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DE1042568B - Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polycarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polycarbonsaeuren

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Publication number
DE1042568B
DE1042568B DEH29814A DEH0029814A DE1042568B DE 1042568 B DE1042568 B DE 1042568B DE H29814 A DEH29814 A DE H29814A DE H0029814 A DEH0029814 A DE H0029814A DE 1042568 B DE1042568 B DE 1042568B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
acid
aromatic
reaction
carbon dioxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH29814A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Stein
Dr Hartwig Schuett
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH29814A priority Critical patent/DE1042568B/de
Publication of DE1042568B publication Critical patent/DE1042568B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/78Carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
    • C07D213/79Acids; Esters
    • C07D213/803Processes of preparation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/416Henkel reaction and related reactions, i.e. rearrangement of carboxylate salt groups linked to six-membered aromatic rings, in the absence or in the presence of CO or CO2, (e.g. preparation of terepholates from benzoates); no additional classification for the subsequent hydrolysis of the salt groups has to be given

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polycarbonsäuren Wie bereits vorgeschlagen, lassen sich die Alkalisalze von aromatischen oder heterocyclisch-aromatischen Monocarbonsäuren durch Erhitzen auf erhöhte Temperaturen in Salze aromatischer Di- oder Polycarbonsäuren umwandeln, welche anschließend in bekannter Weise in die freien Säuren bzw. deren Derivate übergeführt werden können. Bei diesem Verfahren werden verbesserte Ergebnisse erzielt, wenn man, vorzugsweise in Anwesenheit säurebindender Mittel, bei einem Kohlendioxyddruck über 400 at arbeitet.
  • Auf Grund der nach dieser letzteren Ausführungsform erhaltenen Ausbeuten an Di- und Polycarbonsäuren, z. B. an Terephthalsäure, ist anzunehmen, daß hierbei neue Carboxylgruppen gebildet werden. Daneben kann auch eine Wanderung der vorhandenen Carboxylgruppen stattfinden, so daß z. B. die aus heterocyclischaromatischen Monocarbonsäuren erhaltenen Reaktionsprodukte in ihrer Struktur nicht immer den Ausgangsstoffen entsprechen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der thermisehen Umwandlung der Salze von aromatischen Monocarbonsäuren in Salze von Di- und Polycarbonsäuren auch bei einem Druck von weniger als 400 at sehr gute Ausbeuten erhält, wenn man das Erhitzen in Gegenwart von Alkalisalzen der Oxalsäure sowie vorteilhaft in Anwesenheit von Kohlendioxyd oder eines inerten Gases, ferner vorteilhaft unter Zusatz katalytisch wirksamer Metalle oder Metallverbindungen durchführt.
  • Als Ausgangsstoffe für das erfindungsgemäße Verfahren dienen Salze von aromatischen Monocarbonsäuren wie Benzoesäure, a- und ß-Naphthoesäure oder Diphenylmonocarbonsäuren. Auch Monocarbonsäuren, bei welchen die Carboxylgruppen sich an einem anderen aromatischen Ringsystem, z. B. Anthracen, Diphenylbenzol, Diphenylmethan oder Benzophenon, befinden, sind als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren geeignet.
  • Weiterhin kommen als Ausgangsstoffe Salze heterocyclisch-aromatischer Monocarbonsäuren, die sich z B. vom Pyridin, Chinolin, Isochinolin, a-Pyran, Furan, Thiophen, Thiazol, Indol, Benztriazol oder Benzimidazol ableiten, in Frage.
  • Bei allen diesen Carbonsäuren kann der aromatische Ring bzw. der heterocyclisch-aromatische Ring neben der Carboxylgruppe auch noch andere Substituenten tragen, z. B. Halogenatome oder Alkylreste, soweit nicht hierdurch eine Zersetzung des Moleküls bereits unterhalb der Reaktionstemperatur eintritt.
  • Die genannten Carbonsäuren werden für das erfindungsgemäße Verfahren in Form ihrer Salze eingesetzt. Zweckmäßig werden hierbei die Alkalisalze, vorzugsweise die Kalium-, ferner auch die Natriumsalze verwendet. Die Rubidium- und Cäsiumsalze, die an sich auch geeignet sind, kommen aus wirtschaftlichen Erwägungen im allgemeinen nicht in Betracht.
  • Das Verfahren läßt sich auch mit Salzen anderer Metalle, z. B. mit den Erdalkalisalzen der genannten Carbonsäuren, durchführen. Oft ist es vorteilhaft, Gemische von Salzen zweier verschiedener Metalle zu verwenden, z. B. Gemische der Natrium- und Kaliumsalze, da hierdurch in vielen Fällen die mechanischen Eigenschaften der Reaktionsgemische verbessert werden. Die Reaktion wird durch das zur Salzbildung dienende Metall beeinflußt. So erhält man beispielsweise aus einem Gemisch von Kaliumbenzoat und Kalinmoxalat Terephthalsäure mit guter Ausbeute und praktisch ohne Bildung von Nebenprodukten. Dagegen entsteht überraschenderweise aus einem Gemisch von Natriumbenzoat und Natriumoxalat o-Phthalsäure als Hauptprodukt, daneben Trimesinsäure und Isophthalsäure.
  • An Stelle der Salze können auch Reaktionsgemische verwendet werden, welche derartige Salze liefern. Insbesondere sind Gemische aus Carbonsäureanhydriden oder auch aus Carbonsäureestern und säurebindenden Metallverbindungen, z. B. Alkalicarbonaten, geeignet.
  • Diese Gemische brauchen nicht im stöchiometrischen Verhältnis vorzuliegen. Die eine oder andere Komponente kann im Überschuß angewendet werden.
  • Von den Alkalioxalaten werden vorzugsweise die Oxalate des Kaliums oder Natriums verwendet. Die Menge des Oxalats kann in weiten Grenzen schwanken.
  • Sie soll jedoch zweckmäßig nicht weniger als ein halbes Mol auf ein Mol der aromatischen Carbonsäure betragen.
  • Die zu verarbeitenden Salze bzw. Salzgemische werden vorzugsweise in möglichst trockenem Zustand eingesetzt. Liegen die Salze als wäßrige Lösungen vor, so kann man sie nach an sich bekannten Verfahren, vorzugsweise durch Zerståubungstrocknung, in trokkene Pulver überführen und gegebenenfalls zur Entfernung geringer Restmengen an Feuchtigkeit nachtrocknern.
  • - Es hat sich gezeigt, daß zur Erzielung guter Ausbeuten die Anwesenheit von Katalysatoren erforderlich ist. Als Katalysatoren dienen Metalle, insbesondere Cadmium, ferner Zink, Quecksilber, Blei und Eisen, sowie Verbindungen dieser Metalle, z. B. ihre Oxyde oder ihre Salze mit anorganischen oder organischen Säuren, sowie ihre Komplexverbindungen und metallorganischen Verbindungen, unter anderem ihre Carbonate, Bicarbonate, Halogenide, Sulfate, Phosphate, Acetate, Formiate, Oxalate, fettsauren Salze oder auch die Salze der genannten Metalle mit denjenigen Säuren, welche als Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäße Reaktion verwendet werden oder die bei dieser Reaktion entstehen, z. B. ihre Benzoate oder Terephthalate. Die Menge des Katalysators kann in weiten Grenzen schwanken und beispielsweise bis zu 15 O/o, vorzugsweise 0,5 bis 5 O/o, bezogen auf das Reaktionsgemisch, betragen. Die genannten Katalysatoren können auch in Verbindung mit bekannten Trägerstoffen, z. B. Kieselgur, verwendet werden.
  • Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn man dafür sorgt, daß der Katalysator in möglichst feiner Verteilung vorliegt. lDies kann z. B. dadurch geschuhen, daß man eine wäßrige Lösung der als Ausgangsmaterial dienenden Salze, welche die Katalysatoren gelöst oder suspendiert enthalten, durch Zerstäubung oder auf andere Weise in ein trockenes Pulver überführt.
  • Neben diesen Katalysatoren kann die erfindungsgemäße Reaktion in Gegenwart inerter flüssiger oder fester Zusatzstoffe durchgeführt werden, z. B. in Gegenwart von Sand, Metallpulver, Metallspänen, Kieselgur, Aktivkohle, feinverteiltem Aluminiumoxyd, feinverteilter Kieselsäure oder auch von inerten Salzen, wie Natriumsulfat. Durch diese Zusätze werden in vielen Fällen die mechanischen Eigenschaften des Reaktionsgemisches verbessert. An Stelle von festen inerten Stoffen können auch inerte Flüssigkeiten, welche sich unter den angewandten Bedingungen nicht zersetzen, Verwendung finden.
  • Es ist zweckmäßig, die Reaktion in Gegenwart von Kohlendioxyd durchzuführen. An Stelle von Kohlendioxyd können Gasgemische verwendet werden, welche neben Kohlendioxyd andere Gase, z. B. Stickstoff, AIethan oder Argon, enthalten. Die Anwesenheit von Sauerstoff soll nach Möglichkeit vermieden werden. Es hat sich gezeigt, daß auch in Abwesenheit von Kohlendioxyd, z. B. in einer Stickstoffatmosphäre, eine Carboxylierung stattfindet. Beispielsweise sind die auf diese Weise aus Kaliumbenzoat erhaltenen Ausbeuten an Terephthalsäure höher, als einer Disproportionierung des Kaliumbenzoats zu Kaliumterephthalat und Benzol entsprechen würde. Die Anwesenheit von Kohlendioxyd lewirlst jedoch eine weitere Steigerung der Ausbeute.
  • Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß keine hohen Drucke benötigt werden. Die Reaktion ist bereits bei einem Druck unter 100 at mit guten Ausbeuten durchführbar.
  • Die Reaktion setzt in der Regel bei einer Temperatur oberhalb 3000 Zein. Die optimale Reaktionstemperatur ist je nach den verwendeten Ausgangsstoffen verschieden. Sie liegt z. B. bei der Herstellung von Terephthalsäure aus Kaliumbenzoat und Kalinmoxalat bei 400 lis 4100 C. Die obere Temperaturgrenze für das Ver- -fahren ist im allgemeinen nur durch die Zersetzungstemperatur der organischen Substanz gegeben.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es zur Vermeidung örtlicher Überhitzungen und der dadurch hervorgerufenen Zersetzung sowie zur Verhinderung des Zusammenbackens des Reaktionsgemisches zweckmäßig sein, dieses in Bewegung zu halten. Dies kann z. B. durch Arbeiten in Rührgefäßen, Schüttel- oder Rollautoklaven erfolgen. Das gleichmäßige Erhitzen kann aber auch dadurch bewirkt werden, daß man in dünner Schicht arbeitet, wobei das Reaktionsgut beweglich oder unbeweglich gelagert sein kann. Man erhält jedoch gute Ausbeuten auch ohne diese Maßnahmen, wenn man dafür Sorge trägt, daß starke örtliche Überhitzungen vermieden werden.
  • Die Aufarbeitung der Reaktionsgemische erfolgt in bekannter Weise. Zunächst löst man das Rohprodukt in Wasser oder verdünnten Säuren und reinigt es gegebenenfalls durch Filtration oder durch Behandlung mit Aktivkohle oder mit anderen Entfärbungsmitteln.
  • Anschließend kann man beispielsweise die gebildeten Salze durch Ansäuern mit organischen oder anorganischen Säuren oder auch durch Einleiten von CO mit oder ohne Druck in die freien Säuren überführen. Die anwesende Oxalsäure kann z. B. in bekannter Weise durch Kristallisation abgetrennt oder durch Oxydation zerstört werden. Die gebildeten Carbonsäuren können auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeit oder Flüchtigkeit getrennt und in reiner Form isoliert und gegebenenfalls in ihre Derivate überführt werden. Man kann auch die erhaltenen Salzgemische direkt in Derivate der Carbonsäuren, z. B. in deren Ester oder Halogeniden, überführen und diese gegebenenfalls durch fraktionierte Destillation reinigen.
  • Beispiel 1 Ein Gemisch aus 20,0 g Kaliumbenzoat, 20,0 g wasserfreiem Dikaliumoxalat und 5,0 g Cadmiumfluorid wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und in einen Rollautoklav von 200 cm3 Fassungsvermögen gefüllt. Der Autoklav wurde mit Kohlendioxyd gespült. Anschließend wurden 50 at Kohlendioxyd aufgedrückt und der Autoklav 1 Stunde auf 4050 C erhitzt. Der Maximaldruck während des Erhitzens betrug 180 at. Nach dem Abkühlen und Entspannen des Autoklav wurde das rohe Reaktionsprodukt in der Sfachen Menge Wasser heiß gelöst und unlösliche Anteile abfiltriert. Das klare Filtrat wurde zum Sieden erhitzt und mit Salzsäure angesäuert. Die ausgefällte Terephthalsäure wurde in der Hitze abgesaugt und mit heißem Wasser gewaschen. Die Ausbeute betrug 17,3 g Terephthalsäure.
  • Beispiel 2 In der gleichen Weise, wie im Beispiel 1, wurde ein Gemisch aus 10,0 g Kaliumbenzoat, 30,0 g wasserfreiem Dikaliumoxalat und 3,0 g Cadmiumfluorid unter einem Anfangsdruck von 50 at CO2 9,5 Stunden auf 4000 C erhitzt. Während der Reaktion stellte sich ein Maximaldruck von 150 at ein. Die Aufarbeitung, welche in der oben beschriebenen Weise erfolgte, ergab eine Ausbeute von 7,6 g Terephthalsäure.
  • Beispiel 3 Ein Gemisch aus 10,0 g Natriumbenzoat, 25,0 g Natrinmoxalat und 2,0 g Cadmiumfluorid wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und in der gleichen Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, unter einem Kdhlendioxyddruck von 10 at (bei 4200 C) 5 Stunden auf 4200 C efhitzt. Das rohe Reaktionsprodukt, welches 31,0 g wog, wurde in 500 cm3 Wasser suspendiert und heiß filtriert. Der Gehalt des Filtrats an Natriumoxalat wurde analytiseb bestimmt; er betrug 22,7 g. Das Oxalat wurde durch Zugabe von festem Kaliumpermanganat zu der vorher mit verdünnter Schwefelsäure angesäuerten Lösung bei 700 C zerstört. Der gebildete Braunstein wurde mit Hilfe von Wasserstoffperoxyd entfernt. Anschließend wurde die Lösung im Perforator mit Äther extrahiert. Durch Eindampfen des Ätherextraktes wurden 5,8 g eines Gemisches aus organischen Carbonsäuren erhalten.
  • Dieses Gemisch wurde mit 75 cm3 Chloroform digeriert, wobei sich ein Teil löste. Der im Chloroform unlösliche Anteil wog 1,5 g. Durch Ultrarotanalyse wurde festgestellt, daß er aus o-Phthalsäure mit einer Verunreinigung von etwa 3 o/o Benzoesäure bestand.
  • Der im Chloroform lösliche Anteil (4,3 g) bestand aus Benzoesäure.
  • Beispiel 4 Ein Gemisch aus 10,0 g Natriumbenzoat, 25,0 g Natriumoxalat und 2,0 g Cadmiumfluorid wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und in einem Rollautoklav von 200 cm3 Fassungsvermögen unter einem Kohlendioxydanfangsdruck von 50 at 3 Stunden auf 3620 C erhitzt. Während des Erhitzens stellte sich ein Maximaldruck von 132 at ein. Das rohe Reaktionsprodukt, welches 34,8 g wog, wurde in 11 heißem Wasser gelöst, vom ungelösten Katalysator abfiltriert und mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert. Beim Erkalten fiel ein Niederschlag aus, welcher abgesaugt und isoliert wurde. Er wog 5,0 g und bestand aus 3,15 g saurem Natrinmoxalat und 1,85 g P,enzoesäure. Aus dem Filtrat wurden durch Extrakanion mit Äther 4,0 g eines Gemisches aus Carbonsäuren erhalten. Durch Digerieren mit Chloroform wurden daraus 1,8 g Benzoesäure abgetrennt. Der Rest von 2,2 g bestand aus o-Phthalsäure.
  • Beispiel 5 Ein Gemisch aus 20,0 g Kaliumbenzoat, 10,0 g wasserfreiem Dikaliumoxalat, 10,0 g Calciumoxalat und 3,0 g Cadmiumfluorid wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und in einen Rollautoklav von 200 cm3 Fassungsvermögen gefüllt. Der Autoklav wurde mit Kohlendioxyd gespült. Anschließend wurden 50 at Kohlendioxyd aufgedrückt und der Autoklav 1 Stunde auf 4050 C erhitzt. Nach dem Abkühlen und Entspannen des Autoklav wurde das Reaktionsgemisch in der gleichen Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Es wurden 12,1 g Terephthalsäure erhalten.
  • Beispiel 6 Ein Gemisch aus 20,0 g Kaliumbenzoat, 20,0 g Dikalinmoxalat und 10,0 g wasserfreiem Zinkoxalat wurde unter den gleichen Bedingungen, wie im Beispiel 5 beschrieben, 1 Stunde auf 4050 C erhitzt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches, die in der gleichen Weise wie in Ausführungsbeispiel 1 vorgenommen wurde, ergab eine Ausbeute von 10,8 g Terephthalsäure.
  • Beispiel 7 Ein Gemisch aus 20,0g des Kaliumsalzes der Nikotinsäure, 30,0 g Kalinmoxalat und 3,0 g wasserfreiem Cadmiumchlorid wurde in einen Rollautoklav von 0,2 1 Fassungsvermögen bei einem Anfangsdruck von 50 at Kohlendioxyd 10 Stunden auf 3500 Erhitzt. Nach dem Abkühlen und Entspannen des Autoklav wurde das Reaktionsgemisch in 250 cm3 Wasser gelöst. Die Lösung wurde filtriert und das Filtrat durch Behandeln mit Aktivkohle in üblicher Weise gereinigt. Anschließend wurde die Lösung mit Salzsäur.e angesäuert. Nach einigem Stehen in der Kälte wurden die ausgefallenen Kristalle abgesaugt. Die Mutterlauge wurde mit Äther extrahiert. Insgesamt wurden 11,4 g Pyridin-2,5-dicarbonsäure erhalten.
  • Beispiel 8 Ein Gemisch aus 20,0 g Rubidiumbenzoat, 20,0 g wasserfreiem Dikalinmoxalat und 5,0 g Cadmiumfluorid wurde durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und in einen Rollautoklav von 200 cm3 Fassungsvermögen gefüllt. Der Autoklav wurde mit Kohlendioxyd gespült. Anschließend wurden 50 at Kohlendioxyd aufgedrückt und 1 Stunde auf 4000 C erhitzt. Das rohe Reaktionsprodukt wurde in Wasser gelöst und in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 aufgearbeitet. Es wurden 13,1 g Terephthalsäure erhalten.
  • Beispiel 9 Ein Gemisch aus 50,0 g Natriumbenzoat, 5,0 g Natriumoxalat und 2,5 g Cadmiumfluorid wurde in einem Rollautoklav von 200 cm3 Fassungsvermögen bei einem Kohlendioxyddruck von 155 at (bei Reaktionstemperatur) 5 Stnndenauf4400 Erhitzt. Nach dem Abkühlen und Entspannen des Autoklav wurde das rohe Reaktionsprodukt in 400 cm3 Wasser gelöst. Die Lösung wurde filtriert und mit Schwefelsäure angesäuert.
  • Hierbei entstand eine Fällung, welche jedoch die weitere Aufarbeitung nicht störte. Das nicht umgesetzte Oxalat wurde nunmehr durch Zugabe von festem Kaliumpermanganat zerstört. Der Überschuß des Permanganats und der ausgeschiedene Braunstein wurde mittels Wasserstoffperoxyd reduziert und in Lösung gebracht. Anschließend wurde die Lösung zusammen mit der beim Ansäuern ausgeschiedenen Fällung mit Eis gekühlt. Hierbei schieden sich 4,9 g eines Gemisches des Monokaliumsalzes der Trimesinsäure und freier Trimesinsäure ab, welches abgetrennt wurde.
  • Die Mutterlauge wurde mit Äther im Perforator erschöpfend extrahiert. Die Ätherlösung wurde eingedampft. Der Rückstand wurde mit Chloroform behandelt. Hierbei wurden in der gleichen Weise, wie im Ausführungsbeispiel 3 beschrieben, 7,2g o-Phthalsäure neben 8,6 g Benzoesäure erhalten.
  • PATENTANSPP6OCHE 1. Verfahren zur Herstellung aromatischer bzw. aromatisch-heterocyclischer Di- und Polycarbonsäuren bzw. ihrer Salze oder Derivate durch Erhitzen der Salze von aromatischen oder aromatischheterocyclischen Monocarbonsän ren gegebenenfalls in Anwesenheit katalytisch wirksamer Metalle oder Metallverbindungen unter Druck, wobei gegebenenfalls die erhaltenen Salze nach an sich bekannten Methoden in die freien Säuren oder deren Derivate übergeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß man das Erhitzen in Gegenwart von Alkalisalzen der Oxalsäure bei einem Druck von weniger als 400 at durchführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Erhitzen in Gegenwart von Kohlendioxyd oder eines inerten Gases durchführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 966 335; deutsche Auslegeschrift 1 036 841.
DEH29814A 1957-04-05 1957-04-05 Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polycarbonsaeuren Pending DE1042568B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966335C (de) * 1952-12-06 1957-07-25 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure bzw. deren Salzen und Derivaten
DE1036841B (de) * 1957-01-19 1958-08-21 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polycarbonsaeuren

Patent Citations (2)

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