DE1278983B - Optische Aufhellmittel - Google Patents
Optische AufhellmittelInfo
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- DE1278983B DE1278983B DEC35354A DEC0035354A DE1278983B DE 1278983 B DE1278983 B DE 1278983B DE C35354 A DEC35354 A DE C35354A DE C0035354 A DEC0035354 A DE C0035354A DE 1278983 B DE1278983 B DE 1278983B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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D061
C07d
12p-3
P 12 78 983.2-43 (C 35354)
19. März 1965
3. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Oxazolyl-thiophenverbindungen
der allgemeinen Formel Optische Aufhellmittel
HC-
CH
C-C
/N
(D
Yi
worin Y und Yi gleich oder verschieden sind und je
ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Isopropyl
oder tert.-Butyl, darstellen und eines der beiden Symbole X und Xi für ein Wasserstoffatom
und das andere einen durch ein dreiwertiges Stickstoffatom an den Benzolring gebundenen organischen
Substituenten stehen, als optische Aufhellmittel für organische' Materialien.
Es ist zwar bereits in der französischen Patentschrift 1 335 174 auf die Eignung von Benzoxazolylthiophenen
als optisches Aufhellmittel hingewiesen worden, jedoch ließ sich bei Substituentenvariationen
keine Steigerung der Aufhelleffekte mehr erzielen, überraschenderweise konnte nunmehr gezeigt werden,
daß durch eine bestimmte andersartige Substitutionsweise — wie oben definiert — nicht nur
wesentlich höhere Aufhelleffekte, sondern auch reinere Weißnuancen erreichbar sind.
Innerhalb der unter Formel (1) definierten Oxazolylthiophenverbindungen
seien diejenigen der Formel
HC
-CH
C-C
C-C
X1 (2)
hervorgehoben, worin X und Xi die oben angegebene
Bedeutung haben.
Bevorzugte Bedeutung kommt im Rahmen der vorstehenden Formel (2) solchen Verbindungen zu,
die der Formel
Anmelder:
Ciba Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. F. Redies,
Dr. rer. nat. B. Redies, Dr. rer. oat. D. Türk
und Dipl.-Ing. Ch. Gille, Patentanwälte,
4000 Düsseldorf-Benrath,
Erich-Ollenhauer-Str. 7
Als Erfinder benannt:
Dr. Leonardo Guglielmetti, Basel;
Dr. Peter Liechti, Binningen;
Dr. Erwin Maeder, Münchensteiu;
Dr. Adolf-Emil Siegrist, Basel (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 20. März 1964 (3620)
Symbole X' und Xi' ein Wasserstoffatom und das
andere einen Rest der Formel —NH — CO — W oder — NH-Q darstellt, worin —CO —W den
Acylrest einer aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Carbonsäure und Q einen s-Triazinylrest
bedeutet.
In den Formeln (1) und (2) steht vorzugsweise Xi
für einen durch ein dreiwertiges Stickstoffatom an den Benzolkern gebundenen Substituenten. Als Substituenten
dieser Art kommen beispielsweise die Aminogruppe —NH2 und insbesondere die Reste der
Formeln
— NH-U
entsprechen, d. h. Verbindungen, worin eines der
| -NH- | -CO-W | (5) |
| -NH- | -SO2-Z | (6) |
| -NH- | -CO —NH-Z | (7) |
| -NH- | -Q | (8) |
| — Ν | V | m |
sNy
803 619/491
-N
= C-M1
M3 M2
(10)
— co
-CO-CH2-O —r
^N=
=N
— Ν
(11)
CH =
M4
in Betracht.
In der formel (4) steht U für eine gegebenenfalls weitersubstituierte Alkylgruppe, die vorzugsweise
höchstens 4 Kohlenstoffatome aufweist, z. B. für eine Alkylgruppe, wie Methyl, Äthyl und n-Butyl,
eine Hydroxyalkylgruppe, wie —CH2CH2OH und
-CH2-CHOH-CH2OH5 eine Halogenalkylgruppe,
wie —CH2 — CH2 — CI und
-CH2-CH2-CH2-Cl,
eine Cyanoalkylgrupps, wie —CH2 — CH2 — CN,
eine Carboxyalkylgruppe, wie — CH2 — COOH und
-CH2-CH2-COOH5 oder eine Sulfatoalkylgruppe,
wie — CH2 — CHg — OSO3-Kation.
Ia der Formel(5) bedeutet —CO —W den
Acylrest einer aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Carbonsäure. Unter den Acylresten
dieser Art seien beispielsweise die folgenden aufgeführt:
— CO —H
-CO-CH2Cl
-CO-CH2Cl
— CO CH2~ CH3
35
4 — CO — CH2 — CH2
CH,
— CO
— CO
— CO
CONH2
CH2 — COOH
CH3
— CO — COOH
— CO — CH2 — CH2
-CO-CH2-CH3
-CO-CH2-CH3
— CO —CH3
— CO —CF3
— CO-^CH2V
-CO-CH =
-CO-CH =
"—CO —C 3
— CO — CH3 — COOC2H5
— CO — CH = CH — COOH
— CO — CHOIi — CHOH — COOH
Der Rest — SO2 — Z in der Formel (6) stellt den
Acylrest einer aliphatischen oder aromatischen Sulfonsäure dar, z. B. einen der Reste der Formeln
-SO2-CH2-CH3
-SO2-
55 und -SO2
—SO,
CH-CH3
In der Formel (7) steht Z für einen aliphatischen 'oder aromatischen Rest. Bevorzugte aliphatische
Reste sind die Alkylgruppen, wie z. B. Methyl, η-Butyl, Dodecyl und Octadecyl, und unter den
aromatischen Resten sind insbesondere solche der Benzolreihe, wie Phenyl, p-Äthoxyphenyl, p-Chktrphenyl,
o-Tolyl und p-ToIyl zu nennen.
Wie weiter oben erwähnt, kann der durch ein dreiwertiges Stickstoffatom an den Benzolring ge-
bundene Subsütuent [X oder insbesondere Xi in den Formeln (I)5 (2) und (3)] auch der Formel
und
NH-Q
(8)
entsprechen. In dieser Formel (8) bedeutet Q einen s-Triazin-2-yi-Kern, z. B. einen solchen der Formel
(12)
/N\
— C C-V1
N N
\c/
V2
worin Vi und V2 gleich oder verschieden sind und je
ein Halogenatom, wie insbesondere Chlor, eine gegebenenfaSIs weitersubstituierte Alkoxy-, Phenoxy-,
AlkylmercaptO" oder Phenylmercaptogruppe, die
Aminogruppe — NH2 oder den Rest eines primären oder sekundären aliphatischen oder aromatischen
Amins darstellen.
In der Formel
In der Formel
(9)
bedeutet T einen Benzolrest oder insbesondere einen Naphthalin- oder Acenaphthenrest, wie z. B.
-SO,H
CH2
Mi, I\'h und M3 in der obigen Formel (10) sind
gleich oder verschieden und stehen je für ein Wasserstoffatom, eine niedrigmolekulare Alkylgruppe mit
höchstens 4 Kohlenstoffatomen, wie insbesondere Methyl oder eine Phenylgruppe, während' M4 in der
Formel (11) ein Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls weitersubstituierte Alkylgruppe mit höchstens
4 Kohlenstoffatomen, wie Methyl und Hydroxymethyl, oder eine Phenylgruppe bedeutet.
Die Oxazolyl-thiophenverbindungen der Formel (1) lassen sich in an sich bekannter Weise herstellen, indem
man die Nitrogruppe von Verbindungen der Formel
Iv A
R,—X3
(13)
worin R einen Benzolrest und A einen in 2-Stellung an den Oxazolring und in 5-Stellung an R gebundenen
Thiophenrest bedeutet, Ri einen Benzolrest darstellt, von welchem zwei benachbarte Ringkohlenstoffatome
zugleich dem Oxazolring angehören und eines der Symbole X2 und X3 für ein Wasserstoffatom
steht und das andere eine an R bzw. Ri gebundene Nitrogruppe darstellt, in an sich bekannter
Weise zur Aminogruppe reduziert und gegebenenfalls diese Aminogruppe, wiederum in an sich bekannter
Weise, in einen anderen durch ein dreiwertiges Stickstoffatom an R bzw. Ri gebundenen Substituenten
überführt.
So können beispielsweise durch Alkylierung, Hydroxyalkylierung, Halogenalkylierung oder Cyanalkylierung
der Aminogruppe nach bekannten Methoden Verbindungen der Fonneln (2) oder (3) erhalten
werden, worin X oder Xi einen RwSt der
Formel (4) darstellt.
Weiterhin können durch Umsetzung der entsprechenden Aminoverbindungen mit z. B. Säure
Chloriden voe aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Carbonsäuren, mit aliphatischen oder
aromatischen Sulfonsäurecbloriden oder Isocyanaten
oder mit Halogen-l,3,5-triazinen Oxazolylthiophenverbmdungen
mit einen1 der Reste der Fonneln (5) bis (8) gewonnen werden.
Oxazolyi - thiophenverbindungen der Formel (i) oder (2), worin eines der beiden Symbole X und Xi
für ein Wasserstoffatom steht und· das andere einen Rest der Formel
/N\
-N
!I T
SO3H
darstellt, worin T einen Benzol- oder insbesondere
einen Naphthalin- oder Acenapbthenrest bedeutet,
lassen sich in bekannter Weise durch Diazotierung
der entsprechenden Aminoverbinduagen, Kuppeln der - Diazoverbindungen tritt primären Aminen der
Benzol-, Naphthalin- oder Acenaphthenreihe, weiche in Nacnbarsteliung zur Aminogruppe kuppeln, und
Oxydation der o-Aminoazoverbindungen zum Triazol
gewinnen.
Verbindungen der Formeln (1) oder (2), die als;
Substituent X oder Xi einen Pyrazolrest der Formel
M1
/N=C
—N
*-i
(10)
IO
M,
aufweisen, worin Mi, M2 und M3 die weiter oben
angegebene Bedeutung haben, können in bekannter Weise erhalten werden, z. B. durch Überführung der
freien Aminogruppe der Oxazolylthiophenverbindung in die Hydrazinogruppe und Kondensation mit der
entsprechenden a^-Dicarbonylverbindung oder dem
entsprechenden 3-Ketoacetäl zum Pyrazolderivat.
Die Herstellung von Oxazolyl-thiophenverbindungen der Formeln (1) oder (2), bei denen eines der
Symbole X und Xi ein Wasserstoffatom und das andere einen Triazolrest der Fo^nel
,N=N
-N
\:h=c.
(H)
M4
darstellt, worin M4 die oben angegebene Bedeutung
besitzt, kann z. B. in der Weise erfolgen, daß man die Aminogruppe von Verbindungen der Formeln (1)
oder (2), worin X oder Xi für die Aminogruppe — NHs steht, nach an sich bekannten Methoden in
die Azidgruppe umwandelt und die Azide mit Acetylen oder geeigneten Acetylenderivaten zum Triazolderivat
umsetzt.
Die als Ausgangsstoffe dienenden Nitroverbindungen der Formel (13) können nach an sich bekannten
Methoden hergestellt werden, z. B. indem man Monocarbonsäuren der Formel
45
X2 — R — A — COOH
(14)
worin Reinen Benzolrest und A einen in 2-Stellung
an R und in 5-Stellung an die Carboxylgruppe gebundenen Thiophenrest darstellt, oder funktioneile
Derivate dieser Monocarbonsäuren bei höheren Temperaturen und vorzugsweise in Gegenwart von
Katalysatoren mit o-Aminophenolen der Formel
H,N
HO
X-I
(15)
55
60
worin R2 einen Benzolrest bedeutet, umsetzt, wobei
eines der Symbole X2 und X3 in den Formeln (14) und (15) für ein Wasserstoffatom und das andere für
die Nitrogruppe steht.'
Die Monocarbonsäuren der Formel (14) sind entweder bekannt oder können nach an sich bekannten
Methoden-gewonnen werden (vgl. Journ. org. Chem., 21, 39 bis 44 [1956]). Unter den funktioneilen
Derivaten der Monocarbonsäuren der Formel (14) kommen z. B. Ester mit niedrigmolekularen aliphatischen
Alkoholen und insbesondere Säurechloride in Betracht.
Vorteilhaft werden die Ausgangsstoffe, nämlich die o-Aminophenole der Formel (15) und die Monocarbonsäure
der Formel (14) bzw. deren funktionellen Derivate, mindestens, angenähert im theoretisch
richtigen Mengenverhältnis miteinander zur Umsetzung gebracht. Die Umsetzung erfolgt durch
Erhitzen auf höhere Temperaturen (etwa 90 bis 260° C), gegebenenfalls in einem Inertgas. Die Reaktion
wird vorzugsweise in Gegenwart eines Katalysators, wie z. B. Borsäure, Sulfonsäuren der Benzolreihe,
wie p-%)luolsulfonsäure, ferner Polyphosphorsäuren
einschließlich Pyrophosphorsäure sowie Zinkchlqrid
dufd|Jefuhrt. Die Umsetzung wird vorteilhaft
derart geleitet, daß unmittelbar Nitroverbindungen der Formel (ϊ'3) entstehen, d. h., daß die Acylierung
des Ö^Äminophenols und der Ringschluß zum Oxazolriiig
in einem Arbeitsgang erfofgen.
Die Oxazolyl-thiophenverbindungen Ser_ eingangs
umschriebenen Zusammensetzung besitzen; In.. der
Regel in gelöstem oder feinverteiltem Zustand eine mehr oder weniger ausgeprägte Fluoreszenz und
können zum optischen Aufhellen der verschiedensten organischen Materialien verwendet werden. Gute
Ergebnisse werden beispielsweise beim Aufhellen von Acrylharzlacken, Alkydharzlacken, Celluloseesterlacken,
z. B. Acetylcelluloselacken, oder Nitrocelluloseesterlacken
erzielt, ferner beim optischen Aufhellen von natürlichen Fasern, wie Baumwolle oder Wolle,, oder von synthetischen Fasern, z. B. von
solchen aus Celluloseestern, wie Cellulosepropionat oder Acetylcellulose (Cellulosediacetat oder Cellulosetriacetat;
Acetatseide), Polyamiden, Polyestern oder aus Polyolefinen, wie Polyäthylen und Polypropylen,
aus Polyvinylchlorid oder Polyvinylidenchlorid sowie von Filmen, Folien, Bändern oder
Formkörpern aus diesen synthetischen Materialien oder anderen Materialien, wie Polystyrol, Polyvinylalkohol
oder Polyvinylester organischer Säuren, z. B. Polyvinylacetat.
Sofern Fasern, welche als Stapelfasern oder endlose Fasern, in unbearbeitetem Zustand, in Form von
Strängen oder Geweben vorliegen können,erfindungsgemäß
optisch aufzuhellen sind, so geschieht dies mit Vorteil in wässerigem Medium, worin diebetreffenden
Verbindungen suspendiert oder gelöst sind. Gegebenenfalls können bei der Behandlung Dispergiermittel
zugesetzt werden, wie z. B. Seifen, Polygiykoläther von Fettalkoholen, Fettaminen oder Alkylphenolen,
Cellulosesulfitablauge oder Kondensationsprodukte von gegebenenfalls alkylierten Naphthalinsulfonsäure
mit Formaldehyd. Als besonders zweckmäßig erweist es sich, in neutralem, schwach alkalischem oder
saurem Bade zu arbeiten. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Behandlung bei erhöhten Temperaturen
von etwa 50 bis 100° C, beispielsweise bei Siedetemperatur des Bades oder in deren Nähe (etwa
90°C) erfolgt. Für die erfmdungsgemäße Veredlung kommen auch Lösungen in organischsn Lösungsmitteln
in Betracht.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Cxazolylthiophenverbindungen
der Formel (1) können ferner den Materialien vor oder während deren Verformung zugesetzt bzw. einverleibt werden. So kann man sie
bei der Herstellung von Filmen, Folien, Bändern oder
ίο
Herstellungsvorschrift A
Die Verbindung
HC
HC
NO2
Λ/. (16)
Λ/. (16)
Formkörpern der Preßmasse beifügen oder vor dem Verspinnen in der Spinnmasse lösen oder fein verteilen.
Die Oxazolyl - thiophenverbindungen der Formel (1) können auch vor oder während der Polykondensation
zu z. B. Polyamiden oder Polyestern den Reaktionsgemischen oder vor oder während der
Polymerisation von Monomeren, wie z. B. Vinylacetat, den Polymerisationsmassen zugesetzt werden.
Die Menge der erfindungsgemäß zu verwendenden neuen Thiophenderiyate der Formel (1), bezogen auf I0 wird mit Raney.Nickel in Dioxan hydriert zur Verdas
optisch aufzuhellende Material, kann in weiten bindung der Formel Grenzen schwanken. Schon mit sehr geringen Mengen,
in gewissen Fällen z. B. solchen von 0,01%, kann ein jjq q^
deutlicher und haltbarer Effekt erzielt werden. Es ν π Ν
können aber auch Mengen bis zu etwa ^ 2% zur i5 # ?—C C c'
Anwendung gelangen. * \—/ \ / \
Die als Aufhellmittel dienenden Oxazolyl-thio- S O
phenverbindungen der Formel (1) können auch wie folgt verwendet werden: Ausbeute: 93% der Theorie.
-NH2
(17)
a) In Mischung mit Farbstoffen oder Pigmenten oder als Zusatz zu Färbebädern, Druck-, Ätzoder
Reservepasten. Ferner auch zur Nachbehandlung von Färbungen, Drucken oder Ätzdrucken.
b) In Mischungen mit chemischen Bleichmitteln oder als Zusatz zu Bleichbädern.
c) In Mischung mit Appreturmitteln, wie Stärke oder synthetisch zugänglichen Appreturen. Die
erfindungsgemäßen Erzeugnisse können beispielsweise auch den zur Erzielung einer knitterfesten
Ausrüstung benutzten Flotten zugesetzt werden.
d) In Kombination mit Waschmitteln. Die Waschmittel und Aufhellmittel können den zu benutzenden
Waschbädern getrennt zugefügt werden. Es ist auch vorteilhaft, Waschmittel zu verwenden,
die die Aufhellungsmittel beigemischt enthalten. Als Waschmittel eignen sich beispielsweise
Seifen, Salze von Sulfonatwaschmitteln, wie
z. B. von sulfonierten, am 2-Kohlenstoffatom durch höhere Alkylreste substituierten Benzimidazolen,
ferner Salzen von Monocarbonsäureestern der 4-Sulfophthalsäure mit höheren Fettalkoholen,
weiterhin Salze von Fettalkoholsulfonaten, Alkylarylsulfonsäuren oder Kondensationsprodukten
von höheren Fettsäuren mit aliphatischen Oxy- oder Aminosulfonsäuren. Ferner können nichtionogene Waschmittel herangezogen
werden, z. B. Polyglykoläther, die sich von Äthylenoxyd und höheren Fettalkoholen,
Alkylphenolen oder Fettaminen ableiten.
Wird das vorliegende Verfahren mit anderen Behandlungs- oder Veredlungsmethoden kombiniert,
so erfolgt die kombinierte Behandlung vorteilhaft mit Hilfe geeigneter Präparate. Diese beständigen Präparate
sind dadurch gekennzeichnet, daß sie Verbindungen der eingangs angegebenen Formel (1) sowie
Dispergiermittel, Waschmittel, Farbstoffe, Pigmente oder Appreturmittel enthalten.
Die neuen Verbindungen der eingangs angegebenen Formel (1) können ferner auf einem in feiner Verteilung
vorliegenden Trägermaterial fixiert zur Anwendung gelangen.
In den nachfolgenden Herstellungsvorschriften und Beispielen bedeuten Teile, sofern nichts anderes
bemerkt wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Analog wird aus der Verbindung der Formel
HC CH
HC CH
die Aminoverbindung der Formel
HC CH
HC CH
S O
in einer Ausbeute von 92% der Theorie erhalten.
Die als Ausgangsmaterial verwendete Verbindung der Formel (16) kann in Analogie zu bekannten
Verfahren aus 5-Phenylthiophen-2-carbonsäurechlorid und 2-Amino-4-nitrophenol erhalten werden.
Herstellungsvorschrift B
57 Teile der Nitroverbindung der Formel (16) werden in 500 Teilen Eisessig am Rückfluß verrührt,
50 Teile Zinkstaub im Verlaufe von 2 Stunden zugesetzt und das Reaktionsgemisch weitere 3 Stunden
am Rückfluß gerührt. Nach Abtrennen des Zinkstaubes und auswaschen wird das Filtrat unter
Vakuum auf etwa 150 Teile eingeengt und unter Rühren in 2000 Teile kaltes Wasser ausgetragen. Das
ausgefallene Reaktionsprodukt wird abgenutscht, mit kaltem und darauf mit heißem Wasser gewaschen und
getrocknet. Ausbeute: 48 Teile (93% der Theorie) der Verbindung der Formel
Il
NH-C-CH3 (20)
F. nach dreimaligem Umkristallisieren aus Chlorbenzol (mittels Aktivkohle und Bleicherde): 215 bis
216 C.
809 611491
Analyse: Ci9Hi4N2O2S (334,39).
Berechnet ... C 68,24, H 4,22, N 8,38; gefunden ... C 68,31, H 4,17, N 8,18.
Dieselbe Verbindung wird durch Acylierung mit Acetanhydrid-Pyridin der Verbindung der Formel (17)
erhalten.
In analoger Weise erhält man aus der Verbindung der Formel (18) die Acetylverbindung der Formel
Il
NH-C-CH3
(21)
F.253 bis 254°C (Ausbeute: 90% der Theorie),
und aus der Verbindung der Formel
12
die Acetylverbindung der Formel
O HC CH
H,C — C—
O7N
F. 219 bis 2200C (Ausbeute: 95% der Theorie)."
Herstellungsvorschrift C
Die in der Tabelle I aufgeführten Verbindungen werden nach folgender allgemeiner Vorschrift erhalten:
3/io Mol des entsprechenden Carbonsäurechlorids
wird zu einer Lösung von VioMol der Verbindung
der Formel (20) in 150 Volumteilen Pyridin gegeben, während 2 Stunden am Rückfluß gekocht und dann
unter Vakuum zur Trockne eingedampft. Die erhaltene Acylaminoverbindung wird aus dem angegebenen
Lösungsmittel umkristallisiert.
(22)
Eigenschaften
Analyse berechnet gefunden
·—NH — C —(- CH2 -J14- CH3
O
-NH-C-CH = CH2
-NH-C-CH = CH2
-NH-C-C = CH2
NH-
Il
— NH — C-f CH2-)g-CH3
Weiße Kristalle aus Chlorbenzol
Schmelzpunkt: 218 bis 219°C
Schmelzpunkt: 218 bis 219°C
Gelbliche Kristalle aus Chlorbenzol
Schmelzpunkt: 219 bis 2200C
Schmelzpunkt: 219 bis 2200C
Gelbliche Kristalle aus Chlorbenzol
Schmelzpunkt: 215 bis 216°C
Schmelzpunkt: 215 bis 216°C
Gelbliche Kristalle aus
Dioxan—Wasser
Dioxan—Wasser
Schmelzpunkt: 257 bis 258°C
Weiße Kristalle
Schmelzpunkt: 181 bis 182° C
Schmelzpunkt: 181 bis 182° C
C 73,93
H 7,29
N 6,47
H 7,29
N 6,47
C 74,46 H 7,68
N 5,74
C40H47O3N3S
C 69,35
H 4,07
N 8,09
H 4,07
N 8,09
C20H14O2N2S
C 68,91 H 4,06 N 8,11
C 69,98
H 4,47
N 7,77
H 4,47
N 7,77
C21H16O2N2S
C 69,74 H 4,45 N 7,58
C 74,31
H 5,35
N 6,19
H 5,35
N 6,19
C 74,05 H 5,28 N 6,45
C28H24N2O2S
C 71,74
H 6,26
N 6,69
H 6,26
N 6,69
C 71,71 H 6,13
N 6,75
C25H26N2O2S
In analoger Weise werden aus der Verbindung der Formel (21) und dem entsprechenden Carbonsäurechlorid
die in der Tabelle II aufgeführten Acylaminoverbindungen erhalten.
13
14
Eigenschaften
Analyse berechnet gefunden
Il
— NH — C —t CH2
— NH — C —(- CH2 -for CH3
CH,
O -NH-C-CH = CH2
-NH-C-CH7-CH7-Br
Weiße Kristalle aus Chlorbenzol
Schmelzpunkt: 209 bis 2100C
Schmelzpunkt: 209 bis 2100C
Weiße Kristalle aus Dioxan
Schmelzpunkt: 187 bis 188°C
Schmelzpunkt: 187 bis 188°C
Gelbliche Kristalle aus Dioxan
Schmelzpunkt: 266 bis 267°C
Schmelzpunkt: 266 bis 267°C
Gelbliche Kristalle aus Chlorbenzol
Schmelzpunkt: 232 bis 2330C
Schmelzpunkt: 232 bis 2330C
Hellgelbe Kristalle aus Dioxan
Schmelzpunkt: 237 bis 239°C
Schmelzpunkt: 237 bis 239°C
C 71,74
H 6,26
N 6,69
H 6,26
N 6,69
C 71,47 H 5,82 N 6,85
C25H26N2O2S
C 74,68
H 7,98
N 5,28
H 7,98
N 5,28
C 74,93 H 7,82 N 5,17
C33H42N2O2S
C 74,31
H 5,35
N 6,19
H 5,35
N 6,19
C 74,23 H 5,27 N 6,37
C28H24N2O2S
C 69,35
H 4,07
N 8,09
H 4,07
N 8,09
C20H14O2N2S
C 69,31 H 3,99
N 8,17
C 56,21
H 3,54
N 6,56
H 3,54
N 6,56
C 56,47 H 3,76 N 6,67
C20H15N2O2SBr
Die in der nachfolgenden Tabelle III aufgeführten Verbindungen können in Analogie zu an sich bekannten
Verfahren (wie weiter oben erläutert) hergestellt werden.
Formel
F. in°C
Analyse berechnet gefunden
c ike
VnH-SO2
YV O ^
HC CH
HC CH
-NH-SOi
CH,
bis 212
bis 216
bis 221
C 64,55 H 4,06 N 6,27 S 14,36
C 64,66 H 4,11
N 6,27 S 14,45
C24H18N2S2O3
C 53,50 H 3,25 N 6,92 Cl 8,79
C 53,69 H 3,29
N 6,75 Cl 9,48
C18H13O3N2
C 64.55 H 4,06 N 6,27 S 14,36
C 64,55 H 4,10 N 6,24 S 14,48
C24H48N2S2O3
Fortsetzung 16
Formel
F. in 0C
Analyse
berechnet
gefunden
HC CH
HC CH
HC
Cl
N-C
HC CH
C C-C
Wnh-
Cl N-C
Cl
HN-
HC CH
/ V_c c-c „ ,
S O^
N(CH2CH2OH)2
HC CH
N-C
r r r π ι NH-C ■ N
C C—C J \ /
S O^
^Λ
N(CH2CH2OH)2
>300
>300
bis 219
bis 256
bis 227
bis 295
bis 185
C 70,05
H 4,16
N 10,21
S 7,79
H 4,16
N 10,21
S 7,79
C 69,79 H 4,15 N 10,14 S 8,07
C24H17O2N3S
C 70,05
H 4,16
N 10,21
S 7,79
H 4,16
N 10,21
S 7,79
C 70,02 H 4,06 N 10,70. S 8,09
C24H17O2N3S
C 54,56
H 2,52
N 15,91
CU6,10
H 2,52
N 15,91
CU6,10
S 7,28
C 54,91 H 2,80 N 16,22 CIl 5,48 S 7,51
C20H11N5Cl2SO
C 54,56
H 2,52
N 15,91
C116,10
S 7,28
H 2,52
N 15,91
C116,10
S 7,28
C 54,79 H 2,79 N 15,90 CIl 5,98 S 7,30
C20H11N5Cl2SO
C 62,84
H 3,45
N 16,91
Cl 7,13
S 6,45
H 3,45
N 16,91
Cl 7,13
S 6,45
C 62,50 H 3,87 N 15,88 Cl 7,04 S 6,18
7ON6ClS
: 58,22
H 5,41
N 16,97
5,55
H 5,41
N 16,97
5,55
C 57,36 H 5,40 N 16,94 S 5,73
^H31N7Cf5S
Fortsetzung
Analyse berechnet gefunden
HN -(CH2), -CH3
Vnh-c\
N-C HN- (CH2J3- CH3
OCH,
OCH,
HC CH χτ N-C
-C- C-C Ι Γ
177 bis 178
235 bis 236
271 bis 272
264 bis 267
C 65,47 H 6,08 N 19,09
C 65,78 H 6,17 N 19,18
C28H31N7OS
C 61,34 H 3,97 N 16,23 S 7,43
C 60,94 H 4,02 N 16,25 S 7,57
C22H17N5O3S
C 59,84 H 3,77 N 24,42 S 7,99
C 59,89 H 3,75 N 23,57 S · 7,94
C20H15N7OS
C 72,96 H 3,63 N 12,60
C 72,92 H 3,77 N 12,48
C27H16N4OS
Gebleichter Baumwollstoff wird bei einem Flottenverhältnis von 1 : 30 während einer halben Stunde
bei 20 bis 500C in einem Bad behandelt, das 1,5%, bezogen auf das Textilmaterial, der Verbindung der
Formel (20) oder (21) oder eines Gemisches dieser beiden Verbindungen und 5 g kristallisiertes Natriumsulfat
im Liter enthält.
Nach dem Spülen und Trocknen besitzt der behandelte Baumwollstoff einen höheren Weißgehalt
als das nicht behandelte Ausgangsmaterial.
Eine innige Mischung aus 100 Teilen Polyvinylchlorid,
54 Teilen Dioctylphthalat, 2 Teilen Titandioxyd und 0,1 Teil einer der Verbindungen der
Formeln (20), (25), (27), (28), (30), (31), (32) und (34) wird auf einem Kalander bei 150 bis. 16O0C während
6 Minuten zu einer Folie ausgewalzt.
Die so hergestellten Folien besitzen einen hohen Weißgehalt von vorzüglicher Lichtechtheit.
12 Teile Polyacrylnitril, 0,24 Teile Titandioxyd (Anatas-Modifikation) und 0,01 Teil der Verbindung
der Formel (27) werden unter Rühren während etwa 15 Minuten in 88 Teilen Dimethylformamid gelöst.
Man zieht sodann auf einer Glasplatte mittels eines Stabrollers einen Film (0,04 mm) auf und trocknet
denselben während 20 bis 25 Minuten im Vakuumtrockenschrank bei 12O0C. Der auf diese Weise hergestellte
Polyacrylnitrilfilm zeigt einen deutlichen Aufhelleffekt. Ähnliche Ergebnisse erzielt man, wenn
an Stelle der Verbindung der Formel (27) die Verbindungen der Formeln (28) und (34) verwendet
werden.
10 000 Teile eines aus e-Caprolactam hergestellten
Polyamides in Schnitzelform werden mit 30 Teilen Titandioxyd (Rutil-Modifikation) und 2 Teilen der
Verbindung der Formel (24) in einem Mischgefäß während 12 Stunden gemischt. Die so behandelten
Kunststoffschnitzel werden nach Verdrängung des Luftsauerstoffes in einem auf 270°C geheizten Kessel
geschmolzen und während einer halben Stunde gerührt. Die Schmelze wird hierauf unter Stickstoff
bei 5 atü durch eine Spinndüse gepreßt und der abgekühlte Faden auf eine Spinnspule aufgewickelt.
Die auf diese Weise hergestellten Fäden zeigen einen guten thermofixierbeständigen Aufhelleffekt von guter
Wasch- und Lichtechtheit.
Ähnliche Ergebnisse erzielt man, wenn man an Stelle der Verbindung der Formel (24) die Verbindung
der Formel (31) verwendet.
«09 619/491
Claims (1)
19
Patentanspruch:
Verwendung von Oxazolyl-thiophenverbindungen der allgemeinen Formel
Xs
— C
Ii
C-C
je ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit höchstens 4 C-Atomen darstellen und eines
der beiden Symbole X und Xi für ein Wasserstoffatom und das andere Symbol für einen durch ein
dreiwertiges Stickstoffatom an den Benzolring gebundenen organischen Substituenten steht, als
optische Aufhellmittel für organische Materialien.
worin Y und Yi gleich oder verschieden sind und In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 335174.
Französische Patentschrift Nr. 1 335174.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Versuchsbericht mit Muster ausgelegt worden.
109 619/491 9. M O Bundesdruckcjel Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH362064A CH413773A (de) | 1964-03-20 | 1964-03-20 | Verwendung von Oxazolderivaten als optische Aufhellmittel für nichttextile organische Materialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1278983B true DE1278983B (de) | 1968-10-03 |
Family
ID=4259887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC35354A Pending DE1278983B (de) | 1964-03-20 | 1965-03-19 | Optische Aufhellmittel |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE661360A (de) |
| CH (1) | CH413773A (de) |
| DE (1) | DE1278983B (de) |
| GB (1) | GB1084175A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7163955B2 (en) | 2001-01-13 | 2007-01-16 | The University Of North Carolina At Chapel Hill | Compounds, methods and compositions useful for the treatment of bovine viral diarrhea virus (BVDV) infection and hepatitis C virus (HCV) infection |
| AU2002239873B2 (en) * | 2001-01-13 | 2006-11-16 | Auburn University | Compounds, methods and compositions useful for the treatment of bovine viral diarrhea virus (BVDV) infection and hepatitis C virus (HCV) infection |
| EP1837024A3 (de) * | 2001-01-13 | 2007-11-14 | University Of North Carolina At Chapel Hill | Verbindungen, Verfahren und Zusammensetzung zur Behandlung von Boviner Virusdiarrhoe-Virus (BVDV)-Infektion und Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1335174A (fr) * | 1961-07-19 | 1963-08-16 | Ciba Geigy | Nouveaux azolyl-thiofènes utilisables comme éclaircissants optiques et procédé pour les préparer |
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0
- BE BE661360D patent/BE661360A/xx unknown
- GB GB1084175D patent/GB1084175A/en active Active
-
1964
- 1964-03-20 CH CH362064A patent/CH413773A/de unknown
-
1965
- 1965-03-19 DE DEC35354A patent/DE1278983B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1335174A (fr) * | 1961-07-19 | 1963-08-16 | Ciba Geigy | Nouveaux azolyl-thiofènes utilisables comme éclaircissants optiques et procédé pour les préparer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH413773A (de) | 1966-05-31 |
| GB1084175A (de) | |
| BE661360A (de) |
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