[go: up one dir, main page]

 

Dienstag, 10. Januar 2012

Es ist daaaa!

bike2

Intec/Fort T06 in tannengrün... fährt traaaaaaumhaft!

Mittwoch, 11. Januar 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 14: Das neue Rad ist da!

hexi2

Hier gibts wie immer die Episode 14 zum Download: Das neue Rad.

Die Feedadresse für den Podcast für euren Player lautet:
http://feeds.feedburner.com/distel

Die Shownotes:

Housekeeping:
Ich habe zwei übergrosse Hexipuffs gestrickt, die ich als Nadelkissen gerne verlosen würde:

DSC_0728

Wenn ihr eins davon haben wollt, schreibt mir einen Kommentar unter diesen Eintrag und gebt zum Besten, was ihr mit Wollresten macht und/oder was ihr für eine gute Idee für die Resteverwertung haltet. Wichtiger Nachtrag: Die Sache lasse ich mal einen Monat laufen, d.h. am 11. Februar ist Verlosung!

Events: Am 21. Januar (Samstag) ist wieder Wollwechsel! Das ist eine tolle Wolltauschaktion, die in den Etsy Labs in der Ritterstraße 12-14 in Berlin stattfinden wird. Ich habe bei Ello gefragt und sie meinte, das findet statt.
Ich erzähle was vom Wollwechsel im Februar letztes Jahr. Der war super.

Zum Stricken: Ich bin der Sucht erlegen, Hexipuffs zu stricken. Das sind so kleine, fiese ausgestopfte Hexagons aus Wolle, die zu einem riesigen "Beekeepers Quilt" (Link führt zum Muster und Fotos) zusammengenäht werden können. Ich will keinen Beekeepers Quilt. Wenn ich einen Quilt will, nähe ich mir einen. Ich werde diese Teile entweder zu einem Sitzkissen verwursten oder den armen Seelen schenken, die einen Beekeepers Quilt anfertigen wollen. Auf jeden Fall macht das total Spass, diese kleinen, gemeinen, süssen Hexipuffs zu stricken. Mann.

Fertig sind außerdem der Thermal-Pullover, die Berlin-Muster Socken, die zweiten Endpaper-Mitts und in Arbeit sind nochmal Endpaper Mitts. (Die Links führen zu Fotos von den Projekten bei Flickr bzw. Ipernity).

Die zweiten Endpaper Mitts will ich einer Aktivistin von Amnesty International schenken, damit sie beim Unterschriften sammeln nicht so kalte Hände bekommt. Hoffentlich mag sie die Farben... ich bin ja nicht mehr in meiner Amnesty-Gruppe aktiv, deshalb unterstütze ich das jetzt als passiv zahlendes Ai-Mitglied, und jetzt auch als passiv strickendes. Wenn wer das auch tun möchte, die Gruppe ist Amnesty-Berlin1310.de und arbeitet zu Belarus (Weißrussland) und der Todesstrafe.

Spinnen: Nix neues so wirklich. Ich spinne weiter auf meinem alten, neuen Nachkriegsspinnrad, dazu mische ich verschiedene Fasern mit Handkarden. Denn Handkarden sind super! Sie kosten auch 10 mal weniger als eine Trommelkardiermaschine zum kurbeln. Und sie sind auch praktisch.

Strick- und Spinntechniken:
Arten und Weisen wie man Garn anstückeln kann.
- Spit Splice (Filzen)
- Russian Join (Nähen)
- Einweben (nach Horst Schulz)

urbane Selbstversorgung:

Es geht wieder um den Weltagrarbericht, da mache ich ja jetzt eine Serie zu dem Thema.
In dem Weltagrarbericht wird eine Analyse gemacht, wie die Hunger- und Ernährungssituation weltweit ist, wo die Probleme liegen, und was man tun kann, um die Probleme zu lösen.
Dabei kommt der Bericht zu folgenden Punkten:
Im globalen Süden ist der Hunger das grössere Problem. 70% der Hungernden leben auf dem Land. Oft entsteht der Hunger dadurch, daß sie Situation von selbstversorgenden kleinen LandwirtInnen sich verschlechtert, und sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Vertreibung von ihrem Land, Verlust von Wasserquellen oder das Abgraben von Wasser, oder Wegfall von Zuverdienstmöglichkeiten, oder Wegfall von Arbeitskräften durch Landflucht usw. führen dazu, daß KleinbäuerInnen keine Rücklagen bilden können und die Landwirtschaft zum Risiko wird - kommt eine Dürre, ist der Ofen aber sowas von aus.
In den reichen Ländern, aber auch zunehmend in den ärmeren, ist eine mit Übergewicht einhergehende Mangelernährung das grössere Problem. Es fehlt an sogenannten Mikronährstoffen (wie Vitaminen). Der Grund dafür ist, daß die Ernährungsvielfalt verschwindet, während die Produktion von Weizen, Mais, Soja und Reis in riesigen Monokulturen dazu führt, daß monotone Nahrungsprodukte billig zu haben sind. Die Armen in armen wie reichen Ländern können sich vielfältige Nahrung nicht mehr leisten und essen das, was die Agrarindustrie in Massen billig produziert.
Als Lösung kommt der Weltagrarbericht für beide Probleme zu einem ähnlichen Fazit: Lokale Maßnahmen bringen die besten Ergebnisse. Wenn sich die Menschen basisdemokratisch selbst organisieren und ihre soziale und wirtschaftliche Situation als Kleinbauern verbessern können, verbessert sich die Ernährung und die Gesundheit. Wenn in den Industrieländern lokale kleine Bauernbetriebe gefördert werden, indem man auf regionale Produkte achtet, auf Bauernmärkte geht und so weiter, verbessert sich auch die Ernährungssituation und die Gesundheit allgemein. Dann werden vielfältigere Nahrungsmittel leichter erhältlich, nicht nur für vereinzelte Ökofreaks.
Eine Absage gibts generell an Gentechnik und industrielle Landwirtschaft, die anscheinend nirgends zur Lösung von Hungerproblemen und Mangelernährung beigetragen haben.

Was ich gerade toll finde:

Mein neues Fahrrad! Juhu! Es fährt wirklich wie ein Traum.
Ich habs auch codieren lassen, angeblich ist das wirklich gut und schreckt Diebe ab bzw. erhöht erheblich die Auffindquote.

Am Schluss spiele ich ein bischen Saxophon, und zwar ein trad. serbisches Lied namens "Ajde Jano" - aber nur ganz kurz. Danach improvisiere ich bischen unbeholfen rum.

Freitag, 13. Januar 2012

Wollwechsel am 21. Januar in den Etsy-Labs + paar News

Gestern hat Ello die Ankündigung offiziell rausgegeben, daß am Samstag, den 21.1. wieder Wollwechsel ist!
Das ist super, und ich freue mich darauf - letztes Jahr war's sehr schön auf dem Wollwechselevent. Man kann dort Wolle tauschen und, wenn man will, einen Kuchen mitbringen, und bei Kaffee und Kuchen stricken und Ideen tauschen.

Hier ist der Link zu Ellos Blog "Stricken in Berlin" wo alles Nähere über den Wollwechsel steht.

Nachtrag: Mööööööööööp! Am 21. 1. ist auch die grosse "Wir haben es satt"- Bauernhöfe statt Agrarindustrie - Demo! Was bin ich doch verpeilt! Ich wollte unbedingt auf diese Demo gehen, vielleicht lasse ich den Demotag in den Etsy-labs ausklingen. Das klingt nach nem Plan!



Dann bekam ich gestern über Facebook noch einen Link reingereicht zu einem Bild von Iggy Pop in einem Kleid, mit dem folgenden Text: "Hey girl, I'm not ashamed to dress like a woman because I don't think it's shameful to be a woman." Das fand ich cool von Iggy.
Der Text scheint aber nun doch kein Statement von Iggy Pop zu sein, sondern von jemandem nachträglich eingefügt. Beziehungsweise, sollte der Text von Iggy sein, habe ich dazu nichts gefunden - Aber trotzdem hier mal ein Link zu den Fotos von Iggy im Kleid. Die Fotos sind von Mikael Jansson, einem Modefotograf, der ein Fotobuch mit Fotos von Iggy Pop rausgebracht hat.

Ja, und sonst noch.. auch über Facebook habe ich reingereicht bekommen, daß ein katholischer Erzbischof in Granada in seiner Weihnachtspredigt dazu aufgerufen hat, Frauen, die abgetrieben haben, zu vergewaltigen - bzw. sie zu Freiwild zum Vergewaltigen erklärt hat. Dazu fielen mir wieder die "Straf- und Umerziehungsvergewaltigungen" ein, denen Lesben in Südafrika oft ausgesetzt sind. Dabei handelt es sich um Vergewaltigungen, die die lesbische Frau zum heterosexuellen Begehren umerziehen sollen - Hier Infos und Hier ne Petition.
In einem Artikel zum Thema Vergewaltigungsaufruf des Erzbischofs auf Frauenzimmer.de wird der Mann als krank, besessen und fanatisch bezeichnet. Es wär ja schön, wenn es wirklich so wäre, daß solche Männer Einzelne sind, deren Denkweise vom Denken "normaler Menschen" völlig abweicht, wie es bei frauenzimmer.de beschrieben wird. Ich habe daran allerdings Zweifel. In abgeschwächter Form ist das Denken, Frauen gehören nur mal ordentlich hergenommen, wenn sie in ihren von einer männerdominierten Gesellschaft zugewiesenen Platz verlassen, leider weiter verbreitet und beschränkt sich nicht auf ein paar durchgeknallte katholische Amtsinhaber. Das entsetzliche an den Äusserungen des Erzbischofs ist doch eben, daß sie sich nicht als völlig abseits der Norm brandmarken und ins Eck schieben lassen.

Freitag, 20. Januar 2012

Verzögerung..

...ich habe für die nächste Podcastfolge genug Material, auch schon was vorbereitet und Ideen - aber irgendwie diese Woche keine Zeit mehr zum Aufnehmen.

schaaaaaade, aber wenn man soviele Projekte gleichzeitig am Laufen hat, kommt man oft nicht so nach. Mein Saxophonlehrer hat bischen geschimpft, dass ich zu wenig geübt habe, und er hat auch recht, wenn ich nicht wieder mehr übe, bleib ich auf dem jetzigen Stand noch ne ganze Weile stehen.
Rückensport + Qi Gong bringen richtig was. Das hängt aber leider auch mit dem seltenen Saxophonspielen zusammen - wenn man sich 1x am Tag ne halbe Stunde für was Zeit nimmt, kann man sich fast nie noch für was anderes jeden Tag ne halbe Stunde Zeit nehmen, ohne daß es in Freizeitstress ausartet.

Die Suche nach einer Fahrradversicherung geht weiter. Hrrrmpf.
Versicherungsfritzen sind alle Verbrecher und wollen nur unser Geld!

Sonntag, 22. Januar 2012

wollwechsel


jan127, originally uploaded by distelfliege.

Das war der Wollwechsel 2012. Dieses Jahr war das System (anders, als ich im Podcast erzählt habe, da habe ich ja erwähnt, wie es letztes Jahr so war) daß jedes Buch, jedes Knäuel und jedes Ding einen Punkt wert ist - ein Punkt = 1 Euro.
Sowohl das Knäuel Acryl als auch die handgefärbte Lacewolle von Zitron.
Einerseits fand ich das, was den Tauschgedanken angeht, besser, andererseits führte es zu einem gewissen "Geierverhalten": Wenn neue Leute kamen mit Wolle, kreisten schon die Tauschgeier und schnappten sich die besten Dinge, bevor sie überhaupt auf den Tischen landeten, weg. Najaaa... Korrektur: Sooo schlimm wars nicht! Vereinzelt kam es vor! Typischerweise saßen wir, und tratschten schön, tranken Tee und aßen Kuchen, und wenn eine neu reinkam mit einer Tüte Tauschwolle, bezogen wir schon Position und legten das Strickzeug hin, gingen rüber zu den Tauschwolltischen... ja, so war das. Einmal drang ein Gesprächsfetzen an mein Ohr, "....da, es kommt Frischwolle!"

Letztes Jahr wurde das Garn im Wert ja geschätzt, und das "teure" Garn war auch im Tausch "teuer", und das Schnäppchenjagdverhalten entsprechend gedämpft (mein Eindruck).
Was _ich_ toll fand, war: Letztes Jahr hatte ich Garn dabei, was meist liegen blieb, es war echt das, was ich nicht mehr wollte, und dafür bekam ich edelstes Edelgarn. Dieses Jahr habe ich etwas besseres Garn eingepackt, u.a. Lacegarn handgefärbt, Sockenwollstränge... und handgesponnene (schöne) Garne. Alles war innerhalb von kurzer Zeit weg. Das fand ich echt zufriedenstellend, dass mein Garn, was ich nicht mehr wollte, in gute Hände kam.

Meine eigene Ausbeute ist auch super gewesen: 6 Knäuel "Seidana", ein Mischgarn aus Poly, Wolle und Seide, das ein kurzärmliger Pulli werden soll, Baumwolle in Jeansblau und blassolivgrün, das ein ärmelloses Shirt werden soll, und graues Tweedgarn 6fach Socke. Und eine Tüte Jacobschaf Spinnfasern.
Damit bin ich lauter Garn losgeworden, das ich eh nicht verstricken würde bzw. wo ich schon genug von habe, und habe dafür Garn bekommen, wo ich wirklich einen Plan habe, was ich damit machen werde. (Ausser das 6fach Tweed, das ich halt nur schön fand).

Alles in allem - suuuper wars wieder, Spass gemacht hats auch, danke Ello fürs organisieren, und den Helferinnen natürlich auch!!

Dienstag, 24. Januar 2012

die urbane Spinnstube, Episode 15: Ernährungssouveränität

jan1215

Die Folge zum runterladen:
Episode 15: Ernährungssouveränität

Feed zum Abonnieren: feeds.feedburner.com/distel

Die Shownotes zum nachschlagen:

1. Housekeeping
die Hexipuffs verlose ich anfang februar. (davon red ich aber erst am ende)
neuer deutschsprachiger podcast – Zwillingsnadel von Tini.
Ich hab auf dem Wollwechsel welche getroffen, die den Podcast hören, z.b. die Linkshänderin.

2. Stricken: Hexipuffs für den Beekeepers Quilt von noch zu beglückenden anderen Strickerinnen. Sowie Mother Bear Project Bären. Mother Bear ist ein Projekt, wo von HIV betroffene Kinder Kuscheltiere bekommen, in dem Fall Bären, man strickt einen Bären und schickt den dort hin, und die leiten den dann weiter in entsprechende Waisenhäuser und so weiter.
Auf Initiative von Dr. Gemma vom Cogknitive-Podcast. Sie macht richtig Laune, diese Bären zu stricken.

Dann gibt’s einen Rückblick auf den Wollwechsel 2012 in den Etsy-Labs, der von Ello und FreundInnen organisiert worden war. Es war wieder toll, und ich habe getauscht: 3 x 100g Sockenwolle, 2x handgesponnenes Navajoverzwirngarn, 1x Artyarn, 2x Pulloverwolle, die vom Gansey übrig war, und 1x handgefärbtes Lacegarn. Dafür hab ich mitgenommen: Baumwollgarn für 1 Tshirt und „Seidana“ Garn für 1 ärmellosen Pullover von Vera Välimäki (Plain and Simple) und 1x Online Sockenwolle.

3. Spinnen: Ich zwirne mein 4 fach Cable zu Ende. Ich will nun doch meine Kreuzspindel loswerden, weil sie mir optisch gefällt, aber die Bauform nix für mich ist. Ich verkaufe sie auf dem nächsten Treffen von Berlin spinnt.

4. Teechen: Blutorangen-Früchtetee mit etwas Roibusch reingemixt, das von meinem Kiez-Teegeschäft Bohea kommt.

5. Urbane Selbstversorgung: Es geht um Ernährungssouveränität, dies ist ein Konzept das von der Kleinbauernorganisation Via Campesina geschaffen wurde. Es löst das Konzept der Ernährungssicherheit ab. Es geht um die Produktionsbedingungen von Nahrung, die von den Menschen für die Menschen möglichst regional und unter demokratischen Bedingungen produziert werden soll, und das Recht, über die Produktion der Nahrung selbst zu bestimmen – auch das Recht von Staaten, ihre Landwirtschaftspolitik selbst zu regeln.

Dem stehen internationale Freihandelsabkommen (WTO) und die internationale Finanzpolitik (IWF/Weltbank) entgegen. Dazu habe ich etwas im Podcast bischen irreführend formuliert: Die Freihandelsabkommen nützen nicht uns als BewohnerInnen von Industrieländern persönlich – für uns als VerbraucherInnen sind die ja auch schlecht. Gestärkt werden nicht unsere Interessen als VerbraucherInnen, sondern die Interessen von Handelsketten und Agrarindustrie, und die der großen Agrarpolitik der Industrieländer. (So, das war jetzt die Korrektur).

Ernährungssouveränität braucht Selbstbestimmung, gerechte Landverteilung und Zugang zu den Produktionsmitteln, z.b. auch Saatgut (Saatgutkampagne → mehr Infos)

Zu dem Thema haben wir am Samstag auch schön demonstriert, mit den Leuten vom Allmende-Kontor und dem Rosa-Rose-Garten in Berlin.

6. Was ich grade toll finde: Selbstvertrauen. Das ist ne feine Sache!

7. Nochmal was zu Podcasts und den Kosten/Spendenknöppen: Es gibt so ne super Sache namens Flattr. Damit kann man den MacherInnen von kostenlosem Content ein bischen Anerkennung in Form von Geld zukommen lassen: Man meldet sich an, und zahlt pro Monat 2 Euro ein, z.b. Diese 2 Euro werden an alle Projekte verteilt, bei denen man den „Flattr-Button“ in dem einen Monat klickt, man hat also ne feste Summe und kann sie pro Monat nach Belieben ausstreuen. Man kann sie auch an Wohltätigkeitsorganisationen per Flattr spenden, z.b. Amnesty. Wenn man mal einen Monat nichts klickt, wird das Geld nicht verbraucht und für später aufgehoben – das hab ich im Podcast falsch erzählt. Ich glaub jetzt nicht, dass Flattr zu viel Einkommen führt, weils auch so wenig bekannt ist, aber ich habe einen Flattr-Button gemacht, weil ich das eine gute Idee finde, und es bekannter machen möchte.

Schöne Woche!

Donnerstag, 26. Januar 2012

Neues Pulloverprojekt

jan129

Auf dem Wollwechsel letzte Woche habe ich ein Garn bekommen, das ich für einen Pullover mit kurzen Ärmeln benutzen wolle. Das Muster ist Plain & Simple von Veera Välimäki, und ich habe es auch schon ausgedruckt. Zuerst habe ich eine Maschenprobe gestrickt, die aussieht, wie der Anfang von einem Ärmel:

wollprojekt3

Zwei Erkenntnisse: Die Maschenzahl und die Reihenzahl sind ok. Ich brauche 2mm Metallnadeln um die richtige Maschenzahl zu erreichen. WIE kriegt man das mit 3mm Nadeln hin? Schnürt man sich die Blutzirkulation in den Händen ab und strickt sich die Schultern und Arme wund bei so viel Fadenspannung?
Die zweite Erkenntnis: Die Farbe, die ich zuerst ok fand, sieht auf meiner Haut kacke aus. Sie ist meinem Hautton zu ähnlich und sieht aus wie ne alte Feinstrumpfhose. Die Wolle muss also überfärbt werden.

wollprojekt2

Somit wird die komplette Wolle mit der Kreuzhaspel auf Stränge umgewickelt. Ich war am Dienstag im neuen Wollust-Laden in Kreuzberg und habe mir da die kleinere (mittlere) Kreuzhaspel gekauft, da ich die große von Kromski schon hatte, und die grosse ist für 50g Knäuel oder wenn man nicht ganz so lange Stränge will, ein wenig zu gross.

wollprojekt4

Da war alle Wolle dann als Strang.

wollprojekt5

Einweichen

wollprojekt7

Färben. Ich hab noch ein wenig weisse Sockenwolle zum Strang gehaspelt und diese mit in den Topf getan.

wollprojekt9

Mit dem Ergebnis bin ich super zufrieden! Es ist ein dunkles, braungraupetrol mit leichten Variationen drin. Zum Niederknien schön! Ich liebe die Farbe jetzt schon. Ausserdem hatte ich mich vor dem total gleichförmigen Unigarn eh gegruselt, denn der Pullover ist hauptsächlich glatt rechts, das wäre in komplett Uni todlangweilig geworden. So habe ich doch mehr eine Chance, das Projekt ohne zuviel Langeweile zu stricken, denn das wird sicherlich ein Langzeitprojekt.

Montag, 30. Januar 2012

die Flattr-Liste

..da ich seit kurzem bei Flattr bin, einem netten Service, wo man den freien und kostenlosen Content im Web mit Mikro-Spenden unterstützen kann, sammle ich gerade Leute, die ich unterstützenswert finde bzw. deren Artikel ich gerne verfolge und konsumiere und deren Arbeit ich mit meinen Flattr-Klicks mit etwas Anerkennung überhäufen möchte.

Zuerst habe ich die "Girls on Web Society" der Mädchenmannschaft gefragt, welche guten feministischen Dinge es zum Flattren gibt.
Und hiiier sind schon mal ein paar: Welche Craftblogs und Podcasts gibts denn zum Flattren?
  • Mich selbst zum Beispiel - siehe den Button im Menü links ;-))
Und sonst so? Diese Liste wird sicher noch verändert und ergänzt und dann mal in der Sidebar verlinkt..

feministische Randnotizen

Über Facebook habe ich gerade einen Artikel über die sog. "Männerrechtler" gelesen. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat nämlich eine Studie rausgebracht über die sog. "Männerrechtsbewegung" und kam zu dem Ergebnis, daß diese nicht nur frauen-, sondern auch männerfeindlich ist. Interessant fand ich auch, was ganz unten im Artikel erwähnt wurde, nämlich, daß laut dem Soziologen Heitmeyer, der auch grad aktuell eine Langzeitstudie veröffentlicht hat, sich die "Ideologie der Ungleichwertigkeit" und rechtsextreme Haltungen weiter ausbreiten. Zum einen hab ich eh das Gefühl, daß immer noch ein Rollback im Gange ist, und zum anderen finde ich das treffend, dass hier "rechtsextrem" treffend als "Ideologie der Ungleichwertigkeit" bezeichnet wird. Mir geht das aber nicht wirklich weit genug, weil genügend "Neue Rechte" meinen, ihr modern aufgebrühter Rassismus enthalte keine verschiedene Wertung verschiedener Menschen, ihnen würde es ja reichen, feststellen zu dürfen, wie ach so wahnsinnig verschieden die Menschen doch seien. Also würde ich durchaus "Ideologie der Ungleichheit" draus machen, um diese Konstruktion von Unterschieden nicht auch noch als gültig anzuerkennen.

Das Andere, was auch bei Facebook die Runde machte, und was ich auch in meinem Blog erwähnt habe, war diese Rede eines spanischen Erzbischofs, der angeblich zu Vergewaltigungen aufgefordert hat. Dazu hatte in der "Girls on Web Society" auf Facebook eine Bloggerin, Lucrezia, folgendes geschrieben:
Die gepostete Nachricht betrifft die Weihnachtspredigt des Erzbischofs Martínez im Jahr 2009. Auf der Webseite von Eurotopics wird es so dargestellt, als ob sie letzte Weihnachten stattgefunden hätte. Ich bin Opfer sexueller Gewalt und gegen Missbrauch in der Kirche, habe die Predigt gelesen, ein Video davon gesehen und glaube wirklich, dass der Bischof seine Idee falsch zum Ausdruck brachte. Zudem wurden seine Aussagen im genannten Artikel völlig falsch übersetzt. Er wollte weder einen Aufruf zu Vergewaltigung machen, noch Vergewaltigungen von abtreibenden Frauen rechtfertigen. Am 12.01.2010 hat er sich in einer Pressemitteilung wegen des Missverständnisses entschuldigt. Er meinte, dank des Gesetzes für die Abtreibung könnte der Mann den weiblichen Körper leichter ausbeuten, weil die Frau die Tragödie der Abtreibung durchstehen muss.
Tja, da hatte die Medienwelt irgendwie irreführend ne Sau durchs Dorf getrieben. Ich persönlich habe gegen diese Denkweise des Erzbischofs auch allerhand einzuwenden, dahinter steckt halt die olle religiös-konservative Auffassung, daß das Einknasten von Frauen in verkrustet-traditionelle Familienstrukturen das beste Mittel wäre, um ihre Ausbeutung im "sexuell befreiten Kapitalismus" zu beenden. Die olle Leier halt. Die Pille und Kondome sind auch frauenfeindlich, weil sie die sexuelle Ausbeutung von Frauen vereinfachen.
Hallo, liebe katholische Würdenträger: Die sexuelle Ausbeutung von Frauen gehört nicht durch das Wiederinstallieren von konservativen Familienmodellen erschwert, sondern - eigentlich voll einfach - sie gehört beendet durch echte Freiheit und echte Menschenwürde für Frauen und echten Respekt vor Frauen.

Archiv

November 2018
August 2018
April 2018
Januar 2018
November 2017
Oktober 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Dezember 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
November 2015
Oktober 2015
September 2015
Juli 2015
Mai 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005

Podcast: die urbane Spinnstube

Aktuelle Beiträge

Das war der #Inktober...
Jedes Jahr im Oktober gibt es eine Zeichenchallenge...
distelfliege - 3. Nov, 13:26
Ist es doch nicht vorbei?
Twoday.net wird anscheinend von Antville übernommen...
distelfliege - 1. Aug, 16:32
It's over now
...Ich werde zukünftig meinen Kram auf meinem Wordpress...
distelfliege - 23. Apr, 09:02
huhu
Inzwischen hat sich rausgestellt, dass ich damals doch...
distelfliege - 16. Jan, 18:33
Füller. Und Schreiben.
Im letzten Beitrag hier habe ich über einen Füllerkauf...
distelfliege - 16. Jan, 18:27

die kleine Erinnerung

anarchistel

Suche

 

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Creative Commons Lizenzvertrag
Wenn nicht anders angegeben, stehen die Inhalte auf diesem Blog unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Buttongenerator

der Sidebar-Feedreader..


Bulletjournaling
Comic
Divination
Emotion
fahrrad & tour
Garten
home sweet home
katze
Musik
podcast
Polit-Schwafel
Quilt & Textiles
quiltfremder crafty content
rauchfrei
Rezepte
Seiten
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren