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DE221817C - - Google Patents

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Publication number
DE221817C
DE221817C DENDAT221817D DE221817DA DE221817C DE 221817 C DE221817 C DE 221817C DE NDAT221817 D DENDAT221817 D DE NDAT221817D DE 221817D A DE221817D A DE 221817DA DE 221817 C DE221817 C DE 221817C
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DE
Germany
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slide
arm
closed
contact
balance beam
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DENDAT221817D
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English (en)
Publication of DE221817C publication Critical patent/DE221817C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
    • G01G13/24Weighing mechanism control arrangements for automatic feed or discharge

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vl 221817 ~ KLASSE 42/. GRUPPE
den anderen verschließbare Öffnung besitzt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Wage, bei welcher das Wiegegut aus einem Trichter oder ähnlichen Behälter in eine Schale fällt, auf welcher bestimmte Gewichtsmengen desselben abgewogen werden sollen. Es ist bereits bei derartigen Wagen bekannt, kurz bevor die Wage ihr Gleichgewicht erreicht, die Zutrittsöffnung für das Wiegegut durch einen Schieber o. dgl. teilweise zu verschließen,
ίο um die weitere Zufuhr zu verringern und so mit Hilfe eines zweiten Schiebers ein plötzliches Abschneiden der Zufuhr zu ermöglichen, wenn auf der Wagschale die vorher bestimmte Gewichtsmenge des Wiegegutes auf ruht.
Die neue Wage bedient sich zur Auslösung der Schieber und zur Vermeidung dieser Stöße einer an und für sich bei derartigen Wagen bekannten elektromagnetischen Auslösung, und zwar einer solchen, die so abgestuft werden
ao kann, daß die Verschiedenheit des spezifischen Gewichts oder der Einflußgeschwindigkeit des Wiegegutes, welches auf der Wage abgewogen werden soll, berücksichtigt werden kann und daher dieselbe Wage für die verschiedensten Materialien benutzt werden kann. Diese Genauigkeit der Einstellung wird dadurch erreicht, daß die Geschwindigkeit, mit welcher der Verschluß durch die Schieber erfolgt, in feinster Weise durch Einstellung von Federn,
.30 die von der Bewegung des Wagebalkens in Abhängigkeit stehen, geändert werden kann. Durch diese genaue Einstellung der Bewegung der Schieber kann auch der durch das auf die Wage auffallende Gut übertragene Stoß unschädlich gemacht werden. . In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt, und zwar ist Fig. ι eine schaubildliche Ansicht der λ-Vage mit einem Sack, der die zu messende Menge des Wiegegutes aufnehmen soll, Fig. 2 der untere Teil der Wage, Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie χ*-χι der Fig. 1, 7, 8, 10, 11 bei geschlossenem Schieber, Fig. 4 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3 bei geschlossenem Schieber, wobei die offene Stellung desselben gestrichelt gezeichnet ist; Fig. 5 und 6 zeigen in Ansicht die Schaltvorrichtungen zur Regelung der Schließschieber für geschlossene bzw. Offenstellung; Fig. 7 und 8 sind ein Schnitt nach Linie χΊΊ der Fig. 5 und zeigen die Teile für die Bewegung der Schieber von der rechten und von der linken Seite; Fig. 9 ist ein Auslösemagnet, Fig. 10 die Gesamtansicht der Reguliervorrichtung an der Maschine, Fig. 11 ein Schnitt nach Linie x^-x11 der Fig. 6, Fig. 12 die elektrische Kontaktvorrichtung; Fig. 13 ist ein Schnitt nach Linie xls-x13 der Fig. 3 und 4 und zeigt die Zuführungsröhre; Fig. 14 zeigt die Einstellvorrichtung der Kontakte; Fig. 15 ist ein Schnitt nach der Linie x15-xls der Fig. 14
und i6; Fig. 16 ist eine Rückansicht des Schaltergehäuses nach Fig. 15 und Fig. 17 das Schaltungsschema.
An dem Gestell i, 1' ist eine Platte 2 (Fig. 10) gelagert, während auf einem Träger 1" der Wagebalken angeordnet ist. An der Seite des Trägers 1 ist eine offene Röhre 3 angeordnet, durch welche das Wiegegut hindurchgeführt'. wird. Diese Röhre besitzt Schlitze 4 und 5 (Fig. 7 und 8), die auf gegenüberliegenden Seiten und ungefähr auf gleicher Höhe angebracht sind. In dieser Röhre 3 ist noch eine sich verjüngende Röhre 6 gelagert, die etwas oberhalb des höheren Schlitzes 4 endigt.
An einer Schwingwelle 8 sitzt eine Klappe-7 (Fig. 3, 4, 7 und 8), die in dem Rohr 3 unterhalb der Platte 2 und unmittelbar unterhalb des Trichters 6 arbeitet, um letzteren teilweise zu schließen. In der Klappe 7 ist. eine QfE-nung 9 vorgesehen, so daß, wenn die Klappe geschlossen ist, noch ein kleiner Betrag des Wiegegutes durch die öffnung 9 hindurch in einen Behälter, beispielsweise in einen Sack a fallen kann, der durch einen an der Wägeplattform b angebrachten Sackhalter h getragen wird. Die Klappe 7 steht mittels einer Stange 10 mit einer selbsttätigen Schließvorrichtung 19 in Verbindung (Fig. 3).
Unterhalb der Öffnung 9 der Klappe 7 ist ein kleiner Schieber 12 angeordnet (Fig. 3, 4, 7, 8 und 13), der sich in entgegengesetzter Richtung zur Klappe 8 durch den Schlitz 5 in der Röhre 3 bewegt. Ist der Schieber 12. vorgeschoben, so' verschließt er die Öffnung 9 der Klappe 7, so daß kein Gut mehr in den Sack a einfallen kann. Der, Schieber 12 sitzt mittels eines Armes 11 an einer Schwingwelle 46. Der Arm 11 erstreckt sich über die Welle 46 hinaus, besitzt die Form, eines Drückers 13 (Fig. 3 und 4) und ist am Ende mit einer schrägen . Fläche 14 versehen. Gegen dieses Ende kann eine runde Fläche oder ein Bogen 15 an einem Hebel 16 wirken, der an einem Arme 7' der Klappe 7 befestigt ist. Der Bogen 15 kommt mit der schrägen Fläche 14 derart in Berührung, daß der Afm 13 in derselben Richtung wie . der Schieber 7 bewegt wird, wenn dieser sich öffnet, wobei dann der Schieber 12 in entgegengesetzter Richtung verschoben wird.
Auf diese Weise wird das Rohr 3 geöffnet. Dies geht aus Fig. 4 hervor, in welcher der Arm 16 in punktierten Linien in zwei Stellungen dargestellt ist, deren eine die Stellung zeigt, in welcher die Fläche 15 gerade die Fläche 14 berührt, während die andere Stellung die volle Berührung beider Flächen veranschaulicht. Die Fläche 15 ist rund ausgebildet, . während die Teile 13, 14 so hergestellt ,sind, daß der Türschließer 19 den Schieber 7 vollständig geschlossen hat, bevor die Fläche 15 an der Fläche 14 vorbeigegangen ist. Beim Öffnen des Schiebers 7 schwingt die Fläche 15 den Hebel 13 herum, bis der Schieber 12 vollständig geöffnet ist, wobei die Fläche 15 auf der Fläche 14 'weitergleitet,' nachdem der Schieber 12 durch einen Anschlag in seiner geöffneten Stellung festgehalten worden ist. Somit kann sich der Schieber 7 weiter öffnen, nachdem der Schieber 12 schon stillsteht.
Der Schieber 7 ist mit einem Handgriffe 18 versehen und durch die Stange 10 mit einem Arm 20 der Türschließvorrichtung verbunden, damit, wenn der offene Schieber losgelassen wird, er wieder langsam geschlossen und der Durchtritt-des Wiegegutes aus dem Trichter c durch die Röhre 3 unterbrochen wird. Auf diese Weise wird verhindert, daß irgendwelche plötzlichen Stöße auf den Wagebalken auftreten. -■-■ ■ ! ,.·,-■
Der- Wagebalken "21 ist mittels einer Stange 22 mit der Platte, b und den Mechanismen d in der gebräuchlichen Weise verbunden.
Auf der Welle 8 ist ein Arm 23 (Fig. 5 und 6) befestigt, ,der am Ende mit einem Anschlage 24 versehen ist. Dieser kommt mit einem Zahn 25 85 in Berührung, der an einer Schwingwelle 26 sitzt, die ihrerseits an der Platte 2 und einem Träger 27 befestigt ist. Der Anschlag 24 steht unter der Wirkung einer Feder 28, die von dem Arm 23 getragen wird und das Eingreifen des Anschlages 24 in den Zahn 25 verursacht. An der Schwingwelle= 8 ist ferner ein Arm 29 gelagert, der sich mit dem Arm 23 bewegt, wenn die Schieber 7, 12 geöffnet oder geschlossen werden. Der Schieber 7, der Arm 23 und der Arm 29 sind an der Schwingwelle 8 befestigt und stehen unter der Wirkung des Türschließers 19.
An der Schwingwelle 26 ist ein Arm 30 und ein Ansatz 31 (Fig. 5, 6, 8 und 9) befestigt. Letzterer greift in eine Nut 32 an der oberen Fläche einer Klinke 33 (Fig. 9) ein, die drehbar in einem Gestell 34 der Platte 2 gelagert und mit einem Anschlage 35 (Fig. 9) versehen ist, der gegen einen Anker 36 zu liegen kommt. Dieser ist in dem Gestell 34 an Zapfen 37 mittels eines Stiftes 38 gelagert. An letzterem ist eine Feder 56 befestigt, die den Anker gewöhnlich gegen einen Anschlag 39 drückt, in welcher Stellung er die Klinke 33 hochhält. Auf diese Weise wird der Ansatz 31 zurückgehalten,· der seinerseits die Welle 26 und ihren Zahn 25 an der Drehung verhindert, wodurch wieder der Ansatz 24 in seiner Stellung festgehalten wird. Dieser bewirkt, daß durch den Arm 23 und die Welle 8 der Schieber 7 offen gehalten. wird
. Der Anker 36 wird von einem: ,Elektromagneten 40 aus bewegt, der in einem elektrischen Stromkreise liegt (Fig. 17),'der offen ist, wenn
der Wagebalken aufl der Lastseite oben steht, j Dieser Magnet zieht, sobald er von Strom durchflossen wird, den Anker'36 an, wodurch dann die Klinke 33 losgelassen wird und niederfällt. Damit zugleich wird auch der Finger 31 von der Nut 32 freigegeben (Fig. 9).
Der Türschließer 19, der bestrebt ist, den Schieber 7 zu schließen und die Welle .8 zu drehen, wird hieran von dem Anschlag 2.4 so lange verhindert, als dieser von dem Zahn 25 festgehalten wird. Beim Loslassen der Klinke 33 und des Fingers 31 geben die Welle .26 und ihr Zahn 2.5 dem durch den Türschließer verursachten Druck des Anschlages. 24 nach, der aus dem Zahn 25 zurückgezogen wird, worauf sich die Welle 26 mit dem Arm 30.dreht, welcher in dem Wege des Armes 29 steht, der seinerseits gleichzeitig mit der Schwingwelle 8 in Bewegung kommt, wenn sich der Schieber 7 schließt. Darauf trifft der Arm 29 gegen das Ende des Armes 30 und schwingt denselben herum, so daß die Welle 26 gedreht und der Finger 31 (Fig. 5 und 9) rückwärts gegen die Wand g der Nut 32 der Klinke 33 gedrückt wird.
Letztere wird dabei angehoben und von neuem von dem Anker 36 erfaßt, der inzwischen durch Unterbrechen des Stromkreises beim Anfang der Schließbewegung des Schiebers 7 losgelassen ist.
Auf der Platte 2 ist eine Grundplatte 41 von isolierendem Material angeordnet, auf welcher Kontakte 42 und 43 liegen (Fig. 5 bis 8). Durch diese wird der Stromkreis durch den Elektromagneten 40 geschlossen. An der einen Seite des Kontaktes 42 ist ein Isolationsstück 44 befestigt, das eine Stromableitung durch den Schaltarm 45 verhindert, welcher an dem Hebel 23 befestigt ist und den Stromkreis über die Kontakte 42 und 43 schließt, wenn der Schieber 7 offen ist. Der Stromkreis ist also an dieser Stelle immer nur dann geschlossen, solange der Schieber offen oder im Begriff ist, sich zu schließen.
Der Elektromagnet 40 liegt in einem Stromkreise, der durch die Bewegungen des Wagebalkens 21 geschlossen und unterbrochen wird. Der Magnet wird indessen nur für eine ganz kleine Zeitdauer erregt, da die Bewegung des Ankers 36, die das Lösen des Schiebers 7 besorgt, zugleich die Bewegung des Schaltarmes 45 gestattet, worauf der Kontakt 42,43 geöffnet wird. Der Stromkreis durch den Elektromagneten 40 ist damit ebenfalls offen.
Die Schwingwelle 46, welche fest mit dem
■ 55 Schieber 12 verbunden ist und in dem Träger 47 der Platte 2 ruht (Fig. 4 und 11), steht unter der Wirkung der Feder 48, deren oberes Ende gegen einen Finger 49 anliegt, der an der Welle befestigt ist und in einen Schlitz 50 einer Klinke 51 (Fig. 6 und. n) eintritt, die an einem Träger 52 drehbar gelagert ist und einen nicht dargestellten Anschlag trägt, der dem Anschlag 35 der Klinke 33 entspricht und gegen den Anker 53 zu liegen kommt.
Die Fangvorrichtungen für die Schieber 7, 12 sind praktisch gleichmäßig gebaut und am besten in den Fig. 9 und 11 zu sehen. Gemäß Fig. 11 ist der untere Teil des Ankers 53 ausgespart. Durch diesen Ausschnitt geht ein Stift 54 hindurch,, der in Trägern 55 gelagert ist. Eine Feder 56, die um den Stift 54 herumgewickelt ist, hält gewöhnlich den Anker zurück von dem Elektromagneten 57, der in dieser Stellung gegen einen Anschlag.58 anliegt. Auf einer isolierten Grundplatte 59 sind Kontakte 60, 61 angeordnet (Fig. 12), von denen ersterer eine isolierende Platte 62 trägt, um eine Stromableitung durch den Arm 49 zu verhindern, wenn dieser die Platte 60 mit der Platte 61 in Verbindung bringt. .
Der Elektromagnet 57 und die Kontakte 60, 61 befinden sich in einem Stromkreise, der am Ende der Aufwärtsbewegung der Gegengewichtsseite des Wagebalkens geschlossen wird. Wenn der Elektromagnet 57 . erregt wird, so zieht er den Anker 53 an, wodurch die Klinke 51 ausgelöst wird und herabfällt, so daß der Finger 49 frei wird. Darauf wird der Schieber 12 unter der Wirkung der Feder 48 zu einer Zeit geschlossen, wenn das Wiegegut, welches noch im Fallen begriffen ist, zusammen mit dem, das sich schon auf der Schale befindet, gerade das gewünschte Gewicht besitzt.
Die Bewegung der beiden Schieber 7, 12 wird also selbsttätig durch Herstellung und 95' öffnen der Stromkreise durch die Bewegung des Wagebalkens erreicht, wenn die gewünschte Menge Wiegegut abgewogen ist.
An der Welle 46 ist ein Winkelhebel 63 (Fig. 6, 8 und 11) angeordnet, der an den Enden zwei Bolzen 64 trägt, die sich bis in den Bereich der Anker 53 und 36 erstrecken, um beide gleichzeitig zurückzuziehen, damit sich beide Schieber schließen können. Mit dem Lösearm 63 ist ein Faden 63' verbunden, der durch die Kappe / (Fig. 1) hindurchgeführt ist, welche die Mechanismen auf der Platte 2 überdeckt.
Die Batterie 64 ist bei 65 geerdet, d. h. an den Träger der Wage gelegt, beispielsweise an den Bolzen 65' (Fig. 3). An dem Rahmen 66 (Fig. 10, 14 bis 16) ist bei 69 ein Hebel 67 gelenkig gelagert, der sich bis unter den Wagebalken 21 nahe dessen Gelenk 68 erstreckt und niedergedrückt wird, wenn sich der Wagebalken durch das Gegengewicht K über das Gleichgewicht hinaus senkt.
Unter dem Hebel 67 ist eine Stange 70 angeordnet, welche den Hebel anhebt, wenn sich der Wagebalken hebt. Diese Stange wird niedergedrückt, wenn sich der Wagebalken über
die Gleichgewichtslage hinaus senkt. Die Stange ist bei m und η an zwei Hebeln 71, 72 gelagert, die ihrerseits bei 0 und φ gelenkig an dem Rahmen 66 vermittels einer Stange 86 befestigt sind, die von einer Schraube 87 gehalten wird.
An dem Hebel 71 ist ein Kontaktstück 73 angeordnet, das eine Verbindung mit dem Träger 1", 2 und ι durch den Rahmen 66 herstellt.
Ein Kontaktstück 74 steht mit einem Leiter q in Verbindung, der zu dem Kontakt 61 des Stromkreises durch den Elektromagneten 57 führt. Ein anderes Kontaktstück 75, das die Gestalt eines bei 76 am Gestell gelagerten Hebels besitzt, kommt mit einem Kontaktstück 77 in Berührung, das mit einem Leiter r in Verbindung steht. Diese Leitung r führt zu dem Kontaktstück 42, das in dem Stromkreise durch den Magneten 40 liegt.
An dem Kontaktstück 75 ist eine Feder 78 befestigt, welche mittels einer Einstellvorrichtung 79 mit dem Rahmen 66 verbunden ist und gewöhnlich den Kontakt zwischen den Kontaktstücken 75 und 77 schließt. An dem Rahmen 66 ist mittels eines Hebels 81 eine Feder 80 befestigt. Der Hebel 81 wird durch Reibung an dem Rahmen gehalten und endigt in einen Zeiger 81', welcher über einer Skala 82 außerhalb des Gehäuses spielt, und von welchem aus die Spannung der Feder eingestellt werden kann, indem er über die Gradeinteilung bewegt wird. Die Feder 80 ist mit einem der Hebel 72 verbunden und hält gewöhnlich die Stange 70 angehoben, damit der Hebel 67 hochgehoben wird, wodurch das Kontaktstück 73 mit dem Kontaktstück 74 in Berührung gelangt, wenn der Wagebalken durch das Gewicht auf der Wageschale außer Gleichgewicht kommt.
Der Hebel 67 drückt die Stange 70 gegen den Druck der Feder 80 nieder, wenn der Wagebalken 21 von dem Gegengewicht niedergehalten wird. Das untere Ende der Stange 70 erstreckt sich in den Weg des Hebels 75 und drückt diesen nieder, wodurch die Berührung bei 77 unterbrochen wird, sofern der Hebel 67 vollständig von dem Wagebalken nach unten gepreßt wird.
Das Kontaktstück 75 wird durch die Feder 78 nach oben gedrückt und wird nur ein kurzes Stück von der Stange 70 beim Schluß der Abwärtsbewegung des Wagebalkens niedergedrückt. Infolgedessen findet die Berührung der Kontakte 75, 77 gleich nach dem Beginn der Aufwärtsbewegung des Wagebalkens statt, wobei der Stromkreis von der Batterie 64 durch das Gestell 1, 2, 1" und Leiter r zu dem Kontakt 42 geschlossen wird, der, wie schon ausgeführt, immer in Berührung mit dem Kontakt 43 ist, wenn der Schieber 7 vollständig offen steht, indessen außer Berührung mit dem Kontakt 43 springt, sobald der Arm 45 von der Isolierplatte 44 durch die Schließbewegung des Schiebers 7 zurückgezogen ist. Wenn' der Schieber 7 offen ist und der Wagebalken 21 auf der Gegengewichtsseite weit genug nach oben geschwungen ist, um die Bewegung der Kontakte 75,77 zu verursachen, dann wird der Stromkreis r, r', 65 und i, 2, 1" geschlossen und der Magnet 40 erregt, wodurch der Anker 36 von der Klinke 33 abgezogen wird, so daß sich der Schieber 7 schließen kann.
Wie schon ausgeführt, erfolgt der Schluß des Schiebers 7 langsam. Ist der Schieber geschlossen, so wird noch eine begrenzte Menge Wiegegut durch die Öffnung 9 hindurchfallen, bis die fortgesetzte Aufwärtsbewegung der Gegengewichtsseite des Wagebalkens 21 dem Hebel 67 genügend nach oben zu gehen gestattet, daß die Feder 80 den Kontakt 74 schließen kann. Dadurch wird der Stromkreis von der Batterie 64 durch 65, 1, 66, q zu dem Kontakt 61 vollendet, der, wenn der Schieber 12 offen ist, in Berührung mit dem Kontakt 61 steht, so daß der Stromkreis durch den Elektromagneten 57 geschlossen werden kann, der dadurch erregt wird und seinen Anker 53 anzieht. Hierdurch wird die Klinke 50 und der Finger 49 des Schiebers 12 ausgelöst, der nun unter der Wirkung der Feder 48 zugeschoben wird und das fallende Material abschneidet.
Wenn die Materialmenge auf der Schale mehr Gewicht besitzt als gewünscht, so muß die Spannung der Feder 80 vermehrt werden. Dies geschieht dadurch, daß der Zeiger 81' über der Skala 82 nach rechts bewegt wird. Durch die Vermehrung der Spannkraft der Feder 81 wird ein vermehrter Aufwärtsdruck auf den Wagebalken 21 ausgeübt, der dadurch schneller nach oben steigt, nachdem er angefangen hat, unter der Wirkung der Federn 78 und 80 und der Belastung auf der Schale sich anzuheben.
Es ist erklärlich, daß, wenn leicht bewegliches Material von großem spezifischen Gewicht abgewogen werden soll, der Schieber 7 schon eher anfangen muß, sich zu schließen, als in dem Falle, wenn weniger leicht bewegliches Material von geringerer spezifischer Schwere abgewogen wird. Die Einstellung für die Bewegung des Schiebers 7 wird durch die Veränderung der Spannung der Feder 78 hervorgerufen. Dies geschieht durch Drehen der Mutter 79. Die Feder 78 wird beträchtlich stark gemacht.
Die Feder 80 ist schwächer als die Feder 78, so daß die von ihr auf den Wagebalken ausgeübte. Kraft beim Anheben desselben, um
das Lösen des Schiebers 12 zu beschleunigen, bis ins genaueste einstellbar ist, damit man auf diese Weise die genaue Periode einregulieren kann, bei welcher der Schieber 12 losgelassen wird, nachdem der Wagebalken angefangen hat, in die Höhe zu gehen.
Der Türschließer 19 ist mit den gebräuchlichen Mitteln versehen, um seine Wirkung beliebig ändern zu können. Diese Mittel sind beispielsweise bei 88 dargestellt.
Durch Einstellung der Spannung der Federn 78 und 80 und der Kraft des Türschließers 19 wird mithin eine genaue Einstellung der selbsttätigen Wage erlangt.
Die Arbeitsweise der Wage ist kurz folgende:
Das Wiegegut wird durch den Trichter 0
und die Röhre 3 in den Sack eingeschüttet, wobei die beiden Schieber 7,12 offen sind.
Wenn die erforderliche Menge des Gutes fast eingeschüttet ist und der Wagebalken auf der Gegengewichtsseite hochzusteigen beginnt, steigt auch der Kontaktstift 70 empor, worauf der Kontakt 77 und damit auch der Stromkreis durch den Auslösemagneten 40 geschlossen wird. Hierdurch wird die Welle 8, welche mit dem Hauptschieber 7 in Verbindung steht, ausgelöst, so daß der Schieber unter Einwirkung des einstellbaren Türschließers 19 langsam vorgeschoben wird. Auf der Welle 8 sitzt auch .der Schaltarm 45, der bei seiner Drehung die Verbindung zwischen den Kontakten 42 und 43 öffnet und damit den Stromkreis wieder unterbricht, und ferner ein Arm 29, der die Auslösevorrichtung 31, 33 wieder einstellt. Während dieser Zeit ist das Wiegegut also . nur noch in einem geringeren Strom zugeflossen, so daß der Wagebalken sich langsam hebt und schließlich bei Erreichung der Gleichgewichtsstellung, wenn also die bestimmte Menge des Gutes sich in dem Sack befindet, den Bolzen 70 so weit emporsteigen läßt, daß nunmehr der Kontakt 74 sich schließt und den Elektromagneten 57 einschaltet, der seinerseits die Sperrung der Welle 46 auslöst, so daß diese unter dem Einfluß der Feder 48 den Hilfsschieber 12 schnell vorwärts bewegt und die Zufuhr plötzlich abschneidet. Auch diese Welle trägt einen Arm 49 für die Wiederunterbrechung der Kontakte 60 und 61 sowie einen zweiteiligen Hebel 63, um von Hand aus mit dessen beiden hinter die Anker der Auslösemagnete greifenden Enden die Schieber 7, 12 auch von Hand auslösen zu können. Der Sack mit der abgemessenen Menge des Gutes wird nunmehr entfernt, ein neuer dafür angebracht und der Hauptschieber 7 von Hand geöffnet, wodurch auch der Nebenschieber 12 seine Öffnungsstellung wieder einnimmt.
Das aus den obigen Ausführungen und aus der Fig. 17 sich ergebende Schaltungsschema weist eine einseitig geerdete Batterie 64 auf, an deren anderen Pol die beiden Auslösemagnete 40 und 57 mit ihren Kontakten 42, 43 bzw. 60, 61 parallel angeschlossen sind. Dadurch, daß die Kontakte 77 und 74 nacheinander mit Hilfe des Bolzens 70 geerdet werden können, wird der Stromkreis für die beiden Magnete 40, 57 nacheinander geschlossen und so die Auslösung der beiden Schieber 7, 12 bewerkstelligt. .

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätige Wage mit zwei in entgegengesetzten Richtungen sich bewegenden Verschlußschiebern für den Fülltrichter, von denen der eine Schieber eine durch den anderen verschließbare Öffnung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß bei leerer oder wenig belasteter Schale vom Wagebalken (21) ein unter doppeltem, einstellbarem Federdruck (78,80) stehender, auf zwei Kontakt vorrichtungen (77, 75 und 74,71) wirkender Bolzen (70) niedergedrückt wird und so zwei durch diese Kontakte und zwei Auslösemagnete (40, 57) verlaufende Stromkreise offen hält, bis durch das allmähliche Emporsteigen des Wagebalkens in die Gleichgewichtslage zuerst die eine Kontaktvorrichtung (yy, 75) und dann die andere (74, 71) geschlossen wird und dadurch nach Auslösung der Schiebersperrungen (31, 33 und 49, 51) durch die Magnete (40,57) die beiden Schieber (7, 12) nacheinander geschlossen werden.
2. Selbsttätige Wage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bolzen (70) beeinflussenden Federn (78,80) durch Schrauben oder Hebel eingestellt werden können, die zwecks genauer Regelung auf Skalen zur Angabe der Einflußgeschwindigkeit oder des spezifischen Gewichts des Wiegegutes spielen.
3. Selbsttätige Wage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Hauptschieber (7) verbundene Welle (8), die durch den Auslösemagneten (40) und die Sperrvorrichtung (31, 33) gegen Drehung gesichert ist, einen Schaltarm (45) für die Kontakte (42, 43) des Magneten (40), einen Arm (29) zur Wiedereinstellung der Sperrvorrichtung (31,33) und einen Arm (16) zur Öffnung des Nebenschiebers (12) trägt, so daß nach Erregung des Elektromagneten (40) der Stromkreis desselben wieder selbsttätig unterbrochen und die Sperrvorrichtung (31, 33) wieder eingestellt wird und ferner der Nebenschieber (12) gleichzeitig mit dem Hauptschieber (7) geöffnet werden kann.
4· Selbsttätige Wage nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Nebenschieber (12) verbundene Welle (46), die durch den Auslösemagneten (57) und die Sperrvorrichtung (49, 51) gegen Drehung gesichert ist und einen Schaltarm (49) für die Kontakte (60, 61) des Magneten (57) trägt, einen zweiteiligen, hinter die Anker (36, 53) der beiden Auslösemagnete (40, 57) greifenden Arm (63) aufweist, durch den die Magnetanker zwecks Schließens beider Schieber (7, 12) von Hand ausgelöst werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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