DE1232125B - Stabilisierung eines niederen Dialkylketons - Google Patents
Stabilisierung eines niederen DialkylketonsInfo
- Publication number
- DE1232125B DE1232125B DEE26228A DEE0026228A DE1232125B DE 1232125 B DE1232125 B DE 1232125B DE E26228 A DEE26228 A DE E26228A DE E0026228 A DEE0026228 A DE E0026228A DE 1232125 B DE1232125 B DE 1232125B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ketone
- acidity
- color
- ppm
- acid
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
- C07C45/78—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
- C07C45/86—Use of additives, e.g. for stabilisation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Anti-Oxidant Or Stabilizer Compositions (AREA)
- Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-10
Nummer: 1232125
Aktenzeichen: E 26228IV b/12 ο
Anmeldetag: 16. Januar 1964
Auslegetag: 12. Januar 1967
Die Erfindung betrifft die Stabilisierung eines Dialkylketons mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen gegen
Verfärbung und Sauerwerden und ist gekennzeichnet durch die Verwendung von etwa 0,0001 bis etwa
0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Keton, an Ascorbinsäure, Zitronensäure oder eines Gemisches
dieser Verbindungen mit Di-tert.butyl-p-cresol.
Vorzugsweise werden 50 bis 100 ppm, besonders 5 bis 30 ppm Stabilisierungsmittel verwendet. Stabilisatorgemische
zeigen einen synergistischen Effekt.
Es sind bereits Verfahren zur Stabilisierung von Ketonen bekannt. Beispielsweise beschreibt die belgische
Patentschrift 614 972 ein Verfahren, bei welchem die Ketone unter erhöhtem Druck hydriert und danach
die höhersiedenden Materialien abdestilliert werden; bei einem in der USA.-Patentschrift 2 826 537 beschriebenen
Verfahren werden den Ketonen Amine zugesetzt, worauf das Gemisch nach längerer Behandlungszeit
destilliert wird. Demgegenüber vermeidet die Erfindung die bei den bisherigen Verfahren erforderliche Destillation.
Dialkylketone mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen werden industriell durch katalytische Dehydrierung
von sekundären Alkoholen hergestellt. Beispielsweise kann Methyläthylketon durch Dehydrierung von
sekundärem Butylalkohol bei 316 bis 516° C in Gegenwart eines Oxyds eines Metalls der II. Gruppe des
Periodensystems vorzugsweise auf einem Träger hergestellt werden. Es sind auch noch andere Katalysatoren
zur Durchführung dieser Umsetzung bekannt. Es können auch andere Dialkylketone durch Dehydrierung
entsprechender sekundärer Alkohole, z. B. Hexanol-(2), das zu Methylbutylketon, Pentanol-(2),
das zu Methylpropylketon, Pentanol-(3), das zu Diäthylketon umgewandelt wird, erhalten werden. Bei
industriellen Anlagen enthält das Rohprodukt, wenn es aus der Dehydrierungseinheit kommt, größere
Mengen an dem gewünschten Keton sowie kleinere Mengen an nicht umgesetztem Einsatzmaterial und
verunreinigenden Nebenprodukten, z. B. niedrigmolare Ketone und/oder Alkohole, die sich bei einer bestimmten
Krackung innerhalb des Reaktionsgefäßes ergeben. Wasser kann gleichfalls in dem rohen Reaktionsgemisch zugegen sein. Das Keton wird dann fraktioniert
destilliert, so daß ein im wesentlichen reines Produkt erhalten wird. Verschiedene Verfahren zur
fraktionierten Destillation werden angewendet, wie z. B. die Verwendung von Wasser, das bei der Trennung
des Ketons von dem entsprechenden Alkohol von Nutzen ist. Wenn Wasser in größeren Mengen verwendet
wird, handelt es sich bei dem Verfahren um eine extraktive Destillation, die beispielsweise zur
Gewinnung des wäßrigen nicht umgesetzten Alkohols Stabilisierung eines niederen Dialkylketons
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company,
Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener und Dr. H. J. Wolff,
Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Adelonstr. 58
Als Erfinder benannt:
Joseph R. Quelly, Fanwood, N. J.;
Richard F. Robey, Cranford, N. J.;
Robert Drogin, Linden, N. J.;
Albin F. Turbak,
Danville, JIl. (V. St. A.)
Richard F. Robey, Cranford, N. J.;
Robert Drogin, Linden, N. J.;
Albin F. Turbak,
Danville, JIl. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Januar 1963
(254500,254501)
V. St. v. Amerika vom 28. Januar 1963
(254500,254501)
als Bodenextrakt und des relativ reinen Ketons als Überkopfraffinat führt. Die jeweilige Art der Reinigung
des Ketons ist für die erfolgreiche Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht von Bedeutung.
Ketone sind jedoch bekannte technische Lösungsmittel, die nach den Anforderungen des Verbrauchers
eine außergewöhnlich hohe Reinheit aufweisen müssen. Typische Minimalanforderungen an Methyläthylketon
belaufen sich auf eine Reinheit von etwa 99,4%. Um den herkömmlichen Anforderungen zu entsprechen,
müssen diese Ketone im wesentlichen farblos sein und eine niedrige Säurezahl, z. B. weniger als 0,002 haben.
Der Ausdruck »Säurezahl« in der vorstehenden Bedeutung bezieht sich auf das Gewicht der Säure in
Gramm pro 100 g der Probe, wobei die Säure als Essigsäure berechnet wird. Andere Verfahren zur
Herstellung von Ketonen können gegebenenfalls zu Produkten führen, die Verunreinigungen enthalten,
welche das Produkt zersetzen.
Es ist aber bekannt, daß es in dem so intensiv fraktionierten reinen Keton bei der Lagerung häufig
zur Bildung von gelben, bernsteinfarbigen, grünen und braunen Farbkörpern kommt. Diese Farbkörper verfärben
das anfänglich farblose flüssige Produkt. Derartige verfärbte Produkte erfordern normalerweise
609 757/421
weitgehende Raffinierungsverfahren, bevor sie verkauft
werden können. Weiterhin nimmt die Säurezahl bei der Lagerung oft stark zu. Auch dies macht weitgehende
und teure Raffinierungsverfahren erforderlich. Der besondere Mechanismus für diesen Abbau des Produkts
und/oder der Zunahme der Säurezahl ist nicht bekannt. Es wird jedoch angenommen, daß die jeweiligen, in
dem äußerst reinen Keton anwesenden Verunreinigungen in Gegenwart von Luft die Bildung von
Diketonen, z. B. 2,3-Butandion, durch Oxydation des sehr reinen Ketonprodukts katalysieren. Dies ist
außerordentlich überraschend, da in den Lehrbüchern der organischen Chemie Einigkeit darüber herrscht,
daß Ketone gegenüber oxydierenden Mitteln relativ beständig sind und daß sie keine ammoniakalischen
Silbernitrate, Goldsalze oder Fehlingsche Lösung reduzieren. Das bei der Lagerung erhaltene Abbauprodukt
ist normalerweise höher siedend als das Keton und kann von dem Keton durch fraktionierte
Destillation entfernt werden. Die Kosten der fraktionierten Destillation sowie die durch den Produktverlust,
der bis zu etwa 10% Bodenfraktionen ausmachen kann, entstehenden Kosten lassen es wünschenswert
erscheinen, die Bildung von Abbauprodukten zu vermeiden und die Stabilisation des
Ketons weiter zu entwickeln. Es wird ferner angenommen, daß die Verunreinigung wahrscheinlich dadurch
noch gefördert wird, daß von den Transportmitteln und aus den Lagerbehältern beispielsweise Chlorid und
Eisensalze, z. B. als äußere Verunreinigungen eingeführt werden.
In Tabelle I ist die Azidität und Farbe von verschiedenen Methyläthylketonproben vor und nach der
Lagerung angegeben. Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die ursprüngliche Azidität unter etwa 0,002 und
die ursprüngliche Farbe bei etwa 0 bis 5 Hazen lag. Die Azidität und die Färbung nehmen bei der Lagerung
innerhalb von 2 bis 4 Monaten wesentlich zu.
| Probe | Azidität | Ursprüngliche Färbung |
Lagerzeit | Nach der Azidität |
Lagerung Färbung |
| A | 0,001 | 0 | 2 Monate (etwa Januar bis März) |
0,0061 | 30 |
| B | 0,0016 | 5 | 2 Monate (April bis Juni) |
0,037 | 10 |
| C | 0,001 | 0 | 4 Monate (Juli bis November) |
0,013 | 15 |
Die nachfolgende Tabelle II zeigt die Ergebnisse eines beschleunigten Lagertests bei Methyläthylketon.
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die Säurezahl des ursprünglich sehr reinen Produkts derart zunahm, daß
sie unter der Maximalanforderung lag. Die Zunahme der Azidität durch das Durchblasen von Luft bei einem
beschleunigten Lagertest wird dabei gezeigt. Nach nur 7 Stunden hatte das anfänglich reine Keton eine Säurezahl,
die in der Industrie für viele Zwecke nicht mehr annehmbar ist.
Tabelle II
Beschleunigter Lagertest
Beschleunigter Lagertest
| Zeit (mit Luft) | Säurezahl |
| 0 | 0,0019 |
| 7 | 0,012 |
| 23 | 0,056 |
| 30 | 0,086 |
| 48 | 0,1124 |
bestimmt. Die ursprüngliche Farbe nach der Hazenskala lag bei 0 bis 5 (farblos). Nach 2stündigem Sieden
am Rückflußkühler unter Durchblasen von Luft lag der Farbwert nach der Hazenskala bei 10; nach
4 Stunden war ein Hazenwert von 30 erreicht, und nach 20 Stunden wurde das Produkt grünlich.
| 45 | Probe | Zeit der Erhitzung | Färbung*) | Azidität |
| (Luft) | ||||
| A | Stunden | Obis 5 | 0,0011 | |
| 5° A | 0 | 10 | 0,0099 | |
| A | 2 | 30 | 0,0150 | |
| A | 4 | 30 + (grün) | 0,038 | |
| 20 | ||||
Der beschleunigte Lagertest wird so durchgeführt, daß man Methyläthylketon am Rückflußkühler zum
Sieden bringt und während der vorstehend angegebenen Anzahl von Stunden Luft mit einer Geschwindigkeit
von etwa 14,151/Std. durch das Keton führt. Die Verfärbung bei der Lagerung zeigt die Tabelle III.
Ein Teil des Ketons mit der Azidität der Probe A in Tabelle I wurde dem beschleunigten Lagertest
unterworfen und die Farbe nach 2,4 und 20 Stunden *) Geschätzte Hazenwerte. Die Hazenfarbskala ist kein besonders
gutes Mittel zum Messen der Färbung von gelagertem Methyläthylketon. Das Auge kann die Unterschiede
leichter feststellen als das Kolorimeter. Wenn sich Methyläthylketon beim Lagern verfärbt, was durch die Azidität
gemessen wird, zeigt die Hazenskala keine Reaktion. Manchmal besteht ein grüner Farbton, zu anderen Zeiten
ein gelber, brauner usw., und das Kolorimeter kann diese Unterschiede nicht erfassen. Die Färbung ist daher nur
geschätzt und gibt keine echten Hazenwerte wieder.
Um diesen Abbau durch Oxydation von Ketonen bei der Lagerung zu bekämpfen, wurden bereits eine
Anzahl von bekannten Antioxydationsstabilisatoren in Mengen zugesetzt, die normalerweise ausreichen,
um eine organische Verbindung gegenüber der Oxy-
dation beständig zu machen. Zu diesen Inhibitoren gehören Butylhydroxyanisol (C11H16O2), Tocopherol
(C20H50O2) und tert.-Butylbrenzkatechm (C10H14O2).
Eine Probe des Methyläthylketons mit einem Farbwert von O und einer Azidität von 0,0004 wurde
verwendet. Die Kontrollprobe wurde mit Luft in der beschriebenen Weise am Rückflußkühler zum Sieden
gebracht, wobei ein Farbanstieg von 5 und 10 nach 7 und 14 Stunden und der Anstieg der Azidität auf
0,0014 nach 7 und 0,0120 nach 14 Stunden festgestellt wurde. Bei Butylhydroxyanisol betrug die Azidität
nach 7 Stunden 0,0024, und die Färbung lag bei 50. Bei Tocopherol lag die Färbung bei 30, und die
Azidität war oberhalb der Anforderungen. Bei tertiärem Butylbrenzkatechin lag die Färbung gleichfalls
bei 30, und die Azidität betrug bis zu 0,020. Andere Substanzen mit geringer inhibitorischer Wirkung
sind sekundäre und tertiäre Alkohole; Wasser und Acetaldehyd hatten eine bestimmte, jedoch nicht
hervorragende inhibitorische Wirkung. Aluminium gekuppelt mit Eisen war unter bestimmten Bedingungen
ein Inhibitor, doch konnten keine lohnenswerten Ergebnisse festgestellt werden. Propylgallat, Phosphorsäure,
Natriumnitrat, Butylhydroxyanisol oder N5N-Disek.-butyl-p-phenylendiamin
führten zu einer neuen Färbung bei Methyläthylketon, und Saccharin und Triphenylphosphit waren vollständig wirkungslos. Man
erkennt, daß die untersuchten, handelsüblichen Antioxydationsmittel sowohl die Azidität als auch die
Färbung im Vergleich zu der nicht stabilisierten Kontrollprobe verschlechterten, die unter Behandlung
mit Luft während eines gleichen Zeitraums am Rückflußkühler zum Sieden gebracht wurde.
Zu Methyläthylketon wurde eine wäßrige 0,lvolumprozentige Lösung, bezogen auf Methyläthylketon, von
Ascorbinsäure gegeben und das Gemisch bei 800C während 16 Stunden unter 0,7031 kg/cm2 Sauerstoffdruck
in Gegenwart eines aus Tankstahl bestehenden Teststücks behandelt. Die Stabilisierungswirkung ergibt
sich aus Tabelle IV.
Zusatz
Ascorbinsäure
Kein (Vergleich)
Ascorbinsäure
Kein (Vergleich)
Konzentration
des Zusatzes
des Zusatzes
ppm
20
10
10
Ausmaß der
Diacetylbildung, % der Bezugsprobe
Diacetylbildung, % der Bezugsprobe
15
100
100
41
100
100
50 ecm handelsübliches Methylisobutylketon (Reinheit
99 %), das durch Kondensation von Aceton und nachfolgende Hydrierung des gebildeten Mesityloxyds
hergestellt worden war, wurden einem beschleunigten Lagerungstest dadurch unterworfen, daß sie in einem
mit Glas ausgekleideten Gefäß 22 bis 114 Stunden unter einem anfänglichen Sauerstoffdruck von
0,70 kg/cm2 erhitzt wurden. Die Zunahme des Peroxydgehalts wurde durch herkömmliche Analyse festgestellt.
| Zugesetzte Vei PP Chlorid |
Tinreinigungen m Eisen |
Ausmaß der Peroxydation ppm pro Tag |
Zugefügter Inhibitor (a) |
Anwesendes Metall (b) |
Ausmaß der Diketonbildung ppm pro Tag (C) |
| 0,0 | 0,0 | 8,5 | kein | rostiger Stahl | 10 |
| 1,5 | 0,0 | 21,0 | kein | kein | 14 |
| 1,5 | 0,0 | 26,0 | kein | sauberer Zink | 18 |
| 1,5 | 0,0 | 43,0 | kein | rostiger Stahl | 90 |
| 1,5 | 0,0 | 48,0 | kein | sauberer Stahl | 21 |
| 1,5 | 0,0 | 144,0 | Ascorbinsäure | rostiger Stahl | 58 |
| 1,3 | 0,7 | 15,0 | kein | sauberer Zink | 77 |
| 1,3 | 0,7 | 28,0 | Ascorbinsäure | rostiger Stahl | 49 |
| 1,3 | 0,7 | 137,0 | kein | rostiger Stahl | 86 |
(a) Die Inhibitorkonzentration betrug bei der Zugabe 0,001%.
(b) Das Metallteststück hatte eine Stärke von 4,064 μ und eine Größe von 3,17 · 3,17 mm.
(c) Die Zunahme des Diketongehalts (gelbgefärbter Körper) während des Tests wird spektrophotometrisch bestimmt.
keton bei 400C in Kontakt mit rostigem Stahl und
zeigen den Einfluß der Zugabe von Ascorbinsäure
Die nachstehenden Daten beziehen sich auf einen unter Angabe der erhaltenen Mengen an Peroxyden
Lagertest von mit Luft gesättigtem Methylisobutyl- und der erhaltenen Azidität.
| Tabelle | VI | Zugesetzter Inhibitor | 0,001% | |
| Ascorbin | ||||
| Test | Zeit | keiner | säure | |
| 0 | ||||
| Tage | 0 | 4 | ||
| Diketon, ppm | 0 | 24 | 26 | |
| (als Diacetyl) (a) | 7 | 32 | 28 | |
| 15 | 57 | 0 | ||
| 32 | 0 | 2 | ||
| Gelbwert des | 0 | 14 | 15 | |
| Spektrums (b) | 7 | 18 | 16 | |
| 15 | 27 | 8 | ||
| 32 | 6 | — | ||
| Peroxyd, ppm | 0 | 21 | 40 | |
| aktiver Sauer | 7 | 38 | 180 | |
| stoff | 15 | 70 | 0,003 | |
| 32 | 0,003 | 0,006 | ||
| Azidität, | 0 | 0,001 | ||
| Gewichts | 32 | |||
| prozent als | ||||
| Essigsäure |
(a) Diketon ist ein gelber Farbkörper, der durch Autooxydation erhalten und spektrophotometrisch bestimmt
wird.
(b) Der Gelbwert des Spektrums ist die spektrophotometrische
Interpolation der Platin-Cobalt-Farbe nach ASTM. Die
gegenwärtig zulässige Maximalfärbung ist 15.
Die folgenden Zusätze wurden getestet und haben sich (außer Di-tert.-butyl-p-cresol) bei der Stabilisation
von Methyläthylketon bei einem beschleunigten Lagertest als wirksam erwiesen. Dieser Test wurde
durch Erhitzen des Ketons während mehrerer Stunden
bei 800C in Gegenwart von Sauerstoff oder Luft unc
Stahl durchgeführt, und die Menge des erhaltener Diacetylgelb wurde spektrophotometrisch gemessen
In allen angegebenen Fällen konnte die festgestellte Verfärbung vollständig auf das gebildete Acety]
zurückgeführt werden und wurde daher nicht aui Grund einer Zersetzung des Zusatzes herbeigeführt.
| Zusatz | Konzentration des Zusatzes ppm |
Ausmaß der Diacetylbildung, %, bezogen auf die Bezugsprobe |
| Zitronensäure (a)... | 20 | 12 |
| Di-tert.-butyl- p-cresol |
20 | 73 |
| 20 Kein (Bezugsprobe) | — | 100 |
| Zitronensäure (a)... | 10 | 35 |
| Ascorbinsäure (a) .. | 10 | 41 |
| Di-tert.-butyl- 25 p-cresol |
10 | 78 |
| Kein (Bezugsprobe) | — | 100 |
(a) Zugesetzt als wäßrige Lösung, 0,01 Volumprozent, bezogen
auf Methyläthylketon.
50 ecm handelsübliches Methylisobutylketon gleicher
Reinheit wie im Beispiel 2 wurde einem beschleunigten Lagertest unter Erhitzen in einem mit Glas ausgekleideten
Gefäß bei 8O0C während 22 bis 114 Stunden unter einem anfänglichen Sauerstoffdruck von
0,701 kg/cm2 unterworfen.
| Zugesetzte Verunreinigungen ppm Chlorid I Eisen |
0,0 | Ausmaß der .Peroxydation, ppm aktiver Sauerstoff, täglich |
Zugesetzter Inhibitor (a) |
Anwesendes Metall (b) |
Ausmaß der täglichen Diketonbildung, ppm (C) |
| 0,0 | 0,0 | 8,5 | kein | rostiger Stahl | 10 |
| 1,5 | 0,0 | BHT | rostiger Stahl | 22 | |
| 0,6 | Zitronensäure+BHT | rostiger Stahl | 8 | ||
| 21,0 | kein | kein | 14 | ||
| 26,0 | kein | sauberes Zink | 18 | ||
| 29,0 | Zitronensäure | rostiger Stahl | 32 | ||
| 43,0 | kein | rostiger Stahl | 90 | ||
| 0,7 | 48,0 | kein | sauberer Stahl | 21 | |
| 1,3 | 15,0 | kein | sauberes Zink | 77 | |
| 56,0 | Zitronensäure+BHT | rostiger Stahl | 26 | ||
| 137,0 | kein | rostiger Stahl | 86 |
BHT = Di-tert.-butyl-p-cresol.
(a) Die Inhibitorkonzentration betrug 0,001% bei der Zugabe.
(b) Das Metallteststück hatte eine Stärke von 4,064 μ und eine Größe von 3,17 · 3,17 mm.
(c) Die Zunahme des Diketongehalts (gelber Farbkörper) während des Tests wurde spektrophotometrisch bestimmt.
50 ecm einer Probe eines handelsüblichen Methylisobutylketons
mit einem Gehalt von 1,5 ppm als HCl zugesetztem Chlor wurden in einem mit Glas aus-
10
gekleideten Gefäß unter einem anfänglichen Sauerstoffdruck von 0,701 kg/cm2 1 Tag erhitzt. Die Zunahme
des Diketongehaltes wurde spektrophotometrisch gemessen.
| Berechnete Zeit | Anwesendes Metall | Anwesender Inhibitor | |
| Diketonbildung ppm |
bis zur Verfärbung bei 300C |
||
| pro Tag bei 800C | Tage | Cb) | (C) |
| (a) | rostiger Stahl | kein | |
| 85 | 25 | rostiger Stahl | Zitronensäure |
| 29 | 70 | rostiger Stahl | BHT |
| 22 | 90 | sauberer Stahl | kein |
| 21 | 90 | sauberes Zink | kein |
| 18 | 110 | kein | kein |
| 14 | 140 | rostiger Stahl | Zitronensäure+BHT |
| 7 | 290 | ||
(a) Berechnung auf Grund der hundertfachen Differenz der Diketonbildung bei 80 und bei 300C und auf Grund der
Feststellung, daß etwa 20 ppm Diketon (als Diacetyl) erforderlich sind, um eine Färbung zu erzeugen, die jenseits
der Anforderungen liegt.
(b) Falls vorhanden, hatte das Metallteststück eine Stärke
von 4,064 μ und eine Größe von 3,17 · 3,17 mm.
(c) Die Konzentration des zugesetzten Inhibitors lag bei 0,001.
BHT = Di-tert.-butyl-p-cresol.
Die nachfolgenden Daten zeigen die wirksame Hemmung der Verfärbung und Peroxydation von luftgesättigtem
Methylisobutylketon während der Lagerung bei 40° C in Kontakt mit rostigem Stahl.
| Zeit, Tage | Kein | Zugesetzter Inhibitor | 0,001% BHT + 0,001% Zitronensäure |
|
| Test | 0 | 0 | 0,001% BHT | 0 |
| Diketon, ppm (als Diacetyl) | 7 | 24 | 0 | 2 |
| 15 | 32 | 0 | 8 | |
| 32 | 57 | 36 | 19 | |
| 0 | 0 | 48 | 0 | |
| Gelbwert des Spektrums | 7 | 14 | 0 | 1 |
| 15 | 18 | 0 | 5 | |
| 32 | 27 | 19 | 12 | |
| 0 | 6 | 24 | 5 | |
| Peroxyd, ppm aktiver Sauerstoff | 7 | 21 | 5 | |
| 15 | 38 | 5 | 5 | |
| 32 | 70 | 17 | 30 | |
| 0 | 0,003 | 142 | 0,004 | |
| Azidität, Gewichtsprozent, | 32 | 0,011 | 0,003 | 0,003 |
| als Essigsäure | 0,010 | |||
BHT = Di-tert.-butyl-p-cresol.
Claims (1)
- Patentanspruch:Stabilisierung eines Dialkylketons mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen gegen Verfärbung und Sauerwerden, gekennzeichnet durch die Verwendung von etwa 0,0001 bis etwa 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Keton, an Ascorbinsäure, Zitronensäure oder eines Gemisches dieser Verbindungen mit
als Stabilisierungsmittel.Di-tert.-butyl-p-cresolIn Betracht gezogene Druckschriften:
Bekanntgemachte Unterlagen des belgischen Patents Nr. 614 972;
USA.-Patentschrift Nr. 2 826 537.609 757/421 1.67ι Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US254500A US3341604A (en) | 1963-01-28 | 1963-01-28 | Color stable ketone solvent composition |
| US254501A US3256338A (en) | 1963-01-28 | 1963-01-28 | Stabilizers for ketone solvents |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1232125B true DE1232125B (de) | 1967-01-12 |
Family
ID=26944086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE26228A Pending DE1232125B (de) | 1963-01-28 | 1964-01-16 | Stabilisierung eines niederen Dialkylketons |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US3256338A (de) |
| DE (1) | DE1232125B (de) |
| GB (1) | GB1033886A (de) |
| NL (1) | NL302251A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3865880A (en) * | 1971-09-09 | 1975-02-11 | Exxon Research Engineering Co | Decolorization of ketones |
| BR9105694A (pt) * | 1991-12-26 | 1993-06-29 | Rhodia | Composicao estabilizante para aldeidos s-substituidos,processo de estabilizacao dos aldeidos estabilizados |
| GB2315268B (en) | 1996-07-17 | 2000-05-10 | Rh Ne Poulenc Chemicals Ltd | Stabilization of perfluoroalkyl alkyl ketones |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE614972A (de) * | ||||
| US2826537A (en) * | 1953-08-27 | 1958-03-11 | Pan American Petroleum Corp | Method for purification of ketones |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2105284A (en) * | 1936-02-24 | 1938-01-11 | Shell Dev | Stabilization of unsaturated carbonylic compounds |
| US2212831A (en) * | 1938-04-25 | 1940-08-27 | Byk Guldenwerke Chem Fab A G | Manufacture of stable derivative of adrenaline |
| US2269145A (en) * | 1939-06-16 | 1942-01-06 | Upjohn Co | Stabilized ergot alkaloid preparation |
| US2377188A (en) * | 1941-08-07 | 1945-05-29 | Schering Corp | Stabilized filter preparations |
| BE555319A (de) * | 1956-03-21 | 1900-01-01 | ||
| BE569430A (de) * | 1957-07-17 |
-
1963
- 1963-01-19 NL NL302251D patent/NL302251A/xx unknown
- 1963-01-28 US US254501A patent/US3256338A/en not_active Expired - Lifetime
- 1963-01-28 US US254500A patent/US3341604A/en not_active Expired - Lifetime
- 1963-12-18 GB GB49964/63A patent/GB1033886A/en not_active Expired
-
1964
- 1964-01-16 DE DEE26228A patent/DE1232125B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE614972A (de) * | ||||
| US2826537A (en) * | 1953-08-27 | 1958-03-11 | Pan American Petroleum Corp | Method for purification of ketones |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3256338A (en) | 1966-06-14 |
| US3341604A (en) | 1967-09-12 |
| GB1033886A (en) | 1966-06-22 |
| NL302251A (de) | 1965-10-11 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69933558T2 (de) | Zusammensetzung und verfahren zur vermeidung der polymerisation von aromatischen vinylpolymeren | |
| DE1543708B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von durch Spaltung von Cumolhydroperoxyd hergestelltem Phenol | |
| EP0004015B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von ungefärbten technischen Äthanolaminen | |
| DE1271115C2 (de) | Verfahren zum destillativen Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen | |
| DE1002357B (de) | Verfahren zur Herstellung von Aralkylhydroperoxyden | |
| DE1805001B2 (de) | Verfahren zur stabilisierung von tert.-butylhydroperoxid | |
| DE1232125B (de) | Stabilisierung eines niederen Dialkylketons | |
| DE2102476A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von o- Hydroxy diphenyl durch Destillation und Kristallisation | |
| DE1543016A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen | |
| CH468333A (de) | Verfahren zum Stabilisieren von Dialkylketonen | |
| DE4026469C3 (de) | Verfahren zum Stabilisieren von 1-Chloraceton | |
| DE1224291B (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Benzylalkohol und Benzaldehyd durch Oxydation von Toluol | |
| DE1001258C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von konjugierten Polyenen der Vitamin-A-Reihe | |
| DE1956467C3 (de) | Verfahren zur Reinigung aliphatischer, durch Aldehyde verunreinigter Alkohole mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen | |
| DE2211266B2 (de) | Phenolosches bakterizides Mittel | |
| DE2650829B2 (de) | ||
| DE1618510C3 (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Oxydation von Cyclohexan in Gegenwart von Borverbindungen | |
| DE1543708C (de) | Verfahren zur Reinigung von durch Spaltung von Cumolhydroperoxyd hergestell tem Phenol | |
| DE2300349A1 (de) | Verfahren zur isolation von diarylaminen in fester form | |
| DE955052C (de) | Verfahren zur Reinigung von ª‰-Isopropylnaphthalin | |
| DE1168408B (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‰-Methylmercaptopropionaldehyd | |
| DE969763C (de) | Verfahren zur Herstellung von als Weichmachungsmittel zu verwendenden Estern mit verbesserten Farbeigenschaften | |
| DE1221619B (de) | Verfahren zur Reinigung von Ketonverbindungen | |
| DE1148221B (de) | Verfahren zur Reinigung von Alkoholen mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen | |
| DE1193501B (de) | Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeure-vorlaeufern |