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DE1087845B - Treibstoffgemisch - Google Patents

Treibstoffgemisch

Info

Publication number
DE1087845B
DE1087845B DEN15985A DEN0015985A DE1087845B DE 1087845 B DE1087845 B DE 1087845B DE N15985 A DEN15985 A DE N15985A DE N0015985 A DEN0015985 A DE N0015985A DE 1087845 B DE1087845 B DE 1087845B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
component
fuel mixture
weight
hydrocarbons
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN15985A
Other languages
English (en)
Inventor
Raymond Clare Archibald
Alfred John Lawrence Toombs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1087845B publication Critical patent/DE1087845B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/04Liquid carbonaceous fuels essentially based on blends of hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Treibstoffgemisch Im allgemeinen ist es erwünscht, Treibstoffe mit hoher Verbrennungswärme sowohl in der Volumenals auch Gewichtseinheit für Düsenflugzeuge zu verwenden, da der Aktionsradius von Flugzeugen um so größer ist, je höher die Verbrennungswärme der verwendeten Treibstoffe liegt. In diesem Zusammenhang wurden die physikalischen Eigenschaften einiger Typen von Kohlenwasserstoffen auf ihreVerbrennungswärme je Gewichtseinheit und je Volumeinheit untersucht. Diese Untersuchungen haben zu den folgenden Ergebnissen geführt.
  • Aromatische Kohlenwasserstoffe sind zur Verwendung als Treibstoff in Düsenflugzeugen nicht zweckmäßig, da sie je Gewichtseinheit eine zu niedrige Verbrennungswärme und auch schlechte Verbrennungseigenschaften besitzen. Paraffine eignen sich nicht zur Verwendung als Treibstoffe wegen ihrer niedrigen Dichte und infolgedessen ihrer niedrigen Verbrennungswärme je Volumeinheit. Alkylierte monocyclische Alkane sind etwas besser als Paraffine, sobald jedoch die Alkylseitenketten genügend lang sind, zeigen sie wieder paraffinische Eigenschaften. Die Verwendung von Olefinen, insbesondere gradkettigen Olefinen, als Flugzeugtreibstoff ist nicht erwünscht, da sie unter den Verwendungsbedingungen oxydiert und polymerisiert werden können. Einige cyclische Olefine verdienen Beachtung, wenn man sie zusammen mit einem Oxydationsinhibitor verwendet. Eine bestimmte Gruppe von Kohlenwasserstoffen, die mindestens zwei carbocyclische Ringe enthalten, zeigt sehr gute Treibstoffeigenschaften. Polycyclische Kohlenwasserstoffe mit drei oder mehr Ringen und weniger als etwa drei Doppelbindungen im Molekül weisen äußerst hohe Verbrennungswärmen je Volumeinheit auf. Jedoch zeigen derartige Verbindungen gleichzeitig eine verhältnismäßig niedrige Verbrennungswärme je Gewichtseinheit. Darüber hinaus sind diese Verbindungen häufig kristalline Substanzen, so daß sie für sich als Treibstoffe in Flugzeugen nicht geeignet sind, da sie die Leitungen im Treibstoffeinspritzsystem blockieren. Das gleiche trifft für viele bicylische Kohlenwasserstoffe zu.
  • Bekanntlich fallen in vielen Petroleumraffinerien unterschiedliche Mengen an Aromaten an, und diese stellen die Quellen für polycyclische Aromaten dar. Diese Aromatenanteile lassen sich hydrieren, wodurch man verbesserte Treibstofftypen erhält, die polycyclische Naphthene enthalten. Ohne eine intensivere Weiterverarbeitung ist es jedoch schwierig und im allgemeinen unmöglich, unter Verwendung bisher bekannter Verfahren befriedigende Treibstoffe mit hoher Verbrennungswärme sowohl je Gewichtsals auch Volumeinheit zu erhalten, da diese Aromatenanteile im allgemeinen beträchtliche Mengen an Kohlenwasserstoffen enthalten, die einen niedrigeren Heizwert entweder je Volumeinheit oder je Gewichtseinheit aufweisen.
  • Wenn man Monoaromaten, wie Xylole und Toluole oder Benzol, thermisch zersetzt, um Diphenylderivate zu erhalten, so kann man die entstehenden Pyrolyseprodukte hydrieren, und die auf diese Weise erhaltenen Produkte können eine verhältnismäßig hohe Verbrennungswärme je Gewichtseinheit aufweisen. Ihre Verbrennungswärme je Volumeinheit liegt jedoch nicht so günstig.
  • Es wurde festgestellt, daß man durch die Kombination bestimmter Kohlenwasserstofftypen einen Treibstoff mit optimaler Verbrennungswärme sowohl bezogen auf Gewichts- als auch auf Volumeinheit und mit niedrigem Stockpunkt erhält.
  • Gemäß der Erfindung enthält die Treibstoffzubereitung zwischen 10 und 90 Gewichtsprozent einer Komponente A, nämlich eines Kohlenwasserstoffs oder einer Mischung von Kohlenwasserstoffen mit nicht mehr als zwei Doppelbindungen und nicht mehr als zwei carbocyclischen Ringen im Molekül zusammen mit zwischen 10 und 90 Gewichtsprozent einer Komponente B, einem nichtaromatischen Kohlenwasserstoff oder einer Mischung von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen mit nicht mehr als drei Doppelbindungen und drei bis sechs carbocyclischen Ringen im Molekül, wobei diese Treibstoffzubereitung in einem breiten Siedebereich, einschließlich dem Siedebereich von Benzin, Leuchtöl und Gasöl, siedet. Bevorzugt ist die Kombination von zwischen 15 und 17 Gewichtsprozent der Komponente :A mit zwischen 25 und 85 Gewichtsprozent der Komponente B.
  • Aus der Zeichnung geht hervor, daß die normalen Paraffine und die JP-4-Treibstoffe verhältnismäßig niedrige Verbrennungswärmen je Volumeinheit aufweisen, jedoch zu gleicher Zeit eine recht befriedigende Verbrennungswärme je Gewichtseinheit besitzen. Wenn man den mittleren Teil der Zeichnung betrachtet, so liegen hier Verbindungen vor, die zwei carbocycylische Ringe enthalten oder bei denen die carbocyclischen Ringe entweder gesättigt sind oder nicht mehr als zwei Doppelbindungen im Molekül enthalten. Diese Kohlenwasserstofftypen besitzen jedoch nur mäßige Heizwerte. Entsprechend der vorliegenden Erfindung werden daher Verbindungen mit verhältnismäßig hoher Verbrennungswärme je Gewichtseinheit mit polycyclischen Kohlenwasserstoffen kombiniert, die höhere Verbrennungswärmen je Volumeinheit aufweisen. Diese finden sich am unteren Ende der Zeichnung, und es handelt sich beispielsweise um Verbindungen wie 1,4,5,8-bis-F_ndomethylendekahydronaphthalin, 1,4,5,8-bis-Endomethviendihydronaphthalin, 1,4,5,8,9,10-bis-Endomethyienperhydroanthracen und bis-Tricyclen.
  • Auf Grund der Erfindung werden nichtaromatische polycyclische Kohlenwasserstoffe mit drei bis sechs carbocyclischen Ringen und nicht mehr als drei Doppelbindungen im Molekül mit Kohlenwasserstoffen weniger günstiger Verbrennungswärme je Volumeinheit kombiniert, die jedoch sonst als Treibstoffkomponenten geeignet sind, nämlich mit solchen, die insbesondere einen oder zwei carbocyclische Ringe und nicht mehr als zwei Doppelbindungen im Molekül enthalten. Diese sind in der Mitte der Zeichnung durch cis- und trans-Dekahydronaphthalin, Norcamphan, 1,4-Endomethylencyclohexadien usw. gekennzeichnet. Aus der Zeichnung kann man auch ersehen, daß aromatische Moleküle, wie die Biphenyle, Diphenylalkane und Alkylbenzole, sehr unerwünschte Treibstoffkomponenten wegen ihrer äußerst niedrigen Verbrennungswärme je Gewichtseinheit darstellen. Vorzugsweise werden die bicyclischen und polycyclischen Kohlenwasserstoffe der oben angedeuteten Formeln miteinander kombiniert, so daß man Treibstoffzubereitungen mit einer Verbrennungswärme von mindestens 9380 kcal/1 und mindestens 10 222 kcal/kg erhält. Je höher die Verbrennungswärmen liegen, desto besser ist natürlich der Treibstoff.
  • Die nachfolgend angeführten Verfahren zur Herstellung der Komponenten A und B werden im Rahmen vorliegender Erfindung nicht unter Schutz gestellt.
  • DiebicyclischenKohlenwasserstoffe (KomponenteA) können aus Erdöl, insbesondere aus thermisch oder katalytisch gekracktem Gasöl, hergestellt werden. Beispielsweise wird ein Rohöl fraktioniert destilliert und der hierbei erhaltene Direktdestillatrückstand einer Flash-Destillation bzw. Gleichgewichtsdestillation unterworfen, bei welcher flüchtige Bestandteile entfernt und das Bodenprodukt aus diesem Arbeitsgang zur Wiedergewinnung in eine andere Anlage geleitet wird. Die flüchtigen Bestandteile werden in eine katalytische Krackanlage geführt und die aus dieser Anlage anfallenden Produkte beispielsweise in einer Destillationskolonne fraktioniert. Die schwere, katalytisch gekrackte Gasölfraktion aus dieser Kolonne wird in eine thermische Krackanlage geleitet und der thermisch gekrackte Rückstand dann in eine Verkokungsanlage geführt. Das Zirkulationsgasöl aus dieser Verkokungsanlage stellt das bevorzugte Ausgangsmaterial für die Herstellung eines Produktes dar, das im wesentlichen eine Mischung von gesättigten bicyclischen Kohlenwasserstoffen darstellt, die auch kleinere Anteile an Dicyclohexylalkanen enthält. In der Praxis isoliert man zweckmäßigerweise die Aromaten aus diesem Ausgangsmaterial durch Lösungsmittelbehandlung, um die Nichtaromaten mit ihren niedrigeren Heizwerten abzutrennen. Dies läßt sich beispielsweise durch Behandlung mit Anilin, Schwefeldioxyd, Nitrobenzol, Furfurol und ähnlichen Lösungsmitteln mit Hilfe einer Dampf-Flüssigkeits-oder Flüssigkeits-Flüssigkeits-Extraktion od. ä. oder mit Hilfe einer Dampf-Flüssigkeits- oder Flüssigkeits-Flüssigkeits-Extraktion nach dem Chlorex-, Duosol-oder Edeleanu-Verfahren oder anderen bekannten Extraktionsverfahren durchführen. Die auf diese Weise isolierten aromatischen Verbindungen werden nochmals destilliert, um monoaromatische Verbindungen abzutrennen, und anschließend in einem Zweistufenverfahren hydriert. Das Beschickungsmaterial für die Hydrierungsanlage weist vorzugsweise einen Siedebereich zwischen 200 und 345° C auf.
  • Da die Hydrierungsbeschickung in den meisten. Fällen beträchtliche Anteile an Schwefelverbindungen enthält, die vor der im wesentlichen vollständigen Hydrierung der Beschickung so gut wie möglich entfernt werden müssen, wird die erste Hydrierung unter Verwendung an sich bekannter schwefelfester Katalysatoren durchgeführt. Derartige Katalysatoren sind die Oxyde oder Sulfide von Metallen der VI. Gruppe, entweder allein oder in Mischung mit Oxyden oder Sulfiden von Metallen der II. und/oder VIII. Gruppe des Periodensystems, insbesondere Mischungen von Molybdänoxyd, Zinkoxyd und Magnesiumoxyd, die Molybdänsulfide, Wolf ramsulfide auf aktivierter Tonerde, Eisensulfide auf aktivierter bentonitischer Tonerde od. ä.
  • Die für die erste Hydrierungsstufe verwendeten Temperaturen liegen vorzugsweise zwischen 315 und 485° C, die Drücke im Bereich von 50 bis 285 kg/cm2. Die Beschickungsgeschwindigkeit des flüssigen Öls zum Reaktionsgefäß beträgt zwischen 0,5 und 4 Volumteilen Öl je Volumeinheit Katalysator je Stunde; 280 bis 5600 ms Wasserstoff, gemessen unter Standardbedingungen, werden je m3 Öl gebraucht.
  • Das nach dieser ersten Hydrierungsstufe anfallende Produkt enthält praktisch keinen Schwefel mehr, und 40 bis 70°/o der Aromaten sind zu den entsprechenden Naphthenen reduziert. Insoweit Olefine in der ursprünglichen Beschickung anwesend waren, werden diese schon in dieser ersten Hydrierungsstufe abgesättigt.
  • Die Verbrennungswärme je Volumeinheit des in der oben beschriebenen Hydrierungsstufe anfallenden Produktes liegt höher als die der ursprünglichen Aromaten, jedoch läßt sich das Produkt im Hinblick auf seine Verbrennungswärme je Volumeinheit noch verbessern, wenn man es einer weiteren Hydrierung unterwirft. In dieser zweiten Hydrierungsstufe kann ein aktiverer, im allgemeinen schwefelempfindlicher Katalysator bei niederen Temperaturen angewendet werden, so daß die Hydrierung der Masse praktisch vollständig ist oder zumindest so, daß nicht mehr als 10 Gewichtsprozent an Aromaten im Endprodukt verbleiben. Die zweite Hydrierungsstufe kann auch mit dem gleichen Hydrierungskatalysator durchgeführt werden, vorzugsweise verwendet man jedoch einen aktiveren Katalysator. Derartige aktive Katalysatoren sind insbesondere die schwefelempfindlichenTypen, wie metallisches Nickel, Platin, Palladium, Kobalt oder Eisen, vorzugsweise auf Aluminiumsilikat, Kieselsäure, Kieselsäure-Magnesia, aluminiumoxydhaltigen Erden des Bentonit- und Montmorillonittyps niedergeschlagen. Die Menge an Metall im Katalysator kann zwischen 1 und 15 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 4 und 10 Gewichtsprozent, betragen. Die Reaktionsbedingungen in der zweiten Hydrierungsstufe sind milder; der Temperaturbereich liegt vorzugsweise zwischen 145 und 375° C und der Druck zwischen 35 und 352 kg/cm2. Die Gasbeschickungsgeschwindigkeit kann in der Größenordnung von 280 bis 2800 m3 Wasserstoff, gemessen unter Standardbedingungen, je m3 Ölbeschickung liegen, während die Ölbeschickungsgeschwindigkeit im Bereich von 0,5 bis 4 Volumteilen Beschickung je Volumeinheit Katalysator je Stunde betragen kann.
  • Das aus diesen beiden Hydrierungsstufen anfallende Produkt (jede dieser beiden Hydrierungsstufen kann in einem oder mehrere Cyclen in einer besonderen Hydrierungszone und unter besonderen Hydrierungsbedingungen verlaufen) enthält im wesentlichen bicyclische Naphthene und kleinere Mengen an Bicycloalkanen. Der Anteil an Paraffinen oder Isoparaffinen beträgt weniger als etwa 20 Gewichtsprozent des Endproduktes. Aromatische und olefinische Verbindungen fehlen fast völlig. Die bicyclischen Kohlenwasserstoffe können aus diesem Produkt durch Destillation gewonnen werden, wodurch man eine Fraktion mit einem Siedebereich zwischen 160 bis 320° C, vorzugsweise zwischen 170 und 300° C, erhält.
  • Die in Tabelle I aufgeführten bicyclischen Alkane können entweder an Stelle oder zusätzlich zu dem aus dem Petroleumraffinat gewonnenen Produkt nach dem oben beschriebenen Verfahren verwendet werden. Diese bicyclischen Alkane können durch Substitution von Wasserstoffatomen mit Alkylresten modifiziert werden, solange die Alkylreste weniger als 6 Kohlenstoffatome in ununterbrochener Kette und insbesondere weniger als 3 Kohlenstoffatome je Alkylseitenkette aufweisen.
  • Tabelle I Bicyclo-(1,1,0)-butan Spiropentan, Bicyclo-(2-1-0)-pentan, Bicyclo-(3,1,0)-hexan, Spiro-(2,4)-heptan, Bicyclo-(4,1,0)-heptan, Bicyclo-(2,2,1) -heptan, Spiro-(2,5)-octan, Bicyclo-(3,1,1)-hepta,n, Bicyclo-(3,2,1)-octan, Bicyclo-(4,3,0)-nonan, Spiro-(4,5)-decan, Bicyclo-(4,4;0)-decan, Bicyclo-(2,2,0)-hexan, Spiro-(3,3)-heptan, Bicyclo-(3,2,0)-heptan, Spiro-(3,4)-octan.
  • Tabelle II enthält eine Reihe weiterere typischer Dicyclohexylalkane, die an Stelle oder zusätzlich zu den oben beschriebenen bicyclischen Kohlenwasserstoffen als Komponente A eingesetzt werden können. Tabelle II Dicyclohexylalkane Dicyclohexylmethan, Dicyclohexyläthan-1,1, Dicyclohexyläthan-1,2, Dicyclohexylpropan-1,1, Dicyclohexylpropan-1,2, Dicyclohexylpropan-1,3, Dicyclohexylpropan-2,2, Dicyclohexylbutan-1,4, Dicyclohexylbutan-2,3, Dicyclohexylhexan-1,6, Dicyclohexylhexan-2,4. Auch solche Alkyldicyclohexylverbindungen können verwendet werden, die 1 bis 3 Alkylreste in der 2-Stellung an einem oder beiden der Cyclohexylreste enthalten, wobei jeder Alkylrest 1 bis 3 Kohlenstoffatome, insbesondere Isopropylreste, aufweist.
  • Erfindungsgemäß enthält derTreibstoff neben dieser Komponente A weiterhin 10 und 90 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Treibstoffzubereitung, an nichtaromatischen polycyclischen Kohlenwasserstoffen, die drei bis sechs carbocyclische Ringe und nicht mehr als drei Doppelbindungen im Molekül enthalten (Komponente B). Zwar kann man derartige Verbindungen aus natürlichen Quellen, wie Petroleum- oder Kohlenteer, durch besondere Fraktionierungsmaßnahmen erhalten, doch stellt man sie vorzugsweise direkt synthetisch her, obwohl dies mit einer Erhöhung in den Gestehungskosten einhergehen kann. Beispielsweise wird bei einer typischen Herstellung Acetylen an Cyclopentadien unter Bildung von 1,4-Endomethylencyclohexadien angelagert, das bei der Hydrierung 1,4-Endomethylencyclohexan liefert. Läßt man 1,4-Endomthylencyclohexadien mit Cyclopentadien reagieren, so erhält man als Reaktionsprodukt 1,4,5,8-bis-Endomethylendihydronaphthalin. Dies kann seinerseits unter Bildung von 1,4,5,8-bis-Endomethylendekahydronaphthalin hydriert werden. Diese Reaktion kann durch Zugabe von Cyclopentadien zu 1,4,5,8-Endomethylendihydronaphthalin wiederholt werden, wobei man 1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylentetrahydroanthracen erhält.
  • Typische polycyclische Kohlenwasserstoffe, die als Komponente B in der erfindungsgemäßen Treibstoffzubereitung verwendet werden können, sind in Tabelle III zusammengestellt. Selbstverständlich kann man die in dieser Tabelle aufgeführten Verbindungen gegebenenfalls durch Substitution von Wasserstoffatomen mit Alkylresten, die weniger als 6 und vorzugsweise weniger als 5 Kohlenstoffatome aufweisen, modifizieren. Tabelle III Spiro-[bicyclo-(2,1,0)-pentan-5,1'-cyclopentan], Tricyclo-(3,2,1,02,4) -octan, 1-Cyclopropannaphthalin, Hexahydrocyclopentinden, Octahydro-1,4-endomethylen, 1,4-Endomethylennaphthalin, B enzindan, Acenaphthen, Hexahydroanthracen, Hexahydrophenanthren, 1,4-Endoäthylendekahydronaphthalin, 1,2,3,4,5,6-tris-Cyclopentenobenzol, 1,2,3,4-Tetrahydroendomethylenanthracen, Hexahydrobenzanthracen, 1,4,9,10-bis-Endomethylenanthracen, 1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylenanthracen. Die erfindungsgemäßen Treibstoffzubereitungen werden vorzugsweise für den Betrieb von Flugzeugmotoren mit Funkenzündung, Dieselmotoren sowie insbesondere für Düsenantriebsaggregate und Propellerturbinen verwendet.
  • In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, daß die erfindungsgemäßen Treibstoffzubereitungen einen niedrigen Stockpunkt aufweisen, der innerhalb des üblichen Stockpunktbereiches für Flugzeugtreibstoffe fällt, obwohl einige ihrer Komponenten, insbesondere diejenigen, die mehr als zwei carbocyclische Ringe enthalten, entweder feste Verbindungen sind oder verhältnismäßig hohe Stockpunkte besitzen, wenn sie nicht mit Kohlenwasserstoffen kombiniert sind, die nicht mehr als zwei carbocyclische Ringe aufweisen. Beispiel Durch Verschneiden verschiedener Anteile an 1,4,5,8-bis-Endomethylendihydronaphthalin mit ungefähr gleichen Teilen cis- und trans-Isomeren enthaltendem Dekahydronaphthalin, nachfolgend D H N abgekürzt, kann man Treibstoffe erhalten, die Verbrennungswärme zwischen 9000 und 10320 kcal/1 aufweisen, während die entsprechenden Verbrennungswärmen auf Gewichtsbasis von 10150 kcal/kg nur auf 9983 kcal/kg erniedrigt sind. Eine Mischung von 25 Gewichtsprozent cis-D H N, 25'°/o trans-D H N und 5011/o 1,4,5,8-bis-Endomethylendihydronaphthalin besitzt eine Verbrennungswärme auf Volumbasis von 9621 kcal/1 und auf Gewichtsbasis von 10056 kcal/kg.
  • Durch Verschneiden der entsprechenden gesättigten Verbindung des 1,4,5,8-bis-Endomethylendihydronaphthalins, d. h. des 1,4,5,8-bis-Endomethylen-D H N, im Verhältnis von 34,5 Gewichtsprozent mit 65,511/o 2-Isopropylbicyclohexyl kann man den Heizwert von JP-4-Treibstoff auf Gewichtsbasis auf 10222kca1/kg halten, während man auf Volumbasis einen Heizwert von 9608 kcal/1 erreicht. Durch Verwendung von 33 Gewichtsprozent 2-Isopropyldicyclohexyl und 67% bis-tricyclen kann man den 10222 kcal%kg Wert aufrechterhalten und erreicht gleichzeitig einen Heizwert von 10 499 kg/1. Die folgende Tabelle IV zeigt weitere Mischungen der Erfindung.
    Tabelle IV
    Paraffin 'Naphthenl Leuchtöl cis-DHN DMD TMPHA BNTC Heizwert
    C12 I DCHP kcal/kg I kcal/1
    Rein 1000/0 10566 8107
    desgl. 10011/9 10347 9065
    desgl. 1000/0 10331 8375
    desgl. 100°/o 10155 9125
    desgl. 1000/0 10004 10151
    desgl. 1001/0 10111 11256
    desgl. 10011/a 10167 11323
    Mischungen in Gewichtsprozent
    Mischung von isomeren
    Dodekanen und 1,4,5,8-bis-
    Endomethylen-DHN 39,5 - - - 60,5 - , = 10233 9179
    desgl. 31,6 - - - 68,4 - - 10184 9380
    Mischung von isomeren
    Dodekanen und
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen 24,7 - - - - 75,3 - 10222 10251
    desgl. 51,4 - - - - 48,6 - 10339 I 9380
    Mischung von isomeren
    Dodekanen, 1,4,5,8-bis-Endo
    methylen-DHN und
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen 37,0 - - - 48,2 14,8 - 10222 9380
    desgl. 32,5 - - - 32,0 35,5 - 10222 9715
    desgl. 43,8 - - - 26,7 29,5 - 10289 9300
    Mischung von isomeren
    Dodekanen und Bi-Nor-
    tricyclen 52 - - - - - 48 10372 9380
    desgl. 14 - - - - - 86 10222 10787
    Mischung von isomeren
    Dodekanen, Bi-Nortricyclen
    und 1,4,5,8-bis-Endomethylen-
    DHN 36 - - - 51,4 I - 12,6 10222 9380
    Tabelle IV (Fortsetzung)
    Paraffin Naphthen Leuchtöl cis-DHN DMD TMPHA BNTC Heizwert
    C12
    DCHP
    kcal/kg I kcal/l
    Mischung von isomeren
    Dodekanen,
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen und
    DHN (cis) 22,5 - - 48,0 - 29,5 - 10222 9380
    Dicyclohexylpropan-1,3 und
    1,4,5,8-bis-Endomethylen-
    DHN - 63,5 - - 36,5 - - 10222 9380
    Dicyclohexylpropan-1,3 und
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen - 82,6 - - - 17,4 - 10306 9380
    desgl. - 46,5 - - - 53,5 - 10222 10184
    Diryclohexylpropan-1,3,
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen und
    1,4,5,8-bis-Endomethylen-
    DHN - 77,7 - - 11,0 11,3 - 10284 9380
    desgl. - 57,0 - - 21,2 21,8 - 10222 9715
    Dicyclohexylpropan-1,3 und
    Bi-Nortricyclen - 84,0 - - -- - 16,0 10317 9380
    desgl. - 69,0 - - - - 31,0 10222 10519
    Dicyclohexylpropan-1,3
    und DHN - 40,0 - - 60,0 - - - 10222 9112
    Dicyclohexylpropan-1,3,
    DHN und
    1,4, 5, 8, 9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen - 42,0 - 43,0 - 15,0 - 10222 9380
    L und DHN - - 43,5 56,5 - - - 10222 8777
    L und 1,4,5,8-bis-Endo-
    methylen-DHN - - 65,5 - 34,5 - - 10222 8911
    L und
    1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylen-
    perhydroanthracen - - 50,0 - - 50,0 - 10222 9 581'
    L und Bi-Nortricyclen - - 33,5 - - - 66,5 10222 10184
    desgl. - - 59,5 - - - 40,5 10266 9380
    L, 1,4,5,8-bis-Endomethylen-
    DHN und 1,4,5,8,9,10-tris-
    Endomethylenperhydro-
    anthracen - - 55,6 - 10,5 33,9 - 10222 9380
    L,1,4,5,8-bis-Endomethylen-
    DHN und Bi-Nortricyclen - - 48,0 15,7 - 36,3 - 10222 9380
    desgl. - - 53,5 - 13,5 - 33,0 10222 9380
    L, DHN und Bi-Nortricyclen - - 38,5 31,4 - - 30,1 10222 9380
    C12 = Hydriertes Propylentetramer,
    DCHP = Dicyclohexylpropan-1,3,
    L = Leuchtölbrennstoff für Düsenantriebsaggregate,
    DHN = cis-Dekahydronaphthalin,
    DMD = 1,4,5,8-bis-Endomethylendekahydronaphthalin, -
    TMPHA = 1,4,5,8,9,10-tris-Endomethylenperhydroanthracen,
    BNTC = Bi-Nortricyclen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Treibstoffgemisch, gekennzeichnet durch. einen Gehalt von 10 bis 90 Gewichtsprozent einer Komponente A, die aus einem Kohlenwasserstoff oder einer Mischung von Kohlenwasserstoffen besteht, die nicht mehr als zwei Doppelbindungen und nicht mehr als zwei carbocyclische Ringe im Molekül enthalten, und 10 bis 90 Gewichtsprozent einer Komponente B, die aus einem nichtaromatischen Kohlenwasserstoff oder einer Mischung von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen besteht, die nicht mehr als drei Doppelbindungen und drei bis sechs carbocyclische Ringe im Molekül enthalten, wobei dieses Gemisch in einem breiten Siedebereich einschließlich dem Siedebereich Benzin, Leuchtöl und Gasöl siedet.
  2. 2. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente A in einer Menge von zwischen 15 und 75 Gewichtsprozent und die Komponente B in einer Menge zwischen 25 und 85 Gewichtsprozent vorliegt.
  3. 3. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente A ein bicyclischer Kohlenwasserstoff oder eine Mischung von bicyclischen Kohlenwasserstoffen ist.
  4. 4. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente A ein Bicycloalkan oder eine Mischung von Bicycloalkanen ist.
  5. 5. Treibstoffgemisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Bicycloalkane mindestens einen Alkylsubstituenten tragen, der weniger als 6 Kohlenstoffatome, vorzugsweise weniger als 3 Kohlenstoffatome, enthält.
  6. 6. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente A ein Dicyclohexylalkan oder eine Mischung von Dicyclohexylalkanen ist.
  7. 7. Treibstoffgemisch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Dicyclohexylalkane 1 bis 3 Alkylsubstituenten in der 2-Stellung zu einem oder beiden der Ccyclohexylreste tragen, wobei jeder Alkylrest 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthält. B.
  8. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente B ein polycyclischer Kohlenwasserstoff oder eine Mischung von polycyclischen Kohlenwasserstoffen ist, der mindestens einen endocyclischen Ring enthält.
  9. 9. Treibstoffgemisch nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente B ein polycyclischer Kohlenwasserstoff oder eine Mischung von polycyclischen Kohlenwasserstoffen ist, der mindestens einen Alkylsubstituenten mit weniger als 6 und vorzugsweise weniger als 5 Kohlenstoffatomen aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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