DE922196C - Maschine zum Herstellen von Kautschukluftreifen nach dem Flachbandverfahren - Google Patents
Maschine zum Herstellen von Kautschukluftreifen nach dem FlachbandverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Herstellen von Kautschukluftreifen nach dem Flachbandverfahren.
Mit der Erfindung soll eine Maschine geschaffen werden, die im wesentlichen vollkommen selbsttätig
arbeitet. Die einzigen von Hand durchzuführenden Vorgänge sind das Auflegen der Gewebelage (oder
der Gummilauffläche) auf die Aufbautrommel, das Aufschieben der Wülste und das Abnehmen des
fertigen Reifens. Alle anderen Vorgänge werden durch Drücken eines Knopfes eingeleitet, worauf
die Maschine ihre verschiedenen Stufen ohne weitere Handschaltungen durchläuft, bis der Kautschukluftreifen
vollständig geformt ist.
Gewünschtenfalls kann dann die Gummilauffläche
über den fertigen Luftreifen gelegt und selbsttätig auf den Luftreifen aufgepreßt oder aufgeheftet
werden.
DasKennzeichen der erfindungsgemäßen Maschine besteht darin, daß an jeder Seite der üblichen, zusammenklappbaren
Aufbautrommel eine liegende Hilfstrommel mit einem Schlauch angeordnet ist und daß durch den vorbestimmten Druck im Schlauch
gesteuerte Schalter eine Vorschubvorrichtung für den hohlen Käfig über die Trommel hinweg in
Tätigkeit setzen, während eine Schaltvorrichtung die Vorschubvorrichtung für den Käfig stillsetzt,
sobald dieser mit einer der drei Trommeln fluchtet.
Dabei kann der Schlauch auch im entleerten Zustand die Schalter steuern.
Die Maschine weist ferner einen Ständer an einer Seite und einen verschiebbaren Reitstock an der
anderen Seite auf, wobei der Ständer die Aufbautrommel sowie eine der Hilfstromtneln trägt,
während der verschiebbare Reitstock mit der zweiten Hilfstrommel in Verbindung steht und in Ausrichtung
mit der Aufbautrommel beweglich ist. Die ίο Aufbautrommel selbst besteht aus einer Anzahl
Backen, die mit Bezug auf die Trommelachse hin und her beweglich sind und neben den Innenenden
der Hilfstrommeln Schultern bilden. Wulststellringe sind längs der Hilfstrommeln beweglich.
Die Maschine hat eine in der Mitte gelegene, erweiterbare und einziehbare Aufbautrommel, auf
der die verschiedenen Arbeitsvorgänge zur Fertigung des Reifens durchgeführt werden. Wenn auch die
Trommel während der Aufbauvorgänge stillsteht, kann sie genügend weit gedreht werden, um die
Verbindungsstelle im Gewebe gegenüber der Verbindungsstelle in der Gummilauffläche zu versetzen.
Die Trommel kann auf Wunsch flach oder gebogen sein.
Um das später beschriebene Aufsetzen der Wülste
sowie das Abnehmen des fertigen Reifens zu ermöglichen, ist eine Seite der Maschine mit einem
verschwingbaren Reitstock versehen, der vorzugsweise eine der später beschriebenen Hilfstrommeln
trägt. Eine Vorrichtung ist vorgesehen, um den Reitstock in und außer Ausrichtung mit der Aufbautrommel
zu schwingen und den Reitstock auch in axialer Richtung zur Trommel hin und von der
Trommel weg zu bewegen. Die Aufbautrommel und die andere Hilfstrommel werden von einem an dem
anderen Ende der Maschine liegenden feststehenden Ständer getragen.
Die Aufbautrommel wird von den beiden Hilfstrommelni
flankiert, von denen die eine Hilfstrommel
von dem Reitstock getragen wird. Auf der Oberfläche der Trommel liegen lange, ausdehnbare, flache
Schläuche aus Gummi oder einem ähnlichenMaterial. - Zu Beginn des Arbeitsvorganges wird die Aufbautrommel
auf ihren kleinsten Durchmesser eingezogen, wobei an diesem Zeitpunkt die Außenflächen
der Schläuche, die flach auf ihren zugehörigen Trommeln liegen, mit der Außenfläche der Aufbautrommel
in einer Ebene sich befinden. In dieser Stellung wird eine Gewebelage aus Luftreifengewebe
um die Trommel herumgewickelt, wobei das Gewebe genügend breit gehalten wird, so daß
seine beiden Kanten die zusammengefallenen Schläuche überlappen. Die Größe, um die die Gewebelagen
sich über die Schläuche hinwegerstrecken, wird bestimmt durch die gewünschte Breite, mit der
die Kanten der Gewebelagen sich an. dem Gummilaufflächenteil der Karkasse überlappen sollen, wie
dies später erklärt wird.
Das verwendete Gewebe ist eine der üblichen Gewebearten,
wie sie bei der Fertigung von Reifenkarkassen verwendet werden, und besteht üblicherweise
aus einem Streifen von schräg geschnittenem, gummiertem Reifenkordgewebe. Sobald die Gewebelage
um die Trommel herumgewickelt ist, überlappen sich dieEndender Lage, um einen Sicherungsstreifen
zu bilden, und werden dann zusammengeheftet.
Sobald das Gewebe um die Trommel herumgelegt und verbunden worden ist, wird die Trommel teilweise
erweitert, so daß die Kanten der Trommel Schultern bilden, gegen die die Reifenwülste gelegt
werden. Diese Wülste haben die übliche Ringform, enthalten Drahtverstärkungen, wie sie z. B. in Geradseitreifen
verwendet werden, und sind in die üblichen Wulstreifen eingeschlagen. Die Wülste
werden in Wulststellringe eingesetzt, die zu beiden Seiten der Hilfstrommeln jenseits der aufblasbaren
Schläuche liegen. Nachdem die Trommel diese Vor- und Teilausdehnung gegeben ist, werden die Wulstringe
gegen die Schultern bewegt, und die Wülste werden gegen die gummierte Fläche der Gewebelage
angeklebt. Die Wulststellringe werden dann zurückgezogen. Die Wülste werden in die Ringe
eingesetzt, bevor die Gewebelage auf die Trommel aufgelegt ist und während der Reitstock außer Ausrichtung
mit der Trommel sich befindet.
Die Aufbautrommel wird dann auf ihren größten Umfang erweitert, wodurch das Gewebe dicht um
die Unterseite und die Innenseite der Wülste herumgelegt wird. Dieser Vorgang dient dazu, eine dichte
Adhäsion der Ware oder des Gewebes in der Fläche go der Wülste zu sichern. Die Erweiterung der Aufbautrommel
erfolgt durch einen an einer Seite der Maschine vorgesehenen Handhebel.
An einer Seite der Maschine, dargestellt als rechtsliegende Seite, wenn der Bedienungsmann vor
der Maschine steht, befindet sich ein großer, hohler Zylinder oder Käfig, der einen wesentlich größeren
Innendurchmesser als der Trommelaufbau hat. Dieser Käfig verschiebt sich teleskopartig über die
Trommel und bleibt an verschiedenen Punkten derselben stehen, so daß in Verbindung mit dem Füllen
und Entleeren der Schläuche sowie den Bewegungen des Käfigs das Gewebe über die Wülste von gegenständigen
Seiten weg gefaltet wird und sich dabei in der Mitte überlappt. Beim Arbeiten der Maschine,
wie sie hier beschrieben und dargestellt ist, wird die Bewegung des Käfigs durch Drücken eines Druckknopfes
eingeleitet. Die anschließenden Stufen, einschließlich des Füllens und Entleerens der Schläuche,
erfolgen vollständig automatisch.
In der Reihenfolge der Stufen bewegt sich der Käfig, von rechts ausgehend, teleskopartig über die
rechtsliegende Hilfstrommel weg. Der Schlauch auf dieser Trommel wird dann aufgeblasen, die frei
liegende Seite des Gewebes gegen die Innenfläche des Käfigs gehoben und an dem Käfig in Berührung
unter beträchtlichem Druck gehalten, der so groß sein muß, um die anschließenden Vorgänge durchzuführen.
Sobald der Druck in dem Schlauch die gewünschte Höhe erreicht hat, wird das Füllen
unterbrochen und der Käfig über die Aufbautrommel •eschoben. Durch diesen Vorgang wird der Schlauch
allmählich über die Aufbautrommel verlagert. Gleichzeitig hiermit wird auch das Gewebe verschoben
und die Kante des Gewebes um den Wulst herumgefaltet. Bei der Bewegung des Käfigs wird
die Gewebelage gegen die Außenoberfläche der Mittelfläche der auf der Aufbautrommel liegenden
Gewebelage gedrückt. Der Zug des Gewebes bei seinem allmählichen Falten über die Wulst
zieht das Gewebe dicht um die Wulst herum und drückt das Gewebe glatt und mit großer Kraft gegen
den darunterliegenden Teil des Gewebes. Die allmähliche Bewegung entfernt alle Luft, die zwischen den
Gewebelagen eingefangen sein könnte, so daß alle ίο Luftblasen ausgetrieben werden. Dies bedeutet eine
große Verbesserung gegenüber älteren Verfahren, bei denen die Gewebelagen geheftet werden, und behebt
das Einstechen in das Gewebe, um eingefangene Luft entweichen zu lassen oder Falten und Blasen
zu entfernen, die gelegentlich der üblichen Herstellung von Reifen auftreten.
Der Käfig hält an, sobald der erste Faltvorgang beendet ist. Der Druck im Schlauch wird nun automatisch
abgelassen. Sobald der Druck abgelassen ist, bewirkt die in- dem Schlauch vorhandene Spannung,
daß der Schlauch seine ursprüngliche Lage wieder einnimmt.
Der Käfig wird nun über die andere oder linksliegende Hilfstrommel bewegt und angehalten. Der
Schlauch wird nun gefüllt und der Käfig in seine Stellung über die Haupttrommel zurückbewegt, wodurch
die entsprechende Kante des Gewebes um die zugehörige Wulst herum und auf das vorher gefaltete
Gewebe aufgelegt wird. Der Druck in dem linken Schlauch wird nun abgelassen, und der
Schlauch kehrt in seine Ausgangsstellung zurück. Der Käfig wird nun in seine Ausgangsstellung auf
der äußersten rechten Seite der Maschine zurückgeführt, und die Karkasse ist fertig.
Obwohl die beschriebenen Arbeitsvorgänge so schnell wie praktisch möglich durchgeführt werden
können, beträgt bei normalem Arbeiten und wenn der Maschine genügend Zeit gegeben wird, um alle
Arbeiten in vollkommener Weise durchzuführen, die ganze erforderliche Zeit von dem Augenblick an,
wo der Käfig seine Ausgangsstellung verläßt, bis zu dem Zeitpunkt, wo er in diese Stellung zurückkehrt,
etwa 30 Sekunden, während welcher Zeit die Herstellung der Karkasse beendet ist. Dies ist nicht nur
sehr viel schneller als irgendeiner der bekannten Aufbauvorgänge, sondern es wird außerdem auch
eine bessere Karkasse erzielt.
Gewünschtenfalls kann die Karkasse an diesem Zeitpunkt durch Verschwingen des Reitstockes und
Einziehen der Trommel entfernt werden, wobei die Karkasse über die frei liegende Seite der Aufbautrommel
abgezogen wird.
Vorzugsweise wird jedoch die Gummi lauffläche unter Benutzung des Auflegers aufgebracht und
dann auf der Karkasse angeheftet. Der Arbeitsvorgang ist der gleiche und wird in der gleichen Reihenfolge durchgeführt; der einzige Unterschied liegt
darin, daß kein, Gewebe vorhanden ist. Wenn sich die aufblasbaren Schläuche über die Gummilauffläche
legen, üben sie einen kräftigen Druck auf die Gummilauffläche aus, entfernen alle zwischen der
Gummilauffläche und der Karkasse eingeschlossene Luft und pressen die Lauffläche fest auf die Karkasse.
Der fertige Reifen mit der Gummilauffläche wird dann von der Trommel abgezogen und ist für
die üblichen Behandlungs- und Vulkanisationsstufen fertig.
Die Bewegungen des Käfigs werden durch eine elektrische Anlage geschaltet, die ihrerseits zu bestimmten
Zeiten auf Drücke anspricht, die innerhalb der ausblasbaren Schläuche vorhanden sind. In
den Zeichnungen ist ein vereinfachtes Schaltbild der Schaltanlage dargestellt.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Vorderansicht der vollständigen Maschine vom Stand des Bedienungsmannes aus gesehen.
Diese Ansicht zeigt eine Stellung des Auflegers, der in bequemer Reichweite des Bedienungsmannes liegt. In dieser Ansicht ist die Aufbautrommel
in vollen Linien in ihrem vollständig eingezogenen Zustand dargestellt, und der Käfig
befindet sich in seiner äußersten rechtsliegenden Stellung.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 und zeigt die Schaltvorrichtung zum Anhalten des
Schlittens in seiner äußersten Rechtsstellung.
Fig. 2 a ist eine vergrößerte Vorderansicht eines der verschiedenen Endschalter.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Schnitt durch den Käfig und seinen Schlitten nach Linie 4-4 der Fig. 1.
Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch den Käfig nach Linie 5-5 der Fig. 3.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5.
Fig. 7 ist ein vergrößerter Schnitt durch einen Wulststellring nach Linie J-J der Fig. 6.
Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. 1 und zeigt den Aufleger in der Stellung,
die er beim Auflegen einer Gewebelage auf die Trommel einnimmt.
Fig. 9 ist ein vergrößerter Längsschnitt durch die Aufbautrommel, die die Stellung einnimmt, in
welcher die Gewebelage um die Trommel herumgewickelt wird.
Fig. 9 a ist ein Schnitt nach Linie 9a-9a der Fig. 9.
Fig. 10 zeigt die Einrichtung, mittels der die Trommel verlängert werden kann, um Luftreifen
verschiedener Querschnitte herzustellen.
Fig. 11 ist ein Schnitt durch eine der Hilfstrommeln
nach Linie 11-11 der Fig. 9.
Fig. 12 ist ein Schnitt nach Linie 12-12 der Fig. 9.
Fig. 13 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Maschine am Reitstock.
Fig. 14 ist eine Schnittdraufsicht auf die den Reitstock bewegende Vorrichtung, wobei der Schnitt
nach Linie 14-14 der Fig. 17 erfolgte.
Fig. 15 ist ein Einzelschnitt nach Linie 15-15 der
Fig. 17.
Fig. 16 ist ein Schnitt nach Linie 16-16 der
Fig.15.
Fig. 17 ist ein senkrechter Schnitt durch das linksliegende Ende der Maschine nach Linie 17-17
der Fig. 1.
Fig. 17 a zeigt die Stellung der verschiedenen
Elemente, sobald der Reitstock nach hinten ausgeschwenkt ist.
Fig. 18 ist eine Ansicht, die die um die Trommel
herumgewickelte Gewebelage zeigt.
Fig. 19 zeigt den Arbeitsvorgang beim Aufschieben
der Wülste.
Fig. 20 zeigt die vollständig erweiterte Aufbautrommel.
Fig. 21 ist ein Schnitt, der den aufgeblasenen Schlauch in seiner Bereitschaftsstellung zum ersten
Faltvorgang zeigt.
Fig. 22 zeigt den in seine zweite Stellung bewegten Käfig, wobei der erste Faltvorgang beendet
ist.
Fig. 23 und 24 entsprechend der Fig. 21 und 22 zeigen jedoch den zweiten Faltvorgang.
Fig. 25 isteineAnsichtydiedie aufgelegte Gummilauffläche
zeigt.
Fig. 26 zeigt den ersten Preßvorgang zum Aufpressen der Gummilauffläche auf die Karkasse. Der
zweite Vorgang ist der gleiche, jedoch haben die Teile entgegengesetzte Lage.
Fig. 27 ist ein Schaltbild einer elektrischen Anlage, die zum Steuern der Bewegungen des Käfigs
verwendet werden ,kann.
Fig. 28 zeigt schematisch die Schalter, vorzugsweise Quecksilberschalter, die die Bewegung des
Schlittens steuern, sobald der Luftdruck in den Schläuchen die richtige Höhe erreicht hat.
Fig. 29 zeigt schematisch die Schaltventile für die beiden Druckschläuche.
Der durch diese Maschine hergestellte Reifen besteht aus einer Gewebelage F. Diese Gewebelage
kann eine einfache Gewebelage sein oder aus mehreren Gewebelagen von schräg geschnittenem
Kordgewebe oder anderem Reifenmaterial bestehen. Die Kordfäden der einzelnen Gewebelagen bei einer
mehrschichtigen Lage verlaufen in entgegengerichteten Diagonalen. Sobald die Gewebelage um die
Trommel herumgewickelt ist, werden die Enden der Lage, wenn nur eine einzige Lage verwendet wird,
wie bei S verbunden. Wird eine doppelte Gewebelage verwendet, so erfolgt die übliche Fischgrätenverbindung.
Die beiden Wülste B haben die übliche Ringform und bestehen aus Drahteinlagen, die wie
üblich in einen Gummiträger eingebettet sind. Um die Wülste herum liegen die Wulststreifen C.
Sobald die Gewebelage oder die Gewebelagen um die Trommel herutngefaltet sind, überlappen sie sich
um ein gewünschtes Ausmaß, wie bei 0 dargestellt, und verstärken auf diese Weise den Reifen unter
der Gummilauffläche. Dies ist ein anerkanntes Luftreifenmuster. Gewünschtenfalls können sich die Gewebelagen
bis zu den Wulstlinien an beiden Seiten überlappen.
Die Gummilauffläche T ist von üblicher Form und kann Rillenmuster haben. Die Seitenwände W
können mit der Gummilauffläche aus einem Stück bestehen oder können von abweichendem Stoff sein,
der mit den Kanten der Lauffläche verbunden wird.
Die Enden des Laufflächenstreifens werden abgeschrägt, um Überlappungen zu bilden.
Um Nachteile zu verhüten, die sich dadurch ergeben, daß die Stoßstellen übereinanderfallen, liegt
es im Bereich der Erfindung, die Trommel um eine genügende Winkelgröße zu drehen, um übereinanderfallende
Stoßstellen zu vermeiden. Während der automatisch vor sich gehenden. Wende- und Heftvorgänge steht die Trommel jedoch still.
An einem Ende der Maschine, und zwar in der Darstellung an dem rechtsliegenden Ende, befindet
sich der feststehende, senkrechte Ständer 1, der vorzugsweise aus einer rückliegenden senkrechten
Platte 2 und aus einer Vorderplatte 3 besteht, die mit einer Bodenplatte 4 verschweißt sind. Endplatten
5 vervollständigen den Ständer. Im oberen Teil des Ständers ist das rohrförmige Gehäuse 6
mit den Platten 1 und 2 verschweißt.
An dem gegenständigen Ende der Maschine ist ein kleinerer Ständer 8 vorgesehen, an dessen Oberseite
der Reitstock 10 schwingbar und in Längsrichtung beweglich gelagert ist. Über die Vorderseite
der Maschine weg erstreckt sich das kräftige U-Eisen 12, das mit den Ständern 1 und 8 verschweißt
ist und dessen oberer Steg die Langschiene 14 trägt. Der allgemein mit 11 bezeichnete Tragschlitten für
den Käfig bewegt sich über die Schiene 14 weg. Das U-Eisen 12 dient auch als Träger für die Schalter,
die den Schlitten an den verschiedenen Punkten seiner Bewegungsbahn anhalten, wie dies noch beschrieben
wird. Über die Rückseite der Maschine weg erstreckt sich eine waagerechte Welle 15, die
in beiden Ständern gelagert ist und in Verbindung mit der Schiene 14 die Führungsbahn für den
Schlitten 11 bildet. Diese Welle 15 bildet auch die
Schwingwelle für den Reitstock 10.
Auf dem Ständer 1 sitzt der Umkehrmotor 16 mit
der Bremse 252 (Fig. 27), die über das Schneckengetriebe 18 die Kette 20 antreibt, an deren oberem
Trum der Schlitten 11 befestigt ist. Der Motor treibt die Kette 20 hin und. her über eine kürzere
Kette 22, die um ein Kettenrad 23 (Fig. 3) einer 1Oo
Vorgelegewelle 25 gelegt ist, deren Lagerung im Ständer 1 erfolgt. Auf der Welle 25 sitzt auch ein
Kettenrad 26, über das die Kette 20 wandert, deren andere Umkehrstelle von einem Kettenrad 28 getragen
wird, das in einem Gabelkopf 30 (Fig. 14) gelagert ist. Dieser Gabelkopf sitzt in der Endwand des
Ständers 8 und ist mittels eines Bolzens 31 verstellbar,
um den Durchhang in der Kette aufzunehmen. Der bereits erwähnte Aufleger ist allgemein mit
34 bezeichnet. Der Aufleger sitzt auf einem Fußgestell 35, das vorzugsweise nahe dem rechtsliegenden
Ende der Maschine sich befindet. Der Aufleger wird von einem schwingbaren Winkelarm 36 getragen,
so daß er bei NichtVerwendung in die in Fig. ι dargestellte Stellung übergeführt werden n5
kann. Während seiner Verwendung liegt er unterhalb des Mittelteiles der Aufbautrommel, wie in
Fig. 8 dargestellt, und zwar zwischen der Trommel und der Kette 20. In dieser Stellung kann er sich
auf die Welle 15 abstützen. Die obere Fläche des iao
Auflegers besteht aus einem Riemen 38, dessen Enden am Hauptrahmen des Auflegers verankert
sind. Der Aufleger hat zwei. Schwingarme 39, deren Außenenden Rollen 40 tragen, die bei gesenkten
Armen die Oberfläche des Riemens in einer waagerechten Ebene halten.
Sobald die Arme 39 in die in gestrichelten Linien in Fig. 8 dargestellte Stellung angehoben sind, wird
das Gewebe oder die Gummilauffläche um die Trommel herumgewickelt, wobei bei angehobenen
Armen genügend Raum zwischen den Rollen 40 vorgesehen ist, um die notwendigen Verbindungen
machen zu können.
Der Bedienungsmann legt die auf richtige Länge geschnittene Gewebelage oder die Gummilauffläche
auf den Riemen 38 auf, sobald der Aufleger sich in der in Fig. 1 dargestellten Stellung
befindet. Wenn die Gewebelage oder die Gummilauffläche aufgelegt worden ist, schwingt der Bedienungsmann
den Aufleger in die in Fig. 8 dargestellte Stellung. Der Bedienungsmann bewegt dann
den Schalthebel 42 (Fig. 17), wodurch ein Ventil 43 geöffnet wird und durch Leitungsverbindungen
die Arme 39 gehoben werden. Die Leitungen und die Vorrichtung zum Antrieb des Auflegers sind
nicht dargestellt, da der Aufleger nur dargestellt wurde, um eine zum Verständnis der Erfindung
notwendige vollständige Beschreibung zu geben.. Nachdem die Gewebelage oder die Gummilauffläche
verbunden worden ist, wird das Ventil 43 zurückbewegt,
die Arme 39 werden gesenkt, und der Aufleger wird wieder in die in Fig. 1 dargestellte
Stellung zurückgebracht. Bei der Fertigung eines aus zwei Gewebelagen bestehenden Luftreifens hat
der Bedienungsmann während des Arbeitens der Maschine genügend Zeit, um die zweite Lage für
die nächstfolgenden Arbeitsvorgänge auf den Riemen 38 aufzulegen.
Die Aufbautrommel besteht aus drei Teilen, die in Ausrichtung miteinander quer über die Maschine
weg und zwischen den Ständern liegen. Der mittlere Teil ist der Hauptteil für die Reifenfertigung, denn
auf ihm erfolgen die Vorgänge zum Verbinden der verschiedenartigen Elemente des Reifens. Dieser
Hauptteil wird an der rechten Seite, wie dargestellt, durch die feststehende Hilfstrommel und an der
linken Seite durch die verschwenkbare Hilfstrommel flankiert. Die Aufbautrommel ist allgemein
mit 45, die feststehende Hilfstrommel allgemein mit
46 und die verschiebbare Hilfstrommel allgemein mit 47 bezeichnet.
Der Außenumfang dieser Trommel besteht aus einer Mehrzahl von bogenförmigen Teilen oder
Backen, die zur Achse der Trommel hin und von der Achse der Trommel weg beweglich sind, um
den Durchmesser der Trommel zu ändern. Durch die Wände 2 und 3 des Ständers 1 an dem Gehäuse 6
ist eine lange, schwere Hohlwelle oder Muffe 50 (Fig. 5) hindurchgeführt, die an ihrem Außenende
in einem Lager 51 in der Wand 2 gelagert ist. An der Wand 3 geht die Hohlwelle durch eine Verstärkungsplatte
52 hindurch, an der ein langer, kegelförmiger Verstärkungskreuzrahmen 54 angeschweißt
oder angeschraubt ist, der sich bis zum rechtsliegenden Ende der Trommel 46 erstreckt.
Dieser Kreuzrahmen 54 ist genügend lang und starr, um die Belastung auf dem Außenende der
Hohlwelle 50 aufzunehmen. Über diesem Kreuzrahmen liegt der Käfig, sobald sich dieser Käfig in
seiner Ruhestellung befindet. Die Hohlwelle 50 erstreckt sich bis zu einer Stelle nahe der rechten
Seite der Aufbautrommel 45. Über dem Ende der Hohlwelle 50 liegt eine Außenmuffe 58 (Fig. 9), die
sich über die Hohlwelle 50 hinwegerstreckt und den Kern oder die Mittelwelle der Aufbautrommel
bildet. Ein Ring 59 ist in dem Innern der Muffe 58 an einer Mittelstelle durch Bolzen 57 befestigt.
Zwischen dem Ring 59 und dem Ende der Hohlwelle 50 ist ein Kugellager 60 eingeschaltet, das die
Drehung der Trommel erleichtert. Eine Stellschraube 62 kann, wie dargestellt, eingeschraubt
sein, um die Hohlwelle 50 und die Muffe 58 von einer gegenseitigen Drehung abzuhalten. Im
äußersten Endteil der Muffe 58 ist ein Ring 63 eingesetzt, dessen Außenfläche kegelförmig vertieft ist,
um als Ausrichtung für die Hilfstrommel 47 zu dienen.
Der Mittelteil von Muffe 58 ist vergrößert, um gegenständige Schultern 64 zu bilden. Gegen die
rechtsliegende Schulter ist eine Scheibe oder eine Platte 65 gelegt, deren Innenkante einen Flansch
aufweist und die durch die Schraubenbolzen 57 in ihrer Lage gehalten wird. Eine zweite Platte 66 ist
gegen die linksliegende Schulter 64 geschoben und kann dort verschweißt sein.
Von den Außenkanten der Platten 65 und 66 weg erstrecken sich eine Anzahl radialer Schlitze 68,
deren Zahl gleich der Zahl der Backen oder Teile
70 ist, die die Arbeitsfläche der Trommel bilden. Die Außenflächen der Backen verlaufen in der Darstellung
parallel zur Achse der Trommel. Sie können jedoch an den Enden abgeschrägt sein oder
verjüngt zulaufen, um die zusätzlichen Dicken der Wulstbänderstreifen oder Reibstreifen zu berücksichtigen.
Die Außenfläche jeder Backe ist in Umfangrichtung bogenförmig. Längs der Innenfläche
verläuft eine Rippe 71, die über die ganze Länge der Aufbautrommel reicht und in entsprechende
Schlitze 68 der Endplatten eingreift. Jede Rippe 71 ist in eine an dem Außenende eines radialen Stiftes
72 vorgesehene Gabel eingesetzt und in dieser Gabel durch Querbolzen 73 befestigt. Die Backen werden
gleichzeitig durch die Stifte 72 nach einwärts oder nach auswärts bewegt, um den Arbeitsumfang der
Trommel zu verändern. In jedes Ende einer Rippe
71 ist eine Ausnehmung oder eine Nut einge- n°
schnitten. In jede Gruppe dieser Ausschnitte ist an beiden Enden der Trommel ein zusammenziehbarer
Federring eingelegt, der in der Darstellung als endlose Schraubenfeder 75 gezeigt ist, die dazu dient,
die verschiedenen Backen 70 nach einwärts zu ziehen.
Jeder Stift 72 tritt durch eine Führungsöffnung 76 in der hohlen Mittelmuffe 58 hindurch. Die Stifte
72 der rechtsliegenden Gruppe werden durch die Feder 75 gegen einen sich erweiternden Kegel 80
gehalten, der innerhalb der hohlen Muffe liegt. Der Kegel 80 besitzt eine im Durchmesser kleinere
Zylinderfläche 8oa, eine Kegelzwischenfläche 8o6,
eine im Durchmesser größere Zylinderfläche 8oc und einen Anschlagflansch 80^ wobei der letztere gleichzeitig
dazu dient, das innere Ende einer Antriebsstange84 zu führen. Die Stifte 72 der linksliegenden
Gruppe werden in gleicher Weise gegen einen zweiten, sich erweiternden Kegel 82 gehalten. Das
Ende jedes Stiftes besteht aus einer teilweise abgeschrägten und teilweise flachen Fläche 83, um die
Bewegung über die Kegel 80 und 82 zu erleichtern und auch ein Anliegen an den flachen zylindrischen
Flächen zu sichern.
Durch die Hohlwelle 50 und die Muffe 58 erstreckt sich die lange Stange 84 hindurch, die über
den Ständer 1 hinaussteht. An dem Iiunenende dieser
Stange sind die Kegel 80 und 82 befestigt, die durch eine Muffe 85 auf Abstand gestellt sind. In der
Mitte im Innern der Muffe 58 ist ein Anschlagring 88 befestigt, um die Bewegung der Stange in beiden
Richtungen zu begrenzen, sobald die Kegel die Trommel aus der voll eingezogenen Stellung in die
voll erweiterte Stellung bewegen.
Das äußere oder rechtsliegende Ende der Stange 84 ist an einem Gabelkopf 90 befestigt, an den eine
Kurbel 92 schwingbar angreift, die auf der Welle 93 sitzt, die sich in Lagern 94 drehen kann. Die
Lager 94 sind an der Außenfläche des Ständers 1 befestigt. An der Welle 93 ist der Handhebel 95
befestigt, dessen Zahn 96 in Rasten einzugreifen vermag, die in eine auf dem Ständer 1 vorgesehene
Sektorplatte 98 eingeschnitten sind. Durch die Bewegung des Hebels 95 kann der Bedienungsmann
die verschiedenen Backen 70 bewegen, um den Umfang der Trommel durch die Einwirkung der Kegel
80 und 82 zu ändern. In den Fig. 1, 9 und 18 ist die
Trommel in ihrer vollständig eingezogenen Stellung zur Aufnahme der Gewebelage dargestellt. In
Fig. 19 ist der Hebel 95 in seine Mittelstellung bewegt worden, bei der sich die Trommel teilweise
ausgedehnt hat, um den Wulst einstellen zu können. In Fig. 20 ist der Hebel 95 in seine unterste Stellung
bewegt, und die Trommel ist vollständig auseinandergezogen. In der Mehrzahl der Ansichten ist
die Maschine in ihrem Aufbau zur Herstellung eines Reifens dargestellt, der für einen gegebenen
Wulstdurchmesser einen Mindestquerschnitt hat. Um mit der Maschine größere Reifenquerschnitte
bei gleichem Wulstdurchmesser herzustellen, muß die Trommel verbreitert werden. Eine solche Ausbildung
ist in Fig. 10 dargestellt.
Die Enden jeder Backe sind ausgeschnitten, um Falzsitze 99 zu bilden, in die kurze Ergänzungsbacken 100 (Fig. 12) eingelegt werden können. Die
Unterseite dieser Ergänzungsbacken besitzt parallele Rippen 101, die die Rippe 71 umfassen. Stellschrauben
102 gehen durch die Rippen 101 und durch die Schlitze 103 in den Rippen hindurch, um
die Ergänzungsbacken 100 in ihren eingestellten Stellungen zu halten.
Die feststehende Hilfstrommel 46 besteht aus einem Zylinder 105, der nahe der Aufbautrommel
einen radialen Tragsteg 106 aufweist, der gleitbar mit der Muffe 58 durch einen Nutenkeil 108 verbunden
ist. Die andere Seite der Trommel weist einen Steg 110 auf, der gleitbar über der Hohlwelle
50 ist. An der Bohrung für die Hohlwelle 50 besitzt der Steg 110 einen nach auswärts sich erstreckenden
Flansch in, der in einem geteilten Ring 112 eingreift,
der um die Hohlwelle 50 herumgeklemmt ist. Diese vorstehend beschriebene Anordnung- sichert
die Trommel 46 in ihrer eingestellten Stellung zu der nebenliegenden Seite der Aufbautrommel hin
und von dieser Seite weg, so daß eine in Längsrichtung erfolgende Einstellung der Aufbautrommel
möglich ist.
Von der neben der Aufbautrommel liegenden Innenkante ab bis zu einer Stelle kurz vor dem
anderen Ende ist die Fläche des Zylinders 105 ausgedreht, um eine Vertiefung oder einen Sitz 114 zur
Aufnahme des aufblasbaren Schlauches 115 zu bilden. Die Wand an der rechtsliegenden Seite
dieser Vertiefung ist bei 116 unterschnitten, um die
Kante des Schlauches aufzunehmen. Die Vertiefung 114 hat genügende Tiefe, so daß die Außenfläche
des Schlauches, sobald der Schlauch, wie in Fig. 9 dargestellt, entleert ist, mit dem Umfang der Aufbautrommel
in einer Ebene liegt.
An Stellen, die nahe der Aufbautrommel liegen, besitzt der Schlauch Einlasse 118, von denen drei
dargestellt sind. An diese Einlasse 118 sind biegsame
Leitungen 120 angeschlossen, durch die Luft in den Schlauch hinein zugeführt und aus dem
Schlauch heraus abgeleitet wird. Diese Leitungen reichen durch Bohrungen in den Stegen 106 und 110
hindurch nach auswärts und sind über den Ständer 1 hinaus nach auswärts geführt, wo sie mit einer
Ventilvof richtung (bei V in Fig. 29 dargestellt) verbunden sind, durch die Luft abgeleitet wird oder
von der die Leitungen Druckluft erhalten, die in einer Pumpe auf den erforderlichen Druck gebracht
wird. Die Ventile werden durch elektrische Leitungen geschaltet, die noch beschrieben werden.
Die Einlasse 118 dienen zum Verankern des
Schlauches an dem Zylinder 105. Die Oberfläche des Zylinders ist bei 119 mit einer Ausdrehung versehen,
um den verstärkten,Teil des Schlauches, der um die verschiedenen Einlasse herumliegt, aufzunehmen.
Der erhöhte, an der Rückseite des Schlauches liegende Teil 122 des Zylinders dient als Halterung
für den rechten Wulststellring, sobald dieser Ring sich in Ruhestellung befindet.
Die Trommel 47 ist in einigen Hinsichten der Trommel 46 ähnlich. Sie hat einen ähnlichen
Zylinder 123 mit einer vertieften Außenfläche 124 zur Aufnahme eines aufblasbaren Schlauches 125,
der mit den Druckleitungen 126 verbunden ist. Die Trommel besitzt auch eine Kante 128, die zur
Lagerung für den linken Wulststellring dient.
Der Trommelaufbau 47 wird von der Hohlwelle 130 getragen, die sich durch die Innen- und Außenwände
131 und 132 des schwingbaren Reitstockes
10 erstreckt. An der Stelle, an der die Hohlwelle 130 durch die Wand 131 hindurchgeht, ist die Verstärkungsplatte
134 aufgeschweißt, an der das kegelförmige Verstärkungskreuz 135 ähnlich dem
Kreuz 54 befestigt ist.
Der Zylinder 123 wird auf der Welle 130 durch
die Stege 136 und 137 gehalten, von denen der letztere auf der Welle durch den geteilten Ring 139
festgelegt ist. Die Stege 136 und 137 können auf
der Welle 130 aus den vorerwähnten Gründen sich
drehen. Es wird darauf hingewiesen, daß die Trommel 47 nicht längs der Welle 130 einstellbar ist. Die
Änderungen in der Breite der Aufbautrommel werden durch einen einstellbaren Anschlag ausgeglichen,
der die Einwärtsbewegung der Trommel 47 anhält, sobald die Innenkante der Trommel mit
der Kante der Aufbautrommel in Berührung tritt, und zwar ohne Rücksicht auf die Stellung, in der
die Backen 100 eingestellt sind.
Im äußersten Innenende der Rohrwelle 130 liegt gleitbar ein Block 140 mit einer mit Gewinde versehenen
Ausnehmung, in die das Innenende einer langen Stange 144 (Fig. 9) eingeschraubt ist. Die
Stange 144 erstreckt sich über die Außenwand 132 des Reitstockes 10 hinaus, wo sie in eine Mutter
145 eingeschraubt ist, die in dem Ende der rohrförmigen Welle eingeschweißt ist, wie Fig. 13 erkennen
läßt. Eine Riegelmutter 146 hält die Stange 144 in der eingestellten Lage. Durch Drehen der
Stange 144, deren Außenende mit einem Vierkant versehen ist, kann die Stange 144 vorgeschoben
oder zurückgezogen werden. Dies ist die Einrichtung, durch welche die Bewegung der Trommel 47
nach der Aufbautrommel hin angehalten wird, um jede Erhöhung in der Breite der Aufbautrommel zu
kompensieren.
In dem Block 140 ist durch einen Schraubenbolzen 148 eine Muffe 149 gesichert, die ein Kugellager
150 trägt. Auf dem Ende der Welle ist ein Anschlagring 152 drehbar, der eine Kegelfläche 153
hat, die mit der Kegelfläche des in das Ende der Muffe 58 eingesetzten Ringes 63 in Eingriff zu
treten vermag. Keile oder Ansatzstücke 154 im Ring 152 werden von Nuten 155 in dem Fuß des
Steges 136 aufgenommen.
Die Trommel 45 ist in Fig. 9 in ihrer engstzusammengezogenen
Einstellung dargestellt. Wenn die Trommel in der in Fig. 10 dargestellten Weise
eingestellt ist, wird der Block 140 durch die Stange 144 genügend weit zurückgezogen, um die Einstellung
der Backen 100 zu kompensieren, so daß die verschwenkbare Trommel 47 mit der Kante der
Aufbautrommel in Berührung tritt, sobald sie in ihre innerste Stellung bewegt wird. Der Anschlagring
152 mit der Keilnutenverbindung 108 zwischen der Trommel 46 und der Muffe 58 dient zur
Sicherung dafür, daß, wenn der Trommelaufbau gedreht wird, um die Verbindungsstellen in dem
Luftreifen gegeneinander zu versetzen, alle drei Trommelabschnitte gemeinsam gedreht werden.
Um den fertigen Luftreifen von der Trommel abzuziehen und die Wülste in die Wulststellringe
einsetzen zu können, wird die Trommel 47 verschoben, um die linke Seite der Aufbautrommel
freizulegen. Wenn dies auch in einer geradlinigen Bewegung erfolgen könnte, wird doch vorgezogen,
die verschiebbare Trommel aus der Ausrichtung mit der Aufbautrommel herauszuverschwingen.
Dies wird dadurch ausgeführt, daß die Trommel 47 auf dem schwingbaren Reitstock 10 gelagert ist.
Zusätzlich zu der Schwingbewegung muß die Trommel 47 jedoch zuerst in axialer Richtung bewegt
werden, um von der Trommel 45 aus in Abstand zu sein, ehe die Schwingbewegung stattfindet.
Der die Trommel 47 tragende Reitstock ist so ausgebildet, daß die Axialbewegung und die Schwingbewegung
durch eine Strömungsmittel betätigte Vorrichtung stattfindet, die von dem Bedienungsmann ausgelöst wird.
Der Reitstock 10, der die verschiebbare Hilfstrommel
47 trägt, ist ein im wesentlichen A-förmig gebildeter Teil mit den Seitenwänden 131 und 132
des in Fig. 17 gezeigten Umrisses, die durch ein ringförmiges Gehäuse 159 zusammengehalten
werden, das das Außenende 140 umgibt. Der Teil besteht ferner aus der Vorderwand 160 und der
Hinterwand 161, Die Vorderwand 160 besitzt einen
Fuß 162, der auf der Tragplatte 164 aufruht und über diese Tragplatte 164 gleitet, die von der oberen
Vorderkante des Ständers 8 getragen wird. Die Hinterwand 161 ist längs ihrer unteren Kante an
eine Querplatte 165 angeschweißt, die durch zwei auf Abstand voneinander stehende Endblöcke 166
gehalten wird, die an die Platte 165 und an die Wände 131 und 132 angeschweißt sind.
Die Welle 15 ist an ihrem linksliegenden Ende im Durchmesser verkleinert. Dieses Ende tritt
durch die Wände des niedrigen Ständers 8 hindurch. Über den im Durchmesser verkleinerten Teil der go
Welle sind die auf gegenständigen Seiten mit Flanschen versehenen beiden Tragmuffen 168
(Fig. 15) aufgepaßt. Zwischen den gegenüberliegenden geflanschten Enden der Muffen 168 liegt
auf einer Lagermuffe 169 der drehbare Nocken 170, der den Reitstock nach der Aufbautrommel hin und
von der Aufbautrommel weg bewegt. Die Blöcke 166 bewegen sich über die Muffen 168, wenn der
Reitstock sich zur Aufbautrommel hin und von der Aufbautrommel weg bewegt, und schwingen auch
um die Muffen, sobald der Reitstock in die in vollen Linien und in gestrichelten Linien in Fig. 17
dargestellten Stellungen schwingt und aus diesen Stellungen herausschwingt.
Ein mit Kopf versehener Schraubbolzen 172 ist in der Mitte der Platte 165 befestigt und trägt einen
Nockenläufer 174, der in eine gebogene Nockenbahn 175 einpaßt, die in die Fläche des Nockens 170 eingearbeitet
ist (Fig. 13). Der Umriß der Nockenbahn 175 ist so gewählt, daß der Reitstock längs der no
Platte 164 innerhalb der durch die Blöcke 166 bestimmten
Grenzen verschoben,wird.
An einer anderen Stelle ist auf dem Nocken 170
eine Rast 178 vorgesehen, deren Seitenwände scharf abfallen, wie in Fig. 16 dargestellt. Quer zu den
Platten 131, 132 und drehbar in den Lagern 179
liegt eine waagerechte Welle 180, auf der in. der Ebene des Nockens 170 ein Hebelarm 182 befestigt
ist, der ein nach aufwärts gerichtetes, hakenförmiges Ende 183 aufweist, das auf der Oberfläche des
Nockens 170 reitet und mit der Rast 178 in Eingriff zu treten vermag. Eine Zugfeder 184 vom Hebelarm
182 zum Steg 161 hält das Hakenende des
Hebels gegen die Oberfläche des Nockens und bewirkt eine Verriegelung der beiden Teile, sobald die
Rast 178 dem Haken 183 gegenübersteht (Fig. 17 a).
Auf der Welle i8o ist im Abstand vom Hebelarm
182 ferner ein kurzer Hebelarm 185 befestigt
(Fig. 14), dessen Zweck darin besteht, den Haken
183 aus der Rast 178 herauszuziehen, sobald der
Reitstock eine senkrechte Stellung einnimmt, in. der der Fuß 162 auf der Schiene 164 aufliegt. Um die
Welle 180 zum Herausheben des Hakens aus der Rast 178 heraus zu betätigen, ist eine einstellbare
Stellschraube 187 in einer Konsole 188 gelagert, die
sich nach einwärts von einer Wand des Ständers 8 erstreckt. In der in Fig. 14 gezeigten Stellung der
Teile liegt der Arm 185 außer Ausrichtung mit der Stellschraube 178, weil in dieser Ansicht der Reitstock
in seine innere Grenzlage bewegt worden ist, in der die Trommeln 47 und 45 in Berührung miteinander
stehen. Sobald jedoch der Reitstock nach links verschoben ist, um die Trommeln 47 und 45
zu trennen, liegt der Arm 185 über der Stellschraube
187.
Die Längsbewegung des Reitstockes und ebenso seine Schwingbewegung erfolgt durch Drehen des
Nockens 170. Zu diesem Zweck ist ein Arm 190 an eine angeflachte Fläche des Nockens 170 aufgeschweißt,
und mit diesem Arm ist der einstellbare Lenker 191 schwingbar verbunden, der mit einem
Kolben in Verbindung steht, der sich im Zylinder
193 bewegt. Der Zylinder 193 ist an einer Konsole
194 am Fuß des Ständers 8 schwingbar gelagert. Die Bewegung des Kolbens wird durch ein Ventil
ΙΟ·5 gesteuert, das an der Vorderseite des Ständers 8
liegt und von dem Handgriff 196 aus betätigt wird. Um die Rückbewegung des Reitstockes in seine
senkrechte Stellung zu unterstützen, ist eine Schraubenfeder 197 an ihrem unteren Ende auf der Innenseite
des Ständers 8 verankert. Das obere Ende der Feder ist durch eine Kette 198 mit einem Zapfen
199 verbunden, der von der Vorderwand 160 des Reitstockes getragen wird.
In der in vollen Linien in den Fig. 13 bis 17 dargestellten
Stellung der Teile steht der Reitstock in senkrechter Lage und in seiner äußersten Rechtsstellung,
wobei die Trommeln 47 und 45 in Berührung miteinander liegen. In diesem Zeitpunkt
reitet der Haken 183 auf der Oberfläche des Nockens
170. Nachdem ein Luftreifen fertiggestellt worden ist, betätigt der Bedienungsmann das Ventil 195,
um Druckluft auf die Oberseite des Kolbens und des Zylinders 193 einzuführen. Dadurch wird der
Lenker 191 nach abwärts in die in Fig. 17 gestrichelt
dargestellte Lage gezogen, wobei der Nocken 170 gedreht wird, der durch den Nockenläufer
174 und Schlitz 175 den Reitstock 10 nach
links bewegt, wie dies durch den Pfeil und die strichpunktierten Linien in Fig. 15 dargestellt ist,
so daß die Trommeln voneinander getrennt werden. Sobald der Reitstock seine außenliegende Endstellung
erreicht hat, wird die Rast 178 in Ausrichtung mit dem Haken 183 gebracht, der nun mit dem
Nocken sich verriegelt. Eine weitere Drehung des Nockens verschwingt den Reitstock nach hinten.
Fig. 17 a zeigt die Stellung der Teile in dem Zeitpunkt, in welchem der Reitstock sich in seiner ausgeschwenkten
Stellung befindet. Es sei bemerkt, daß, sobald der Haken in den Nocken eingreift, die
Längsbewegung des Reitstockes aufhört, weil sich dann der Nocken und der Reitstock gemeinsam bewegen.
Zu gleicher-Zeit hat sich der Arm 185 über
die Stellschraube 187 bewegt.
Um den Reitstock in seine senkrechte Stellung wieder zurückzuführen und die Trommeln in Berührung
miteinander zu bringen, wird die Arbeitsrichtung des Ventils 195 umgekehrt, wodurch der
Lenker 191 angehoben wird. Die erste Bewegung bringt den Reitstock in seine senkrechte Lage zurück,
wobei der Arm 185 auf die Stellschraube 187 auftrifft und den Haken 183 frei macht. Die weiter
fortgesetzte Drehung des Nockens schiebt nun den Reitstock vor, um die Trommeln in Berührung miteinander
zu bringen.
Es ist erkenntlich, daß die Verschiebung des Reit-Stockes
genügt, um die Trommeln in Berührung miteinander zu bringen, sobald die Aufbautrommel
auf ihre Mindestbreite, wie in Fig. 9 dargestellt, eingestellt ist. Wenn die Trommel, wie in Fig. 10
dargestellt, verbreitert ist, so hält der Anschlag 152,
der nach auswärts verstellt worden ist, um die Verbreiterung der Trommel auszugleichen, die Bewegung
des Reitstockes auf, wobei der Druck innerhalb des Zylinders nicht genügt, um den Widerstand
zu überwinden, der durch den Anschlag erzeugt wird, sobald der Anschlag in den Ring 63 sich einsetzt.
Die Wulststellringe jeder Seite der Maschine gleichen sich mit der Ausnahme, daß ihre Arbeitsflächen
nach links und rechts liegen. Die Beschreibung des rechtsliegenden Ringes wird deshalb genügen.
Im besonderen wird auf die Fig. 6 und 7 hingewiesen, obgleich die Ringe auch in anderen
Ansichten dargestellt sind.
Wie aus Fig. 7 erkenntlich, ist der Wulsteinstellring mit einer unterschnittenen, winkligen Ausnehmung
203 versehen, in welche die Wulst hineinpaßt. EineZwischenplatte204 ist auf der Innenfläche
gelagert, um einen dichten Paßsitz' für die Wulst zu bilden. Der Ring 200 oder 201 ist an einer
Gruppe von Armen 205, vorzugsweise vier Armen, befestigt, die sich nach rückwärts von dem Ring erstrecken
und vondenenjeder andas Parallelogrammgestänge 207 befestigt ist, das durch Federn 208
nach einwärts gedrückt wird. Auf jedem Parallelogramm liegen zwei Rollen 210, die auf der Verlängerung
der Trommel oder der Oberfläche des Schlauches laufen.
Anschläge 212, deren Flächen Anschläge für die Auswärtsbewegung der Wulststellringe bilden, sind
an den Enden der Trommel versetzt mit Bezug auf die Arme 205 durch Schrauben 211 befestigt. Die
Anschläge sind mit Haltefedern 214 ausgerüstet, die die Ringe in ihrer Ruhestellung lösbar halten.
Die Wülste werden in die Ringe 200 und 201 eingesetzt,
sobald der Reitstock sich in ausgeschwenkter Stellung befindet. Nachdem die Trommel in ihre
Zwischenstellung erweitert worden ist (dargestellt in Fig. 19), werden die Wulststellringe über die
Hilfstrommeln verschoben, um die Wülste in die in dieser Darstellung gezeigte Lage zu setzen. Die
Ringe werden dann in ihre Ruhestellung zurückgeführt.
Der Käfig ist allgemein mit dem Bezugzeichen 220 bezeichnet. Der Käfig ist ein hohler Zylinder
von genügend großem innerem Durchmesser, um den Trommelaufbau mit einem genügenden Abstand zu
ummanteln, so daß die Schläuche ihr Arbeiten durchzuführen vermögen. Wie erkenntlich, besteht
der Körper des Käfigs aus einem Metallgehäuse ίο 221 von netzartigem Aufbau, um das Gehäuse leicht
zu machen und auch einen festen Griff auf das Gewebe und auf die Schläuche zu sichern. Die Enden
des Gehäuses sind an Winkeleisen 222 angeschweißt und liegen auf zwei parallelen, senkrechten Platten
224, die ihrerseits mit Winkeleisen 225 verbunden sind, deren Befestigung mittels Schraubbolzen 226
am Schlitten 11 erfolgt. Der Schlitten kann ausgewechselt
werden, um die Maschine für verschiedene Größen von Trommeln geeignet zu machen,
ao wie sie bei der Herstellung von Reifen mit verschiedenem Wulstdurchmesser gebraucht werden.
Der Schlitten 11 besitzt einen länglichen, dreieckigen
Rahmen mit einer Oberplatte 228, an der der Käfig befestigt ist, einer Vorderplatte 229
(Fig. 4) und Seitenplatten 230. Eine Muffe 232 liegt an der Rückseite des Schlittens und gleitet über die
Welle 15. Der Rahmen wird an der Vorderseite durch Paare von oberen und unteren Rollen 233
getragen, die oberhalb und unterhalb der Schiene 14 laufen. Das obere Trum der Kette 200 läuft
durch die Öffnung 235 in den Platten 230 hindurch. Der Schlitten ist mit dem oberen Trum der Kette
durch einen Bolzen 236 verankert, der in eine Platte 237 eingeschraubt ist. Die Platte 237 ist mit
der Muffe 232 verschweißt (Fig. 5).
An der unteren Kante der Vorderplatte 229 ist eine Anschlagplatte 240 befestigt und hängt von
dieser Unterkante nach abwärts. Die Vorderseite und die Rückseite dieser Platte ist abgeschrägt, wie
Fig. ι erkennen läßt, um die verschiedenen Endschalter zu betätigen, die das Anhalten der Bewegung
des Schlittens in seinen verschiedenen Stellungen bewirken.
Jeder Endschalter ist mit dem Stromkreis des Motors 16 verbunden, der die Kette 20 treibt. Jeder
Schalter ist in einem Gehäuse 241 enthalten, das durch eine Konsole 242 getragen wird, die von dem
U-Eisen 12 nach abwärts sich erstreckt. Von dem Schaltgehäuse nach aufwärts erstreckt sich ein
Schaltarm 244 mit einer Rolle 245, die in der Bahn der Anschlagplatte 240 liegt. Jeder Arm 244 eines
Schalters 241 arbeitet nach Art eines federbelasteten Messerschalters. Der Schalter wird in beiden
Bewegungsrichtungen betätigt, jedoch sind die Kontakte des Schalters in der elektrischen Schaltanlage
so angeordnet, daß der Schalter nur in der vorgeschriebenen Reihenfolge die Schaltvorgänge auslöst.
Von rechts nach links gelesen sind die verschiedenen Stillsetzschalter mit 241^ bis 24i£ bezeichnet.
Der Schalter 241^ hält den Motor an, sobald
der Schlitten 11 das Ende seiner Bewegungsbahn nach rechts erreicht hat, und hält den Käfig in der
in den Fig. 1 und 5 gezeigten Stellung. Der Schalter 241s setzt den Motor still, sobald der Schlitten
die in Fig. 21 gezeigte Stellung erreicht hat, bei welcher der Käfig über der feststehenden Hilfstrommel
46 steht. Sobald der Schlauch 115 den gewünschten Druck erreicht hat, nimmt der Schlitten
seine Bewegung nach links wieder auf, und der Schalter 241° setzt den Motor still, sobald der
Schlitten die in Fig. 22 gezeigte Stellung erreicht hat, in welcher der Käfig sich über der Aufbautrommel
45 befindet. Bei der weiter nach links fortgesetzten
Bewegung und nachdem der Schlauch 115 sich von dem Käfig frei gemacht hat, läuft der Anschlag
240 leer über den Schalter 241^ und betätigt
den Schalter 241^, um den Schlitten mit dem um
die linksliegende Trommel 47 herumliegenden Käfig in der in Fig. 23 dargestellten Stellung zu
halten.
Sobald der Schlauch 125 auf den erforderlichen Druck aufgeblasen worden ist, beginnt der Schlitten
seine Rückbewegung nach rechts, und der Anschlag 240 betätigt den Schalter 24iD, der den
Schlitten anhält, sobald der Käfig um die Aufbautrommel 45 herum in der in Fig. 24 gezeigten
Stellung sich befindet. Sobald der Schlauch 125 sich
von dem Käfig frei gemacht hat, nimmt der Schlitten seine Bewegung nach rechts wieder auf, die
Anschlagplatte 240 läuft leer über die Schalter 241c
und 24iß, bis der Anschlag 240 den Schalter 241^
erreicht, der den Schlitten am Ende des Zyklus stillsetzt.
Die Richtung, in welcher die Arme 244 der verschiedenen Schalter arbeiten, um den Motor stillzusetzen
und den Schlitten zu einem Stillstand zu bringen, ist durch die in vollen Linien dargestellten
Pfeile in Fig. 1 angedeutet. Die gestrichelten Pfeile zeigen die Richtung, in der die verschiedenen Arme
in Leerlauf bewegt werden.
Die Ventile zu den verschiedenen Luftleitungen, die Luft den beiden Schläuchen 115 und 125 zuführen,
sind durch die Buchstaben V und V bezeichnet und werden durch Solenoidventile geschaltet,
wie in Fig. 29 gezeigt. Die die Luftventile schaltenden Solenoide werden durch den elektrischen
Stromkreis an verschiedenen Punkten des Schlittenweges betätigt. Sobald das Solenoid erregt
wird, um einen der Schläuche zu füllen, wird das Ventil zur Luftzufuhr hin geöffnet und der
Luftauslaß geschlossen. Der Luftdruck wird durch ein gewöhnliches Druckreduzierventil geregelt. Sobald
der Druck in dem Schlauch 115 die erforderliche Höhe erreicht, schließt der Quecksilberschalter
I, der auf Grund des Druckes im Schlauch 115 gekippt wird, einen Kontakt 279, der die Vorrichtung
einschaltet, die dazu dient, den Käfig über die Trommeln zum Zweck der ersten Gewebelagenfaltung
oder zum Andrücken der Gummilauffläche vorzuschieben. In diesem Zeitpunkt erregt
der Endschalter das Solenoid, das die Luftzuführleitung schließt und den Luftauslaß öffnet, so daß
der Druck im Schlauch 115 abgelassen wird. Sobald der Druck in dem Schlauch 115 abgelassen
und der Käfig bereit ist, seine Bewegung nach links
wieder aufzunehmen, wird der Schalter I in die andere Richtung gekippt, wodurch der Schalter
286 geschlossen, wird. In ähnlicher Weise wird, sobald der Druck im Schlauch 125 seine gewünschte
Höhe erreicht, der Schalter II gekippt und schließt den Kontakt 294, um den Käfig nach rechts für
die zweite Gewebefaltung oder den Gummilaufflächenanpreßvorgang zu bewegen. Sobald der
Druck im Schlauch 125 abgelassen wird, kippt der Schalter 2 in die Gegenrichtung, so daß der Kontakt
bei 308 hergestellt wird und der Käfig seine Bewegung nach rechts wieder aufnimmt.
Wie in dem vorstehenden Teil der Beschreibung ausgeführt, werden die Bewegungen des Schlittens
sowie das Füllen und Leeren der Schläuche automatisch geschaltet. Mit Ausnahme von Zufällen hat
der Bedienungsmann weiter nichts zu tun, als einen Druckknopf zu drücken. Der ganze Vorgang ist in
etwa 1Ii Minute oder weniger beendet. Der Hauptunterbrecherschalter 251 liegt auf dem
Hauptschaltbrett auf der Rückseite der Maschine. Dieser Schalter 251 führt in geschlossenem Zustand
dem Hauptmotorsteuerschalter (Kontakte 271,
296, 272, 297, 273, 298) Strom für Motor 16 und Bremse 252 zu. Sobald der Schalter 251 geschlossenwird,
wird das Relais 256 erregt, das die für gewöhnlich offenen Kontakte 257 und 258
schließt, so daß Stromkreise zum Einleiten eines Arbeitszyklus geschlossen werden, vorausgesetzt,
daß die Maschine sich in ihrer Ausgangsstellung oder der äußersten rechten Stellung befindet.
Das Druckknopfschaltbrett 250 liegt in bequemer Lage, wie Fig. 1 zeigt. Es trägt zwei Druckknopfschalter
260 und 310. Der Druckknopfschalter 310 dient zum Stillsetzen des Arbeitszyklus von Hand
an beliebiger Stelle. Der Druckknopfschalter 260 dient zum Anlassen am Beginn des Zyklus oder
zum Wiederanlassen, wenn der Zyklus von Hand unterbrochen worden ist.
Der Druckknopf 260 ist der Anlasserdruckknopf, den der Bedienungstnann niederdrückt, nachdem
eine Gewebelage oder eine Gummilauffläche über die Trommel gelegt ist und die Maschine bereit ist,
den Vorgang des Umwendens der Gewebelage oder des Aufpressens der Gummilauffläche auf die Karkasse
durchzuführen. Das Niederdrücken des Druckknopfes 260 erregt das Relais 261, das die
für gewöhnlich offenen Kontakte 263 und 262 schließt. Das Relais 261 wird durch Kontakte 257
und 262 elektrisch verriegelt. Das Relais 264 wird nun durch den Kontakt 263 erregt, wodurch die
Kontakte 265 und 266 geschlossen werden. Dies erregt das Schütz 267 über die Kontakte 268, 269
und 270. Schütz 267 schließt die Kontakte 271, 272 und 273 und gibt die Bremse 252 frei. Der Motor
■16 dreht sich nach vorwärts und bewegt den Schlitten 11 nach links.
Die Bewegung des Schlittens nach links gibt den Endschalter 241^ frei, der dem Relais 256 ermöglicht,
die Kontakte 257 und 258 zu öffnen und das Relais 261 abzuerregen. Das Aberregen des Relais
256 schließt den Kontakt 275 und verriegelt das Relais 264.
Der Käfig bewegt sich durch den weiter fortgesetzten Vorwärtslauf des Motors 16 in die Stellung
nach Fig. 21, in der der Schalter 241s betätigt
wird, wodurch der Kontakt 276 geschlossen und der Kontakt 269 geöffnet wird. Dadurch wird der
Stromkreis zum Schütz 267 geöffnet, der Motor wird stillgesetzt und die Bremse angelegt.
Das Schließen des · Kontaktes 276 erregt das Solenoidventil 277, das das Ventil V in der zum
Schlauch 115 führenden Druckleitung öffnet. Sobald der Quecksilberschalter I durch den Druck im
Schlauch 115, der die gewünschte Höhe erreicht
hat, gekippt wird, wird der Kontakt 279 geschlossen, der den Stromkreis zum Schütz 267 wiederherstellt.
Der Motor läuft nun, vorwärts, Bremse 252 wird
gelöst, und der Schlitten nimmt seine Bewegung nach links wieder auf, bis der Schaler 241° berührt
wird, der den Kontakt 280 schließt. Das Schließen des Kontaktes 280 erregt ein Riegelrelais 281 in
Schließstellung, und dieses öffnet die Riegelrelaiskontakte 282 und 270 und schließt die Kontakte
283 und 284. Das öffnen des Kontaktes 270 setzt den Motor still, legt die Bremse an und hält die
Bewegung des Käfigs in der in Fig. 22 gezeigten Stellung auf. Das Schließen des Kontaktes 280 erregt
das Soleniodventil 285, um das in der Druckleitung liegende Ventil V zu betätigen, das die Luft
aus dem Schlauch 115 ausläßt. Sobald der Druck im Schlauch 115 seine unterste Grenze erreicht,
schnellt der Schlauch auf seinen Platz über der Trommel 46 zurück. Das Absinken des Druckes betätigt
den Quecksilberschalter I, der seinerseits den Schalter 286 schließt und das Schütz 267 über den
geschlossenen Kontakt 283 wieder erregt, der gerade durch die Verriegelungsrelaisvorgänge geschlossen
worden ist. Der Motor nimmt seinen Vorwärtsgang wieder auf, und der Schlitten verschiebt sich nun
in seine äußerste linke Stellung.
In der äußersten linken Stellung wird der Schalter 24i£ betätigt, der den Kontakt 288 schließt, so
daß das Relais 289 über den Kontakt 287 geschlossen wird. Dadurch werden die Kontakte 290 und 291
geschlossen und die Kontakte 268 und 287 geöffnet. Das Öffnen des Kontaktes 268 schaltet das Schütz
267 ab, wodurch der Schlitten in der in Fig. 23 dargestellten Stellung angehalten wird. Das
Schließen des Kontaktes 288 erregt auch das Solenoidventil 292, öffnet Ventil V und führt Luft
dem linksliegenden Schlauch 125 zu.
Sobald der Druck im Schlauch 125 seine gewünschte
Höhe erreicht, schließt der Quecksilberschalter II den Kontakt 294, erregt das Schütz 295.
Schütz 295 ist das Schütz für den Rückwärtslauf, während Schütz 267 das Schütz für den Vorwärtsläuf
ist. Das Erregen des Schützes 295 schließt die Kontakte 296, 297 und 298, wodurch die Richtung.
des Motors umgekehrt wird und der Schlitten seinen Rücklauf beginnt. Diese Bewegung hält an, bis der
Schalter 2410 durch die Platte 240 betätigt wird,
was den Kontakt 300 schließt, wodurch das Relais in Schließstellung erregt wird. Das Erregen
des Relais öffnet die Relaiskontakte 302 und 303
und schließt die Kontakte 304 und 305. Das öffnen des Relaiskontaktes 303 aberregt das Relais 295
und hält den Schlitten in der in Fig. 24 dargestellten Lage an.
Das Schließen des Kontaktes 300 erregt das Solenoidventil 307, wodurch das Ventil V betätigt
wird, um Luft aus dem Schlauch 125 abzulassen. Sobald der Druck abgelassen ist, schließt der
Quecksilberschalter II den Kontakt 308, der das Schütz 295 über den Kontakt 304 wieder erregt, der
gerade bei dem letzten Relaisvorgang wieder eingelegt worden ist.
Der Schlitten bewegt sich dann nach der äußersten rechten Seite, wo er den Schalter 241^ betätigt.
Dadurch wird der Endschalter 274 geschlossen. Das Schließen des Schalters 274 erregt das Relais 256,
das seinerseits den Riegelkontakt 275 öffnet, wodurch das Relais 264 geöffnet wird. Dieses Relais
264 wiederum öffnet den Kontakt 266, der den Hauptschaltstromkreis durch das Schütz 295 öffnet
und den Schlitten in seiner Ausgangsstellung anhält.
Das Schließen des Relais 256 schließt auch den
Kontakt 258, was die Riegelrelais 310, 311 und 312
erregt. Dadurch wird der Stromkreis für den nächsten Zyklus hergestellt, wobei alle Riegelrelaiskontakte
an diesem Zeitpunkt eingelegt sind.
Es sei darauf hingewiesen, daß der Quecksilberschalter I für den rechtsliegenden Schlauch den
Kontakt 286 am Niederdruckende oder der Niederdruckgrenze schließt und den Kontakt 279 an der
Hochdruckgrenze schließt. Der Quecksilberschalter II für den linksliegenden Schlauch schließt den
Kontakt 308 an der Niederdruckgrenze und schließt den Kontakt 294 an der Hochdruckgrenze. Es sei
auch darauf hingewiesen, daß das Solenoidventil 277 den Schlauch 115 füllt, während das Solenoidventil
285 den Schlauch entleert. Das Solenoidventil 292 füllt den Schlauch 125, während das
Solenoidventil 307 ihn entleert.
Der Druckknopfschalter 310 schaltet, sobald geöffnet,
den Motor ab und bringt den Schlitten zum sofortigen Stillstand, ohne daß das Auslegen des
Stromabschalters 251 erforderlich ist und ohne daß die Einstellung an irgendeinem Zeitpunkt gestört
wird. Der Druckknopfschalter 310 wird nur in Notfällen benutzt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß, sobald der Schlitten bei Schließen des
Stromkreises durch Niederdrücken des Druckknopfes 260 in Bewegung gesetzt wird, der Käfig
zuerst angehalten wird, sobald der Schalter 241s
erreicht ist. Der Käfig oder Schlitten nimmt seine Bewegung nach links wieder auf, sobald der Schlauch
115 auf den gewünschten Grad wieder aufgeblasen ist, wodurch der Schalter I den Stromkreis schließt
und der Motor wieder in Vorwärtsgang umläuft. Der Schlitten wird dann durch den Schalter 241 c
angehalten, und der Schlauch 115 wird entleert. Sobald der Druck auf den gewünschten Grad gefallen
ist, schaltet der Schalter I den Motor wieder in Vorwärtslauf ein, und der Motor läuft, bis er
durch den Endschalter 24i£ wieder angehalten wird.
Der Schaltstromkreis zum Motor wird nun umgekehrt, und der Schlauch 125 wird aufgeblasen,
Schalter II arbeitet, und die Rückkehrbewegung des Schlittens nach rechts beginnt, sobald der Druck
im Schlauch 125 seine gewünschte Höhe erreicht hat. Der Schlitten wird wieder durch dem Schalter
2410 stillgesetzt, der Schlauch 125 wird entleert,
und der Schlitten bewegt sich nach rückwärts bis zum Endschalter 24I4. Hierbei werden die
Stromkreise für den nächsten Arbeitsgang neu eingestellt.
Sobald der in Frage stehende Schlauch mit Luft von entsprechendem Druck aufgefüllt ist, faltet die
Bewegung des Käfigs über die Aufbautrommel 45 weg die Gewebebahn in der beschriebenen Weise
über die Wülste. Zum Aufbringen der Gummilauffläche wird der Käfig in der gleichen Weise
bewegt, wobei die Schläuche die Gummilauffläche gegen die Karkasse pressen.
Die Aufbauvorgänge werden also vollkommen automatisch durchgeführt. Die einzigen von Hand
auszuführenden Vorgänge sind das Auflegen der Gewebelage oder der Gummilauffläche auf die
Trommel, das Aufschieben der Wülste und das Abnehmen des fertigen Reifens. Die Bewegung des
Spindelstockes sowohl beim Einstellen der Trommel als auch in Vorbereitung für das Abziehen des
fertigen Reifens wird durch Schalten des Ventil-Schalthebels durchgeführt.
Vorzugsweise werden die Schlittenbewegungen vollautomatisch durch eine elektrische Anlage gesteuert,
die gleich oder gleichwertig der dargestellten und beschriebenen Anlage ist. gs
Claims (8)
1. Maschine zum Herstellen von Kautschukluftreifen nach dem Flachbandverfahren, dadurch
gekennzeichnet, daß an jeder Seite der üblichen, zusammenklappbaren Aufbautrommel
(45) eine liegende Hilfstrommel (46, 47) mit einem Schlauch (115, 125) angeordnet ist und
daß durch den vorbestimmten Druck im Schlauch (115, 125) gesteuerte Schalter (I, II) eine Vorschubvorrichtung
(16, 20) für den hohlen Käfig (220) über die Trommeln (45, 46, 47) hinweg
in Tätigkeit setzen, während eine Schaltvorrichtung (241^ 24iß, 241°, 2410, 24i£) die Vorschubvorrichtung
für den Käfig stillsetzt, sobald dieser mit einer der drei Trommeln fluchtet.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch (115, 125) auch im entleerten Zustand die Schalter (I, II)
steuert.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ständer (1) an einer
Seite der Maschine und ein verschiebbarer Reitstock (10) an der anderen Seite der Maschine
vorgesehen ist, wobei der Ständer (1) die Aufbautrommel (45) sowie eine der Hilfstrommeln
(46) trägt, während der verschiebbare
Reitstock (ίο) mit der zweiten Hilfstrommel
(47) in Verbindung steht und in Ausrichtung mit der Aufbautrommel (45) beweglich ist.
4. Maschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Verschiebeeinrichtung (170, 174) für
den Reitstock (10) mit Bezug auf den Ständer (1).
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbautrommel (45)
aus einer Anzahl Backen (70) besteht, die mit Bezug auf die Trommelachse hin und her beweglich
sind und neben den Innenenden der Hilfstrommeln (46, 47) Schultern bilden.
6. Maschine nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Wulststellringe (200, 201), die längs den
Hilfstrommeln (46, 47) beweglich sind.
7. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenfläche der entleerten Schläuche (115, 125) mit dem Außenumfang
der im eingezogenen Zustand befindlichen Aufbautrommel (45) in gleicher Höhe liegt.
8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der hohle Käfig (220) auf einem längs dem Trommelaufbau beweglichen
Schlitten (n) liegt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
© 9579 12.54
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