DE1046020B - Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandioldicarbamat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandioldicarbamatInfo
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- DE1046020B DE1046020B DEC14226A DEC0014226A DE1046020B DE 1046020 B DE1046020 B DE 1046020B DE C14226 A DEC14226 A DE C14226A DE C0014226 A DEC0014226 A DE C0014226A DE 1046020 B DE1046020 B DE 1046020B
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C271/00—Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
- C07C271/06—Esters of carbamic acids
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Verbindung, die Antikonvulsionsaktivität
von ungewöhnlich hoher Intensität besitzt, und zwar handelt es sich um das 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandioldicarbamat.
Diese Verbindung ist ein weißer kristalliner fester Stoff, der in den meisten organischen Lösungsmitteln
löslich ist, jedoch nur in schwachem Maße in Wasser lösbar ist. Er bildet beständige Lösungen in
Wasser und organischen Lösungsmitteln. Beim Erhitzen oder Kochen mit Säure oder Alkali hydrolysiert diese
Verbindung unter Bildung von 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiol, Ammoniak und Kohlensäure.
Die neue Verbindung wird hergestellt, indem man 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiol mit Phosgen unter Bildung
des entsprechenden Dichlorkarbonatderivates umsetzt. Hierbei ist der Zusatz säurebindender Mittel, wie
Natriumhydroxyd, Antipyrin oder Dialkylanilin, vorteilhaft. Das Dichlorkarbonatderivat wird dann durch Einwirkung
von wasserfreiem oder wäßrigem Ammoniak in das Dicarbamat übergeführt.
Das zur Herstellung der neuen Verbindung verwendete 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiol kann in bekannter
Weise, z. B. durch Reduktion des entsprechenden disubstituierten Malonsäureesters oder durch die Kondensation
von Formaldehyd und Hydratropinaldehyd, hergestellt werden.
a) Herstellung des 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiols:
53,6 g Hydratropinaldehyd und 87 g 37%iger Formaldehydlösung werden in 150 cm3 Alkohol gelöst. Diese
Lösung wird während eines Zeitraumes von 20 Minuten einer Lösung von 30 g Kaliumhydroxyd in 150 cm3
Alkohol zugesetzt. Das anfallende Gemisch wird 2 Stunden am Rückfluß erhitzt und der Alkohol durch Destillation
entfernt. Der Rückstand wird mit Äther extrahiert und das Rohprodukt durch Entfernung des Lösungsmittels
erhalten. Das Produkt wird aus Benzol und Petroläther umkristallisiert. Man erhält 45 g 2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandiol
mit einem Schmelzpunkt von 81 bis 82° C.
b) In einen 500-cm3-Kolben mit 150 cm3 trockenem,
auf —10° C gekühltem Toluol werden 33 g Phosgen (0,3 Mol + 10%) gebracht. Hierzu werden 25,2 g 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiol,
gelöst in 100 cm3 Toluol, mit 31 g (0,3 Mol) Ν,Ν-Dimethylanilin gegeben. Die
Innentemperatur wird auf ·—5 bis + 50C gehalten; der
Zusatz erfordert etwa 20 Minuten. Das kalte Reaktionsgemisch wird mit 5%iger Chlorwasserstoffsäure gewaschen.
Die Toluolschicht wird über Na2SO4 getrocknet
und mit Ammoniakgas gesättigt, wobei die Temperatur ansteigt. Das Gemisch wird am Rückfluß erhitzt und
filtriert. Das feste Produkt, 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandioldicarbamat, wird aus einer 1:1-Benzol-Petrol-Ätherlösung
umkristallisiert, F. = 110 bis 111,5° C.
Verfahren zur Herstellung von
2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandiol-
dicarbamat
Anmelder:
Carter Products, Inc., New York,
N. Y. (V. St. A.)
N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. H.-H. Willrath, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hildastr. 32
Wiesbaden, Hildastr. 32
ng Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Januar 1956
Frank Milan Berger, Princeton, N. J.,
und Bernard John Ludwig, North Brunswick,
und Bernard John Ludwig, North Brunswick,
N. J. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Die erfindungsgemäß hergestellte Verbindung wurde nach der von J. E. P. Toman, E. A. Swinyard und
L.S. Goodman in »J.NeurophysioL·., 9, S. 231 (1946),
beschriebenen Methode an männlichen weißen Mäusen vom CF-I-Stamm auf ihre Fähigkeit zur Verhinderung
des Auftretens von Elektroschockanfällen geprüft. Ein Strom von 50 mAmp. (das Vierfache der konvulsivischen
Schwellendosis) wurde jeweils 0,2 Sekunden durch Hautelektroden aufgebracht. Die Substanz gemäß der Erfindung
wurde als Suspension in einer 10°/0igen Lösung von Akaziengummi verabreicht; zum Vergleich wurde das
bekannte 2-Äthyl-2-phenyl-l,3-propandioldicarbamat herangezogen, das in gleicher Weise verabreicht wurde.
Gruppen von je 10 Mäusen wurden mit Dosen behandelt, die in geometrischer Progression um einen Faktor von
ungefähr 1,5 anstiegen, und die Elektroschockbehandlungen wurden 30,90,150,210 und 270 Minuten nach Verabreichung
der beiden Substanzen angewendet. Als Konvulsion wurde die tonische Streckmuskelanspannphase
angesehen, wie sie von Tom an und Mitarbeitern beschrieben ist.
Die Ergebnisse wurden graphisch ausgewertet (L. C. Millerund M. L. Tainter, Proc. Soc. Exper.Biol.
und Med. 57, S. 261 [1944]) und als die Dosis (ED50) ausgedrückt,
die 50°/0 der Tiere gegen die tonische Streckmuskelphase
von Elektroschockkonvulsion schützte.
Der auf diese Weise ermittelte Wert von ED50 für
2- Methyl-2 -phenyl-1,3 -propandioldicarbamat beträgt
809 698/528
102 Jr 6,0, während der EDB0-Wert für das bekannte
2-Äthyl-2-phenyl-l,3-propandioldicarbamat 360 ± 32 beträgt. Demgemäß ist festzustellen, daß die Verbindung
nach der vorliegenden Erfindung wirksamer ist als die bekannte, da von ersterer eine viel geringere Menge erforderlich
ist, um dasselbe Ergebnis zu erzielen.
Die Verbindung besitzt aber nicht nur eine ausgezeichnete Antilconvulsionsalctivität, sondern auch eine muskellockernde
Wirkung.
Sie ist in erster Linie für orale Verwendung bestimmt und wird zu geeigneten Pillen, Tabletten oder Kapseln in
bekannter Weise geformt. Sie kann aber auch in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. einem Gemisch aus
Wasser und Polyäthylenglykol, gelöst und die Lösung für Injektionszwecke oder als Klistier verwendet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandioldicarbamat,
dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Methyl-2-phenyl-l,3-propandiol mit Phosgen unter Bildung des entsprechenden Dichlorcarbonats
umsetzt und dieses durch Einwirkung von wasserfreiem oder wäßrigem Ammoniak in das Dicarbamat
überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Verfahrensstufe ein säurebindendes
Mittel zugesetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Journ. amer. ehem. Soc, 1951, S. 5779.
Journ. amer. ehem. Soc, 1951, S. 5779.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1046020XA | 1956-01-13 | 1956-01-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1046020B true DE1046020B (de) | 1958-12-11 |
Family
ID=22301341
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC14226A Pending DE1046020B (de) | 1956-01-13 | 1957-01-11 | Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-2-phenyl-1,3-propandioldicarbamat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1046020B (de) |
-
1957
- 1957-01-11 DE DEC14226A patent/DE1046020B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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