DE20317848U1 - Band- oder Gattermesser - Google Patents
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Abstract
Band- oder Gattermesser, mit einer Schneide (2), die eine Vielzahl jeweils an mindestens einer Seite unter Ausbildung von Schneidkanten (7) angeschliffener Zähne (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß sich an jeweils eine Gruppe (3) gleicher Zähne (4) zumindest ein größerer dreieckförmiger Zahn (6) und/oder eine, bezogen auf einen Zahn (4) einer Gruppe (3) breitere konkave Zahnlücke (5) anschließt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Band- oder Gattermesser mit einer Schneide, die eine Vielzahl jeweils an mindestens einer Seite unter Ausbildung von Schneidkanten angeschliffener Zähne aufweist.
- Derartige Band- oder Gattermesser werden zum Schneiden unterschiedlichster Materialien eingesetzt. Beispielhaft ist hier zu nennen das Schneiden von Teigwaren wie Kuchen oder Brot mit einem relativ weichen Kern und einer dazu härteren Kruste, Schlachtgut wie Fleisch oder Knochen, Fisch, Obst, Gemüse, Schaumstoffe, Gummi, Leder oder dergleichen. Gleichfalls die Kombination verschiedener Materialien in Sandwich-Bauweise, Schaumstoffe mit einem Folienrücken und ähnliches. Weiter kann das Schneidgut heiß, kalt oder tiefgefroren sein. Es ist also zu erkennen, daß an ein solches Band- oder Gattermesser erhebliche Anforderungen insbesondere hinsichtlich seiner Standzeit gestellt werden.
- Zu berücksichtigen ist überdies, daß Band- oder Gattermesser überwiegend industriell eingesetzt werden, d. h., sie unterliegen einer erheblichen Beanspruchung und stellen somit einen nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor dar, der beeinflußt wird unter anderem von der genannten Standzeit.
- Ein gattungsgemäßes Band- oder Gattermesser ist aus der
EP 1 030 763 B1 bekannt. Das darin beschriebene Messer weist im Bereich der Schneide eine Vielzahl von Zähnen und Zahnlücken auf, wobei die einzelnen Zähne in gleichem Abstand zueinander stehen. Sowohl die Zähne wie auch die Zahnlücken sind jeweils mit einer zusätzlichen feineren Verzahnung versehen, durch die ein besseres Schneidverhalten des Band- oder Gattermessers erreicht werden soll. - Tatsächlich jedoch werden durch die zusätzlichen Verzahnungen sehr kleine Zähnchen bzw. Lücken geschaffen, die den gestellten Anforderungen nur ungenügend gerecht werden.
- So ist zunächst einmal der relativ hohe Verschleiß zu nennen, durch den nur eine minimierte Standzeit erzielbar ist.
- Aber auch das Schneidergebnis selbst läßt zu wünschen übrig, da sich die kleinen Zahnlücken sehr schnell mit dem zu schneidenden Material füllen und darin verkleben, zumindest partikelweise, so daß das Schneidergebnis, das als weitgehend glatte Schnittfläche gefordert ist, in wesentlichem Umfang nicht erreichbar ist.
- Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Band- oder Gattermesser der gattungsgemäßen Art so weiter zu entwickeln, daß seine Standzeit erhöht und die Schnittqualität verbessert wird.
- Diese Aufgabe wird durch ein Band- oder Gattermesser gelöst, das die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
- Ein in diesem Sinne ausgebildetes Band- oder Gattermesser bietet gegenüber dem Stand der Technik erhebliche Vorteile.
- So ist zunächst einmal zu nennen, daß die insoweit größeren Zähne eine erheblich höhere Standzeit haben als dies bei Zähnen der Fall ist, wie sie durch den genannten Stand der Technik bekannt sind.
- Hierdurch ergeben sich naturgemäß erhebliche Kostenvorteile, die auch vor allem deshalb bemerkenswert sind, als solche Band- oder Gattermesser vielfältig in den unterschiedlichsten Bereichen im Einsatz sind und zwar überwiegend im Dauereinsatz.
- Neben der verringerten Ersatzbeschaffung trägt zur Kostenminimierung durch das neue Band- oder Gattermesser auch bei, daß die Maschinenstillstandzeiten reduziert werden, wie sie für das Auswechseln der Band- oder Gattermesser erforderlich sind.
- Daneben ist als weiterer Vorteil der Erfindung zu nennen, daß, wie sich überraschend gezeigt hat, die Qualität des jeweiligen Schnittes gegenüber einem mit dem bekannten Messer durchgeführten signifikant besser ist. Dies vor allem deshalb, weil Partikel des zu schneidenden Materials sich nicht in den Zahnlücken festsetzen können, d. h., die Zahnlücken zwischen den Zähnen einer Gruppe sind so gehalten, daß ein Anhaften bzw. Verbacken der Partikel praktisch ausgeschlossen ist.
- Eine Gruppe gleicher Zähne besteht zumindest aus zwei Zähnen, die vorzugsweise dreieckförmig ausgebildet und ein- oder beidseitig angeschliffen sind, so daß sich Schneidkanten ergeben, die praktisch bis zum Zahnfuß reichen, an den sich der benachbarte Zahn derselben Gruppe, oder ein größerer dreieckförmiger Zahn anschließt.
- Dieser größere dreieckförmige Zahn ist ebenfalls an den beiden in der Spitze mündenden Schenkeln ein- oder beidseitig unter Ausbildung einer Schneidkante angeschliffen.
- Auch die alternativ oder in Kombination vorgesehene Zahnlücke ist ein- oder beidseitig angeschliffen, woraus sich eine konkave Schneidkante ergibt, die entweder an einem oder zwei sich gegenüber liegenden größeren dreieckförmigen Zähnen endet oder einem Endzahn einer Gruppe gleicher Zähne.
- Als vorteilhafte Ausbildung hat sich gezeigt, daß die Zahnlücke in ihrer Breite größer ist als die Breite im Fußbereich eines Zahnes aus der Gruppe gleicher Zähne, so daß zwei Gruppen von Zähnen mit größerem Abstand zueinander liegen.
- Die Zähne einer Gruppe wiederum können entlang einer konkaven Grundlinie angeordnet sein. Denkbar ist aber auch, die gemeinsame Grundlinie der Zähne einer Gruppe sowohl bei konkavem wie auch geradem Verlauf höher oder tiefer oder auf gleicher Höhe mit der Grundlinie bzw. dem tiefsten Punkt der konkaven Zahnlücke anzuordnen.
- Prinzipiell ist es auch möglich, die Anzahl der Zähne einzelner Gruppen innerhalb eines Band- oder Gattermessers zu variieren, ebenso wie deren Formgebung. Dies gilt gleichermaßen für die benachbarten größeren Zähne wie auch für die, bezogen auf einen Zahn einer Gruppe, breitere konkave Zahnlücke.
- Da die Zähne entsprechend ihrer Form und Größe unterschiedliche Schneidverhalten besitzen, ist die Anordnung und Dimensionierung der Zähne abhängig von dem zu schneidenden Material. Dabei kommt einer in diesem Sinne variierten Bestükkung des Band- oder Gattermessers in fertigungstechnischer Hinsicht entgegen, daß mit modernen Fertigungsverfahren, beispielsweise durch Wasserschneiden, Lasern, Stanzen, Fräsen, Erodieren, Schaben oder Schleifen die unterschiedlichsten Varianten geschaffen werden können, insbesondere computergesteuert.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Band- oder Gattermessern werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 -6 jeweils einen Teilabschnitt eines erfindungsgemäßen Band- oder Gattermessers in einer Seitenansicht. - In den Figuren ist jeweils ein Teil eines Band- oder Gattermessers dargestellt mit einer Klinge
1 , die an einer Längsseite eine Schneide2 aufweist. Diese Schneide2 ist mit einer Vielzahl jeweils an mindestens einer Seite unter Ausbildung von Schneidkanten angeschliffener Zähne4 ,6 versehen, von denen mindestens zwei gleiche Zähne4 eine Gruppe3 bilden. - An jede Gruppe
3 schließt sich ein größerer, etwa dreieckförmiger Zahn6 an, wie dies beispielhaft in den3 und4 dargestellt ist. - In diesen Beispielen sind zwei sich gegenüber liegende größere Zähne
6 durch eine konkave Zahnlücke5 verbunden, die bei den übrigen Beispielen (1 und3 ,5 und6 ) die letzten der gleich großen Zähne4 zweier benachbarter Gruppen3 verbinden. - In den Ausführungsbeispielen gemäß den
1 -4 sind die Schneidkanten7 der einzelnen Zähne4 ,6 als Gerade ausgebildet, wobei die Anschliffe entsprechend den1 und2 jeweils die Form eines projizierten Dreiecks einnehmen, während die Anschliffe gemäß den3 und4 jeweils eine Raute wiedergeben. - Bei allen gezeigten Beispielen weisen die Zahnlücken
5 ebenfalls eine Schneidkante8 auf, die durch ein- oder beidseitigen Anschliff hergestellt sein kann. - In den
5 und6 sind die Schneidkanten der einzelnen Zähne4 konkav ausgebildet, wobei die jeweilige konkave Zahnlücke5 mit einer angepaßten Schneidkante8 versehen ist. - Die Grundlinien der Gruppen
3 und der Zahnlücken5 bzw. der größeren Zähne6 sind bei dem Band- oder Gattermesser gemäß den1 ,2 und5 niveaugleich, während die Grundlinien der Zahnlücken5 in den Beispielen der3 und6 tiefer liegen als die der benachbarten Zähne4 der Gruppen3 . - In der
4 ist deutlich zu erkennen, daß die Grundlinie der Zähne4 der Gruppen3 konkav verläuft, jedoch auf gleicher Höhe wie die Grundlinie der sich an die größeren Zähne6 anschließenden Zahnlücke5 . Die Teilung der Zähne4 der Gruppen3 und die Breite der Zahnlücken5 ist abhängig von dem zu schneidenden Material, wobei weichere Materialien mit einer großen Zahnteilung und härtere Materialien mit einer kleineren zu schneiden sind. - Insbesondere durch die Kombination unterschiedlicher Zahnformen und Gruppengrößen lassen sich homogene Materialien mit einer variierenden Struktur oder einem variierenden Aufbau problemlos schneiden.
- Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele, sondern umfaßt auch solche Band- oder Gattermesser, bei denen beispielsweise anstelle der Zahnlücke
5 ein gegenüber einem Zahn4 der Gruppe3 größerer dreieckförmiger Zahn vorgesehen ist und dabei die Spitzen der Zähne4 der benachbarten Gruppen3 überragt. Dabei kann der Schenkelwinkel dieses größeren dreieckförmigen Zahnes denen der einzelnen Zähne4 der Gruppen3 entsprechen. - Die Anzahl der zwischen zwei Gruppen
3 angeordneten größeren Zähne ist je nach Erfordernis wählbar. - Bezugszeichenliste
- 1
- Klinge
- 2
- Schneide
- 3
- Gruppen
- 4
- Zähne
- 5
- Zahnlücken
- 6
- Zähne
- 7
- Schneidkanten
- 8
- Schneidkanten
Claims (11)
- Band- oder Gattermesser, mit einer Schneide (
2 ), die eine Vielzahl jeweils an mindestens einer Seite unter Ausbildung von Schneidkanten (7 ) angeschliffener Zähne (4 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß sich an jeweils eine Gruppe (3 ) gleicher Zähne (4 ) zumindest ein größerer dreieckförmiger Zahn (6 ) und/oder eine, bezogen auf einen Zahn (4 ) einer Gruppe (3 ) breitere konkave Zahnlücke (5 ) anschließt. - Band- oder Gattermesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der größere dreieckförmige Zahn (
6 ) und die Zahnlücke (5 ) jeweils mit einem eine Schneidkante bildenden Anschliff versehen sind. - Band- oder Gattermesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der größere dreieckförmige Zahn über die Zähne (
4 ) der benachbarten Gruppen (3 ) vorsteht. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schenkelwinkel des größeren dreieckförmigen Zahnes denen der einzelnen Zähne (
4 ) der Gruppen (3 ) entspricht. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zahnlücke (
5 ) beidseitig durch den einen größeren, etwa dreieckförmigen Zahn (6 ) begrenzt ist, an den sich jeweils eine Gruppe (3 ) anschließt. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkanten (
7 ) der Zähne (4 ,6 ) durch einen Anschliff gebildet sind, der in der Projektion ein Dreieck oder eine Raute bildet. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkanten (
7 ) der Zähne (4 ) durch einen konkaven Anschliff gebildet sind. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnlücke (
5 ) beidseitig durch einen Zahn (4 ) der benachbarten Gruppen (3 ) begrenzt ist. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (
4 ) jeder Gruppe (3 ) auf einer gedachten konkaven Grundlinie angeordnet sind. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkante (
8 ) der Zahnlücke (5 ) auf einer Höhe oder tiefer als die Schneidkanten (7 ) der benachbarten Zähne (4 ) liegt. - Band- oder Gattermesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (
4 ) jeder Gruppe (3 ) auf einer geraden gedachten Grundlinie liegen.
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2003
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