DE2613923A1 - Verfahren zur gewinnung von isobutylen - Google Patents
Verfahren zur gewinnung von isobutylenInfo
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Description
Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen mit einer Reinheit höher als
99,5 % aus einer Gharge der im Oberbegriff des Hauptanspruchs
angegebenen Zusammensetzung. Sie hat auch eine besondere Verfahrensanwendung zum Gegenstand.
Es ist bekannt, daß Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül und Siedetemperaturen
in der Nähe derjenigen des Isobutylens selektiv extrahiert werden kann. Es wurde schon ein Verfahren
entwickelt, bei welchem Schwefelsäure mit einer Konzentration von etwa 50 % als Extraktionsmittel zur Anwendung
kommt. Dieses Verfahren vermittelt den beachtlichen Vorteil, daß die Extraktion und die Regeneration des Isobutylens
mit einer Säure konstanter Konzentration durchgeführt werden können, also Verdünnungen und anschließende
Rekonzentrationen der Schwefelsäure vermieden sind.
Die von der Regeneration des Isobutylens stammende Charge besteht hauptsächlich aus Isobutylen, enthält
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jedoch auch, tertiären Butylalkohol und geringere Mengen
an Isobutylenpolymerisaten, Wasser und gegebenenfalls Schwefelsäure. Der tertiäre Butylalkohol rühr von einer
unvollständigen Regeneration des Isobutylens her. Bei den Isobutylenpolymerisaten handelt es sich hauptsächlich
um niedrigere Polymerisate, nämlich Dimere und Trimere.
Die gegebenenfalls vorhandenen Spuren von Schwefelsäure stammen daher, daß gasförmiges Isobutylen Tröpfchen
der sauren Lösung mitnimmt, welche bei der Isobutylenj?egeneration
verwendet wird.
Das einfachste "Verfahren zur Behandlung dieser Charge besteht darin, sie in einen Turm zum Waschen mit
Soda einzuführen, um die Schwefelsäurespuren zu entfernen, und dann das Isobutylen einerseits und ein Gemisch
von tertiärem Butylalkohol, niederen Isobutylenpolymerisaten und Wasser andererseits voneinander zu trennen.
Das Isobutylen wird in einem Kompressor wiedergewonnen und anschließend durch Destillation gereinigt. Die Polymerisate
werden vom tertiären Butylalkohol durch Waschen mit Wasser getrennt.
Das Gemisch von tertiärem Butylalkohol, Polymerisaten und Wasser, welches vom Isobutylen getrennt wurde,
enthält eine Menge von *tO Gew. % an gelöstem Isobutylen,
bezogen auf das Gewicht dieses Gemisches, was größenordnungsmäßig 1 Gew. %, bezogen auf das zu regenerierende
Isobutylen, ausmacht. Um annähernd sämtliches Isobutylen zu gewinnen, welches in der von der Regeneration
kommenden Charge enthalten ist, insbesondere auch die in dem vom Rohisobutylen nach dem Waschen mit einer alkalischen
Lösung getrennten Gemisch aus tertiärem Butylalkohol, Isobutylenpolymerisaten und Wasser enthaltenen Iso-
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butylenspuren, kann man das geschilderte Gemisch und das Rohisobutylen, nach Verflüssigimg des letzteren,
dekantieren, um auf diese Weise eine organische Phase und eine wäßrige Phase voneinander zu trennen, wobei
die organische Phase von dem gesamten, regenerierten Isobutylen, tertiären Butylalkohol und den Isobutylenpolymerisaten
gebildet ist, während die wäßrige Phase tertiären Butylalkohol enthält. Das Isobutylen wird
durch Destillation der organischen Phase gewonnen (ER-PS 2 142 268).
Mit diesem Verfahren zur Behandlung einer von der Isobutylenregeneration stammenden Charge läßt sich
Isobutylen mit einer Reinheit von etwa 99»5 % gewinnen,
unabhängig davon, ob nach dem verbessernden Vorschlag gemäß S1R-PS 2 142 268 gearbeitet wird oder nicht.
Obwohl eine derartige Reinheit bereits sehr hoch ist, ist es für manche Anwendungsfälle erforderlich,
Isobutylen noch größerer Reinheit zur Verfugung zu haben. Dies ist insbesondere der Pail, wenn Isobutylen
als Polymerisationsmonomeres bei der Herstellung von Butylkautschuk verwendet wird. Die Verwendung von
Isobutylen größerer Reinheit begünstigt einerseits die Polymerisationsreaktion und ermöglicht andererseits
ein Senken der Verfahrenskosten, weil die Menge der zur Extraktionseinheit wieder zurückzuführenden Produkte
vermindert wird.
Zu den in dem von der Regeneration stammenden Rohisobutylen enthaltenen Verunreinigungen gehören auch
das cis-Buten-(2) und das trans-Buten-(2), welche durch Destillation vom Isobutylen nur sehr schwer zu trennen
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sind, was sich daraus ergibt, daß die Siedepunkte bei Atmosphärendruck für Isobutylen bei minus 6,9° C, für
trans-Buten-(2) bei plus 0,88° O und für cis-Buten-(2)
bei plus 357° 0 liegen.
Zwar ermöglicht die Verwendung einer Destillationskolonne sehr hoher Wirksamkeit das !Trennen des Isobutylens
von den Butenen-(2), und läßt sich auf diese Weise Isobutylen sehr hoher Reinheit gewinnen, doch ist
damit eine Yerminderung der Isobutylenausbeute verbunden, weil ein Teil des Isobutylens von den Butenen-(2)
mitgenommen wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Gewinnung von Isobutylen sehr großer Reinheit zu ermöglichen,
wobei das gesamte Isobutylen wiedergewonnen wird, und zwar auf wirtschaftliche Art und Weise.
Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale gelöst.
Die Erfindung bezieht sich auch auf die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf eine Charge bestimmter
Zusammensetzung, welche auf bestimmte Art und Weise gewonnen worden ist, wie im Oberbegriff des Anspruchs
2 angegeben. Bei dieser besonderen Anwendung sind die in dessen kennzeichnendem Teil angegebenen
Herkmale wesentlich.
Die Wirksamkeit der Destillationskolonne zur Trennung des Isobutylens vom Gemisch von tertiärem Butylalkohol,
Wasser, Isobutylenpolymerisaten und Butenen -(2) wird entsprechend der gewünschten Isobutylenreinheit
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gewählt. Da eine Erhöhung dieser Wirksamkeit einen erhöhten Bau- und Energieaufwand erfordert, ist die Anpassung
an die gewünschte Isobutylenreinheit vorteilhaft.
Die in der Charge enthaltenen Mengen an tertiärem Butylalkohol, Wasser und Isobutylenpolymerisaten
sind nicht kritisch, da die Siedetemperaturen dieser Stoffe von der Isobutylensiedetemperatur ausreichend
verschieden sind, um sie vom Isobutylen ohne Schwierigkeiten mit Hilfe derjenigen Destillationskolonne trennen
zu können, welche für die Trennung des Isobutylens und der Butene-(2) voneinander erforderlich ist. Dies
ist bezüglich der Menge an Butenen-(2) nicht der Fall. Um nicht eine Destillationskolonne mit sehr großer Bödenanzahl
und entsprechendem Energieaufwand verwenden zu müssen, wird die Extraktionsbehandlung mit etwa 50
#iger Schwefelsäure vorzugsweise unter solchen Selektivitätsbedingungen
durchgeführt, daß die Menge an in der Charge enthaltenen Butenen-(2) gleich oder geringer als
2 Gew. % ist, bezogen auf das Isobutylen.
Die Charge kann auch Kohlenwasserstoffe mit 4
oder weniger C-Atomen je Molekül enthalten, wie beispielsweise
Propylen, Isobutan, η-Butan, Buten-(1) und Butadien-(1,3)· Diese Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkten
in der Nähe oder geringer als derjenige des Isobutylens werden zusammen mit dem Isobutylen bei dessen
Trennung von den Butenen-(2) erhalten. Es ist daher erforderlich, die Menge dieser Verunreinigungen in der
Charge geringer als 0,5 Gew. %, bezogen auf das Isobutylen,
zu halten, wenn man Isobutylen mit einer Reinheit höher als 99 >5 % gewinnen will. Dieser Bedingung
wird genügt, wenn die Extraktion mit etwa 5P %iger
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Schwefelsäure selektiv durchgeführt wird.
Bei der besonders bedeutsamen .Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche in der Behandlung
einer Isobutylencharge besteht, die von der Extraktion von Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit 4- C-Atomen je Molekül mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa 50 % stammt, wird das bei der Abtrennung der Isobutyl enpolimeris ate anfallende Gemisch von Butenen-(2) und Isobutylen wieder derjenigen Charge zugeführt, welche der Extraktionsbehandlung zur Isobutylengewinnung unterworfen wird,
während das azeotrope Gemisch von tertiärem Butylalkohol und Wasser wieder demjenigen Extrakt zugeführt wird, welcher zur Isobutyl engewinnung einer Regenerationsbehandlung unterworfen wird, wobei der tertiäre Butylalkohol durch die Schwefelsäure in Isobutylen deshydratisiert wird.
einer Isobutylencharge besteht, die von der Extraktion von Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit 4- C-Atomen je Molekül mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa 50 % stammt, wird das bei der Abtrennung der Isobutyl enpolimeris ate anfallende Gemisch von Butenen-(2) und Isobutylen wieder derjenigen Charge zugeführt, welche der Extraktionsbehandlung zur Isobutylengewinnung unterworfen wird,
während das azeotrope Gemisch von tertiärem Butylalkohol und Wasser wieder demjenigen Extrakt zugeführt wird, welcher zur Isobutyl engewinnung einer Regenerationsbehandlung unterworfen wird, wobei der tertiäre Butylalkohol durch die Schwefelsäure in Isobutylen deshydratisiert wird.
Nachstehend ist eine Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben,
deren einzige Figur schematisch eine Anlage zur Behandlung einer Charge von rohem Isobutylen wiedergibt, welches
von der Extraktion von Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mittels einer Schwefelsäurelösung
mit einer Konzentration von etwa 50 % herrührt.
Über eine Leitung 1 wird der Extrakt, welcher von einer nicht dargestellten Einheit zur Extraktion
von Isobutylen aus einer Kohlenwasserstoffe mit 4- C-Atomen
je Molekül enthaltenden Fraktion mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa
50 % herrührt, dem oberen Teil einer Ee gen er at ion s-
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kolonne 2 zugeführt. Dieser Extrakt enthält im wesentlichen
neben dem von der Schwefelsäurelösung absorbierten Isobutylen tertiären Butylalkohol, Isobutylenpolymerisate
und Butene-(2). Die Regenerationskolonne 2 ist als Bodenkolonne ausgebildet. Ih ihr wird ein Druck aufrechterhalten,
der etwa dem Atmosphärendruck entspricht. Die kopf- und fußseitigen Temperaturen liegen bei etwa 50° C
bzw. 130° C.
In der Regenerationskolonne 2 wird das Isobutylen aus der Schwefelsäurelösung desorbiert, von welcher
ein Teil am Fuß der Reg^nerationskolonne 2 über eine Leitung 3 abgezogen wird, um der Extraktionseinheit wieder
zur neuerlichen Verwendung zugeführt zu werden. Der andere Teil wird über eine Leitung 4 abgezogen, in einem
Wärmetauscher 5 wieder erwärmt und über eine Leitung 6 wieder der Regenerationskolonne 2 zugeführt.
Am Kopf der Regenerationskolonne 2 geht über eine Leitung 7 ein Gemisch ab, welches im wesentlichen aus
Isobutylen, Isobutylenpolymerisaten, tertiärem Butylalkohol,
Butenen, Schwefelsäure und Wasser besteht.
Dieses Gemisch wird einer Sodawascheinrichtung 8 zugeführt, um die Schwefelsäurereste zu entfernen. Die
Sodalösung wird über eine Leitung 9 rückgeführt, zu welcher eine Ergänzungsleitung 9a hinführen und von welcher
eine Abflußleitung 9b wegführen kann. Die Flüssigkeit gelangt in einen Sammler 10, während die Dämpfe über eine
Leitung 11 abgehen.
Die in der Leitung 11 strömenden Dämpfe werden teilweise in einem Kondensator 12 kondensiert, und über
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eine Leitung 13 einem Trennraum 14 zugeführt. Die von einer über eine Leitung 15 abgezogenen, flüssigen Charge
getrennten Isobutylendämpfe werden über eine Leitung 16 einem Kompressor 17 und anschließend einem Kondensator
18 zugeführt. Am Ausgang des Kondensators 18 wird das flüssige Isobutylen mit der flüssigen Phase vermischt,
welche aus dem Raum 14 über die Leitung 15 zugeht. Dieses Gemisch wird über eine Leitung 19 einem
Dekantör 20 zugeführt. Aus diesem werden über eine Leitung 21 eine wässrige Phase, welche den größten Teil des
Wassers und des tertiären Butylalkohols enthält, und über eine Leitung 22 eine organische Phase abgezogen,
welche das Isobutylen, geringe Mengen an Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül, also auch Butene-(2),
Isobutylenpolymerisate, tertiären Butylalkohol und Wasser enthält
Die organische Phase gelangt über die Leitung
22 in den oberen Teil einer Destillationskolonne 23. Diese weist eine Wirksamkeit von etwa 40 bis 50 theoretischen
Böden auf und arbeitet mit einem ßücklaufverhältnis zwischen 5 und 10. In der Destillationskolonne
23 wird ein Druck zwischen etwa 3 und etwa 8 Bar aufrechterhalten,
und die Temperaturen am Kopf und am "Buße liegen zwischen etwa 30° C und etwa 60° C bzw. zwischen
etwa 100° C und etwa 150° C. Vorzugsweise wird am Fuße jedoch eine Temperatur von etwa 130 C nicht überschritten.
Die aus der Destillationskolonne 23 kopfseitig über eine Leitung 24 abgehende Fraktion wird in einem
Kondensator 25 kondensiert. Ein Teil dieser Fraktion wird der Destillationskolonne 23 über eine Leitung 26
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wieder zugeführt. Der andere Teil, welcher über eine Leitung 27 abgeht, besteht aus Isobutylen mit einer
Reinheit größer als 99,90 %. Die fußseitig über eine Leitung 28 aus der Destillationskolonne 23 abgehende
Fraktion besteht hauptsächlich aus tertiärem Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisaten, Butenen-(2)und
Isobutylen, welches etwa 2 Gew. % von dem der Destillationskolonne 23 eingegebenen Isobutylen ausmacht. Diese
Fraktion wird dem unteren Teil einer Extraktionskolonne 29 zugeführt, welche im Gegenstrom mit Wasser arbeitet.
Das Wasser wird dem oberen Teil der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung 30 zugeführt.
Die Extraktion erfolgt bei einer Temperatur von etwa 40° C. Der tertiäre Butylalkohol wird durch das
Wasser extrahiert. Das Gemisch aus Wasser und Alkohol wird am IPuße der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung
31 abgezogen.
Kopfseitig geht aus der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung 32 ein Gemisch ab, welches hauptsächlich
aus Isobutylen, Butenen-J2j und Isobutylenpolymerisaten
besteht.
Das Gemisch aus Wasser und tertiärem Butylalkohol gelangt über die Leitung 31 in den mittleren Teil
einer Destillationskolonne 33» welche bei einem Druck arbeitet, der im wesentlichen Atmosphärendruck entspricht.
Die Betriebsbedingungen sind leicht bestimmbar.
Das am Fuße der Destillationskolonne 33 anfallende Wasser wird zur Extraktionskolonne 29 über die
Leitung 30 rückgeführt. Letztere kann mit einer Abfluß-
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leitung 34 und einer Ergänzungsleitung 35 versehen sein.
Das hauptsächlich aus Wasser und tertiärem Butylalkohol
bestehende, am Boden des Dekantörs 20 anfallende Gemisch wird über die Leitung 21 der Extraktionskolonne
29 zugeführt.
Die kopfseitig aus der Destillationskolonne 33 über eine Leitung 36 abgehende Fraktion ist das azeotrope
Gemisch von Wasser und tertiärem Butyl alkohol. Diese Fraktion wird in einem Kondensator 37 abgekühlt. Ein Teil
des azeotropen Gemisches wird der Destillationskolonne 33 über eine Leitung 38 wieder zugeführt, während der Rest
über eine Leitung 39 wieder in die Leitung 1 gelangt. Während der Regeneration wird der im azeotropen Gemisch
enthaltene tertiäre Butylalkohol zu Isobutylen deshydratisiert.
Das der Extraktionskolonne 29 über die Leitung 32 kopfseitig abgezogene Gemisch geht dem mittleren iDeil einer
Destillationskolonne 40 zu. In dieser herrscht beispielsweise ein Druck von etwa 5 Atmosphären. Die Betriebsbedingungen
sind leicht bestimmbar.
iußseitig werden aus der Destillationskolonne 40 über eine Leitung 41 hauptsächlich die stabilisierten Isobutylenpolymerisate
abgezogen. Kopfseitig geht aus der Destillationskolonne 40 über eine Leitung 42 eine Fraktion
ab, welche hauptsächlich aus Isobutylen und Butenen-(2) besteht und über die Leitung 42 der nicht dargestellten
Extraktionseinheit zugeführt wird.
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Das folgende Beispiel dient der weiteren Erläuterung der Erfindiang.
Ähnlich dem in der Zeichnung veranschaulichten Verfahren wird eine Charge behandelt.
Dabei werden in der Destillationskolonne 23 ein Druck zwischen 5 und 6 Atmosphären, eine Kopf temperatur
von 4-5° C und eine iußtemperatur von 127° C aufrechterhalten.
Die Destillationskolonne 23 weist eine Wirksamkeit von 48 theoretischen Böden auf, wobei der Wärmetauscher
und der Kondensator nicht berücksichtigt sind. Die über die Leitung 22 zugeführte Charge weist eine Temperatur
von 38° C auf. Die Destillate
mit einem Rücklaufverhältnis von
mit einem Rücklaufverhältnis von
tür von 38° C auf. Die Destillationskolonne 23 arbeitet
Ih der Destillationskolonne 33 wird Atmosphärendruck aufrechterhalten, ferner eine Köpftemperatur von
etwa 80° C und eine iußtemperatur von etwa 100° C. Demgegenüber
liegt der Druck in der Destillationskolonne bei 5 Atmosphären, die Köpftemperatur bei etwa 40° C und
die iußtemperatur bei etwa 150° C.
In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzungen der der Destillationskolonne 23 über die Leitung 22
zugeführten Charge und. der aus der Destillationskolonne 23 über die Leitungen 27 und 28 abgezogenen Fraktionen
angegeben.
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cn
CD CD OO
OD
en
O
3
| Zusammensetzung des Inhaltes von Leitungen ι |
22 | 0 | 27 | S | Gew | • # ! | 0 | S | ί I |
,003 | 58 , | i | 0,014 |
| ϊ | Gew. % | 0 | i 1 J ,008 I |
o, | 010 ί | Gew. % | 0,002 | ||||||
| Kohlenwasserstoffe mit ] 3 C-Atomen je Molekül j und Isobutan i |
0,008 | 0 | ,001 j | o, | 001 | /\ | ,607 | 7,487 | |||||
| n-But an | 0,004 | 78 | ,028 i | o, | 035 | <0,001 | |||||||
| Buten-1 | 0,028 | 0 | ,469 \ | 99, | 916 | 0 | ,157 | 0,733 | |||||
| Isobuten | 80,076 | 0 | ,004 | o, | 005 | 0 | ,147 | 0,685 | |||||
| Butadien | 0,004 | 0 | ,023 | o, | 029 | 13 | ,000 | 60,565 | |||||
| Buten-(2) (trans) | 0,180 | ,003 | o, | 004 | 4 | ,050 | 18,868 | ||||||
| Buten-(2) (eis) | 0,450 I |
2 | ,500 | 11,646 | |||||||||
| tertiärer Butyl- alkohol |
\ 13,000 |
21 | ,464 | 100,000 | |||||||||
| Isobutylenpolymerisate | 4,050 | 78 | |||||||||||
| Wasser | 2,500 | ,536 | 100, | 000 | |||||||||
| 100,000 | |||||||||||||
ro
cn
Lj
(JD NJ OJ
Aus der Tabelle ergibt sich, daß das über die Leitung 27 abgezogene Isobutylen eine Eeinheit von
99,9 % aufweist, daß das über die Leitung 28 abgezogene Gemisch 7,47 Gew. % Isobutylen enthält, was etwa
2 Gew. % der über die Leitung 27 zugeführten Charge entspricht, und daß die über die Leitung 22 zugeführte
Charge 80,450 g an Kohlenwasserstoffen mit 4- und weniger
C-Atomen je Molekül enthält, davon 80,076 g Isobutylen·
Bei einer klassischen Behandlung dieser Charge, gewöhnlich mit einer Kolonne von etwa 26 wirklichen Boden,
wird der Kolonne kopfseitig das gesamte Isobutylen der Charge abgezogen, jedoch enthält dieses Isobutylen
sämtliche anderen Kohlenwasserstoffe mit 4 und weniger C-Atomen je Molekül, insbesondere sämtliche Butene-(c).
Dieses Isobutylen weist daher lediglich eine Reinheit von (80,076 χ 100)/8/,450 » 99,5 % auf. Demgegenüber
läßt sich mit der Erfindung ein Isobutylen mit einer Eeinheit größer als 99,9 % gewinnen.
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Claims (2)
- - 14- Patent ansprüche^.'Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen mit einer Reinheit höher als 99 »5 % aus einer eine größere Menge an Isobutylen, eine geringere Menge an tertiärem Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisate und eis- sowie trans-Butene-(2) enthaltenden Charge, vorzugsweise mit einem Gehalt von höchstens 2 Gew. % an Butenen- (2) bzw« höchstens 0,5 Gew. % an Kohlenwasserstoffen mit 4· oder weniger C-Atomen je Molekül neben Isobutylen und den Butenen-(2), jeweils bezogen auf das Isobutylengewicht, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:a) Destillative üirennung von Isobutylen mit einer Reinheit gleich, oder größer als 99 5 5 % und eines Gemisches voneinander, welches tertiären Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisate, eis- und trans-Butene-(2) und eine Menge zwischen 0 und 15 Gew. % an Isobutylen, bezogen auf das Isobutylen in der Charge, enthält«b) Waschen des erhaltenen Gemisches mit Wasser, so daß sich, eine wäßrige, tertiären Butylalkohol enthaltende !hase und eine organische Phase ergeben, welche die Isobutylenpolymerisate, die eis- und trans-Butene-(2)J das zuvor nicht abgetrennte Isobutylen und im Waschwasser nicht gelösten, tertiären Butylalkohol enthält«c) Destillative trennung der Isobutylenpolymerisate und eines Gemisches aus der organischen609848/1018Phase voneinander, welches Isobutylen und die eis- und trans-Butene-(2) enthält, wobei das Isobutylen aus dem Gemisch durch Extraktion gewonnen werden kann.d) Destillative Trennung von Wasser und des azeotropen Gemisches von tertiärem Butylalkohol und Wasser aus der wäßrigen Phase voneinander, wobei der tertiäre Butylalkohol im azeotropen Gemisch zu Isobutylen deshydratisiert werden kann.
- 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf eine Charge mit einem Isobutylengehalt zwischen 50 und 100 Gew. %, einem Butylalkoholgehalt zwischen 0 und 30 Gew. %, einem Buten-(2)-Gehalt zwischen 0 und 2 Gew. %, einem Gehalt zwischen 0 und 0,5 Gew. % an Buten-(1) und anderen Kohlenwasserstoffen mit 3 oder 4 C-Atomen je Molekül, einem Gehalt zwischen 0 und 10 Gew. % an Isobutylenpolymerisäten, und einem Wassergehalt zwischen 0 und 15 Gew. %, wobei die Charge durch Behandlung eines Gemisches von Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül und Siedetemperaturen in der Nähe der Isobutylensiedetemperatur mit etwa 50 #iger Schwefelsäure zur selektiven Extraktion von Isobutylen, Regeneration von Rohisobutylen aus dem erhaltenen Extrakt, und Waschen des Rohisobutylens mit einer alkalischen Lösung gewonnen worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Verfahrensschritt (c) erhaltene Gemisch von Isobutylen und Butenen-(2) wieder der Extraktionsbehandlung mit der etwa 50 #igen Schwefelsäure und das beim Verfahrensschritt (d) anfallende, azeotrope Gemisch von tertiärem Butylalkohol und Wasser wieder der Rohisobutylenregeneration zugeführt wird.609848/ 1016Leerseite
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1975
- 1975-05-09 FR FR7514589A patent/FR2310327A1/fr active Granted
- 1975-08-18 BR BR5271/75A patent/BR7505271A/pt unknown
-
1976
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- 1976-03-31 IT IT21789/76A patent/IT1062049B/it active
- 1976-04-19 JP JP51044369A patent/JPS51133204A/ja active Pending
- 1976-05-03 GB GB17974/76A patent/GB1495481A/en not_active Expired
- 1976-05-04 US US05/683,178 patent/US4018843A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-05-04 CA CA251,708A patent/CA1047544A/en not_active Expired
- 1976-05-05 NL NL7604795A patent/NL7604795A/xx not_active Application Discontinuation
- 1976-05-07 BE BE166819A patent/BE841563A/xx not_active IP Right Cessation
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| DE2228269A1 (de) * | 1971-06-18 | 1972-12-21 | Compagnie Francaise De Raffinage, Paris | Isobutylen-Gewinnung |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
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|---|---|
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