[go: up one dir, main page]

DE1057115B - Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden

Info

Publication number
DE1057115B
DE1057115B DEF23557A DEF0023557A DE1057115B DE 1057115 B DE1057115 B DE 1057115B DE F23557 A DEF23557 A DE F23557A DE F0023557 A DEF0023557 A DE F0023557A DE 1057115 B DE1057115 B DE 1057115B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
formula
radicals
aryl
haloacetal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23557A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Klaus Weissermel
Dr Michael Lederer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF23557A priority Critical patent/DE1057115B/de
Priority to DEF24280A priority patent/DE1063167B/de
Publication of DE1057115B publication Critical patent/DE1057115B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C407/00Preparation of peroxy compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESRE
DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß man Peroxyacetale erhält, wenn man Hydroperoxyde an Vinyläther in Gegenwart von Schwefelsäure als Katalysator anlagert.
Es wurde nun gefunden, daß man eine neue Gruppe halogenhaltiger Peroxydacetale der allgemeinen Formel
H Y
,OR,
0OR3
erhalten kann, wenn man Vinyläther der allgemeinen Formel
H Y
Rj — C = C —
mit Hydroperoxyden der allgemeinen Formel
R3OOH
in Gegenwart von Hypohalogeniten der allgemeinen Formel
R4OX
umsetzt.
In diesen allgemeinen Formeln bedeuten R1 und R2 gleiche oder verschiedene geradkettige oder verzweigte, gegebenenfalls ungesättigte Alkyl-, halogen- und bzw. oder acrylsubstituierte Alkyl-, Aryl- und sauerstoffheterocyclische Reste. R1 kann auch Wasserstoff sein.
Dabei sollen unter Alkylresten auch cycloaliphatische und kondensiert cycloaliphatische Reste und unter substituierten Alkylresten auch solche, die Halogen oder aromatische Reste tragen, verstanden werden.
Als Beispiele seien für Alkylreste dre Reste Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Isopropyl, Isobutyl, 2-Äthyltexyl, Cyclohexyl, Methylcyclohexyl und der Irtdanrest, für substituierte Alkylreste die Reste /3-Chloräthyl, Phenylethyl, Phenylisopropyl, Diphenylmethyl, für Arylreste die Reste Phenyl und Naphthyl und für Heterocyclen die Reste Tetrahydrofurfuryl und Tetrahydropyranyl genannt.
Der Rest R3 bedeutet einen Alkylrest, acryl-, halogen- und bzw. oder alkoxy- und bzw. oder Verfahren zur Herstellung
von ce-Halogenacetalperoxyden
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Klaus Weißermel und Dr. Michael Lederer,
Frankfurt/M.-Unterliederbadi,
sind als Erfinder genannt worden
cycloalkylsubstituierten Alkylrest oder einen sauers5 stoffheterocyclischen Rest.
Als Beispiele seien folgend« Hydroperoxyde genannt: tertiär-Butylhydroperoxyd, tertiär-Amylhydroperoxyd, Indanhydroperoxyd, Cumolhydroperoxyd, T«trahydroniaphthalinhydroperoxyd, p-Menthamhydroperoxyd, Tetrahydrofuranhydroperoxyd.
Weiterhin bedeutet Y Wasserstoff oder gesättigte aliphatische Reste, wie Methyl-, Äthyl-, Propylreste.
Ferner bedeuten in der Formel
R4OX
X Chlor oder Brom und R4 geradkettige verzweigte Alkylreste oder alkylsubstituierte Cycloalkylreste, vorzugsweise solche Reste, bei denen die Hypohalogenitgruppe an ein tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist.
Als Hypohalogenite seien z. B. tertiär-Butylhypochlorit und tertiär-Amylhypochlorit angeführt.
Die Umsetzung von Vinyläthern mit organischem Hydroperoxyd und organischen Hypohalogeniten zu a-Halogenacetalperoxyden verläuft nach folgender Gleichung:
H Y
I 1
R1-C = C-OR2 + R3OOH + R4-OX H Y
I 1 /OR»
R1-C-C^ + R4OH
0OR,
Dabei ist es zweckmäßig, den Vinyläther in geringem Überschuß und das Hydroperoxyd und das Hypohalogenit in äquimolekularen Mengen einzusetzen. Auch die Anwendung einer geringen Menge eines
909 510/490
1<O57
säurebindenden Mittels, wie Natriumbicarbonat, hat einen günstigen Einfluß auf den Verlauf der Reaktion. Man kann in Abwesenheit von Lösungsmitteln bei Temperaturen von —60 bis +70° C arbeiten. Wendet man tiefere Temperaturen als —60° C an, so verläuft die Reaktion im allgemeinen zu Langsam. Will man bei Temperaturen oberhalb 70° C arbeiten, so ist die Reaktion auf sehr beständige Reaktionsteilnehmer eingeschränkt. Man kann auch inerte Verdünnungsmittel, die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind, wie Kohlenwasserstoffe und Äther, z. B. Pentan, Cyclohexan, Diäthyläther, Dioxan, bei der Reaktion anwenden, wodurch auch die Abführung der Reaktionswärme erleichtert wird. Zweckmäßig gibt man das Hypohalogenit unter Rühren und Feuchtigkeitsaus-Schluß langsam in das Gemisch der Reaktionsteilnehmer Vinyläther und Hydroperoxyd, das noch Natriumbicarbonat und gegebenenfalls ein Verdünnungsmittel enthält. Nach der meistens sehr rasch verlaufenden Umsetzung wird die Aufarbeitung und Abtrennung der Reaktionsprodukte nach den üblichen organischpräparativen Methoden vorgenommen, z. B. durch Destillation bzw. Extraktion und anschließende Fraktionierung.
Man erhält nach diesem Einstufenverfahren neue Peroxydverbindungen, die sich als Polymerisationsund Härtungskatalysatoren, z. B. für Vinylverbindungen ύη3 ungesättigte Polyesterharze sehr gut eignen.
Beispiel 1
In einem mit Rückflußkühler, Rührwerk und Tropftrichter versehenen Reaktionsgefäß werden unter Feuchtigkeitsausschluß 72 g Vinyläthyläther mit 50 ecm absolutem Diäthyläther und 5 g Natriumbicarbonat vermischt und auf —10° C gekühlt. Man fügt 60 g tertiär-Butylhydroperoxyd, gelöst in 50 ecm absolutem Diäthyläther, hinzu und tropft dann bei —20 bis —25° C unter Rühren 73 g tertiär-Butylhypochlorit zu. Nach kurzer Zeit ist die Reaktion beendet. Man setzt noch 100 ecm Äther zu, wäscht mit wäßriger Sodalösung und Wasser und trocknet den Ätherauszug über Natriumsulfat.
Man destilliert das Reaktionsprodukt im Vakuum und erhält 80 g Chloracetaldehydacetalperoxyd der Formel
OC2H5
Cl-CH2-CH
O —O-C(CH3)3
vom Siedepunkt Kp.45 = 51°C und dem Brechungsindex ng = 1,4225.
Beispiel 2
In der gleichen Vorrichtung wie im Beispiel 1 werden 100 g Vinylisobutyläther mit 50 ecm absolutem Diäthyläther und 5 g Natriumbicarbonat vermischt, bei —10° C mit 60 g tertiär-Butylhydroperoxyd, gelöst in 50 ecm absolutem Diäthyläther, versetzt und bei —20 bis —25° C mit 73 g tertiär-Butylhypochlorit umgesetzt.
Man verdünnt mit 100 ecm Diäthyläther, wäscht die Lösung mit Sodalösurtg und Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und destilliert sie im Vakuum.
Man erhält 91 g Chloracetaldehyd-isobutylacetaltertiär-butylperoxyd der Formel
H
Cl — CH2 — C — O — O — C(CH3)3
O · C4H9
vom Siedepunkt Kp.001 = 31 bis 33° C und dem Brechungsindex wf? = 1,4240.
Beispiel 3
Zu dem Gemisch aus 85 g Dihydropyran, 50 ecm absolutem Diäthyläther und 5 g NaHCO3 werden bei —10° C 60 g tertiär-Butylhydroperoxyd, gelöst in 50 ecm absolutem Äther, hinzugefügt. Dann setzt man, wie in den Beispielen 1 und 2, bei —27 bis — 34 C 66 g tertiär-Butylhypochlorit zu. Die ätherische Lösung wird mit Sodalösung und Wasser gewaschen und über Kaliumcarbonat getrocknet.
Man destilliert die Lösung im Vakuum und erhält 45,8 g des Chloracetalperoxydes der Formel
H2
H2C'
H2C,
Cl
O-O-C(CH3)8
vom Siedepunkt Kp.OiO1 = 48 bis 49° C und dem Brechungsindex nf = 1,4585.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von a-Halogenacetalperoxyden der allgemeinen Formel
    H Y
    0OR3
    in welcher R1 und R2 gleiche oder verschiedene Alkyl-, halogen- und bzw. oder arylsubstituierte Alkyl-, Aryl- oder sauerstoffheterocyclische Reste,
    Wasserstoff, R3 Alkyl-, aryl-, halogen-
    R1 ferner 3
    und bzw. oder alkoxy- und bzw. oder cycloaliphatischsubstituiertes Alkyl oder sauerstoffheterocyclische Reste, Y Wasserstoff oder ein cyclischer Alkylrest, X Chlor oder Brom darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man Vinyläther der Formel
    H Y
    R1-C = C-OR2
    mit organischen Hydroperoxyden der Formel
    R3-OOH
    und mit organischen Hypohalogeniten der Formel R4OX,
    in welcher R4 einen Alkyl- oder alkylsubstituierten Cycloalkylrest darstellt, gegebenenfalls in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, und in nicht wäßriger Lösung umsetzt.
    © 909 510/490 5.59
DEF23557A 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden Pending DE1057115B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23557A DE1057115B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden
DEF24280A DE1063167B (de) 1957-07-23 1957-10-30 Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalhydroperoxyden und Bis-(alpha-halogel)-peroxyden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF23557A DE1057115B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1057115B true DE1057115B (de) 1959-05-14

Family

ID=7090889

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF23557A Pending DE1057115B (de) 1957-07-23 1957-07-23 Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1057115B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1057115B (de) Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalperoxyden
DE962073C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Epoxycyclooktan
DE1079635B (de) Verfahren zur Herstellung halogenhaltiger organischer Peroxyde
DE1063167B (de) Verfahren zur Herstellung von alpha-Halogenacetalhydroperoxyden und Bis-(alpha-halogel)-peroxyden
DE1046054B (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Peroxyden
EP0011208A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Phenoxy-benzaldehyden
DE964595C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten 3,4-Epoxycyclohexancarbonsaeure-3,4&#39;-epoxycyclohexylmethylestern
EP0000535A1 (de) Verfahren zur Herstellung von halogensubstituierten Vinyl-Oxiranen
DE1081893B (de) Verfahren zur Herstellung organischer Peroxyde
EP0000534A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Vinyloxiranen
DE1543353C3 (de)
DE935433C (de) Verfahren zur Herstellung von Glycidestern von Sulfonsaeuren
DE1259891B (de) Verfahren zur Herstellung beta-halogensubstituierter organischer Hydroperoxide
DE1078127B (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxyden
DE895452C (de) Verfahren zur Herstellung von Mono-vinyl-und Di-vinyl-acetalen
DE622357C (de) Verfahren zur Darstellung von tertiaeren Nitrilen
DE1081898B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-(2-Propyl-4, 5-methylendioxy-phenyl)-aethyl-acetalen
DE1065401B (de) Verfahren zur Herstellung von Monooxytriäthern
DE831992C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Bisformalen
DE959458C (de) Verfahren zur Herstellung von Allophanaten von ª‡-AEthinylcarbinolen
DE859157C (de) Verfahren zur Herstellung organischer Isocyanate
DE1263779B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 3-Dioxolan-5-onen
DE1150069B (de) Verfahren zur Herstellung eines ungesaettigten 0, 0-Dialkyl-thiono-thiol-phosphorsaeureesters
DE1238454B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonylverbindungen
DE1146883B (de) Verfahren zur Herstellung von Dithiophosphinsaeureestern