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DE102008059499A1 - Mikrostrukturbauelement mit einer Metallisierungsstruktur mit Luftspalten, die zusammen mit Kontaktdurchführungen hergestellt sind - Google Patents

Mikrostrukturbauelement mit einer Metallisierungsstruktur mit Luftspalten, die zusammen mit Kontaktdurchführungen hergestellt sind Download PDF

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Publication number
DE102008059499A1
DE102008059499A1 DE102008059499A DE102008059499A DE102008059499A1 DE 102008059499 A1 DE102008059499 A1 DE 102008059499A1 DE 102008059499 A DE102008059499 A DE 102008059499A DE 102008059499 A DE102008059499 A DE 102008059499A DE 102008059499 A1 DE102008059499 A1 DE 102008059499A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dielectric
dielectric layer
layer
metallization
cavity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102008059499A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Werner
Kai Frohberg
Frank Feustel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GlobalFoundries Dresden Module One LLC and Co KG
Advanced Micro Devices Inc
AMD Fab 36 LLC
Original Assignee
AMD Fab 36 LLC and Co KG
Advanced Micro Devices Inc
AMD Fab 36 LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AMD Fab 36 LLC and Co KG, Advanced Micro Devices Inc, AMD Fab 36 LLC filed Critical AMD Fab 36 LLC and Co KG
Priority to DE102008059499A priority Critical patent/DE102008059499A1/de
Priority to US12/619,816 priority patent/US20100133699A1/en
Priority to PCT/EP2009/008472 priority patent/WO2010060639A1/en
Publication of DE102008059499A1 publication Critical patent/DE102008059499A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • H10W20/085
    • H10W20/072
    • H10W20/46
    • H10W20/47
    • H10W20/495
    • H10W20/0886

Landscapes

  • Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)

Abstract

Es werden Luftspalte der Metallisierungsschicht eines Mikrostrukturbauelements auf der Grundlage einer Strukturierungssequenz hergestellt, in der auch entsprechende Kontaktdurchführungsöffnungen hergestellt werden. Danach werden die Kontaktdurchführungsöffnungen und die Luftspalte verschlossen mittels eines Abscheideprozesses, ohne dass das Innere der jeweiligen Öffnungen wesentlich beeinflusst wird. Daraufhin wird die weitere Bearbeitung fortgesetzt, indem Gräben hergestellt werden, während die Integrität der abgedeckten Luftspalte beibehalten wird. Somit kann die relative Permittivität des dielektrischen Zwischenschichtmaterials effizient ohne zusätzliche Prozesskomplexität verringert werden.

Description

  • Gebiet der vorliegenden Offenbarung
  • Im Allgemeinen betrifft der hierin offenbarte Gegenstand Mikrostrukturbauelemente, etwa integrierte Schaltungen und betrifft insbesondere Metallisierungsschichten mit gut leitenden Metallen, etwa Kupfer, die in einem dieelektrischen Material mit geringerer Permittivität eingebettet sind.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • In modernen integrierten Schaltungen haben die minimalen Strukturgrößen, etwa die Kanallänge von Feldeffekttransistoren, den Bereich deutlich unter 1 μm erreicht, wodurch das Leistungsverhalten dieser Schaltungen im Hinblick auf die Geschwindigkeit und/oder Leistungsaufnahme und/oder die Funktionsvielfalt verbessert wurde. Wenn die Größe der einzelnen Schaltungselemente deutlich verringert wird, wodurch beispielsweise die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente erhöht wird, wird auch die verfügbare Fläche für Verbindungsleitungen, die die einzelnen Schaltungselemente elektrisch miteinander verbinden, ebenfalls verringert. Folglich müssen auch die Abmessungen dieser Verbindungsleitungen und die Abstände zwischen den Metallleitungen verringert werden, um dem geringeren Anteil an verfügbarer Fläche und einer größeren Anzahl an Schaltungselementen pro Einheitsfläche Rechnung zu tragen.
  • In integrierten Schaltungen mit minimalen Abmessungen von ungefähr 0,35 μm und weniger ist ein begrenzender Faktor des Leistungsverhaltens die Signalausbreitungsverzögerung, die durch die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente hervorgerufen wird. Da die Kanallänge dieser Transistorelemente nunmehr 50 nm und weniger erreicht hat, ist die Signalausbreitungsverzögerung nicht mehr durch die Feldeffekttransistoren begrenzt, sondern ist auf Grund der erhöhten Schaltungsdichte durch die Verbindungsleitungen beschränkt, da die Kapazität zwischen den Leitungen (C) größer ist und auch der Widerstand (R) der Leitungen auf Grund der geringeren Querschnittsfläche vergrößert ist. Die parasitären RC-Zeitkonstanten und die kapazitive Kopplung zwischen benachbarten Metallleitungen erfordern daher das Einführen einer neuen Art an Materialien zur Herstellung der Metallisierungsschicht.
  • Üblicherweise werden Metallisierungsschichten, d. h. die Verdrahtungsschichten mit Metallleitungen und Kontaktdurchführungen zur Bereitstellung der elektrischen Verbindung der Schaltungselemente entsprechend einem spezifizierten Schaltungsaufbau, durch eine dielektrischen Schichtstapel hergestellt, der beispielsweise Siliziumdioxid und/oder Siliziumnitrid aufweist, wobei Aluminium das typische Metall ist. Da Aluminium eine deutliche Elektromigration bei höheren Stromdichten aufweist, wie sie in integrierten Schaltungen mit äußerst kleinen Strukturgrößen erforderlich sind, wird Aluminium zunehmend durch beispielsweise Kupfer ersetzt, das einen deutlich geringeren elektrischen Widerstand und ein höheres Widerstandsverhalten gegenüber Elekgromigration besitzt. Für äußerst anspruchsvolle Anwendungen werden zusätzlich zur Verwendung von Kupfer und/oder Kupferlegierungen die gut etablierten und gut bekannten dielektrischen Materialien Siliziumdioxid (ε ≈ 4,2) und Siliziumnitrid (ε > 7) zunehmend durch sogenannte dielektrische Materialien mit kleinem ε mit einer relativen Permittivität von ungefähr 3,0 und weniger ersetzt. Der Übergang von der gut bekannten und gut etablierten Aluminium/Siliziumdioxid-Metallisierungsschicht zu einer kupferbasierten Metallisierungsschicht möglicherweise in Verbindung mit einem dielektrischen Material mit kleinem ε ist jedoch mit einer Vielzahl von Problemen behaftet, die es zu lösen gilt.
  • Beispielsweise kann Kupfer nicht in relativ großen Mengen in effizienter Weise durch gut etablierte Abscheideverfahren aufgebracht werden, etwa durch chemische und physikaliche Dampfabscheidung. Des weiteren kann Kupfer nicht effizient durch gut etablierte anisotrope Ätzprozesse strukturiert werden. Daher wird häufig die sogenannte Damaszener- oder Einlegetechnik bei der Herstellung von Metallisierungsschichten angewendet, die Kupferleitungen und Kontaktdurchführungen aufweisen. Typischerweise wird in der Damaszener-Technik die dielektrische Schicht zuerst abgeschieden und strukturiert, um Gräben und Kontaktlochöffnungen zu erhalten, die nachfolgend mit Kupfer oder Legierungen davon durch Plattierungsverfahren, etwa Elektroplattieren oder stromloses Plattieren, gefüllt werden. Da Kupfer gut in einer Vielzahl von Dielektrika diffundiert, etwa in Siliziumdioxid und vielen Dielaktrika mit kleinem ε, ist ggf. die Herstellung einer Diffusionsbarrierenschicht an Grenzflächen zu benachbarten dielektrischen Materialien erforderlich. Des weiteren muss die Diffusion von Feuchtigkeit und Sauerstoff in das Kupfermetall unterdrückt werden, da Kupfer rasch reagiert, um oxidierte Bereiche zu bilden, wodurch möglicherweise die Eigenschaften der kupferbasierten Metallleitung in Bezug auf Haftung, Leitfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Elektromigration beeinträchtigt werden.
  • Während des Einfüllens eines leitenden Materials, etwa von Kupfer, in die Gräben und Öffnungen für die Kontaktdurchführungen muss ein ausgeprägter Grad an Überfüllung vorgesehen werden, um die entsprechenden Öffnungen zuverlässig von unten nach oben ohne Hohlräume und andere durch Abscheidung hervorgerufene Unregelmäßigkeiten aufzufüllen. Nach dem Metallabscheideprozess muss daher überschüssiges Material entfernt werden und die resultierende Oberflächentopographie ist einzuebnen, beispielsweise unter Anwendung elektrochemische Ätztechniken, dem chemisch-mechanischen Polieren (CMP) und dergleichen. Während eines CMP-Prozesses wird beispielsweise ein ausgeprägtes Maß an mechanischer Belastung auf die Metallisierungsebenen, die bislang hergestellt sind, ausgeübt, wodurch zu einem gewissen Grade Strukturschäden insbesondere wenn aufwendige dielektrische Materialien mit geringer Permittivität verwendet werden, hervorgerufen werden. Wie zuvor erläutert ist, besitzt die kapazitive Kopplung zwischen benachbarten Metallleitungen unter Umständen einen ausgeprägten Einfluss auf das gesamte Leistungsverhalten des Halbleiterbauelements, insbesondere in Metallisierungsebenen, die im Wesentlichen von der „Kapazität abhängig” sind, d. h. in denen eine Vielzahl dichtliegender Metallleitungen entsprechend den Bauteilerfordernissen vorzusehen sind, wodurch möglicherweise eine Signalausbreitungsverzögerung und eine Signalstörung zwischen benachbarten Metallleitungen hervorgerufen wird. Aus diesem Grunde werden sogenannte dielektrische Materialien mit kleinem ε oder Materialien mit ultrakleinem ε eingesetzt, die eine dielektrische Konstante von 3,0 oder deutlich weniger besitzen, um das gesamte elektrische Leistungsverhalten der Metallisierungsebenen zu verbessern. Andererseits ist typischerweise eine geringere Permittivität des dielektrischen Materials mit einer geringeren mechanischen Stabilität verknüpft, wodurch aufwendige Strukturierungsschemata erforderlich sind, um die Zuverlässigkeit des Metallisierungssystems nicht unnötig zu beeinträchtigen.
  • Die ständige Verringerung der Strukturgrößen mit Gatelängen von ungefähr 40 nm und weniger erfordern jedoch noch kleinere dielektrische Konstanten der jeweiligen dielektrischen Materialien, das nun zunehmend zu Ausbeuteverlusten beispielsweise nicht ausreichender mechanischer Stabilität der jeweiligen Materialien mit ultrakleinem ε beiträgt. Aus diesem Grunde wurde vorgeschlagen „Luftspalte” zumindest in kritischen Bauteilbereichen einzuführen, da Luft oder ähnliche Gase eine Dielektrizitätskonstante von ungefähr 1,0 besitzen, wodurch eine geringe Gesamtpermittivität geschaffen wird, wobei dennoch die Anwendung weniger kritischer dielektrischer Materialien möglich ist. Durch Einführen geeignet positionierter Luftspalte kann somit die Gesamtpermittivität verringert werden, wobei dennoch die mechanische Stabilität des dielektrischen Materials besser sein kann im Vergleich zu konventionellen Dielektrika mit ultrakleinem ε. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, Nano-Löcher in geeignete dielektrische Materialien einzubringen, die zufällig in dem dielektrischen Material verteilt sind, so dass gedichtete dielektrische Materials deutlich verringert wird. Jedoch erfordert das Erzeugen und die Verteilung der jeweiligen Nano-Löcher eine Vielzahl aufwendiger Prozessschritte, um die Löcher mit einer gewünschte Dichte zu erzeugen, während gleichzeitig die gesamten Eigenschaften des dielektrischen Materials im Hinblick auf die weitere Bearbeitung, etwa im Hinblick auf das Einebnen der Oberflächenbereiche, das Abscheiden weiterer Materialien, und dergleichen, geändert werden.
  • In anderen Vorgehensweisen werden aufwendige Lithographieprozesse zusätzlich eingeführt, um geeignete Ätzmasken zur Herstellung von Spalten in der Nähe entsprechender Metallleitungen mit einer Position und einer Größe zu schaffen, wie sie durch die lithographisch hergestellte Ätzmaske definiert sind. In diesem Falle sind jedoch zusätzlich kostenintensive Lithographieschritte erforderlich.
  • Angesichts der zuvor beschriebenen Situation betrifft die vorliegende Offenbarung Verfahren und Bauelemente, in denen das elektrische Leistungsverhalten von Metallisierungsebenen verbessert wird, indem eine geringere Gesamtpermittivität auf der Grundlage von Luftspalte erreicht wird, wobei dennoch ein oder mehrere der oben erkannten Probleme vermieden bzw. deren Auswirkung reduziert werden.
  • Überblick über die Offenbarung
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Offenbarung Verfahren und Bauelemente, in denen Luftspalte zwischen Metallgebieten in aufwendigen Metallisierungssystemen angeordnet werden, wodurch die Verringerung der Gesamtpermittivät in zuverlässiger und reproduzierbarer Weise möglich ist, wobei dennoch kostenintensive zusätzliche aufwendige Lithographieprozesse vermieden werden. Zu diesem Zweck werden die Luftspalte in einem die lektrischen Material des Metallisierungssystems zusammen mit Öffnungen, etwa Kontaktdurchführungsöffnungen hergestellt, die durch einen weiteren Lithographieprozess zu erzeugen sind, in denen die zuvor hergestellten Luftspalten beeinflusst werden, so dass ein hoher Grad an Kompatibilität mit konventionellen Strukturierungsschemata beibehalten wird, während dennoch die gewünschten Luftspalte bereitgestellt werden. Vor der weiteren Bearbeitung zuvor hergestellter Luftspalte und den Kontaktdurchführungsöffnungen wird in einigen anschaulichen hierin offenbarten Aspekten ein nicht maskierter Abscheideschritt ausgeführt, um in geeigneter Weise die Kontaktdurchführungsöffnungen und die Luftspalte „zu versiegeln”, wobei die Versiegelung im Wesentlichen über die weitere Bearbeitung hinweg des Halbleiterbauelements beibehalten wird. Folglich können geeignete dielektrische Materialien, die die gewünschte Eigenschaften besitzen, eingesetzt werden, während die zuverlässige und reproduzierbare Herstellung der Luftspalte in kritischen Bauteilbereichen in der Metallisierungsebene eine Einstellung der gesamten Permittivität gemäß den Bauteilerfordernissen ermöglicht. Z. B. können die Metallisierungsebenen integrierter Schaltungen mit Schaltungselementen mit kritischen Abmessungen von ungefähr 40 nm und weniger mit reduzierter Permittivität zumindest lokal hergestellt werden, während insgesamt die mechanische Integrität der betrachteten Metallisierungsebene verbessert wird, indem äußerst aufwendige und empfindliche dielektrische Materialien mit kleinem ε vermieden werden.
  • Ein anschauliches hierin offenbartes Verfahren umfasst das Bilden einer Kontaktlochöffnung und eines Luftspaltes in einer ersten dielektrischen Schicht eines Metallisierungssystems eines Halbleiterbauelements in einem gemeinsamen Ätzprozess. Das Verfahren umfasst ferner das Abscheiden einer zweiten dielektrischen Schicht, um die Kontaktlochöffnung und den Luftspalt abzudecken. Des weiteren wird eine Tiefe der Kontaktlochöffnung vergrößert, so dass diese sich zu einem leitenden Gebiet erstreckt, die unter der ersten dielektrischen Schicht gebildet ist, während er Luftspalt beibehalten wird. Schließlich wird die Kontaktlochöffnung mit einem metallenthaltenden Material gefüllt.
  • Ein noch weiteres anschauliches hierin offenbartes Verfahren umfasst das Bilden einer Ätzmaske über einem dielektrischen Material einer Metallisierungsschicht eines Mikrostrukturbauelements, wobei das dielektrische Material einen ersten Hohlraum aufweist, der durch einen ersten Bereich des dielektrischen Materials abgedeckt ist, und einen zweiten Hohlraum aufweist, der durch einen zweiten Bereich des dielektrischen Materials abgedeckt ist, wobei die Ätzmaske den ersten Bereich freilegt und den zweiten Bereich des dielektrischen Materials abdeckt. Das Verfahren umfasst zusätzlich das selektive Öffnen des Hohlraums durch Anwenden der Ätzmaske und Füllen des ersten Hohlraums mit einem metallenthaltenden Material.
  • Ein anschauliches hierin offenbartes Mikrostrukturbauelement umfasst eine erste dielektrische Schicht einer Metallisierungsschicht und eine zweite dielektrische Schicht, die auf der ersten dielektrischen Schicht gebildet ist. Des weiteren umfasst das Bauelement eine Metallleitung, die in der zweiten dielektrischen Schicht so gebildet ist, dass diese sich in die erste dielektrische Schicht erstreckt. Des weiteren ist ein Luftspalt in der ersten dielektrischen Schicht ausgebildet und wird von der zweiten dielektrischen Schicht abgedeckt.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung sind in den angefügten Patentansprüche definiert und gehen deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
  • 1a und 1b schematisch Querschnittsansichten eines Mikrostrukturbauelements, beispielsweise einer integrierten Schaltung, mit einem Metallisierungssystem zeigen, das Luftspalte zwischen benachbarten Metallleitungen erhalten soll, wobei diverse Fertigungsstufen gemäß anschaulicher Ausführungsformen dargestellt sind;
  • 1c zeigt schematisch eine Draufsicht eines Bereichs eines Metallisierungssystems des Bauelements der 1a und 1b gemäß anschaulicher Ausführungsformen;
  • 1d und 1e zeigen schematisch Querschnittsansichten des Halbleiterbauelements während des Abscheidens eines Deckmaterials zum Abdecken von Kontaktlochöffnungen und Luftspalten gemäß anschaulicher Ausführungsformen;
  • 1f bis 1i schematisch Querschnittsansichten des Mikrostrukturbauelements während diverser Fertigungsphasen bei der Herstellung von Metallleitungen und Kontaktdurchführungen in Verbindung mit entsprechenden Luftspalten gemäß anschaulicher Ausführungsformen;
  • 1j schematisch eine Draufsicht der betrachteten Metallisierungsebene in einem im Wesentlichen fertiggestellten Zustand; und
  • 1k und 1l schematisch Querschnittsansichten des Mikrostrukturbauelements während einer Strukturierungssequenz zur Herstellung eines Grabens über einer Kontaktdurchführungsöffnung, während ein Luftspalt gemäß weiterer anschaulicher Ausführungsformen beibehalten wird.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Obwohl die vorliegende Offenbarung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist, wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Zeichnungen dargestellt sind, sollte beachtet werden, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Offenbarung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Offenbarung dar, deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert ist.
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Offenbarung Techniken und Mikrostrukturbauelemente, beispielsweise integrierte Schaltungen, in denen das elektrische Leistungsverhalten eines Metallisierungssystems verbessert wird, indem Luftspalte in der Nähe kritischer Metallgebiete, etwa von Metallleitungen, vorgesehen werden, ohne dass zusätzliche Lithographieprozesse erforderlich sind. D. h., die Positionierung und die Dimensionierung der Luftspalte wird während des Fertigungsablaufs zur Herstellung von Kontaktdurchführungen und entsprechender Gräben für die betrachtete Metallisierungsebene bewerkstelligt, ohne dass zusätzliche Lithographieschritte eingesetzt werden, wodurch im Wesentlichen nicht zur gesamten Prozesskomplexität beigetragen wird. Folglich kann die Position und die Form der Luftspalte auf der Grundlage einer Lithographiesequenz festgelegt werden, in der auch entsprechende Kontaktlochöffnungen vorgesehen werden, so dass die entsprechenden Formen und Abmessungen der Luftspalte an die kritischen Abmessungen angepasst sind, die für das Strukturieren der betrachteten Metallisierungsebene angewendet werden. In einigen anschaulichen Ausführungsformen ist der Grundriss der entsprechenden Metallisierungsebene in geeigneter Weise in Bezug auf die Fähigkeiten des betrachteten Lithographiepro zesses angepasst, um einen entsprechenden Luftspalt benachbart zu kritischen Metallleitungen anzuordnen, wenn eine entsprechende geringere Gesamtkapazität erforderlich ist. Folglich können die Kontaktlochöffnungen und die Luftspalte auf der Grundlage einer einzelnen Lithographiemaske vorgesehen werden, wobei die tatsächliche „Unterscheidung” zwischen Kontaktlochöffnungen und Luftspalte durch einen nachfolgenden Lithographieschritt erfolgt, der zum Definieren entsprechender Gräben für die Metallleitung der betrachteten Metallisierungsebene angewendet wird. Zu diesem Zweck werden die Kontaktlochöffnungen und die Luftspalte mit einem dielektrischen Material so „abgedeckt”, dass ein ausgeprägtes inneres Volumen der jeweiligen Öffnungen beibehalten wird, das durch geeignet gestaltete Abscheidetechniken bewerkstelligt werden kann, so dass die Permittivität verringernde Wirkung der Luftspalte im Wesentlichen beibehalten wird, ohne dass dies von dem Deckmaterial beeinflusst wird. Während der nachfolgenden Bearbeitung wird die Unversehrtheit der Luftspalte, die durch das zusätzliche dielektrische Material verschlossen oder abgedeckt sind, durch eine Ätzmaske beibehalten, die die Position und die Größe der entsprechenden Graben für die zu bildenden Metallleitungen definiert. Folglich kann das zusätzliche dielektrische Material, das zum Verschließen der Kontaktlochöffnungen und der Luftspalte verwendet wird als Teil des dielektrischen Zwischenschichtmaterials der Metallisierungsschicht verwendet werden, in der die jeweiligen Gräben und Metallleitungen während der nachfolgenden Strukturierung gebildet werden, wobei abhängig von den gesamten Bauteilerfordernissen die Gräben sich in das dielektrische Material mit den Kontaktlochöffnungen und den Luftspalten erstrecken können. Nach dem Vorsehen der entsprechenden Gräben wird die weitere Bearbeitung mit einem hohen Grad an Kompatibilität mit gut etablierten Prozesstechniken beim Einfüllen eines geeigneten Metalls fortgesetzt, wobei jedoch im Gegensatz zu konventionellen Strategien ein Teil des dielektrischen Zwischenschichtmaterials zuverlässig die Integrität der zuvor hergestellten Luftspalte bewahrt. Folglich erfolgt ein zuverlässiges und reproduzierbares Positionieren und Dimensionieren der Luftspalte durch Ausbeuteverluste vermieden werden, die konventioneller Weise mit kritischen Materialeigenschaften von dielektrischen Materialien mit ultrakleinem ε verknüpft sind, während im Vergleich zu anderen konventionellen Strategien zusätzliche komplexe und aufwendige Lithographieschritte vermieden werden.
  • Es sollte beachtet werden, dass die vorliegende Offenbarung vorteilhaft auf Mikrostrukturbauelemente, etwa integrierte Schaltungen, angewendet werden kann, in denen kritische Bauteilstrukturelemente, Abmessungen von Transistoren und dergleichen, in der Größen ordnung von 50 nm und deutlich geringer sind, da in diesen Fällen komplexe Metallisierungssysteme erforderlich sind, in denen die moderat große Anzahl an einzelnen Metallisierungsschichten zu einer geringeren mechanischen Stabilität führt, wie dies zuvor erläutert ist. Somit kann die parasitäre Kapazität effizient verringert werden, ohne dass im Wesentlichen die Prozesskomplexität größer wird. Jedoch können die hierin offenbarten Prinzipien auch effizient auf weniger kritische Anwendungen übertragen werden, in denen der einfache Luftspalt in das Metallisierungssystem zu einem besseren Verhalten führt, wodurch das Weglassen aufwendiger dielektrischer Materialien mit kleinem ε möglich ist. Folglich sollte die vorliegende Offenbarung nicht auf spezielle kritische Bauteilabmessungen eingschränkt erachtet werden, sofern derartige Einschränkungen nicht explizit in den angefügten Patentansprüche oder in der Beschreibung aufgeführt sind.
  • Mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen detaillierter beschrieben.
  • 1a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Mikrostrukturbauelements 100, das in der gezeigten Ausführungsform eine integrierte Schaltung mit einer Vielzahl von Schaltungselementen, etwa Transistoren, Kondensatoren, Widerständen und dergleichen repräsentiert. In diesem Falle umfasst das Bauelement 100 eine Bauteilebene 102, in der eine Vielzahl von Schaltungselementen 103, etwa Transistoren und dergleichen, über einem Substrat 101 gebildet sind. Z. B. repräsentiert das Substrat 101 ein Halbleitersubstrat, ein isolierendes Substrat mit einer darauf ausgebildeten geeigneten Halbleiterschicht, in und über die Schaltungselemente hergestellt sind. In anderen Fällen ist eine vergrabene isolierende Schicht zumindest lokal zwischen einer entsprechenden Halbleiterschicht und dem Substrat 101 vorgesehen, wodurch eine SOI-(Siliizium-auf-Isolator-)Architektur geschaffen wird. Die Schaltungselemente 103 enthalten, wenn sie in Form von Transistorelementen vorgesehen sind, Komponenten, etwa eine Gateelektrode, wenn Feldeffekttransistoren betrachtet werden, die auf der Grundlage einer kritischen Abmessung von ungefähr 50 nm oder weniger, etwa 30 nm und weniger in äußerst aufwendigen Halbleiterbauelementen hergestellt sind. Des weiteren umfasst die Bauteilebene 102 eine Kontaktstruktur (nicht gezeigt), die als eine Schnittstelle zwischen den Schaltungselementen 103 und ein Metallisierungssystem 150 betrachtet werden kann. Wie zuvor erläutert ist, gehört zu jedem der Schaltungselemente 103 typischerweise eine oder mehrere elektrische Verbindungen, so dass eine Vielzahl von Metallisierungsschichten für Bauelemente erforderlich sind, die eine hohe Packungsdichte in der Bauteilebene 102 besitzen, um damit die elektrischen Verbindungen für die Elemente 103 gemäß den betrachteten Schaltungsaufbau bereitzustellen. Der Einfachheit halber sind zwei Metallisierungsschichten 110 und 120 des Metallisierungssystems 150 dargestellt, wobei jedoch zu beachten ist, dass unter und/oder über den Metallisierungsschichten 110, 120 eine oder mehrere zusätzliche Metallisierungsschichten vorgesehen sein können, wobei dies von der gesamten Komplexität des Bauelements 100 abhängt. Für jede dieser zusätzlichen Metallisierungsschichten gelten die gleichen Kriterien, wie sie nachfolgend mit Bezug zu den Metallisierungsschichten 110 und 120 dargelegt sind.
  • Die Metallisierungsschicht 110 umfasst ein dielektrisches Material 111 mit geeigneten Eigenschaften im Hinblick auf die mechanische Stabilität, die Gesamtpermittivität und dergleichen. Zum Beispiel enthält das dielektrische Material 111 zumindest teilweise ein dielektrisches Material mit kleinem ε, das als ein Material mit einer Dielektrizitätskonstante von 3,0 oder weniger zu verstehen ist. Wie jedoch zuvor erläutert ist, werden jedoch sehr aufwendige dielektrische Materialien, die typischerweise eine deutlich geringere mechanische Festigkeit aufweisen, nicht vorgesehen, wenn die gesamten Eigenschaften des Materials 111 mit den Leistungskriterien der Metallisierungsschicht 110 verträglich sind. In anderen Fallen ist eine reduzierte Gesamtpermittivität erforderlich und geeignet positionierte Luftspalte (nicht gezeigt) sind in dem dielektrischen Material 111 vorgesehen, wie dies auch nachfolgend detaillierter mit Bezug zu der Metallisierungsschicht 120 beschrieben ist. Die Metallisierungsschicht 111 umfasst ferner Metallleitungen 112, die aus einem gut leitenden „Kernmaterial” 112a, ..., 112c, etwa in Form von Kupfer, Kupferlegierungen und dergleichen, vorgesehen sind, wobei ein leitendes Barrierenmaterial 112d für einen zuverlässigen Einschluss der leitenden Kernmaterialien 112a, ..., 112c sorgt. Z. B. werden Tantal, Tantalnitrid oder eine Kombination davon oder andere Materialien effizient als ein leitendes Barrierenmaterial eingesetzt. Des weiteren ist eine Deckschicht oder eine Ätzstoppschicht 113 über dem dielektrischen Material 111 und der Metallleitungen 112 gebildet, wobei die Schicht 113 abhängig von den Gegebenheiten zusätzlich als ein Barrierenmaterial zum Einschluss der leitenden Kernmaterialien 112a, ..., 112c dienen kann. Z. B. bieten Siliziumnitrid, stickstoffenthaltendes Siliziumkarbid, Siliziumkarbid und dergleichen kupferdiffusionsbehindemde Eigenschaften und werden häufig als ein Deckmaterial für kupferbasierte Metallleitungen verwendet. In anderen Fällen umfassen die Metallgebiete 112 ein leitendes Deckmaterial, wofür eine Vielzahl von Metalllegierungen im Stand der Technik bekannt sind. In diesem Falle ist die kupfereinschließende Wirkung der Schicht 113 weniger kritisch.
  • Die Metallisierungsschicht 120 umfasst in dieser Fertigungsphase ein erstes dielektrisches Material 121a, etwa ein beliebiges geeignetes dielektrisches Material mit den gewünschten Eigenschaften im Hinblick auf die Permittivität, mechanische Festigkeit und dergleichen. Wie zuvor erläutert ist, ist das dielektrische Material 121a ggf. weniger empfindlich, beispielsweise im Hinblick auf seine mechanischen Eigenschaften, im Vergleich zu aufwendigen dielektrischen Materialien mit ultrakleinem ε, die häufig in aufwendigen Bauelementen im Hinblick auf eine Reduzierung der parasitären Kapazität eingesetzt werden. In der vorliegenden Ausführungsform ist die Dielektrizitätskonstante weniger kritisch, da die Gesamtpermittivität der Metallisierungsschicht 120 auf der Grundlage entsprechender Luftspalte eingestellt wird, die noch herzustellen sind, wobei die besseren mechanischen Eigenschaften des dielektrischen Materials 121a in Verbindung mit einem weiteren Material, das noch herzustellen ist, für eine insgesamt bessere mechanische Stabilität der Metallisierungsschicht 120 sorgen, wobei dennoch die gewünschte geringe Gesamtpermittivität geschaffen wird. Z. B. repräsentiert das dielektrische Material 121a ein dielektrisches Material mit einer Dielektrizitätskonstanten von 2,7 oder mehr, etwa 3,0 und höher, da typischerweise eine moderat geringe dielektrische Konstante mit einer entsprechenden geringeren mechanischen Festigkeit des dielektrischen Materials verknüpft ist. Beispielsweise ist das dielektrische Material 121a aus Siliziumdioxid, etwa in Form eines fluordotierten Materials, oder in Form einer anderen Materialzusammensetzung aufgebaut, die für die gewünschte Stabilität sorgt. Es sollte jedoch beachtet werden, dass das Material 121a auch ein aufwendiges dielektrisches Material mit einer reduzierten Permittivität repräsentieren kann, wobei dennoch ein besseres Leistungsverhalten durch das Vorsehen von Luftspalten erreicht wird, was jedoch in konventionellen Vorgehensweisen die Verwendung noch aufwendigerer Dielektrika erfordern würde, die eine deutlich ausgeprägtere Empfindlichkeit im Hinblick auf die mechanischen und chemischen Belastungen zeigen, die während der weiteren Bearbeitung des entsprechenden Mikrostrukturbauelements auftreten. Das dielektrische Material 121a wird mit einer geeigneten Dicke 121t vorgesehen, die in Verbindung mit einer Dicke eines weiteren noch zu bildenden dielektrischen Materials zu einer Solldicke der Metallisierungsschicht 120 führt.
  • Das in 1a gezeigte Mikrostrukturbauelement 100 kann auf der Grundlage der folgenden Prozesstechniken hergestellt werden. Nach der Herstellung der entsprechenden Schaltungselemente 103 in der Bauteilebene 102, wozu aufwendige Fertigungstechniken gemäß den betrachteten Technologiestandard gehören, wird eine zugehörige Kontaktstruktur (nicht gezeigt) hergestellt, um die Schaltungselemente 103 elektrisch anzuschließen. Zu diesem Zweck können gut etablierte Materialien, etwa Siliziumdioxid, Siliziumnitrid und dergleichen abgeschieden und strukturiert werden, um entsprechende Kontaktöffnungen zu schaffen, die nachfolgend mit einem geeigneten leitenden Material gefüllt werden. Darauf wir das Metallisierungssystem 150 hergestellt, beispielsweise durch Abscheiden des dielektrischen Materials 111 und durch das Bilden von den Metallgebieten 112 auf der Grundlage von Prozesstechniken, wie sie auch mit Bezug zu der Metallisierungsschicht 120 beschrieben werden. Es sollte beachtet werden, dass geeignete Luftspalte (nicht gezeigt) ebenfalls in der Metallisierungsschicht 110 bei Bedarf vorgesehen werden können, wobei ähnliche Prozesstechniken eingesetzt werden können, wie sie im Zusammenhang mit der Metallisierungsschicht 120 beschrieben werden. Daraufhin wir die Deckschicht oder die Ätzstoppschicht 113 auf Basis gut etablierter Abscheidetechniken hergestellt. Als nächstes wird das dielektrische Material 121a gebildet, beispielsweise durch plasmaunterstützte CVD (chemische Dampfabscheidung), thermisch aktivierte CVD, Aufschleudertechniken und dergleichen, um damit das Material der Schicht 121a mit den gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Z. B. sind eine Vielzahl gut etablierter Abscheiderezepte für Siliziumdioxid, Siliziumoxinitrid, Siliziumnitrid, siliziumdioxidbasierte Materialien mit zusätzlichen Komponenten zum Reduzieren der Gesamtpermittivität, Polymermaterialien und dergleichen verfügbar. Daraufhin wird die erste dielektrische Schicht 121a auf Basis einer geeigneten Strukturierungstechnik strukturiert, um Öffnungen in dem Material 121a zu schaffen, die Kontaktlochöffnungen und Luftspalten gemäß den gesamten Bauteilerfordemissen entsprechen. Z. B. wir das Material 121a unter Anwendung von Photolithographietechniken strukturiert, in denen eine Ätzmaske auf Basis einer Lackmaske geschaffen wird, wobei bei Bedarf zusätzliche Materialien, etwa ARC-(antireflektierende Beschichtungs-)Materialien vorgesehen werden. Es sollte beachtet werden, das jegliche derartige Materialien in dem Material 121a abhängig von der gesamten Prozessstrategie vorgesehen sein können. Während des Abscheidens des Materials 121a können beispielsweise eine oder mehrere Materialschichten als abschließende Schichten eines entsprechenden Schichtstapels geschaffen werden, um damit die gewünschte Funktion zu erreichen. In anderen Fallen werden entsprechende ARC-Materialien temporär während des entsprechenden Lithographieprozesses vorgese hen. In anderen anschaulichen Ausführungsformen wird die Strukturierung des Materials 121a auf Grundlage von Einprägetechniken bewerkstelligt, in denen das Material 121a anfänglich in einem Zustand mit geringer Viskosität aufgebracht und mit einem entsprechenden Nano-Prägestempel in Kontakt gebracht wird, um damit ein gewünschtes Muster an Öffnungen in das Material 121a einzubringen, das nachfolgend ausgehärtet wird, so dass nach dem Entfernen des Nano-Prägestempels das gewünschte Muster enthält.
  • 1d zeigt schematisch das Mikrostrukturbauelement 100 nach der zuvor beschriebenen Prozesssequenz und nach dem Entfernen einer Ätzmaske, wenn ein Photolithographieprozess zur Strukturierung des dielektrischen Materials 121a verwendet wurde. Wie gezeigt sind eine Vielzahl von Öffnungen 122, 123 in dem Material 121a so gebildet, dass diese sich bis zu einer gewissen Tiefe erstrecken, die für die Fertigstellung entsprechender Kontaktlochöffnungen, d. h. der Öffnungen 122, in einem nachfolgenden Ätzprozess zur Herstellung entsprechender Gräben der Metallisierungsschicht 120 geeignet ist. D. h., die Kontaktlochöffnungen 122 werden im Weiteren so strukturiert, dass diese sich zu entsprechenden Metallleitungen 112 der Metallisierungsschicht 110 in einem nachfolgenden Ätzprozess erstrecken. Zusätzlich zu den Kontaktlochöffnungen 122 werden entsprechende Luftspalte 123 geeignet in dem dielektrischen Material 121a so positioniert, dass die Gesamtpermittivität der Metallisierungsschicht 120 verringert wird. Folglich können die Luftspalte 123 während des Strukturierungsprozesses während der Kontaktlochöffnungen 122 gebildet werden, wodurch zu keiner zusätzlichen Prozesskomplexität im Vergleich zu konventionellen Strategien beigetragen wird. Es sollte beachtet werden, dass die Öffnungen 122 und 123 auf der Grundlage der gleichen kritischen Abmessung, etwa einer Breite 122w, 123w hergestellt werden können, während in anderen Fallen die Breite 123w unterschiedlich im Vergleich zur Breite 122w eingestellt wird, wenn dies für den speziellen Grundriss der Metallgebiete in der Metallisierungsschicht 120 als geeignet erachtet wird. Des weiteren kann die Form der Luftspalte 123 unterschiedlich sein zu den entsprechenden Formen der Kontaktlochöffnungen, so dass eine gewünschte Konfiguration von „Luftkanälen” in der Metallisierungsschicht 120 eingebaut wird.
  • 1c zeigt schematisch eine Draufsicht eines Teils der Metallisierungsschicht 120 gemäß anschaulicher Ausführungsformen. Wie gezeigt, sind die mehreren Kontaktlochöffnungen 122 gemäß dem Schaltungsaufbau des Bauelements 100 vorgesehen, während auch entsprechende Luftspalte 123, beispielsweise in Form von Kanälen oder Gräben, so positio niert sind, dass eine reduzierte Gesamtpermittivität zwischen benachbarten Metallleitungen erreicht wird, die noch zu bilden sind und die als gestrichelte Linien 124 in 1c gezeigt sind. Folglich kann die parasitäre Kapazität zwischen benachbarten Metallleitungen 124 effizient verringert werden, während gleichzeitig eine moderat hohe mechanische Stabilität in der Metallisierungsschicht 120 erreicht wird.
  • 1d zeigt schematisch das Mikrostrukturbauelement 100 in einer Querschnittsansicht, in einer weiter fortgeschrittenen Fertigungsphase. Wie gezeigt, unterliegt das Bauelement 100 der Einwirkung einer Abscheideumgebung 104a, die so gestaltet ist, dass ein zweites dielektrisches Material 121b so abgeschieden wird, dass die Öffnungen 122, 123 abgedeckt oder verschlossen werden, ohne dass das innere Volumen der Öffnungen 122, 123 unnötig verringert wird. Die Abscheideumgebung 104a repräsentiert etwa einen chemischen Dampfabscheideprozess, der auf der Grundlage von Prozessparametern ausgeführt wird, die zu dem Erzeugen ausgeprägter Überhänge 104b führen, was wiederum zu einem raschen Verschluss der Öffnungen 122, 123 führt, während eine merkliche Abscheidung an Material 121b innerhalb der Öffnungen 122, 123 unterdrückt wird. Entsprechende Abscheiderezepte sind gut verfügbar oder können auf der Grundlage von Testdurchläufen und dergleichen ermittelt werden. In anderen Fallen wird die Abscheideumgebung 104a auf der Grundlage von Aufschleudertechniken in Verbindung mit einem geeigneten viskosen Zustand des Materials 121b eingerichtet, was zu einer Abdeckung oder Verschließung der Öffnungen 122, 123 führt, während im Wesentlichen nicht ein Eindringen in das innere dieser Öffnungen stattfindet. Es sollte beachtet werden, dass ein gewisses Maß an Abscheidung in die Öffnungen 122, 123 tolerierbar ist, da in den Öffnungen 122 das entsprechende Material in einem nachfolgenden weiteren Strukturierungsprozess entfernt wird, während eine entsprechende minimale Verringerung des Volumens der Luftspalte 123 nicht wesentlich die Gesamtpermittivität beeinflusst. Folglich kann das zweite dielektrische Material 121b als ein beliebiges geeignetes Material vorgesehen werden, das als ein dielektrisches Zwischenschichtmaterial der Metallisierungsschicht 120 dient, während gleichzeitig das Material 121b als eine Abdeckung oder ein Verschluss der Öffnungen 122, 123 fungiert, indem in geeigneter Weise entsprechende Prozessparameter für eine geeignete Abscheidetechnik ausgewählt werden, etwa CVD, Aufschleuderprozesse und dergleichen. In einigen anschaulichen Ausführungsformen wird das Material 121b in Form zweier oder mehrer Unterschichten bereitgestellt, wenn beispielsweise eine Materialzusammensetzung eine gewünschte Abscheideeigenschaft besitzt, um in zuverlässiger Weise die Öffnungen 122, 123 ohne ausgeprägte Abscheidung in das Innere des Volumens zu verschließen, während die nachfolgende Abscheidung auf der Grundlage eines anderen Materials fortgesetzt wird, um die gesamten Eigenschaften des dielektrischen Zwischenschichtmaterials der Metallisierungsschicht 120 einzustellen. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen wird das Material 121b so vorgesehen, dass es ähnliche Eigenschaften wie das Material 121a besitzt, wenn ein im Wesentlichen kontinuierliches und homogenes Verhalten des dielektrischen Zwischenschichtmaterials der Metallisierungsschicht 120 gewünscht ist. Z. B. werden die Materialien 121a, 121b auf der Grundlage im Wesentlichen der gleichen Materialzusammensetzung vorgesehen, um damit eine gewünschte hohe mechanische Stabilität zu schaffen. In anderen Fallen wird das Material 121b oder zumindest ein Teil davon so vorgesehen, dass es als ein ARC-Material und/oder als ein Hartmaskenmaterial bei der weiteren Strukturierungssequenz dient. Folglich ist zusätzlich zur Abdeckung der Öffnungen 122, 123 auch ein hohes Maß an Flexibilität bei der Einstellung der gesamten Materialeigenschaften der Metallisierungsschicht 120 erreicht, indem der Abscheideschritt 104a ausgeführt wird.
  • 1e zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem Ende der Abscheidung des Materials 121b. Wie gezeigt, wird das Material 121b mit einer Dicke vorgesehen, die in geeigneter Weise eingestellt ist, um eine kombinierte Solldicke 121t gemäß den Bauteil- und Prozesserfordernissen zu erreichen. D. h., das erste und das zweite dielektrische Material 121a, 121b werden so vorgesehen, dass die gewünschte Solldicke der Metallisierungsschicht 120 erreicht wird, wobei bei Bedarf ein Materialabtrag 121r während der weiteren Bearbeitung ebenfalls in Betracht gezogen werden kann. Z. B. kann während des nachfolgenden Strukturierungsprozesses und dem Entfernen von überschüssigen Material, das in die Öffnungen 122 und entsprechende Metallgräben einzufüllen ist, die Schicht 121b als eine Stoppschicht dienen, wodurch ein gewisses Maß an Materialabtrag hervorgerufen wird. Somit wird das Material 121b mit einer Dicke vorgesehen, die für eine zuverlässige Versiegelung der Luftspalte 123 sorgt, selbst wenn ein gewisser Grad an Materialabtrag, wie dies durch 121r angegeben ist, während der weiteren Bearbeitung auftritt. Wie zuvor mit Bezug zu 1d erläutert ist, ist das Material 121b aus einer beliebigen gewünschten Art an Material zumindest teilweise aufgebaut, um damit die endgültigen gewünschten Materialeigenschaften einzustellen. Z. B. wird ein oberer Bereich des Materials 121b so gewählt, dass dieser als eine Ätzstoppschicht, eine CMP-Stoppschicht und dergleichen dient, während in anderen Fällen ein ARC-Material bei Bedarf enthalten ist. Des weiteren kann das Material 121b oder zumindest ein Teil davon als ein Hartmaskenmaterial dienen, das auf der Grundlage von Lithographietechniken strukturiert wird und das dann als eine Ätzmaske während der weiteren Bearbeitung des Bauelements 100 dient.
  • 1f zeigt schematisch das Bauelement 100 mit einer Ätzmaske 105, die über dem dielektrischen Material 121b gebildet ist. Die Ätzmaske 105 repräsentiert eine Lackmaske, möglicherweise in Verbindung mit anderen Materialien, etwa einem Hartmaskenmaterial, einem ARC-Material und dergleichen. In anderen Fallen dient das Material 121b oder zumindest ein Teil davon als ein Hartmaskenmaterial, ein ARC-Material und dergleichen, wie dies auch zuvor erläutert ist. Die Ätzmaske 105 enthält geeignete Öffnungen 105a, die der Lage und der lateralen Größe entsprechender Metallleitungen entsprechen, die in der Metallisierungsschicht 120 zu bilden sind, beispielsweise gemäß dem Grundriss, wie er in 1c gezeigt ist. Die Ätzmaske 105 kann auf der Grundlage gut etablierter Lithographietechniken hergestellt werden. Daraufhin werden anisotrope Ätzrezepte angewendet, um die Materialien 121b und 121a zu ätzen, um damit das Muster der Ätzmaske 105 in das kombinierte dielektrische Material 121b, 121a zu übertragen, wodurch ebenfalls die Tiefe der Kontaktlochöffnungen 122 so vergrößert wird, dass diese sich zu den jeweiligen Metallgebieten 112 der Metallisierungsschicht 110 erstrecken.
  • 1g zeigt schematisch das Mikrostrukturbauelement 100 nach dem zuvor beschriebenen Ätzprozess und nach dem Entfernen der Ätzmaske 105. Somit erstrecken sich, wie dies gezeigt ist, die Kontaktlochöffnungen 122 bis hinab zu den jeweiligen Metallgebieten 113, während auch die Gräben 124 entsprechend den erforderlichen Schaltungsaufbau in dem Material 122b und in der gezeigten Ausführungsform auch in dem Bereich des Materials 121a gebildet sind. Während der entsprechenden Ätzsequenz werden die Kontaktlochöffnungen 122 zunehmend freigelegt, wenn durch das Material 121b geätzt wird und während des weiteren Verlauf des Ätzprozesses innerhalb des Materials 121a wird die Tiefe der Öffnungen 122 kontinuierlich vergrößert, bis die Ätzstoppschicht 113 in zuverlässiger Weise die Ätzfront in den Öffnungen 122 stoppt, wodurch unerwünschtes Freilegen der Metallgebiete 122 in der Ätzumgebung vermieden wird. Nach dem somit eine gewünschte Tiefe der Gräben 124 erreicht ist, wird die Ätzstoppschicht 113 auf der Grundlage speziell ausgewählter Ätzparameter geöffnet, wodurch ein Bereich der Metallgebiete 112 freigelegt wird. Andererseits bleiben die Luftspalte 123 durch das Material 112b auf Grund der Anwesenheit der Ätzmaske 105 (siehe 1f) bedeckt. Während des Ätzprozesses oder danach wird die Ätzmaske 105 entfernt und bei Bedarf werden entsprechende nasschemische Reinigungsprozesse angewendet, um freigelegte Oberflächenbereiche für das Abscheiden eines metallenthaltenden Materials vorzubereiten. Es sollte beachtet werden, dass auf Grund des Vorsehens der Luftspalte 123 im Allgemeinen ein dielektrisches Material für die Schicht 121b, 121a ausgewählt werden kann, das einen besseren Widerstand gegenüber entsprechenden Ätzprozessen zur Strukturierung der Schichten 121b, 121a zum Entfernen der Ätzmaske 105 und zum Durchführen entsprechender Reinigungsprozesse aufweist. Somit können deutlich geringere Ätzschäden im Vergleich zu anderen Lösungen beobachtet werden, in denen sehr empfindliche dielektrische Materialien mit ultrakleinem ε typischerweise angewendet werden, um damit die gewünschte geringe Gesamtpermittivität zu erhalten.
  • 1h zeigt schematisch das Mikrostrukturbauelement 100 in einem weiter fortgeschrittenen Fertigungsstadium, in welchem ein gut leitendes Metall, etwa Kupfer, eine Kupferlegierung, Silber und dergleichen in den Öffnungen 122, 124 und über dem dielektrischen Material 121b gebildet wird, wobei bei Bedarf ein leitendes Barrierenmaterial 122b, etwa Tantal, Tantalnitrid und dergleichen, auf Oberflächenbereichen der Materialien 121a, 121b und der Metallgebiete 112 gebildet wird. Das Barrierenmaterial 122b kann auf der Grundlage geeigneter Abscheidetechniken hergestellt werden, etwa physikalische Dampfabscheidung, chemische Dampfabscheidung, Atomlagenabscheidung, stromlose Abscheideprozesse und dergleichen. In ähnlicher Weise wird das Material 125 etwa durch elektrochemische Abscheidetechniken möglicherweise in Verbindung mit dem Abscheiden eines geeigneten Saatmaterials aufgebracht, wobei dies von der gesamten Prozessstrategie abhängt. Unabhängig von der verwendeten Abscheidetechnik bleiben die Luftspalte 123 zuverlässig durch das Material 121 abgedeckt, wodurch die Integrität der Luftspalte 123 während der gesamten Bearbeitung beibehalten wird.
  • 1i zeigt schematisch das Bauelement 100 während eines Abtragungsprozesses 106, der elektrochemische Ätzprozesse, elektrochemische Polierprozesse, chemischmechanisches Polieren und dergleichen aufweisen kann, um damit überschüssiges Material der Schicht 125 (siehe 1h) abzutragen und um auch Bereiche des Barrierenmaterials 122d zu entfernen. Wie zuvor erläutert ist, kann während des Abtragungsprozesses 106 auch ein Teil des Materials 121b entfernt werden, wie dies beispielsweise durch 121r angegeben ist, wobei jedoch eine gewünschte Integrität der Luftspalte 123 beibehalten wird, in dem eine geeignete anfängliche Dicke des Materials 121b ausgewählt wird, wie dies zuvor erläutert ist. Nach dem Abtragungsprozess 106 werden somit entsprechende Metallleitungen 122t gemäß dem gewünschten Schaltungsaufbau gebildet und es werden entsprechende Kontaktdurchführungen 122v für eine elektrische Verbindung entsprechenden Gräben oder Leitungen 112t und den Metallgebieten 112 der Metallisierungsschicht 110 bereitgestellt.
  • 1j zeigt schematisch eine Draufsicht des Bauelements 100 nach dem Abtragungsprozess 106. Wie gezeigt, sind die Metallleitungen 122t durch entsprechende Luftspalte 123 getrennt, die in gestrichelten Linien dargestellt sind, da diese Luftspalte tatsächlich sichtbar sind, wodurch die parasitäre Kapazität zwischen benachbarten Metallleitungen 122t deutlich verringert wird. Andererseits sorgen die Materialien 121b und 121a für eine ausreichende mechanische Stabilität in Bezug auf die weitere Beareitung des Bauelements 100 und im Hinblick auf den Betrieb des Bauelements 100. D. h., es können weniger kritische dielektrische Materialien zumindest für eines der Materialien 121b, 121a eingesetzt werden, wobei dennoch eine geringe Gesamtpermittivität auf Grund des Vorhandenseins der Luftspalte 123 erreicht wird. Wie zuvor erläutert ist, kann der Gesamtaufbau einer entsprechenden Metallisierungsebene, etwa der Metallisierungsschicht 120, so eingerichtet werden, dass zumindest kritische Signalwege durch entsprechende Luftspalte 123 getrennt sind, um damit die Signalausbreitungsverzögerung zu verringern. In anderen Fällen werden entsprechende Luftspalte 123 effizient in bestehende Schaltungsgrundrisse integriert, so dass mit Ausnahme von Lithographiemasken oder Einprägestempeln zur Herstellung der Kontaktdurchführungen der entsprechenden Metallisierungsebene keine weiteren Änderungen erforderlich sind. Folglich können die Luftspalte 123 dimensioniert und positioniert werden, ohne dass zusätzliche Prozessschritte während der Strukturierung der Kontaktlochöffnungen erforderlich sind, während die nachfolgende Verschließung oder Abdeckung der Öffnungen einen zusätzlichen Abscheideschritt erfolgt, um damit die gewünschte Sollhöhe des dielektrischen Zwischenschichtmaterials zu erhalten. Während der Abscheidung können auch weitere Funktionen dem dielektrischen Zwischenschichtmaterial verliehen werden, beispielsweise in Bezug auf Ätzstoppeigenschaften, CMP-Stoppeigenschaften, ARC-Funktionen, Atemmaskenfunktionen und dergleichen. Das Material kann in geeigneter Wiese so vorgesehen werden, dass die gewünschte Abdeckung der Kontaktlochöffnungen und der Luftspalte erfolgt, wobei auch entsprechende Materialeigenschaften in geeigneter Weise ausgewählt werden können. Wenn eine bessere Oberflächentopographie gewünscht ist, kann ein zusätzliche Planarisierungsschritt nach dem Abscheiden des dielektrischen Materials 121b eingeführt werden, wodurch das Verhalten eines nachfolgenden Lithographieschrittes weiter verbessert wird. Daraufhin kann die weitere Bearbeitung fortgesetzt werden unter Anwendung gut etablierter Lithographietechniken, wodurch ein hohes Maß an Kompatibilität mit konventionellen Prozessstrategien beibehalten wird.
  • 1k zeigt schematisch das Bauelement 100, in welchem das Material 121b so vorgesehen wird, dass dieses als ein Hartmaskenmaterial dient, das auf der Grundlage der Ätzmaske 105 strukturiert wird die Form des Lackmaterials vorgesehen wird. Folglich werden weniger einschränkende Bedingungen dem gesamten Lithographieprozess auferlegt, da eine moderat dünne Lackmaterialschicht verwendet werden kann, um damit zunächst das Material 121b zu strukturieren, dass eine Hartmaske verwendet wird, um in und durch das dielektrische Material 121a zu ätzen.
  • 1l zeigt schematisch das Bauelement 100 während eines entsprechenden Ätzprozesses 107, der nach der Strukturierung des Materials 121b und Entfernen der Lackmaske 105 durchgeführt wird. Auf der Grundlage des strukturierten Materials 121b werden somit entsprechende Gräben 124 in dem Material 121a hergestellt, wodurch auch die Tiefe der Kontaktlochöffnungen 122 vergrößert wird, während die Luftspalte 123 weiterhin zuverlässig durch das Material 121b abgedeckt bleiben. In diesem Falle wird zumindest ein oberer Bereich des Materials 121b in Form eines Materials vorgesehen, das einen hohen Ätzwiderstand in Bezug auf den Prozess 107 besitzt. Beispielsweise umfasst das Material 121b Siliziumnitrid, stickstoffenthaltendes Siliziumkarbid, Siliziumkarbid und dergleichen, die gut etablierte Materialien sind und die eine hohe Ätzselektivität in Bezug auf andere Materialien, etwa Siliziumdioxid und dergleichen besitzen. Nach dem Ätzprozess 107 kann die weitere Bearbeitung fortgesetzt werden, wie dies zuvor beschrieben ist, d. h. es wird ein weiteres Material in die Öffnungen 124, 122 eingefüllt, um die Metallleitungen 122t und die Kontaktdurchführungen 122v (siehe 1j) zu erhalten.
  • Es gilt also: Die vorliegende Offenbarung stellt Mikrostrukturbauelemente und entsprechende Fertigungstechniken bereit, in denen Luftspalte mit einer gewünschten Form und Position vorgesehen werden, ohne dass zusätzliche Aufwendungen während des Strukturierens des entsprechenden dielektrischen Zwischenschichtmaterials erforderlich sind. Zu diesem Zweck werden die Luftspalte zusammen mit den jeweiligen Kontaktlochöffnungen während einer gemeinsamen Strukturierungssequenz hergestellt, die Photolithographie in Verbindung mit Ätztechniken, Einprägetechniken und dergleichen enthalten kann, woran sich das Abscheiden eines Deckmaterials anschließt, um die jeweiligen Öffnungen zuverlässig abzudecken und zu verschließen. In einem weiteren Strukturierungsprozess werden die Kontaktlochöffnungen dann durch einen entsprechenden Ätzprozess wieder geöffnet, um zusätzlich die Gräben für die Metallleitungen der betrachteten Metallisierungsebene zu erzeugen. Somit wird in sehr effizienter gesamter Fertigungsablauf erreicht, da keine zusätzlichen Prozessschritte zum Definieren der Lage und der Größe der Luftspalte erforderlich sind, werden auch eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung der gesamten Materialeigenschaften auf Grund des Abscheidens des dielektrischen Materials zum Verschließen oder Versiegeln der Kontaktlochöffnungen und der Luftspalte bereitgestellt wird.
  • Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Offenbarung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Folglich ist die Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführen der hierin offenbarten Prinzipien zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (23)

  1. Verfahren mit: Bilden einer Kontaktdurchführungsöffnung und eines Luftspalts in einer ersten dielektrischen Schicht eines Metallisierungssystems eines Halbleiterbauelements in einem gemeinsamen Ätzprozess; Abscheiden einer zweiten dielektrischen Schicht, um die Kontaktdurchführungsöffnung und den Luftspalt abzudecken; Vergrößern einer Tiefe der Kontaktdurchführungsöffnung, so dass diese sich zu einem leitenden Gebiet erstreckt, das unter der ersten dielektrischen Schicht ausgebildet ist, während der Luftspalt beibehalten wird; und Füllen der Kontaktdurchführungsöffnung mit einem metallenthaltenden Material.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Vergrößern einer Tiefe der Kontaktdurchführungsöffnung umfasst: Bilden eines Grabens zumindest in der zweiten dielektrischen Schicht derart, dass er mit der Kontaktdurchführungsöffnung verbunden ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner umfasst: Entfernen von überschüssigem Material des metallenthaltenden Materials, wobei zumindest ein Bereich der zweiten dielektrischen Schicht, der den Luftspalt abdeckt, beibehalten wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste und die zweite dielektrische Schicht dielektrische Materialien einer Metallisierungsschicht des Metallisierungssystems repräsentieren.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Luftspalt und die Kontaktdurchführungsöffnung auf der Grundlage im Wesentlichen der gleichen kritischen Abmessungen hergestellt werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Luftspalt einen grabenförmigen Bereich aufweist.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste und/oder die zweite dielektrische Schicht aus einem dielektrischen Material hergestellt ist, das kein dielektrisches Material mit kleinem ε ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste und die zweite dielektrische Schicht aus im Wesentlichen der gleichen Materialzusammensetzung aufgebaut sind.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Vergrößern einer Tiefe der Kontaktdurchführungsöffnung umfasst: Strukturieren der zweiten dielektrischen Schicht auf der Grundlage einer Lackmaske, um Grabenöffnungen in der zweiten dielektrischen Schicht zu bilden, und Verwenden der strukturierten zweiten dielektrischen Schicht als eine Ätzmaske zum Ätzen der ersten dielektrischen Schicht.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite dielektrische Schicht ein kupfereinschließendes Material aufweist.
  11. Verfahren mit: Bilden einer Ätzmaske über einem dielektrische Material einer Metallisierungsschicht eines Mikrostrukturbauelements, wobei das dielektrische Material einen ersten Hohlraum, der von einem ersten Bereich des dielektrischen Materials abgedeckt ist, und einen zweiten Hohlraum, der von einem zweiten Bereich des dielektrischen Materials abgedeckt ist, aufweist, und wobei die Ätzmaske den ersten Bereich freilässt und den zweiten Bereich des dielektrischen Materials abdeckt; selektives Öffnen des ersten Hohlraums unter Anwendung der Ätzmaske; und Füllen des ersten Hohlraums mit einem metallenthaltenden Material.
  12. Verfahren nach Anspruch 12, das ferner umfasst: Entfernen eines überschüssigen Bereichs des metallenthaltenden Materials ohne Freilegen des zweiten Hohlraums.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei selektives Öffnen des ersten Hohlraums umfasst: Bilden eines Grabens in einem dielektrischen Material, so dass dieser mit dem ersten Hohlraum verbunden ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei selektives Öffnen des ersten Hohlraums ferner umfasst: Vergrößern einer Tiefe des ersten Hohlraums derart, dass dieser sich zu einem leitenden Gebiet erstreckt, das unter der Metallisierungsschicht gebildet ist.
  15. Verfahren nach Anspruch 11, das ferner umfasst: Bilden des ersten und des zweiten Hohlraums in einem ersten Teil des dielektrischen Materials in einem gemeinsamen Ätzprozess.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei Bilden des ersten und des zweiten Hohlraums ferner umfasst: Abscheiden eines zweiten Teils des dielektrischen Materials über dem ersten und dem zweiten Hohlraum, während zumindest ein Teil eines Innenvolumens des ersten und des zweiten Hohlraums beibehalten wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, das ferner umfasst: Einebnen des zweiten Teils des dielektrischen Material vor dem Bilden der Ätzmaske.
  18. Verfahren nach Anspruch 11, wobei zumindest ein Teil des dielektrischen Materials als ein Material mit einer Dielektrizitätskonstante von ungefähr 2,7 oder höher vorgesehen wird.
  19. Mikrostrukturbauelement mit: einer ersten dielektrischen Schicht einer Metallisierungsschicht; einer zweiten dielektrischen Schicht, die auf der ersten dielektrischen Schicht gebildet ist; einer Metallleitung, die in der zweiten dielektrischen Schicht gebildet ist und sich in die erste dielektrische Schicht erstreckt; und einem Luftspalt, der in der ersten dielektrischen Schicht gebildet ist, wobei der Luftspalt durch die zweite dielektrische Schicht abgedeckt ist.
  20. Bauelement nach Anspruch 19, wobei der Luftspalt und die Metallleitung im Wesentlichen die gleiche Breite aufweisen.
  21. Bauelement nach Anspruch 20, wobei die Breite 100 nm oder weniger beträgt.
  22. Bauelement nach Anspruch 20, wobei die zweite dielektrische Schicht aus einem Material mit einer Dielektrizitätskonstante von ungefähr 2,7 oder größer aufgebaut ist.
  23. Bauelement nach Anspruch 19, das ferner Transistorelemente mit einer Gatelänge von 30 nm oder weniger aufweist.
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