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Hintergrund
der Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf die chemisch-mechanische Planarisierung
(CMP) von Halbleiterwafermaterialien, und spezieller auf CMP-Zusammensetzungen
und Verfahren zum Entfernen von Barrierematerialien von Halbleiterwafern
in Gegenwart von darunter liegenden Dielektrika.
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Typischerweise
weist ein Halbleiterwafer einen Wafer aus Silicium und eine Dielektrikumschicht
auf, enthaltend mehrere Gräben,
die so angeordnet sind, daß sie
eine Struktur für
Stromkreisverbindungen innerhalb der Dielektrikumschicht bilden.
Die Strukturanordnungen weisen normalerweise eine damaszierte Struktur
oder doppeltdamaszierte Struktur auf. Eine Barriereschicht deckt
die strukturierte Dielektrikumschicht ab und eine Metallschicht
deckt die Barriereschicht ab. Die Metallschicht weist eine zumindest
ausreichende Dicke auf, um die strukturierten Gräben mit Metall zur Bildung
von Stromkreisverbindungen zu füllen.
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CMP-Verfahren
umfassen oftmals mehrere Planarisierungsschritte. Beispielsweise
entfernt ein erster Schritt eine Metallschicht von darunter liegenden
dielektrischen Barriereschichten. Der erste Polierschritt entfernt
die Metallschicht, während
er eine glatte planate Oberfläche
auf dem Wafer mit Metall-gefüllten
Gräben hinterläßt, die
Stromkreisverbindungen bereitstellen, die zu der polierten Oberfläche planar
sind. Der erste Polierschritt entfernt gewöhnlich überschüssige Zwischenverbindungsmetalle,
wie Kupfer, bei einer anfänglichen hohen
Rate. Beispielsweise offenbaren Lee et al. in der europäischen Patentveröffentlichung
Nr. 1 072 662 A1 die Verwendung von Guanidin als einen Abriebbeschleuniger
zum Beschleunigung der Dielektrikum-Entfernungsrate einer abrasiven Zusammensetzung.
Nach dem ersten Entfernungsschritt kann der zweite Polierschritt
eine Barriere entfernen, die auf dem Halbleiter wafer verblieb. Dieser
zweite Polierschritt entfernt die Barriere von einer darunter liegenden
Dielektrikumschicht eines Halbleiterwafers, um eine planare polierte
Oberfläche
auf der Dielektrikumschicht bereitzustellen.
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Leider
führen
die CMP-Verfahren oftmals zu der übermäßigen Entfernung von unerwünschtem
Metall von Stromkreisverbindungen oder Dishing. Dieses Dishing kann
aus sowohl dem ersten Polierschritt als auch dem zweiten Polierschritt
resultieren. Dishing über
akzeptable Gehalte hinaus verursacht Dimensionsverluste in den Stromkreisverbindungen.
Diese „dünnen" Bereiche in den
Stromkreisverbindungen vermindern elektrische Signale und beeinträchtigen
die fortlaufende Herstellung von doppelt-damaszierten Strukturen.
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Eine
Barriere ist typischerweise ein Metall, eine Metallegierung oder
intermetallische Verbindung, wie Tantal oder Tantalnitrid. Die Barriere
bildet eine Schicht, die die Migration oder Diffusion zwischen Schichten innerhalb
eines Wafers verhindert. Beispielsweise verhindern Barrieren die
Diffusion von Zwischenverbindungsmetall, wie Kupfer oder Silber,
in ein angrenzendes Dielektrikum. Barrierematerialien müssen gegen Korrosion
durch die meisten Säuren
resistent sein und widerstehen daher der Auflösung in einer flüssigen Polierungszusammensetzung
für CMP.
Ferner können
diese Barrierematerialien eine Zähigkeit
zeigen, die der Entfernung durch abrasive Abriebteilchen in einer
CMP-Aufschlämmung
und von fixierten Schleifpads widerstehen.
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Erosion
bezieht sich auf unerwünschte
Vertiefungen in der Oberfläche
von Dielektrikumschichten, die aus dem Entfernen eines Teils der
Dielektrikumschicht durch das CMP-Verfahren resultieren. Erosion,
die angrenzend an das Metall in Gräben auftritt, verursacht Dimensionsfehler
in den Stromkreisverbindungen. Diese Fehler tragen zur Verminderung
der elektrischen Signale bei, die durch die Stromkreisverbindungen übertragen
werden, und beeinträchtigen
die anschließende
Herstellung einer doppelt-damaszierten Struktur in einer ähnlichen
Weise wie das Dishing. Die Entfernungsrate der Barriere gegenüber einer
Entfernungsrate der Metallzwischenverbindung oder der Dielektrikumschicht
ist als das Selektivitätsverhältnis bekannt.
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Die
meisten Barrierematerialien sind schwierig durch CMP zu entfernen,
da die Barrierematerialien der Entfernung durch Abrieb und durch
Auflösung
widerstehen. Typische Barriereentfernungsaufschlämmungen erfordern eine hohe
Abrasivmittelkonzentration, wie mindestens 7,5 Gew.-%, in einer
flüssigen
Polierungszusammensetzung, um ein Barrierematerial zu entfernen.
Aber Aufschlämmungen
mit diesen hohen Abrasivmittelkonzentrationen verleihen der Dielektrikumschicht
wahrscheinlich schädliche
Erosion und führen
zu Dishing, Erosion und Zerkratzen der Kupferverbindung. Zusätzlich dazu
können
hohe Abrasivmittelkonzentrationen zum Ablösen oder Aufspalten von Low-k-Dielektrikumschichten
von Halbleiterwafern führen.
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Es
gibt einen unbefriedigten Bedarf an einer verbesserten CMP-Zusammensetzung
zum selektiven Entfernen von Tantalbarrierematerialien. Insbesondere
besteht der Bedarf an einer CMP-Zusammensetzung zum selektiven Entfernen
von Tantalbarrierematerialien mit verringerter Dielektrikumerosion
und verringertem Dishing, Erosion und Zerkratzen der Metallzwischenverbindung.
Ferner besteht der Wunsch, Tantalbarrierematerialien ohne Ablösen von
Low-k-Dielektrikumschichten von Halbleiterwafern zu entfernen.
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Erläuterung
der Erfindung
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Die
Erfindung stellt eine chemisch-mechanische Planarisierungslösung bereit,
die zum Entfernen eines Tantalbarrierematerials verwendbar ist,
umfassend, in Gew.-%, 0 bis 25 Oxidationsmittel, 0 bis 15 Inhibitor für ein nicht-eisenhaltiges
Metall, 0 bis 20 Komplexierungsmittel für das nicht-eisenhaltige Metall,
0,01 bis 12 Tantalenffernungsmittel, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Formamidin, Formamidinsalzen, Formamidinderivaten, Guanidinderivaten,
Guanidinsalzen und Gemischen davon, 0 bis 5 Abrasivmittel, 0 bis
15 gesamte Teilchen, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Polymerteilchen und Polymer-beschichteten
beschichteten Teilchen, und als Rest Wasser, und wobei die Lösung eine
Selektivität
von Tantalnitrid zu TEOS von mindestens 3 zu 1 aufweist, gemessen
mit einem Druck eines mikroporösen
Polyurethan-Polierpads, gemessen normal bzw. senkrecht zu einem
Wafer, von weniger als 20,7 kPa (3 psi).
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Außerdem stellt
die Erfindung ein chemisch-mechanisches Planarisierungsverfahren
zum Entfernen eines Tantalbarrierematerials von einem Halbleiterwafer
bereit, umfassend die Schritte: Inkontaktbringen eines Wafersubstrats
mit einer Polierlösung,
wobei das Wafersubstrat ein Tantalbarrierematerial und ein Dielektrikum
enthält,
wobei die Polierlösung
ein Tantalmittel enthält,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Formamidin, Formamidinsalzen, Formamidinderivaten,
Guanidinderivaten, Guanidinsalzen und Gemischen davon; und Polieren
des Wafersubstrats mit einem Polierpad, um das Tantalbarrierematerial
von dem Wafersubstrat bei einer Entfernungsrate, ausgedrückt in Angstrom
pro Minute, zu entfernen, die größer als
eine Entfernungsrate für
das Dielektrikum ist.
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Ausführliche
Beschreibung
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Die
Lösung
und das Verfahren stellen unerwartete Selektivität zum Entfernen von Tantalbarrierematerialien
bereit. Die Lösung
beruht auf ein Tantalbarriereentfernungsmittel, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Formamidin, Formamidinsalzen, Formamidinderivaten,
wie Guanidin, Guanidinderivaten, Guanidinsalzen und Gemischen davon,
um Tantalbarrierematerialien selektiv zu entfernen. Die Lösung entfernt
selektiv Barrierematerialien mit verringerter Dielektrikumerosion
und verringerter Dishing, Erosion und Zerkratzen der Metallzwischenverbindungen,
wie Kupfer. Ferner entfernt die Lösung Tantalbarrierematerialien
ohne Ablösen oder
Aufspalten der Low-k-Dielektrikumschichten von Halbleiterwafern.
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Die
Lösung
beruht auf einem Barriereentfernungsmittel, um Tantalbarrierematerialien
zu entfernen. Für
die Zwecke dieser Beschreibung bezieht sich Tantalbarriere auf Tantal,
eine Tantal-enthaltende Legierung, Tantal-basierende Legierungen
und Tantal-Intermetallverbindungen. Die Lösung weist eine spezielle Wirksamkeit
für Tantal,
Tantal-basierende Legierungen und Tantal-Intermetallverbindungen,
wie Tantalcarbide, -nitride und -oxide, auf. Die Aufschlämmung ist
am wirksamsten für
das Entfernen von Tantalbarrieren von strukturierten Halbleiterwafern.
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Das
Tantalbarriereentfernungsmittel kann Formamidin, ein Formamidinsalz,
ein Formamidinderivat wie Guanidin, ein Guanidinderivat, ein Guanidinsalz
oder ein Gemisch davon sein. Diese Tantalentfernungsmittel haben
scheinbar eine starke Affinität
für Tantalbarrierematerialien.
Diese Affinität
für Tantal
kann die Barriereentfernungsrate mit beschränktem Abrasivmittel oder gegebenenfalls
ohne Verwendung irgendwelcher Abrasivmittel beschleunigen. Diese
beschränkte
Verwendung von Abrasivmitteln erlaubt das Polieren zum Entfernen
der Tantalbarriere bei einer Rate, die größer als die des Dielektrikums
und der Metallzwischenverbindung ist. Spezielle wirksame Guanidinderivate
und -salze umfassen Guanidinhydrochlorid, Guanidinsulfat, Amino-guanidinhydrochlorid,
Guanidinessigsäure,
Guanidincarbonat, Guanidinnitrat, Formamidin, Formamidinsulfinsäure, Formamidinacetat
und Gemische davon. Vorteilhafterweise enthält die Lösung 0,01 bis 12 Gew.-% Tantalentfernungsmittel.
Diese Beschreibung drückt
alle Konzentrationen in Gewichtsprozent aus. Am vorteilhaftesten
enthält
die Lösung
0,1 bis 10 Gew.-% Tantalentfernungsmittel, und für die meisten Anwendungen stellen
Tantalentfernungsmittelkonzentrationen zwischen 0,2 und 6 Gew.-%
ausreichende Barriereentfernungsraten bereit.
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Das
Tantalentfernungsmittel stellt die Wirksamkeit über einen breiten pH-Bereich
in Lösungen,
die einen Rest an Wasser enthalten, bereit. Dieser nützliche
pH-Bereich für
Lösungen
erstreckt sich von mindestens 2 bis 12. Außerdem beruht die Lösung am
vorteilhaftesten auf einem Rest an deionisiertem Wasser, um zufällige Verunreinigungen
zu begrenzen.
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Gegebenenfalls
enthält
die Lösung
0 bis 25 Gew.-% Oxidationsmittel. Vorteilhafterweise liegt das optionale
Oxidationsmittel in dem Bereich von 0 bis 15 Gew.-%. Das Oxidationsmittel
ist besonders wirksam, indem es die Lösung unterstützt, Tantaloxidfilme
zu entfernen, die sich bei sauren pH-Werten bilden können, und insbesondere
den Filmen, die sich bei pH-Werten von 5 und darunter bilden können. Das
Oxidationsmittel kann zumindest eines von einer Vielzahl von oxidierenden
Verbindungen sein, wie Wasserstoffperoxid (H2O2), Monopersulfate, Iodate, Magnesiumperphthalat,
Peressigsäure
und andere Persäuren,
Persulfate, Bromate, Periodate, Nitrate, Eisensalze, Cersalze, Mn(III)-,
Mn(IV)- und Mn(VI)-Salze, Silbersalze, Cu-Salze, Chromsalze, Kobaltsalze,
Halogene, Hypochlorite und Gemische davon. Ferner ist es oftmals
vorteilhaft, ein Gemisch aus Oxidationsmittelverbindungen zu verwenden.
Die bevorzugte Barrieremetall-Polierungsaufschlämmung umfaßt ein Wasserstoffperoxidoxidationsmittel.
Wenn die Polierungsaufschlämmung
ein instabiles Oxidati onsmittel, wie Wasserstoffperoxid, enthält, es ist
oftmals sehr vorteilhaft, das Oxidationsmittel in die Aufschlämmung zum
Verwendungszeitpunkt zu mischen.
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Typische
nicht-eisenhaltige Metallzwischenverbindungen umfassen: Kupfer,
Kupferbasierende Legierungen, Silber und Silber-basierende Legierungen.
Gegebenenfalls enthält
die Lösung
0,02 bis 15 Gew.-% Inhibitor zur Kontrolle der Zwischenverbindungsentfernungsrate
durch statisches Ätzen
oder andere Entfernungsmechanismen. Das Einstellen der Konzentration
eines Inhibitors stellt die Zwischenverbindungsmetall-Entfernungsrate
durch Schützen
des Metalls vor der statischen Ätzung
ein. Vorteilhafterweise enthält
die Lösung
0,02 bis 10 Gew.-% eines optionalen Inhibitors. Der Inhibitor kann
aus einem Gemisch aus Inhibitoren bestehen. Azolinhibitoren sind
besonders wirksam für
Kupfer- und Silberverbindungen. Typische Azolinhibitoren umfassen
Benzotriazol (BTA), Tolytriazol, Imidazol und andere Azolverbindungen.
Am vorteilhaftesten enthält
die Aufschlämmung
0,02 bis 5 Gew.-% gesamtes Azol zum Inhibieren der statischen Ätzung von
Kupfer- oder Silberverbindungen. BTA ist ein besonders wirksamer
Inhibitor für
Kupfer und Silber.
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Zusätzlich zu
dem Inhibitor kann die Lösung
0 bis 20 Gew.-% Komplexierungsmittel für das nicht-eisenhaltige Metall
enthalten. Das Komplexierungsmittel, wenn vorhanden, verhindert
die Ausfällung
der Metallionen, die durch Lösen
der nichteisenhaltigen Metallzwischenverbindungen gebildet werden.
Am vorteilhaftesten enthält
die Lösung
0 bis 10 Gew.-% Komplexierungsmittel für das nicht-eisenhaltige Metall.
Beispielkomplexierungsmittel umfassen Essigsäure, Zitronensäure, Ethylacetoacetat,
Glycolsäure,
Milchsäure, Äpfelsäure, Oxalsäure, Salicylsäure, Natriumdiethyldithiocarbamat,
Bernsteinsäure,
Weinsäure,
Thioglycolsäure,
Glycin, Alanin, Asparaginsäure,
Ethylendiamin, Trimethyldiamin, Malonsäure, Glutarsäure, 3-Hydroxybuttersäure, Propionsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, 3-Hydroxysalicylsäure, 3,5-Dihydroxysalicylsäure, Gallussäure, Gluconsäure, Pyrocatechol,
Pyrogallol, Gallusgerbsäure,
Salze und Gemische davon. Vorteilhafterweise ist das Komplexierungsmittel
aus der Gruppe ausgewählt,
bestehend aus Essigsäure,
Zitronensäure,
Ethylacetoacetat, Glycolsäure,
Milchsäure, Äpfelsäure, Oxalsäure und
Gemischen davon. Am vorteilhaftesten ist das Komplexierungsmittel
Zitronensäure.
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Die
Verwendung des Tantalentfernungsmittels erleichtert das Polieren
mit niedrigen Abrasivmittelkonzentrationen, wie denen unter 5 Gew.-%.
Für Polierlösungen,
die weniger als 5 Gew.-% Abrasivmittel enthalten, kann das Polieren
ohne weiteres das Tantalbarrierematerial bei einer Rate entfernen,
die mindestens dreimal größer als
die Entfernungsrate für
das Dielektrikum ist, ausgedrückt
in Angstrom pro Minute. Für
Polierlösungen,
die weniger als 1 Gew.-% Abrasivmittel enthalten, kann das Polieren
ohne weiteres das Tantalbarrierematerial bei einer Rate entfernen,
die mindestens fünfmal
größer als
die Entfernungsrate für
das Dielektrikum ist, ausgedrückt
in Angstrom pro Minute. Typische Abrasivmittel umfassen Diamantteilchen
und Metalloxide, -boride, -carbide und -nitride und Gemische davon.
Am vorteilhaftesten wird, wenn vorhanden, das Abrasivmittel aus
der Gruppe ausgewählt,
bestehend aus Aluminiumoxid, Cerdioxid und Siliciumdioxid und Gemischen
davon. Für
ultraverringerte Dielektrikum-Erosionsraten enthält die Lösung vorteilhafterweise weniger
als 0,09 Gew.-% Abrasivmittel und am vorteilhaftesten weniger als
0,05 Gew.-% Abrasivmittel. Obwohl die Lösung ohne Konzentrationsgehalte
an Abrasivmittel wirksam ist, erleichtert eine kleine Menge an Abrasivmittel
die Entfernung von Polierungsbruchstücken. Um das Zerkratzen einzuschränken, enthält die Lösung vorteilhafterweise
Abrasivmittel mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von weniger
als 200 nm und am vorteilhaftesten einer durchschnittlichen Teilchengröße von weniger
als 100 nm.
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Für die Bruchstückentfernung
kann die Lösung
insgesamt 0 bis 15 Gew.-% Polymer- oder Polymer-beschichtete Teilchen
enthalten. Diese „Polymerteilchen" erleichtern die
Bruchstückentfernung
ohne den schädlichen
Einfluß von
Dielektrika-Erosion oder Verbindungsabrieb, Dishing oder Erosion.
Am vorteilhaftesten enthält
die Lösung
insgesamt 0 bis 10 Gew.-% Polymer- oder Polymer-beschichtete Teilchen.
Oberflächenaktive Mittel
oder Polymere, wie Polyvinylpyrrolidon, können an Abrasivmittel binden,
um die Polymer-beschichteten Teilchen bereitzustellen.
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Die
Polierlösungen
können
ebenso Egalisiermittel wie Ammoniumchlorid umfassen, um das Oberflächenfinish
des Zwischenverbindungsmetalls zu kontrollieren. Zusätzlich dazu
kann die Lösung
gegebenenfalls ein Biozid zum Einschränken der biologischen Kontamination
enthalten. Beispielsweise stellt NeoloneTM M-50 Biozid 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on
in Propylenglycol (Rohm and Haas Company) ein wirksames Biozid für viele
Anwendungen bereit.
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Die
Lösung
stellt eine Selektivität
von Tantalnitrid zu TEOS von mindestens 3 zu 1 bereit, gemessen mit
einem Druck eines mikroporösen
Polyurethan-Polierpads, gemessen senkrecht zu einem Wafer, von weniger
als 20,7 kPa. Ein spezielles Polierpad, das zum Bestimmen der Selektivität verwendbar
ist, ist das Politex mikroporöse
Polyurethan-Polierpad. Vorteilhafterweise stellt die Lösung eine
Selektivität
von Tantalnitrid zu TEOS von mindestens 5 zu 1 bereit, gemessen
mit einem Druck eines mikroporösen
Polyurethan-Polierpads, gemessen senkrecht zu einem Wafer, von weniger
als 20,7 kPa; und am vorteilhaftesten beträgt dieser Bereich mindestens
10 zu 1. Die Lösung
kann Selektivitätsverhältnisse
von Tantalnitrid zu TEOS über
100 zu 1 bereitstellen. Das Einstellen des pH, der Oxidationsmittelkonzentration
und der Tantalentfernungsmittelkonzentrationen stellt die Tantalbarriereentfernungsrate
ein. Das Einstellen der Inhibitor-, Oxidationsmittel-, Komplexierungsmittel-
und Egalisiermittelkonzentrationen stellt die Ätzrate der Zwischenverbindungsmetalle
ein.
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Beispiele
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In
den Beispielen stellen die Ziffern die Beispiele der Erfindung dar
und die Buchstaben stellen die Vergleichsbeispiele dar. Außerdem enthielten
alle Beispiellösungen
0,01 Gew.-% NeoloneTM M-50 Biozid 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on
in Propylenglycol und 0,01 Ammoniumchlorid-Aufheller.
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Beispiel 1
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Dieses
Experiment maß die
Entfernungsraten von: TaN-Barriere, Ta-Barriere, einer Dielektrikumschicht
von TEOS, einer Low-k-Dielektrikumvariante von Siliciumdioxid, abgeleitet
von der Verarbeitung eines Tetraethylorthosilikatpräkursors
und Kupfer. Insbesondere bestimmte der Test die Wirkung von speziellen
Tantalentfernungsmitteln, Oxidationsmitteln und Inhibitoren in einem
zweiten Poliervorgang. Eine Strausbaugh-Poliermaschine unter Verwendung
eines Politex-Polyurethan-Polierpads (Rodel, Inc.) unter den Bedingungen
einer nach unten gerichteten Kraft von etwa 3 psi (20,7 kPa) und
einer Polierlösungsfließgeschwindigkeit
von 200 cm3/min, einer Plattengeschwindigkeit
von 120 U/min und einer Trägergeschwindigkeit
von 114 U/min planarisierte die Proben. Die Polierlösungen wiesen
einen pH = 9 auf, der unter Verwendung von KOH und HNO3 eingestellt
wurde, und alle Lösungen
enthielten deionisiertes Wasser. Außerdem umfassen Polierlösungen 1
Gew.-% Siliciumdioxid-Abrasivmittel
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 50 nm.
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- GAA = Guanidinessigsäure,
GS = Guanidinsulfat, GHCL = Guanidinhydrochlorid, AGHCL = Aminoguanidinhydrochlorid,
BTA = Benzotriazol, TaN = Tantalnitrid, TEOS = Tetraethylorthosilikat
(dielektrisch), Cu = Kupfer (Metall), Ta = Tantalbarriere, FS =
Formamidinsulfinsäure
und FA = Formamidinacetat.
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Die
obige Tabelle zeigt, daß Guanidin-
und Formamidinverbindungen eine hohe Entfernungsselektivität für Tantalbarrierematerialien
in bezug auf Dielektrika und Zwischenverbindungsmetalle bereitstellen.
Außerdem
bestätigten
die Tests, daß die
Ta- und TaN-Entfernung
von ähnlichen
Ausmaßen
waren, wenn mit derselben Polierlösung poliert wurde – siehe
Lösungen
2, 7, 8 und 10. Das Wasserstoffperoxidoxidationsmittel von Lösungen 4
bis 6 verringerte jedoch die TaN-Entfernungsrate bei dem pH dieses
Tests. Diese Rate ist jedoch weit größer als die, die mit der Vergleichslösung A erreicht
wird, der es an einer Guanidin- oder Formamidinverbindung fehlt.
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Die
Daten zeigen, daß die
Guanidin- und Formamidinbarriereentfernungsmittel Entfernungsraten
für die
TaN-Barriereschicht bei einer Rate von mindestens 1000 Angström pro Minute
in allen Fällen
bereitstellten. Die Lösungen
7 und 10, die in Tabelle 1 aufgezeichnet sind, zeigten, daß der Korrosionsinhibitor
BTA die Barriereentfernungsrate verbesserte. Insbesondere erhöhte sich
die TaN-Entfernungsrate von 1221 Angström pro Minute auf 2200 Angström pro Minute,
wenn sich die BTA-Konzentration
von 0,05 Gew.-% BTA auf 0,8 Gew.-% BTA erhöhte.
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Beispiel 2
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Die
Tests von Beispiel 2 nutzten die Lösung und Vorrichtung von Beispiel
1, aber die Lösung
enthielt keine Siliciumdioxid-Abrasivmittel-Zusätze.
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Die
obigen Daten zeigen, daß das
Entfernen von Abrasivmittel aus der Lösung die Dielektrikumentfernungsraten
auf nicht nachweisbare Entfernungsraten verringerte. Diese Lösungen haben
eine Selektivität
von TaN zu TEOS von mindestens 100 zu 1.
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Beispiel 3
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Die
Tests von Beispiel 3 nutzten die Lösung und Vorrichtung von Beispiel
1, aber die Lösung
wies verschiedene pH-Werte auf.
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Diese
Daten zeigen die Nützlichkeit
der Polierlösung
bei hohen pH-Werten. Bei niedrigen pH-Werten erfordert die Lösung die
Zugabe eines Oxidationsmittels, wie in Beispiel 4 nachstehend gezeigt.
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Beispiel 4
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Dieses
Beispiel zeigt die Wirksamkeit der Zugabe eines Oxidationsmittels
zu Lösungen
mit niedrigem pH. Speziell beruhte dieser Test auf einer nach unten
gerichteten Kraft von 2 psi (13,8 kPa), einer Tischgeschwindigkeit
von 120 U/min, einer Trägergeschwindigkeit
von 114 U/min und einer Aufschlämmungsfließgeschwindigkeit
von 200 cm3/min von Lösungen mit pH 3 und 5, die
0,6 Gew.-% H2O2 enthielten.
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Die
obigen Daten zeigen die H2O2-signifikante
Erhöhung
der Entfernungsrate, die durch Zugeben eines Oxidationsmittels zu
den Lösungen
mit niedrigem pH erreicht wurde.
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Beispiel 5
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Die
Tests von Beispiel 5 nutzten die Lösung und Vorrichtung von Beispiel
1, wobei die Polierbedingungen in Tabelle 5 festgelegt sind. Die
Lösung
enthielt Wasser bei einem pH von 8,0, 0,20 % BTA, 1 % GHCL, 0,5
% Zitronensäure,
0,01 % Neolone M50 und 0,01 % kolloidales Siliciumdioxid mit einer
durchschnittlichen Teilchengröße von 12
nm.
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Die
Experimente, die in Tabelle 4 aufgezeichnet sind, zeigen, daß eine Guanidinverbindung
Metall, TaN, ein bekanntes Barrieremetall mit ausreichender Entfernungsrate
und Selektivität,
mit einer niedrigen nach unten gerichteten Kraft von 1 psi bis 3
psi (6,9 bis 20,7 kPa) entfernt. Außerdem erzeugten 0,01 Gew.-%
kolloidales Siliciumdioxid eine nicht-signifikante Veränderung
der Entfernungsraten, aber reinigten die verbliebenen Reste von
TaN, um die ungleichmäßige Entfernung
der TaN-Oberflächenschicht
zu verringern.
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Für die Zwecke
der Beschreibung bezieht sich der Ausdruck Dielektrikum auf ein
halbleitendes Material mit Dielektrizitätskonstante, k, welches Low-k-
und Ultralow-k-dielektrische
Materialien umfaßt.
Dieses Verfahren entfernt Tantalbarrierematerialien mit geringer
Wirkung auf konventionelle Dielektrika und Low-k-dielektrische Materialien.
Da die Lösungen
effektive Barriereentfernungsraten mit geringen oder keinen Abrasivmitteln
bei niedrigen Drücken
(d. h. weniger als 21,7 kPa) und hoher Tantalselektivität bereitstellen,
erleichtert es das Polieren mit niedrigen Dielektrikum-Erosionsraten. Die
Lösung
und das Verfahren sind zum Verhindern von Erosion von mehreren Waferbestandteilen
ausgezeichnet, einschließlich
folgender: poröser
und nicht poröser
Low-k-Dielektrika, organischer und anorganischer Low-k-Dielektrika,
organischer Silikatgläser
(OSG) und identifiziert durch die chemische Notation, SiwCxOyHz, worin w, x, y und z die Anzahl an Atomen
darstellen, Fluorsilikatglas, (FSG), Kohlenstoff-dotiertes Oxid
(CDO), TEOS, ein Siliciumdioxid, abgeleitet von Tetra-ethylorthosilikat,
und jedes der harten Maskierungsmaterialien, wie TEOS, SiwCxOyHz, SiCH, SixNy, SixCyNz und SiC.
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Vorteilhafterweise
enthält
die Polierlösung
weniger als 5 Gew.-% Abrasivmittel zur Einschränkung der Erosion, und das
Polieren entfernt das Tantalbarrierematerial bei einer Rate, die
dreimal größer als
die Entfernungsrate für
das Dielektrikum ist, ausgedrückt
in Angström
pro Minute. Am vorteilhaftesten enthält die Polierlösung weniger
als 1 Gew.-% Abrasivmittel zur weiteren Einschränkung der Erosion, und das
Polieren entfernt das Tantalbarrierematerial bei einer Rate, die
fünfmal
größer als
die Entfernungsrate für
das Dielektrikum ist, ausgedrückt
in Angström
pro Minute.
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Die
Lösung
und das Verfahren stellen ausgezeichnete Selektivität zum Entfernen
von Tantalbarrierematerialien wie Tantal, Tantalnitrid und Tantaloxid
bereit. Die Lösung
entfernt selektiv Tantalbarrierematerialien mit verringerter Dielektrikum-Erosion.
Beispielsweise kann die Lösung
Tantalbarrieren ohne einen nachweisbaren TEOS-Verlust und ohne Ablösen oder Aufspalten der Low-k-Dielektrikumschichten
entfernen. Zusätzlich dazu
verringert die Lösung
Dishing, Erosion und das Zerkratzen von Kupferverbindungen.