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DE1096349B - Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsaeureestern und deren Verseifungsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsaeureestern und deren Verseifungsprodukten

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Publication number
DE1096349B
DE1096349B DEH36932A DEH0036932A DE1096349B DE 1096349 B DE1096349 B DE 1096349B DE H36932 A DEH36932 A DE H36932A DE H0036932 A DEH0036932 A DE H0036932A DE 1096349 B DE1096349 B DE 1096349B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
vol
acid esters
preparation
ester
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH36932A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Waldemar Guex
Dr Otto Isler
Dr Rudolf Rueegg
Hr Gottlieb Ryser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Publication of DE1096349B publication Critical patent/DE1096349B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/30Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group
    • C07C67/333Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton
    • C07C67/343Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by increase in the number of carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsäureestern und deren Verseifungsprodukten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsäureestern und deren Verseifungsprodukten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man das durch Behandeln eines Phosphoniumsalzes der allgemeinen Formel worin n die Zahl 0, 1, 2 oder 3 und R beginnend mit der Methylgruppe abwechslungsweise die Methylgruppe und Wasserstoff bedeutet, mit einer metallorganischen Verbindung oder Alkalialkoholat erhaltene Phosphoran in an sich bekannter Weise mit 9-[2,6,6-Trimethylcyclohexen- (1) -yl] -3,7-dimethylnonatetraen- (2,4,6,8) -a1- (1) kondensiert, aus dem gebildeten Addukt in üblicher Weise Triarylphosphinoxyd, zweckmäßig durch Erwärmen, abspaltet und den erhaltenen Ester gewünschtenfalls nach an sich bekannten Methoden verseift.
  • Die Phosphoniumhalogenide der allgemeinen Formel I umfassen z. B. folgende Verbindungen: Carbalkoxymethyltriarylphosphoniumhalogenide, 3-Carbalkoxybuten-(2)-yl-(1)-triarylphosphoniumhalogenide, 5-Carbalkoxy-3-methylpentadien-(2,4)-yl-(1) -triarylphosphoniumhalogenide, 7-Carbalkoxy-3-methyloctatrien-(2,4,6)-yl-(1)-triarylphosphoniumhalogenide. Die Triarylphosphoniumhalogenide erhält man durch Kondensation der betreffenden Halogencarbonsäureester, z. B. a-Halogenessigsäureester oder y-Halogentiglinsäureester, mit einem Triarylphosphin, wie Triphenylphosphin, in einem inerten Lösungsmittel, z. B. Benzol. Die hierzu benötigten Halogenide sind zum Teil neue Verbindungen, die wie folgt hergestellt werden können Zu einer Lösung von Lithiumacetylid in flüssigem Ammoniak gibt man eine Lösung von ß-Acetylacrylsäureäthylester in Äther und hält das Reaktionsgemisch eine Stunde unter Rückfluß. Man zersetzt die Lithiumkomplexverbindung durch Zugabe von festem Ammoniumchlorid, verdünnt das Gemisch mit Äther, läßt überschüssiges Ammoniak unter Durchleiten von Stickstoff verdampfen und filtriert die festen Rückstände ab. Man wäscht die Ätherlösung mit gesättigter Ammoniumchloridlösung, trocknet und dampft die Lösung im Vakuum ein. Die gewonnene sirupöse Substanz wird in Essigsäureäthylester gelöst und in Gegenwart eines Lindlar-Katalysators unter Normalbedingungen zum 1-Carbomethoxy-3-methyl-3-hydroxypentadien-(1,4) hydriert. Siedepunkt 70 bis 75'C/0,03 mm Hg; n1 = 1,4672. Durch Behandeln des Esters mit Phosphortribromid in absolutem Äther erhält man das 1-Carbomethoxy-3-methyl-5-brompentadien-(1,3) ; u2,'= 1,5385.
  • Wenn man andererseits das vorstehend beschriebene 1-Carbalkoxy-3-methyl-3-hydroxypentadien-(1,4) mit der gleichen Menge Dihydropyran und 10/0 Mineralsäure versetzt, erhält man den ß-Tetrahydropyranyläther, der nach dem Auswaschen der Mineralsäure mit Natriumbicarbonatlösung und Abdestillieren des überschüssigen Dihydropyrans im Vakuum destilliert wird. Siedepunkt 85 bis 90°C/0,05 mm Hg; n, @ 1,4640. Hydriert man diesen in der vierfachen Menge Petroläther (Siedebereich 60 bis 80°C) in Gegenwart von etwas Chinolin mit einem Lindlar-Katalysator bis zur Aufnahme der äquimolaren Menge Wasserstoff, löst den erhaltenen Ester in der achtfachen Menge Äther, behandelt ihn mit Lithiümaluminiumhydrid bei -30 bis -20°C, arbeitet das Reaktionsgemisch in üblicher Weise auf, so erhält man den entsprechenden primären Alkohol, der durch 2stündiges Schütteln mit der fünffachen Menge Braunstein in Petroläther zum entsprechenden Aldehyd oxydiert wird. Das Rohprodukt kann über die Bisulfitadditionsverbindung gereinigt werdeü. - Man erhält 4-Methyl-4-tetrahydropyranyloxyhexadien-(2,5)-al-(1):n2=1,4825; UV-Maxima bei 220 m#t; Ei*- = 670 (in Äthanol).
  • Den erhaltenen Aldehyd gibt man zu einer Lösung von (a-Carbalkoxyäthyliden) -friphenylphosphoran in Methylenchlorid und erwärmt -die Mischung 5 Stunden unter Rückfluß. Man reinigt den erhaltenen Ester mittels Filtration durch die fünffache Menge von schwach aktivemAluminiumoxyd und"erhältnachdem Eindampfen des Lösungsmittels im Vakuum den Ester als helles Öl; stö = 1,5110; UV-Maximum bei 260 m#t; Ei m = 870. Man löst ihn in der doppelten Menge Alkohol, läßt unter Kühlung auf 5°C 20 ml 63°/aige Bromwasserstoffsäure zufließen, rührt das Gemisch 2 Stunden, gießt es auf Eis, nimmt es in Petroläther auf, wäscht es neutral und engt e5 bei 20°C im Vakuum ein. Man erhält den 2,6-Dimethyl-8-bromoctatrien-(2,4,6)-säure-(1)-methylester als gelben Rückstand; no = 1,5430; UV-Maximum bei 300 m#t; E'1'-' = 950 (in Petroläther): Das Phosphoniumhalogenid der allgemeinen Formel I wird in folgender Weise in das entsprechende Phosphoran übergeführt: Zur Abspaltung von Halogenwasserstoff aus der Verbindung der allgemeinen Formel I setzt man die Phosphoniumsalze mit metallorganischen Verbindungen, wie Phenyllithium, oder Alkalialkoholat, z. B. Natriummethylat, um. Die Reaktion wird in. einem inerten Lösungsmittel, wie Äther oder Alkohol, besonders vorteilhaft aber in Methylenchlorid, unter Ausschluß von Sauerstoff durchgeführt. -Die a-Carbalkoxymethyltriarylphosphoniumhalogenide kann man nach einer anderen Ausführungsform auch mit wäßrigen Alkalien, z. B. mit verdünnter Natronlauge, behandeln. Dabei erhält man die entsprechenden Carbalkoxymethylentriarylphosphorane als reine kristalline Verbindungen, die ohne Zersetzung gelagert werden können.
  • In der ersten Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Phosphoran mit 9-[2,6,6-Trimethylcyclohexen-(1) yl]-3,7-dimethylnonateträen-(2,4,6;8)-al-(1) kondensiert. Man verwendet zweckmäßig die äquivalente Menge der Komponenten oder einen Überschuß der Phosphinverbindung und arbeitet in einem inerten Lösungsmittel, wie Äther, Petroläther, Benzol, Methylenchlorid, Dioxan oder Tetrahydrofuran. Vorteilhaft vermischt man die Komponenten bei Raumtemperatur, wobei man zweckmäßig die überstehende Luft durch ein inertes Gas, wie Stickstoff, ersetzt. Die Verwendung von Methylenchlorid als Lösungsmittel ist besonders zweckmäßig.
  • Die Kondensationsprodukte zerfallen bei Raumtemperatur allmählich in die Polyencarbonsäureester und das entsprechende Triarylphosphinoxyd. Durch Erwärmen wird diese Reaktion beschleunigt. Die Zersetzung gelingt z. B. leicht durch mehrstündiges Kochen der Methylenchloridlösung unter Rückfluß.
  • Die Ester können in an sich bekannter Weise zu den entsprechenden Säuren verseift werden. Hierzu wird der Ester zweckmäßig in einem inerten Lösungsmittel, wie Äther, gelöst und mit alkoholischem Alkalihydroxyd, vorzugsweise mit methanolischer Natronlauge, bei Zimmertemperatur unter Stickstöffatmosphäre behandelt.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Säuren und Ester sind kristalline, gelb- oder rotgefärbte Verbindungen, die als Lebensmittelfarbstoffe sowie als Geflügelfutterzusatz für die Eidotterfärbung oder Läufe-, Schnäbel-, Haut-, Fett- und Fleischpigmentierung verwendet werden können. Die Verbindungen sind zudem Vitamin A wirksam.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen weisen gegenüber den bisher zur Lebensmittelfärbung verwendeten Carotinoiden verschiedene überraschende Vorteile .auf. So :ruft z. B. ß-C3o Apocarotinsäuremethylester in gleicher Konzentration eine intensivere färberische Wirkung hervor als ß-Carotin. Auch die Stabilität ist .-wesentlich größer. Lagert man z. B. die ß-C" Apocarotinsäure bzw. deren Methylester offen bei 45°C, so beobachtet man nach 600stündiger Lagerung noch einen Gehalt von 62,7 bzw. 52 °/o. Trans-ß-Carotin zeigt unter denselben Lagerungsbedingungen einen Gehalt von 0 °/o, Lycopin bereits nach 240 Stunden einen solchen von 0 °/o. Ein weiterer Vorteil besteht in der wesentlich besseren Löslichkeit der erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungen, welche z. B. für den ß-C" Apocarotinsäuremethylester bzw. den ß-C"ö Apocarotinsäuremethylester in Arachisöl 345 bzw. 110 mg/ml beträgt, während die Löslichkeit von Lycopin und trans-ß-Carotin in Arachisöl lediglich 45 bzw. 25 mg/ml ausmacht. _ _ Beispiel 1 2,6,11,15-Tetramethyl-17-[2,6,6-trimethylcyclohexen-(1)-yl]-heptadecaoctaen-(2,4,6,8,10,12,14,16)-in-(8)-säure-(1) 10g Phosphoniumbromid aus 8-Brom-2,6-dimethyloctatrien-(2,4,6)-säure-(1)-methylester in 100m1 trockenem Methylenchlorid werden in einer Stickstoffatmosphäre unter Rühren mit 9 ml 2normaler methylalkoholischer Natriummethylatlösung und allmählich mit 6 g Vitamin-A-Aldehyd in 50 ml Methylenchlorid versetzt. Man kocht die Mischung 5 Stunden unter Rückfluß. Darauf wird sie filtriert, mit Wasser gewaschen und nach dem Trocknen über Natriumsulfat durch eine Säule aus 50 g Aluminiumoxyd (Aktivitätsstufe I, mit 4 °/o Wasser inaktiviert) filtriert. Die Lösung wird eingeengt und bis zum Beginn der Kristallisation langsam mit Methanol versetzt. Man erhält orangerote Kristalle von 2,6,11,15-Tetramethyl-17-[2,6,6-trimethylcyclohexen-(1) -y1] -heptadecaoctaen- (2,4,6,8,10,12,14,16) -säure- (1) -methylester; Schmelzpunkt 136 bis 137°C; Absorptionsmaxima bei 445 und 471 m#t; Eil = 2575 und 2160 (in Petroläther).
  • 1 g des erhaltenen Esters wird in 300 ml Äther und 300 ml 10°/oiger methanolischer Kalilauge bei 20°C in einer Stickstoffatmosphäre 2 Tage gerührt. Darauf wird das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt und mit Äther extrahiert. Die Ätherlösung wird filtriert und der gewonnene Niederschlag zu der wäßrigen Phase gegeben, worauf diese mit Salzsäure angesäuert und filtriert wird. Man erhält auf diese Weise 2,6,11,15-Tetramethyl-17- [2,6,6-trimethylcyclohexen- (1) -yl] -heptadecaoctaen-(2,4,6,8,10,12,14,16)-säure-(1), welche nach dem Umkristallisieren aus Benzol bei 189 bis 190°C schmilzt; Absorptionsmaximum bei 448 m#L, Ei%- = 2515 (Nebenmaximum bei 472 m#t).
  • Beispiel 2 5,9-Dimethyl-11-[2,6,6-trimethylcyclohexen-(1)-yl]-undecapentaen-(2,4,6,8,10)-säure-(1)-methylester 16,7 g Triphenylcarbomethoxymethylphosphoniumbromid in. 90 ml trockenem Methylenchlorid werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit 20,6 ml. 2normaler methylalkoholischer Natriummethylatlösung und 10 g Vitamin-A-Aldehyd in 90 ml Methylenchlorid behandelt und aufgearbeitet. Man erhält 7,8 g all-trans-5,9-Dimethyl-11- [2,6,6 -trimethylcyclohexen - (1) - y1] - undecapentaen-(2,4,6,8,10)-säure-(1)-rnethylester als gelbe Kristalle; Schmelzpunkt 85 bis 86°C; Absorptionsmaximum bei 374 bis 378 m#t; E','. = 1795.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsäureestern und deren Verseifungsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man das durch Behandeln eines Phosphoniumsalzes der allgemeinen Formel worin n die Zahl 0, 1, 2, oder 3 und R beginnend mit der Methylgruppe abwechselnd die Methylgruppe und Wasserstoff bedeutet, mit einer metallorganischen Verbindung, wie Phenyllithium, oder einem Alkalialkoholat erhaltene Phosphoran in an sich bekannter Weise mit 9-[2,6,6-Trimethylcyclohexen-(1)-yl]-3,7-dimethylnonatetraen-(2,4,6,8)-a1-(1) kondensiert, aus dem gebildeten Addukt in üblicher Weise, zweckmäßig durch Erwärmen, Triarylphosphinoxyd abspaltet und den erhaltenen Ester gewünschtenfalls nach an sich bekannten Methoden verseift. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 951212, 950 552, 943 648; deutsche Auslegeschriften Nr. 1035 647, 1026 745, 1025 869, 1001256; Fette, Seifen, Anstrichmittel, Bd.56, 1954, S.986 bis 989; Angew. Chem., Bd. 68, 1956, S. 547 bis 553; Chimia, Bd. 12, 1958, S. 1 bis 17.
DEH36932A 1958-08-28 1959-07-16 Verfahren zur Herstellung von Polyencarbonsaeureestern und deren Verseifungsprodukten Pending DE1096349B (de)

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