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DE1144271B - Verfahren zur Herstellung von 17ª‰-Acetylsteroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 17ª‰-Acetylsteroiden

Info

Publication number
DE1144271B
DE1144271B DES63279A DES0063279A DE1144271B DE 1144271 B DE1144271 B DE 1144271B DE S63279 A DES63279 A DE S63279A DE S0063279 A DES0063279 A DE S0063279A DE 1144271 B DE1144271 B DE 1144271B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetyl
water
mixture
added
progesterone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES63279A
Other languages
English (en)
Inventor
John S Mills
Howard J Ringold
Carl Djerassi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Syntex SA
Original Assignee
Syntex SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Syntex SA filed Critical Syntex SA
Publication of DE1144271B publication Critical patent/DE1144271B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 17ß-Acetylsteroiden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung von 17x-Acetyl-17p-acyloxysteroiden in die entsprechenden Verbindungen mit einer ß-Acetyl- oder Pregnan-Seitenkette.
  • Das vorliegende Verfahren bildet somit ein wertvolles Verfahren für die Herstellung beispielsweise von Progesteron oder 19-Nor-progesteron aus entsprechenden 17a-Äthinyltestosteronverbindungen oder aus 17x-äthinylöstradiol.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein entsprechendes 17:x-Acetyl-17ß-acyloxysteroid mit einem Alkali- oder Erdalkalimetall in flüssigem Ammoniak und anschließend mit einem niedermolekularen aliphatischen Alkohol umsetzt.
  • Das neue erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgende Gleichung, in welcher nur der Ring D des Steroidgerüstes wiedergegeben wird, veranschaulicht: In der obigen Gleichung steht R für eine Acylgruppe einer Kohlenwasserstoffcarbonsäure mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen, d. h. für übliche bekannte Estergruppen, wie die Acetat-, Benzoat- oder Cyclopentylpropionatgruppe.
  • Die Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren werden nach einem bekannten Verfahren aus den entsprechenden 17ß-Hydroxy-, 17a-Äthinylverbindungen hergestellt, nach welchem zwecks Bildung der 17a-Dihalogenacetylgruppe aus der 17a-äthinylgruppe eine Behandlung mit positivem Halogen und anschließend eine Halogenabspaltung durchgeführt wird (Fieser und Fieser, Natural Products related to Phenanthrene, Third Edition, S. 438).
  • In Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde das Ausgangsprodukt, wenn dieses eine 3-ständige Ketogruppe enthielt, in eine 3-Enolätherverbindung umgewandelt. Sodann wurden die Ausgangsverbindungen 1/2 bis 2 Stunden mit einem Alkalimetall oder Erdalkalimetall in flüssigem Ammoniak behandelt, worauf ein niedermolekularer aliphatischer Alkohol, wie Methanol, zugesetzt wurde. Nach dem Eindampfen und Reinigen bestand das erhaltene Produkt im Falle eines Erdalkalimetalles aus der entsprechenden 17ß-Acetylverbindung. Wurde ein Alkalimetall benutzt, so wurde auch die in 20-Stellung vorhandene Ketogruppe zu einer 20-Hydroxygruppe reduziert, die jedoch durch übliche Mittel, wie Chromsäure, leicht wieder in die 20-Ketogruppe zurückoxydiert werden konnte. Ein anderer Vorteil der Verwendung eines Alkalimetalls in Ammoniak tritt auf, wenn die Ausgangsverbindung einen aromatischen Ring A, wie im Acetat des 3-Methyläthers von 17oc-Acetylöstradiol, besitzt. In diesem Falle wird auch der aromatische Ring reduziert, so daß durch Hydrolyse der Äthergruppe und Oxydation 19-Nor-progesteron erhalten wird.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Beispiel 1 Eine Lösung von 2 g 17a-Acetylöstradiol-diacetat in 20 ccm wasserfreiem Dioxan wurde zu einer Lösung von 1 g Calcium in 300 ccm flüssigem Ammoniak gegeben und das Gemisch 1 Stunde durchgerührt. Es wurden dann schnell 5 ccm Methanol zugesetzt, und das Gemisch wurde eine weitere halbe Stunde durchgerührt und mit 5 g Ammoniumchlorid versetzt. Das Ammoniak wurde abgedampft, der Rückstand mit Wasser verdünnt und der Feststoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und aus Äthylacetat umkristallisiert. Auf diese Weise wurde 17AA-Acetyl-1,3,5-östratrien-3-ol vom Smp. 244 bis 247°C erhalten. Durch mehrfache Umkristallisationen aus demselben Lösungsmittel wurde ein. Produkt vom Smp. 247 bis 249°C erhalten, [ajD+164° (Chloroform), das im Gemisch mit reiner 'authentischen Probe dieser Verbindung keine Schmelzpunkterniedrigung ergab; die Infrarotspektren waren identisch.
  • Beispiel 2 Eine Lösung von 2 g Acetat des 17a-Acetylöstradiol-3-methyläthers in 20 ccm wasserfreiem Dioxan wurde zu einer Lösung von 1 g Lithium in 500 ccm flüssigem Ammoniak gegeben und das Gemisch 1 Stunde durchgerührt. Darauf wurden 50 ccm Methanol und nach 15 Minuten weitere 4 g Lithium unter fortlaufendem Rühren zugesetzt. Das Ammoniak wurde abgedampft, und nach Zusatz von Wasser wurde das anfallende Produkt abfiltriert. Ohne weitere Reinigung wurde das 1 Stunde mit 30, cem- 4nwäßriger Salzsäure und 50 ccm Methanol unter Rückfluß erhitzte Produkt abgekühlt und mit Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Äthylacetat abgedampft. Der ölige Rückstand wurde in 50 ccm Aceton gelöst und bei Zimmertemperatur 1 Stunde mit einem Überschuß von 8n-Chromsäure behandelt, die in üblicher Weise durch Auflösen von Chromtrioxyd in einem Gemisch aus konzentrierter Schwefelsäure und Wasser hergestellt wurde. Nach dem Verdünnen mit Wasser wurde der kristallisierte Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und in Benzol gelöst. Die Lösung wurde durch eine kurze Säule aus neutraler Tonerde (Aluminiumoxyd) filtriert, das Filtrat zur Trockne `eingedampft und der Rückstand aus einem Gemisch von Aceton und Hexan kristallisiert, wodurch 19-Nor-progesteron vom Smp. 141 bis 144'C erhalten wurde, das keine Erniedrigung in Mischung mit einer authentischen Probe von 19-Nor-progesteron zeigte; [a]D+154,5° (Chloroform), A.ax 240 %t, log F 4,25. Das Infrarotspektrum war mit dem einer authentischen Probe von 19-Nor-progesteron identisch. Beispiel 3 Eine Lösung von 1 g 3-Äthoxy-17ß-Alcoxy-19-nor-.d 3.6-pregnadien-20-on in 25 ccm wasserfreiem Dioxan würde zu einer Lösung von 0,5 g Calcium in 250 ccm flüssigem Ammoniak gegeben und das Gemisch 30 Minuten durchgerührt. Darauf wurden 4 g Ammoniumchlorid zugesetzt, das Ammoniak abgedampft, der Rückstand mit Wasser versetzt und der Feststoff abfiltriert. Letzterer wurde in einem Gemisch. aus 5 ccm konzentrierter Salzsäure und 25 ccm Wasser unter Rückfluß erhitzt, abgekühlt, mit Wasser verdünnt und das Produkt mit Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiemNatriumsulfatgetrocknet und zurTrockne eingedampft. Der ölige Rückstand wurde durch Filtration durch eine kurze Säule von neutraler Tonerde gereinigt, worauf das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand aus einem Gemisch von Aceton und Hexan auskristallisiert wurde. Auf diese Weise wurde 19-Nor-progesteron vom Smp. 140 bis 142°C erhalten, das in Mischung mit einer authentischen Probe der Verbindung keine Erniedrigung ergab.
  • Beispiel 4 2 g des 3,17-Diacetats von Isoallopregnan-3ß, 17ß-diol-20-on in 20 ccm wasserfreiem Tetrahydrofuran wurden zu einer Lösung von 1 g Lithium in 500 ccm flüssigem Ammoniak gegeben und das Gemisch 1 Stunde durchgerührt. Darauf wurden 4 g Ammoniumchlorid zugesetzt, das Ammoniak abgedampft, der Rückstand vorsichtig mit Wasser versetzt und der Feststoff abfiltriert. Die Reinigung des Rückstandes durch Kristallisation aus einem Gemisch von Aceton und Hexan ergab Allopregnan-3ß-ol-20-on.
  • Beispiel 5 Unter Anwendung des im Beispiel 4 beschriebenen Verfahrens, aber unter Ersatz des Tetrahydrofurans durch Diäthyläther und des Lithiums durch Natrium wurde dasselbe Allopregnan-3ß-ol-20-on erhalten.
  • Beispiel 6 Unter Anwendung des im Beispie14 beschriebenen Verfahrens, aber unter Ersatz des Lithiums durch Kalium wurde das gleiche Allopregnan-3ß-ol-20-ou in praktisch der gleichen Ausbeute erhalten.
  • Beispiel 7 Wurde entsprechend Beispiel 3 vom Äthylenoläther des 17ß-Acetoxy-iso-progesterons ausgegangen, so wurde Progesteron erhalten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von 17ß-Acetylsteroiden, dadurch gekennzeichnet, daß man ein entsprechendes 17a-Acetyl-17p-acyloxysteroid, dessen gegebenenfalls vorhandene 3-ständige Ketogruppe vorübergehend geschützt wurde, mit einem Alkali- oder Erdalkalimetall in flüssigem Ammoniak und anschließend mit einem niedermolekularen aliphatischen Alkohol umsetzt und, falls die Reaktion in Gegenwart eines Alkalimetalls durchgeführt wurde, die erhaltene 20-Hydroxyverbindung in an sich bekannter Weise mit Chromsäure oxydiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Erdalkalimetall Calcium verwendet.
DES63279A 1958-06-06 1959-06-03 Verfahren zur Herstellung von 17ª‰-Acetylsteroiden Pending DE1144271B (de)

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