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DE102006004429A1 - Halbleiterbauelement mit einem Metallisierungsschichtstapel mit einem porösen Material mit kleinem ε mit einer erhöhten Integrität - Google Patents

Halbleiterbauelement mit einem Metallisierungsschichtstapel mit einem porösen Material mit kleinem ε mit einer erhöhten Integrität Download PDF

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DE102006004429A1
DE102006004429A1 DE102006004429A DE102006004429A DE102006004429A1 DE 102006004429 A1 DE102006004429 A1 DE 102006004429A1 DE 102006004429 A DE102006004429 A DE 102006004429A DE 102006004429 A DE102006004429 A DE 102006004429A DE 102006004429 A1 DE102006004429 A1 DE 102006004429A1
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DE
Germany
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layer
metal
forming
conductive
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102006004429A
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Nopper
Udo Nothelfer
Axel Preusse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GlobalFoundries Inc
Original Assignee
Advanced Micro Devices Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Advanced Micro Devices Inc filed Critical Advanced Micro Devices Inc
Priority to DE102006004429A priority Critical patent/DE102006004429A1/de
Priority to US11/538,464 priority patent/US20070178690A1/en
Priority to TW096102436A priority patent/TW200739728A/zh
Priority to PCT/US2007/001871 priority patent/WO2007089495A1/en
Publication of DE102006004429A1 publication Critical patent/DE102006004429A1/de
Priority to GBGB0813520.4A priority patent/GB0813520D0/en
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • H10W20/063
    • H10W20/039
    • H10W20/091

Landscapes

  • Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)

Abstract

Durch Verwenden einer strukturierten Opferschicht zur Herstellung äußerst leitender Metallgebiete wird das Ausbilden einer zuverlässigen leitenden Barriereschicht vor dem eigentlichen Abscheiden eines dielektrischen Materials mit kleinem ε erreicht. Somit können selbst äußerst poröse Dielektrika in Verbindung mit äußerst leitenden Metallen eingesetzt werden, ohne dass im Wesentlichen die Diffusionseigenschaften und das Elektromigrationsverhalten beeinträchtigt werden. Somit werden Metallisierungsschichten für äußerst größenreduzierte Halbleiterbauelemente mit kritischen Abmessungen von 50 nm und deutlich weniger bereitgestellt.

Description

  • Gebiet der vorliegenden Erfindung
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung die Herstellung integrierter Schaltungen und betrifft insbesondere die Herstellung von Metallisierungsschichten mit reduzierter Permittivität durch Verwendung dielektrischer Materialien mit kleinem ε.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • In einer integrierten Schaltung wird eine sehr große Anzahl an Schaltungselementen, etwa Transistoren, Kondensatoren, Widerstände und dergleichen in oder auf einem geeigneten Substrat typischerweise in einer im Wesentlichen ebenen Konfiguration hergestellt. Auf Grund der großen Anzahl an Schaltungselementen und des erforderlichen komplexen Aufbaus moderner integrierter Schaltungen können die elektrischen Verbindungen der einzelnen Schaltungselemente im Allgemeinen nicht in der gleichen Ebene hergestellt werden, in der die Schaltungselemente ausgebildet sind. Typischerweise werden derartige elektrische Verbindungen in einer oder mehreren zusätzlichen „Verdrahtungs"-Schichten gebildet, die auch als Metallisierungsschichten bezeichnet werden. Diese Metallisierungsschichten beinhalten im Wesentlichen metallenthaltende Leitungen, die für die elektrische Verbindung innerhalb der Ebene sorgen, und enthalten ebenso mehrere Zwischenebenenverbindungen, die aus Kontaktdurchführungen bezeichnet werden, die mit einem geeigneten Metall gefüllt sind. Die Kontaktdurchführungen stellen die elektrische Verbindung zwischen zwei benachbarten gestapelten Metallisierungsschichten her, wobei die metallenthaltenden Leitungen und die Kontaktdurchführungen gemeinsam auch als Verbindungsstruktur bezeichnet werden.
  • Auf Grund der ständigen Reduzierung der Strukturgrößen äußerst moderner Halbleiterbauelemente werden äußerst leitende Metalle, etwa Kupfer und Legierungen davon in Verbindung mit einem dielektrischen Material mit kleinem ε häufig als Alternative bei der Herstellung von Metallisierungsschichten eingesetzt. Typischerweise sind mehrere Metallisierungsschichten, die aufeinander gestapelt sind, erforderlich, um die Verbindungen zwischen allen internen Schaltungselementen und Eingabe/Ausgabe-, Leistungszufuhr- und Masseanschlüssen des betrachteten Schaltungsaufbaus zu realisieren. Für äußerst größenreduzierte integrierte Schaltungen ist die Signalausbreitungsverzögerung und damit die Arbeitsgeschwindigkeit der integrierten Schaltung nicht länger durch die Feldeffekttransistoren beschränkt, sondern ist auf Grund der erhöhten Dichte an Schaltungselementen, die auch eine immer größere Anzahl an elektrischen Verbindungen erforderlich macht, durch die unmittelbare Nachbarschaft der Metallleitungen beschränkt, da die Kapazität zwischen Leitungen erhöht ist, was noch durch die Tatsache begleitet ist, dass die Metallleitungen eine reduzierte Leitfähigkeit auf Grund einer geringeren Querschnittsfläche aufweisen. Aus diesem Grunde werden traditionelle Dielektrika, etwa Siliziumdioxid (ε > 3,6) und Siliziumnitrid (ε > 5) durch dielektrische Materialien mit einer geringeren Permittivität ersetzt, die daher als Dielektrika mit kleinem ε mit einer relativen Permittivität von 3 oder weniger bezeichnet werden. Die reduzierte Permittivität dieser Materialien mit kleinem ε wird häufig erreicht, indem diese dielektrischen Materialien in einer porösen Konfiguration vorgesehen werden, wodurch ein ε-Wert von deutlich kleiner als 3,0 möglich ist. Auf Grund der inneren Eigenschaften, etwa eines hohen Maßes an Porosität des dielektrischen Materials kann jedoch die Dichte und die mechanische Stabilität oder Festigkeit deutlich kleiner sein im Vergleich zu den gut erprobten Dielektrika Siliziumdioxid und Siliziumnitrid.
  • Während der Herstellung von kupferbasierten Metallisierungsschichten wird häufig eine sogenannte Damaszener- oder Einlege-Technik auf Grund der Eigenschaften des Kupfers angewendet, dass dieses keine flüchtigen Ätzprodukte bildet, wenn es gut erprobten anisotropen Ätzumgebungen ausgesetzt wird. Des weiteren kann Kupfer nicht mit hohen Abscheideraten auf der Grundlage gut etablierter Abscheideverfahren, wie sie typischerweise für Aluminium eingesetzt werden, etwa CVD (chemische Dampfabscheidung) aufgebracht werden. Somit wird in der Einlegetechnik das dielektrische Material strukturiert, so dass dieses Gräben und/oder Kontaktlöcher aufweist, die nachfolgend mit dem Metall mittels einer effizienten elektrochemischen Abscheidetechnik gefüllt werden. Während des Ätzprozesses kann das poröse Material mit kleinem ε geschädigt werden, wodurch dessen mechanische Integrität noch weiter reduziert wird. Die Ätzschäden können in Verbindung mit einer hohen Anzahl an zusätzlichen Oberflächenunregelmäßigkeiten in Form von kleinen Hohlräumen auf Grund der Porosität eine dem Ätzen nachgeordnete Behandlung zum „Abdichten" des Materials mit kleinem ε vor dem Einfüllen des Metalls erforderlich machen. Des weiteren wird für gewöhnliche eine Barrierenschicht auf freiliegenden Oberflächenbereichen des dielektrischen Materials vor dem Einfüllen des Metalls gebildet, das für die gewünschte Haftung des Metalls an dem umgebenden dielektrischen Material sorgt und auch eine Kupferdiffusion in sensible Bauteilbereiche unterdrückt, da Kupfer leicht in einer Vielzahl dielektrischer Materialien und insbesondere in porösen Dielektrika mit kleinem ε diffundieren kann. Ferner kann das Verhalten der Metallleitungen und Kontaktdurchführungen im Hinblick auf eine belastungsinduzierte Metallwanderung, etwa Elektromigration, deutlich von den Eigenschaften einer Grenzfläche zwischen dem Metall und dem dielektrischen Material abhängen, wodurch eine zuverlässige Abdeckung des porösen dielektrischen Materials ein wichtiger Gesichtspunkt für das Leistungsverhalten der Metallisierungsschicht ist. Die zuverlässige Abdeckung freiliegender Oberflächen eines porösen Materials in Öffnungen mit einem großen Aspektverhältnis, wie sie typischerweise in anspruchsvollen Anwendungen mit Strukturgrößen von ungefähr 50 nm und weniger erforderlich sind, auf Grundlage gegenwärtig etablierter Barrierenabscheidetechniken, etwa der Sputter-Abscheidung, und dergleichen, ist keine offensichtliche und naheliegende Entwicklung und daher kann sich die Produktionsausbeute und die Produktzuverlässigkeit deutlich reduzieren.
  • Im Lichte der zuvor beschriebenen Situation besteht ein Bedarf für eine besserte Technik, die das Herstellen moderner Halbleiterbauelemente ermöglicht, während eines oder mehrere der oben erkannten Probleme vermieden oder deren Auswirkungen zumindest reduziert werden.
  • Überblick über die Erfindung
  • Im Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung an eine Technik zur Herstellung eines Metallgebiets in einem dielektrischen Material mit kleinem ε mit erhöhter Integrität der sich ergebenden Metallisierungsschicht, selbst für Materialien mit einem hohen Maß an Porosität, wie sie typischerweise für dielektrische Materialien mit einer relativen Permittivität von 3,0 und deutliche kleiner verwendet werden. Um einen zuverlässigen Einschluss des Metalls, etwa von Kupfer, Kupferlegierung und dergleichen, zu erreichen, wird eine leitende Barrierenschicht auf Oberflächenbereichen des Metalls vor der Bildung des dielektrischen Materials mit kleinem ε gebildet. Auf diese Weise wird eine zuverlässige Grenzfläche zwischen dem Metall und dem dielektrischen Material mit kleinem ε vorgesehen, wobei die verbesserte Grenzflächenintegrität in einem erhöhten Widerstand gegen Elektromigriation resultieren kann, während in effizienter Weise eine Diffusion von Metallatomen in das Dielektrikum und von dielektrischen Material in das Metallgebiet reduziert wird. In einigen anschaulichen Ausführungsformen kann der Einschluss eines äußerst leitenden Metalls, etwa Kupfer oder Kupferlegierung mittels einer leitenden Barrierenschicht auf der Grundlage einer Opferschicht erreicht werden, die nach der Herstellung entsprechender Metallgebiete entfernt wird. Durch Anwenden der Opferschicht kann ein hohes Maß an Prozesskompatibilität mit bestehenden Einlege-Technologien beibehalten werden.
  • Gemäß einer weiteren anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren das Bilden einer Öffnung in einer Opferschicht, die über einem Substrat eines Halbleiterbauelements ausgebildet ist. Das Verfahren umfasst ferner das Bilden eines Metallgebiet in der Öffnung und das Entfernen der Opferschicht. Schließlich wird ein dielektrisches Material mit kleinem ε so gebildet, dass das Metallgebiet in dem dielektrischen Material mit kleinem ε eingebettet ist.
  • Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren das Bilden eines Metallgebiets über einem Substrats eines Halbleiterbauelements, wobei das Metallgebiet eine leitende Barrierenschicht, die zumindest an einer Seitenfläche des Metallgebiets ausgebildet ist, aufweist. Ferner wird eine dielektrische Schicht mit kleinem ε auf der leitenden Barrierenschicht gebildet.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Vorteile, Aufgaben und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert und gehen deutlich aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
  • 1a bis 1j schematisch Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Herstellung einer Metallisierungsschicht mit einem dielektrischen Material mit kleinem ε gemäß anschaulicher Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zeigen;
  • 2a bis 2f schematisch Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Herstellung einer Metallisierungsschicht zum Einschluss eines hochleitenden Metallgebiets vor dem Bilden eines dielektrischen Materials mit kleinem ε zeigen, wobei ein hohes Maß an Prozesskompatibilität mit bestehenden Einlege-Technologien beibehalten wird; und
  • 3a und 3b schematisch Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Herstellung von Metallleitungen und Kontaktdurchführungen gemäß weiterer anschaulicher Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zeigen.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist, wie dies in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar, deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert ist.
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung eine Technik, in der ein gut leitendes Metall, etwa Kupfer, Kupferlegierungen, Silber und dergleichen auf der Grundlage gut etablierter elektrochemischer Abscheideverfahren, etwa stromloses Plattieren, Elektroplattieren, und dergleichen gebildet werden, wobei das Einhüllen und damit der Einschluss des äußerst leitenden Materials auf der Grundlage einer leitenden Barrierenschicht erreicht wird, die vor der Herstellung von dielektrischen Materialien mit kleinem ε gebildet wird. Dazu kann eine Opferschicht hergestellt werden und entsprechend strukturiert werden, um als eine entsprechende Abscheidmaske für die elektrochemische Abscheidung des Metalls zu dienen. Die Eigenschaften der Opferschicht können auf der Grundlage von Prozesserfordernissen ausgewählt werden, d. h. das Material der Opferschicht kann ein beliebiges geeignetes Material sein, das in einigen anschaulichen Ausführungsformen eine deutlich reduzierte Porosität im Vergleich zu einem dielektrischen Material mit kleinem ε aufweist, wodurch die Herstellung einer äußerst zuverlässigen Barrierenschicht vor dem Abscheiden des eigentlichen dielektrischen Materials mit kleinem ε möglich ist. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen ist für die Materialeigenschaften der Opferschicht nicht notwendigerweise eine geringe Porosität erforderlich und kann im Hinblick auf andere Eigenschaften, etwa auf eine Selektivität während eines Ätzprozesses zum Entfernen der Opferschicht, im Hinblick auf die mechanische Stabilität während eines CMP-Prozesses, im Hinblick auf die Abscheideeigenschaften, die Fähigkeit der Strukturierung durch alternative Strukturierungsverfahren, etwa Einprägeverfahren, und dergleichen ausgewählt werden.
  • Mit Bezug zu den 1a bis 1j, 2a bis 2f und 3a bis 3b werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detaillierter beschrieben.
  • 1a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Halbleiterbauelements 100, das ein Substrat 101 umfasst, das ein beliebiges geeignetes Substrat für die Herstellung von Schaltungselementen darin und darauf repräsentieren kann. Beispielsweise repräsentiert das Substrat 101 ein Siliziumvollsubstrat, ein SOI- (Halbleiter auf Isolator) Substrat oder ein anderes Trägermaterial, das darauf ausgebildet eine Halbleiterschicht (nicht gezeigt) aufweist, die für die Herstellung von Schaltungselementen, etwa Transistoren, Kondensatoren, Widerstände und dergleichen geeignet ist. Der Einfachheit halber ist ein einzelnes Transistorelement 111, das in einer dielektrischen Schicht 113 eingebettet ist, in einer Bauteilschicht 110 gezeigt, wobei in anschaulichen Ausführungsformen das Schaltungselement 111 Strukturelemente mit einer kritischen Abmessung von 50 nm und deutlich weniger repräsentieren kann. Beispielsweise kann das Transistorelement 111 eine Gatelänge 112 von 50 nm und deutlich weniger aufweisen. Wie zuvor erläutert ist, ist für äußerst moderne integrierte Schaltungen mit Schaltungselementen 111 mit Abmessungen, wie sie zuvor beschrieben sind, das Leistungsverhalten des Bauelements 100 im Wesentlichen durch die Signalausbreitungsverzögerung bestimmt, die durch zusätzliche Verdrahtungsschichten, d. h. Metallisierungsschichten, hervorgerufen wird, die über der Bauteilschicht 110 herzustellen sind, um damit die einzelnen Schaltungselemente 111 elektrisch anzuschließen. Die dielektrische Schicht 113 der Bauteilschicht 110 kann aus beliebigen geeigneten dielektrischen Materialien, etwa Siliziumdioxid, Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid oder Dielektrika mit kleinem ε, und dergleichen aufgebaut sein. Ferner sind Kontaktpfropfen (nicht gezeigt) in der Bauteilschicht 110 ausgebildet, um damit Kontaktbereiche für die elektrische Verbindung zu Metallisierungsschichten, die noch herzustellen sind, bereitzustellen.
  • Des weiteren umfasst das Halbleiterbauelement 100 eine leitende Barrierenschicht 120, die über der Bauteilschicht 110 ausgebildet ist, wobei in einer anschaulichen Ausführungsform eine Saatschicht 121 auf der Barrierenschicht 120 gebildet sein kann. Die leitende Barrierenschicht 120 kann aus einem beliebigen geeigneten Material mit den erforderlichen Haft- und Barriereneigenschaften im Hinblick auf ein gut leitendes Metall, etwa Kupfer, Kupferlegierung, Silber, und dergleichen aufgebaut, das für die Herstellung von Metallleitungen und Gebieten verwendet wird, die noch über der Barrierenschicht 120 herzustellen sind. Beispielsweise können Tantal, Tantalnitrid, Wolframnitrid, Verbindungen mit Kobalt, Wolfram, Phosphor, Verbindungen mit Kobalt, Wolfram, Bor, und dergleichen geeignete Barrieren- und Haftmaterialien für ein kupferbasiertes Metallgebiet repräsentieren. In einer anschaulichen Ausführungsform ist die Barrierenschicht 120 aus einem geeigneten Material aufgebaut, das auch als eine Saatschicht oder eine Katalysatorschicht in einem nachfolgenden elektrochemischen Prozess dient. In diesem Falle ist die Saatschicht 121 unter Umständen nicht notwendig und kann weggelassen werden. In anderen anschaulichen Ausführungsformen wird die Saatschicht 121 im Form eines geeigneten Materials, etwa in Form von Kupfer, einer Kupferlegierung und dergleichen vorgesehen. In einer anschaulichen Ausführungsform sind die Barrierenschicht 120 und die Saatschicht 121, wenn diese vorgesehen ist, aus einem Material mit einem moderat geringen spezifischen Widerstand von beispielsweise 100 Mikroohm cm oder weniger aufgebaut, um nicht in signifikanter Weise das Leistungsverhalten eines Metallgebiets zu beeinflussen, das über der Barrierenschicht 120 herzustellen ist. Ferner kann in einigen anschaulichen Ausführungsformen das Material der Barrierenschicht 120 und der Saatschicht 121, wenn diese vorgesehen ist, so gewählt werden, dass es weniger edel ist als das Material, das über der Barrieren- und der Saatschicht 120, 121 abgeschieden wird, etwa Kupfer, und dergleichen. In diesem Falle können die Saatschicht 121 und die Barrierenschicht 120 in einer späteren Fertigungsphase auf der Grundlage eines elektrochemischen Ätzprozesses in äußerst effizienter Weise entfernt werden, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben ist.
  • Ein typischer Prozessablauf zur Herstellung des Halbleiterbauelements 100, wie es in 1a gezeigt ist, kann die folgenden Prozesse umfasst. Nach der Herstellung der Schaltungselemente 111 wird ein geeignetes dielektrisches Material abgeschieden, um damit die dielektrische Schicht 113 zum Einschließen und Passivieren der Schaltungselemente 111 zu bilden. Für dielektrische Materialien, etwa Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid, Siliziumdioxid und dergleichen sind entsprechende Abscheiderezepte im Stand der Technik gut etabliert. Beispielsweise kann Siliziumnitrid auf der Grundlage gut etablierter plasmaunterstützter CVD- (chemische Dampfabscheide-) Techniken aufgebracht werden, während Siliziumdioxid aus TEOS auf der Grundlage etablierter CVD-Verfahren mit hochdichtem Plasma oder subatmosphärischen Abscheideverfahren gebildet werden kann. Danach werden geeignete Einebnungsverfahren, etwa CMP (chemisch-mechanisches Polieren) angewendet, um eine im Wesentlichen ebene Oberflächentopographie bereitzustellen. Danach können entsprechende Kontaktpfropfen (nicht gezeigt) auf der Grundlage etablierter Kontakttechnologien gebildet werden. Als nächstes wird die leitende Barrierenschicht 120 mittels eines geeigneten Abscheideverfahrens, etwa CVD, ALD (Atomlagenabscheidung), stromlose Abscheidung, oder Kombinationen davon, und dergleichen gebildet. Beispielsweise sind für eine Vielzahl von Barrierenmaterialien, etwa Tantal, Tantalnitrid, und dergleichen CVD-Verfahren und Sputter-Abscheideverfahren im Stand der Technik gut etabliert. In anderen Fällen kann ein geeignetes Katalysatormaterial abgeschieden werden oder anderweitig in die Bauteilschicht 110 eingebaut werden, das dann als ein Katalysatormaterial für einen nachfolgenden stromlosen Abscheideprozess eines Barrierenmaterials, etwa eine Verbindung mit Kobalt, Wolfram, Phopshor (CoWP), Kobalt, Wolfram, Bor (CoWB) und dergleichen verwendet werden kann. In einigen anschaulichen Ausführungsformen wird ein zusätzliches Katalysatormaterial, etwa Palladium, Platin und dergleichen in die Barrierenschicht 120 zumindest in Oberflächenbereiche davon eingebaut, um damit als ein katalytisches Material für einen stromlosen Abscheideprozess eines äußerst leitenden Materials, etwa Kupfer, Kupferlegierungen, Silber, Silberlegierungen und dergleichen zu dienen. Anschließend wird bei Bedarf die Saatschicht 121 auf der Grundlage gut etablierter Abscheideverfahren, etwa der Sputter-Abscheidung, einer stromlosen Abscheidung, und dergleichen gebildet. Es sollte beachtet werden, dass die Schichten 120 und 121 auf Grund der im Wesentlichen ebenen Oberflächentopographie mit hoher Gleichförmigkeit aufgebracht werden können, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, die Schichten 120 und 121 mit reduzierter Dicke abzuscheiden, beispielsweise in einen Bereich von ungefähr 5 bis 20 nm, wobei dennoch eine zuverlässige Abdeckung der Bauteilschicht 110 gegeben ist.
  • 1b zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium. In der dargestellten Ausführungsform umfasst das Bauelement 100 ferner eine Opferschicht 122, die über der Barrierenschicht und der Saatschicht 120, 121 gebildet ist, woran sich eine Lackmaske 123 mit mehreren Öffnungen 123a anschließt, die entsprechend den Sollabmessungen eines über der Bauteilschicht 110 herzustellenden Metallgebiets dimensioniert sind. In einigen anschaulichen Ausführungsformen repräsentiert die Opferschicht 122 ein beliebiges geeignetes Material, etwa Siliziumdioxid, Siliziumoxinitrid und dergleichen, wohingegen in anderen anschaulichen Ausführungsformen die Opferschicht 122 ein geeignetes Polymermaterial repräsentiert, das eine effiziente Strukturierung auf der Grundlage der Lackmaske 123 ermöglicht. In noch weiteren Ausführungsformen wird die Opferschicht 122 selbst in Form einer Lackschicht vorgesehen, die dann in ähnlicher Weise wie die Lackmaske 123 strukturiert werden kann, um damit als eine Abscheidemaske für die nachfolgende Abscheidung eines äußerst leitenden Metalls zu dienen, wenn die Materialeigenschaften des Lackmaterials zur Bereitstellung der gewünschten mechanischen Stabilität und Integrität während der weiteren Bearbeitung des Bauelements 100 geeignet sind. Die Opferschicht 122 kann auf der Grundlage gut etablierter Abscheideverfahren, etwa einer chemischen Dampfabscheidung, Aufschleuderverfahren, wenn viskose Polymermaterialien betrachtet werden, die nachfolgend durch Wärme, Strahlung, und dergleichen ausgehärtet werden, hergestellt werden. Wenn die Lackmaske 123 zum Strukturieren der Opferschicht 122 vorgesehen wird, können gut etablierter Lithographieverfahren in Verbindung mit gut bekannten, der Lithographie vor- und nachgeschalteten Behandlungen zur Herstellung der Lackmaske 123 eingesetzt werden. Es sollte beachtet werden, dass in Abhängigkeit von den Abmessungen der Öffnungen 123a äußerst anspruchvolle Lithographieverfahren zu verwenden sind, die möglicherweise das Vorsehen antireflektierender Beschichtungen (ARC) und dergleichen gemäß gut etablierter Prinzipien beinhalten. Unabhängig davon, ob die Opferschicht 122 selbst strukturiert wird oder die zusätzliche Lackschicht 123 vorgesehen wird, wird das Bauelement 100 dann einem Strukturierungsprozess 124 unterzogen, der als ein anisotroper Ätzprozess gestaltet sein kann, um die Öffnungen 123a in die Opferschicht 122 zu übertragen. In anderen Fällen repräsentiert der Prozess 124 einen Entwicklungsprozess, wenn die Opferschicht 122 in Form einer Lackschicht vorgesehen wird. In anderen anschaulichen Ausführungsformen wird die Strukturierung der Opferschicht 122 auf der Grundlage mechanischer Einprägeverfahren, die auch als Nano-Einpräge- oder Nano-Stempeltechniken bezeichnet werden, in denen ein „Nano"-Stempel bereitgestellt wird und mit der Schicht 122 in Kontakt gebracht wird, die sich noch in einem viskosen Zustand befinden kann, wodurch das Eindringen des Nano-Stempels in die Schicht 122 möglich ist. In anderen Verfahren wird ein entsprechender Stempel vor der Herstellung der Opferschicht 122 bereitgestellt, die dann in einem äußerst viskosen Zustand abgeschieden wird, um damit ein Auffüllen von Zwischenräumen zwischen den entsprechenden Nano-Stempeln zu ermöglichen. Beispielsweise kann ein Negativbild der Lackschicht 123 in Form einer entsprechenden Nano-Schablone vorgesehen werden, die dann in die Schicht 122 eingeführt wird, oder die Nano-Schablone wird zuerst aufgebracht, um damit die Schicht 121 zu kontaktieren, wobei nachfolgend Material für die Schicht 122 durch eine beliebige geeignete Abscheidetechnik zugeführt wird. Danach kann die Nano-Schablone durch eine geeignete Technik, etwa selektives Ätzen, mechanischen Zurückziehen der Schablone und dergleichen entfernt werden, wodurch entsprechende Öffnungen in der Opferschicht 122 geschaffen werden.
  • 1c zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Ende der zuvor beschriebenen Prozesssequenz. Somit umfasst das Bauelement 100 die strukturierte Opferschicht 122 mit darin ausgebildeten Öffnungen 122a, die im Wesentlichen den Öffnungen 123a entsprechen. Es sollte beachtet werden, dass in Abhängigkeit von dem Strukturierungsprozess zur Herstellung der Öffnungen 122a zusätzliche Ätz- und Reinigungsschritte ausgeführt werden, um Reste der Schicht 122 von der Unterseite der Öffnungen 122a zu entfernen. Wenn beispielsweise Einprägeverfahren zur Herstellung der Öffnungen 122a verwendet werden, kann ein entsprechender Reinigungsprozess nach dem Aushärten der Schicht 122 und dem Entfernen der entsprechenden Nano-Schablone ausgeführt werden. Danach wir ein äußerst leitendes Metall, etwa eine Kupferlegierung, Silber, eine Silberlegierung und dergleichen in die Öffnungen 122a abgeschieden. Zu diesem Zweck kann ein stromloser Abscheideprozess angewendet werden, wobei die Barrierenschicht 120 oder die Saatschicht 121, wenn diese vorgesehen ist, als ein Katalysatormaterial zur Initiierung einer Metallabscheidung bei Kontakt mit einem entsprechenden Metallelektrolyt dienen. In anderen anschaulichen Ausführungsformen wird das Abscheiden eines entsprechenden Materials auf der Grundlage eines Elektroplattierungsprozesses erreicht, wobei die Barrierenschicht 120 und die Saatschicht 121 als eine effiziente Stromverteilungsschicht dienen, die am Substratrand kontaktiert werden kann. Das hohe Maß an Gleichförmigkeit der Schichten 120 und 121 gewährleistet eine moderat hohe Prozessgleichförmigkeit des Elektroplattierungsprozesses.
  • 1d zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach der zuvor beschriebenen Prozesssequenz, wobei ein Metall 125 in die Öffnungen 122a eingefüllt ist. In einigen anschaulichen Ausführungsformen ist das Metall 125 im Wesentlichen aus Kupfer aufgebaut, während in anderen anschaulichen Ausführungsformen ein anderes geeignetes Metall oder eine Legierung unterschiedlicher Metalle verwendet werden kann. Um die Öffnungen 122a zuverlässig zu füllen, die sich in Durchmesser und entsprechend den Bauteilerfordernissen unterscheiden können, wird ein gewisses Maß an übermäßigem Metallwachstum des Materials 125 hervorgerufen, wobei überschüssiges Material nachfolgend auf der Grundlage von CMP-Verfahren möglicherweise in Verbindung mit Elektroätzen und dergleichen entfernt wird. Abhängig von der Materialeigenschaften der Opferschicht 122 können die Prozessparameter für den Abtragungsprozess geeignet gewählt werden, wobei beispielsweise das CMP-Verhalten im Vergleich zu konventionellen Strategien verbessert werden kann, da die Schicht 122 eine deutliche höhere mechanische Stabilität im Vergleich zu Materialien mit kleinem ε und insbesondere zu porösen Materialien mit kleinem ε aufweist.
  • 1e zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Entfernen des überschüssigen Materials, wodurch auch eine im Wesentlichen ebene Oberflächentopographie geschaffen wird. Folglich umfasst das Bauelement 100 mehrere Metallgebiete 125a mit einer Größe, die im Wesentlichen den Entwurfserfordernissen entspricht. Es sollte beachtet werden, dass die Opferschicht 122 keine spezielle Materialeigenschaften im Hinblick auf die Kupferdiffusion, Porosität und dergleichen aufweisen muss, da die Schicht 122 lediglich zum Definieren der Abmessungen der Metallgebiete 125a verwendet wird, während eine unerwünschte Kupferdiffusion in empfindliche Bauteilgebiete zuverlässig während der vorhergehenden Fertigungssequenz durch die Barrierenschicht 120 unterdrückt wird.
  • 1f zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Entfernen der Opferschicht 122. Daher umfasst das Bauelement 100 die getrennten Metallgebiete 125a, die über der Barrierenschicht 120 und der Saatschicht 121 (wenn diese verwendet wird) gebildet sind. Das Entfernen der Opferschicht 122 kann auf der Grundlage eines beliebigen geeigneten Prozesses, etwa einer Wärmebehandlung mit zugehörigen Reinigungsprozessen, selektiven Ätzprozessen, und dergleichen, in Abhängigkeit der Materialeigenschaften der Schicht 122 bewerkstelligt werden. Beispielsweise sind hoch selektive nasschemische Ätzprozesse für eine Vielzahl von Polymermaterialien oder andere dielektrische Materialien im Stand der Technik gut etabliert. Ferner können auch plasmaunterstütze oder wärmeaktivierte Ätzprozesse für das Entfernen der Opferschicht 122 eingesetzt werden. Danach werden freiliegende Bereiche der Schichten 120 und 121 durch beispielsweise einen elektrochemischen Ätzprozess entfernt, wobei die strukturelle Integrität der getrennten Metallgebiete 125a im Wesentlichen beibehalten wird, wenn das Material der Schichten 121 und 120 weniger edel ist im Vergleich zu dem Metall der Gebiete 125a. In anderen anschaulichen Ausführungsformen sind die Metallgebiete 125a mit einem gewissen Betrag an Überschusshöhe vorgesehen, so dass in einem nachfolgenden anisotropen Ätzprozess ein Materialabtrag von der oberen Fläche der Gebiete 125a im Wesentlichen nicht das schließlich erreichte Leistungsverhalten der Metallgebiete 125a beeinflusst. Somit können durch Anwenden geeigneter plasmagestützter anisotroper Ätzrezepte die freiliegenden Bereiche der Schicht 120 und 121 entfernt werden, ohne dass im Wesentlichen Unterätzungsbereiche an der Unterseite der Metallgebiete 125 erzeugt werden. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen kann der Abtragungsprozess der Gebiete 125a während eines elektrochemischen Ätzprozesses, in welchem die Schichten 121 und 120 im Wesentlichen die gleiche Abtragsrate im Vergleich zu den Metallgebieten 125a aufweisen können, eine entsprechende Reduzierung der Höhe und der Breite der Gebiete 125a berücksichtigt sein, wenn die Abmessungen der entsprechenden Öffnungen 122a festgelegt werden, die in der Opferschicht 122 gebildet werden. In anderen Ausführungsformen kann eine Kombination diverser Abtragsverfahren zum effizienten Entfernen der Barrierenschicht und der Saatschicht 120, 121 angewendet werden, ohne dass die Gebiete 125a unnötig beeinträchtigt werden. Beispielsweise kann die Saatschicht 121, wenn diese im Wesentlichen aus dem gleichen Material wie die Gebiete 125a aufgebaut ist, mit einer reduzierten Dicke vorgesehen werden und kann daher effizienter durch Elektroätzen abgetragen werden, ohne dass die Gebiete 125a übermäßig beeinflusst werden. Danach wird die Barrierenschicht 120 durch einen anisotropen Ätzprozess abgetragen, der ein gewisses Maß an Selektivität zwischen dem Material der Barrierenschicht 120 und dem Gebiet 125 aufweisen kann, wodurch ein Materialabtrag der Gebiete 125a deutlich reduziert wird.
  • 1g zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach der oben beschriebenen Prozesssequenz, wobei freiliegende Bereiche der Schichen 120 und 121 entfernt sind. Folglich repräsentieren die Metallgebiete 125a nunmehr elektrisch isolierte Metallgebiete mit einer zuverlässigen Barrierenschicht 120, die an deren unteren Fläche ausgebildet ist, wenn die Saatschicht 121 im Wesentlichen aus dem gleichen Material wie die Gebiete 125a aufgebaut ist.
  • 1h zeigt schematisch das Bauelement 100 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium. Eine Barrieren- oder Deckschicht 126, die aus einem beliebigen geeigneten Barrieren- und Haftmaterial, etwa Verbindungen aus Kobalt, Wolfram und Phosphor und/oder Kobalt, Wolfram und Bor, und dergleichen aufgebaut ist, ist an freiliegenden Oberflächenbereichen der Gebiete 125a hergestellt, wodurch die Metallgebiete 125a vollständig eingeschlossen oder umgeben werden. In einer anschaulichen Ausführungsform wird die Deckschicht 126 auf der Grundlage eines elektrochemischen Abscheideprozesses, d. h. eines stromlosen Plattierungsprozesses, hergestellt, in welchem freiliegende Oberflächenbereiche der Gebiete 125a als Katalysator für das Initiieren des entsprechenden Abscheideprozesses dienen. Auf diese Weise wird eine selbstjustierte Abscheidung der Deckschicht 126 erreicht, wodurch in zuverlässiger Weise freiliegende Oberflächenbereiche des Gebiets 125a bedeckt werden. Somit können selbst leicht geschädigte Oberflächenbereiche der Gebiete 125a, die während eines vorhergehenden anisotropen Ätzprozesses zum selektiven Entfernen freiliegender Bereiche der Schichen 121 und 120 entstanden sein können, in zuverlässiger Weise durch die Schicht 126 abgedeckt, unabhängig von der speziellen Oberflächenrauhigkeit der Gebiete 125a. In ähnlicher Weise kann eine Oberflächenrauhigkeit, die durch ein gewisses Maß an Porosität des Materials der Schicht 122 hervorgerufen sein kann, ebenso in zuverlässiger Weise durch die Schicht 126 auf Grund der Natur des stromlosen Abscheideprozesses abgedeckt werden. Folglich ist das Metall der Gebiete 125a zuverlässig eingeschlossen, so dass eine Diffusion von Metall in empfindliche Bauteilgebiete und auch eine Diffusion von Sauerstoff oder anderen reaktiven Komponenten in die Gebiete 125a in effizienter Weise unterdrückt oder reduziert ist.
  • 1i zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Abscheiden oder der Herstellung einer dielektrischen Schicht 127, die aus einem dielektrischen Material mit kleinem ε aufgebaut ist. In einigen anschaulichen Ausführungsformen besitzt das dielektrische Material der Schicht 127 eine relative Permittivität von 3,0 oder weniger oder von 2,5 und weniger. In diesem Falle wird das Material häufig in Form eines porösen dielektrischen Materials hergestellt, wobei jedoch der zuverlässige Einschluss der Metallgebiete 125a dennoch auf Grund des Vorsehens der Barrierenschicht 120 und der Deckschicht 126 gewährleistet ist. Ferner ist das Verhalten der Metallgebiete 125a im Hinblick auf das Elektromigrationsverhalten im Wesentlichen durch die Barrierenschicht 120 und die Deckschicht 126 bestimmt, wobei beispielsweise spezielle Legierungsmaterialien einen deutlich höheren Widerstand gegenüber Elektromigration im Vergleich zu Grenzflächen zwischen einem dielektrischen Barrierenmaterial, etwa Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, stickstoffangereichertem Siliziumkarbid, und dergleichen, zeigen, wie sie häufig für untere oder obere Flächen von Metallleitungen eingesetzt werden. Folglich kann das Material der Schicht 127 auf Grundlage elektrischer Leistungsverhaltenserfordernisse anstatt im Hinblick auf Elektromigrationseigenschaften und die Fähigkeit von einem leitenden Barrierenmaterial bedeckt zu werden, ausgewählt werden. Zur Herstellung der dielektrischen Schicht 127 kann eine beliebige geeignete Technik eingesetzt werden, etwa Aufschleuderverfahren, wenn das Material 127 in Form eines Polymermaterials mit moderat geringer Viskosität während des Aufbringens vorgesehen ist, oder auf der Grundlage anderer CVD- und PVD-Verfahren. Nach der Herstellung der Schicht 127 kann überschüssiges Material durch geeignete Einebnungsverfahren, etwa CMP, Ätzen, und dergleichen entfernt werden. Wenn beispielsweise ein CMP-Prozess zum Entfernen von überschüssigem Material und zum Einebnen der resultierenden Oberfläche eingesetzt wird, können geeignete Prozessparameter mit geringer Reibung und geringer Andruckskraft angewendet werden, um damit die gegen das Bauelement 100 ausgeübte Arbeit auf einem geringen Niveau zu halten, woraus sich eine reduzierte Wahrscheinlichkeit für eine Materialablösung und die Ausbildung von Rissen in der dielektrischen Schicht 127 ergibt.
  • 1j zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Entfernen von überschüssigem Material, wodurch eine Metallisierungsschicht 130 mit einem dielektischen Material mit kleinem ε der Schicht 127, das ein poröses dielektrisches Material mit kleinem ε beinhalten kann, und mit den eingeschlossenen Metallgebieten 125a bereitgestellt wird, die in der Schicht 127 eingebettet sind. Ferner kann eine weitere Metallisierungsschicht auf der Schicht 130 auf der Grundlage im Wesentlichen der gleichen Prinzipien hergestellt werden, wie sie zuvor beschrieben sind, oder wie sie nachfolgend beschrieben werden.
  • Es gilt also, die Metallisierungsschicht 130 kann auf der Grundlage eines dielektrischen Materials mit sehr kleinem ε mit einem zuverlässigen Einschluss eines hochleitenden Metalls, etwa Kupfer, hergestellt werden, da eine entsprechende Barrierenschicht oder Deckschicht, etwa die Schichten 120 und 126 vor der Herstellung der dielektrischen Schicht 127 gebildet werden, wodurch im Wesentlichen der Fertigungsprozess für die Metallgebiete 125a von den entsprechenden Eigenschaften des Materials der Schicht 127 entkoppelt wird.
  • Mit Bezug zu den 2a bis 2f werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei eine Barrierenschicht an der Unterseite und an den Seitenwänden der entsprechenden Metallgebiete in einer strukturierten Opferschicht gemäß Einlege- oder Damaszener-Verfahren hergestellt wird. 2a zeigt schematisch ein Bauelement 200, das ein Substrat 201 aufweist, das ein beliebiges geeignetes Trägermaterial zur Herstellung von einer oder mehreren Metallisierungsschichten darauf repräsentiert. Beispielsweise besitzt das Substrat 201 darauf ausgebildete Schaltungselemente (nicht gezeigt), ähnlich wie dies mit Bezug zu dem Bauelement 100 beschrieben ist, oder das Substrat 201 kann für die Herstellung geeigneter Metallisierungsarchitekturen mit kleinem ε ohne zusätzliche Schaltungselemente verwendet werden. Ferner ist eine dielektrische Barrierenschicht 210, etwa eine Siliziumkarbidschicht, eine stickstoffangereicherte Siliziumkarbidschicht, eine Siliziumnitridschicht, oder ein anderes geeignetes Material über dem Substrat 201 ausgebildet. Eine Opferschicht 222 ist auf der Schicht 210 gebildet, wobei die Opferschicht aus einem beliebigen geeigneten Material hergestellt sein, so dass die gleichen Kriterien gelten, wie dies zuvor mit Bezug zu der Schicht 122 erläutert ist. Die Opferschicht 222 kann aus einem Material aufgebaut sein, das den Abscheidebedingungen eines nachfolgenden Abscheideprozesses zur Herstellung einer leitenden Barrierenschicht widersteht. Beispielsweise ist in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Opferschicht 222 aus Siliziumdioxid, einem Polymermaterial oder dergleichen aufgebaut. Für die Herstellung der Opferschicht 222 können die gleichen Prozesse und Rezepte eingesetzt werden, wie sie zuvor mit Bezug zu der Schicht 122 beschrieben sind. Nach dem Herstellen der Schicht 222 wird ein geeigneter Strukturierungsprozess ausgeführt, beispielsweise auf der Grundlage moderner Lithographie oder auf der Grundlage von Nano-Einprägeverfahren, um damit entsprechende Öffnungen in der Opferschicht 222 zu bilden, in ähnlicher Weise, wie dies zuvor mit Bezug zu dem Bauelement 100 beschrieben ist.
  • 2b zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 200 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium. Wie gezeigt, umfasst die Opferschicht 222 mehrere Öffnungen 222a, in denen eine leitende Barrierenschicht 220 gefolgt von einer Saatschicht 221 ausgebildet sind. Die Barrierenschicht 220 kann aus einem beliebigen geeigneten Barrieren- und Haftmaterial, etwa Tantal, Tantalnitrid, Wolframnitrid, Kobalt-Wolfram-Phosphorverbindungen (CoWP), Kobalt-Wolfram-Bor-Verbindungen (CoWB) und dergleichen aufgebaut sein. Die Saatschicht 221 kann aus einem beliebigen geeigneten Material, etwa Kupfer, aufgebaut sein, wenn ein im Wesentlichen kupferbasiertes Metall in die Öffnungen 222a abzuscheiden ist. Die Barrierenschicht 220 wird auf der Grundlage einer beliebigen geeigneten Abscheidetechnik, etwa CVD, ALD, PVD, etwa Sputter-Abscheidung, stromloses Abscheiden oder einer Kombination davon oder dergleichen gebildet. Zum Beispiel sind für eine Vielzahl von Barrierenmaterialien, etwa Tantal und Tantalnitrid äußerst effiziente ALD-Abscheideverfahren etabliert, um damit eine dünne aber dennoch zuverlässige kontinuierliche Schicht selbst in Öffnungen mit einem hohen Aspektverhältnis bereitzustellen, wie dies in äußerst modernen Halbleiterbauelementen erforderlich sein kann. In anderen Ausführungsformen wird die Barrierenschicht 220 auf der Grundlage stromloser elektrochemischer Abscheideverfahren gebildet, wobei die Oberfläche der Schicht 222 auf der Grundlage gut bekannter Katalysatormaterialien, etwa Palladium, Platin, und dergleichen katalytisch aktiviert werden kann, um die Materialabscheidung in dem nachfolgenden elektrochemischen Prozess in Gang zu setzen. Die Saatschicht 221 kann auf der Grundlage einer beliebigen geeigneten Abscheidetechnik, wie sie zuvor dargelegt ist, gebildet werden, wobei abhängig von den Prozesserfordernissen eine Kombination aus Abscheideschemata für die Herstellung der Schichten 220 und 221 eingesetzt werden kann. Danach oder als ein Teil des Prozesses zur Herstellung der Saatschicht 221 kann das eigentliche Metall in die Öffnungen 222a durch eine geeignete elektrochemische Abscheidetechnik, etwa stromloses Abscheiden, Elektroplattieren auf der Grundlage gut etablierter Verfahren eingefügt werden, um damit ein im Wesentlichen hohlraumfreies Füllverhalten in den Öffnungen 222a zu erhalten. Danach kann überschüssiges Material des Metalls durch geeignete Verfahren, etwa CMP und/oder elektrochemische Ätzprozess entfernt werden.
  • 2c zeigt schematisch das Bauelement 200 nach dem Ende der oben beschriebenen Prozesssequenz. Somit umfasst das Bauelement 200 Metallgebiete 225a, die an den Seitenflächen und an der Unterseite von der Barrierenschicht 220 eingeschlossen sind. Danach wird die Opferschicht 222 selektiv auf der Grundlage eines geeigneten Abtragungsprozesses, etwa eines selektiven Ätzprozesses, entfernt, wobei die Barrierenschicht 220 und die Schicht 210 für eine hohe Ätzselektivität und Ätzsteuerbarkeit während eines entsprechenden Ätzprozesses sorgen können. Ferner kann, wie zuvor erläutert ist, eine Materialerosion an der Oberseite der Metallgebiete 225a durch geeignetes Gestalten der Höhe der Opferschicht 222 berücksichtigt werden. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen kann vor dem Entfernen der Opferschicht 222 ein selbstjustierter stromloser Abscheideprozess ausgeführt werden, beispielsweise auf der Grundlage von Materialien, wie sie zuvor für die Deckschicht 126 angegeben sind, um damit entsprechende Deckschichten auf den Metallgebieten 225a zu bilden, die nachfolgend das Austreten von Metall aus den Gebieten 225a während des selektiven Entfernens der Opferschicht 222 durch im Wesentlichen verhindern eines Freilegens der Metallgebiete 225a deutlich reduzieren.
  • 2d zeigt schematisch das Bauelement 200 nach dem Entfernen der Opferschicht 222, wodurch die Metallgebiete 225a als isolierte Gebiete bereitgestellt werden, von denen zumindest die untere Fläche 225b und die Seitenwandflächen 225s von der Barrierenschicht 220 bedeckt sind, und wobei in einigen Ausführungsformen eine Deckschicht (nicht gezeigt) an der Oberseite der Gebiete 225a gebildet sein kann, wie dies auch nachfolgend in 2f gezeigt ist.
  • 2e zeigt schematisch das Bauelement 200 nach dem Abscheiden und dem Einebnen eines dielektrischen Materials mit kleinem ε, um eine dielektrische Schicht 227 zu bilden, wobei eine Metallisierungsschicht 230, die aus der Schicht 227 und den Metallgebieten 225a aufgebaut ist, im Wesentlichen die gleichen Eigenschaften aufweist, wie dies zuvor mit Bezug zu der Metallisierungsschicht 130 beschrieben ist. Des weiteren wird ein zuverlässiger Einschluss der Metallgebiete 225 erreicht, selbst wenn das Material der Schicht 227 ein poröses dielektrisches Material mit kleinem ε ist, auf Grund der Herstellung der Schicht 220 vor dem Abscheiden des Materials 227. Wenn beispielsweise die Opferschicht 222 im Wesentlichen aus einem Material aufgebaut ist, das eine geringere Porosität im Vergleich zu dem Material der Schicht 227 aufweist, kann die Barrierenschicht 220 in einer äußerst kontinuierlichen Weise innerhalb der entsprechenden Öffnungen 222a gebildet werden, wodurch auch ein zuverlässiger Einschluss der Metallgebiete 225a erreicht wird. Folglich kann eine deutlich reduzierte Permittivität auf der Grundlage des porösen dielektrischen Materials mit kleinem ε erreicht werden, wobei gleichzeitig ein hohes Maß an Integrität der Metallgebiete 225a gewährleistet ist.
  • 2f zeigt schematisch das Bauelement 200 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium, in welchem eine leitende Deckschicht 226 auf der Oberseite der Metallgebiete 225a gebildet ist. Die Deckschichten 226 können in einem selbstjustierten stromlosen Abscheideprozess auf der Grundlage eines beliebigen geeigneten Material gebildet werden, wie es auch zuvor mit Bezug zu der Deckschicht 126 angegeben ist. Danach wird eine weitere Metallisierungsschicht auf der Schicht 230 gebildet, wobei ähnliche Prozessverfahren eingesetzt werden können, wie dies zuvor beschrieben ist.
  • Mit Bezug zu den 3a und 3b werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei die Prozesskomplexität geringer ist.
  • 3a zeigt schematisch ein Bauelement 300, das ein beliebiges Bauelement repräsentiert, das die Herstellung einer oder mehrerer Metallisierungsschichten auf der Grundlage eines dielektrischen Materials mit kleinem ε erfordert. Das Bauelement 300 umfasst ein Substrat 301, über welchem eine leitende Barrierenschicht 320 möglicherweise in Verbindung mit einer Saatschicht (nicht gezeigt) ausgebildet ist. Im Hinblick auf Eigenschaften des Substrats 301 und der leitenden Barrierenschicht 320 sei auf die entsprechenden Komponenten 201, 220, 101 und 120 verwiesen. Des weiteren ist eine erste Opferschicht 322a auf der Barrierenschicht 320 gebildet, wobei ein Metallgebiet 325a in der ersten Opferschicht 322a angeordnet ist. Des weiteren ist eine zweite Opferschicht 322b über der ersten Schicht 322a ausgebildet und umfasst eine Kontaktlochöffnung 322c, die mit dem Metallgebiet 325 verbunden ist. Ein typischer Prozessablauf zur Herstellung des Bauelements 300, wie es in 3a gezeigt ist, kann die folgenden Prozesse umfassen. Nach der Herstellung von Schaltungselementen, falls diese vorgesehen sind, in und auf dem Substrat 301, wird die leitende Barrierenschicht 320 auf einer eingeebneten Oberfläche des Substrats 301 auf der Grundlage geeigneter Abscheideverfahren hergestellt, wie dies auch zuvor erläutert ist. Danach wird die Opferschicht 322a durch eine geeignete Abscheidetechnik, etwa Aufschleuderverfahren, CVD-Verfahren, und dergleichen gebildet, wobei die Schicht 322a dann in geeigneter Weise, d. h. durch Lithographie- und Ätzverfahren, durch Nano-Einprägeverfahren, und dergleichen strukturiert wird. Als nächstes wird ein Metall in die entsprechende Öffnung der Schicht 322a eingefüllt, wodurch das Metallgebiet 325 gebildet wird, wobei nachfolgend ein beliebiger geeigneter Prozess ausgeführt werden kann, um überschüssiges Material des zuvor abgeschiedenen Metalls zu entfernen. Beispielsweise kann nach dem Einfüllen des Metalls ein geeignet gestalteter CMP-Prozess ausgeführt werden, um eine im Wesentlichen ebene Oberflächentopographie zu erhalten. Danach wird die zweite Opferschicht 322b gebildet und auf der Grundlage eines geeigneten Verfahrens strukturiert. Beispielsweise wird die zweite Opferschicht 322b als eine Lackmaske vorgesehen, die so strukturiert wird, dass die Öffnung 322c gemäß den Entwurfserfordernissen für entsprechende Kontaktlochöffnungen geschaffen wird. In anderen anschaulichen Ausführungsformen ist die zweite Opferschicht 322b aus einem anderen geeigneten Material, etwa Polymermaterialien oder dergleichen aufgebaut. Im Anschluss wird ein Metall in die Öffnung 322c eingefüllt, wobei die freiliegende Oberfläche des Metallgebiets 325a als eine Saat- oder Katalysatorschicht dienen kann, wodurch ein elektrochemischer Abscheideprozess in Gang gesetzt wird. Zum Beispiel kann ein Elektroplattierungsschema eingesetzt werden, wobei Ströme über die Barrierenschicht 320 möglicher weise in Verbindung mit einer entsprechenden Saatschicht und das Metallgebiet 325a eingeprägt werden, wodurch ein Füllverhalten innerhalb der Öffnung 322c von unten nach oben erreicht wird. In ähnlicher Weise kann in einem stromlosen Abscheideschema die freiliegende Oberfläche des Gebiets 325a als ein Katalysator dienen, wodurch die stromlose Abscheidung des Metalls, etwa von Kupfer, in Gang gesetzt wird. Nach dem Füllen der Öffnung 322c wird ein entsprechender Abtrage- und Einebnungsprozess ausgeführt, an dem sich das selektive Entfernen zum Abtragen der ersten und der zweiten Opferschicht 322b, 322a anschließen kann, wobei ein oder mehrere Prozesse verwendet werden können. Wenn beispielsweise die zweite Opferschicht 322b in Form einer Lackmaske vorgesehen ist, können gut etablierter plasmaunterstützte Abtragungsprozesse eingesetzt werden, an die sich ein entsprechend gestalteter Ätzprozess zum Entfernen der Schicht 322a anschließt. In noch anderen Ausführungsformen können die erste und die zweite Schicht 322a, 322b im Wesentlichen aus dem gleichen Material aufgebaut sein und somit können diese Schichten in einem gemeinsamen Entfernungsprozess abgetragen werden. Nach dem Entfernen der Schichten 322a, 322b wird eine entsprechende Metallisierungsstruktur, die aus den Metallgebieten 325a und entsprechenden Metallkontaktdurchführungen aufgebaut ist, erhalten, die nachfolgend in ein dielektrisches Material mit kleinem ε auf der Grundlage von Prozessen eingebettet werden kann, wie sie zuvor im Hinblick auf die Schichten 127 und 227 beschrieben sind. Danach kann eine weitere Prozesssequenz ausgeführt werden, um eine nächste Metallisierungsschicht mit einer Schicht aus Metallleitungen, die mit in den Öffnungen 322c gebildeten Kontaktdurchführungen verbunden sind, und mit einer weiteren Kontaktdurchführungsschicht zur Verbindung mit einer weiteren Metallisierungsschicht zu bilden. Somit wird ein äußerst effiziente Technik bereitgestellt, um einen dielektrischen Schichtstapel mit kleinem ε mit Metallleitungen und Kontaktdurchführungen bei geringerer Prozesskomplexität zu bilden, da die Herstellung des dielektrischen Materials mit kleinem ε und/oder das Entfernen der Opferschichten 322a, 322b in einen einzelnen Prozess bewerkstelligt werden kann.
  • 3b zeigt schematisch das Bauelement 300 gemäß anderer anschaulicher Ausführungsformen. In dieser Ausführungsform umfasst das Bauelement 300 ein Metallgebiet oder ein Kontaktgebiet 313, das über dem Substrat 301 gebildet ist. Des weiteren ist eine dielektrische Barrierenschicht 310 oder ein anderes geeignetes Material, etwa eine Schicht mit Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, stickstoffangereichertem Siliziumkarbid, oder dergleichen über dem Metallgebiet oder Kontaktgebiet 313 vorgesehen. Des weiteren ist die Opferschicht 322 in Form einer einzelnen zusammenhängenden Schicht vorgesehen oder kann in Form eines Schichtstapels mit einer Zwischenätzstoppschicht oder einer Ätzindikatorschicht (nicht gezeigt) vorgesehen sein. Die Opferschicht 322 kann gemäß gut etablierter dualer Damaszener-Verfahren strukturiert werden, in denen eine Kontaktdurchführung zuerst und danach ein Graben strukturiert wird, oder wobei ein Graben zuerst und ein Kontaktloch danach hergestellt wird. Folglich kann die Opferschicht 322 einen Graben 322d und eine entsprechende Kontaktlochöffnung 322c, die damit verbunden ist, aufweisen. In anschaulichen Ausführungsformen kann zusätzlich ein moderat großer Graben oder eine andere Öffnung 322e in einem geeigneten Bauteilgebiet gebildet werden, um damit eine erhöhte Stabilität für die resultierenden Metallisierungsstruktur zu erreichen. Nach dem Strukturieren der Opferschicht 322 auf der Grundlage etablierter Lithographieverfahren oder Nano-Einprägeverfahren, abhängig von den Materialeigenschaften der Schicht 322, kann die weitere Bearbeitung durch das Abscheiden einer leitenden Barrierenschicht und einer Saatschicht auf der Grundlage einer geeigneten Abscheidestrategie fortgesetzt werden, wie dies auch mit Bezug zu den in den 2a bis 2f dargestellten Ausführungsformen beschrieben ist. In noch anderen Ausführungsformen wird die Schicht 310 in Form einer leitenden Barrierenschicht bereitgestellt und die weitere Abscheidung von Metall in die Öffnungen 322d, 322c und 322e wird im Wesentlichen in der gleichen Weise ausgeführt, wie dies zuvor mit Bezug zu den 1a bis 1j und 3a beschrieben ist. Folglich können in Abhängigkeit der gewünschten Prozessstrategie die Öffnungen in der Opferschicht 322 mit einem Metall gefüllt werden, wobei eine Kontaktdurchführung und eine Metallleitung in einem gemeinsamen Füllprozess gebildet werden. Des weiteren kann auch die Öffnung 322e zuverlässig mit Metall gefüllt werden, wodurch die erforderliche mechanische Stabilität erhalten wird, wenn die Opferschicht 322 entfernt wird und nachfolgend durch ein dielektrisches Material mit kleinem ε ersetzt wird. In diesem Ablauf kann ein geeignetes isotropes Abscheideverfahren für das dielektrische Material mit kleinem ε angewendet werden, um damit auch ein dielektrisches Material in Bereichen bereitzustellen, die durch eine entsprechende Metallleitung, die in dem Graben 322d gebildet ist, abgeschattet sind. Folglich kann die entsprechende Metallisierungsstruktur gemäß gut etablierter Prozessstrategien gebildet werden, wodurch eine hohe Prozesseffizienz erreicht wird, wobei das Ersetzen der Opferschicht 322 durch ein geeignetes dielektrisches Material mit kleinem ε durch Vorsehen weiterer Platzhaltergräben oder Kontaktlöcher, etwa die Öffnung 322e, bewerkstelligt werden kann.
  • Es gilt also: Die vorliegende Erfindung stellt eine Technik bereit, die die Herstellung von Metallisierungsschichten mit einer deutlich reduzierten parasitären Kapazität zwischen benachbarten Metallgebieten auf Grund des Bereitstellens von dielektrischen Materialien mit kleinem ε mit einer dielektrischen Konstante deutlich unter 3,0 ermöglicht, wobei selbst ein hohes Maß an Porosität nicht in nachteiligerweise das Gesamtverhalten im Hinblick auf Elektromigration und Metalldiffusion beeinflusst. Der zuverlässige Einschluss des Metalls mittels eines leitenden Barrierenmaterials wird erreicht, indem das leitende Barrierenmaterial auf der Grundlage eines geeigneten selektiven Abscheiderezepts vor dem eigentlichen Abscheiden des dielektrischen Materials mit kleinem ε bereitgestellt wird. In anschaulichen Ausführungsformen werden selbstjustierte stromlose Abscheideprozesse und/oder Silylationsprozesse angewendet, um in zuverlässiger Weise freiliegende Metallbereiche vor oder nach dem Ersetzen der Opferschicht durch ein entsprechendes dielektrisches Material mit kleinem ε zu bedecken. Des weiteren kann eine strukturierte Opferschicht verwendet werden, um die Verwendung standardmäßiger Einlege- oder Damaszener-Verfahren zu ermögliche, wodurch die Voraussetzungen für Technologien mit 45 nm und weniger bereitgestellt werden.
  • Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist diese Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (22)

  1. Verfahren mit: Bilden einer Öffnung in einer Opferschicht, die über einem Substrat eines Halbleiterbauelements gebildet ist; Bilden eines Metallgebiets in der Öffnung; Entfernen der Opferschicht; und Abscheiden eines dielektrischen Materials mit kleinem ε, um das Metallgebiet in dem dielektrischen Material mit kleinem ε einzubetten.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner umfasst: Bilden einer leitenden Schicht vor dem Bilden der Opferschicht, wobei die Öffnung so gebildet ist, um die leitende Schicht freizulegen.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Metallgebiet einen Bereich der leitenden Schicht abdeckt, wobei das Verfahren ferner umfasst: Entfernen eines nicht abgedeckten Bereichs der leitenden Schicht vor dem Abscheiden des dielektrischen Materials mit kleinem ε.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die leitende Schicht durch einen elektrochemischen Abtragungsprozess entfernt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei eine Materialzusammensetzung der leitenden Schicht so ausgewählt ist, dass diese eine höhere Abtragungsrate im Vergleich zu dem Material des Metallgebiets aufweist.
  6. Verfahren nach Anspruch 2, wobei Bilden der leitenden Schicht das Bilden einer leitenden Barrierenschicht und einer Saatschicht umfasst.
  7. Verfahren nach Anspruch 3, das ferner umfasst: Bilden einer leitenden Deckschicht auf freiliegenden Oberflächen des Metallgebiets nach dem Entfernen des nicht bedeckten Bereichs der leitenden Schicht und vor dem Abscheiden des dielektrischen Materials mit kleinem ε.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die leitende Deckschicht durch ein elektrochemisches Abscheideverfahren gebildet wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner umfasst: Bilden einer leitenden Barrierenschicht nach dem Bilden der Öffnung und vor dem Bilden des Metallgebiets.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die leitende Barrierenschicht gebildet wird durch: physikalische Dampfabscheidung und/oder chemische Dampfabscheidung und/oder Atomlagenabscheidung und/oder stromloses Plattieren.
  11. Verfahren nach Anspruch 9, das ferner das Bilden einer Saatschicht auf der leitenden Barrierenschicht umfasst.
  12. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Opferschicht selektiv zu dem Metallgebiet und der leitenden Barrierenschicht entfernt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 9, das ferner Entfernen von überschüssigem Material des dielektrischen Materials mit kleinem ε umfasst, um eine obere Fläche des Metallgebiets freizulegen.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, das ferner Bilden einer leitenden Deckschicht auf der freigelegten oberen Fläche umfasst.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die leitende Deckschicht durch ein elektrochemisches Abscheideverfahren gebildet wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Öffnung durch Lithographie und Ätzen gebildet wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Öffnung durch eine Einprägetechnik gebildet wird.
  18. Verfahren mit: Bilden eines Metallgebiets über einem Substrat eines Halbleiterbauelements, wobei das Metallgebiet eine leitende Barrierenschicht aufweist, die zumindest auf einer Seitenfläche des Metallgebiets gebildet ist; und Bilden einer dielektrischen Schicht mit kleinem ε auf der zuvor gebildeten leitenden Barrierernschicht.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei das Metall Kupfer aufweist.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei Bilden des Metallgebiets umfasst: Einfüllen eines Metalls in eine Öffnung, die in einer Opferschicht gebildet ist, Entfernen der Opferschicht und Bilden der leitenden Barrierenschicht.
  21. Verfahren nach Anspruch 18, wobei Bilden des Metallgebiets umfasst: Bilden einer Öffnung in einer Opferschicht, Bilden der leitenden Barrierenschicht in der Öffnung und Füllen der Öffnung mit einem Metall.
  22. Verfahren nach Anspruch 18, wobei die dielektrische Schicht mit kleinem ε ein poröses Material mit einer relativen Permittivität von ungefähr kleiner als 3,0 aufweist.
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