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DE1035615B - Verfahren zur Herstellung von kunstlederartigen Erzeugnissen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kunstlederartigen Erzeugnissen

Info

Publication number
DE1035615B
DE1035615B DEW18668A DEW0018668A DE1035615B DE 1035615 B DE1035615 B DE 1035615B DE W18668 A DEW18668 A DE W18668A DE W0018668 A DEW0018668 A DE W0018668A DE 1035615 B DE1035615 B DE 1035615B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cold
products
artificial leather
elastomers
leather
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW18668A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Hilger Peter Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Priority to DEW18668A priority Critical patent/DE1035615B/de
Priority to CH354413D priority patent/CH354413A/de
Priority to FR1168862D priority patent/FR1168862A/fr
Priority to GB886057A priority patent/GB847837A/en
Publication of DE1035615B publication Critical patent/DE1035615B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/0086Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the application technique
    • D06N3/0095Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the application technique by inversion technique; by transfer processes
    • D06N3/0097Release surface, e.g. separation sheets; Silicone papers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß man lederartige Erzeugnisse durch Beschichtung oder Imprägnieren von flexiblen Stoffen aller Art mit gelösten oder in der Wärme plastifizierbaren Kunststoffen herstellen kann, wie beispielsweise Wachstuch unter Verwendung von Nitro- oder öllacken oder Kunstleder aus plastifiziertem Polyvinylchlorid. Derartige Produkte besitzen aber bestimmte Mängel, wodurch eine Anwendung auf verschiedenen Gebrauchsgebieten verhindert oder erschwert wird. So sind beispielsweise die bekannten Kunstledererzeugnisse besonders empfindlich gegen Kälteeinwirkung, so daß — je nach dem Grad der Abkühlung — eine mehr oder weniger starke Versprödung eintritt, wodurch sowohl die mechanischen Eigenschaften als auch die Lebensdauer der damit hergestellten Fertigprodukte sehr geschädigt werden. In anderen Fällen, im besonderen Ausmaß bei Kunstledererzeugnissen aus plastifiziertem PVC, wirken sich die Wärmeempfindlichkeit und das erhöhte Schmutzaufnahmevermögen der Oberfläche sehr ungünstig aus.
Die bei den bekannten Kunstlederarten noch bestehenden Nachteile können gemäß vorliegender Erfindung dadurch ausgeschaltet werden, daß man als Filmbildner auf flexiblen Unterlagen aller Art kaltvulkanisierenden Silikonkautschuk, d. h. in der Kälte zu Elastomeren härtbare Organopolysiloxanmassen. einsetzt, insbesondere in Form einer kaltvulkanisierenden Streich- oder Gießmasse. Die mit Silikonkautschuk hergestellten lederähnlichen Erzeugnisse behalten ihre Eigenelastizität ohne jede Veränderung sowohl bei erhöhten Temperaturen bis zu 200° C als auch bei Unterkühlung bis auf —70° C bei und sind in erhöhtem Ausmaß abweisend gegen Verschmutzungen aller Art. Da Silikonkautschuk absolut wasserfest, witterungsbeständig und lichtfest ist, werden hierdurch gegenüber bisher bekannten Produkten dieser Art weitere Vorteile geboten.
Es können für die Herstellung von Kunstleder im Sinne dieser Erfindung sowohl unpigmentierte als auch wahlweise pigmentierte und angefärbte kaltvulkanisierende Silikonpasten angewendet werden. Derartige Pasten werden in gewohnter Weise erhalten unter Anwendung von kaltvulkanisierenden Silikonkautschukmassen, deren Herstellung insbesondere nach der in der belgischen Patentschrift 550 105 angegebenen Arbeitsweise erfolgt. Auch können in besonderen Fällen erfindungsgemäß Gemische von kaltvulkanisierendem Silikonkautschuk mit geeigneten organischen plastischen Kunststoffen, vorzugsweise mit Vinylpolymerisaten wie Polyvinylchlorid, wie sie ebenfalls in der obengenannten belgischen Patentschrift beschrieben sind, benutzt werden. Besonders geeignet als Auftragsmassen sind Diorganopolysil-Verfahren zur Herstellung
von kunstlederartigen Erzeugnissen
Anmelder:
Wacker-Chemie G.m.b.H.,
München 22, Prinzregentenstr. 20
Dipl.-Chem. Hilger Peter Schmitz, München,
ist als Erfinder genannt worden
oxane, die als Vernetzer Organowasserstoffpolysiloxane und als Katalysator Organozinndiester oder Dialkylamine enthalten.
Als Unterlage bzw. als Grundschicht sind alle Materialien geeignet, die mit Silikonkautschuk eine ausreichende Haftverbindung eingehen, wie beispielsweise Glasgewebe, Gewebe und Gewirke aus Natur- und Kunstfaser oder Naturleder, z. B. Spaltleder zwecks Veredelung. Der Auftrag bzw. die Imprägnierung können im Streich- oder im Abziehverfahren erfolgen unter gleichzeitiger oder nachträglicher Ausbildung einer naturlederartigen Narbung bzw. Muste
Beispiel 1
Man fertigt zunächst eine negative Matrize aus beliebigem Material an, beispielsweise für den Handversuch durch Aufguß von geschmolzenem Hartbitumen auf die genarbte Oberfläche eines Naturleders, worauf man nach dem Erkalten des Bitumens das Leder wieder mühelos abziehen kann. Es erfolgt dann auf die Oberfläche der aus Hartbitumen bestehenden Matrize bei Raumtemperatur ein etwa 0,5 mm starker Auftrag einer mit 1 °/o Ocker angefärbten kaltvulkanisierenden Streichpaste, die auf der Grundlage von Dimethylpolysiloxan gemäß dem belgischen Patent 55O1105 gewonnen und mit genau dosiertem Katalysatorzusatz so eingestellt wurde, daß eine Härtung in 15 Minuten abgeschlossen ist.
Unmittelbar nach dem Aufstrich der Silikonkautschukpaste wird ein Baumwollgewebe auf die noch klebrige Silikonkautschukschicht gleichmäßig aufgelegt und mittels einer Gummiwalze leicht angedrückt. Nach 15 Minuten kann dann das Baumwoll-
809 580/547
gewebe mit dem gleichzeitig fest verbundenen Silikonkautschukfilm von der Unterlage abgezogen werden. Man erhält auf diese Weise ohne Anwendung kostspieliger maschineller Anlagen ein Kunstleder, das dem vorgelegten echten Leder in der Maserung und im sonstigen Aussehen genau entspricht.
Beispiel 2
50kg Silikonkautschukstreichmasse mit einer Viskosität von 30000 cSt, hergestellt durch Polymerisation eines Dimethylsilikonöls nach dem deutschen Patent 930 481, werden mit 0,6 kg Dibutylzinndimaleinat. 0,8 kg Methylwasserstoffpolysiloxan einer Viskosität von 100 cSt und 1,0 kg Eisenoxydrot abgemischt, so daß eine homogene, noch gut streichbare Paste erhalten wird. Auf ein Moltongewebe trägt man sodann diese Masse mittels eines Streichmessers in einer Stärke von 0,5 bis 1 mm auf und legt unmittelbar darauf eine negative Matrize aus Hartbitumen, die selbst wieder durch Auftrag im Schmelzfluß des Bitumens auf die Oberfläche von Naturleder und durch Abzug nach dem Erkalten hergestellt werden kann, leicht und unter gleichmäßigem Druck auf. Nach einigen Minuten kann die Matrize abgezogen werden, nachdem die Beschichtung aus Silikonkautschuk genügend durchgehärtet ist. Man erhält auf diese Weise ein Kunstlederprodukt, das dem Naturleder in seiner äußeren Beschaffenheit genau entspricht.
Beispiel 3 „0
Durch Polymerisation eines Octamethylcyclotetrasiloxans mit 0,05% Kaliumhydroxyd bei 150° C bebreitet man ein Polymeres mit einer Viskosität von 3000OcSt, löst das Polymere in Toluol und fügt anschließend langsam unter gutem Rühren so viel Äthanol zu, bis etwa 10% des eingesetzten Polymeren als unlöslicher Körper ausfallen. Anschließend wird weiter mit Äthanol gefällt, bis etwa 70% des eingesetzten Polymeren ausgefallen sind. Diese Fraktion mit einer Viskosität von 1800OcSt füllt man nun mit 50 g Pigment und 4 g Methylwasserstoffpolysiloxan auf je 100 g Polymeres und verarbeitet das Produkt unter Zusatz von 2% Dibutylzinndilaurat auf Kunst leder nach Beispiel 1 oder 2.
Beispiel 4
kg eines Dimethylpolysiloxans gemäß den Beispielen 1 bis 3 werden auf einem Mischwalzwerk mit kg Pigment vermischt, anschließend die Mischung im Verhältnis 1 : 1 vermengt mit einer Polyvinylchloridpaste folgender Zusammensetzung: 70 kg PVC-Pulver, 25 kg Diamylphthalat und 5 kg Dibutylzinndistearat. Zu 10 kg dieses Gemisches fügt man 2 kg Methylwasserstoffpolysiloxan der Viskosität 15OcSt zu, worauf die Verarbeitung der Masse nach den Beispielen 1 oder 2 erfolgt.
An Stelle von Dibutylzinndilaurat und anderer Zinnverbindungen kann in den Beispielen auch z. B. Dibutylamin benutzt werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von kunstlederartigen Erzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kälte zu Elastomeren härtbare Organopolysiloxanmassen auf flexible Unterlagen aller Art aufgebracht und gehärtet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kälte zu Elastomeren härtbare Organopolysiloxanmassen, enthaltend Organo wasserstoffpolysiloxane als Vernetzer und Dialkylzinndiester oder Dialkylamine als Katalysator, verarbeitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kälte zu Elastomeren härtbare Organopolysiloxanmassen im Gemisch mit plastischen organischen Kunststoffen, insbesondere Polyvinylchlorid, verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine gemusterte Oberfläche mit in der Kälte zu Elastomeren härtbaren Organopolysiloxanmassen bestrichen, die aufgetragene Schicht mit einem flexiblen Material überzogen und das beschichtete flexible Material nach dem Aushärten abgezogen wird.
© 809 580/547 7.58
DEW18668A 1956-03-16 1956-03-16 Verfahren zur Herstellung von kunstlederartigen Erzeugnissen Pending DE1035615B (de)

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GB886057A GB847837A (en) 1956-03-16 1957-03-18 Process for the manufacture of leather-like products

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DE3304100A1 (de) * 1983-02-08 1983-09-01 Martin 7500 Karlsruhe Sackmann Silikonisierte textilien
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