[go: up one dir, main page]

DE2613923A1 - Verfahren zur gewinnung von isobutylen - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von isobutylen

Info

Publication number
DE2613923A1
DE2613923A1 DE19762613923 DE2613923A DE2613923A1 DE 2613923 A1 DE2613923 A1 DE 2613923A1 DE 19762613923 DE19762613923 DE 19762613923 DE 2613923 A DE2613923 A DE 2613923A DE 2613923 A1 DE2613923 A1 DE 2613923A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isobutylene
butyl alcohol
mixture
water
tertiary butyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19762613923
Other languages
English (en)
Other versions
DE2613923C2 (de
Inventor
Guy Arnaud
Jean-Pierre Michaux
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie Francaise de Raffinage SA
Original Assignee
Compagnie Francaise de Raffinage SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie Francaise de Raffinage SA filed Critical Compagnie Francaise de Raffinage SA
Publication of DE2613923A1 publication Critical patent/DE2613923A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2613923C2 publication Critical patent/DE2613923C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/11Purification; Separation; Use of additives by absorption, i.e. purification or separation of gaseous hydrocarbons with the aid of liquids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/005Processes comprising at least two steps in series
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/04Purification; Separation; Use of additives by distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/17Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with acids or sulfur oxides
    • C07C7/171Sulfuric acid or oleum

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen mit einer Reinheit höher als 99,5 % aus einer Gharge der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Zusammensetzung. Sie hat auch eine besondere Verfahrensanwendung zum Gegenstand.
Es ist bekannt, daß Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül und Siedetemperaturen in der Nähe derjenigen des Isobutylens selektiv extrahiert werden kann. Es wurde schon ein Verfahren entwickelt, bei welchem Schwefelsäure mit einer Konzentration von etwa 50 % als Extraktionsmittel zur Anwendung kommt. Dieses Verfahren vermittelt den beachtlichen Vorteil, daß die Extraktion und die Regeneration des Isobutylens mit einer Säure konstanter Konzentration durchgeführt werden können, also Verdünnungen und anschließende Rekonzentrationen der Schwefelsäure vermieden sind.
Die von der Regeneration des Isobutylens stammende Charge besteht hauptsächlich aus Isobutylen, enthält
609848/101 6
jedoch auch, tertiären Butylalkohol und geringere Mengen an Isobutylenpolymerisaten, Wasser und gegebenenfalls Schwefelsäure. Der tertiäre Butylalkohol rühr von einer unvollständigen Regeneration des Isobutylens her. Bei den Isobutylenpolymerisaten handelt es sich hauptsächlich um niedrigere Polymerisate, nämlich Dimere und Trimere. Die gegebenenfalls vorhandenen Spuren von Schwefelsäure stammen daher, daß gasförmiges Isobutylen Tröpfchen der sauren Lösung mitnimmt, welche bei der Isobutylenj?egeneration verwendet wird.
Das einfachste "Verfahren zur Behandlung dieser Charge besteht darin, sie in einen Turm zum Waschen mit Soda einzuführen, um die Schwefelsäurespuren zu entfernen, und dann das Isobutylen einerseits und ein Gemisch von tertiärem Butylalkohol, niederen Isobutylenpolymerisaten und Wasser andererseits voneinander zu trennen. Das Isobutylen wird in einem Kompressor wiedergewonnen und anschließend durch Destillation gereinigt. Die Polymerisate werden vom tertiären Butylalkohol durch Waschen mit Wasser getrennt.
Das Gemisch von tertiärem Butylalkohol, Polymerisaten und Wasser, welches vom Isobutylen getrennt wurde, enthält eine Menge von *tO Gew. % an gelöstem Isobutylen, bezogen auf das Gewicht dieses Gemisches, was größenordnungsmäßig 1 Gew. %, bezogen auf das zu regenerierende Isobutylen, ausmacht. Um annähernd sämtliches Isobutylen zu gewinnen, welches in der von der Regeneration kommenden Charge enthalten ist, insbesondere auch die in dem vom Rohisobutylen nach dem Waschen mit einer alkalischen Lösung getrennten Gemisch aus tertiärem Butylalkohol, Isobutylenpolymerisaten und Wasser enthaltenen Iso-
6098 /* 8/1016
butylenspuren, kann man das geschilderte Gemisch und das Rohisobutylen, nach Verflüssigimg des letzteren, dekantieren, um auf diese Weise eine organische Phase und eine wäßrige Phase voneinander zu trennen, wobei die organische Phase von dem gesamten, regenerierten Isobutylen, tertiären Butylalkohol und den Isobutylenpolymerisaten gebildet ist, während die wäßrige Phase tertiären Butylalkohol enthält. Das Isobutylen wird durch Destillation der organischen Phase gewonnen (ER-PS 2 142 268).
Mit diesem Verfahren zur Behandlung einer von der Isobutylenregeneration stammenden Charge läßt sich Isobutylen mit einer Reinheit von etwa 99»5 % gewinnen, unabhängig davon, ob nach dem verbessernden Vorschlag gemäß S1R-PS 2 142 268 gearbeitet wird oder nicht.
Obwohl eine derartige Reinheit bereits sehr hoch ist, ist es für manche Anwendungsfälle erforderlich, Isobutylen noch größerer Reinheit zur Verfugung zu haben. Dies ist insbesondere der Pail, wenn Isobutylen als Polymerisationsmonomeres bei der Herstellung von Butylkautschuk verwendet wird. Die Verwendung von Isobutylen größerer Reinheit begünstigt einerseits die Polymerisationsreaktion und ermöglicht andererseits ein Senken der Verfahrenskosten, weil die Menge der zur Extraktionseinheit wieder zurückzuführenden Produkte vermindert wird.
Zu den in dem von der Regeneration stammenden Rohisobutylen enthaltenen Verunreinigungen gehören auch das cis-Buten-(2) und das trans-Buten-(2), welche durch Destillation vom Isobutylen nur sehr schwer zu trennen
609848/1 01 6
sind, was sich daraus ergibt, daß die Siedepunkte bei Atmosphärendruck für Isobutylen bei minus 6,9° C, für trans-Buten-(2) bei plus 0,88° O und für cis-Buten-(2) bei plus 357° 0 liegen.
Zwar ermöglicht die Verwendung einer Destillationskolonne sehr hoher Wirksamkeit das !Trennen des Isobutylens von den Butenen-(2), und läßt sich auf diese Weise Isobutylen sehr hoher Reinheit gewinnen, doch ist damit eine Yerminderung der Isobutylenausbeute verbunden, weil ein Teil des Isobutylens von den Butenen-(2) mitgenommen wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Gewinnung von Isobutylen sehr großer Reinheit zu ermöglichen, wobei das gesamte Isobutylen wiedergewonnen wird, und zwar auf wirtschaftliche Art und Weise.
Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale gelöst.
Die Erfindung bezieht sich auch auf die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf eine Charge bestimmter Zusammensetzung, welche auf bestimmte Art und Weise gewonnen worden ist, wie im Oberbegriff des Anspruchs 2 angegeben. Bei dieser besonderen Anwendung sind die in dessen kennzeichnendem Teil angegebenen Herkmale wesentlich.
Die Wirksamkeit der Destillationskolonne zur Trennung des Isobutylens vom Gemisch von tertiärem Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisaten und Butenen -(2) wird entsprechend der gewünschten Isobutylenreinheit
609848/1016
gewählt. Da eine Erhöhung dieser Wirksamkeit einen erhöhten Bau- und Energieaufwand erfordert, ist die Anpassung an die gewünschte Isobutylenreinheit vorteilhaft.
Die in der Charge enthaltenen Mengen an tertiärem Butylalkohol, Wasser und Isobutylenpolymerisaten sind nicht kritisch, da die Siedetemperaturen dieser Stoffe von der Isobutylensiedetemperatur ausreichend verschieden sind, um sie vom Isobutylen ohne Schwierigkeiten mit Hilfe derjenigen Destillationskolonne trennen zu können, welche für die Trennung des Isobutylens und der Butene-(2) voneinander erforderlich ist. Dies ist bezüglich der Menge an Butenen-(2) nicht der Fall. Um nicht eine Destillationskolonne mit sehr großer Bödenanzahl und entsprechendem Energieaufwand verwenden zu müssen, wird die Extraktionsbehandlung mit etwa 50 #iger Schwefelsäure vorzugsweise unter solchen Selektivitätsbedingungen durchgeführt, daß die Menge an in der Charge enthaltenen Butenen-(2) gleich oder geringer als 2 Gew. % ist, bezogen auf das Isobutylen.
Die Charge kann auch Kohlenwasserstoffe mit 4 oder weniger C-Atomen je Molekül enthalten, wie beispielsweise Propylen, Isobutan, η-Butan, Buten-(1) und Butadien-(1,3)· Diese Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkten in der Nähe oder geringer als derjenige des Isobutylens werden zusammen mit dem Isobutylen bei dessen Trennung von den Butenen-(2) erhalten. Es ist daher erforderlich, die Menge dieser Verunreinigungen in der Charge geringer als 0,5 Gew. %, bezogen auf das Isobutylen, zu halten, wenn man Isobutylen mit einer Reinheit höher als 99 >5 % gewinnen will. Dieser Bedingung wird genügt, wenn die Extraktion mit etwa 5P %iger
609848/101 6
Schwefelsäure selektiv durchgeführt wird.
Bei der besonders bedeutsamen .Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche in der Behandlung
einer Isobutylencharge besteht, die von der Extraktion von Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit 4- C-Atomen je Molekül mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa 50 % stammt, wird das bei der Abtrennung der Isobutyl enpolimeris ate anfallende Gemisch von Butenen-(2) und Isobutylen wieder derjenigen Charge zugeführt, welche der Extraktionsbehandlung zur Isobutylengewinnung unterworfen wird,
während das azeotrope Gemisch von tertiärem Butylalkohol und Wasser wieder demjenigen Extrakt zugeführt wird, welcher zur Isobutyl engewinnung einer Regenerationsbehandlung unterworfen wird, wobei der tertiäre Butylalkohol durch die Schwefelsäure in Isobutylen deshydratisiert wird.
Nachstehend ist eine Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben, deren einzige Figur schematisch eine Anlage zur Behandlung einer Charge von rohem Isobutylen wiedergibt, welches von der Extraktion von Isobutylen aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa 50 % herrührt.
Über eine Leitung 1 wird der Extrakt, welcher von einer nicht dargestellten Einheit zur Extraktion von Isobutylen aus einer Kohlenwasserstoffe mit 4- C-Atomen je Molekül enthaltenden Fraktion mittels einer Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von etwa 50 % herrührt, dem oberen Teil einer Ee gen er at ion s-
609848/101 6
kolonne 2 zugeführt. Dieser Extrakt enthält im wesentlichen neben dem von der Schwefelsäurelösung absorbierten Isobutylen tertiären Butylalkohol, Isobutylenpolymerisate und Butene-(2). Die Regenerationskolonne 2 ist als Bodenkolonne ausgebildet. Ih ihr wird ein Druck aufrechterhalten, der etwa dem Atmosphärendruck entspricht. Die kopf- und fußseitigen Temperaturen liegen bei etwa 50° C bzw. 130° C.
In der Regenerationskolonne 2 wird das Isobutylen aus der Schwefelsäurelösung desorbiert, von welcher ein Teil am Fuß der Reg^nerationskolonne 2 über eine Leitung 3 abgezogen wird, um der Extraktionseinheit wieder zur neuerlichen Verwendung zugeführt zu werden. Der andere Teil wird über eine Leitung 4 abgezogen, in einem Wärmetauscher 5 wieder erwärmt und über eine Leitung 6 wieder der Regenerationskolonne 2 zugeführt.
Am Kopf der Regenerationskolonne 2 geht über eine Leitung 7 ein Gemisch ab, welches im wesentlichen aus Isobutylen, Isobutylenpolymerisaten, tertiärem Butylalkohol, Butenen, Schwefelsäure und Wasser besteht.
Dieses Gemisch wird einer Sodawascheinrichtung 8 zugeführt, um die Schwefelsäurereste zu entfernen. Die Sodalösung wird über eine Leitung 9 rückgeführt, zu welcher eine Ergänzungsleitung 9a hinführen und von welcher eine Abflußleitung 9b wegführen kann. Die Flüssigkeit gelangt in einen Sammler 10, während die Dämpfe über eine Leitung 11 abgehen.
Die in der Leitung 11 strömenden Dämpfe werden teilweise in einem Kondensator 12 kondensiert, und über
609848/101 6
eine Leitung 13 einem Trennraum 14 zugeführt. Die von einer über eine Leitung 15 abgezogenen, flüssigen Charge getrennten Isobutylendämpfe werden über eine Leitung 16 einem Kompressor 17 und anschließend einem Kondensator 18 zugeführt. Am Ausgang des Kondensators 18 wird das flüssige Isobutylen mit der flüssigen Phase vermischt, welche aus dem Raum 14 über die Leitung 15 zugeht. Dieses Gemisch wird über eine Leitung 19 einem Dekantör 20 zugeführt. Aus diesem werden über eine Leitung 21 eine wässrige Phase, welche den größten Teil des Wassers und des tertiären Butylalkohols enthält, und über eine Leitung 22 eine organische Phase abgezogen, welche das Isobutylen, geringe Mengen an Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül, also auch Butene-(2), Isobutylenpolymerisate, tertiären Butylalkohol und Wasser enthält
Die organische Phase gelangt über die Leitung
22 in den oberen Teil einer Destillationskolonne 23. Diese weist eine Wirksamkeit von etwa 40 bis 50 theoretischen Böden auf und arbeitet mit einem ßücklaufverhältnis zwischen 5 und 10. In der Destillationskolonne
23 wird ein Druck zwischen etwa 3 und etwa 8 Bar aufrechterhalten, und die Temperaturen am Kopf und am "Buße liegen zwischen etwa 30° C und etwa 60° C bzw. zwischen etwa 100° C und etwa 150° C. Vorzugsweise wird am Fuße jedoch eine Temperatur von etwa 130 C nicht überschritten.
Die aus der Destillationskolonne 23 kopfseitig über eine Leitung 24 abgehende Fraktion wird in einem Kondensator 25 kondensiert. Ein Teil dieser Fraktion wird der Destillationskolonne 23 über eine Leitung 26
609848/ 1016
wieder zugeführt. Der andere Teil, welcher über eine Leitung 27 abgeht, besteht aus Isobutylen mit einer Reinheit größer als 99,90 %. Die fußseitig über eine Leitung 28 aus der Destillationskolonne 23 abgehende Fraktion besteht hauptsächlich aus tertiärem Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisaten, Butenen-(2)und Isobutylen, welches etwa 2 Gew. % von dem der Destillationskolonne 23 eingegebenen Isobutylen ausmacht. Diese Fraktion wird dem unteren Teil einer Extraktionskolonne 29 zugeführt, welche im Gegenstrom mit Wasser arbeitet. Das Wasser wird dem oberen Teil der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung 30 zugeführt.
Die Extraktion erfolgt bei einer Temperatur von etwa 40° C. Der tertiäre Butylalkohol wird durch das Wasser extrahiert. Das Gemisch aus Wasser und Alkohol wird am IPuße der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung 31 abgezogen.
Kopfseitig geht aus der Extraktionskolonne 29 über eine Leitung 32 ein Gemisch ab, welches hauptsächlich aus Isobutylen, Butenen-J2j und Isobutylenpolymerisaten besteht.
Das Gemisch aus Wasser und tertiärem Butylalkohol gelangt über die Leitung 31 in den mittleren Teil einer Destillationskolonne 33» welche bei einem Druck arbeitet, der im wesentlichen Atmosphärendruck entspricht. Die Betriebsbedingungen sind leicht bestimmbar.
Das am Fuße der Destillationskolonne 33 anfallende Wasser wird zur Extraktionskolonne 29 über die Leitung 30 rückgeführt. Letztere kann mit einer Abfluß-
609848/ 1016
leitung 34 und einer Ergänzungsleitung 35 versehen sein.
Das hauptsächlich aus Wasser und tertiärem Butylalkohol bestehende, am Boden des Dekantörs 20 anfallende Gemisch wird über die Leitung 21 der Extraktionskolonne 29 zugeführt.
Die kopfseitig aus der Destillationskolonne 33 über eine Leitung 36 abgehende Fraktion ist das azeotrope Gemisch von Wasser und tertiärem Butyl alkohol. Diese Fraktion wird in einem Kondensator 37 abgekühlt. Ein Teil des azeotropen Gemisches wird der Destillationskolonne 33 über eine Leitung 38 wieder zugeführt, während der Rest über eine Leitung 39 wieder in die Leitung 1 gelangt. Während der Regeneration wird der im azeotropen Gemisch enthaltene tertiäre Butylalkohol zu Isobutylen deshydratisiert.
Das der Extraktionskolonne 29 über die Leitung 32 kopfseitig abgezogene Gemisch geht dem mittleren iDeil einer Destillationskolonne 40 zu. In dieser herrscht beispielsweise ein Druck von etwa 5 Atmosphären. Die Betriebsbedingungen sind leicht bestimmbar.
iußseitig werden aus der Destillationskolonne 40 über eine Leitung 41 hauptsächlich die stabilisierten Isobutylenpolymerisate abgezogen. Kopfseitig geht aus der Destillationskolonne 40 über eine Leitung 42 eine Fraktion ab, welche hauptsächlich aus Isobutylen und Butenen-(2) besteht und über die Leitung 42 der nicht dargestellten Extraktionseinheit zugeführt wird.
609848/101 6
Das folgende Beispiel dient der weiteren Erläuterung der Erfindiang.
Beispiel
Ähnlich dem in der Zeichnung veranschaulichten Verfahren wird eine Charge behandelt.
Dabei werden in der Destillationskolonne 23 ein Druck zwischen 5 und 6 Atmosphären, eine Kopf temperatur von 4-5° C und eine iußtemperatur von 127° C aufrechterhalten. Die Destillationskolonne 23 weist eine Wirksamkeit von 48 theoretischen Böden auf, wobei der Wärmetauscher und der Kondensator nicht berücksichtigt sind. Die über die Leitung 22 zugeführte Charge weist eine Temperatur von 38° C auf. Die Destillate
mit einem Rücklaufverhältnis von
tür von 38° C auf. Die Destillationskolonne 23 arbeitet
Ih der Destillationskolonne 33 wird Atmosphärendruck aufrechterhalten, ferner eine Köpftemperatur von etwa 80° C und eine iußtemperatur von etwa 100° C. Demgegenüber liegt der Druck in der Destillationskolonne bei 5 Atmosphären, die Köpftemperatur bei etwa 40° C und die iußtemperatur bei etwa 150° C.
In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzungen der der Destillationskolonne 23 über die Leitung 22 zugeführten Charge und. der aus der Destillationskolonne 23 über die Leitungen 27 und 28 abgezogenen Fraktionen angegeben.
609848/1016
cn
CD CD OO
OD
en
O 3
Zusammensetzung des
Inhaltes von Leitungen
ι
22 0 27 S Gew • # ! 0 S ί
I
,003 58 , i 0,014
ϊ Gew. % 0 i
1
J
,008
I
o, 010 ί Gew. % 0,002
Kohlenwasserstoffe mit ]
3 C-Atomen je Molekül j
und Isobutan i
0,008 0 ,001 j o, 001 /\ ,607 7,487
n-But an 0,004 78 ,028 i o, 035 <0,001
Buten-1 0,028 0 ,469 \ 99, 916 0 ,157 0,733
Isobuten 80,076 0 ,004 o, 005 0 ,147 0,685
Butadien 0,004 0 ,023 o, 029 13 ,000 60,565
Buten-(2) (trans) 0,180 ,003 o, 004 4 ,050 18,868
Buten-(2) (eis) 0,450
I
2 ,500 11,646
tertiärer Butyl-
alkohol
\
13,000
21 ,464 100,000
Isobutylenpolymerisate 4,050 78
Wasser 2,500 ,536 100, 000
100,000
ro cn
Lj (JD NJ OJ
Aus der Tabelle ergibt sich, daß das über die Leitung 27 abgezogene Isobutylen eine Eeinheit von 99,9 % aufweist, daß das über die Leitung 28 abgezogene Gemisch 7,47 Gew. % Isobutylen enthält, was etwa 2 Gew. % der über die Leitung 27 zugeführten Charge entspricht, und daß die über die Leitung 22 zugeführte Charge 80,450 g an Kohlenwasserstoffen mit 4- und weniger C-Atomen je Molekül enthält, davon 80,076 g Isobutylen· Bei einer klassischen Behandlung dieser Charge, gewöhnlich mit einer Kolonne von etwa 26 wirklichen Boden, wird der Kolonne kopfseitig das gesamte Isobutylen der Charge abgezogen, jedoch enthält dieses Isobutylen sämtliche anderen Kohlenwasserstoffe mit 4 und weniger C-Atomen je Molekül, insbesondere sämtliche Butene-(c). Dieses Isobutylen weist daher lediglich eine Reinheit von (80,076 χ 100)/8/,450 » 99,5 % auf. Demgegenüber läßt sich mit der Erfindung ein Isobutylen mit einer Eeinheit größer als 99,9 % gewinnen.
609848/1016

Claims (2)

  1. - 14- Patent ansprüche
    ^.'Verfahren zur Gewinnung von Isobutylen mit einer Reinheit höher als 99 »5 % aus einer eine größere Menge an Isobutylen, eine geringere Menge an tertiärem Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisate und eis- sowie trans-Butene-(2) enthaltenden Charge, vorzugsweise mit einem Gehalt von höchstens 2 Gew. % an Butenen- (2) bzw« höchstens 0,5 Gew. % an Kohlenwasserstoffen mit 4· oder weniger C-Atomen je Molekül neben Isobutylen und den Butenen-(2), jeweils bezogen auf das Isobutylengewicht, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
    a) Destillative üirennung von Isobutylen mit einer Reinheit gleich, oder größer als 99 5 5 % und eines Gemisches voneinander, welches tertiären Butylalkohol, Wasser, Isobutylenpolymerisate, eis- und trans-Butene-(2) und eine Menge zwischen 0 und 15 Gew. % an Isobutylen, bezogen auf das Isobutylen in der Charge, enthält«
    b) Waschen des erhaltenen Gemisches mit Wasser, so daß sich, eine wäßrige, tertiären Butylalkohol enthaltende !hase und eine organische Phase ergeben, welche die Isobutylenpolymerisate, die eis- und trans-Butene-(2)J das zuvor nicht abgetrennte Isobutylen und im Waschwasser nicht gelösten, tertiären Butylalkohol enthält«
    c) Destillative trennung der Isobutylenpolymerisate und eines Gemisches aus der organischen
    609848/1018
    Phase voneinander, welches Isobutylen und die eis- und trans-Butene-(2) enthält, wobei das Isobutylen aus dem Gemisch durch Extraktion gewonnen werden kann.
    d) Destillative Trennung von Wasser und des azeotropen Gemisches von tertiärem Butylalkohol und Wasser aus der wäßrigen Phase voneinander, wobei der tertiäre Butylalkohol im azeotropen Gemisch zu Isobutylen deshydratisiert werden kann.
  2. 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf eine Charge mit einem Isobutylengehalt zwischen 50 und 100 Gew. %, einem Butylalkoholgehalt zwischen 0 und 30 Gew. %, einem Buten-(2)-Gehalt zwischen 0 und 2 Gew. %, einem Gehalt zwischen 0 und 0,5 Gew. % an Buten-(1) und anderen Kohlenwasserstoffen mit 3 oder 4 C-Atomen je Molekül, einem Gehalt zwischen 0 und 10 Gew. % an Isobutylenpolymerisäten, und einem Wassergehalt zwischen 0 und 15 Gew. %, wobei die Charge durch Behandlung eines Gemisches von Kohlenwasserstoffen mit 4 C-Atomen je Molekül und Siedetemperaturen in der Nähe der Isobutylensiedetemperatur mit etwa 50 #iger Schwefelsäure zur selektiven Extraktion von Isobutylen, Regeneration von Rohisobutylen aus dem erhaltenen Extrakt, und Waschen des Rohisobutylens mit einer alkalischen Lösung gewonnen worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Verfahrensschritt (c) erhaltene Gemisch von Isobutylen und Butenen-(2) wieder der Extraktionsbehandlung mit der etwa 50 #igen Schwefelsäure und das beim Verfahrensschritt (d) anfallende, azeotrope Gemisch von tertiärem Butylalkohol und Wasser wieder der Rohisobutylenregeneration zugeführt wird.
    609848/ 1016
    Leerseite
DE2613923A 1975-05-09 1976-03-31 Verfahren zur Gewinnung von Isobuten mit einer Reinheit höher als 99,90 % Expired DE2613923C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7514589A FR2310327A1 (fr) 1975-05-09 1975-05-09 Procede d'obtention d'isobutylene de grande purete

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2613923A1 true DE2613923A1 (de) 1976-11-25
DE2613923C2 DE2613923C2 (de) 1983-03-17

Family

ID=9155051

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2613923A Expired DE2613923C2 (de) 1975-05-09 1976-03-31 Verfahren zur Gewinnung von Isobuten mit einer Reinheit höher als 99,90 %

Country Status (10)

Country Link
US (1) US4018843A (de)
JP (1) JPS51133204A (de)
BE (1) BE841563A (de)
BR (1) BR7505271A (de)
CA (1) CA1047544A (de)
DE (1) DE2613923C2 (de)
FR (1) FR2310327A1 (de)
GB (1) GB1495481A (de)
IT (1) IT1062049B (de)
NL (1) NL7604795A (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1179291A (en) * 1981-10-30 1984-12-11 David T. Ahlberg Distillation apparatus
IT1194350B (it) * 1983-07-28 1988-09-14 Snam Progetti Procedimento per la produzione di butene-1 ad elevata purezza con basso consumo di energia
US5122236A (en) * 1990-05-21 1992-06-16 Smith Jr Lawrence A Method for removal of dimethyl ether and methanol from c4 hydrocarbon streams
JP4649782B2 (ja) * 2001-06-21 2011-03-16 住友化学株式会社 イソブチレン及びメタノールの製造方法
JP4649783B2 (ja) * 2001-06-21 2011-03-16 住友化学株式会社 イソブチレン及びメタノールの製造方法
US7402720B2 (en) * 2002-12-19 2008-07-22 Exxonmobil Chemical Patents Inc. Distillation process for removal of methyl acetylene and/or propadiene from an olefin stream

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2228269A1 (de) * 1971-06-18 1972-12-21 Compagnie Francaise De Raffinage, Paris Isobutylen-Gewinnung

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE746473A (fr) * 1969-03-01 1970-08-25 Basf Ag Procede pour obtenir de l'isobutylene a partir de melanges renfermant cette substance et du butadiene
US3864419A (en) * 1973-10-30 1975-02-04 Goodrich Co B F Tertiary mono olefin extraction with mixed acids

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2228269A1 (de) * 1971-06-18 1972-12-21 Compagnie Francaise De Raffinage, Paris Isobutylen-Gewinnung

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Chemical Engineering, 29. März 1965, Seiten 66 bis 68 *
Chemie-Ing.-Techn. 42, 1970, Nr. 9/10, Seiten A657 bis A659 *

Also Published As

Publication number Publication date
FR2310327B1 (de) 1983-08-19
NL7604795A (nl) 1976-11-11
IT1062049B (it) 1983-06-25
GB1495481A (en) 1977-12-21
JPS51133204A (en) 1976-11-18
CA1047544A (en) 1979-01-30
BE841563A (fr) 1976-11-08
US4018843A (en) 1977-04-19
BR7505271A (pt) 1976-11-09
DE2613923C2 (de) 1983-03-17
FR2310327A1 (fr) 1976-12-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1593122C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Reinigung von rohen, olefinisch ungesättigten Nitrilen
DE3606121A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen abtrennung von wasser aus gemischen mit organischen substanzen
DE2313603C2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Benzol und/oder Toluol durch Extraktivdestillation
DE3006104A1 (de) Verfahren zur isolierung von methyl-tert.-butylaether aus den reaktionsprodukten der umsetzung von methanol mit einer c tief 4 -kohlenwasserstoff- fraktion, welche isobuten enthaelt
DE2742148C2 (de) Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Butadien aus Kohlenwasserstoffmischungen
DE1165018B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reinem Isophoron
DE3101703A1 (de) Verfahren zur herstellung von buten-1 aus einer c(pfeil abwaerts)4(pfeil abwaerts) -kohlenwasserstoff-fraktion
DE69304268T2 (de) Verfahren zur Entwässerung von Lösungsmitteln von ein Kohlenwasserstoff Entwachsungsverfahren
DE2400260C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Methacrolein aus einer Gasreaktionsmischung
DE2241568C2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Isopren mittels zweistufiger extraktiver Destillation
DE3879142T2 (de) Verfahren zur abtrennung von aldehydischen verunreinigungen aus ethylenoxid.
DE2613923A1 (de) Verfahren zur gewinnung von isobutylen
EP0086890B1 (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen aus Paraffin bzw. Paraffinen mit 6 bis 14 C-Atomen und Alkohol bzw. Alkoholen mit 4 bis 8 C-Atomen
DE2444232C3 (de) Verfahren zur Gewinnung eines azeotropsiedenden Gemisches aus Isopren und n-Pentan aus einem Kohlenwasserstoffstrom
DE3532289A1 (de) Verfahren zur trennung von paraffinischen und olefinischen c(pfeil abwaerts)4(pfeil abwaerts)-kohlenwasserstoffen
DE2412485A1 (de) Verfahren zur entfernung von metallfluoriden aus kohlenwasserstoffen
EP0384458B1 (de) Verfahren zur Trennung von diacetylhaltigen Gemischen aus Methylethylketon, Ethylacetat, Ethanol, Wasser sowie gegebenenfalls Toluol und n-Hexan
DE1443557A1 (de) Verfahren zur Behandlung einer Mischung von organischen zweibasischen Saeuren
DE2043689A1 (de) Verfahren zum Entwässern von Essigsaure
DE2838880C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Methacrolein
DE1807675C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Isopren
DE2012674A1 (en) Concentration of aq acetic acid solns
DE811348C (de) Verfahren zur Zerlegung von Kohlenoxydhydrierungsprodukten in reines Methanol und hoehere Alkohole
DE1810029A1 (de) Verfahren zur Extraktionstrennung von aromatischen Kohlenwasserstoffen
DE2118905A1 (en) Separating water-isobutyric acid methacrylic acid mixtures

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: OEDEKOVEN, W., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHE

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee