen Lösungsmitteln ganz oder teilweise gelösten organischen oder anorganischen Säuren oder sauren Salzen von organischen Metallverbindungen befreit bzw. durch Behandlung mit Wasser oder verdünnten Säuren im Gegenstrom entkobaltiert und entacetalisiert. Dieser Aldehyd wird anschließend zu dem entsprechenden Alkohol hydriert. Während man die Schwefelverunreinigungen, die durch das Olefin oder den Hydrierungskatalysator usw. in den Oxoalkohol gelangt sind, wirksam durch Behandlung mit Alkalialkoholaten, festen Alkalien oder alkoholischen Lösungen von Alkalien bei erhöhten Temperaturen entfernt hat oder auch für die Entfernung von sauren, scwefelhaltigen Verunreinigungen und Ameisensäureestern aus Oxoalkoholen eine Behandlung mit einer wäßrigen Lösung eines Allcalihydroxyds vorgeschlagen hat, enthält der als Endprodukt erhaltene Alkohol auch nach gründlicher Destillation im allgemeinen noch so viele Verunreinigungen, daß die Farbeigenschaften der daraus hergestellten Ester ernstlich beeinträchtigt werden. Der Ausdruck »Carbonylverbindung« wird hier zur Bezeichnung von gesättigten oder ungesättigten Verbindungen benutzt, die einen
    0
    -Rest
    enthalten, sowie von solchen Verbindungen, die ohne Schwierigkeiten aldehydische Verbindungen bilden.
  • Oxoalkohole enthalten selbst nach gründlicher Fraktionierung im allgemeinen noch 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent Carbonylverbindungen. Dimere Alko hole, die durch ein modifziertes Oxoverfahren hergestellt wurden, eignen sich ebenfalls gut als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Estern, und auch dabei treten dieselben Verunreinigungsprobleme auf wie bei gewöbnlichen ;uOxoalkoholen. Oxooctyl- alkohol, im allgemeinen »Isooctylalkohol« genannt, besteht zu einem größeren Teil aus Dimethyl-1-hexanol und zu einem kleineren Teil aus Methyl-1-heptanol sowie aus kleineren Mengen verschiedener verzweigtkettiger Alkohole. Auch Oxodecylalkohol ist aus verschiedenen Isomeren zusammengesetzt; doch besteht er vor allem aus primären Trimethylheptanolen.
  • Andere bei der Veresterungsaktion verwendbare, erfindungsgemäße Oxoalkohole sind Isohexyltridecylalkohol und dergleichen. Obgleich ein einzelnes Isomeres von dem Oxoprodukt getrennt werden kann, ist dies nicht üblich. Die Oxoalkohole werden fast immer in der Isomerenzusammensetzung benutzt, die bei der Carbonylierungssynthese entsteht. Eine Aufzählung typischer isomerer Alkohole, die beim Oxoprozeß anfallen, findet sich in einem Buch mit dem Titel »Higher Oxo Alcohols« von Hatch, veröffentlicht von Enjay Co., 19S7, auf S. 7.
  • Von industrieller Bedeutung ist die Herstellung von zur Bildung von Weichmachern geeigneten Alkoholen mit Hilfe von Metallalkylen. Dieses noch verhältnismäßig neue Verfahren besteht im Prinzip in der Anlagerung von Äthylen oder einem anderen Olefin an ein Metallalkyl wie Aluminiumtriäthyl oder Aluminiumtriisobutyl, wobei Aluminiumtrialkylverbindungen mit einem hohen Molekulargewicht entstehen; diese wiederum können zu den entsprechenden Aluminiumalkoholaten oxydiert und schließlich hydrolysiert werden, so daß der Alkohol gewonnen wird. Auch die mit Hilfe dieses neuen Verfahrens gewonnenen Alkohole enthalten beträchtliche Mengen Carbonylverbindungen, die sich von dem Alkohol entweder überhaupt nicht oder nur durch kostspielige Methoden trennen lassen. Alternierend kann das Metallalkyl direkt durch die Reaktion von Olefinen mit Metall und H2 hergestellt werden. Ein Metallalkyl dieser Art kann in der oben beschriebenen Weise leicht in Alkohole umgewandelt werden. Zu dieser Erfindung gehört die Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen, die die obenerwähnten Verunreinigungen enthalten, unabhängig davon, wie die Alkohole hergestellt werden.
  • Es ist daher erstes Ziel der Erfindung, Alkohole von Carbonylverunreinigungen zu befreien, um dadurch vor allem die Herstellung von Weichmacherestern mit verbesserten Farbeigenschaften zu ermöglichen.
  • Um die Beschreibung nicht unverhältnismäßig auszudehnen, wird zwecks genauer Erläuterung einiger Möglichkeiten zur Alkoholgewinnung auf die USA.-Patentschnft 2637746 von Parker verwiesen, in der das Oxoverfahren ausführlich beschrieben ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch Carbonylverbindungen verunreinigte Alkohole und vor allem Oxoalkohole, die im allgemeinen 6 bis 16 Kohlenstoffatome enthalten, durch die Behandlung mit Lewis-Säuren gereinigt oder aufgearbeitet werden können. Der Ausdruck »Lewis-Säure« ist dem Fachmann bekannt; er umfaßt im allgemeinen 1 Halogenide von Obergangsmetallen wie Aluminiumchlorid, Zinnchlorid, Zinnhalogenid, Eisenchlorid und Zinkchlorid. Weitere Lewis-Säuren, die ebenfalls in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden können, sind Bortrifluorid, Eluorwasserstoflsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und Phosphorpentoxyd. Welche Reaktion bei dieser Entfernung von Verunreinigungen abläuft, ist nicht bekannt; doch wird angenommen, daß die Verunreinigungen des Alkohols bei Berührung mit den Lewis-Säuren unter erhöhten Temperaturen Verbindungen mit einem höheren Siedepunkt bilden, die ohne weiteres durch Destillation von dem Alkohol getrennt werden können. Um eine ausreichende Entfernung von Carbonylverbindungen zu bewirken, müssen vorzugsweise mindestens 15 Minuten bis etwa 4 Stunden lang 0,5 bis 50 g Lewis-Säure pro 11 Alkohol, vorzugsweise 5 bis 30g pro Liter, bei Temperaturen zwischen Umgebungstemperaturen und dem Siedepunkt von Alkohol verwendet werden. Die bevorzugte Temperatur liegt bei 16 bis 270. Diese Bedingungen richten sich nach der in dem Alkohol vorhandenen Menge an Carbonylverbindungen.
  • Während die Behandlung des verunreinigten Alkohols mit einer Lewis-Säure die Farbe des Alkohols an sich nicht unbedingt verändert, wird die Farbe des Ester-Endproduktes, beispielsweise Dialkylphthalat, beträchtlich verbessert im Vergleich zu einem Alkohol-Reaktionsmittel zunächst der gleichen Ausgangsqualität, das nicht behandelt wurde. Da dieses Mittel eine Säure ist und selbst auch eine Verunreinigung darstellt, wird es am besten neutralisiert und mit wäßriger Lauge und Wasser in üblicher Weise aus dem Alkohol ausgewaschen. Dann wird das Produkt fraktioniert, und es wird ein Alkohol von sehr hoher Reinheit gewonnen, der nur in geringem Maße oder überhaupt keine Farbkörper bildet, wenn er verestert wird.
  • Um die Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu erläutern, wird auf die folgenden Beispiele 1 bis 3 verwiesen, in denen ein Vergleich zwischen dem erfindungsgemäßen Lewis-Säure-Verfahren, überhaupt keiner Behandlung und einfacher Hitzeeinwirkung bei C6- bis C,0-Alkoholen gegeben wird.
  • Beispiel 1 Ein Carbonylverunreinigungen enthaltender C6-Oxoalkohol wurde in drei Proben geteilt. Die erste Probe wurde einfach destilliert, wie es allgemein üblich ist. Die zweite Probe wurde 4 Stunden lang auf 1490 C erhitzt und unter den gleichen Bedingungen wie die Probe Nr. 1 destilliert. Die dritte Probe wurde mit 20 g BF3 pro Liter bei Zimmertemperatur behandelt, 4 Stunden lang auf 1490 C erhitzt und destilliert. Die Alkohole wurden unter üblichen Bedingungen, d. h. bei 126 bis 1600 C und mit 4 g Schwefelsäurekatalysator pro Liter, mit Phthalsäureanhydrid verestert.
    Ester
    Probe Behandlung farbe
    C,-Oxoalkohol keine (destilliert) 0,75
    Cfi-Oxoalkohol erhitzt, destilliert 0,26
    C,-Oxoalkohol BF3, erhitzt, destilliert 0,22
    Die Esterfarbe ist in Farbwerten angegeben, die mit Hilfe eines Colorimeters nach Bausch und Lomb bei einer Wellenlänge von 447 mm gegen destilliertes Wasser gemessen wurden. Um annähernd einen Eindruck der in Frage kommenden Farben zu geben: 0,75 ist ein Ester von dunkelbrauner Farbe, 0,26 hat eine deutlich hellgelbe Färbung, während 0,18 dem bloßen Auge als wasserhell erscheint.
  • Beispiel 2 Ein Carbonylverunreinigungen enthaltender C10 -Oxoalkohol wurde in drei Proben geteilt. Die erste Probe wurde einfach in üblicher Weise destilliert, und der Alkohol wurde unter üblichen Bedingungen, d. h. bei 130 bis 1720 C und mit 3,7 g Schwefelsäurekatalysator pro Liter, mit Phthalsäureanhydrid verestert. Die zweite Probe wurde 4 Stunden lang auf 1490 C erhitzt und unter genau den gleichen Bedingungen wie die erste Probe destilliert. Die dritte Probe wurde bei 1040 C mit 20 BF3 pro Liter behandelt, 4 Stunden lang auf 1490 C erhitzt und destilliert, wobei sich folgende Ergebnisse zeigten:
    Probe | Behandlung Ester-
    C1O-Oxoalkohol keine (destilliert) 0,67
    C1O-Oxoalkohol erhitzt, destilliert 0,30
    C1O-Oxoalkohol All3, erhitzt, destilliert 0,22
    Beispiel 3 Ein roher ClO-Oxoalkohol, der durch Oxosynthese aus einem Cg-Olefin hergestellt war, wurde zunächst stabilisiert, indem leichte Bestandteile, die Kohlenwasserstoffe wie Olefin- und Paraffinkohlenwasserstoffe enthielten, entfernt wurden. Dieser Alkohol wurde sodann in zwei Proben geteilt.
  • Die Probe Nr. 1 wurde 4 Stunden lang auf 1490 C erhitzt und destilliert. Die Probe wurde bei Zimmertemperatur mit 20 g All.3 pro Liter behandelt und destilliert; die Ergebnisse:
    Probe Behandlung Ester
    Clo-Alkohol erhitzt und destilliert 0,234
    C10-Alkohol mit AlCl behandelt, 0,190
    destilliert
    Aus den obigen drei Beispielen wird deutlich, daß durch Erhitzen und Destillieren ein Alkohol erhalten wird, der in der Qualität etwas besser ist als das Ausgangsprodukt. Die endgültig erhaltenen Esterfarben ohne Behandlung mit einer Lewis-Säure, d, h. also 0,26, 0,30 und 0,234, liegen jedoch deutlich über den erfindungsgemäß erzielbaren, da sie dem Auge deutlich gelb erscheinen. Der mit BF3 und AlCl3 behandelte Alkohol ergab Esterfarben mit den Farbwerten 0,22 und 0,190, d. h., sie waren schon fast wasserklar, wenn sie auch noch etwas erkennbare Farbe aufwiesen. In den Beispielen wurden äußerst minderwertige Alkohole benutzt, um die Behandlung mit Lewis-Säure in ihrer Wirksamkeit zu untersuchen.
  • Um die Wirkung einer Behandlung mit Lewis-Säure auf die Verunreinigungen in dem Alkohol und vor allem in bezug auf die Esterfarbe aufzuzeigen, wird auf die folgende Tabelle verwiesen, welche die Behandlung eines Decylalkohols vor der Endfraktionierung, doch nach der Entfernung von Kohlenwasserstoffen und leichten Bestandteilen wiedergibt.
    Behandlung Abgestreifter Alkohol
    Carbonyls Esterfarbe
    Keine 0,251 0,398
    Behandelt mit AlCl5
    30 g/l, 2 Stunden bei
    210 C 0,020 0,215
    10 gil, 2 Stunden bei
    210 C 0,022 0,190
    5 g/l, 2 Stunden bei
    210 C 0,034 0,200
    1 Genauigkeitsgrenzen bei den obigen Tests sind für Carbonyl + 0,02 und für die Esterfarbe + 0,02.
  • Es ist selbstverständlich, daß entweder der fertige Alkohol, der aus der letzten Fraktionierkolonne der üblichen Oxo-Anlage kommt, der Behandlung mit Lewis-Säure unterworfen wird oder daß - wie im einzelnen später ausgeführt wird - der Alkoholstrom, der die Stabilisierungsanlage verläßt und von Kohlenwasserstoff und anderen leichten Bestandteilen befreit ist, behandelt wird, bevor er in die letzte Fraktionierkolonne geleitet wird. Im allgemeinen kommt die Beschickung der Stabilisierungsanlage direkt aus der Hydrierungsanlage.
  • Um ein vollständiges Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus Oxoalkohol oder zu dessen Aufbesserung zu erläutern, wird auf die Zeichnung verwiesen, die ein vereinfachtes Fließschema eines bestimmten Verfahrens, das auch die erfindungsgemäße Säurebehandlung umfaßt, darstellt. In dieser Zeichnung stellt die Linie 1 die Alkoholbeschickungsleitung aus der Hydrierungsvorrichtung der Oxoanlage dar. Dieser Strom enthält rohen Oxoalkohol, der durch größere Mengen Kohlenwasserstoff, Aldehyde und Polymere mit hohem Siedepunkt verunreinigt ist. Die Stabilisieranlage gibt Kohlenwasserstoff und andere leicht siedende Verbindungen durch die Leitung 3 ab und liefert durch die Leitung 4 verhältnismäßig reinen Oxoalkohol. Der Alkohol in der Leitung 4 jedoch enthält nicht nur monomeren Alkohol, also C8-Alkohol aus einem C7-Olefin, sondem ebenso dimere und trimere Produkte mit hohem Molekulargewicht, die manchmal als Oxo-Rückstände bezeichnet werden. Die vom Boden abströmende Flüssigkeit gelangt aus dem Stabilisiergerät in einen Behälter 5, der mit einem Rührwerk oder mit einer anderen Vorrichtung zur gründlichen Vermischung von festen und flüssigen Stoffen ausgerüstet ist; in diesem Behälter wird während eines Zeitraumes von t/2 bis 3 Stunden in einem Verhältnis von 5 bis 30 g/l bei einer Temperatur von vorzugsweise 15 bis 260 C AlCl3 mit dem Alkohol gemischt. Der behandelte Alkohol wird durch die Leitung 6 in einen Waschturm 7 transportiert, der aus mehreren Abschnitten bestehen kann, so daß mehrmaliges Auswaschen mit verdünntem Ätzmittel und Wasser möglich ist, wodurch AlCl3 oder andere vorhandene Lewis-Säuren entaktiviert und entfernt werden. Das gewaschene Produkt wird durch die Leitung 8 in die Trockensäule 9 geleitet, die beliebig gestaltet sein kann. Eine rationelle und einfache Arbeitsweise ist die stufenweise Phasentrennung mit einer Abstreif- vorrichtung zur Entfernung von restlichem Wasser über Kopf durch die Leitung 10. Die wäßrige Schicht von den Wasserwaschungen wird durch die Leitung 11 abgezogen, und praktisch wasserfreier Alkohol wird durch die Leitung 12 der Fraktionieranlage 13 zur abschließenden Behandlung zugeleitet.
  • Es ist von Vorteil und manchmal erforderlich, feste Stoffe, wie z. B. Tonerde usw., vor der Fraktionierung zu entfernen, was durch jedes bekannte Filtrierverfahren geschehen kann. Die Fraktioniersäule, die 10 bis 50 Platten enthalten kann, trennt die schweren Rückstände durch die Leitung 14 ab und liefert durch die Leitung 15 den gereinigten, von unerwünschten Zusätzen befreiten Alkohol. Es wurden keine Arbeitstemperaturen für die Fraktionier- und Stabilisieranlage angegeben, da diese natürlich von den besonderen zu behandelnden Alkoholen abhängen. Bei einem ClB-Oxoalkohol kann die Kopffraktion zwischen 215 und 2380 C und die Bodenfraktionen bei 2380 C und höher sieden. Bei Alkoholen mit 6 und 8 Kohlenstoffatomen liegen die Grenzen entsprechend niedriger. Vorzugsweise wird diese Behandlung bei Raumtemperatur, beispielsweise bei 15 bis 270 C durchgeführt, um das Einwirken des Mittels auf die Aldehydkomponenten zu beschränken.
  • Das obige Verfahren bietet einen neuen Weg, um auftretende Schwierigkeiten bezüglich Qualität und Reinheit von Alkoholen zu überwinden, vor allem wenn diese Alkohole als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Weichmacherestern verwendet werden sollen. Die Mittel für diese Behandlung sind im allgemeinen sehr billig. Sie können in schon vorhandenen industriellen Anlagen verwendet werden, ohne daß größere Kosten für die Ausstattung entstehen. Das Produkt, das bei diesem Verfahren erhalten wird, ist nicht nur von Verunreinigungen an farbblinden Körpern befreit, sondern weist noch zusätzlich den Vorteil auf, daß es keine Zusatz-Fremdstoffe, wie z. B. die verschiedenen chemischen Reduktionsmittel, enthält.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen, die durch Carbonylierung oder mit Hilfe von Metallalkylen hergestellt worden sind und etwa 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent Carbonylverbindungen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkohole mit einer Lewis-Säure behandelt, wobei die Carbonylverunreinigungen in höhersiedende Stoffe umgewandelt werden, worauf die so behandelten Produkte nach Neutralisieren und Waschen destilliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lewis-Säure Aluminiumchlorid, Bortrifluorid oder Zinkchlorid verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lewis-Säure in Mengen von etwa 5 bis 30 g pro Liter Alkohol verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 814 739, 953 606; USA.-Patentschriften Nr. 2753 297, 2626284.
DEE19226A 1959-04-21 1960-04-20 Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen Pending DE1148221B (de)

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