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Montag, 5. März 2012

Musikverweigerung

Im Februar war ja FAWM (February Album Writing Month).
Ich bin von sowas generell überfordert. Musik nimmt mich stark mit. Deshalb höre ich meist keine Musik. Nebenher rumdudeldudel ist nicht so meins, zuhause. Mein Saxophonlehrer sagt, ich muss Saxophonmucke hören. Ich hab aber wirklich Probleme damit, Musik zu hören. Ab und zu tauche ich dann aber doch ein in Musik. Dann flutscht es auch.

Jetzt hab ich hier alle hörbaren Stücke von ryuu gehört.

Und nun hör ich mich durch Karans FAWM output.

Ein wenig bei Sven hab ich auch reingehört, in seine Elektrobeats.

Die Lieder von Wurzeline habe ich ja schon vor 2 Wochen oder so gehört und auch in meinem Podcast gefeatured, aber bei den Anderen war ich dann schon wieder überfordert. ich komme jedes Jahr im Februar eh schon nicht nach, und dann noch mein Musikhörhandicap. Ich weiß echt nicht, was es damit auf sich hat!

Heute abend ist also FAWM Nachholabend und ich finde eure Mucke wirklich super. Ihr seid ein kreativer, genialer Haufen.

Ich danke euch allen, euch LiedermacherInnen für eure Geduld mit mir.

die urbane Spinnstube, Episode 20 - Spindelbau und Ernährung

spindeln light

Die Folge zum Herunterladen:

Ep. 20 - Spindelbau, Ernährung und viele Dankeschöns!

Hier die Feedadressen zum Abonnieren:
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itpc://feeds.feedburner.com/distel (für iTunes speziell)

Die Shownotes
Housekeeping
Bei der letzten Folge hatte ich ja einen Kommentar-Rekord, viele haben sich die Mühe gemacht und mir Feedback hinterlassen! Juhu! Danke an alle!
FibrePiratess hat eine neue Folge von "Handmade Fantasy" rausgebracht.
die Schädelkatze hat auf ihrem Blog Schädelkatzenkörbchen Werbung für mich gemacht, danke!
Und ich erzähle worin die Spende von Phazelia bestanden hat.
Stricken
Ich stricke nach wie vor an dem Plain and Simple Pullover von Veera Välimäki.
Ausserdem habe ich die Strickmuster Cassidy von BonneMarie Burns und Buckwheat von Veera Välimäki geschenkt bekommen (s.o.) und sie gequeued!
Dann erzähle ich von den tollen Maschenmarkierern von Yayasis, die Organisatorin von "Berlin spinnt" auf ihrem Fiberspace-Shop. Meine selbstgemachten sind ja diese Drähte mit den Quetschperlen, was nicht ganz so optimal ist.
Spinnen
Hier gibt es ganz viele Neuigkeiten.
Zuerst ist das Thema Perfektion. Sind handgesponnene Garne nicht perfekt, aber Industriegarne sind es? Wer macht wen nach? Dazu kann man auch dieses Posting von Abby Franquemont auf ihrem Blog lesen: Go ahead - be a beginner.
Ich zitiere: "If I wanted perfect yarn, I’d buy it at Wal-Mart! - Really? Because a skein of acrylic selling for 50 cents an ounce is the pinnacle of yarn perfection?"
hahahaha :-) - wirklich lesenswert!

Ich habe auch einen Schwung Spindeln gebaut.

spindeln

Ausserdem versuche ich Masham Wolle zu verspinnen, für eine Mütze, nach dem Strickmuster von Andrea: Scrap metal hat. Aber irgendwie ist die Wolle doch zu grob für etwas, das man auf der Haut trägt.
urbane Selbstversorgung
Da gehts um Ernährung, Fast food vs. Hausmannskost bzw. traditionelle Küche. Angeblich, laut Tim Mälzers Ernährungscheck, der neulich im TV lief, deckt auch Fast Food den ganzen Bedarf und ist auch bei jahrelanger Ernährung damit nicht ungesund, solange man die Kalorienbilanz einhält. (Der Link führt zu Tim Mälzers Homepage und der zweite Link zur ARD-Mediathek, wo ich zumindest heute die ganze Sendung anschauen kann).

Ich habe an diesem Ernährungscheck und seinen Ergebnissen viel zu meckern und halte es lieber mit Michael Pollan und seinem Buch "Lebensmittel. Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn". (Link zu einer Buchkritik).

Ausserdem gibts ein selbstgemachter-Joghurt-Update und ein Sprossen-Update.
Teechen
Schon wieder Früchtetee von Bohea, meinem Kiezteeladen.

Ich habe im Abspann ein Lied aufgenommen mit dem Saxophon, es heisst "Mir zeinen alle" und ist Gema-frei da trad. Folk.

Sonntag, 11. März 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 21 - Abuela Grillo

plyingball

Die Episodel zum Runterladen:

Episode 21 - Abuela Grillo

Abo(-Feed)-Adresse:
feeds.feedburner.com/distel

Die Shownotes:

Housekeeping:

Danke für eure lieben Kommentare an eidechse, FibrePiratess, Phazelia, Ella, Frau von der Au, Andrea, Schädelkatze, khaki, Yayasis, Selket, Manu und ryuu. die vier Letzeren haben ihre Kommentare nach dem Aufnehmen dieser Folge geschrieben, so daß ich euch nicht im Podcast selbst erwähnen konnte.
Danke an die liebe PN an Kalanchoe!
Danke an Daniela für die iTunes review!
Danke an kikaal die/der mich geflattred hat! (hab ich leider in der Liste vergessen zu sagen)
Danke Ronny für den Kammzug und die leckere Chilimarmelade!
Ihr seid einfach super.
(Leider hab ich das Gehuste und Geschneuze nicht rausgeschnitten, wie ich das eigentlich wollte. Bitte überhören)

Stricken:

Ich stricke jetzt die Sunshine-Socken von CookieA weiter, denn der Plain and Simple Pulli muss ruhen. Mir fehlen noch die Knöpfe, die ich zuerst kaufen muss, dazu will ich zu Knopf Paul nach Kreuzberg.
Cookie A präferiert aus designerischen und Anprobetechnischen Gründen die Top-Down-Konstruktion bei Socken. Da fiel mir auf, daß es anhand der Frage, ob Top-Down (also vom Bündchen das Bein runter, dann Fuß und dann Zehen) oder Toe-Up (von der Zehenspitze hoch) sich Fraktionen bilden. Bei Socken sagt die Toe-up Fraktion, daß sie die Socken anprobieren können, und die Top-Down Fraktion könne das nicht. (Kann sie aber doch.) Bei Pullis ist es umgekehrt, da behauptet die Top-Down-Fraktion, sie könne den Pulli im Gegensatz zur anderen Fraktion "on the go" anprobieren. Irgendwie können jedoch beide Fraktionen ihre Sachen anprobieren.
Ich erwähne dann das Try-on-Tubing von dem ich in englischsprachigen Podcasts schon öfter gehört habe. Ob es das hier gibt, weiß ich aber nicht.

Dann gibt es noch einen Gruß vom queerfeministischen Stricktreff im Cafe Morgenrot durch eidechse, juhuuuu!

Spinnen

Ich war zu Besuch bei Sylvie von Crasy Strickdesign, und habe dort ihr Ella Spinnrad bewundert und ausprobiert. Vom Spinngefühl erinnerte es mich an das Little Gem von Majacraft. Kleine Schwungräder sind nicht so ganz meins, vom Treten her fühlen sich große Schwungräder runder und ruhiger an für mich.


urbane Selbstversorgung

Hier gehts weiter mit dem Weltagrarbericht, heute kommt das Thema "Wasser" dran. Ein leider ernstes und deprimierendes Thema. Ich habe auch Statistiken der FAO gewälzt.

Ausserdem sah ich einen klasse Zeichentrickfilm (keine Sprachkenntnisse erforderlich) über eine Oma, deren Gesang Regen machen kann, über Wasser als Menschenrecht. Abuela Grillo. Zum Niederknien bewegend und schön. Ich bekomm immer feuchte Augen wenn ich den Film sehe.

Was ich gerade toll finde

Mit der Rubrikumbenennung klappt es wohl nicht, denn ich habe mich an den alten Segmentnamen so gewöhnt daß ich vergessen habe, ihn zu wechseln heute. hahaha! Ich finde also gerade toll: Räucherstäbchen. Schnell mal die Luft beduftet ohne eine Räucherkohle und Harze hantieren zu müssen. Gerade benutze ich die normalen Nag Champa.

Am Schluss habe ich noch ein paar Außengeräusche und Spielerei-Aufnahmen mit dem ipod rangehangen, die man sich anhören oder auch sie überspringen kann. inhaltlich tragen sie nicht wirklich was zum Podcast bei - eher nur bischen Atmosphäre.

Viel Spass beim Hören!

Montag, 19. März 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 22 - iPooooooood

DSC_1270.JPG

Und wieder gibt es eine Folge "urbane Spinnstube" zum Runterladen:

Episode 22: Ipoooooooood

Einen RSS-Feed zum Abonnieren gibts auch:
http://feeds.feedburner.com/distel
bei iTunes kann man mich auch unter "urbane Spinnstube" im Podcastverzeichnis finden.

Die Shownotes:
Housekeeping
Danke für die Kommentare zusammen :)
Es gibt einen neuen Podcast: Chantimanous Handspinnerey Podcast
Außerdem hat FibrePiratess eine neue Folge draussen. Und Susanne hat eine neue Folge von "Handgemacht", eine 2 Stunden lange englische Zusammenfassungsfolge. normalerweise podcastet sie ja auf deutsch, aber alle 10 Folgen gibts mal eine epische lange Folge auf englisch.
Stricken
Noch kein weiterer Fortschritt beim Plain and Simple.
Ich stricke an den Sunshine Socks von Cookie A, und mag das Muster sehr!
Ausserdem habe ich eine schöne Fair Isle Decke gesehen bei Ravelry, denn Miss McNastie strickt sie. Diese Decke wird erst in Runden gestrickt und dann aufgeschnitten, gesteekt. Steeken möchte ich auch mal machen, und suche noch ein geeignetes Youtube tutorial dafür oder Anleitungen, so bischen wie die aus der Knitty, aber vielleicht auch mit Häkelabsicherung.. :) Wenn ihr sowas kennt, freu ich mich über Links. Ich hoffe, das Blog blockt euch dann nicht, manchmal darf man ja in den Kommentaren keine mehrere Links setzen, sonst hält das Blog es für Spam. Es geht sonst auch per Mail an distel (at) spiritvoices (punkt) de.
Spinnen
DSC_1268.JPG
Der deutsche Wollkammzug von Ronny

Ich spinne gerade "deutschen Wollkammzug" vom "Wollust Schurwollversand". Den habe ich von Ronny bekommen (wie in der letzten Folge erwähnt).
Der Kammzug ist recht weich und sehr fein gekräuselt. Ich bin der Meinung, man kann daraus was spinnen, das man später auf der Haut tragen kann. Ich tippe auf eine Schafrasse aus der Merino-Ecke. Ich versuche daraus noch Cable-Garn zu spinnen, denn für den Cassidy habe ich noch zu wenig Garn, mir fehlen 100-300m dafür.
Nähen
Ich habe mir eine ipod-touch-Tasche genäht. Das war eine Zangengeburt, aber ich war auch selber schuld. Nach 3 Versuchen, wars dann doch schön, die Tasche sieht man ganz oben an diesem Beitrag auf dem Foto.
Wenn man eine Tasche auf links wendet, dann ein Loch auf der einen Seite reinschneidet und sie auf rechts zurückwendet, ist das Loch gespiegelt. Wieder was gelernt. Ich erwähne auch den alten mp3player, einen Cowon iaudio u5. Ein super Teil. (gibt es leider nicht mehr zu kaufen).
urbane Selbstversorgung
Letztes Jahr habe ich den Kompost in unserem Gemeinschaftsgarten Rosa Rose umgesetzt und dabei zwei olle Schafwollvliese (Rohwolle) mit kompostiert. Es gab eine Schafwoll-Kompost-Lasagne. Diesen Frühling stellten wir fest: Es ist wunderbar verrottet!
Teechen
Es geht um Tulsi, das indische Basilikum. Ich trinke gerade Tulsi "Blütenzauber" aus meinem örtlichen Teeladen Bohea.
Was ich gerade toll finde
Ich habe mir einen ipod touch gekauft... voll das Posergerät. Ich finde einige Dinge schlecht, z.b. - kein Radio. Und daß Apple der Musikindustrie hinten rein kriecht. Das lässt sich wohl regeln mit einem Programm namens "Senuti", das allerdings inzwischen Geld kostet. Ich habe die "Knit" app installiert, wo man das Kätzchen drücken kann ;-) allerdings fand ich diese app bislang nicht im Internet, sondern nur mit dem ipod im Appstore. Dann spiele ich gerade noch Draw Something - wer das auch spielt, ich heisse dort "distelfliege" und würd total gern mit euch spielen ;)
Die Craftblogempfehlung der Woche
Über ihre Kommentare zum Podcast bin ich auf ihr Blog gekommen und finde es sehr inspirierend und die Fotos vor allem auch sehr schön:
Ringelmiez - Chichi mit Nutzwert.
Mir gefällt auch der tolle Nähcontent.

Das war es dann auch schon wieder, ich wünche euch viel Spass beim Hören und Stricken ohne Tränen!

Mittwoch, 28. März 2012

Gender matters und das Craftblogging

Update am 24.9.2013: Link zu Cat aktuaisiert!

Der Titel lässt's erahnen, ich war bei Cat und Kascha. Dort hat Catherine geschrieben, dass in ihr angesichts der "neuen Häuslichkeit" in der weiblichen Blogosphäre oft etwas an Unbehagen aufsteigt.
Ich habe dort jetzt nicht kommentiert, denn da sind schon 111 Kommentare und ich bin von der Zahl schlicht überfordert, ich bin von sehr beliebten und oft gelesenen Blogs eh überfordert, hahaha. Aber wenn ich kommentiert hätte, hätte ich mich für den Artikel bedankt. Denn mir geht's oft ganz ähnlich. Ich würde oft auch gerne hören, was die handarbeitende Masse denn ansonsten so denkt, neben der Handarbeit ;-) und ich ärgere mich öfter auch mal, dass ich hier zu wenig einfliessen lasse, was ich sonst so denke.

Mit dem Podcast hat sich das gebessert. Da gehts um Landwirtschaftspolitik, Antirassismus und auch mal um Feminismus und so weiter. Da bin ich zufrieden damit. Ich habe mich z.b. auch drüber gefreut, dass die FibrePiratess in ihrem Podcast auch über Gender-Veranstaltungen geredet hat und über ihren Selbstbehauptungsworkshop.

Wollen wir also mehr Brüche in der glatten Häuslichkeit? Oder doch lieber nicht? Mit einer Freundin habe ich mal im Chat die Nacht durchdiskutiert, ob es nicht sogar gefährlich und unverschämt ist, wenn man ein tolles mega-öko-kreativ-Parenting-Strick-Koch-Näh etc Blog führt, wo die Welt stets in Ordnung ist und wo alle stets harmonisch und megakreativ zusammen wirken und leben. Weil man da dann auch eine Messlatte hinlegt für andere Frauen, besonders wenn dann noch Verantwortung für Kinder mit ins Spiel kommt.

(Randbemerkung: Hier läuft die ganze Zeit ne Maus im Zimmer rum. Seit die Katze ihre Vorliebe für Mäuse entdeckt hat, fängt sie sich welche und lässt sie in der Wohnung frei - waaaaaaah.. die Katze hält sich quasi Mäuse zum Spielen in unserer Wohnung! Und sie tötet sie auch nicht. Sie behandelt diese Mäuse sogar ganz schön pfleglich. Wenn sie sie erwischt, trägt sie sie im Maul rum wie ein kleines Kätzchen und dann setzt sie sie wieder aus und lässt sie weglaufen. Wenn sie keine Lust mehr hat, legt sich die Katze schlafen. Und dann knistert und knabbert es nachts die ganze Zeit in den Ecken... RAAAH.....)

Na gut, wo war ich stehengeblieben.. also, mir gehts ähnlich, dass ich da ein Dilemma sehe, einerseits mag ich einfach diesen Craftcontent, mit schön Stricken, Spinnen, Nähen und dem ganzen Kram. Ich lese auch gerne diese bildschön fotografierten Heile-Welt-Blogs von manchen Crafterinnen. Andererseits finde ich es auch schade, dass die "andere Seiten" so unsichtbar werden. Ich würde nicht so weit gehen, es als eine gefährliche Messlattenhängerei zu bezeichnen... aber es ist einfach eine verkürzte Darstellung von dem, was viele Frauen machen, und es bedient halt leider oft Klischees. Also schon ein "Ja" von mir zu mehr Brüchen im Weiblichkeitskonstrukt.

Heisst das jetzt, dass in Craftblogs mehr darüber drin stehen sollte, dass man manches nicht hinkriegt, was man für Probleme hat und was alles blöd ist? Ich denke nicht. Ich mache das auch nicht, einfach, weil ich nicht in aller Öffentlichkeit über meine Problemchen und kleinen Verzweiflungen reden möchte. Etwas Anderes ist es, wenn sie nützlich sein können um zu einem Thema was konstruktives beizutragen, z.b. indem man mal über die Krankheit Depression was schreibt. Aber zu persönlich dabei zu werden, habe ich auch keine Lust.

Nein, ich muss nicht meine persönlichen Probleme in aller Öffentlichkeit auswalzen, aber Brüche im Bild der häuslichen Craftbloggerei können ja auch anders veranstaltet werden. Durch Meinungsmache und Polit-Themen zum Beispiel, oder wenn sowas traditionell häusliches wie Handarbeit auf einmal in Form von Guerilla-Knitting öffentlich wird. Oder manchmal sind auch die gebloggten Dinge in Craftblogs auch überhaupt nicht niedlich-deko-tütelig, sondern an sich unkonventionell und subversiv. Schon die Strickmuster in der Knitty sind oft unkonventionell gewesen, bei the Anticraft gehts allerdings noch heisser her.

(Ich habe echt geschafft, die Maus rauszuschmeissen, juhuu! Sie war in einem Korb mit Percussionschnickschnack und hat da drin gerödelt und einen total nervenden Radau gemacht. Ich habe schnell den Korb vor die Tür getragen, sie war auch echt noch drin, und dann hüpfte sie raus und die Treppen runter. Endlich Ruhe! Wieso sieht diese Katze nicht ein, dass sie ihre Mäuse zum Spielen nicht in der Wohnung halten kann... )

Eine Kommentatorin hat bei Cat geschrieben: Diese Frauen haben alle ein Leben, einen Job, und anderes zu tun - aber sie machen es sich und uns im Internet schön und das wäre doch toll.

Ja, das ist schon toll wenn es jemand einem schön macht. Das ist nicht zu unterschätzen.
Letzten Endes könnte man sogar sagen, dass Häuslichkeit der eigentliche Sinn des Lebens ist, und dass doch diese ganze irre Rackerei der Menschheit nur dazu dient, ein trautes Heim zu schaffen in dem man glücklich mit seinen Lieben leben kann. Oder wozu sonst alles? Geht man nicht arbeiten für sich und sein Zuhause? Also heisst das doch im Umkehrschluss: Häuslichkeit ist das Wichtigste und Primärste im Leben überhaupt, und irgendeine sehr verzerrende gesellschaftliche Konvention hat irgendwann festgeschrieben, dass Nebensachen wie irgendwelche Leistungen erringen und zur Lohnarbeit zu gehen spannender und wichtiger sind. Naja, zumal Lohnarbeit und "externe Bereiche" so auch nicht schon immer existiert haben.

Aber bevor das nun ins völlig philosophisch-Schwafelnde abdriftet: Ich finde meinen Sinn schon auch in einem schönen Zuhause, harmonischen Beziehungen und in möglichst selbstbestimmten Gemeinschaften und Gesellschaften, wo Entfaltung und einfach ein schönes Leben möglich ist. Friede, Freude, Eierkuchen. Das macht vielleicht das Craft- und Homedeko-bloggen so attraktiv. Weil ich da konkrete Resultate sehe von Dingen, die ich selbst machen kann, gerade in einer kapitallistischen Konsumkultur ist das ja auch was wert.
Aber es reicht nicht ganz, denn da stand auch: "in möglichst selbstbestimmten Gemeinschaften". Zuhause, das ist für mich auch, dass die Community, zu der man sich zugehörig fühlt, kein Jammertal volller Ungerechtigkeiten und Schreckensherrschaft ist. Und das ist leider nur bedingt gegeben. Also, im Argen liegt jedenfalls genug.
Und da passt es für mich schon sehr gut, wenn man sich das heimelige Kuschelzuhause als konsumverweigerndes DIY-Reich zusammenbastelt, aber auch seine Meinung sagt, politisch aktiv ist oder was in dem grösseren Zusammenhang in dem man sich bewegt, bewegt.
Das wäre für mich die beste Mischung: Craftblogging, aber auch etwas Politblogging, und auch ein wenig Aktivismusblogging.

Die urbane Spinnstube, Episode 23 - selbstgemachter Sockenclub

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Die Folge zum Runterladen gibt es hier:

Episode 23 – der selbstgebastelte Sockenclub

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Die Shownotes:

Housekeeping

Es gab wieder soviel nettes Feedback, dass ich hoffe, niemanden vergessen zu haben, wenn ich mich bedanke, und zwar bei: Henriette, FibrePiratess, Ickeausberlin, Ronny, Manu, Ella, Edith, Schädelkatze, Eidechse, Alruna, Steffi, Daniela und Tini!
Danke an Helga fürs flattren! Und an estrella-polar fürs Spielpartnerin sein bei draw something (ipod/iphone app).
Danke besonders an Henriette, Steffi und Daniela für die Links zum Steeken bzw. zum Fersenstricken.
Die Links im Einzelnen sind:
Steeking Nr. 1
Danielas Norwegerpulli
Jinx über das Steeken
Steeking Videoanleitung von Drops
Aufnehmen von Fersenwandmaschen Video (Teil 1) und (Teil 2)

Stricken

Heute geht es um den selbstgebastelten Sockenclub. Tini hatte so etwas gemacht und es in ihrer letzten Folge erwähnt, und ich habs nun auch gemacht. Meine Muster und Garne sind:

Shur'tugal von Alice yu
– Norma-Billigwolle in Rot-Grün
Naive Socks von SpillyJane – MacGeiz Billigwolle in Blaugelbgrün
Eunice von Cookie A (dies ist aus dem „Sock Innovation“ Buch) – Supergarne Aktiv in Petrol
Schneekoppe von Manuela Burkhardt – Grünes Sockenwollgarn mit Baumwollanteil
Cookie A's Summer of Sox – handgesponnenes Sockengarn aus BFL/Nylon aus Fasern von der Zauberwiese.
Twisted Limone von Karen Scott – Opal Uni in Gelb
Gentlemans Sock for Evening Wear von Nancy Bush – Zitron Trekking Tweed handgefärbt von Jacko
Firestarter von Yarnissima – Lana Grossa Cotton Stretch in Uni Lila
9 to 5 Socks von Nicole Hindes – Regia Trend Color
Southwestern Socks von Wendy Johnson – Nestas handgefärbte Sockenwolle in Lagune
Saviano von Yarnissima – Wollfactory Next Socks handgefärbt in blaugrau
Cabley Goodness TDTU Socks von Erin Case – Dibadu Funnies „Glamour Girls“ Emily

Wenn ihr beim Socken-Selbstbastelclub mitmachen möchtet, würde ich mich freuen wenn ihr z.b. in euren Blogs berichtet was ihr so für Muster und Garne ausgesucht habt und mir das in den Kommentaren verlinkt. Wer noch nicht hat, aber möchte, die Strickmuster bis auf Eunice und die Gentlemans Socks sind alle kostenlos online erhältlich.

Spinnen

Es geht um das Verzwirnen von Garn, das aus einem aufgetrennten maschinengestrickten Pullover gewonnen wurde, und zwar von Eidechse. Wir haben ein Cable-Cable-Garn daraus gezwirnt.
Dann geht es noch um die kontroverse Frage, ob Spinnräder aufgrund ihrer verschiedenen Übersetzungen variabler sind als Spindeln, und ich behaupte, da die Übersetzung eines Spinnrades die Geschwindigkeit der Drallerzeugung bestimmt, und bei Spindeln die Geschwindigkeit der Drallerzeugung durch schnelles oder langsames anschubsen der Spindel bestimmt wird, dass da die Spindel mehr Möglichkeiten hat als das Rad. Denn so gesehen haben Spindeln hunderte stufenlos ineinander übergehende Übersetzungen und sind damit eindeutig variabler. Dann geht’s noch darum, dass der Einzug am Spinnrad (wie stark es zieht) dem Gewicht der Spindel entspricht (wie stark die Spindel am Garn zieht). Während bei meinem Rad bei zunehmendem Füllstand der Spule der Einzug immer schwächer wird, wird bei zunehmendem Füllstand der Spindel der Zug immer stärker. Am Ende kann man dann beim Rad die Bremse anziehen und die Spindel semi-unterstützt auf dem Boden aufgesetzt betreiben. Das sehe ich als einen auffälligen Unterschied.

Urbane Selbstversorgung

Hier geht es heute mal um ein Thema, das weniger um die Selbstversorgung sich dreht, sondern mehr um das urbane Leben. Ich komme ja aus der Provinz und wuchs in einer ziemlich weißen Umgebung auf und für mich war die kulturelle Vielfalt in der Großstadt zuerst mal eine Bereicherung, aber auch eine Herausforderung. Man kriegt ja doch ansozialisiert, man sei als Weiße/r der Nabel der Welt und alle anderen hätten sich doch an die Standards anzupassen, die einem „Uns/Wir“ entsprechen, aus dem alle anderen ausgegrenzt werden. Für mich war es ungewohnt, mit Menschen aus verschiedenen Kontinenten und Kulturen umzugehen ohne mich als ungehobelte Provinzlerin zu blamieren. So richtig weitergeholfen hat mir zuerst eine afrodeutsche Freundin seinerzeit. Sie brachte mir Theorien und Bücher zum Thema Rassismus nahe.
Drei Bücher, die ich super fand, sind:
Kulturelle Etikette – ein Ratgeber für die wohlmeinende Antirassistin von Amoja Three Rivers und Blanche Jackson
Deutschland Schwarz Weiss – der alltägliche Rassismus von Noah Sow (das ist ein neueres Buch von 2008, das ich mir vor 3 Jahren gekauft habe)
Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein von Annita Kalpaka und Nora Räthzel (Hg)
Inzwischen würde ich nicht sagen, ich sei völlig frei von ansozialisierten, störenden Mustern, die mir dieses Land als homogen-weisses Norm Otto Normal-Land nahegebracht haben (wer wird sowas schon mal eben los) aber ich habe mich von ihnen ein stückweit emanzipiert und fühle mich als Weisse viel besser geübt und weltgewandter im respektvollen Umgang mit People of Color. Das Leben in der Stadt ist für mich viel schöner und bereichernder, wenn ich mich in der urbanen Vielfalt gut gelaunt bewegen kann, ohne das „Andere“ abwerten, exotisieren oder übermässig anhimmeln zu müssen, mit dem guten Gefühl, dass mir mein antrainierter Alltagsrassismus nicht andauernd in die Suppe spuckt. (Und wenn doch, dann mach ich kein Riesendrama draus).
Links dazu:
Der braune Mob
ISD - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Demokratie statt Integration
Respect (Initiative für die Rechte von MigrantInnen, die in privaten Haushalten arbeiten)
Allmende
Wir sind eine Farbe, die unterschiedliche Farben beinhaltet;
Wir sind eine Welt, die aus unterschiedlichen Welten besteht!

Was ich gerade toll finde

Den queeren Podcast „Heiter scheitern“ - ganz ganz super!

Craftblog der Woche:

My Stash and I von Jinx. Kennt ihr eh alle, oder?

Teechen:
Ganz unaromatisierter Schwarztee zum Marmeladenbrot!

Damit war es das schon wieder. Musikalische Credits:
Eingangsmelodie: „Water“ von SaRaGaMa
Zwischeneinspieler sind aus der Loop-Bibliothek von Garageband
Am Schluss ist ein Saxophonstückchen namens „Summer Hummer“, das ich aufgenommen habe, und zum Abspann gibt’s „Progressive House“ auch aus der Loop-Bibliothek von Garageband.

Viel Spass beim Hören und ne gute Zeit!

Donnerstag, 29. März 2012

Adrienne's Socken

Das Craftblogging geht weiter: Ich habe Socken fertiiig, juhu! Sie gefallen mir ausserordentlich gut. Und dann habe ich bei Facebook gerade einen Link reingereicht bekommen, dass Adrienne Rich am Dienstag im Alter von 82 Jahren gestorben ist. Ich kenne nicht viel von ihr, denn sie war Dichterin und Denkerin und ich habe für Poesie meist nichts übrig - aber ich habe von ihr während meines Genderstudies-Studiums einen Artikel gelesen, der bahnbrechend für mein Denken war. Radikalfeminismus at it's best mit dem Essay “Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz”.

Adrienne's Bio bei Fembio.org

Ja, und was kann es besseres geben, als dieser herausragenden Feministin mein heute fertig gestricktes Paar Socken zu widmen?

Das Muster ist aus "Sock Innovation" der ebenfalls wunderbaren Cookie A und heisst "Sunshine".

sunshine2

Es ist erstaunlich, wieviel schöner die Aufnahmen an der Fersenwand nach dem Tutorial, das mir Steffi verlinkt hatte, geworden sind: (die rechts abgebildete socke ist einfach herkömmlich aufgenommen worden, die links nach dem Tutorial)

sunshine6

Das Muster war schön zu stricken und gut beschrieben. Überhaupt sind die Muster in "Sock Innovation" sehr verständlich und akkurat geschrieben.

sunshine4

Was mir zum gestrigen Artikel noch eingefallen ist: Die Politisierung des Craftbloggings ist ja bei weitem nicht die einzige Form der Vermählung von Craft + Aktivismus/Feminismus (Wofür es das schöne Wort "Craftivismus" auch schon gibt) sondern das ist ja keine Einbahnstrasse. Schön ist auch, wenn feministische Blogs explizit auch Craftcontent aufnehmen oder erwähnen. So hat die Mädchenmannschaft auch schon öfter Craftcontent gefeatured und z.B. auch schon Fashionbloggerinnen interviewt. Aktuell ist eine Beautybloggerin WWW Girl der Woche. Was ich explizit toll finde. (Auch wenn ich mit Beautyzeug wenig zu tun habe, finde ich die Verbindung einfach gut, auch, daß wir Feministinnen uns gerade die "femininen" Bereiche nicht wegnehmen oder schlechtreden lassen.

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