DE1063396B - Selbsttaetige Waage mit Grob- und Feinstromzufuehrung - Google Patents
Selbsttaetige Waage mit Grob- und FeinstromzufuehrungInfo
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Description
- Selbsttätige Waage mit Grob- und Feinstromzuführung Bei Ausschütt- und Absackwaagen bekannter Bauformen wird das Wägegut für eine Lastschalenfüllung in der Abstufung Grob- und Feinstrom zugeführt.
- Dabei fließt zuerst der Grobstrom, um die Lastschale möglichst schnell bis an die Grenze des Sollgewichtes anzufüllen, und diesem folgt Wägegut in feinerem Strom, bis das Sollgewicht erreicht ist. Die Menge des Wägegutes, die sich nach dem Absperren der Feinstromöffnung noch im freien Fall befindet, wird mit Nachstrom bezeichnet. .Die Stufung Grob-, Fein- und Nachstrom muß so aerfolgen, daß die Abweichung Ides Istgewichtes in der Lastschale vom Sollgewicht noch in den Eichfehlergrenzen liegt. Der immer vorhandene Nachstrom wird in der Praxis durch ein Reguliergewicht ausgeglichen. Beim Übergang vom Grob- auf Feinstrom (kurze Zeit vor dem Erreichen des Sollgewichtes) treten Schwingungen des Wiegemechanismus auf, die durch die Strömungsydruckdifferenz zwischen Grob- und Feinstrom hervorgerufen werden.
- Man muß also bei den herkömmlichen Waagen die Feinstromzeit so lange wählen, daß aufigekommene Schwingungen abgeklungen sind und die Beendigung der Wägung sowie die Auslösung der Lastschale durch das erreichte Sollgewicht und nicht durch die Dynamik der Schwingungen erfolgt.
- Durch diese Umstände sind den bekannten Ausschütt- und Absackwaagen in ihren Ausschüttleistungen Grenzen gesetzt.
- Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen, und besteht darin, daß eine Dämpfungseinrichtung vorgesehen ist, die selbsttätig eingeschaltet und vor Erreichen des Sollgewichtes wieder abgeschaltet wird, also nur kurzzeitig beim Übergang von Grob- in den Feinstrom wirkt, somit Schwingungen nicht aufkommen läßt und gestattet, das Grobstromgewicht weiter an die Sollgewichtsgrenze heranzuschieben, so daß die Leistung solcher Waagen wesentlich gesteigert wird.
- Die Erfindung wird an Hand der Fig. 1 und 2 erläutert.
- Fig. 1 zeigt eine selbsttätige Ausschüttwaage mit einem Einlauftrichter 1, der durch die Grobstromklappe 2 und die Feinstromklappe 3 in noch zu beschreibender Abhängigkeit vom Ablauf des Wägevorganges geschlossen wird.
- Am Waagebalken 4 sind, wie aus Ider Fig. 1 ersichtlich, die Lastschale 5 und die Gewichtschale 6 angeordnet. Bei Beginn der Füllung befindet sich die Lastschale in der obersten Stellung, die Klappen 2 und 3 sind ganz geöffnet, und das Wägegut fließt im Grobstrom in die Lastschale. Unter Einwirkung eines nicht gezeichneten Voreilers beginnt sich der Waagebalken während der Grobstromfüllung zu neigen und löst über eine nicht gezeichnete einstellbare Mechanik die Grobstromklappe 2 aus. Dadurch wird bis auf einen kleinen Querschnitt, durch den der Feinstrom rinnt, der Einlauf gesperrt. Bei dieser beschriebenen Bewegung der Grobstromklappe wird der Endschalter 7 betätigt, der über das Schütz 8 und das Zeitrelais 9 kurzzeitig einen Magneten 10 erregt. Durch die Magnetkräfte wird der Anker 11 angezogen, der an einem im Punkte 12 Igelagerten Hebel 13 befestigt ist.
- Am anderen Ende des Hebels 13 befindet sich ein Bremsklotz 14, der bei erregtem Magneten am Segment 15, das mit dem Waagebalken 4 verbunden ist, anliegt und durch die Reibkraft zwischen Bremsklotz und Segment den Waagebalken dämpft.
- Eine andere Lösung des Erfindungsigedankens ist in Fig. 2 dargestellt, die den Waagebalken in dem Zeitpunkt der Umschaltung von Grob- auf Feinstrom, also bei wirksamer Dämpfung zeigt. Hierbei ist ebenfalls der Magnet 10 gestellfest angeordnet und der Anker 11 fest mit dem Waagebalken 4 verbunden, so daß die Magnetkräfte des raumfesten Magnetfeldes auf die Bewegung des Waagebalkens 4 dämpfend wirken.
- Dabei ist die Anordnung so zu treffen, daß der kleinste Luftspalt zwischen Magnetjoch und Anker wider Stellung des Waagebalkens zugeordnet ist, die, wie bereits beschrieben, die mechanische Auslösung der Grobstromklappe bewirkt, so daß also die durch den Aufbau des Magnetfeldes resultierenden Kräfte weder beschleunigend noch verzögernd auf Idas Wiegesystem wirken, sondern, wie der Erfindungsgedanke vorsieht, im Augenblick der Wirkung der Strömungsdruckdifferenz aus Grob- und Feinstrom das Wiegesystem durch die Magnetkräfte am Schwingen gehindert, wenigstens die Schwingungen auf ein Mindestmaß herabgesetzt und die Amplituden so klein gehalten werden, daß eine Auslösung des Wiegegefäßes zum Ausschütten nicht stattfindet, auch bei weit an den Auslösepunkt herangeschobenem Schließpunkt der Grobstromklappe, was ja erfindungsgemäß angestrebt wird, um bei größtmöglichem Grobstrom die Leistung der Waage weitestgehend zu steigern.
- Die Dämpfungszeit wird durch das Zeitrelais 9 eingestellt, und ihr Mindestwert ist bestimmt durch das Massenträgheitsmoment des schwingenden Waagesystems im Augenblick der Umschaltung von Grobauf Feinstrom, der Kraft aus der Strömungsdruckdifferenz bei erwähnter Umschaltung und schließlich von Idem zeitlichen Abstand dieser Umschaltung vom Erreichen des Sollgewichtes und der dazugehörigen Sollage des Wägemechanismus, die das Kriterium für das Ausschütten der Lastschale ist.
- Mit dem Abfall des Zeitrelais bricht das Magnetfeld zusammen, und der Waagebalken bewegt sich wieder frei infolge des noch anhaltenden Feinstromes in die dem Sollgewicht entsprechende Lage. Im Augenblick des Erreichens dieser Sollage schließt die Feinstromklappe und beendet somit die Wägung. Der unvermeidliche Nachstrom wird in gewohnter Weise durch ein Reguliergewicht kompensiert.
- Diese Erfindung erstreckt sich nicht nur auf Waagen mit Grob- und Feinzulauf, deren Wägegut aus einem Zulauftrichter mit Absperrklappen in die Lastschale strömt, sondern auch auf Waagen mit Grob- und Feinzulauf, deren Zulaufeinrichtung aus einer elektrischen Vibrationsrinne, einer Förderschnecke, einer Schüttelrinne usw. besteht.
- PATENTANSPRt}CEIE: 1. Selbsttätige Waage mit Grob- und Feinstromzuführung des Wägegutes, dadurch gekennzeichnet, daß zur Dämpfung der durch Strömungsdruckdifferenz beim Übergang vom Grob- auf den Feinstrom entstehenden Waagebalkeuschwingung eine mit der Abschaltung des Grobstromes (z. B. durch die Grobstrom-Absperrklappe 2) selbsttätig einschaltbare und vor Erreichen des Sollgewichtes wieder außer Wirkung tretende Dämpfungseinrichtung (10, 11 bzw. 10 bis 15) vorgesehen ist, durch die der schwingende Wiegemechanismus in seiner Bewegung gedämpft oder zeitweilig festgehalten wird.
Claims (1)
- 2. Selbsttätige Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein bei Beendigung der Grobstromfüllung vom Waagebalken (4) mittelbar oder unmittelbar schließbarer Kontakt (7) vorgesehen ist, der über ein Zeitrelais (9) für eine bestimmte Zeit den Strom für einen Elektromagneten (10) einschaltet, der durch sein gestellfestes Magnetfeld und einen mit dem Waagebalken (4) fest verbundenen Anker (11) oder ein mit dem Waagebalken schwingendes Magnetfeld und einen gestellfesten Anker die Schwingungen des Waagebalkens stark dämpft oder bremst.3. Selbsttätige Waage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung als mechanische Bremse wirkt, indem der bewegliche-Wägemechanismus durch einen Anker (11 bis 14), der felektrisch oder pneumatisch oder mit anderer Hilfsenergie betätigt werden kann, zeitweilig gebremst und arretiert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC14557A DE1063396B (de) | 1957-03-21 | 1957-03-21 | Selbsttaetige Waage mit Grob- und Feinstromzufuehrung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1063396B true DE1063396B (de) | 1959-08-13 |
Family
ID=7015669
Family Applications (1)
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| DEC14557A Pending DE1063396B (de) | 1957-03-21 | 1957-03-21 | Selbsttaetige Waage mit Grob- und Feinstromzufuehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063396B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3196502A (en) * | 1961-11-29 | 1965-07-27 | Eckert G M B H Geb | Control apparatus for automatic supervision of the working cycle of a casting machine |
| EP0677723A1 (de) * | 1994-04-13 | 1995-10-18 | Optima-Maschinenfabrik Dr. Bühler GmbH & Co. | Abfüllwaage |
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1957
- 1957-03-21 DE DEC14557A patent/DE1063396B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3196502A (en) * | 1961-11-29 | 1965-07-27 | Eckert G M B H Geb | Control apparatus for automatic supervision of the working cycle of a casting machine |
| EP0677723A1 (de) * | 1994-04-13 | 1995-10-18 | Optima-Maschinenfabrik Dr. Bühler GmbH & Co. | Abfüllwaage |
| US5667108A (en) * | 1994-04-13 | 1997-09-16 | Optima-Maschinenfabrik Dr. Buhler Gmbh & Co. | Single valve dispensing balance |
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