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DE1090169B - Verfahren zum optischen Aufhellen von organischen Kunstfasern aus polymerem oder copolymerem Acrylnitril - Google Patents

Verfahren zum optischen Aufhellen von organischen Kunstfasern aus polymerem oder copolymerem Acrylnitril

Info

Publication number
DE1090169B
DE1090169B DEG26930A DEG0026930A DE1090169B DE 1090169 B DE1090169 B DE 1090169B DE G26930 A DEG26930 A DE G26930A DE G0026930 A DEG0026930 A DE G0026930A DE 1090169 B DE1090169 B DE 1090169B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
same
group
sulfonic acid
stilbene
benzene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG26930A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Reinhardt Zweidler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1090169B publication Critical patent/DE1090169B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/02Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/18Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polymers of unsaturated nitriles, e.g. polyacrylonitrile, polyvinylidene cyanide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/04Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material
    • C08J5/06Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material using pretreated fibrous materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

DEUTSCHES
Es wurde gefunden, daß man Kunstfasern, welche aus polymerem oder copolymerem Acrylnitril bestehen, durch eine Behandlung mit wäßrigen Lösungen von Salzen basischer 4-(4,5-Arylo-l,2,3-triazolyl-2)-stilbensulfonsäureamiden mit Säuren im Aussehen stark verbessern kann. Die erfindungsgemäß verwendeten Aufheller entsprechen der allgemeinen Formel I:
Verfahren zum optischen Aufhellen
von organischen Kunstfasern
aus polymerem oder copolymerem
Acrylnitril
B-CH=CH
-(SO2-NH-Z)n ίο (I)
In dieser Formel bedeutet A einen Arylorest der Benzol-, Naphthalin- oder Acenaphthenreihe, welcher an benachbarten aromatischen Kohlenstoffatomen mit den Stickstoffatomen des Triazolringes verbunden ist, B einen Rest der Benzolreihe, Z den Rest einer starken organischen Stickstoffbase, D einen nicht farberzeugenden, negativen Substituenten, einschließlich der Gruppe — SO2 — NH — Z, und η eine niedere ganze Zahl nicht größer als 4.
In dieser Formel können die aromatischen Ringe nicht ionogen weitersubstituiert sein unter Ausschluß von farberzeugender Substitution. Anionen bildende Substituenten, wie die Carboxyl-, die Sulfonsäure- oder die aromatisch gebundene Hydroxylgruppe, sollen ebensowenig vorhanden sein wie Kationen bildende Amino- und organisch substituierte Aminogruppen. Auch farberzeugende Nitro- oder Arylazogruppen sollen fehlen. Dagegen können die aromatischen Ringe beispielsweise durch Halogen, Alkyl-, Alkoxy-, Alkylsulfonyl-, Arylsulfonylgruppen und der Arylorest A auch durch Acylaminogruppen substituiert sein. Ausgeschlossen ist auch die farberzeügende mehrfache Substitution des Benzolringes B in o- und p-Stellung in bezug auf die Vinylengruppe mit stärker positivierenden Substituenten, insbesondere mit Alkoxygruppen. Dagegen kann eine einzige Alkoxygruppe in beliebiger Stellung des Benzolringes B vorhanden sein, oder es kann B auch zwei Alkoxygruppen enthalten, sofern sich nur die eine davon nicht in einer der kritischen o- oder p-Stellungen befindet. Als negativer Substituent D kommt die Z-NH-S O2-Gruppe in erster Linie in Betracht, ferner beispielsweise Alkyl-, Aralkyl-, Arylsulfonylgruppen, Sulfonsäurearylester- oder tertiäre Sulfonsäure-amidgruppen sowie die Cyangruppe. Wenn nicht D die Z —-NH — SO2-Gruppe vorstellt, so kann dieser Substituent entweder an B oder vorzugsweise an A gebunden sein; bei mehrfacher Siibstitution durch die Z — NH — SO2-Gruppe befindet sich diese vorzugsweise in D und B, in D und A oder in D, A und B. Die Gruppe Z leitet sich vorzugsweise von einer stark aliphatischen Stickstoffbase ab oder von Anmelder:
J. R. Geigy A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 25. April 1958
Dt. Reinhardt Zweidler, Basel (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
gesättigte Ringe enthaltenden oder bildenden Stickstoffbasen. Das basische Stickstoffatom ist vorzugsweise mittels eines gesättigten organischen Restes, insbesondere mittels einer Alkylengruppe, mit dem Sulfamidstickstoff verbunden. Z kann aber nicht nur von gesättigten Ringstickstoffbasen, wie Piperidin, Piperazin oder Morpholin, abgeleitet sein, sondern gegebenenfalls auch von Pyridinbasen. Vorzugsweise bedeutet Z eine sekundäre, tertiäre oder quaternäre Arninoalkylgruppe, beispielsweise eine Mono- oder Dialkylamino-äthyl- oder -propylgruppe mit N-Alkylsubstituenten von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, ferner eine Mono- oder Di-cyclohexylamino-äthyl- oder -propylgruppe, eine Piperidino-N-äthyl- oder -propylgruppe oder eine Morpholino-N-äthyl- oder -propylgruppe. Z kann auch eine 2-Dialkylamino-äthoxyalkyl-, eine 2-Dialkylamino-l-cyclohexyl- oder eine Dialkylaminoalkylaminoalkylgruppe bedeuten. Auch die aus diesen Gruppen durch Alkylierung mit Estern von niederen Alkoholen mit starken anorganischen oder organischen Säuren erhältlichen Ammoniumbasen sind brauchbare Substituenten.
009 610/395
Eine bevorzugte Gruppe erfindungsgemäß verwendbarer Aufheller entspricht der allgemeinen Formel II, worin A die in Formel I angegebenene Bedeutung zukommt.
CH = CH
Y —X —NH
In dieser Formel bedeuten ferner R1 und R2 je Wasserstoff oder eine niedermolekulare Alkoxygruppe, X einen gesättigten, gegebenenfalls ringgeschlossenen organischen Rest und Y eine aliphatisch substituierte, sekundäre, tertiäre oder quaternäre Aminogruppe mit aliphatischen Resten von höchstens 6 Kohlenstoffatomen, wobei die aliphatischen Reste unter Einschluß des basischen Stickstoffatoms und gegebenenfalls von Sauerstoff auch gesättigte Heterocyclen bilden können.
Technisch interessant sind in ihrer leichten Zugänglichkeit und ihrer besonders günstigen Fluoreszenz wegen insbesondere solche Verbindungen der allgemeinen Formel II, in welcher der Arylorest A einen in 1- und 2-Stellung gebundenen Naphthalinrest oder einen in 4- und 5-Stellung gebundenen Acenaphthenrest bedeutet.
Man erhält die erfindungsgemäß verwendbaren 4-(4,5-Arylo-l,2,3-triazolyl-2)-stüben-sulfonsäureamide am einfachsten aus den bekannten entsprechenden Sulfonsäuren durch Umwandlung der Sulfonsäuregruppe in die Sulfonsäure-chloridgruppe mit Phosphoroxychlorid in inerten organischen Lösungsmitteln, wie Chlorbenzol. Das erhaltene Sulfonsäurechlorid wird mit einer starken aliphatischen Stickstoffbase kondensiert, welche neben einer primären Aminogruppe noch eine weitere, vorzugsweise sekundäre oder tertiäre Aminogruppe enthält, wobei vorteilhaft in Gegenwart von überschüssiger Stickstoffbase und in einem inerten organischen Lösungsoder Verdünnungsmittel gearbeitet wird. Die Kondensationsprodukte fallen als schwachgelblich- bis schwachgelbgefärbte Pulver an, welche sich in organischen Lösungsmitteln mit intensiver blauvioletter bis grünblauer Fluoreszenz lösen.
Zur Behandlung von Polyacrylnitrilfasern gemäß vorliegender Erfindung verwendet man die basischen 4-(4,5-Arylo-l,2,3-triazolyl-2)-stilben-sulfonsäureamide als Salze anorganischer oder organischer Säuren. Als anorganische Säuren kommen vor allem die Salzsäure, die Schwefelsäure, die Phoshhorsäure und als organische Säuren kommen vor allem die Ameisensäure, die Essigsäure, die Milchsäure, die p-Toluolsulfonsäure oder die Tetrahydronaphthalinsulfonsäure in Frage. Man verfährt am einfachsten so, daß man diese basischen Stilbyltriazolverbindungen in stark verdünnter wäßriger Säure löst, mit dem zu behandelnden Polyacrylnitrilmaterial, welches in Form von Fäden, Garn oder Textilien vorhanden sein kann, in das vorteilhaft vorgewärmte Bad eingeht, die Flotte zum Sieden treibt und sie kurz bei Siedetemperatur hält.
Nach dem Abquetschen, Spülen und Trocknen zeigt
ίο das Polyacrylnitrilmaterial im Tageslicht ein viel weißeres Aussehen als vor der Behandlung. Die Weißtönungen sind sehr gut lichtecht und auch gut waschecht.
Zur Erzeugung eines deutlich sichtbaren Aufhellungseffektes auf Polyacrylnitrilfasern sind nur geringe Mengen der erfindungsgemäß verwendbaren Stilbenverbindungen nötig. Es genügen schon Mengen von 0,025 bis O1I °/0, bezogen auf das Fasergewicht. Bemerkenswert ist ferner, daß diese Stilbenverbindungen sehr gut chlorecht sind. Diese Eigenschaft ist sehr wertvoll, da rohe Polyacrylnitrilfasern vielfach mit chlorabgebenden Mitteln gebleicht werden, wobei das überschüssige Chlor nur selten vollständig aus dem Material entfernt werden kann.
Es ist zwar schon bekannt, Kunststoffen aus polymerem oder cyclomerem Acrylnitril durch Einverleiben von Triazolylstilbensulfamiden ein weißeres Aussehen zu verleihen. Je nach Verwendung dieser Kunststoffe kann jedoch eine von vornherein ausgeführte Weißtönung gegebenenfalls unnötig und je nach Verarbeitungsart beeinträchtigt oder gar ausgehoben werden. Das neue Verfahren gestattet die Ausrüstung von Polyacrylnitril in irgendeinem Stadium der textlien Bearbeitung und bedeutet daher eine wertvolle Bereicherung der Technik.
Ferner ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 029 792
bekannt,2-Stilbyl-(naphtho-r,2'; 4,5)-l,2,3-triazolsulfonsäuren bzw. deren Salze zum Aufhellen aus wäßrigem Bad von cellulosehaltigen! Material sowie von Wolle und Polyamidfäden zu verwenden. Diese Salze von sauren Triazolylstilbenen ergeben jedoch im Gegensatz zu den erfindungsgemäß verwendeten Salzen von basischen Triazolylstilbenen auf Polyacrylnitrilfasern keinen Aufhellungseffekt.
Nähere Einzelheiten sind aus den folgenden Beispielen ersichtlich, wobei diese jedoch die Erfindung in keiner Weise beschränken. In diesen Beispielen sind die Teile als Gewichtsteile verstanden, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ausgedrückt. Gewichtsteile verhalten sich zu Volumteilen wie Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1
20 Teile Polyacrylnitrilgarn werden bei einer Temperatur von 50° in eine Flotte eingeführt, die 0,005 Teile der Verbindung der Formel
V-CH = CH (CH3J2N — CH2 — CH2 — NH — S O2
und 1 Teil Ameisensäure in 60Q Teilen Wasser enthält. und getrocknet. Das so behandelte Material zeigt im
Die Temperatur wird innerhalb 15 Minuten auf 97 bis Tageslicht eine schöne Weißtönung.
100° gesteigert und die Flotte während 30 Minuten auf Eine bedeutend stärkere Weißtönung wird erhalten,
dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann zuerst wenn im obigen Beispiel anstatt 0,005 Teile 0,02 Teile
mit lauwarmem, danach mit kaltem Wasser ausgewaschen 70 der genannten Verbindung verwendet werden.
Die genannte Verbindung wird durch Umsetzung von 2~(Stübyl-4"Hnaphthol-l',2': 4,5)-i,2,3-triazol-2"-sulfonsäurechlorid mit Ν,Ν-Dimethyl-äthylendiamin im Überschuß in Chlorbenzol erhalten. Sie stellt ein hellgelbes Pulver vom F. unkorr. 147 bis 151° vor.
Ähnliche Aufhellungseffekte werden erhalten, wenn in obigem Beispiel die Ameisensäure durch 2,4 Teile kon-
zentrierter Salzsäure oder 0,6 Teile konzentrierter Schwefelsäure ersetzt wird,
Beispiel 2
20 Teile Polyacrylnitrilgarn werden bei einer Temperatur von 50° in eine Flotte eingeführt, die 0,01 Teil der Verbindung
CH3
-NH-CH2-CH2-Ch2-N-CH3
und 3 Teile konzentrierte Salzsäure in 600 Teilen Wasser enthält. Die Temperatur wird innerhalb 15 Minuten auf 97 bis 100Q gesteigert und die Flotte während 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann zuerst mit lauwarmem, danach mit kaltem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Das so behandelte Material zeigt im Tageslicht eine schöne Weißtönung.
Die verwendete Triazolylstilbenverbindung. wird aus der entsprechenden, bekannten Sulfonsäure durch Überführung mit Phosphoroxychlorid in Chlorbenzol in das entsprechende Surfonsäurechlorid und Umsetzung mit überschüssigem N-Dimethyl-äthylendiamin in Chlorbenzol als gelbliches Pulver vom F. unkorr. 141 bis 144°
erhalten.
Ähnliche Aufhellungseffekte werden unter gleichen
Bedingungen mit analogen Verbindungen erhalten, "welche die Sulfonsäureamidgruppe in anderen Stellungen des Naphthalinringes enthalten, wie sie in den Tabellen IV und V beschrieben sind.
Beispiel 3
20 Teile Polyacrylnitril werden bei einer Temperatur von ungefähr 56° in eine Flotte eingeführt, welche 0,01 Teil der Verbindung
-CH = CH
CH,
NH-CH2-CH8-N-CH,
und 0,8 Teile konzentrierte Schwefelsäure in 600 Teilen Wasser enthält. Die Temperatur wird innerhalb 15 Minuten auf 97 bis 100° gesteigert und die Flotte während 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann zuerst mit lauwarmem, danach mit kaltem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Das so behandelte Material zeigt im Tageslicht eine schöne Weißtönung. Die verwendete Triazolverbindung erhält man aus der bekannten, entsprechenden Sulfonsäure durch Umsetzung in Chlorbenzol mit Phosphoroxychlorid und Kondensation des entstandenen Sulfonsäurechlorids mit überschüssigem N-Dimethyl-äthylendiamin als hellgelbes Pulver vom F. unkorr. 224 bis 226°.
Ähnliche Aufhellungseffekte wurden mit analogen Verbindungen erhalten, welche die Sulfonsäureamidgruppe in anderen Stellungen des Naphthalinringes enthalten, wie sie in Tabelle VI beschrieben sind.
Beispiel 4
20 Teile Polyacrylnitrilgarn werden bei einer Temperatur von 50° in eine Flotte eingeführt, die 0,006 Teile der Verbindung der Formel
>— CH = CH (C2Hg)2N-CH2-CH2-NH-SO2
und 1 Teil Ameisensäure in 800 Teilen Wasser enthält. und getrocknet. Das so behandelte Material zeigt im Die Temperatur wird innerhalb 15 Minuten auf 97 bis Tageslicht eine schöne Weißtönung.
100° gesteigert und die Flotte während 30 Minuten auf Eine bedeutend stärkere Weißtönung wird erhalten,
dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann zuerst wenn in obigem Beispiel anstatt 0,006 Teile 0,02 Teile mit lauwarmem, danach mit kaltem Wasser ausgewaschen 70 der genannten Verbindung verwendet werden.
Die genannte Verbindung wird durch Umsetzung von 2-(Stilbyl-4")-(naphtho-l',2':4,S)-iJ2,3-triazol-2"-sulfonsäurechlorid mit Ν,Ν-Diäthyl-äthylendiamin als hellgelbes Pulver vom F. unkorr. 173 bis 174° erhalten.
Beispiel 5
20 Teile Polyacrylnitrilgarn (»Orion«, Typ 42 der Firma DuPont, Wilmington, Delaware, USA.) werden bei einer Temperatur von SO0 in eine Flotte eingeführt, die 0,005 Teile der Verbindung der Formel
-CH = CH
CH8 — CH2 — CH2 — NH-SO
und 1 Teil Ameisensäure in 800 Teilen Wasser enthält. Die Temperatur wird innerhalb 15 Minuten auf 97 bis 100° gesteigert und die Flotte während 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann zuerst mit lauwarmem, danach mit kaltem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Das so behandelte Material zeigt im Tageslicht eine schöne Weißtönung.
Eine bedeutend stärkere Weißtönung wird erhalten, wenn in obigem Beispiel anstatt 0,005 Teile 0,02 Teile der genannten Verbindung verwendet werden.
Die genannte Verbindung wird durch Umsetzung von 2-(Stilbyl-4")-(naphtho-l',2':4,5)-l,2,3-triazol-2"-sulfonsäurechlorid mit 3-(Dimethylamino)-propylamin als hellgelbes Pulver vom F. unkorr. 140 bis 143° er-
x5 halten.
Ähnliche Aufhellungseffekte werden erhalten, wenn in obigem Beispiel die Ameisensäure durch 2,4 Teile konzentrierter Salzsäure oder 0,6 Teile konzentrierter Schwefelsäure ersetzt wird.
ao Wenn man an Stelle der in diesen Beispielen genannten Substanzen ungefähr gleiche Mengen der in den folgenden Tabellen formulierten Verbindungen verwendet und im übrigen gleich verfährt, so erhält man ähnliche Effekte auf Polyacrylnitrilfasern.
Tabelle I
X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
-(CH2J2- -NH-C2H5 hellgelb 235 bis 237°
desgl. -NH-C3H7 gelblich 182 bis 184°
desgl. -NH-C4H9 gelb 187 bis 189°
desgl. -N(C4H9J2 desgl. 123 bis 125°
-(CHe)8- -NH-C2H5 gelblich 149 bis 151°
desgl. -N(C2H5), hellgelb 108 bis 110°
desgl. — NH-/1T\ desgl. 180 bis 183°
/CH2 — CH2x
-(CBy2- -n( )o desgl. 196 bis 197°
CH2 — CH2
.CH2 — CH2.
desgl. -n' ^CH2 desgl. ,=-= "172 bis 174°
, CH2-CH2
s. JLX s —NH-/ΊβΓΝ desgl. 206 bis 208°
-(CH2J2- -^N(CH3)3 4SO4 desgl. Zers. über 300°
-(CEy8- desgl. desgl. desgl.
desgl. ^N(C2H5J2-f-SO4 desgl. desgl.
CH3
Tabelle II
CH=CH
ID
Y-X-NH- SO,
Y H2C—CH2 1P. unkorr.
X -N(CH3)a . Aspekt
des Pulvers
189 bis 191°
— (CH2)2 -N(C2H5)2 hellgelb 206 bis 210°
·... desgl. -N(CH3), gelblich 187 bis 188°
-(CEy8- -NH-CH3 desgl. 188 bis 191°
/ITS— gelb
TabeUe III
CH=CH
Y —X — NH-SO,
X Y — 0 —CH3 R2 Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
-(CH2),- -N(CBy2 desgl. — H hellgelb 149 bis 151°
desgl. —NH-<^1T\ desgl. gelblich 165 bis 167°
,CH2-CH2. desgl.
.desgl. -N\ )° desgl. desgl. 190 bis 193°
CH2-CH/ desgl.
. desgl. -N(CH3), — 0 —CH3 hellgelb 162 bis 164°
,CH2 — CH2n^ desgl.
desgl. -n( )o desgl. desgl. 182 bis 184°
C Xl 2 C XI2
-CH=CH
CH3-SO,
SO9-NH-X —Y
Stellung X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
4 -(CBy8- -N(CH3), gelblich 132 bis 135°
5 desgl. desgl. beige 144 bis 147°
6 desgl. desgl. desgl. 214 bis 216°
7 desgl. desgl. bräunlichgelb 207 bis 210°
4 (CHy8 desgl. gelb 142 bis 145°
6 desgl. desgl. gelblich 212 bis 215°
7 desgl. desgl. beige 217 bis 220°
Tabelle V
12
-SO» — NH- X — Y
Stellung- X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
4
5
-(CBy,-
desgl.
-N(CH3)2
desgl.
beige
desgl.
142 bis 145°
155 bis 158°
Tabelle VI
SO2-NH-X —Y
Stellung X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
4 -(CHy2- -N(CHy2 gelblich 209 bis 211° _..
6 desgl. desgl. gelb 212 bis 214°
7 desgl. desgl. hellbeige 139 bis 141°
4 -(CH2),- desgl. hellgelb 174 bis 176°
5 desgl. desgl. desgl. 224 bis 225°
6 desgl. desgl. desgl. 181 bis 183°
7 desgl. desgl. gelb 197 bis 198°
TabeUe VII
CH=CH
Y-X-NH- SO9
Stellung Z X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
4 -Cl - (CHy2- -N(CH3)2 beige 173 bis 175°
7 — O —CH3 desgl. desgl. gelb 156 bis 158°
4 -CH3 desgl. desgl. hellgelb 183 bis 185°
4 -Cl -(CH2J8" desgl. gelblich 161 bis 162°
7 — 0 —CH3 desgl. desgl. desgl. 114 bis 115°
4 -CH3 desgl. desgl. hellgelb 156 bis 157°
TabeUe VIII
CH=CH
Y-X-NH- SO.
Ο —CH,
CH1
X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
-(CH8),-
desgl.
-N(CH8)2
-N(C2H5),
hellgelb
desgl.
185 bis 187°
192 bis 195°
Tabelle IX CH=CH^ Ν—Ν—N
Υ —X —NH-SO»
NH-CO—A
A X Y Aspekt
des Pulvers
F. unkorr.
-CH3 -(CH2),- -N(CH3)2 gelb 156 bis 159°
desgl. desgl. desgl. 159 bis 162°
-CH3 -(CH2),,- desgl. desgl. 229 bis 232°
desgl. desgl. desgl. 235 bis 238°

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum optischen Aufhellen von organischen Kunstfasern aus polymerem oder copolymerem Acrylnitril, dadurch gekennzeichnet, daß man sie mit wäßrigen Lösungen behandelt, welche Salze von Säuren mit 4-(4,5-Arylo-l,2,3-triazolyl-2)-stilben-sulfonsäureamiden der allgemeinen Formel
So azolyl-2)-stilben-sulfonsäureamiden der allgemeinen Formel
S V-CH=CH
Y —X —NH-SO»
■Ν—Ν (II)
Ν—Α
B-CH=CH
•N—N-
l/l
Ν—Α
-(SO8-NH-Z)71 (I)
55
enthalten, worin A einen Arylorest der Benzol-, Naphthalin- oder Acenaphthenreihe, welcher an benachbarten aromatischen Kohlenstoffatomen mit den Stickstoffatomen des Triazolringes verbunden ist, B einen Rest der Benzolreihe, Z den Rest einer starken organischen Stickstoffbase, D einen nicht farberzeugenden, negativen Substituenten, einschließlich der Gruppe —SO2 — NH — Z, und η eine niedere ganze Zahl nicht größer als 4 bedeutet und worin die aromatischen Ringe, unter Ausschluß von farberzeugenden Gruppen, noch nichtionogene Substituenten enthalten können.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze von 4-(4,5-Arylo-l,2,3-tri-
®| 009 610/39?
verwendet, worin A einen Arylorest der Benzol-, Naphthalin- oder Acenaphthenreihe, welcher an benachbarten aromatischen Kohlenstoffatomen mit den Stickstoffatomen des Triazolringes verbunden ist, R1 und R2 je Wasserstoff oder eine niedermolekulare Alkoxygruppe, X einen gesättigten, gegebenenfalls ringgeschlossenen organischen Rest und Y eine aliphatisch substituierte, sekundäre, tertiäre oder quaternäre Aminogruppe mit aliphatischen Resten von höchstens 6 Kohlenstoffatomen, welche unter Einschluß des basischen Stickstoffatoms und gegebenenfalls von Sauerstoff auch gesättigte Heterocyclen bilden können, bedeuten.
3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze von 4-(l ',2': 4,5-Naphtho-l,2,3-triazolyl-2)-stilben-sulfonsäureamiden der allgemeinen Formel I bzw. II verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 029 792.
DEG26930A 1958-04-25 1959-04-24 Verfahren zum optischen Aufhellen von organischen Kunstfasern aus polymerem oder copolymerem Acrylnitril Pending DE1090169B (de)

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DE (1) DE1090169B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1205047B (de) * 1961-03-31 1965-11-18 Gen Aniline & Film Corp Optische Aufheller fuer hydrophobe Textilien und Folien

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1029792B (de) * 1951-09-06 1958-05-14 Geigy Ag J R Optische Aufhellungsmittel

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