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Die Erfindung betrifft ein Zerkleinerungswerkzeug, insbesondere
zur Zerkleinerung von festen oder harten Lebensmitteln und
Früchten, wie beispielsweise Nüssen und anderen kernigen oder
körnigen Materialien.
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Zur Zerkleinerung von Naturprodukten und hieraus hergestellten
Erzeugnissen, z. B. Schokolade, werden überwiegend
Zerkleinerungswerkzeuge mit Messern eingesetzt. Einfache Küchenmesser
haben den Vorteil der leichten Verfügbarkeit und der einfachen
Reinigungsmöglichkeit. Mechanisch betriebene Mixmaschinen
zerkleinern harte bis feste Lebensmittel und Früchte mühelos und
schnell, eignen sich jedoch wenig für kleine Mengen, denn sie
sind sperrig und umständlich zu reinigen und benötigen einen
Stromanschluss.
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Ein Zerkleinerungswerkzeug das nur ein einziges Messer
aufweist, hat den Nachteil, dass harte kugelförmige Produkte von
dem Messer nur schwer erfasst werden können, weil das Messer
auf ihnen abgleitet. Sind mehrere Messer parallel zueinander
angeordnet, dann setzt sich der Spalt zwischen den Messern zu,
so dass zwischen den Messern eingeklemmte Produkt nur schwer
herauszubekommen ist.
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Ein Zerkleinerungswerkzeug, von dem der Oberbegriff des Anspruchs 1
ausgeht, ist bekannt aus DE 200 17 053. Dieses
Zerkleinerungswerkzeug weist einen Griff und einen Messerteil auf,
wobei der Messerteil mehrere von dem Griff abstehende längliche
Messer mit querlaufender Schneide aufweist und die Schneiden
aller Messer in derselben Ebene enden. Die Messer sind
sternförmig angeordnet und sie laufen in einem Zentrum zusammen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Zerkleinerungswerkzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach zu
reinigen ist.
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Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Hiernach weist der Griff
zwischen benachbarten Messern des Zerkleinerungswerkzeugs
schräge Abweisflächen auf, die vom Zentrum aus nach außen
zurückweichen. Beim stampfenden Schneiden des Zerkleinerungsgutes
wird das Gut von den Abweisflächen nicht nur nach hinten,
sondern auch nach außen geleitet. Weiter außen ist im Abstand
zwischen benachbarten Messern die generell radial ausgerichtet
sind, größer, so dass das Gut nicht verdichtet wird, sondern
von den Abweisflächen herabfällt. Das Messer ist gewissermaßen
selbstreinigend, wobei das nachdrückende Gut das vorher
eingeklemmte Gut nach außen schiebt.
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Die Messerteile sind sternförmig angeordnet und vorzugsweise in
den aus Kunststoff bestehenden Griff eingegossen. Die
knaufartige Griffform ist zweckmäßigerweise so gestaltet, dass die
Abweisflächen gleitend in den Griffteil übergehen. Die
Abweisflächen können Kegelflächen sein der auch konkav oder konvex
ausgebauchte Flächen. Generell bilden sie eine sich zum
Messerteil hin verjüngende Spitze.
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Die sternförmige Messeranordnung kann vier, sechs, acht oder
zehn Messer aufweisen oder auch eine beliebige ungerade
Messerzahl.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Schneiden bogenförmig verlaufen. Ein derartiges
Zerkleinerungswerkzeug mit bogenförmiger Wölbung der Schneiden
wird vorzugsweise in Verbindung mit einer Schale mit gerundetem
Boden benutzt, wobei die bogenförmige Wölbung der Schneiden
vorzugsweise kleiner ist als die Hohlwölbung des Bodens. Die
Schale ist hierbei weiterer Bestandteil des
Zerkleinerungswerkzeugs. Das Stampfmesser wird, bedingt durch die bogenförmig
abgerundeten Schneiden, auf dem Boden der Schale durch
Wiegebewegungen in variierenden Richtungen bewegt, wobei ein leichter
Druck auf den Griff ausgeübt wird.
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Die Schneiden des Stampfmessers sind imstande, dass zu
zerkleinernde Produkt scharf und präzise zu zerteilen. Der
Benutzer kann während er die Produkte zerkleinert laufend mühelos
und genau kontrollieren, ob der gewünschte Zerkleinerungsgrad
schon erreicht ist.
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Das Stampfmesser ist gleichwohl mit Klingen versehen, die das
zu zerkleinernde Produkt scharf und präzise zerteilen. Der
Benutzer kann, während er die Produkte zerkleinert, laufend,
mühelos und genau kontrollieren, ob der gewünschte
Zerkleinerungsgrad schon erreicht ist.
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Das Stampfmesser ist ein insgesamt starres Werkzeug, das gut in
der Hand liegt und somit präzise geführt werden kann. Das
Stampfmesser weist keine beweglichen oder abnehmbaren Teile auf
und auch keine Ummantelungs- oder Rückhaltevorrichtungen, ist
nicht zerlegbar, kann als Fertigerzeugnis nicht erweitert
werden. Die Funktion des Stampfmessers muss nicht durch weitere
Ergänzungsteile verbessert werden, es ist jederzeit sofort voll
einsatzbereit. Die Reinigung ist denkbar einfach, mit Bürste
und Wasser. Es gibt keine Einzelteile, die gesondert zu
reinigen sind. Vorzugsweise ist der Griff knaufartig ausgebildet,
der so geformt ist, dass er gut in der Hand liegt und die
nötige Masse liefert, die für das Zerkleinern, auch spröder und
fester, Materialien erforderlich ist.
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Das erfindungsgemäße Zerkleinerungswerkzeug eignet sich
insbesondere für kernige oder körnige Produkte, beispielsweise
Nüsse, Gemüse, beispielsweise Möhren, Zwiebel, Rettich,
Radieschen, Kohlrabi, Süßwaren, beispielsweise Schokolade.
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Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
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Es zeigen:
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Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
des Stampfmessers,
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Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Stampfmessers nach
Fig. 1, und
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Fig. 3 ein Stampfmesser mit zugehöriger Schale.
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Das Stampfmesser der Fig. 1 und 2 weist einen länglichen
runden Griff 11 mit einem am rückwärtigen Ende vorgesehenen
verdickten Knauf 13 auf. Aus dem vorderen Ende des Griffs 11 ragt
der Messerteil 12 heraus. Dieser besteht aus mehreren um ein
Zentrum 14 herum sternförmig angeordneten Messern 15, die
jeweils an dem dem Griff 11 abgewandten Ende eine Schneide 17
aufweisen. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel liegen die
Schneiden 17 sämtlicher Messer 15 in einer gemeinsamen Ebene,
d. h.. sämtliche Schneiden 17 liegen auf einer ebenen Unterlage
auf, auf die das Stampfmesser aufrechtstehend wie in Fig. 1
gestellt oder gegen die es gedrückt wird.
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Die Endwand des Griffs 11 ist kegelförmig ausgebildet, wobei
die zwischen den Messern 15 etwa dreieckförmige Abweisflächen
16 bildet, die in einer Spitze 19 zusammenlaufen. Die
Abweisflächen 16 verlaufen schräg zur Längsachse des Griffs und sie
weichen von dem Zentrum 14 bzw. der Spitze 19 aus nach außen
zurück. Schneidgut, das im Bereich des Zentrums zwischen den
Messern 15 hochgedrückt wird, wird durch die Abweisflächen 16
nach außen gedrückt, so dass es frei herabfallen kann und sich
nicht zwischen den Messern verkeilt.
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Die Außenecken 20 der Messer 15 sind gerundet, um die Gefahr
des Hängenbleibens und die Gefahr von Verletzungen zu
verringern.
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Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform des Stampfmessers 10a.
Das Stampfmesser 10a ist generell in gleicher Weise ausgebildet
wie das Stampfmesser 10, jedoch haben die Schneiden 17a
bogenförmigen Verlauf. Die Schneiden 17a der sternförmig
angeordneten Messer 15 sind so ausgebildet, dass sie ihre Umhüllende
eine bogenförmige Wölbung bildet.
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Dieses Stampfmesser 10a wird in Verbindung mit einer Schale 22
benutzt, die einen gerundeten Boden 23 aufweist. Die Wölbung
der Umhüllenden der Schneiden 17a hat einen kleineren
Durchmesser als die Wölbung des Bodens 23, so dass das Stampfmesser auf
dem Boden 23 abgerollt werden kann.