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Die
Erfindung betrifft chemisch-mechanische Polierzusammensetzungen
zum Polieren von dielektrischen Werkstoffen mit niedrigem k-Wert.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Zusammensetzungen
und Verfahren zum Planen oder Polieren der Oberfläche eines
Substrates sind auf diesem Gebiet gut bekannt. Polierzusammensetzungen
(auch als Polierschlämme
bekannt) enthalten typischerweise einen Schleifwerkstoff in einer
wässrigen
Lösung
und werden gewöhnlich
auf eine Oberfläche durch
Inkontaktbringen der Oberfläche
mit einem Polierkissen aufgetragen, welches mit der Polierzusammensetzung
gesättigt
ist. Typische Schleifwerkstoffe umfassen Siliziumdioxid, Zeroxid,
Aluminiumoxid, Zirkonoxid und Zinndioxid. In dem U.S.-Patent 5,527,423
ist zum Beispiel ein Verfahren zum chemisch-mechanischen Polieren
einer Metallschicht durch Inkontaktbringen der Oberfläche mit
einem Polierschlamm beschrieben, der hochreine Feinmetalloxidpartikel
in einem wässrigen
Medium aufweist. Der Polierschlamm wird typischerweise in Verbindung
mit einem Polierkissen (zum Beispiel Polier tuch oder -scheibe) verwendet.
Geeignete Polierkissen sind in den U.S.-Patenten 6,062,968, 6,117,000
und 6,126,532 beschrieben, in denen die Verwendung gesinterter Polyurethan-Polierkissen
offenbart ist, die ein Netzwerk aus feinporigen offenen Zellen aufweisen, und
in dem U.S.-Patent 5,489,233, in dem die Verwendung massiver Polierkissen
offenbart ist, die eine Oberflächenstruktur
oder -muster aufweisen. Alternativ kann der Schleifwerkstoff in
das Polierkissen integriert sein. In dem U.S.-Patent 5,958,794 ist
ein fixiertes Schleifpolierkissen offenbart.
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Polierzusammensetzungen
für metallinterne
dielektrische Schichten auf Siliziumbasis wurden in der Halbleiterindustrie
entwickelt und die chemische und mechanische Art des Polierens und
des Verschleißes
der Nichtleiter auf Siliziumbasis wird vernünftigerweise gut verstanden.
Ein Problem bei den dielektrischen Werkstoffen auf Siliziumbasis
besteht jedoch darin, dass ihre Dielektrizitätskonstante relativ hoch ist,
wobei sie in Abhängigkeit
von Fakturen wie zum Beispiel dem Restfeuchtigkeitsgehalt annähernd 3,9
oder mehr beträgt. Als
Ergebnis ist die Kapazitanz zwischen den leitenden Schichten ebenfalls
relativ hoch, wodurch wiederum die Geschwindigkeit (Frequenz) begrenzt
wird, mit welcher der Schaltkreis arbeiten kann. Entwickelte Strategien
zur Verringerung der Kapazitanz umfassen (1) Integration von Metallen
mit niedrigeren Widerstandswerten (zum Beispiel Kupfer), und (2)
Bereitstellung elektrischer Isolierung mit Isolierstoffen, die im
Verhältnis
zu Siliziumdioxid niedrigere Dielektrizitätskonstanten aufweisen. Solche
Werkstoffe mit niedriger Dielektrizitätskonstante umfassen typischerweise
organische Polymerwerkstoffe, anorganische und organische poröse, dielektrische
Werkstoffe und gemischte bzw. organische und anorganische Verbundwerkstoffe,
die porös
oder nicht porös
sein können.
Es wäre
sehr wünschenswert,
Werkstoffe mit niedriger Dielektrizitätskonstante in Halbleiterstrukturen
einzubinden und gleichzeitig immer noch in der Lage zu sein, die
herkömmlichen
chemisch-mechanischen Poliersysteme (CMP) zum Polieren der Oberfläche des
sich ergebenden dielektrischen Werkstoffes während der Halbleiter-Mikroplättchenverarbeitung
zu verwenden.
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Es
sind mehrere chemisch-mechanische Polierzusammensetzungen für Substrate
bekannt, die Werkstoffe mit niedriger Dielektrizitätskonstante
enthalten. So ist zum Beispiel in dem U.S.-Patent 6,043,155 ein Schlamm
auf Zeroxidbasis für
anorganische und organische Isolierfolien offenbart. In dem U.S.-Patent 6,046,112
ist eine Polierzusammensetzung zum Polieren von Werkstoffen mit
niedriger Dielektrizität
offenbart, die Zirkonoxidschleifmittel und entweder Tetramethylammoniumhydroxid
oder Tetrabutylammoniumhydroxid enthalten. In dem U.S.-Patent 6,270,395
ist eine Polierzusammensetzung für
Werkstoffe mit niedriger Dielektrizität offenbart, die ein Schleifmittel
und ein Oxidationsmittel enthalten.
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Grenzflächenaktive
Stoffe werden allgemein in chemisch-mechanischen Polierzusammensetzungen verwen det,
um als Dispersionsmittel oder Ausflockungsmittel zu funktionieren.
So ist zum Beispiel in dem U.S.-Patent
6,270,393 ein Schleifmittelschlamm offenbart, der Aluminium, ein
anorganisches Salz, einen wasserlöslichen Chelatbildner und ein
grenzflächenaktives
Mittel enthält,
welches zweckmäßigerweise
als ein Dispersionsmittel für
das Schleifmittel wirkt. In dem U.S.-Patent 6,313,039 ist eine Polierzusammensetzung
offenbart, die ein Schleifmittel, eine Hydroxylaminverbindung, ein
Oxidationsmittel und optional einen grenzflächenaktiven Stoff enthält, der
zweckmäßigerweise
die Oberflächenbelastung
auf dem polierten Substrat verändert. In
dem U.S.-Patent 6,348,076 sind Polierzusammensetzungen für offenbart,
die grenzflächenaktive
Stoffe, insbesondere anionische grenzflächenaktive Stoffe enthalten.
In der veröffentlichten
U.S.-Patentanmeldung 2001/0005009
A1 sind Polierzusammensetzungen offenbart, die grenzflächenaktive
Stoffe umfassen, die anionische, kationische, ampholytische und
nichtionogene grenzflächenaktive
Stoffe enthalten, um als Dispersionsmittel zu wirken. In der veröffentlichten
U.S.-Patentanmeldung 2001/0008828 A1 ist eine wässrige Polierzusammensetzung
zum Kupfer- und Sperrfilmpolieren mit einem Schleifmittel, einer
organischen Säure,
einer heterozyklischen Verbindung, einem Oxidationsmittel und optional
einem grenzflächenaktiven
Stoff offenbart. In der veröffentlichten
U.S.-Patentanmeldung
2001/0013507 A1 ist ein Verfahren zum Polieren anorganischer Polymerschichten
mit einer niedrigen Dielektrizitätskonstante
offenbart, welches ein Zirkonoxidschleifmittel und einen nicht ionogenen, anionischen,
kationischen oder amphoteren grenzflächenaktiven Stoff umfasst, welches
zweckmäßigerweise
dahingehend wirksam ist, dass es den Polierschlamm gegen Absetzen,
Ausflockung und Zersetzung stabilisiert. In der WO 01/32794 A1 ist
ein Tantalsperrschlamm für
chemisch-mechanisches Polieren offenbart, der einen organischen
Zusatz umfasst, der aus einem beliebigen einer Vielfalt von grenzflächenaktiven
Stoffen bestehen kann, der zweckmäßigerweise Verbindungen mit
der Oberfläche
des Kieselerde- oder Kupfersubstrates ausbildet, und die Ausbildung
von Kieselerdeniederschlägen
und Kupferanfärbung
unterdrückt.
In der
EP 810 302 B1 ist
eine Polierzusammensetzung offenbart, die ein fettiges Sorbitansäureester
und ein Polyoxyethylenderivat eines fettigen Sorbitansäureesters
als Korrosionshemmer umfasst. In der
EP 1 088 869 A1 ist eine wässrige Dispersion
für chemisch-mechanisches
Polieren offenbart, welches Schleifpartikel und einen amphipathischen
grenzflächenaktiven
Stoff mit einem HLB-Wert
von 6 oder niedriger aufweist. In der
EP 1 148 538 A1 ist eine Polierzusammensetzung
offenbart, die ein Zeroxidschleifmittel und einen grenzflächenaktiven
Stoff (zum Beispiel anionisch, nicht ionogen, kationisch oder amphoter) umfasst,
der zweckmäßigerweise
als Dispersionsmittel agiert.
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Obwohl
die Verwendung grenzflächenaktiver
Stoffe in chemisch-mechanischen Polierzusammensetzungen gut bekannt
ist, erkennt keine der Referenzen des Standes der Technik die besonderen
Vorteile nicht ionogener grenzflächenaktiver
Stoffe im Vergleich zu an deren Arten grenzflächenaktiver Stoffe wie zum
Beispiel anionischen, kationischen und amphoteren grenzflächenaktiven
Stoffen. Es wurde herausgefunden, dass nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoffe eine verbesserte Selektivität bei Substratschichtabtragungsraten
bereitstellen können.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung, sowie zusätzliche
Merkmale der Erfindung werden an Hand der in diesem Dokument bereitgestellten
Beschreibung der Erfindung ersichtlich.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung stellt ein Verfahren zum Polieren eines Substrates bereit,
welches Folgendes umfasst: (i) Kontaktieren eines Substrates, welches
eine dielektrische Schicht umfasst, mit einem chemischmechanischen
Poliersystem, welches Folgendes umfasst: (a) ein Schleifmittel,
ein Polierkissen oder eine Kombination derselben; (b) einen amphiphilen,
nicht ionogenen, grenzflächenaktiven
Stoff; und (c) eine Trägerflüssigkeit; und
(ii) Abschleifen mindestens eines Teils des Substrates zum Polieren
der dielektrischen Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische
Schicht eine Dielektrizitätskonstante
von 3,5 oder niedriger aufweist.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Diagramm, welches das Verhältnis
zwischen der Konzentration des grenzflächenaktiven Stoffes und der
Abtragungsrate des dielektrischen Werkstoffes mit niedrigem k-Wert
darstellt.
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2 ist
ein Diagramm, welches das Verhältnis
zwischen dem HLB-Wert des grenzflächenaktiven Stoffes und den
Abtragungsraten des Tantal- (Ta), Siliziumdioxid- (TEOS) und dielektrischen
Werkstoffes mit niedrigem k-Wert (CDO) darstellt.
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DETALLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Polieren eines Substrates,
welches Folgendes umfasst: (i) Kontaktieren des Substrates, welches
eine dielektrische Schicht umfasst, mit einem chemisch-mechanischen Poliersystem,
welches Folgendes umfasst: (a) ein Schleifmittel, ein Polierkissen
oder eine Kombination derselben; (b) einen amphiphilen, nicht ionogenen,
grenzflächenaktiven
Stoff; und (c) eine Trägerflüssigkeit;
und (ii) Abschleifen mindestens eines Teils des Substrates zum Polieren
des Substrates.
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Das
hierin beschriebene chemisch-mechanische Poliersystem umfasst ein
Schleifmittel, ein Polierkissen oder beides. Vorzugsweise kann es
jede geeignete Form aufweisen (zum Beispiel Schleifpartikel). Das Schleifmittel
kann auf dem Polierkissen befestigt und/oder in Partikelform sein,
und in der Trägerflüssigkeit schwebend
gehalten sein. Das Polierkissen kann jedes geeignete Polierkissen
sein. Das Schleifmittel (wenn vorhanden und in der Trägerflüssigkeit
schwebend gehalten) und der amphiphile nicht ionogene grenzflächenaktive
Stoff sowie beliebige andere, in der Trägerflüssigkeit schwebend gehaltene
Komponenten, bilden die Polierzusammensetzung des chemisch-mechanischen
Poliersystems aus.
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Das
Schleifmittel kann jedes geeignete Schleifmittel (zum Beispiel ein
Metalloxid) sein. Das Schleifmittel kann ein Metalloxidschleifmittel
sein, welches aus der aus Aluminiumoxid, Kieselerde, Titanoxid, Zer(IV)-oxid,
Zirkonoxid, Germanium, Magnesium, Nebenprodukten derselben bestehenden
Gruppe und Kombinationen derselben ausgewählt ist. Das Schleifmittel
kann auch ein Polymerpartikel oder ein überzogener Partikel sein. Typischerweise
wird das Schleifmittel aus der aus Aluminiumoxid, Kieselerde, Nebenprodukten
derselben, überzogenen
Metalloxidpartikeln, Polymerpartikeln und Kombinationen derselben
bestehenden Gruppe ausgewählt.
Vorzugsweise ist das Schleifmittel Kieselerde. Das Poliersystem
umfasst typischerweise 0,1 Gewichts-% bis 20 Gewichts-% (zum Beispiel
0,5 Gewichts-% bis 15 Gewichts-% oder 1 Gewichts-% bis 10 Gewichts-%)
Schleifmittel auf der Grundlage des Gewichtes der Trägerflüssigkeit
und beliebige, darin aufgelöste
oder schwebend gehaltene Verbindungen.
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Der
amphiphile, nichtionogene, grenzflächenaktive Stoff ist ein grenzflächenaktiver
Stoff, der einen hydrophilen Anteil und einen hydrophoben Anteil
aufweist. Zum Zwecke dieser Erfindung wird der amphiphile, nichtionogene,
grenzflächenaktive
Stoff dahingehend definiert, dass er eine Kopfgruppe und eine Schwanzgruppe
aufweist. Die Kopfgruppe ist der hydrophobe Anteil des grenzflächenaktiven
Stoffes, und die Schwanzgruppe ist der hydrophile Anteil des grenzflächenaktiven
Stoffes. Es kann jede beliebige geeignete Kopfgruppe und jede beliebige
geeignete Schwanzgruppe verwendet werden. Der amphiphile, nichtionogene,
grenzflächenaktive
Stoff kann jede geeignete Kombination von Kopfgruppen und Schwanzgruppen
sein. So kann der amphiphile, nichtionogene, grenzflächenaktive
Stoff zum Beispiel nur eine Kopfgruppe in Kombination mit einer
Schwanzgruppe, oder bei einigen Ausführungsformen mehrere (zum Beispiel
2 oder mehr) Kopfgruppen und/oder mehrere (zum Beispiel 2 oder mehr)
Schwanzgruppen umfassen. Vorzugsweise ist der amphiphile, nichtionogene,
grenzflächenaktive
Stoff wasserlöslich.
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Die
Kopfgruppe kann jede geeignete Gruppe sein, die im Wesentlichen
hydrophob ist. So weisen geeignete Kopfgruppen zum Beispiel Polysiloxane,
Tetra-C1-4-Alkyldecyne, gesättigte oder teilweise ungesättigte C6-30-Alkyle, Polyoxypropylene, C6-12-Alkylphenyle
oder Zyklohexyle, Polyethylene oder Mischungen derselben auf. Die
gesättigten
oder teilweise ungesättigten
C6-30-Alkyle können optional mit funktionellen
Gruppen, zum Beispiel kurzkettigen (C1-5)-Alkylen,
C6-30-Arylen, kurzkettigen (C1-5)-Fluorkohlenwasserstoffen,
Hydroxylgruppen, Halogenidgruppen, Karbonsäuren, Estern, Aminen, Amiden,
Glykolen und dergleichen substituiert werden. Vorzugsweise ist der
Substitutionsgrad mit hydrophilen Gruppen dann, wenn die Kopfgruppe
ein ge sättigtes
oder teilweise ungesättigtes
C6-30-Alkyl ist, sehr niedrig (zum Beispiel
niedriger als 3 oder niedriger als 2 hydrophile Gruppen). Noch vorteilhafter
wird die Kopfgruppe nicht mit hydrophilen Gruppen (zum Beispiel
Hydroxylgruppen und Karbonsäuregruppen)
substituiert.
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Die
Schwanzgruppe kann jede geeignete Gruppe sein, die im Wesentlichen
hydrophil ist. So umfassen geeignete Schwanzgruppen zum Beispiel
solche, die eine Polyoxyethylengruppe mit vorzugsweise 4 oder mehr
(zum Beispiel 6 oder mehr oder 8 oder mehr) Ethylenoxidwiederholungseinheiten,
eine Sorbitangruppe, hoch substituierte gesättigte oder teilweise ungesättigte C6-30-Alkyle oder eine Mischung derselben
(zum Beispiel Polyoxyethelensorbitan) aufweist. Die hoch substituierten
oder teilweise ungesättigten
C6-30-Alkyle
werden vorzugsweise mit hydrophilen funktionellen Gruppen, zum Beispiel
mit Hydroxylgruppen substituiert.
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Der
amphiphile, nichtionogene, grenzflächenaktive Stoff kann ein grenzflächenaktiver
Stoff auf Azetylenglykolbasis sein, der eine Tetraalkyldecyn-Kopfgruppe und eine
Oxyethylen-Schwanzgruppe umfasst, wie bei 2,4,7,9-Tetramethyl-5-Decyn-4,7-Diolethoxylat.
Der amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive Stoff kann auch
aus der aus Polyoxyethylenalkylethern und Polyoxyethylenalkylsäureestern
bestehenden Gruppe ausgewählt
werden, wobei das Alkyl ein C6-30-Alkyl
ist, welches gesättigt
oder teilweise ungesättigt
sein kann, und optional verzweigt ist. So kann der amphiphile, nicht
ionogene, grenzflächenaktive
Stoff ein Polyoxyethylenlaurylether, Polyoxyethylencetylether, Polyoxyethylenstearylether,
Polyoxyethylenoleylether, Polyoxyethylenmonolaurat, Polyoxyethylenmonostearat,
Polyoxyethylendistearat, Polyoxyethylenmonooleat sein. Auf ähnliche
Weise kann der amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoff ein Polyoxyethylenalkylphenylether oder ein Polyoxyethylenalkylzyklohexylether
sein, wobei das Alkyl ein C6-30-Alkyl ist,
welches gesättigt oder
teilweise ungesättigt
sein kann und optional verzweigt sein kann, wie zum Beispiel ein
Polyoxyethylenoktylphenylether oder ein Polyoxyethylennonylphenylether.
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Der
amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive Stoff kann auch
ein Sorbitanalkylsäureester
oder ein Polyoxyethylensorbitanalkylsäureester sein, wobei das Alkyl
ein C6-30-Alkyl ist, welches gesättigt oder
teilweise ungesättigt
sein kann und optional verzweigt sein kann. So kann der amphiphile,
nichtionogene, grenzflächenaktive
Stoff zum Beispiel Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonooleat, Sorbitanmonopalmitat,
Sorbitanmonostearat, Sorbitansesquioleat, Sorbitantrioleat oder
Sorbitantristearat sowie ein Polyoxyethylensorbitanmonolaurat, Polyoxyethylensorbitanmonopalmitat,
Polyoxyethylensorbitanmonostearat, Polyoxyethylensorbitantristearat,
Polyoxyethylensorbitanmonooleat, Polyoxyethylensorbitantrioleat
oder Polyoxyethylensorbitantetraoleat sein.
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Der
amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive Stoff kann ein Block-
oder Propfcopolymer sein, welches Polydimethylsiloxan und Polyoxyethylen,
Polyoxyethylen und Polyoxypropylen, oder Polyoxyethylen und Polyethylen
aufweist. Der amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoff kann auch ein Polyoxyethylenalkylamin (zum Beispiel Polyoxyethylenlaurylamin,
Polyoxyethylenstearylamin, Polyoxyethylenoleylamin), ein ethoxyliertes
Amid, ein ethoxyliertes Alkylalkanolamid, eine Alkylpolyglukose
(zum Beispiel von Henkel erhältliches
grenzflächenaktives
Plantaren®)
oder ein Ethoxylatester oder Diester einer Alkylglukose (zum Beispiel
von Amerchol erhältliches
PEG-120-Methylglukosedioleat
und dergleichen) sein.
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Bevorzugte
amphiphile, nichtionogene, grenzflächenaktive Stoffe umfassen
Polyoxyethylensorbitanalkylsäureester
(zum Beispiel Polyoxyethylensorbitanmonolaurat, Polyoxyethylensorbitanmonopalmitat,
Polyoxyethylensorbitansesquiolat und Polyoxyethylensorbitantrioleat),
Alkylphenylpolyoxyethylene (zum Beispiel grenzflächenaktives Igepal®, Rhone-Poulenc)
und grenzflächenaktive
Stoffe auf der Basis von Azetyldiol (zum Beispiel grenzflächenaktives
Surfynol®,
Air Products).
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Das
Poliersystem weist typischerweise 0,002 Gewichts-% oder mehr an
amphiphilem, nicht ionogenem, grenzflächenaktivem Stoff auf der Grundlage
des Gewichtes der Trägerflüssigkeit
und beliebiger, darin aufgelöster
oder schwebend gehaltener Verbindungen auf. Vorzugsweise weist das
Poliersystem 0,005 Ge wichts-% bis 1,0 Gewichts-% (zum Beispiel 0,01
Gewichts-% bis 0,5 Gewichts-%) an amphiphilem, nicht ionogenem,
grenzflächenaktivem
Stoff auf der Grundlage des Gewichtes der Trägerflüssigkeit und beliebiger, darin aufgelöster oder
schwebend gehaltener Verbindungen auf. Die Menge an amphiphilem,
nicht ionogenem, grenzflächenaktivem
Stoff ist teilweise von der Art des grenzflächenaktiven Stoffes abhängig. Wenn
zum Beispiel der amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoff ein Copolymer von Ethylenoxid und Propylenoxid ist (zum Beispiel
grenzflächenaktives
Pluronic® L101
oder Pluronic® 31R1,
BASF), beträgt
die Menge an amphiphilem, nicht ionogenem, grenzflächenaktivem
Stoff vorzugsweise 0,05 Gewichts-% oder weniger (zum Beispiel 0,02
Gewichts-% oder weniger, oder 0,01 Gewichts-% oder weniger). Wenn
der grenzflächenaktive Stoff
ein fettiges Sorbitansäureester
ist (zum Beispiel Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonopalmitat, Sorbitansesquioleat,
Sorbitantrioleat), beträgt
die Menge an amphiphilem, nicht ionogenem, grenzflächenaktivem
Stoff vorzugsweise 0,01 Gewichts-% oder mehr (zum Beispiel 0,02
Gewichts-% oder mehr, oder 0,05 Gewichts-% oder mehr).
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Der
amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive Stoff weist typischerweise
einen hydrophilenlipophilen Gleichgewichtswert (HLB)-Wert von 7
oder größer (zum
Beispiel 10 oder größer, oder
12 oder größer) auf.
Der HLB-Wert zeigt die Löslichkeit
eines grenzflächenaktiven
Stoffes in Wasser an, und steht somit in Zusammenhang mit der Gewichts-%-Menge
des hydrophilen Anteils des grenzflächenaktiven Stoffes (zum Beispiel
die Gewichts-%-Menge von Ethylenoxid). Der HLB-Wert des grenzflächenaktiven
Stoffes kann in einigen Fällen
für nichtionogene,
grenzflächenaktive
Stoffe, die eine Ethylenoxidgruppe enthalten, dahingehend angenähert werden,
dass er gleich der Gewichts-%-Menge
der Ethylendioxidgruppen geteilt durch 5 ist. Ein niedriger HLB-Wert
zeigt einen lipophilen grenzflächenaktiven
Stoff an (d. h. der eine kleine Anzahl an hydrophilen Gruppen aufweist),
und ein hoher HLB-Wert
zeigt einen hydrophilen grenzflächenaktiven
Stoff an (der eine hohe Anzahl an hydrophilen Gruppen aufweist.
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Die
Art des amphiphilen, nicht ionogenen, grenzflächenaktiven Stoffes, der zur
Verwendung in einem chemisch-mechanischen Poliersystem dieser Erfindung
ausgewählt
wird, ist teilweise von der Art des polierten Substrates abhängig. Wenn
zum Beispiel die dielektrische Schicht mit niedrigem k-Wert ein
kohlenstoffdotierter Siliziumdioxidwerkstoff ist, ist die Art des
amphiphilen, nicht ionogenen, grenzflächenaktiven Stoffes von dem
Niveau der Kohlenstoffdotierung abhängig. Typische kohlenstoffdotierte
Siliziumdioxid (CDO)-Werkstoffe mit niedrigem k-Wert weisen eine
Formel von SiwCxOyHz auf, wobei x
annähernd
(0,10-0,25)y beträgt.
Wenn x gleich Null ist, ist der Werkstoff derselbe wie ein undotiertes
Siliziumdioxid, mit dem amphiphile, nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoffe wenig bis keine Wechselwirkung an den Tag legen. Wenn der
Siliziumdioxidwerkstoff mit organischen Gruppen modifiziert wird
(d. h. x > 0), wird
die Oberfläche
des Substrates zunehmend hydrophob. Obwohl keine Bindung an die
Theorie erfolgen soll, wird angenommen, dass die hydrophobe Art
der dotierten Dioxidwerkstoffe die Adsorption der amphiphilen, nicht
ionogenen, grenzflächenaktiven
Stoffe auf die Oberfläche
treibt. Bei niedrigen Niveaus von Kohlenstoffdotierung ist die hydrophobe
Kopfgruppe wünschenswerterweise
länger,
um die Oberfläche
der CDO-Schicht vollständiger
zu bedecken. So kann die Kopfgruppe bei niedrigen Niveaus von Kohlenstoffdotierung
ein Polypropylen oder Polypropylenoxid sein. Wenn sich das Niveau
der Dotierung erhöht,
kann die Größe der hydrophoben
Kopfgruppe kleiner sein.
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Die
Länge der
hydrophilen Schwanzgruppe ist von Bedeutung für die Steuerung der Polierumgebung über der
Oberfläche
des dielektrischen Werkstoffes mit niedrigem k-Wert. Wenn die hydrophilen
Schwanzgruppen zu klein sind, ist die sterische Barriere nicht ausreichend,
um chemische Angriffe und/oder Abtragung der Substratoberfläche durch
Abrieb zu verhindern. Durch die Auswahl amphiphiler, nicht ionogener,
grenzflächenaktiver
Stoffe mit langen voluminösen,
hydrophilen Schwanzgruppen kann eine dicke sterische Barriere an
der Oberfläche
des Werkstoffes mit niedrigem k-Wert erzeugt werden, wodurch im
Wesentlichen die Abtragungsrate der dielektrischen Schicht mit niedrigem
k-Wert verringert
wird. Solche amphiphilen, nicht ionogenen, grenzflächenaktiven
Stoffe werden höhere
Halb- Werte haben,
welche die hohe Gewichts-%-Menge der hydrophilen Schwanzgruppe widerspiegeln.
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Eine
Trägerflüssigkeit
wird verwendet, um das Auftragen des Schleifmittels (wenn es in
der Trägerflüssigkeit
vorhanden und dort schwebend gehalten wird), des amphiphilen, nichtionogenen,
grenzflächenaktiven Stoffes
und beliebiger optionaler Zusätze
auf die Oberfläche
eines geeigneten, zu polierenden Substrates (zum Beispiel planarisiert)
zu erleichtern. Die Trägerflüssigkeit
ist typischerweise ein wässriger
Träger
und kann ausschließlich
Wasser sein, kann Wasser und ein mit Wasser vermischbares Lösungsmittel
umfassen, oder kann eine Emulsion sein. Geeignete, mit Wasser vermischbare
Lösungsmittel
umfassen Alkohole wie zum Beispiel Methanol, Ethanol usw. vorzugsweise
besteht der wässrige
Träger
aus Wasser, noch vorteilhafter aus entionisiertem Wasser.
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Die
Polierzusammensetzung kann jeden geeigneten pH-Wert aufweisen. Typischerweise
weist die Polierzusammensetzung einen pH-Wert von 6 oder größer auf
(zum Beispiel 7 oder größer, oder
8 oder größer), und
einen pH-Wert von 12 oder niedriger (zum Beispiel 11 oder niedriger).
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem kann zum Polieren (zum
Beispiel Planen) eines Substrates verwendet werden. Das Substrat
umfasst eine Schicht mit einem niedrigen k-Wert, die eine Dielektrizitätskonstante
von 3,5 oder weniger aufweist (zum Beispiel 3 oder weniger, oder
1 bis 3). So kann die dielektrische Schicht ein organisch modifiziertes
Siliziumglas wie zum Beispiel ein kohlenstoffdotiertes Siliziumdioxid
(CDO) oder einen aus der aus Polyimid, fluoriertem Polyimid, Polyarylenen
und Polyarylethern (wie zum Beispiel SiLKTM von
Dow Chemical, FLARETM von Allied Signal
und VELOXTM von Schumacher), Polybenzocyklobuten,
Divinylsiloxanbisbenzocyklobuten (DVS-BCB), Polytetrafluorethylen (PTFE),
Polysiloxan, Polynaphthylenether, Polyquinoline, Paralyne (wie zum
Beispiel Paralyn AF4, ein aliphatisches tetrafluoriertes Poly-p-Xylylol),
Copolymere desselben und Kombinationen desselben umfassen. Vorzugsweise
weist die dielektrische Schicht mit niedrigem k-Wert kohlenstoffdotiertes
Siliziumdioxid auf.
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Optional
weist das Substrat weiterhin eine dielektrische Schicht (zum Beispiel
eine Siliziumdioxid- und/oder
Metallschicht) auf. Die Metallschicht kann jedes geeignete Metall
umfassen. So kann die Metallschicht zum Beispiel Kupfer, Tantal,
Titan, Wolfram, Aluminum, Nickel, Platin, Ruthenium, Iridium, Rhodium, Legierungen
derselben aufweisen (zum Beispiel binäre Legierungen derselben und
ternäre
Legierungen derselben), und Kombinationen derselben. Vorzugsweise
umfasst die Metallschicht Kupfer und/oder Tantal. Der amphiphile,
nichtionogene, grenzflächenaktive
Stoff wirkt dahingehend, dass er die Abtragungsrate der dielektrischen
Schicht mit niedrigem k-Wert unterdrückt, ohne die Abtragungsraten
anderer Schichten wesentlich zu beeinflussen (zum Beispiel Oxidschichten,
Metall schichten), die auf der Oberfläche des Substrates vorhanden sind.
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Das
in diesem Dokument beschriebene System umfasst weiterhin ein Oxidationsmittel.
Das Oxidationsmittel kann jedes geeignete Oxidationsmittel sein.
Geeignete Oxidationsmittel umfassen anorganische und organische
Perverbindungen, Bromate, Nitrate, Chlorate, Chromate, Jodate, Eisen
und Kupfersalze (zum Beispiel Nitrate, Sulfate, EDTE und Zitrate),
Seltenerd- und Übergangsmetalloxide
(zum Beispiel Osmiumtetraoxid), rotes Blutlaugensalz, Kaliumdichromat,
Jodsäure
und dergleichen. Eine Perverbindung, wie sie in Hawley's Condensed Chemical
Dictionary definiert wird, ist eine Verbindung, die mindestens eine
Peroxy-Gruppe (-O-O-) oder eine Verbindung enthält, die ein Element in seinem
höchsten
Oxidationszustand aufweist. Beispiele von Verbindungen, die mindestens
eine Peroxy-Gruppe enthalten, umfassen Wasserstoffperoxid und dessen
Addukte wie zum Beispiel Harnstoff-Wasserstoffperoxid und Percarbonate,
organische Peroxide wie zum Beispiel Benzoylperoxid, Peressigsäure und
Di-t-Butyl-Peroxid, Monopersulfate (SO5 2-), Dipersulfate (S2O8 2-) und Natriumperoxid,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Beispiele von Verbindungen, die ein Element in seinem höchsten Oxidationszustand
aufweisen, umfassen Überjodsäure, Periodatsalze,
Perbromsäure, Perbromatsalze,
Perchlorsäure,
Perchlorsalze, Perborsäure,
Perboratsalze und Permanganate, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Vorzugsweise
ist das zweite Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid, Kaliummonopersulfat
(auch als Kalium peroxymonopersulfat bekannt, und als Oxon®-Oxidationsmittel
von DuPont erhältlich,
mit einer mitgeteilten chemischen Formel von 2KHSO5·KHSO4·K2SO4 (FW 614.78),
Ammoniumpersulfat oder eine Kombination derselben.
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem weist weiterhin einen
Komplexbildner oder Chelatbildner auf. Der Komplex- oder Chelatbildner
ist jeder beliebige geeignete chemische Zusatz, der die Abtragungsrate
der abgetragenen Substratschicht steigert. Geeignete Chelat- oder
Komplexbildner können
zum Beispiel Karbonylverbindungen (zum Beispiel Azetylazetonate
und dergleichen), einfache Karboxylate (zum Beispiel Azetate, Arylkarboxylate
und dergleichen), Karboxylate, die eine oder mehrere Hydroxylgruppen
(zum Beispiel Glykolate, Laktate, Glukonate, Gallussäure und
Salze derselben, und dergleichen) enthalten, umfassen, Di-, Tri-
und Polykarboxylate (zum Beispiel Oxalate, Phthalate, Zitrate, Succinate,
Tartrate, Malate, EDTE-Salze (zum Beispiel Dinatrium-EDTE), Mischungen
derselben, und dergleichen), Karboxylate, die eine oder mehrere
Sulfon- und/oder Phosphongruppen enthalten, und dergleichen. Geeignete
Chelat- oder Komplexbildner können
zum Beispiel auch Di-, Tri- oder Polyalkohole (zum Beispiel Ethylenglykol,
Brenzkatechin, Pyrogallol, Gerbsäure,
und dergleichen) umfassen, und aminhaltige Verbindungen (zum Beispiel
Ammoniak, Aminosäuren,
Aminoalkohole, Di-, Tri- und Polyamine und dergleichen). Vorzugsweise
ist der Komplexbildner ein Karboxylatsalz, noch vorteilhafter ein Oxalatsalz.
Die Auswahl des Chelat- oder Komplexbildners wird von der Art der
im Verlauf des Polierens eines Substrates mit der Polierzusammensetzung
abgetragenen Substratschicht abhängig
sein.
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Es
wird davon ausgegangen, dass viele der zuvor erwähnten Verbindungen in Form
eines Salzes (zum Beispiel ein Metallsalz, ein Ammoniumsalz oder
dergleichen), einer Säure
oder eines Teilsalzes vorhanden sein können. So umfassen Zitrate zum
Beispiel Zitronensäure
sowie Mono-, Di- und Tri-Salze derselben. Phthalate umfassen Phthalsäure sowie
Monosalze (zum Beispiel Kaliumwasserstoffphthalat) und Di-Salze desselben.
Perchlorate umfassen die entsprechende Säure (d. h. Perchlorsäure) sowie
Salze derselben. Weiterhin können
bestimmte Verbindungen mehr als eine Funktion ausführen. So
können
zum Beispiel manche Verbindungen als Chelatbildner und Oxidationsmittel
funktionieren (zum Beispiel bestimmte Eisennitrate und dergleichen).
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem umfasst weiterhin optional
einen Korrosionshemmer. Der Korrosionshemmer (d. h. ein Filmbildungsmittel)
kann jeder beliebige geeignete Korrosionshemmer sein. Typischerweise
ist der Korrosionshemmer eine organische Verbindung, die eine heteroatomhaltige funktionelle
Gruppe enthält.
So ist der Korrosionshemmer zum Beispiel eine heterozyklische organische
Verbindung mit mindestens einem aus 5 oder 6 Elementen bestehenden
heterozyklischen Ring als die aktive funktionelle Gruppe, wobei
der heterozyklische Ring mindestens ein Stickstoffatom, zum Beispiel
eine Azolverbindung enthält.
Vorzugsweise ist der Korrosionshemmer ein Triazol, noch vorteilhafter
1,2,4-Triazol, 1,2,3-Triazol oder Benztriazol.
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem weist optional weiterhin
eine oder mehr Bestandteile, wie zum Beispiel pH-Anpasser, Regulatoren
oder Pufferelemente und dergleichen auf. Geeignete pH-Anpasser, Regulatoren
oder Pufferelemente können
zum Beispiel Natriumhydroxid, Natriumkarbonat, Kaliumhydroxid, Kaliumkarbonat,
Schwefelsäure,
Salzsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure,
Zitronensäure,
Kaliphosphat, Mischungen derselben, und dergleichen umfassen.
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem umfasst weiterhin einen
oder mehrere Bestandteile wie zum Beispiel Schaumbildungshemmer
und Biozide. Der Schaumbildungshemmer und das Biozid können beliebige
geeignete Schaumbildungshemmer und Pilzbekämpfungsmittel sein. Der Schaumbildungshemmer
ist vorzugsweise ein Polydimethylsiloxanpolymer. Das Biozid ist
vorzugsweise ein Kathon®-Biozid (Rohm und Haas).
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Das
in diesem Dokument beschriebene Poliersystem ist insbesondere zur
Verwendung in Verbindung mit einer chemisch-mechanischen Poliervorrichtung
(CMP) geeignet. Typischerweise weist die Vorrichtung eine Platte
auf, die sich bei Verwendung in Bewegung befindet und eine Geschwindigkeit
aufweist, die sich aus einer orbitalen, linearen oder kreisförmigen Bewegung
ergibt; ein Polierkissen, welches bei Gebrauch mit der Platte in
Berührung
steht und sich mit derselben bewegt; und einen Träger, der
ein zu polierendes Substrat durch Berührung und relative Bewegung
zu der Oberfläche
des Polierkissens hält,
welches ein zu polierendes Substrat berühren soll. Das Polieren des
Substrates tritt dann auf, wenn das Substrat in Berührung mit
dem sich im Verhältnis
zu dem Substrat bewegenden Polierkissen positioniert wird, und zwar
typischerweise mit einer Polierzusammensetzung der Erfindung dazwischen,
um mindestens einen Teil des Substrates abzutragen, um das Substrat
zu polieren. Die chemisch-mechanische Poliervorrichtung kann jede
beliebige chemisch-mechanische Poliervorrichtung sein, wovon viele
aus dem Stand der Technik bekannt sind.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen weiter die Erfindung, sollten
jedoch natürlich
in keinster Weise als deren Umfang begrenzend angesehen werden.
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BEISPIEL 1
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Dieses
Beispiel veranschaulicht den Vorteil von amphiphilen, nicht ionogenen,
grenzflächenaktiven Stoffe
für die
Substratabtragungsselektivität
bei der Abtragung von Werkstoff mit niedriger dielektrischer k-Wert-Konstante
im Vergleich zu den Abtragungsraten von Kupfer-, Tantal- und Siliziumdioxidwerkstoffen.
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Ähnliche
Rohlings-Mikroplättchensubstrate,
die Tantal (Ta), Siliziumdioxid (SiO2) oder
kohlenstoffdotiertes Siliziumdioxid (CDO) enthielten, wurden mit
unterschiedlichen Polierzusammensetzungen (Polierzusammensetzungen
1A-1I) poliert. Jede Polierzusammensetzung enthielt 7 Gewichts-%
kolloide Kieselerde (120 nm bis 150 nm mittlerer Partikeldurchmesser),
0,02 Gewichts-% Benztriazol, 0,30 Gewichts-% Essigsäure, 3 Gewichts-%
Wasserstoffperoxid und verschiedene Konzentrationen unterschiedlicher
grenzflächenaktiver
Stoffe, und wies einen pH-Wert von 8 auf. Polierzusammensetzung
1A (Vergleich) enthielt den anionischen grenzflächenaktiven Stoff, Ammoniumpolymethakrylat
(grenzflächenaktives
Daxad®32,
Hampshire Chemicals) bei einer Konzentration von 1000 ppm. Polierzusammensetzung
1B (Vergleich) enthielt kationisches Polyethylenamin (grenzflächenaktives
Lupasol® SKA,
BASF). Polierzusammensetzungen 1C-1E (Erfindung) enthielten jeweils
nicht ionogene, grenzflächenaktive
Stoffe, insbesondere grenzflächenaktive
EO/PO-Blockcopolymere, grenzflächenaktives
Pluronic® 31R1
(PO/EO/PO, 10% Polyoxyethylen, MW = 3250, BASF), grenzflächenaktives
Pluronic® L101
(EO/PO/EO, 10% Polyoxyethylen, MW = 3800, HLB = 1, BASF), Polydimethylsiloxan
mit Polyoxyethylen-Copolyoxypropylen-Seitenketten (grenzflächenaktives
Silwet® 7001,
HLB 13-17, OSI Specialties), und Poly(2-Ethyl-2-Oxazolin) (grenzflächenaktives
Aquazol® 50,
MW = 50k, Polymer Chemistry Innovations). Polierzusammensetzungen
1F-1I (Erfindung) enthielten jeweils grenzflächenaktive Sorbitanester, insbesondere
Sorbi tanmonolaurat, Sorbitanmonopalmitat, Sorbitansesquioleat und
Sorbitantrioleat.
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Die
Abtragungsraten für
jede der Polierzusammensetzungen 1A-1I wurden für die Tantal-, Siliziumdioxid-
und kohlenstoffdotierten Siliziumdioxidschichten des Substrates
bestimmt. Die prozentuale Verringerung (%-Abfall) der Abtragungsrate
(RR) als Ergebnis des Vorhandenseins der grenzflächenaktiven Stoffe für jede Polierzusammensetzung
ist in Tabelle 1 zusammengefasst.
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Die
in Tabelle 1 zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass das Vorhandensein
amphiphiler, nicht ionogener, grenzflächenaktiver Stoffe die Abtragungsrate
einer dielektrischen Schicht mit einer Dielektrizitätskonstante
von 3,5 oder niedriger verringern kann, während die Abtragungsrate der
anderen Substratwerkstoffe (zum Beispiel Metall- und/oder Oxidschichten)
im Wesentlichen unverändert
bleibt.
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BEISPIEL 2
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die Wirkung von amphiphilen, nicht ionogenen,
grenzflächenaktiven Stoffen
auf die Substratabtragungsrate von Werkstoff mit niedriger dielektrischer
k-Wert-Konstante in Abhängigkeit
von der Konzentration des grenzflächenaktiven Stoffes.
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Ähnliche
Rohlings-Mikroplättchensubstrate,
die Tantal (Ta), Siliziumdioxid (PETEOS) oder Black Diamond®-Werkstoffe
mit einer Dielektrizitätskonstante
mit niedrigem k-Wert enthielten (Applied Materials), wurden mit
unterschiedlichen Polierzusammensetzungen (Polierzusammensetzungen
2A-2E) poliert. Die Polierzusammensetzung 2A (Kontrolle) enthielt
12 Gewichts-% kolloide Kieselerde, 0,10 Gewichts-% Benztriazol, 0,3
Gewichts-% Essigsäure,
3 Gewichts-% Wasserstoffperoxid und keinen grenzflächenaktiven
Stoff bei einem pH-Wert von 10 (mit KOH angepasst). Die Polierzusammensetzungen
2B-2E (Erfindung) waren dieselben wie die Polierzusammensetzung
2A, mit der Ausnahme, dass sie 50, 100, 200 und 400 ppm Polyoxyethylen(40)nonylphenylether
(grenzflächenaktives
Igepal® Co-890,
Rhone-Poulenc) enthielten. Die Abtragungsraten (RR) von Tantal,
PETEOS und der dielekrischen Schicht mit niedrigem k-Wert wurden
für jede
der Polierzusammensetzungen bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle
2 und 1 zusammengefasst.
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Tabelle
2: Abtragungsrate in Abhängigkeit
von der Konzentration von grenzflächenaktivem Stoff
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Die
in Tabelle 2 zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass das Vorhandensein
eines amphiphilen, nicht ionogenen, grenzflächenaktiven Stoffes eine tiefgreifende
Wirkung auf die Abtragungsrate von dielektrischem Werkstoff mit
niedrigem k-Wert, jedoch nur eine minimale Wirkung auf die Abtragungsrate
der Tantal- und PETEOS-Schichten hat.
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BEISPIEL 3
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die Wirkung von amphiphilen, nicht ionogenen,
grenzflächenaktiven Stoffen
auf die Substratabtragungsrate von Werkstoff mit niedriger dielektrischer
k-Wert-Konstante in Abhängigkeit
von dem HLB-Wert des grenzflächenaktiven
Stoffes.
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Ähnliche
Rohlings-Mikroplättchensubstrate,
die Tantal (Ta), Siliziumdioxid (TEOS) oder kohlenstoffdotiertes
Siliziumdioxid (CDO) enthielten, wurden mit unterschiedlichen Polierzusammensetzungen
(Polierzusammensetzungen 3A-3E) poliert. Jede der Polierzusammensetzungen
enthielt 12 Gewichts-% kolloide Kieselerde, 0,10 Gewichts-% Benztriazol,
0,30 Gewichts-% Essigsäure,
3 Gewichts-% Wasserstoffperoxid und 200 ppm grenzflächenaktiven
Stoff mit einem pH-Wert von 10. Die Polierzusammensetzungen 3A-3E
(Erfindung) enthielten jeweils Polyoxyethylen(2)isooktylphenylether
(grenzflächenaktives
Igepal® CO-210,
Rhone-Poulenc) mit einem HLB-Wert von 4,6, Polyoxyethylen(5)isooktylphenylether
(grenzflächenaktives
Igepal® CO-520,
Rhone-Poulenc) mit einem HLB-Wert von 10, Polyoxyethylen(9)nonylphenylether
(grenzflächenaktives
Igepal® CO-630,
Rhone-Poulenc) mit einem HLB-Wert von 13, Polyoxyethylen(40)nonylphenylether (grenzflächenaktives
Igepal® CO-890,
Rhone-Poulenc) mit einem HLB-Wert
von 17,8, und Polyoxyethylen(100)nonylphenylether (grenzflächenaktives
Igepal® CO-990,
Rhone-Poulenc) mit einem HLB-Wert von 19. Die Abtragungsraten (RR)
der Ta-, TEOS- und CDO-Schichten wurden für jede der Polierzusammensetzungen bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 und 2 zusammengefasst.
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Tabelle
3: Abtragungsrate in Abhängigkeit
von dem HBL-Wert
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Die
Ergebnisse in Tabelle 3 zeigen, dass sich die Abtragungsrate von
dielektrischem Werkstoff mit niedrigem k-Wert mit einem steigenden
HLB-Wert des grenzflächenaktiven
Stoffes erhöht,
während
die Abtragungsraten von anderen Substratschichten (zum Beispiel
Metall- und Oxidschichten) im Wesentlichen unverändert bleiben.
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BEISPIEL 4
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die Wirkung von amphiphilen, nicht ionogenen,
grenzflächenaktiven Stoffen,
die eine Kopfgruppe und zwei Schwanzgruppen enthalten, auf die Substratabtragungsselektivität von Werkstoff
mit niedriger dielektrischer k-Wert-Konstante im Vergleich zu den Abtragungsraten
von Tantal- und Siliziumdioxidwerkstoffen.
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Ähnliche
Rohlings-Mikroplättchensubstrate,
die Tantal, Siliziumdioxid und kohlenstoffdotierte Siliziumdioxid
(CDO)-Schichten enthielten, wurden mit unterschiedlichen Polierzusammensetzungen
(Polierzusammensetzungen 4A-4F) poliert. Jede der Polierzusammensetzungen
enthielt 7 Gewichts-% kolloide Kieselerde und 0,02 Gewichts-% Benztriazol
bei einem pH-Wert von 8. Die Polierzusammensetzungen 4B-4E (Erfindung) enthielten
jeweils 75, 150, 300 und 1000 ppm 2,4,7,9-Tetramethyl-5-Decyn-4,7-Diolethoxylat
(30) (grenzflächenaktives
Surfynol®,
Air Products) mit einem HLB-Wert
von 17. Jeder der amphiphilen, nichtionogenen, grenzflächenaktiven
Stoffe, die mit den Polierzusammensetzungen 4B-4E verwendet wurden,
enthält
eine Kopfgruppe und zwei Schwanzgruppen. Die Polierzusammensetzung
4F (Vergleich) enthielt 200 ppm 2,4,7,9-Tetramethyl-5-Decyn-4,7-Diolethoxylat
(grenzflächenaktives
Surfynol®,
Air Products) mit einem HLB-Wert von 4.
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Die
Abtragungsraten für
jede der Polierzusammensetzungen 4A-4F wurden für die Tantal-, Siliziumdioxid-
und kohlenstoffdotierten Siliziumdioxidschichten des Substrates
bestimmt. Die prozentuale Verringerung (%-Abfall) der Abtragungsrate
(RR) als Ergebnis des Vorhandenseins der grenzflächenaktiven Stoffe für jede Polierzusammensetzung
ist in Tabelle 4 zusammengefasst.
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Die
in Tabelle 4 zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass grenzflächenaktives
Azetylenglykol mit einer Tetramethyldecyn-Kopfgruppe und mehreren
Polyoxyethylen-Schwanzgruppen eine dramatische Wirkung auf die Abtragungsrate
von dielektrischem Werkstoff mit niedrigem k-Wert ausübt, ohne
die Abtragungsraten der anderen Metall- oder Oxidschichten wesentlich
zu beeinflussen.
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BEISPIEL 5
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Dieses
Beispiel veranschaulicht die vorteilhafte Wirkung von amphiphilen,
nicht ionogenen, grenzflächenaktiven
Stoffen auf die Substratabtragungsselektivität von Werkstoff mit niedriger
dielektrischer k-Wert-Konstante
im Vergleich zu der Abtragungsrate von Tantal- und Siliziumdioxidwerkstoffen.
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Ähnliche
Rohlings-Mikroplättchensubstrate,
die Tantal, Siliziumdioxid oder kohlenstoffdotierte Siliziumdioxid
(CDO)-Schichten enthielten, wurden mit unterschiedlichen Polierzusammensetzungen
(Polierzusammensetzungen 5A-5K) poliert. Jede der Polierzusammensetzungen
enthielt 12 Gewichts-% kolloide Schleifmittel, 0,02 Gewichts-% Benztriazol
und einen grenzflächenaktiven
Stoff mit 167 ppm, und hatte einen pH-Wert von 10. Die Polierzusammensetzung
5A (Vergleich) enthielt Polyethylenglykol mit einem Molekulargewicht
von 600(EO14). Die Polierzusammensetzungen
5B-5F (Erfindung) enthielten jeweils Triblock-Copolymere von Polyoxyethylen
und Polyoxypropylen (EO/PO/EO), insbesondere jeweils EO20-PO70-EO20, EO1-PO17-EO1, EO13-PO30-EO13, EO76-PO29-EO76 und EO11-PO16-EO11. Die Polierzusammensetzungen
5G-5I (Erfindung) enthielten jeweils Blockcopolymere von Polyethylen
und Polyoxyethylen, insbesondere jeweils PE12-EO4, PE8-EO10 und PE8-EO41. Die Polierzusammensetzungen 5J und 5K
(Erfindung) enthielten Oktylphenylpolyoxyethylen und Oktylzyklohexylpolyoxyethylen
(grenzflächenaktives
Triton® X-100
und Triton® X-100R, Union
Carbide).
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Die
Abtragungsraten für
die Tantal-, Siliziumdioxid- und CDO-Rohlings-Mikroplättchen wurden
für jede der
Polierzusammensetzungen bestimmt, und die prozentuale Verringerung
(%-Abfall) bei den Abtragungsraten (RR) für die unterschiedlichen Schichten
ist in Tabelle 5 zusammengefasst.
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Die
in Tabelle 5 zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass das Vorhandensein
amphiphiler, nicht ionogener, grenzflächenaktiver Stoffe in dem Poliersys tem
die Abtragungsrate von dielektrischem Werkstoff mit niedrigem k-Wert
verringert, ohne die Abtragungsraten von anderen Substratschichten
wesentlich zu beeinflussen.