DE1088643B - Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MotorenbenzinenInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/04—Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons
- C10L1/06—Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons for spark ignition
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G59/00—Treatment of naphtha by two or more reforming processes only or by at least one reforming process and at least one process which does not substantially change the boiling range of the naphtha
- C10G59/02—Treatment of naphtha by two or more reforming processes only or by at least one reforming process and at least one process which does not substantially change the boiling range of the naphtha plural serial stages only
- C10G59/04—Treatment of naphtha by two or more reforming processes only or by at least one reforming process and at least one process which does not substantially change the boiling range of the naphtha plural serial stages only including at least one catalytic and at least one non-catalytic reforming step
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen Zur Verbesserung von Motorenbenzinen werden heute insbesondere die katalytischen Reformierungsverfahren eingesetzt, welche z. B. mit platinhaltigen Katalysatoren arbeiten. Dabei hat man z. B. in mehreren Stufen oder getrennte Einsatzfraktionen reformiert (USA.-Patentschriften 2304183, 2 659 692) . Man hat diese Verfahren in letzter Zeit auch mit Verfahren zur Entfernung geradkettiger Paraffine, z. B. mittels Molekularsieben oder mit Hilfe der Harnstoffaddukte, kombiniert, da derartige Paraffine eine schlechte Oktanzahl besitzen und beim katalytischen Reformieren nicht sonderlich erwünscht sind. Man hat ferner das katalytische Reformieren auch mit dem älteren Verfahren der thermischen Reformierung kombiniert, wobei man z. B, das katalytische Reformat ganz (Erdöl und Kohle, September 1955, S. 621 bis 625) oder teilweise (deutsche Auslegeschrift 1026 462) thermisch reformierte, um die vorhandenen Paraffine aufzuspalten, während die im katalytischen Reformieren gewonnenen Aroinaten dabei weitgehend unbeeinflußt blieben.
- Es wurde nun gefunden, daß eine Kombination des katalytischen Reformierens mit dem thermischen Reformieren und der Entparaffinierung mit Hilfe der Harnstoffaddukte besonders zweckmäßig ist zur Verbesserung von Motorenbenzin.en. Man verfährt dabei derart, daß man das durch katalytisches Reformieren von Benzinen oder Benzinfraktionen erhaltene Reformat fraktioniert und die leichte katalytische Reformatfraktion thermisch reformiert. Die Wahl des Einsatzproduktes für die thermische Reformierung richtet sich naturgemäß nach der chemischen Zusammensetzung des erhaltenen katalytischen Reformates. So wäre es z. B. nicht zweckmäßig, eine hochsiedende Fraktion, welche praktisch vollständig aus Aromaten besteht, noch thermisch zu reformieren.. Das erhaltene thermische Reformat sowie die gegebenenfalls nicht in die thermische Reformierung eingesetzte schwere Fraktion des katalytischen Reformates sind dann geeignete Einsatzprodukte für die Entparaffinierung mit Hilfe von Harnstoffaddukten. Naturgemäß richtet sich auch hierbei wiederum die Wahl der Einsatzprodukte nach ihrer Zusammensetzung, und man wird gegebenenfalls besonders geeignete Fraktionen einsetzen. Es wäre z. B. nicht sinnvoll, eine praktisch nur aus Aromaten bestehende Fraktion des katalytischen Reformates zur Entparaffinierung zu geben. Beim Einsatz des thermischen Reformates zur Harnstoffentparaffinierung ist es z. B: sehr vorteilhaft, daß dabei die im Reformat befindlichen Isoparaffine, welche eine gute Oktanzahl besitzen, nicht herausgenommen werden. Die abgetrennten Paraffine werden zweckmäßig wiederum einem thermischen Reformieren unterworfen. Man kann sie natürlich auch wieder in die katalytische Reformierung zurückführen, doch ist dies im allgemeinen weniger günstig.
- Mit Hilfe der Zeichnung sei das Verfahren näher erläutert. Durch Leitung 1 gelangt ein Rohbenzin oder eine Fraktion daraus in die katalytische Reformierung 2. Das erhaltene Reformat geht -gber Leitung 3 in die Destillierkolonne 4, aus welcher eine leichte Fraktion über Leitung 5 in die thermische Reformierung 7 geführt wird. Das hier gewonnene thermische Reformat wird über Leitung 9 in die Kolonne 10 gegeben, aus welcher eine schwere Fraktion über Leitung 11 zusammen mit der aus Kolonne 4 stammenden Fraktion, welche über Leitung 6 abgezogen wird, in die Harnstoffentparaffinierung 8 gelangt. Das hier erhaltene paraffinreiche Produkt geht über Leitung 13 in die thermische Reformierung, während die aromatenreichen Anteile über Leitung 14 und die leichte Fraktion aus der Kolonne 10 über Leitung 12 in den Fertigbenzintank 15 geführt werden..
- Die Durchführung der katalytischen bzw. thermischen Reformierung und der Harnstoffentparaffinierung erfolgt in an sich bekannter Weise, Die Einstellung der Betriebsbedingungen muß naturgemäß nach der Art der Einsatzprodukte erfolgen. So gelang es z. B. bei der Arbeitsweise gemäß dem angeführten Beispiel, die Oktanzahl eines Benzins um .etwa 3,5 Einheiten gegenüber der eines Benzins, welches nur durch entsprechendes katalytisches und thermisches Reformieren veredelt war, anzuheben.
- Beispiel Ein Schwerbenzin mit einem Siedebereich von 96 bis, 198° C aus einer Mischung von Mittelost- und deutschem Rohöl sowie einem Hydrierbenzin wurde über einem platinhaltigen Katalysator auf eine ROZ = 90,2 (Research-Oktanzahl, unverbleit) reformiert. Das erhaltene Reformat wurde dann in eine leichte und eine schwere Fraktion destillativ getrennt, deren Anteile 19 bzw. 81 Gewichtsprozent ausmachten. Die leichte Fraktion, deren obere Siedegrenze bei 10ß° C lag, wurde mit einer Ausbeute von etwa 72% Benzinkohlenwasserstoffen thermisch reformiert und das thermische Reformat in eine leichte und eine schwere Fraktion (Siedegrenze 100° C) fraktioniert. Aus dieser schweren Fraktion sowie auch der aus dem Platformat stammenden wurden durch Behandlung mit Harnstoff etwa zwei Drittel der darin befindlichen Paraffine entfernt, welche wiederum der thermischen. Reformierung zugeführt wurden. Das durch Mischen des leichten thermischen Reformates mit den aus der Harnstoffextraktion stammenden, von den Paraffinen teilweise befreiten Anteilen erhaltene Endbenzin hatte bei ausreichender Flüchtigkeit eine ROZ von 96,5.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rohbenzin, oder eine Fraktion daraus in an sich bekannter Weise katalytisch reformiert wird, das katalytische Reformat in eine leichte und eine schwere Fraktion zerlegt wird, die leichte Reformatfraktion thermisch reformiert wird und das thermische Reformat in eine schwere Fraktion und eine leichte Fraktion zerlegt wird, wobei die leichte thermische Reformatfraktion zum Benzinmischtank geführt wird, während die schwere thermische Reformatfraktion, gegebenenfalls zusammen mit der schweren katalytischen Reformatfraktion, der Harnstoffentparaffinierung zugeführt wird, daß die abgetrennten Paraffine der thermischen Reformierung wieder zugeleitet werden, während das aromatenreiche Raffinat der Harnstoffentparaffinierung, gegebenenfalls zusammen mit einer unbehandelten schweren katalytischen Reformatfraktion, zum Benzinmischtank geleitet und dort mit der leichten thermischen Reformatfraktion gemischt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1026 462; französische Patentschrift Nr. 1089 672; USA.-Patentschriften Nr. 2 490 287, 2 304183, 2 659 692; Erdöl und Kohle, 1955, S. 621 bis 625.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU6464A DE1088643B (de) | 1959-01-14 | 1959-01-14 | Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU6464A DE1088643B (de) | 1959-01-14 | 1959-01-14 | Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088643B true DE1088643B (de) | 1960-09-08 |
Family
ID=7565765
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU6464A Pending DE1088643B (de) | 1959-01-14 | 1959-01-14 | Verfahren zur Herstellung von Motorenbenzinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088643B (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1959
- 1959-01-14 DE DEU6464A patent/DE1088643B/de active Pending
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