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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Steigerung der Fruchtbarkeit
in einem weiblichen Wirt indem durch die Verabreichung eines nicht-polypeptiden
cAMP-Niveau-Modulators,
welcher der Phosphodiesterase-Hemmer cis-4-cyano-4-(3-cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carbaxylsäure ist,
eine Ovulation induziert wird.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
Ovulation ist der Vorgang, bei dem eine Eizelle oder mehrere Eizellen
von den Ovarien abgegeben wird. Für die Fruchtbarkeit ist die
zeitliche Abstimmung der Ovulation innerhalb des Menstruationszyklus
von äußerster
Wichtigkeit. Es ist allgemein anerkannt, dass Follikel die Fähigkeit
zu ovulieren nach ihrem Wachstum und ihrer Reifung erlangen, die
durch die pituitären
Gonadotropine stimuliert wird. Das follikelstimmulierende Hormon
(FSH) ist in erster Linie für
das Follikelwachstum verantwortlich und das luteinisierende Hormon
(LH) stimuliert die Ovulation. Dieser koordinierte Prozess der Gonadotropinstimulierten
Reifung des Follikels stellt sicher, dass bei der Ovulation eine
fortpflanzungsfähige
Eizelle abgegeben wird. Das ausreichend vorbereitete Ovum ist dann
innerhalb von Stunden nach der Ovulation für eine Fertilisation durch
Sperma verfügbar.
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Die
Ovulation ist ein genau zeitlich abgestimmter Ablauf, welcher durch
die pituitäre
Gonadotropinstimulation der Ovarie Antrieb erhält und durch das Wachstum und
die biochemische (z. B., steroidogen, Inhibinsekretion, etc.) Reaktion
der Follikel auf die Gonadotropinstimulation modifiziert wird. Während des
normalen weiblichen Menstruationszyklus zeigen diese Hormone zyklische
Muster. Der Menstruationszyklus kann funktionell in drei Phasen
eingeteilt werden; die follikuläre,
die ovulatorische und die luteale Phase. Die follikuläre Phase
beginnt am Ende der lutealen Phase des vorhergehenden unempfänglichen
Zyklus vor dem oder gleichzeitig mit dem Einsetzten der Menstruation.
Der Zyklus beginnt mit einem transienten Anstieg der FSH-Niveaus
im Blut, welcher die Entwicklung einer Kohorte von Ovarialfollikel
stimuliert. Die Abmessung der Follikel, die zum Wachsen rekrutiert
wurden, beträgt
etwa 5 mm im Durchmesser. In einem natürlichen Menstruationszyklus
wird üblicherweise
während
der follikulären
Phase ein großes
oder dominantes Follikel aufgebaut, dessen Entwicklung bis zur Reife
vorangetrieben wird. Bei Menschen weist ein Follikel, das für eine Ovulation
bereit ist, etwa einen Durchmesser von 15 mm oder mehr auf.
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Das
zweite kritische Ereignis, welches in Ovarie währende der follikulären Phase
eintritt ist, dass Granulosazellen innerhalb des Ovarienfollikels Rezeptoren
für LH
ausbilden und in zunehmenden Maß auf
LH reagieren. Die Sekretion von Estradiol und Estron von der Ovarie
nimmt zuerst langsam, gleichzeitig mit dem zunehmenden Durchmesser
des Follikels und der Empfindlichkeit des Follikels auf LH zu. Der
relative Anstieg der Estrogen- und Inhibinniveaus bewirkt die Inhibition
der Sekretion von Gonadotropin-Freisetzungshormon (GnRH) vom Hypothalamus
und der Gonadotropinsekretion von der Hypophyse. Die Estrogenproduktion
erreicht einen Tag vor der LH-Wertspitze ein Maximum und die neuroendokrine
Reaktion auf das erhöhte
Estrogen und die die graduell anseigenden Progesteronkonzentrationen ist
die präovulatorische
Freisetzung von Gonadotropinen, die unten erörtert wird.
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Während der
ovulatorischen Phase kommt es zu einer Änderung der neuroendokrinen
Reaktion auf Estrogen und Progesteron. An diesem Punkt im Zyklus
ruft das erhöhte
Estrogen aufgrund einer positiven Rückmeldung zum Hypothalamus
einen präovulatorischen
Anstieg der Serum-FSH- und LH-Niveaus hervor, wobei das Estrogen
nun einen Anstieg der GnRH-Niveaus
und in der Folge der Freisetzung von FSH und LH von der Hypophyse
stimuliert. Dieser Anstieg der Gonadotropine induziert den Abschluss
der follikulären
Reifung und bewirkt die Ruptur des dominanten oder Graafschen Follikels
und die Abgabe des Ovums etwa 16 bis 24 Stunden nach der LH-Wertspitze.
Während
des Abschnitts, der auf den präovulatorischen
Anstieg folgt, nehmen die Serum-Estradiol-Niveaus zeitweilig ab,
und die Plasma-Progesteron-Niveaus beginnen anzusteigen.
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Nach
der Ovulation werden die post-ovulatorischen Ovarialfollikel-Zellen
unter dem Einfluss von LH luteinisiert, um ein Corpus Luteum zu
bilden – die luteale
Phase. Die diagnostischen Marker der lutealen Phase des Menstruationszyklus
sind der markante Anstieg der Progesteronsekretion durch das Corpus
Luteum und die uterine Transformation, die in Reaktion auf das Progesteron
auftritt. Mit der lutealen Progesteronproduktion ist eine weniger
ausgeprägte Zunahme
der Serumestrogen-Niveaus verbunden. Während das Progesteron und die
Estrogene zunehmen, nehmen LH und FSH über den Großteil der lutealen Phase ab.
Gegen Ende der lutealen Phase nimmt, in einem unempfänglichen
Menstruationszyklus, das Corpus Luteum ab, und die Serum-FSH-Niveaus
beginnen anzusteigen, um das Follikularwachstum des nächsten Zyklus
zu initiieren.
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FSH
und LH unterscheiden sich von einander in ihrer Fähigkeit,
die follikuläre
Entwicklung bzw. die Ovulation zu stimulieren. Von beiden Wirkstoffen ist
bekannt, dass sie eine Zunahme der intrazellulären cAMP-Konzentrationen stimulieren.
Es wurde in vitro nachgewiesen, dass Wirkstoffe, welche cAMP nachahmen,
wie etwa Forskolin, oder stabile Analoga von cAMP, in Granulosazellen
von unreifen Follikel eine ähnliche
Wirkung haben wie FSH, und in Zellen reifer Follikel eine ähnliche
Wirkung haben wie LH. Obwohl sowohl für FSH, als auch für LH alternative
intrazelluläre
Signalwege vorgeschlagen wurden, wird allgemein anerkannt, dass
cAMP in Reaktion auf beide Gonadotropine stimuliert wird. Ob und wann
die Erhöhungen
der cAMP-Niveaus mit der follikulären Entwicklung und Reifung
oder mit der Induktion der Ovulation assoziiert werden, hängt von
den Zelltypen und dem Vorhandensein oder der Abwesenheit der entsprechenden
Rezeptoren ab. In der Tat wurde gezeigt, dass Mäuse, welche in einer bestimmten
Phosphodiesterase defizient sind, eine beeinträchtigte Ovulation und eine
verringerte Sensitivität
der Granulosazellen zu Gonadotropinen aufweisen.
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Unfruchtbarkeitsbehandlungen,
die derzeit in klinischer Verwendung sind, beziehen einige der oben
beschriebenen Ereignisse mit ein. Ein Wirkstoff, welcher das Follikelwachstum
stimuliert und für
die Behandlung von Anovulation verwendet wird, ist Clomiphen. Clomiphen
ist ein nichtsteroidales Antiestrogen, welches mit Estrogenen an
deren Bildungsstellen konkurriert. Es wird vermutet, dass Clomiphen
an Estrogenrezeptoren im Hypothalamus und der Hypophyse bindet,
und die negative Rückmeldung,
die von den ovarialen Estrogenen ausgeübt wird, blockiert. Dies führt während der
frühen
follikulären
Phase zu einer erhöhten
Ausgabe von Gonadotropinen (FSH and LH). Clomiphen bewirkt eine
Zunahme der endogenen FSH-Serumniveaus und die Verstärkung des Wachstums
und der Reifung der Follikel. Infolgedessen leiten entweder endogenes
LH or exogenes LH/CG bei diesen Patienten die Ovulation ein.
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Die
WO 01/47905 beschreibt
Pyrrolidin-Derivate, welche Inhibitoren der Phosphodiesterase-4 sind,
für die
Behandlung, unter anderem, von Unfruchtbarkeit sowohl bei weiblichen,
als auch bei männlichen
Subjekten. Zussman u. a., Journal of Clinical Pharmacology, Band
41, Nr. 9, 2001, Seiten 950-958 beschreibt den Phosphodiesterase-4-Hemmer Cilomilast.
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Zusätzlich zu
Clomiphen wurden Frauen auch mit Ovulationsinduktions-Regimen behandelt, welche
kommerzielle Zubereitungen der humanen Gonadotropine enthielten, einschließlich des
follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons
(LH) oder des Chorion-Gonadotropins (CG), von denen alle zuerst
durch Reinigung aus Urin schwangerer Frauen, und in jüngerer Zeit
durch rekombinante Technologien erhalten wurden. Im Allgemeinen
ist diese Behandlung bei der Stimulation der Follikulogenese und
der Steroidogenese hochgradig wirksam. Komplikationen bei dieser
Behandlung ergeben sich aus der Tatsache, dass diese Präparate und
Regime die follikuläre
Entwicklung und Reifung von Follikeln überstimulieren können. Bei
einer Untergruppe von Patienten, kann die Ovarie hyperstimuliert
werden, was zu mehrfachen Ovulationen und in der Folge zu Mehrfachgeburten
führen
kann. Eine ovariale Hyperstimulation kann nicht nur für die Mutter
lebensbedrohlich sein, sondern sie führt auch typischerweise zu
Neugebohrenen mit geringerem Geburtsgewicht, die in der Folge einer
intensiven Pflege bedürfen.
Man glaubt, dass die wesentlichen Komplikationen, die einer Gonadotropin-induzierten
Hyperstimulation zugeschrieben werden, und die Mehrfachschwangerschaften
sich wahrscheinlich aus den verlängerten
Auswirkungen von hCG ergeben. Zusätzlich kann die Verwendung
von Gonadotropinen bei Ovulationsinduktions-Regimen zu Reaktionen
an der Injektionsstelle führen,
sowohl lokal als auch systemisch. Daher böte die Entwicklung von Ovulationsinduktions-Regimen,
welche orale Wirkstoffe mit einer milderen gonadotropinartigen Aktivität verwenden,
gegenüber
Therapien, welche starke Injektionsstoffe verwenden, einen erheblichen
Vorteil. Ein noch wichtigerer erheblicher Vorteil ergäbe sich,
wenn Ovulationsinduktions-Regime entwickelt werden könnten, die
zu weniger ovarialen Hyperstimulationen führen würden, und somit eine geringere
Gefahr für
die Mutter darstellen würde
und gesündere
Neugeborene hervorbringen würde.
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Zusammenfassung der Erfindung
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In
einem ersten Aspekt bietet die Erfindung die Verwendung des PDE4-Hemmers
cis 4-cyano-4-(3-(cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carboxylsäure für die Herstellung
eines Medikaments zur Induktion der Ovulation bei einem Patienten.
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In
einem weiteren Aspekt bietet die Erfindung eine Verwendung des PDE4-Hemmers cis-4-cyano-4-(3-(cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carbxylsäure für die Herstellung
eines Medikaments für
die Induktion der Ovulation in einem Patienten, in einem Regime,
wobei die follikuläre
Reifung vor der Induktion der Ovulation mit Clomiphen oder einem
Aromatase-Hemmer induziert wird, welcher aus YM-511, Letrozol, Fadrozol,
und Anastrozol, bevorzugter aus Letrozol and Anastrozol, ausgewählt ist.
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In
einem weiteren Aspekt bietet die Erfindung die Verwendung des PDE4-Hemmers
wie in den Ansprüchen
festgelegt.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Zusammensetzung,
welche den Phosphodiesterase-Hemmer cis-4-cyano-4-(3-(cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carboxylsäure enthält, bei
der Herstellung eines Medikaments zur Verbesserung der Fruchtbarkeit
in einem weiblichen Wirt. In einem weiteren Aspekt bietet die Erfindung
die Verwendung dieser Zusammensetzung zur Herstellung eines Medikaments
für die
Induzierung der Ovulation des dominanten reifen Follikels vor der
lutealen Phase eines ovulatorischen Zyklus.
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Obwohl
Auswirkungen des PDE-Hemmers auf die LH-stimulierte Steroidogenese
von Granulosazellen in vitro beschrieben wurden, beschreibt die vorliegende
Erfindung zwei neuartige Entdeckungen. Erstens versagen die PDE-Hemmer
dabei, das FSH-stimulierte follikuläre Wachstum in vivo zu verstärken, abgesehen
von der anerkannten Rolle von cAMP in den zellulären Signalwegen von sowohl FSH,
als auch LH. Darüber
hinaus wird der Nachweis erbracht, dass PDE-Hemmer die Gonadotropin-stimulierte
Steroidogenese in vitro verstärkten,
was die neuartige Aktivität
des PDE-Hemmers auf die LH-abhängige
Ovulation weiter verdeutlicht. Zweitens verstärkten in Abwesenheit von hinzugefügtem LH
oder hCG die PDE-Hemmer die Ovulationsrate in vivo. Anbetrachts
der oralen Aktivität
der PDE-Hemmer,
bietet diese zweite Entdeckung die Basis für das erste potentiell injektionsfreie
Regime für
die Ovulationsinduktion, da die PDE-Hemmer in Zusammenhang mit bestehenden
Regimen verwendet werden können, wie
unten beschrieben wird.
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Es
wird hierein auch die Stimulation der follikulären Entwicklung vor der Verabreichung
eines nichtpolypeptiden cAMP-Niveau-Modulators beschreiben, wozu
die Verabreichung eines Wirkstoffes zählt, welcher die FSH-Konzentrationen
während
der follikulären
Phase des ovulatorischen Zyklus des Wirts verstärkt. Das Ziel des Verstärkens des
FSH betrifft alleine die follikuläre Entwicklung und Reifung und
nicht die Induktion der Ovulation. Zu bevorzugten Wirkstoffen zählen FSH
selbst, Clomiphen, selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren, Aromatase-Hemmer
und selektive Modulatoren der neuroendokrinen Regulation der FSH-Produktion.
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In
noch einem weiteren Aspekt sieht die Erfindung die Verwendung des
ersten Aspekts vor, wobei die Zusammensetzung weiters LH oder Chorion-Gonadotropin
(CG), für eine
Verabreichung vor der lutealen Phase des ovulatorischen Zyklus des weiblichen
Wirts, aufweist. Zusätzlich
sieht die Erfindung die Verwendung geringerer Konzentrationen von
LH oder CG für
eine Verabreichung an den Wirt vor, als die Konzentrationen, die
in derzeitigen Ovulationsinduktions-Regimen verwendet werden, und veringert
dabei die Wahrscheinlichkeit einer ovarialen Hyperstimulation.
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Zusätzlich sieht
die vorliegende Erfindung die Verwendung des Phosphodiesterase-Hemmers cis-4-cyano-4-(3-(cylopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carboxylsäure zur
Herstellung eines Medikaments vor, wobei das Medikament zur Verabreichung
in einem Verfahren dient, mit dem Oozyten für eine In-Vitro-Fertilisation
gesammelt werden.
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Somit
sieht die Erfindung die Verwendung dieses ersten Aspekts für eine orale
Verabreichung vor, anstatt einer Verabreichung durch eine Injektion, welche
Verabreichungsform für
Proteine erforderlich ist, und die Verabreichungsform darstellt,
die bei derzeitigen Ovulationsinduktions-Regimen Verwendung findet.
Eine orale Verabreichung verhindert die akuten und systemischen
Nebenwirkungen, die mit solchen Injektionen verbunden sind. In erster
Linie dient die Verwendung des ersten Aspekts der Einleitung von
Ovulationen, und er kann für
eine Verabreichung alleine oder mit oder ohne LH oder CG geeignet
sein, und optional geringere Konzentrationen an LH oder CG aufweisen,
als die derzeit verwendeten, und somit das Auftreten einer ovarialen
Hyperstimulation und die damit verbundenen Risiken verringern. Demzufolge
können
Mehrfachgeburten und lebensbedrohliche Komplikationen für die Mutter
und die Neugeborenen vermieden werden. Zusätzlich ist die vorliegende
Erfindung für
die Möglichkeit
nützlich,
frühere
diagnostische Schwangerschaftstests durchzuführen, als bei derzeitigen Ovulationsinduktions-Regimen,
welche die Verwendung von CG enthalten.
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Die
Verwendungen der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen definiert ist, wird für die Behandlung von
Unfruchtbarkeit beim Menschen, aber auch bei anderen Säugetieren
(wie etwa bei Pferden und Vieh, z. B. Rindern, Schafen, Kühen und
dergleichen) und anderen Arten, wie etwa Fischarten (z. B. Fischen) und
Vögeln
(z. B. Geflügel)
nützlich
sein.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine schematische Darstellung eines verallgemeinerten Ovulationsinduktions-Regimes
bei Menschen.
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2 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung von Phosphodiesterase-Hemmern in vitro
(d. h. Verbindung 1 und Verbindung 2 (Referenz)) auf die zunehmenden
intrazellulären
cAMP-Niveaus in Granulosazellen.
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3 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung eines Phosphodiesterase-Hemmers (d. h. Verbindung
1) auf die Follikelreifung in Ratten, in vivo.
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4 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung eines Phosphodiesterase-Hemmers (d. h. Verbindung
1) auf die Ovulation mit CG in Ratten, in vivo.
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5.
ist eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung eines Phosphodiesterase-Hemmers (d. h. Verbindung
1) auf die Ovulation mit und ohne GC in Ratten, in vivo.
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6 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung eines Phosphodiesterase-Hemmers (d. h. Verbindung
2 (Referenz)) auf die Ovulation mit und ohne CG in Ratten, in vivo.
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7 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkung eines Phosphodiesterase-Hemmers (d. h. Verbindung
2 (Referenz)) auf die Ovulation in Folge einer oralen und subkutanen
Verabreichung.
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8 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkungen des PDE-Hemmers
Verbindung 3 (Referenz) auf die Ovulation in vivo in Folge einer oralen
und subkutanen Verabreichung.
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9 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkungen des PDE-Hemmers
Verbindung 4 (Referenz) auf die Ovulation bei Vorhandensein oder in
Abwesenheit einer subeffektiven Dosis von hCG in vivo.
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10 ist
eine Balkendiagramm-Darstellung der Auswirkungen des PDE-Hemmers
Verbindung 2 (Referenz) auf die Ovulation und die Fruchtbarkeit.
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I. Definitionen
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Die
folgenden Worte und Ausdrücke
sind, wenn sie in der Beschreibung, den Beispielen und den Ansprüchen verwendet
werden, im Allgemeinen, wie folgt definiert.
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„Verabreichung" bezeichnet die Abgabe
eines therapeutischen Wirkstoffs in einen weiblichen Wirt. Im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung würde
dies die Abgabe eines nicht-polypeptiden cAMP-Niveau-Modulators
und/oder eines Wirkstoffes, welcher die FSH-Konzentrationen erhöht, beinhalten.
Dieser Ausdruck ist vollständiger
unter dem hierein enthaltenen Abschnitt mit dem Titel „Pharmazeutische
Zusammensetzungen" beschreiben.
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„Ovulation” bezeichnet
für die
Zwecke hierin den Vorgang, bei dem ein Ovum oder Ova von den Ovarien
freigegeben wird/werden. Wenn die Mitte des Zyklus näher rückt, steigt
das Estrogen dramatisch an, gefolgt von einem Anstieg des LH und
in einem geringeren Ausmaß einem
Anstieg des FSH. Dies löst
die Ovulation des dominanten Follikels aus. Die Ovulation besteht
aus einer schnellen follikulären Vergrößerung,
in deren Folge das Follikel aus der Oberfläche des ovarialen Kortex hervorsteht. Schließlich führt eine
Ruptur des Follikels zum Ausstoßen
eines Oozyten-Kumulus-Komplexes. Die Reste des dominanten Follikels
bilden sich dann um, und werden zum Corpus Luteum.
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„Anovulation" bezeichnet ein Fehlen
einer Ovulation.
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„Nicht-polypeptide
cAMP-Niveau-Modulatoren" bezeichnen
Verbindungen, die nicht in ihrer Gänze aus Aminosäuren bestehen,
ungeachtet einer Glycosylierung, und direkt oder indirekt wirken,
um die intrazellulären
cAMP-Niveaus zu erhöhen.
Solche Verbindungen können
die cAMP-Niveaus erhöhen,
indem sie die cAMP-Synthese stimulieren, oder indem sie deren Abbau
hemmen, oder durch beides. Zu Beispielen von Modulatoren, welche
die Synthese von cAMP erhöhen,
zählen
Aktivatoren von Adenylcyclase, wie etwa Forskolin. Zu Beispielen
von Modulatoren, welche den Abbau von cAMP hemmen, zählen Inhibitoren
von Phosphodiesterasen, wie etwa Theophyllin.
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„Weiblicher
Wirt" bezeichnet
ein Individuum weiblichen Geschlechts einer Spezies, an welche Wirkstoffe
gemäß der vorliegenden
Erfindung verabreicht werden. Menschen, andere Säugetiere, und andere Spezies,
wie etwa Fisch oder Geflügel,
sind per Definition hierin miteinbezogen.
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„Phosphodiesterase-Hemmer" bezieht sich auf
chemische Verbindungen, welche Phosphodiesterasen (PDEs) blockieren
oder hemmen, deren Wirkung es ist, ihre zyklischen Nukleotidziele
(z. B. cAMP und cGMP) zu inaktivieren, indem sie die 3'-Phosphodiester-Bindung hydrolytisch
spalten, wodurch sich eine passive Anhäufung von bestimmten zyklischen
Nukleotiden ergibt. Hemmer können nichtselektiv
für alle
Phosphodiesterase-Isoformen, oder
selektiv für
bestimmte Isoformen wirken. Siehe hierin zitierte Verbindungen.
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„Phosphodiesterase-Isoforme" bezeichnen eine
Familie von Isozymen oder Isoformen, die für den Metabolismus oder den
Abbau der intrazellulären
zweiten Messenger, cAMP und cGMP, verantwortlich sind. Bestimmte
Isoforme können
hoch selektive zelluläre
und subzelluläre
Lokalisierungen aufweisen. Zu Beispielen von Phosphodiesterase-Isoformen
zählen
PDE3 and PDE4.
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„Follikuläre Phase” bezeichnet
den ersten Teil des Menstruationszyklus, wofür eine fortschreitende Zunahme
der zirkulierenden Niveaus von Estadiol und Inhibin B durch das
sich entwickelnde Graafsche Follikel charakteristisch ist.
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„Vor der
lutealen Phase" bezeichnet
den Abschnitt des Menstruationszyklus vor der Verschiebung von der
estrogendominierten follikulären
Phase zu der progesterondominierten lutealen Phase. Vor der lutealen
Phase sind die Estrogenniveaus im Allgemeinen größer als oder gleich 150 pg/ml/Follikel für ein Follikel
von 16 mm Durchmesser und die Follikelgröße ist im Allgemeinen nicht
geringer als 14 mm im Durchmesser. Diese Kriterien sind nicht absolut
und variieren von Patienten zu Patienten. Im Zusammenhang mit der
vorliegenden Erfindung und hinsichtlich der zeitlichen Abstimmung
der Verabreichung des nicht-polypeptiden
cAMP-Niveau-Modulators, kann der nicht-polypeptide cAMP-Niveau-Modulator einem weiblichen
Wirt zu dem Zeitpunkt verabreicht werden, zu dem diesem Wirt in
bestehenden Ovulationsinduktions-Regime(n) normalerweise hCG oder
LH verabreicht wird.
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„Ovulatorischer
Zyklus" oder „Menstruationszyklus" bezeichnet eine
reihe klinischer Ereignisse über
einen speziesspezifischen Zeitraum, welcher das follikuläre Wachstum
und die follikuläre
Entwicklung, die Anwerbung, die Selektion, die Dominanz, die Ovulation
und die Bildung und das Absterben des Corpus Luteum enthält. Funktional
kann dieser Zyklus in drei Phasen eingeteilt werden, die follikuläre, die
ovulatorische und die luteale Phase. dieser Zyklus kann auch als
Menstruationszyklus bezeichnet werden.
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„Ovulationsinduktion" bezieht sich auf
das Verfahren, bei dem ein (mehrere) Polipeptid(e) und/oder synthetische
Chemikalien verwendet werden, um eine Ovulation in weiblichen Wirten
herbeizuführen,
die anderenfalls anovulatorisch waren, was zu einer Induktion einer
follikulären
Ruptur und einer Ovulation fertilisierbarer Oozyten führt. Zur
Ovulationsinduktion zählen
nicht die vorhergehenden Ereignisse in der Zeit während des
ovulatorischen Zyklus der follikulären Reifung und Entwicklung.
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„Ovariale
Hyperstimulation" bezeichnet
eine pharmakologische Intervention eines ovulatorischen oder anovulatorischen
Menstruationszyklus. Sie hat die Reifung mehrerer Follikel zur Folge,
was zu einer Kodominanz mehrerer Follikel und zum Vorhandensein
mehrerer fertilisierbarer Oozyten führt.
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„Follikel" bezeichnet den mit
Fluid gefüllten Sack,
welcher das Ovum umgibt, wobei der Sack auch Granulosazellen enthält.
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„Follikuläre Entwicklung" bezieht sich auf
das fortschreitende Wachstum und die Entwicklung ovarialer Follikel,
insbesondere während
der follikulären Phase
des ovulatorischen Zyklus, und sie führt zur Anwerbung und Dominanz
eines zur Ovulation bestimmten Follikels.
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„Follikelstimulierendes
Hormon (FSH) und Isofome" bezeichnet
ein von der Hypophyse abgegebenes Hormon, welches das Wachstum des
ovarialen Follikels stimuliert, und Isoforme von FSH, wie sie beispielsweise
in dem
US-Patent Nr. 5,087,615 beschrieben
sind.
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„Selektive
Estrogenrezeptor-Modulatoren" bezeichnen
chemische Verbindungen oder Polypeptide, welche auf dem Niveau des
Hypothlamus und der Hypophyse als Estrogenrezeptor-Antagonisten, und
auf dem Niveau des Uterus als ein Agonist wirken. Zu Beispielen
solcher Modulatoren können
Tamoxifen, Raloxifen, Toremifen, Clomiphen und Droloxifen zählen. Siehe
auch: „Endocrinology", Dezember 1999:
138(12): 5476-5484.
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„Aromatase-Hemmer" bezeichnen chemische
Zusammensetzungen oder Polypeptide, welche die Aktivität der Aromatase,
welche ein Enzym ist, das Androgene in Estrogene umwandelt, blockieren oder
hemmen. Zu Beispielen für
Aromatase-Hemmern zählen
Letrozol, Anastrozol und Vorozol. Siehe auch 1) „Journal of Endocrinology", Feb. 2000: 164(2):
225-238; und 2) „Journal
of Steroid Biochemistry and Molecular Biology", April 1997: 61(3-6): 157-166.
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„Zugehörige steroidogene
Enzyme" bezieht sich
auf alle Enzyme, welche in die Katalyse von biochemischen Reaktionen
miteinbezogen sind, welche zur Synthese von Estrogen und Progesteron
führen, Einschließlich 3-β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase, und
zu Hemmern dieses Enzyms zählen
Daidzein, Genistein, Biochanin A und Formononetin. Siehe auch: „Journal
of Steroid Biochemistry and Molecular Biology", April 1996: 58(1): 95-101.
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„Clomiphen" bezieht sich auf
2-[4-(2-chloro-1,2-diphenylethenyl)phenoxy]-N,N-Diethylethanamin und dessen Salze.
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„Luteinisierendes
Hormon" bezeichnet
ein von der Hypophyse freigesetztes Hormon, welches dem zweifachen
Zweck hat, ein dominantes Follikel zu veranlassen, sein Ovum freizusetzen,
und den Corpus Luteum zur Abgabe von Progesteron zu stimulieren.
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„Verringerte
Konzentrationen" bezeichnet geringere
Konzentrationen eines verabreichten Wirkstoffs im Vergleich zu Standardniveaus
von verabreichten Wirkstoffen. Im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung, werden geringere Konzentrationen von LH oder CG verabreicht,
als bin bestehenden Ovulationsinduktions-Regimen verabreicht werden.
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„Bestehende
Ovulationsinduktions-Regime" bezeichnen
derzeitige Verfahren zur Einleitung der Ovulation, einschließlich der
Verwendung von Clomiphen, Gonadotropinen (d. h. FSH, LH und CG)
oder einer Kombination dieser Wirkstoffe, um eine Follikulogenese
und eine induzierte Ovulation in anovulatorischen weiblichen Subjekten
zu fördern.
Die Regime werden hinsichtlich der zeitlichen Abstimmung, der Frequenz
und der Konzentration der verabreichten Wirkstoffe variiert. Diese
Definition beinhaltet die Modifikationen von derzeitigen Regimen,
welch immer noch die Verabreichung von hCG oder LH zu einem Zeitpunkt
während
des Ovulationsinduktions-Regimes erfordern. Die folgenden Abhandlungen
behandeln die Themen weibliche Unfruchtbarkeit, stimulierte Follikulgenese
und Ovulationsinduktion: „Reproductive
Endocrinology, Surgery, and Technology", Bände
1 und 2; Herausgeber: E.Y. Adashi, J.A. Rock and Z. Rosenwaks; Lippincott-Rauen
Publishers, Philadelphia 1996 und „Female Infertility Therapy
Current Practice";
Herausgeber: Z. Shoham, C.M. Howles und H.S. Jacobs; Martin Dunitz
Ltd., London 1999.
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„Chorion-Gonadotropin" bezeichnet ein Glycoprotein-Hormon,
welches pituitärem
LH biologisch und immunologisch ähnlich
ist. In der normalen Schwangerschaft wird CG von der Plazenta produziert
und kann über
erhöhte
Niveaus in der Serumkonzentration als ein diagnostischer Marker
für eine Schwangerschaft
verwendet werden. Das Akronym hCG bezeichnet humanes Chorion-Gonadotropin.
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„Wirkstoffe,
welche die FSH-Konzentrationen steigern" betreffen alle Stoffzusammensetzungen,
Proteine oder synthetische Chemikalien, welche die Serumniveau-Konzentrationen von
FSE steigern, wenn sie einem weiblichen Wirt verabreicht werden, entweder
direkt oder indirekt, durch Verabreichung von FSH selbst oder einem
Wirkstoff, welcher die endogene Produktion davon stimuliert oder
den endogenen Abbau davon hemmt. Die Definition dieses Ausdrucks
und der Wirkstoff schließt
Zusammensetzungen mit ein, welche die FSH-Konzentrationen möglicherweise
nicht steigern, jedoch eine biologische Funktion und Aktivität eines
follikelstimulierenden Hormons aufweisen.
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II. Prinzipien der Ovulationsinduktion
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Die
Probleme unzureichender oder ungeeigneter Gonadotropinniveaus wurden
seit den 1960-ern als eine Ursache ovulatorischer Fehlfunktionen
erkannt. Die klinische Effektivität der verschiedenen verwendeten
Gonadotropinpräparate
verhielt sich proportional zum Betrag des verabreichten FSH. Anfängliche
Belege legten nahe, dass exogenes LH für eine ausreichende Follikulogenese
während
der Ovulationsinduktion nicht erforderlich wären. Es wurde jedoch klar,
dass Frauen, denen nur exogenes FSH verabreicht wird, nicht ausreichend
follikuläres Estradiol
für die
Ovulationsinduktion erzeugen. Das Vorhandensein von zumindest einer
gewissen Menge an exogenen oder endogenen LH für die Ovulationsinduktion scheint
beim Menschen wichtig zu sein. 1 zeigt
eine schematische Darstellung eines verallgemeinerten Ovulationsinduktions-Regimes.
Ein FSH-Präparat
wird bei 75 IU/Tag für
die ersten 7 Tage verabreicht. Am Ende der 7 Tage wird ein Ultraschallscan
durchgeführt,
um den follikulären
Durchmesser zu ermitteln und das Serum-Estradiol wird gemessen.
Falls das Follikel kleiner als 12 mm ist, wird die FSH-Dosis verdoppelt,
und nach weiteren 5–7
Tagen wird eine nachfolgender Scan durchgeführt. Patienten mit einem Follikeldurchmesser ≥15 mm erhalten
eine ovulatorische Bolusdosis hCG.
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III. Verallgemeinertes Ovulationsinduktions-Regime
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Die
Ovulationsinduktion ist gleichermaßen als Kunstfertigkeit und
als Wissenschaft zu sehen. Trotz eines beachtlichen Feldes an Behandlungsprotokollen
kann kein einzelner Ansatz oder eine bestimmtes Verfahren als einzigartig
richtig angesehen werden. Bestimmte Prinzipien sind jedoch anwendbar
und bieten die Basis für
eine sichere und effektive Behandlung. Es ist jedoch zu erwähnen, dass
die unten dargelegten Kriterien für die Ovulationsinduktion nur
beispielhaft dargelegt sind, und je nach Klink, Patient und Behandlungsziel
erheblich variieren können.
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Der
erste Zyklus beinhaltet üblicherweise
die tägliche
Verabreichung von FSH beginnend mit Tag 4 bis 7 einer Abbruchsblutung.
Das Follikelwachstum und die Reaktion werden sowohl über Estrogenniveaus
als auch über
Ultraschall überwacht.
Eine ausreichende Follikelstimulation wird üblicherweise durch eine kontinuierliche
Verabreichung von FSH über
7 bis 14 Tage erzielt. Die Behandlung mit FSH für weniger als 8 Tage ist mit
einer steigenden Rate an spontanen Aborts bei schwangeren Patienten
verbunden.
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Sobald
eine ausreichend Follikelentwicklung erreicht wurde (zwei Follikel
mit 16 bis 18 mm zusammen mit einem zunehmenden Ansteigen des Serum-Estrogens
auf 500 bis 1.000 pg/mL), wird hCG (5.000 oder 10.000 IU) verabreicht.
Die zeitliche Abstimmung der hCG-Verabreichung
ist wichtig, da sich die vorrangigen Komplikationen, die einer Gonadotropininduzierten
Hyperstimulation zugerechnet werden, und multiple Schwangerschaften
wahrscheinlich das Ergebnis der anhaltenden Auswirkungen von hCG
sind. Obwohl die Halbwertszeit von hCG etwa 8 Stunden beträgt, kann
es im Blut des Patienten für
7 bis 10 Tage nach der Injektion nachweisbar bleiben und fälschlich
als eine erfolgreiche Behandlungsschwangerschaft diagnostiziert
werden. Nach erfolgter Verabreichung von hCG wird das Paar angehalten,
in dieser Nacht und ein bis zweimal zusätzlich in den nächsten 48
Stunden Geschlechtsverkehr zu haben.
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Die
grundsätzliche
Regel betreffend einer Gonadotropin-Verabreichung ist, dass jeder
einzelne Behandlungszyklus passend individualisiert, überwacht
und eingestellt werden muss. Die Überwachung ist nicht nur notwendig,
um die Ovulation und die Schwangerschaftsraten zu verbessern, sondern auch
um das Risiko einer ernsthaften ovarialen Hyperstimulation und deren
potentieller Folgen, sowie von Mehrfachschwangerschaften zu verringern.
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Dies
wird durch häufige
Bestimmungen der Plasma-/Serum-Estradiolniveaus und durch Inspektion
der Ovarien mittels Ultraschall erzielt. Die Estradiolniveaus korrelieren
im Allgemeinen mit der Anzahl wachsender Follikel, jedoch nicht
notwendigerweise mit der Anzahl reifer Follikel. Vertraute man auf
die Estradiolniveaus als Marker für die Follikelreife, könnte die
Tatsache, dass mehrere kleine Follikel vorhanden sind, fälschlich
auf eine Follikelreife hinweisen, was zu einer verfrühten hCG-Verabreichung führt. Da
das Follikelwachstum direkt mit der Reifung des Ovums korreliert,
kann eine Ultraschalluntersuchung des mittleren Follikeldurchmessers
einen besseren Hinweis bei der Beurteilung der Reife und der zeitlichen
Abstimmung der hCG-Verabreichung bieten. Die Estrogenniveaus sollten
daher verwendet werden, um eine frühe follikuläre Entwicklung als Hinweis
auf eine Gonadotropin-Reaktion zu beurteilen, und Ultraschall sollte
verwendet werden, um die Anzahl und die Größe der reifenden Follikel zu
bewerten.
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Das
Ziel der meisten Behandlungen ist es, die Möglichkeiten für eine Einzelschwangerschaft
zu maximieren, während
das Risiko für
ein Hyperstimulationssyndrom minimiert wird. Estradiolniveaus zwischen
1000 und 1500 pg/mL scheinen optimal zu sein, die tatsächlichen
Niveaus können
jedoch in Abhängigkeit
des verwendeten Labors und der Erfahrung des Arztes variieren. Das
Risiko einer Hyperstimulation nimmt mit höheren Estradiolniveaus zu. Wenn
das Serum-Estradiol 2000 pg/mL übersteigt, sollte
das hCG im Allgemeinen mit großer
Vorsicht verabreicht oder vorenthalten werden, um der Follikeln
zu ermöglichen,
sich zurückzuentwickeln.
In einem hypogonadotropischen Hypogonadismus beträgt das Risiko
einer schweren Hyperstimulation bei Werten, die 2400 pg/mL übersteigen,
5% in Schwangerschaftszyklen und 1% in Nichtschwangerschaftszyklen.
Da eine Hyperstimulation mit der Anzahl vorhandener Follikel zu
korrelieren neigt, kann darüber hinaus
eine Entscheidung, das hCG vorzuenthalten, auch darauf gegründet werden,
dass per Ultraschall 10 oder mehr sich entwickelnde Follikel gefunden werden.
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Die
folgenden Abhandlungen haben die weibliche Unfruchtbarkeit, die
stimulierte Folliculogenese und die Ovulationsinduktion zum Thema: „Reproductive
Endocrinology, Surgery, and Technology", Bände
1 und 2; Herausgeber: E.Y. Adashi, JA. Rock and Z. Rosenwaks; Lippincott-Rauen
Publishers, Philadelphia 1996 und „Female Infertility Therapy Current
Practice"; Herausgeber:
Z. Shoham, C.M. Howles und H.S. Jacobs; Martin Dunitz Ltd., London 1999.
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Man
glaubt, dass die vorrangigen Komplikationen, die einer Gonadotropininduzierten
ovarialen Hyperstimulation zugeordnet werden, und daraus folgende
Mehrfachschwangerschaften wahrscheinlich auf die anhaltenden Auswirkungen
des hCG zurückzuführen sind.
Ein Nutzen der Erfindung liegt darin, dass sie es ermöglicht,
dem Wirt geringere Konzentrationen von LH oder CG zu verabreichen,
als die Konzentrationen, die in bestehenden Ovulationsinduktions-Regimen
verwendet werden, und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer ovarialen
Hyperstimulation zu verringern und in der Folge die nachteiligen Auswirkungen,
die mit diesem Zustand einhergehen – Mehrfachschwangerschaften,
geringes Gewicht der Neugeborenen und gesundheitliche Komplikationen
für die
Mutter – zu
verhindern.
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Es
ist zu erwähnen,
dass die Verabreichung von nichtpolypeptiden cAMP-Niveaumodulatoren keine
therapeutischen Auswirkungen auf die follikuläre Reifung und Entwicklung
während
des Ovulatorischen Zyklus haben.
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Somit
betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung des ersten Aspekts.
Nichtpolypeptide cAMP-Niveaumodulatoren bewirken, direkt oder indirekt,
einen Anstieg intrazellulärer
cAMP-Niveaus. Solche Verbindungen können die cAMP-Niveaus steigern,
indem sie die cAMP-Synthese stimulieren, oder indem sie deren Abbau
hemmen, oder beides. Zu Beispielen von Modulatoren, welche die Synthese von
cAMP stimulieren, zählen
Aktivatoren von Adenylylcyclase, wie etwa Forskolin. Zu Beispielen
von Modulatoren, welche den Abbau von cAMP verringern, zählen Hemmer
von Phosphodiesterasen, wie etwa Theophyllin. Zu nichtpolypeptiden
cAMP-Niveaumodulatoren zählen
Phosphodiesterase-Hemmer, insbesondere
Hemmer der Phosphodiesterase-4-Isoformen.
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Die
Erfindung ist auch deshalb nützlich,
da sie die Stimulation der follikulären Entwicklung vor der Verabreichung
des nichtpolypeptiden cAMP-Niveaumodulators, wie in den Ansprüchen definiert,
ermöglicht,
um die Ovulation einzuleiten, wobei dies das Verabreichen eines
Wirkstoffs beinhaltet, welcher die Konzentrationen an follikelstimmulierenden Hormon
(FSH) während
der follikulären
Phase des Ovulationszyklus des Wirts stimuliert. Diese Wirkstoffe
sind in den Ansprüchen
definiert. Somit wird geltend gemacht, dass die Verabreichung der
hierein beschriebenen Wirkstoffe in einer auf das Wachstum und die
Reifung der Follikel bezogenen vorgeschriebenen zeitlichen Abstimmung
die Vorgänge
der Ovulation und der darauffolgenden Fertilisation, die stattfinden
müssen,
damit eine Empfängnis
eintritt, verbessern.
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Es
ist zu erwähnen,
dass die vorliegende Erfindung, wenn der nichtpolypeptide cAMP-Niveaumodulator,
wie in den Ansprüchen
definiert, alleine ohne einer gleichzeitigen Verabreichung von hCG verabreicht
wird, die Möglichkeit
für ein
früheres
diagnostisches Testen der Schwangerschaft bietet, als dies mit derzeitigen
Ovulationsinduktions-Regime, welche die Verwendung von GC miteinbeziehen, möglich ist.
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V. Phosphodiesterase-Hemmer
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Die
in der Erfindung verwendeten Phosphodiesterase-Hemmer sind Ariflo® (SmithKline
Beecham) und Cilomilast (SmithKline Beecham).
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In
einer Ausführungsform
sieht die Erfindung die Verwendung dieses ersten Aspekts vor, um
die Ovulation auszulösen,
nachdem das follikuläre Wachstum
und die follikuläre
Reifung mit FSH, Letrozol (Novartis), Anastrozol (AstraZeneca) oder
Fadrozole (Novartis) induziert wurde. In einem Regime für unterstützte reproduktive
Technologien (ART) bei dem es erwünscht ist, mehrere Oozyten
für die
In-Vitro-Fertilisation zu erhalten, wird Patienten ein Aromatasehemmer
(z. B. 2.5–5
mg/Tag Letrozol oder Anastrozol) von etwa Tag 3 an bis etwa Tag
7, oder von etwa Tag 3 bis etwa Tag 8 des Menstruationszyklus, zusammen
mit 50–225,
bevorzugt 50–150
IU FSH/Tag, beginnen mit etwa Tag 3 bis Tag 7 des Menstruationszyklus
verabreicht, wobei die FSH-Gabe fortgesetzt wird, bis es zumindest
zwei führende Follikel
gibt, welche einen mittleren Durchmesser aufweisen der größer ist
als 16 mm oder etwa 16 mm groß ist.
An diesem Punkt wird der PDE-Hemmer, wie in den Ansprüchen definiert,
in einer Dosierung verabreicht, die ausreicht, um die Ovulation
auszulösen.
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Optional
kann der Aromatasehemmer als alleiniger das Follikelwachstum stimulierende
Wirkstoff verwendet werden (d. h. in Abwesenheit von FSH), indem
eine höhere
Dosis des Aromatasehemmers verwendet wird, (z. B. 2–10 mg/Tag
Letrozol oder Anastrozol) und/oder indem die Verabreichung verlängert wirde
(z. B. Tage 3 bis 8, 3 bis 9, oder 3 bis 10). Wenn durch Sonographie
die follikuläre
Reife als ausreichende erachtet wird, wird eine die Ovulation auslösende Dosis
des PDE-Hemmers, wie in den Ansprüchen definiert, verabreicht.
Diese Regime erlaubt es, mehrere Oozyten einzusammeln, während Injektionen
vermieden werden, da alle verwendeten Wirkstoffe oral verfügbar sind.
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Bei
der Induktion der Ovulation ist es wünschenswert, die Freisetzung
von nur einem Ovum zu bewirken. Dies kann erfindungsgemäß erzielt
werden, indem FSH verwendet wird, um Follikelwachstum und -reifung
zu stimulieren, und darauf folgend der in den Ansprüchen definierte
PDE-Hemmer verabreicht wird, um die Ovulation auszulösen. Im Schutzbereich
der Erfindung sind auch Ovulationsinduktions-Regime enthalten, bei
welchen das Follikelwachstum und die Follikelreifung mit einem Substitut für FSH induziert
wird, beispielsweise einem Aromatasehemmer, wie in den Ansprüchen definiert.
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In
einem bevorzugten Regime für
die Ovulationsinduktion wird einem Patienten von etwa Tag 3 an bis
etwa Tag 7, oder von etwa Tag 5 bis etwa Tag 9 des Menstruationszyklus
eine Dosis eines Aromatasehemmers (z. B. 2.5–5 mg/Tag Letrozol oder Anastrozol)
verabreicht (in Abwesenheit von FSH). Optional kann etwa bei Tag
3 oder Tag 4 des Menstruationszyklus eine Einzeldosis eines Aromatasehemmers
verabreicht werden (z. B. 5–30
mg Letrozol oder Anastrozol, bevorzugt 10 oder 20 mg). Die Ovulation
wird mit einer die Ovulation auslösenden Dosis des PDE-Hemmers,
wie in den Ansprüchen
definiert, ausgelöst.
Dieses Regime sieht ein Ovulationsinduktions-Protokoll vor, welches
ohne Injektionen auskommt.
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VI. Pharmazeutische Zusammensetzungen.
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Der
nichtpolypeptide cAMP-Niveaumodulator, wie in den Ansprüchen definiert,
und Wirkstoffe, welche die FSH-Konzentrationen in einem weiblichen
Wirt erhöhen,
wie in den Ansprüchen
der Erfindung definiert (hierin auch als „aktive Verbindungen" bezeichnet), können in
pharmazeutische Zusammensetzungen eingebunden sein, die für eine Verabreichung
geeignet sind. Solche Zusammensetzungen beinhalten typischer Weise
die aktiven Verbindungen und einen pharmazeutisch verträglichen
Träger.
Wie hierin verwendet soll der Ausdruck „pharmazeutisch verträglicher
Träger" irgendwelche und
alle Lösungsmittel,
Dispersionsmittel, Beschichtungen, antibakterielle und antifungale
Wirkstoffe, isotonische und die Absorption verzögernde Wirkstoffe beinhalten,
die mit einer pharmazeutischen Verabreichung vereinbar sind. Geeignete
Träger
sind in der jüngsten
Ausgabe von „Remington's Pharmaceutical Sciences", einem Standardwerk
in dem Fachgebiet, beschrieben. Zu bevorzugten Beispielen solcher
Träger
oder Verdünnungsmittel
zählen
Wasser, Salzlösung,
Ringer-Lösung,
Dextroselösung,
und 5% humanes Serumalbumin. Liposome und nichtwässrige Trägerstoffe, wie etwa Fettöle können auch
verwendet werden. Die Verwendung solcher Medien und Wirkstoffe für pharmazeutische
Wirkstoffe ist dem Fachmann wohlbekannt. Insofern wird die Verwendung
aller herkömmlichen
Medien in den Verbindungen in Betracht gezogen, ausgenommen, sie
sind mit dem Wirkstoff unvereinbar. Es können auch Zusatz-Wirkstoffe
in die Zusammensetzungen aufgenommen sein.
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Eine
pharmazeutische Zusammensetzung der Erfindung wird so formuliert,
dass sie mit ihrer vorgesehenen Verabreichungsroute vereinbar ist.
Zu Beispielen von Verabreichungsrouten zählen parenterale, (z. B., intravenöse, intradermale,
subkutane), orale, inhalatorische, transdermale (topische), transmucosale,
und rektale Verabreichung. Lösungen oder
Suspensionen, die für
eine parenterale, intradermale, oder subkutane Anwendung verwendet werden,
können
die folgenden Bestandteile aufweisen: ein steriles Verdünnungsmittel,
wie etwa Wasser, für
die Injektion, Salzlösung,
Fettöle,
Polyethylenglycole, Glycerin, Propylenglycol oder andere synthetische
Lösungsmittel;
Antibakterielle Wirkstoffe, wie etwa Benzylalkohol oder Methylparabene;
Antioxidantien, wie etwa Ascorbinsäure oder Natriumbisulfit; Chelatbildner,
wie etwa Ethylendiamintetraessigsäure; Puffer, wie etwa Acetate,
Citrate oder Phosphate, und Wirkstoffe zum Einstellen der Tonizität, wie etwa
Natriumchlorid oder Dextrose. Der pH-Wert kann mit Säuren oder Basen eingestellt
werden, wie etwa Salzsäure
oder Natriumhydroxid. Das parenterale Präparat kann in Ampullen, Einwegspritzen
oder in Mehrwegampullen aus Glas oder Plastik eingeschlossen sein.
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Zu
pharmazeutischen Zusammensetzungen, die für eine Injektions-Verwendung
geeignet sind, zählen
sterile wässrige
Lösungen
(wenn wasserlöslich)
oder Dispersionen und sterile Pulver für die Ad-hoc-Zubereitung von
sterilen injizierbaren Lösungen
oder Dispersionen. Für
die intravenöse
Verabreichung zählen
zu geeigneten Trägerstoffen
physiologische Salzlösung,
bacteriostatisches Wasser, Cremophor ELTM (BASF,
Parsippany, N.J.) oder phosphatgepufferte Salzlösung (PBS). In allen Fällen muss
die Zusammensetzung steril sein, und sie sollte in dem Ausmaß flüssig sein,
dass sie leicht für
die Verwendung mit Spritzen geeignet ist. Sie muss unter Herstellungs-
und Lagerbedingungen stabil sein, und muss gegen die kontaminierende
Wirkung von Mikroorganismen, wie etwa Bakterien und Pilzen geschützt sein.
Der Trägerstoff
kann eine Lösungsmittel oder
ein Dispersionsmedium sein, welches beispielsweise Wasser, Ethanol,
Polyol (zum Beispiel, Glycerin, Propylenglycol, und flüssiges Polyethylenglycol, und
dergleichen), und geeignete Mischungen davon enthält. Die
passende Fluidität
kann beispielsweise durch die Verwendung einer Beschichtung, wie
etwa Lecithin, durch die Aufrechterhaltung der erforderlichen Partikelgröße im Falle
von Dispersionen und durch die Verwendung oberflächenaktiver Stoffe aufrechterhalten
werden. Die Verhinderung der Wirkung von Mikroorganismen kann durch
verschiedene antibakterialle und antifungale Wirkstoffe erzielt
werden, beispielsweise Parabene, Chlorobutanol, Phenol, Ascorbinsäure, Thimerosal.
In vielen Fällen
wird es bevorzugt sein, isotonische Wirkstoffe, zum Beispiel Zucker,
Polyalkohole, wie etwa Mannitol, Sorbitol, Natriumchlorid, in die
Zusammensetzung miteinzubeziehen. Eine verlängerte Absorption der injizierbaren
Zusammensetzungen kann bewerkstelligt werden, indem die Zusammensetzung
einen Wirkstoff enthält,
welcher die Absorption verzögert,
zum Beispiel Aluminummonostearat und Gelatin.
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Sterile
injizierbare Lösungen
können
bereitet werden, indem die Wirksubstanz in der erforderlichen Menge,
nach Erfordernis mit oder ohne einer Zusammensetzung der oben aufgezählten Inhaltsstoffe,
in eine passendes Lösungsmittel
eingebracht wird, gefolgt von einer Sterifiltration. Im Allgemeinen
werden Dispersionen zubereitet, indem die Wirksubstanz in einen
sterilen Trägerstoff
eingebracht wird, welcher als Basis ein Dispersionsmedium und die
erforderlichen anderen Inhaltsstoffe, die aus den oben aufgezählten ausgewählt sind,
enthält.
Im Falle steriler Pulver für
die Zubereitung der sterilen injizierbaren Lösungen, sind die Verfahren
zur Herstellung das Vakuumtrocknen und Gefriertrocknen, wodurch
ein Pulver der aktiven Inhaltsstoffe plus den zusätzlich gewünschten
Inhaltsstoffen aus einer zuvor sterilfiltrierten Lösung davon
erhalten wird.
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Orale
Zusammensetzungen enthalten im Allgemeinen ein inertes Verdünnungsmittel
oder einen essbaren Trägerstoff.
Sie können
in Gelatinkapseln eingeschlossen oder in Tabletten gepresst sein.
Zum Zwecke der oralen therapeutischen Verabreichung kann die Wirksubstanz
mit Hilfsstoffen eingegliedert sein, und in Form von Tabletten,
Pastillen oder Kapseln verwendet werden. Orale Zusammensetzungen können auch
unter Verwendung eines flüssigen
Trägerstoffes
zur Verwendung als Mundwasser zubereitet sein, wobei die Zusammensetzung
in dem flüssigen
Trägerstoff
oral angewendet wird, und gespült/gegurgelt
und dann ausgespieen oder geschluckt wird. Pharmazeutisch verträgliche Bindemittel
und/oder Hilfsstoffe können
als Teil der Zusammensetzung enthalten sein. Die Tabletten, Pillen, Kapseln
und Pastillen können
irgendwelche der folgenden Inhaltsstoffe, oder Verbindungen mit ähnlichen
Eigenschaften aufweisen: ein Bindemittel, wie etwa mikrokristalline
Cellulose, Tragantgummi oder Gelatine; einen Hilfsstoff, wie etwa
Stärke
oder Laktose, ein Sprengmittel, wie etwa Algisäure, Primogel, oder Maisstärke; ein
Schmiermittel, wie etwa Magnesiumstearat oder Sterotes; ein Gleitmittel,
wie etwa colloidales Siliziumdioxid; ein Süßstoff, wie etwa Sucrose oder
Saccharin; oder ein Geschmacksstoff, wie etwa Pfefferminz, Methylsalicylat,
oder Orangenaroma.
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Für eine Verabreichung
per Inhalation werden die Verbindungen in Form eines Aerosolsprays von
einem Druckbehälter
oder einer Abgabeeinheit, welche(r) ein geeignetes Treibmittel enthält, z. B.
ein Gas, wie etwa Kohlendioxyd, oder einem Zerstäuber abgegeben.
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Eine
systemische Verabreichung kann auch mit transmucosalen oder transdermalen
Mitteln durchgeführt
werden. Für
eine transmucosale oder transdermale Verabreichung, werden zu der
zu durchdringenden Barriere passende Durchdringungsmittel in der
Formulierung verwendet. Solche Durchdringungsmittel sind im Fachgebiet
allgemein bekannt, und für
eine transmucosale Verabreichung zählen dazu beispielsweise Detergentien,
Gallensalze und Fusidinsäurederivate.
Eine transmucosale Verabreichung kann durch Verwendung von Nasensprays
oder Zäpfchen
erzielt werden. Für
eine transdermale Verabreichung werden die Verbindungen in Salben,
Pasten, Gels oder Cremen formuliert, wie im Fachgebiet allgemein
bekannt ist.
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Die
bevorzugte Verabreichungsroute für nichtpolypeptide
cAMP-Niveau-Modulatoren,
wie in den Ansprüchen
definiert, als auch für
Clomiphen, Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren, Aromatasehemmer
und Hemmer von steroidogenen Enzymen, wie in den Ansprüchen definiert,
ist eine orale Verabreichung. Diese Wirkstoffe können auch subkutan durch Injektion,
intravenös
oder trans-vaginal (für eine
lokale Verabreichung) verabreicht werden. Die bevorzugte Verabweichungsroute
von FSH, LH oder hCG ist eine subkutane Injektion, es ist jedoch
auch eine intravenöse
Verabreichung möglich.
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Die
Verbindungen können
auch in Form von Suppositorien hergestellt werden (z. B. mit herkömmlichen
Zäpfchen-Grundstoffen,
wie etwa Kakaobutter und anderen Glyceriden), oder als rektal oder
vaginal verabreichte Bleibeklistiere.
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Die
aktiven Verbindungen können
mit Trägerstoffen
hergestellt sein, welche die Verbindung gegen eine schnelle Ausscheidung
aus dem Körper schützen, wie
etwa Formulierungen für
eine gesteuerte Freisetzung, einschließlich Implantaten und Mikroeinkapselungs-Freisetzungssystemen.
Es können
Biologisch abbaubare, biokompatible Polymere, wie etwa Ethylenvinylacetat,
Polyanhydride, Polyglycolidsäure,
Kollagen, Polyorthoester, und Polylactidsäure verwendet werden. Dem Fachmann
werden Verfahren zur Herstellung solcher Formulierungen bekannt
sein. Die Materialien können
auch kommerziell von Alza Corporation und Nova Pharmaceuticals,
Inc. bezogen werden.
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Verbindungen
der Erfindung können,
wie oben erörtert,
entweder alleine oder in Kombination mit einem oder mehreren anderen
therapeutischen Wirkstoffen als eine pharmazeutische Zusammensetzung
in einer Mischung mit herkömmlichen
Hilfsstoffen verwendet werden, d. h. pharmazeutisch verträgliche organische
oder anorganische Trägerstoffe, die
für eine
orale, parenterale, enterale oder topische Anwendung geeignet sind,
die mit den aktiven Zusammensetzungen nicht schädigend reagieren, und die für ihren
Empfänger
nicht schädlich
sind. Zu geeigneten pharmazeutisch verträglichen Trägern zählen Wasser, Salzlösungen,
Alkohol, Pflanzenöle,
Polyethylenglycole, Gelatin, Laktose, Amylose, Magnesiumstearat,
Talkum, Kieselsäure,
viskoses Paraffin, Duftöl,
Fettsäure-Monoglyceride
und -diglyceride, petroetherische Fettsäureester, Hydroxymethylcellulose,
Polyvinylpyrrolidon, etc. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen
können
sterilisiert, und wenn gewünscht
mit Hilfsstoffen, die mit den aktiven Zusammensetzungen nicht schädigend reagieren,
vermischt werden, z. B. Schmierstoffen, Konservierungsmitteln, Stabilisatoren,
Benetzungsmitteln, Emulgatoren, Salzen zur Beeinflussung des osmotischen
Drucks, Puffer, Farbstoffen, Geschmacks- und/oder Aromastoffen.
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Für die Einfachkeit
der Verabreichung und eine Einheitlichkeit der Dosierung ist es
besonders vorteilhaft, orale und parenterale Zusammensetzungen in
einer Dosierungseinheitsform zu formulieren. Dosierungseinheitsform
bedeutet, wie hierein verwendet, physikalisch getrennte Einheiten,
die sich als einheitliche Dosierungen für das zu behandelnde Subjekt
eignen; Jede Einheit enthält
eine vorbestimmte Menge des Wirkstoffs, die berechnet ist, um in
Verbindung mit dem erforderlichen pharmazeutischen Träger den
erwünschten
therapeutischen Effekt zu erzeugen. Genauen Vorgaben für die Dosierungseinheitsformen
der Erfindung werden von den einzigartigen Charakteristiken des
Wirkstoffs, von dem bestimmten therapeutischen Effekt, der erzielt werden
soll, und von den Einschränkungen,
die in der Technik der Zubereitung solch einer aktiven Zusammensetzung
für die
Behandlung von Individuen liegen, bestimmt und sind direkt davon
abhängig.
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Es
wird zu erkennen sein, dass die tatsächlich bevorzugten Mengen der
aktiven Zusammensetzungen, die in einer bestimmten Therapie verwendet wird,
gemäß den spezifischen
Verbindungen, die verwendet werden, den jeweiligen formulierten
Zusammensetzungen, der Anwendungsform, der bestimmten Verabreichungsstelle,
etc. variieren wird. Optimale Verabreichungsraten für ein vorgegebenes
Verabreichungsprotokoll können
von Fachleuten unter Verwendung herkömmlicher Dosierungsbestimmungs-Tests,
die gemäß den obigen
Richtlinien durchgeführt
werden, leicht ermittelt werden. Siehe auch „Remington's Pharmaceutical Sciences". Im Allgemeinen
wird eine geeignete wirksame Dosis von einer oder mehreren Verbindungen
der Erfindung, insbesondere wenn die wirksamere(n) Verbindung(en)
der Erfindung verwendet wird (werden), im Bereich von 0,01 bis 100
Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht
des Empfängers
pro Tag liegen, vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 20 Milligramm
pro Kilogramm Körpergewicht
des Empfängers
pro Tag, noch bevorzugter im Bereich von 0,05 bis 4 Milligramm pro
Kilogramm Körpergewicht
des Empfängers
pro Tag. Die gewünschte
Dosis wird entsprechend einmal Täglich,
oder in mehreren Teildosierungen verabreicht, z. B. werden 2 bis
4 Teildosierungen mit passenden Intervallen über den Tag, oder nach einem
anderen angemessenen Zeitplan verabreicht. Solche Teildosierungen
können
als Dosierungseinheitsformen verabreicht werden, z. B. indem sie
von 0,05 bis 10 Milligramm der Verbindung(en) der Erfindung pro
Dosierungseinheit enthalten.
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Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen können zusammen mit den Anweisungen
für die Verabreichung
in einem Behälter,
einer Packung oder einem Spender enthalten sein. Die folgenden Beispiele
dienen der Verdeutlichung der Erfindung und/oder dem Vergleich.
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VII. Erläuternde Beispiele:
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Es
wurden ein in-vivo-Ovulationsmodell entwickelt, in welchem FSH an
unausgereifte Ratten bid × 2
oder 3 Tage verabreicht wurde, um eine follikuläre Reifung zu induzieren, gefolgt
von einer einzelnen ovulatorischen Dosis hCG. Eine einzelne Injektion nicht-polypeptider cAMP-Niveaumodulatoren
(z. B.: Verbindung 1, Verbindung 2, etc.) welche zusammen mit einer
subovulatorischen Dosis von hCG oder alleine verabreicht wurde,
führte
zu einer Induktion der Ovulation. Diese Ergebnisse sind mit einem
Modell konsistent, in welchem erhöhte cAMP-Niveaus hCG steigern
oder substituieren, nicht jedoch FSH. Die Rolle des FSH in jedem
Ovulationsinduktions-Regime ist es, die follikuläre Entwicklung und Reifung
zu fördern,
nicht die Ovulationsinduktion.
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Im
Folgenden werden die Verbindungen der Beispiele 1 bis 9 ausgewiesen:
Verbindung
1 ist Cis-4-cyano-4-(3-(cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-Carboxylsäure; Verbindung
2 ist 3-(Cyclopentyloxy)-N-(3,5-dichloropyridin-4-yl)-4-methoxybenzamid;
Verbindung 3 ist 2-(4-(6,7-Diethoxy-2,3-bis(hydroxymethyl)naphthalen-1-yl)pyridin-2-yl)-4-(3-pyridyl)pthalazin-1(2H)-one-Hydrochlorid;
und Verbindung 4 ist 7-Benzylamino-6-chloro-2-piperazino-4-pyrrolidinopteridin.
Die Verbindungen 2, 3 und 4 dienen dem Vergleich. Die Beispiele
5, 6, 7, 8 und 9 sind Vergleichsbeispiele.
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Beispiel 1: Auswirkung der Verbindungen
1 und Verbindungen 2 auf die cAMP-Niveaus ovarialer Granulosazellen von
Ratten, alleine oder mit Gonadotropinen in vitro.
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Von
unausgereiften, 25 Tage alten, mit Diethylstilbesterol behandelten
Sprague-Dawley-Ratten, an
denen eine Hypophysektomie durchgeführt worden war, wurden die
Ovarien entfernt. Die Ovarien wurden wiederholt mit 27 Gauge Nadeln
punktiert, um Granulosazellen von den Follikeln herauszulösen. Die
Zellen wurden gewaschen und in McCoys 5A Medium + 0.1% BSA + 2 μM Androstendion
resuspendiert. Entwicklungsfähige
Zellen in einer Anzahl von 100.000 wurden in einem Volumen von 1,0 ml
(mit der Verbindung 1 und Verbindung 2 bei einer Konzentration von
25 Mikromolar, entweder alleine oder zusammen mit einer niedrigen,
0.1 pM, Dosis Gonadotropin) in 6-Kammer-Zellkulturschalen geladen. Die Platten
wurden in einem 37°C
Inkubator bei 100% Luftfeuchtigkeit, 5.0% CO2 für 48 Stunden
inkubiert. Die konditionierten Medien wurden in einem für cAMP spezifischen
RIA untersucht. Die Ergebnisse werden als Mittelwert plus oder minus
den Standardabweichungen ausgedrückt.
Wie in 2 zu sehen ist, verursachen die Verbindungen 1
und 2 bei Vorhandensein von subeffektiven Konzentrationen von Gonadotropin
einen erheblichen Anstieg der cAMP-Niveaus.
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Beispiel 2: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
1 auf die follikuläre
Reifung in vivo.
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Reife
ovariale Follikel wurden in unreifen weiblichen Ratten durch Behandlung
mit einer suboptimalen Dosis FSH (1.08 IU/Ratte/Injektion; bid × 3 Tage)
mit und ohne gemeinsamer Verabreichung von Verbindung 1 (0.1, 1,
10, und 50 mg(kg/Injektion: bid × 3 Tage) erzeugt. Mit der
letzten FSH-Injektion wurde eine einzelne Injektion einer ovulatorischen
Dosis von hCG (20 IU) verabreicht. Die PDE-Hemmer wurden in Verbindung
mit sub-optimalen Dosen von FSH verabreicht. Alle Injektionen wurden
subkutan verabreicht. Eine Ovulationsbestimmung wurde 18 Stunden
nach der hCG-Verabreichung durchgeführt, indem Oozyten im Eileiter
gezählt
wurden. Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder minus der Standardabweichungen
ausgedrückt.
Wie in 3 zu sehen ist, repräsentieren die Daten die durchschnittliche
Anzahl von Oozyten in den Eileitern aller Ratten in jeder Gruppe
und die Häufigkeit
der ovulierenden Ratten. Wie in 3 ebenfalls
festgehalten ist, hemmte ein mit 50 mg/kg verabreichter PDE-Hemmer
(Verbindung 1) alle Ovulationen (anstatt sie zu stimulieren). Die
Ergebnisse zeigen, dass erhöhte Dosen
eines PDE-Hemmers dabei fehlschlugen, die Fähigkeit einer suboptimalen
Dosis von FSH zu verstärken,
ein Follikel darauf vorzubereiten, zu ovulieren.
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Beispiel 3 : Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
1 auf die Ovulation, in der Gegenwart einer subeffektiven Dosis
hCG in vivo.
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Ausgereifte
ovariale Follikel, die in unausgereiften weiblichen Ratten durch
Behandlung mit einer wirksamen Dosis FSH (2.16 IU/Ratte/Injektion;
bid × 2
Tage) erzeugt wurden, wurden mit einer einzelnen Injektion von hCG
zum Ovulieren induziert. hCG wurde in einer subeffektiven Dosis
(3 IU) mit oder ohne einer einzelnen Injektion von Verbindung 1
(50, 10 und 1 mg/kg) zur Zeit der letzten FSH-Injektion verabreicht.
Die Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von hCG bestimmt,
indem die Anzahl der Ova im Eileiter gezählt wurde. Wie in 4 zu sehen
ist, führte
eine einzelne Injektion von Verbindung 1, die gleichzeitig mit einer
subovulatorischen Dosis von hCG verabreicht wurde, zu einer Induktion der
Ovulation. Alle Injektionen wurden subkutan durchgeführt. Die
Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder minus der Standardabweichung
ausgedrückt. Diese
Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator,
in diesem Fall ein PDE-Hemmer, die hCG-stimulierte Ovulation steigert,
wenn eine suboptimale Dosis von hCG verabreicht wird. Es sind die
Auswirkungen der Verbindung 1, einem bekannten PDE-Hemmer, dargestellt.
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Beispiel 4: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
1 auf die Ovulation in Gegenwart oder Abwesenheit einer subeffektiven
Dosis von hCG in vivo.
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Nach
einer FSH-induzierten follikulären
Reifung (2.16 IU/Ratte/Injektion; bid × 2 Tage) wurde die Verbindung
1 mit und ohne einer sub-effektiven Dosis von hCG injiziert. Die
Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von hCG/Verbindung
1 durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Die Daten zeigen die durchschnittliche
Anzahl von Oozyten im Eileiter aller Ratten in jeder Gruppe, und
die Häufigkeit
ovulierender Ratten. Wie in 5 zu sehen
ist, führte
eine einzelne Injektion von Verbindung 1, die alleine, ohne eine
subovulatorische Dosis von hCG verabreicht wurde, zu einer Induktion
der Ovulation in FSH-vorbehandelten
Ratten. Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder minus der Standardabweichung
ausgedrückt.
Diese Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator,
in diesem Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung 1, in der Lage ist, die
Ovulation in Abwesenheit jeglichen injizierten hCG zu induzieren.
Vorherige Experimente, und die hierin dargestellten, zeigten, dass
Follikel, welche mit diesen Dosen von FSH vorbereitet sind, nicht
spontan ovulieren, sondern eine nachfolgende Verabreichung von hCG
benötigen.
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Beispiel 5: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
2 auf die Ovulation in Gegenwart oder Abwesenheit einer subeffektiven
Dosis von hCG in vivo.
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Nach
einer FSH-induzierten follikulären
Reifung (2.16 IU/Ratte/Injektion; bid × 2 Tage) wurde die Verbindung
2 mit und ohne einer sub-effektiven Dosis von hCG injiziert. Die
Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von hCG/Verbindung
2 durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Die Daten zeigen die durchschnittliche
Anzahl von Oozyten im Eileiter aller Ratten in jeder Gruppe, und
die Häufigkeit
ovulierender Ratten. Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder
minus der Standardabweichung ausgedrückt. Wie in 6 zu
sehen ist, führte eine
einzelne Injektion von Verbindung 2, die alleine, ohne eine subovulatorische
Dosis von hCG verabreicht wurde, zu einer Induktion der Ovulation
in FSH-vorbehandelten
Ratten. Diese Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator, in diesem
Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung 2, in der Lage ist, die Ovulation
in Abwesenheit jeglichen injizierten hCG zu induzieren.
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Beispiel 6: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
2 auf die Ovulation in vivo infolge einer oralen und einer subkutanen
Verabreichung.
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Nach
einer FSH-induzierten follikulären
Reifung (2.16 IU/Ratte/Injektion; bid × 2 Tage) wurde die Verbindung
2 entweder subkutan (subkutis) injiziert oder durch orale Sondenfütterung
verabreicht. Die Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von
Verbindung 2 durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Die Daten zeigen die durchschnittliche Anzahl
von Oozyten im Eileiter aller Ratten in jeder Gruppe, und die Häufigkeit
ovulierender Ratten. Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder
minus der Standardabweichung ausgedrückt. Wie in 7 zu sehen
ist, führte
die Verabreichung von Verbindung 2 entweder auf subkutanem oder
oralem Weg zu einer Induktion der Ovulation in FSH-vorbehandelten
Ratten. Diese Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator, in diesem
Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung 2, in der Lage ist, die Ovulation
zu induzieren, wenn er oral verabreicht wird.
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Beispiel 7: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
3 auf die Ovulation in vivo infolge einer oralen und subkutanen
Verabreichung.
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Nach
einer FSH-induzierten follikulären
Reifung (2.16 IU/Ratte/Injektion; bid × 2 Tage) wurde die Verbindung
3 entweder subkutan (subkutis) injiziert oder durch orale Sondenfütterung
verabreicht. Die Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von
Verbindung 3 durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Die Daten zeigen die durchschnittliche Anzahl
von Oozyten im Eileiter aller Ratten in jeder Gruppe, und die Häufigkeit
ovulierender Ratten. Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder
minus der Standardabweichung ausgedrückt. Wie in 8 zu sehen
ist, führte
die Verabreichung von Verbindung 3 entweder auf subkutanem oder
oralem Weg zu einer Induktion der Ovulation in FSH-vorbehandelten
Ratten. Diese Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator, in diesem
Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung 3, in der Lage ist, die Ovulation
zu induzieren, wenn er oral verabreicht wird.
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Beispiel 8: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
4 auf die Ovulation in Gegenwart oder Abwesenheit einer subeffektiven
Dosis von hCG in vivo.
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Nach
einer FSH-induzierten follikulären
Reifung (2.16 IU/Ratte/Injektion; bid × 2 Tage) wurde die Verbindung
4 mit und ohne einer sub-effektiven Dosis von hCG subkutan injiziert.
Die Ovulation wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von hCG/Verbindung
4 durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Die Daten zeigen die durchschnittliche
Anzahl von Oozyten im Eileiter aller Ratten in jeder Gruppe, und die
Häufigkeit
ovulierender Ratten. Wie in 9 zu sehen
ist, führte
eine einzelne Injektion von Verbindung 4, die mit einer subovulatorischen
Dosis von hCG verabreicht wurde, zu einer Induktion der Ovulation
in FSH-vorbehandelten Ratten. Wenn sie alleine verabreicht wurde,
induzierte die Verbindung 4 keine, oder nur eine geringe Ovulation.
Die Ergebnisse sind als Mittelwert plus oder minus der Standardabweichung
ausgedrückt.
Diese Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider cAMP-Niveau-Modulator,
in diesem Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung 4, der nicht ausreicht,
um eine Ovulation alleine zu induzieren, in der Lage ist, die Ovulation
in der Gegenwart einer sub-effektiven Dosis von hCG zu induzieren.
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Beispiel 9: Auswirkung der PDE-Hemmer-Verbindung
2 auf die Ovulation und die Fruchtbarkeit.
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In
unausgereiften Ratten wurde eine follikuläre Reifung mit FSH (4.33 IU/Ratte/Injektion;
bid × 2 Tage)
und Pregnant Mare Serum Gonadotropin (PMSG) (1.5 IU/Ratte/Injektion;
bid × 2
Tage) induziert. Von dieser Kombination wurde zuvor herausgefunden,
dass sie eine follikuläre
Reifung induziert, und das Paarungsverhalten fördert, während sie, in Abwesenheit einer
zusätzlichen
Injektion von hCG, eine geringe Rate spontaner Ovulationen aufrechterhält. Mit
FSH und PMSG induzierte Ratten wurden dann durch subkutane Verabreichung
entweder mit Verbindung 2 (12 Ratten) oder mit Trägerstoff
(12 Ratten) behandelt. In einer Kohorte von Ratten (6 Ratten pro
Behandlung) wurde 18 Stunden nach der Verabreichung von Verbindung
2 oder des Trägerstoffs
die Ovulation durch Zählen
der Oozyten im Eileiter ermittelt. Um die Fruchtbarkeit zu untersuchen, wurden
die Ratten einer weiteren Kohorte (6 Ratten pro Behandlung) einzeln über Nacht
mit je einer einzelnen erwachsenen männlichen Ratte, deren Fruchtbarkeit
nachgewiesen war, in einem Käfig
platziert. Am nächsten
Tag wurden die männlichen
Ratten entfernt und die weiblichen wurden bis zum Tag der Geburt
pro Gruppe in einem gemeinsamen Käfig gesperrt. Die Anzahl lebender,
reifgeborener Jungtiere wurde zum Zeitpunkt der Geburt aufgezeichnet. Wie
in 10 zu sehen ist, führte eine einzelne Injektion
von Verbindung 2 zu einer Induktion der Ovulation in mit FSH/PMSG
vorbehandelten Ratten. Zusätzlich
hatten die mit Verbindung #2 behandelten Ratten zum Zeitpunkt der
Geburt eine erhöhte
Anzahl lebender Jungtiere. Die Ergebnisse sind sowohl für die Ovulation,
als auch für
die lebenden Jungtiere als Mittelwert plus oder minus der Standardabweichung ausgedrückt. Diese
Daten zeigen, dass ein nicht-polypeptider
cAMP-Niveau-Modulator, in diesem Fall ein PDE-Hemmer, Verbindung
2, die Ovulation von Oozyten induziert, welche in der Lage sind,
in vivo fertilisiert zu werden.