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Samstag, 8. November 2014

Stricknadelrolle

Needle Roll

Ich habe vor ein paar Wochen meine Stricknadelrolle verloren. Was heißt "verloren". Es war so ein schleichender Verlust. Ich hatte gedacht, ich hätte sie nur verlegt. Als ich sie suchte, fand ich sie nicht. Also dachte ich, ich müsste eben etwas eingehender suchen. Wieder nix. Dann stellte ich die ganze Wohnung auf den Kopf und fand einen Haufen anderer Dinge, aber nicht die Nadelrolle. Zum letzten Mal gesehen hatte ich sie Mitte Oktober beim Stricktreffen.
Benutzt hatte ich sie danach nicht mehr. Viele Orte, wo sie hätte liegen geblieben sein können, kamen ja nicht in Frage, und 90% davon wären in meiner Wohnung gewesen.

Damit sind natürlich auch fast alle meiner Sockenstricknadeln weg. Die auswechselbaren Nadelsets in dickeren Stärken sind zum Glück alle noch da, dafür habe ich andere Taschen.

Also ne neue her.
Ich bin nicht so in Übung, deshalb brauche ich so 4-5 Stunden dafür.
Die Arbeit ging sehr konzentriert vonstatten und Spass hat es auch gemacht. Ich vergaß sogar, was zu essen, das passiert mir manchmal beim werkeln, wenn ich sehr darin versinke.

Die Stoffe gabs echt für 8 Euro pro Meter, voll runtergesetzt! Fantastisch! (Bei Frieda Hain in Berlin Friedrichshain, ich weiß nicht, wie lange sie diese Sonderangebote haben, aber ist toll! Könnt ihr gucken).

Needle Roll

Die Zahlen sind einfach mit schwarzem, dünnem Edding aufgemalt. Die Stoffe hatte ich auch nicht vorgewaschen. Meine Taschen wasch ich eh nicht, die benutze ich, bis sie auseinanderfallen, dann näh ich mir neue.
Wobei ich sagen muss, ich würde nicht mehr mit ungewaschenen Stoffen arbeiten wollen. Es ist gar nicht mal die Vorsorge wegen dem Einlaufen. Ich finde die Stoffe zu glatt und plastikartig, wenn die Appretur noch drauf ist. Aber gut, es war die Erfahrung mal wert.

Needle Roll

Meine sorgfältige Vorplanung hat nicht ganz geklappt, nach der Vorzeichnung wollte ich für die Nadelspiele 2.5cm breite Abteilungen haben, und für ein paar Dinge wie Schere und Nadelmass 5cm Abteilungen. Das habe ich dann verändert, weil nur 5cm-Abstände sind dann doch für manche Dinge zu klein und ich glaube, 2.5 cm Abstände sind für grössere Nadelspiele auch zu klein. Jetzt lässt es sich nicht mehr optimal falten. Wenn es dann voll wäre. Ich werde sehen. Eventuell muss ich noch eine längere, bessere Nadelrolle nähen.

Needle Roll

Aber ich steh total auf diese Stoffe!
Der blau gestreifte ist seit Anno Keks in meinem Stash, den habe ich mal auf dem Markt am Maybachufer gekauft.

Montag, 17. November 2014

Die Episode 103...

Ja, die Episode 103 der urbanen Spinnstube ist veröffentlicht, und - sie ist nicht hier veröffentlicht worden! Sondern es gibt jetzt ein eigenes Blog nur für den Podcast! Tadaaaaaaaaaaaa!

Anlass war, dass die mehrtägige Downtime von twoday mich zu Wordpress getrieben hat und ich es toll fand, dass ich dort einen kleinen Player einbinden kann. Auch wenn der nicht so chic ist, wie die Player der WP Podcasting-Plugins.

Für dieses Blog heisst das, dass ich hoffentlich auch wieder mal privat blogge. Einen Anlauf hatte ich ja mal gemacht, aber dann wieder aus Zeitmangel kaum etwas geschrieben, bis auf die Podcasts war nicht viel los hier.

Dabei war so viel los in meinem Leben.

Ich habe z.B. wieder das Artjournaling ausgebuddelt. Meinen Skizzenbüchern nach habe ich seit Januar/Februar 2014 nichts mehr in dieser Richtung gemacht. Während ich bei meinen Skizzenheften eher auf das Zeichnen und festhalten von kleinen Erinnerungen aus bin, geht es beim Artjournaling für mich um das kreative Arbeiten mit inneren Prozessen. Und das hat zur Zeit viel mit feministischer Politik zu tun, mit Selbstreflektion, Empowerment, aber auch mit kritischem Hinterfragen meiner Privilegien.

So was lässt sich mit Art Journaling nämlich auch ganz gut machen.
Ich überlege gerade auch, ob ich mich bei Life Book 2015 anmelden soll.

journals

Freitag, 21. November 2014

Journaling

Zurück zum Art Journaling - nachdem ich seit Februar bis November 2014 nichts gemacht habe. Aber absolut nichts. (Ausser in meinen Skizzenbüchern gezeichnet)

Gerade bastel ich 2-3 mal in der Woche Doppelseiten im Art Journal zusammen, es macht wieder riesig Spass.
Das hier zum Beispiel:

warriors of compassion

und nochmal ein Ausschnitt:

warriors of compassion

Da steht "we are the warriors of compassion". Zum einen ist eine Yoga-Unterrichtseinheit von Anat Geiger so genannt. Das ist eine Yogalehrerin auf Ekhartyoga.com - das Portal, wo ich mich so fit halte, wenn ich Zeit habe. Warrior deswegen, weil es Yoga-Haltungen gibt, die so heissen, drei Stück sogar.
Compassion - Mitgefühl - das ist für mich auch immer ein Umgang mit anderen und mir selbst in einer Welt voll Machtungleichheiten und Unterdrückungsstrukturen. Das sind Strukturen, die Menschen ihr Mensch-sein absprechen, ihnen Humanität aberkennen, und Entsolidarisierung und Empathielosigkeit bewirken sollen. Weil wo keine Solidarität und keine Empathie sind, da lassen sich Menschen spalten und beherrschen. Somit bedeutet Compassion nicht nur das Mitgefühl mit sich selbst, sondern solidarische Empathie und das aus-dem-Fokus-herausrücken von denjenigen, die sowieso andauernd berücksichtigt werden und von deren Position sowieso alle Welt immer ausgeht.

Hier war ja jetzt wochenlang die Heizung ausgefallen. Warmes Wasser gibt es noch immer nicht, und die Handwerker suchen noch nach der Ursache des Schadens an der Heizungsanlage. Vielleicht wird es Anfang der nächsten Woche besser. Abwarten und Tee trinken... und im Betrieb duschen.

teatime

Dann war diese Woche auch Stricktreff und ich habe das Cafe Morgenrot gezeichnet.

cafe morgenrot

Auf Instagram habe ich nach einem Fehlstart die Aktion #100happydays nochmal neu angefangen. Ich habe davon auf englischsprachigen Podcasts gehört (Cogknitive). Als ich damit anfing, habe ich gemerkt, dass ich in der feministisch-politischen Szene eine Stimmung wahrnehme, dass Selfcare verpönt ist. Ich bin eine Frau, die diese Stimmungen versucht zu benennen, um dann dazu eine bewusste Entscheidung zu treffen. Manchmal kommt es dann dazu, dass ich stattdessen die Stimmungen aufsauge und anfange, mich selbst dafür zu rechtfertigen, wieso ich eine Entscheidung treffe, die von der gefühlten Mehrheit missbilligt wird. So etwas nennt man dann wohl auch Gruppendruck oder normative Haltungen. Ich glaube nicht mal, dass wirklich die Mehrheit Selfcare missbilligt. Es gibt aber so ein paar wenige, einflussreiche Stimmen, die meinen, sie müssten allen anderen regelmässig ihre Nase in ihr "Privilegienhäufchen" reindrücken. Und ich meine damit nicht, dass Betroffene von Unterdrückung den Privilegierten aufzeigen, was sie alles nicht sehen (wollen), sondern dass Menschen, die selbst ganz gut dran sind, anderen die Nase ins gemeinsame "Privilegienhäufchen" reindrücken. Ich weiß nicht, ob's denen dann besser geht damit. Aber whatever. Das ist eigentlich eine Sache, die ins Politblog gehört, und dann auch etwas mehr Gedankenaufwand und etwas mehr Sorgfalt bei den Formulierungen benötigt... etwas, das zur Zeit bei mir nicht geht, ich wollte eigentlich auch noch bei der Mädchenmannschaft eine Kommentardiskussion weiterführen, aber leider komme ich dazu nicht. Inzwischen sind die Kommentare zu dem Text auch geschlossen.
Das greift ein bischen das Thema von oben auf, und ich sehe gar keinen Widerspruch zwischen Selfcare und solidarischem Handeln mit Anderen. Ich stimme auch der Ansicht nicht zu, dass Selfcare meist zum Ablenken von anderen Problemen praktiziert wird, weil 1 sich nicht um die Belange von Leuten kümmern will, denen es "tatsächlich schlecht geht". Ich warne auch davor, das eigene Bedürfnis nach Zuwendung und "sich was Gutes tun" danach zu bemessen, ob es objektiv gemessen/relativ zu anderen gesehen angemessen und berechtigt sein kann. (In dem Satz kommt 3x "messen" vor, und das passt.) Das habe ich, wie bestimmt einige andere auch, mit schlimmen Folgen für Körper und Psyche ausprobiert. Aber vielleicht muss das jede Person selber rausfinden, wie weit und warum und wohin überhaupt sie mit etwas gehen möchte.

Wer mir mit #100happydays folgen möchte, hier ist mein Instagram-Account.

Donnerstag, 27. November 2014

100 Happy Days 1-10

Vor einer Weile habe ich mit "100 happy days" angefangen, das ist eine Tagebuch-Challenge, wo du jeden Tag etwas Schönes fotografieren sollst und das auf Instagram z.B. dokumentieren.
Ich kann jetzt schon sagen, bei mir wird das keine tägliche Sache. Und ausserdem hat sich die Welt entschlossen, paralell zu "100 happy days" die Aktion "1000 unjust tragedies" laufen zu haben. Die meisten werden wohl mitgekriegt haben, dass die Grand Jury in Ferguson sich entschieden hat, die Umstände des Todes von Mike Brown und die Verantwortung des Todesschützen Darren Wilson nicht aufzuklären. Ausserdem so: Krankheit, tiermedizinischer Notfall im Freundeskreis (Hier habe ich einen Fundraiser dafür eröffnet), ein weiteres Schwarzes Kind wird von weißen Polizisten erschossen, (ein 12jähriges KIND!, die Tagesschau schreibt "Jugendlicher")

Ich weiss manchmal nicht, wie ich dann mit 100 happy days kommen soll.

Ich versuche trotzdem mal einen kleinen Rückblick.

1. Neues Blog, 17.11.2014


bin immer noch aus dem häuschen wegen des neuen blogs! #100happydays

Ich bin immer noch ganz begeistert von dem neuen Layout. Es gefällt mir richtig gut!


2. Schreiben 18.11.2014

Am 18.11.2014 wurde der Tod von Leslie Feinberg bekannt. Ich bin dankbar für das Schreiben und für diejenigen, die anschreiben gegen die Zustände. Leslie war darin ganz groß. <3

3. Stricktreff 19.11.2014

stricktreff #urbansketching #100happydays

Der war besonders schön, weil die Ella in Berlin war. Ich habe sie mit Urban Sketching angefixt!

4. Fahrrad fahren 20.11.2014

Ich liebe mein Rad! (Bild ist nicht von heute, das Gefühl schon) #100happydays

Ich habe oft das Gefühl, ich fahre nicht auf einem Fahrrad, sondern ich bin ein Mensch-Fahrrad Cyborg. Es ist so toll, fast mühelos durch die Stadt zu flitzen. Ich und mein Fahrrad sind gut eingespielt.

5. Entspannen 21.11.2014

Entspannt. #100happydays

Ich hoffe, ich kriege keine Erkältung und versuche mit Entspannung, Duftölen und Ingwertee ein wenig vorzusorgen. Gestern hat mich nämlich eine vierjährige Virenschleuder überfallen und war total distanzlos.

6. Tubularity angeschlagen 23.11.2014

#tubularityKAL angefangen!

Wir machen sogar einen Knitalong damit :) Leider hat die Virenabwehr nicht geklappt. Ich bin krank.

7. Gute Gespräche geführt 24.11.2014

@_coolcat rüstet sich zum Keramik malen. Bin krank u schau nur zu. #100happydays

..bei Crafting und Apfelschorle.

8. Socken fertig gestrickt 25.11.2014

hermiones everyday socks #knitting #14punkte2014

Hermiones Everyday Socks aus einem wunderschönen Garn von Tausendschön.

9. Stricknadeln bekommen und Tee 26.11.2014

stricknadeln von elli! toll lila! und tee :) #100happydays

Ich hab geschummelt. Die Sachen kamen erst heute. Aber ich habe sonst heute zwei!

10. Neues Regal aufgehangen, 27.11.2014

habn neues regal aufgehangen. erstes mal dass alle 4 dübel auf anhieb sitzen. #100happydays #sewing

Heute ging es mir erkältungsmässig etwas besser, zwar noch Schluckbeschwerden und meine Atemwege sind alles andere als frei, aber diese richtige Abgeschlagenheit ist fast weg. Deswegen habe ich in Ruhe ein Regalbrett aufgehangen und meine Art Journaling Farben und Stempel darauf gepackt.

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