DE819400C - Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten DerivatenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten Es wurde gefunden, daß man reine i-Phenyl-2-aminopropane in technisch einfacher Weise erhält, wenn man Hydrozimtalkohol (I, siehe Reaktionsschema auf Seite 2) nach an sich bekannten Methoden dehydratisiert, das erhaltene Gemisch von Phenylpropenen (1I) mit Chlorwasserstoff behandelt, die entstandenen Phenylchlorpropane (III) mit Ammoniak bzw. primären oder sekundären Aminen umsetzt und aus dem so gewonnenen Amingemisch (IV) das i-Phenyl-2-aminopropan (IVb) in Form seines schwer löslichen Sulfats isoliert, aus dem man es dann in bekannter Weise in Freiheit setzen kann.
- Die Reaktionsfolge wird durch das folgende Schema wiedergegeben: siehe Seite 2. Zur Dehydratisierung (Reaktionsfolge I-->II) kann man den Hydrozimtalkohol über die üblichen wasserabspaltenden Katalysatoren leiten. Wendet man dabei zu hohe Temperaturen an, so erhält man infolge einer Allylumlagerung vorwiegend i-Plienyl-i-propen. Es ist zweckmäßig, unter möglichst milden Bedingungen zu arbeiten, um die Ausbeute an dem isomeren i-Phenyl-2-propen zu erhöhen. Dazu kann man als Katalysator reines Aluminiumoxyd verwenden, welches bei etwa 300 bis 32o° in einer Ausbeute von rund 75% das erwünschtere i-Phenyl-2-propen liefert. Noch besser bedient man sich für die Reaktionsfolge I-> II des Weges über die Ester, d. h. man verestert den Hydrozimtalkohol in an sich bekannter Weise, z. B. mit Fettsäuren oder Gemischen von Fettsäuren, und erhitzt die Ester auf so hohe Temperaturen, daß unter Abspaltung von Fettsäure Olefin entsteht. Dabei erhält man das nicht umgelagerte i-Phenyl-2-propen in einer Ausbeute von rund go% neben wenig i-Phenyl-i-propen.
- Das so gewonnene Gemisch der beiden isomeren Phenylpropene wird dann unter Druck mit Chlorwasserstoff umgesetzt. Die Mitverwendung von Lösungsmitteln oder Temperaturerhöhung ist dabei nicht erforderlich. Es ist indessen zweckmäßig, Eisen und ähnliche katalytisch wirkende Mittel selbst spurenweise zu vermeiden. Man erhält auf diese Weise ein Gemisch der drei isomeren Phenylchlorpropane III in sehr guter Ausbeute.
- Dieses wird nun mit Ammoniak bzw. einem primären oder sekundären Amin bei höherer Temperatur, z. B. 15o°, umgesetzt, wobei man gemäß Reaktionsschema 111-->IV ein Gemisch der drei isomeren Phenylaminopropane neben Phenylpropenen (II) erhält. Um aus dem mit Ammoniak erhaltenen Amingemisch das wertvolle i-Phenyl-2-aminopropan zu gewinnen, versetzt man es, z. B. in Methanol, mit der zur Neutralisierung ausreichenden Menge mäßig verdünnter Schwefelsäure, trennt die ausfallenden Kristalle des i-Phenyl-2-aminopropansulfats ab und setzt aus ihnen gewünschtenfalls die Base durch Alkalilauge in Freiheit. Bei Verwendung primärer oder sekundärer Amine an Stelle von Ammoniak verfährt man in analoger Weise.
- Es gelingt auf diese Weise, die therapeutisch wertvollen i-Phenyl-2-aminopropane in reiner Form und auf verhältnismäßig einfachem Wege in guten Ausbeuten aus leicht zugänglichen Ausgangsstoffen zu gewinnen. Die bisherigen Synthesen dieser Verbindungen gingen von schwerer zugänglichen Ausgangsstoffen aus und führten in mäßigen Ausbeuten zu Gemischen von Phenylaminopropanen, deren Trennung nur mit großer Mühe und unter Verlusten möglich war.
- Beispiel 950 g Hydrozi.mtalkohol werden mit 2500 g einer Fettsäurefraktion, die bei der Destillation von Paraffinoxydationsfettsäuren als Nachlauf erhalten wurde, im Laufe von 3 Stunden auf 25o° erhitzt. Wenn nach einigen Stunden Erhitzens die Wasserabspaltung beendet und vollständige Veresterung eingetreten ist, erhitzt man auf 34o°. Dabei entwickeln sich in lebhafter Reaktion Dämpfe der beiden isomeren i-Phenylpropene. Sie werden kondensiert und von mitgerissene; Fettsäure durch fraktionierte Destillation getrennt. Die Ausbeute beträgt etwa Zoo g, entsprechend 85 % der Theorie.
- 362 g des ,so erhaltenen Phenylpropengemisches werden in einem Autoklaven mit Glaseinsatz bei gewöhnlicher Temperatur bei 4o at Druck mit trockenem Chlorwasserstoff 18 Stunden lang umgesetzt. Bei der fraktionierten Destillation des braunen Reaktionsproduktes erhält man etwa 435 g eines bei 15 mm Druck zwischen ioo und 115' siedenden Gemisches von i-Phenylchlorpropanen (entsprechend 92% der Theorie).
- 470g dieses i-Phenylchlorpropangemisches werden in einem Autoklaven mit 5ooccm konzentrierter wäßriger Ammoniaklösung versetzt. Man sättigt das Gemisch unter Schütteln bei gewöhnlicher Temperatur mit Ammoniak von 6 at Druck und erhitzt es dann 6 Stunden auf 15o°, wobei der Druck auf rund 4o at steigt. Nach dem Erkalten trennt man die wäßrige Schicht ab, wäscht die C)1-@chicht mit Wasser, entzieht ihr die Basen durch Ausschütteln mit verdünnter Salzsäure und gewinnt sie aus der salzsauren Lösung durch Alkalilauge. Man erhält 130 g Amingemisch vom Siedebereich i99 bis 21o° bei gewöhnlichem Druck, neben 2o8 g i-Phenylpropengemisch, das wieder zur Umsetzung mit Chlorwasserstoff verwendet wird.
- 231 g des Amingemisches werden in iooo ccm Methanol gelöst und mit 50%iger Schwefelsäure bis zum Umschlag von Methylrotindikator versetzt. Das ausgefallene i-Phenyl-2-aminopropansulfat wird abgesaugt. Aus den eingeengten Mutterlaugen erhält man beim Verreiben mit wenig Methanol weitere Mengen des gleichen Sulfats. Aus den letzten Mutterlaugen kann man 25 g i-Phenyl-i-aminopropan und geringe Mengen i-Phenyl-3-aminopropan gewinnen. Die Kristalle des i-Phenyl-2-aminopropansulfats werden zur vollständigen Reinigung 1/2 Stunde mit wenig Methanol am Rückflußkühler gekocht, dann abgesaugt und getrocknet. Man erhält 230g reines i-Phenyl-2-aminopropansulfat entsprechend einer Ausbeute von 80% der Theorie, berechnet auf Amingemisch.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von i-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Hydrozimtalkohol nach an sich bekannten Methoden dehydratisiert, das erhaltene Gemisch der beiden isomeren i-Phenylpropene mit Chlorwasserstoff in einGemisch von i-Phenyl xchlorpropanen umwandelt und dieses mit Ammoniak bzw. primären oder sekundären Aminen umsetzt, worauf man aus dem so entstandenen Amingemisch das i-Phenyl-2-aminopropan in Form seines schwer löslichen Sulfats isoliert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1038A DE819400C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE819400C true DE819400C (de) | 1951-10-31 |
Family
ID=7357007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1038A Expired DE819400C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE819400C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP1038A patent/DE819400C/de not_active Expired
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