DE574268C - Abbau-, Foerder- und Versatzeinrichtung - Google Patents
Abbau-, Foerder- und VersatzeinrichtungInfo
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- DE574268C DE574268C DEI36456D DEI0036456D DE574268C DE 574268 C DE574268 C DE 574268C DE I36456 D DEI36456 D DE I36456D DE I0036456 D DEI0036456 D DE I0036456D DE 574268 C DE574268 C DE 574268C
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Classifications
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Description
- Abbau-, Förder- und Versatzeinrichtung Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausgestaltung der in Patent 572889 gekennzeichneten Erfindung, betreffend Einrichtung zum Fördern, Versetzen und Abbauen. Die Weiterbildung erstreckt sich besonders auf jenes Merkmal, wonach der zwischen Versatzstoß und Kohlenstoß frei bleibende Raum auf das äußerste Maß so weit beschränkt wird, daß Abbau und Versatz in gleichem Takt miteinander arbeiten und dieselbe Kraft auf Festigung des Versatzes und Anpressen der Abbaumittel wirkt. Weiter soll aber eine weitere Vereinfachung der Versatz und Abbau bewirkenden Einrichtungen erfolgen, und die Einrichtungen sollen so wirken, daß wiederum durch den sich aufböschenden Versatz selbst eine seitliche Verschiebung des Fördermittels mit seinem gleich den Ausbau bildenden Traggestänge stattfindet. Es wird zu diesem Zweck über dem Fördermittel eine Einrichtung vierfahrbar angeordnet, die sowohl das Versatzgut erfaßt, hochfördert, quer zur Förderrichtung an den Versatzstoß abgibt; als auch dort festpreßt und bei der der durch den Ouerschub auftretende Druck für das Anpressen des Abbaumittels ausgenützt wird. Gleichzeitig können dabei noch alle Bewegungen der einzelnen Organe von demselben Antrieb abgeleitet werden, so daß unbedingter Gleichtakt für Abbau und Versatz erzielt wird. Durch die Ausnützung des Querschubs ist dann noch für das Abpressen des Abbauminerals und Überführen in das für Versatz und Mineral gemeinsame Fördermittel Platz geschaffen bzw. bei Wahl entsprechender Vorgabe des Abbaumittels im Mineral wird der auftretende Schub auch für einwandfreie Überleitung des abgebauten Gutes in das Fördermittel ausgenützt. Für die Wahl des Fördermittels gewinnt man auf diese Weise auch größere Freiheit, so daß Schüttelrutschen oder Förderbänder verwandt werden können.
- Für die Weiterbildung. ergibt sich noch insofern ein günstiger Aufbau, als das das Fördermittel aufnehmende Traggestänge in der bereits an anderer Stelle gekennzeichneten Weise in kurze, gelenkig zusammenhängende Abschnitte unterteilt ist und in seinen Abschnitten mit- Schilden versehen ist, die gegen den Versatzstoß zu angeordnet, für Abböschung und Festigung des Versatzes wirken. Gleichzeitig bildet dann das Fördermittel im Verein mit den Schilden und dem Traggestänge Führung und Bahn für die zu einer Einheit zusammengeschlossene Versatz-und Abbaueinrichtung. Diese kann nämlich über einem schlittenartig vierfahrbaren Gestell so angeordnet sein, daß durch dessen Voranbewegung einmal mit Hilfe eines Gleitbockes die Vorgabe am Abbaustoß geregelt wird, zum anderen eine Verspannung zwischen den beiden Stößen erfolgt und im Maße der Versatzabböschung auch das ganze Traggestänge seitlich herangeschoben wird.
- Soweit als Abbaumittel aufrecht stehende Walzen, die mit Zähnen besetzt sind, verwendet werden, ist zu bemerken, daß derartige Walzen, als Fräswalzen ausgebildet, bekannt sind. Diese Walzen sind aber auf besonderen Gestellen angeordnet und werden mit diesen am Abbaustoß entlang gezogen, oder sie werden mit dem Gestell in den Stoß geschwenkt, müssen also stets für sich bedient werden. Die Walzen sind in Stoßhöhe ausgeführt, bedürfen aber für die Abführung des gelösten Gutes besonderer Hilfseinrichtungen, während nach der Erfindung der Schub auch gleich zur überführung des gelösten Gutes in das Fördermittel ausgenützt werden kann, evtl. unter besonderer Ausbildung der Zähne.
- Weiter ist es an sich bekannt, Hereingewinnungsmaschinen gegen den Versatzstoß durch besondere druckerzeugende Mittel abzustützen. Z. B. wird beim Abbau mittels selbsttätig fortschreitender Schutzkammern die Kammer rückwärts durch eine bewegliche, verschiebbare Wand abgeschlossen, die den zum Vorschieben der Kammer erforderlichen Druck aufnimmt und ihn auf den hinter der Wand eingebrachten Versatz überträgt. Diese Einrichtungen unterliegen aber anderen Aufgaben wie die vorliegende Erfindung.
- Bekannt ist auch, das Abbaufördermittel an dem eisernen Ausbau zu verlagern. Während es sich hierbei aber um eine Befestigung handelt, soll nach der Erfindung neben der sicheren Verlagerung wach eine Verschiebemöglichkeit, und zwar durch den sich aufböschenden Versatz und den vom Einbringen her ausgeübten Schub gegeben werden.
- Die nähere Beschreibung der Weiterbildung geschieht an Hand der Zeichnung, die in Abb. i eine Längsansicht, in Abb. 2 eine Draufsicht und in Abb. 3 einen Querschnitt darstellt.
- Das Fördermittel io wird an denn Traggestänge verlagert. Dieses besteht zweckmäßig aus in sich verschiebbaren, der Flözhöhe anpaßbaren Stützen ii, die am Liegenden und Hangenden mit entsprechend gestalteten Fuß- und Kopfschienen 12 verbunden sind. Die Verbindung muß so erfolgen, daß die Oberteile der Stützen fest an das Hangende getrieben oder losgelöst und in den dazwischen liegenden Stellungen festgestellt werden. Die Verbindung zwischen Stützen und Fuß- und Kopfschienen ist zweckmäßig starr, um eine gegen den Kohlenstoß oder überhaupt einseitig offene Abstützung zu erzielen, die eine hindernisfreie Führung der Versatz- und Abbaueinrichtung ermöglicht. Gegen den Versatzstoß B bilden die einzelnen Abschnitte des Traggestänges verbindende Schilde 13 einen Abschluß. Die Schilde springen mit ihrem oberen Rande vom Hangenden zurück, so daß sie gleich eine Stütze und Führung des Versatztisches 23 bilden und der Eintrag des Versatzes ungehindert von oben erfolgen kann. Der Rand 14 der Schilde kann nach dem Traggestell zu abgebogen sein. Die Versatz- und Abbaueinrichtung wird über dem Schlitten 15 aufgebaut, der Träger von Stützen 16 sein kann, die das Gerippe des Gestells bilden können und mit Rollen 17 auf dem Liegenden abrollen. Die Hochfördereinrichtung für den Austrag des Versatzgutes aus dem Fördermittel io kann aus einem Kratzer ig gebildet werden, der das Versatzgut über eine Schurre 18 auf den Tisch 23 kratzt. Die Kratzarme 2o des Kratzers ig können dabei so geführt werden, daß sie außerhalb der Arbeitsphase raumsparend anliegen und beim Übergang an das Querfördermittel 21 über dem Tisch 23 mit dessen Austragsorganen zusammenarbeiten. Zweckmäßig wird auch für das Ouerfördermittel 21 ein Kratzer verwendet, dessen Kratzarme 22 das Versatzgut über den Rand des Tisches 23 schieben und nach dem Abböschen hinter den Schilden 13 festdrücken. Der Tisch 23 findet dabei fortlaufend an dem Rand der Böschschilde 13 Führung und Stütze.
- Der Antrieb des gesamten Aggregates erfolgt vom Motor 24 aus, der mittels eines Getriebes 25 seine Bewegung an eine Antriebsachse 34 abgibt, von der aus sie durch ein Getriebe 26 an den Kratzer i g, durch ein Getriebe 27 an den Querförderer i9K und durch ein Getriebe 28 an das Abbaugerät 29 übertragen wird. Nach der Weiterbildung wird eine Art Brechwalze 29 verwandt, deren Zähne 3o keilartig oder je nach der Kohle auch als Fräse arbeiten und in der ganzen Flözhöhe vorgeführt werden kann. Bei Verwendung einer Brechwalze wird auch gleich der von dem Querförderer durch das Stopfen des Versatzes verursachte Seitenschub wieder ausgenützt zum Hereindrücken oder Abpressen der Kohle. Laufbleche 31 halten dabei die Kohle vom maschinellen Teile der Einrichtung ab bzw. -leiten die gelöste Kohle zu dem überleitblech 32, das tischartig über das Fördermittel io ragt und die hereinbrechende Kohle auffängt. Durch Anordnung eines seitlichen Führungsbockes 33 am Schlitten 15 kann der Abstand der Vorgabe eingehalten und gleichzeitig eine leichte Pressung auf den Versatz ausgeübt werden.
- Der Vorschub der Versatz- und Abbaueinrichtung ],rann entweder durch eine besondere windenartige Vorrichtung oder von dem Antrieb der Einrichtung aus erfolgen und richtet sich nach den Verhältnissen.
- Wie ohne weiteres ersichtlich, hängt bei der Weiterbildung Abbau und Versatz so zusammen, daß das erstrebte Ziel im Gleichtakt abzubauen und zu versetzen, stets erreicht wird, weil -beides in absolute Abhängigkeit voneinander gebracht ist.
Claims (9)
- PATrNTANSPRÜciir: i. Abbau-, Förder- und Versatzeinrichtung nach Patent 572 889, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber der stopfend wirkenden Versatzeinrichtung am Kohlenstoß eine gleichzeitig mit der stopfend wirkenden Versatzeinrichtung zu betreibende Hereingewinnungseinrichtung mit aufrecht stehender Brechwalze angeordnet ist, derart, daß die Walze als Gegenlager für die Stopfeinrichtung dienen kann, sowie daß die Stopfeinrichtung den erforderlichen Anpressungsdruck für die Walze erzeugen und durch den entstehenden Böschungsdruck das an dem eisernen Ausbau geführte und gelagerte Abbaufördermittel mitsamt diesem Ausbau nach dem Kohlenstoß zü verschieben kann.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Versatzeinrichtung und die Abbaueinrichtung zur Erzielung eines Gleichtaktes vom gleichen Antrieb ihren Arbeitsimpuls empfangen.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Austrag und das Feststampfen des Versatzgutes durch einen quer zum Fördermittel arbeitenden und .von diesem in geeigneter Weise gespeisten Kratzer (2i) erfolgt, dessen durch die Kratzarme ausgeübter Schub unmittelbar auf, das in der-' selben Richtung mit dem Kratzer angeordnete Abbaugerät wirkt. q..
- Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Abbaugerät eine Brechwalze verwendet wird, deren zum Abdrücken und Lösen der Kohle dienenden Zähne usw. die gelöste Kohle auch mitnehmen uni dem Fördermittel zuführen.
- 5. Einrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Versatz-und Abbaueinrichtung derart über einem Schlittengestell (I5, 16, i7), aufgebaut ist, daß die Versatzeinrichtung einseitig abgestützt ist und seitlich über das Fördermittel ragt, an dem es seine Führung findet.
- 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Abbaugerät am abgebauten Kohlenstoß ein Führungsbock (33) vorgesehen ist, der die Vorgabe für das Abbaugerät und dessen Eindringen in den Kohlenstoß regelt und Führung und Verspannung zwischen dem abgebauten Kohlenstoß und dem Versatzstoß übernimmt.
- 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, -dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestänge für das Fördermittel aus in der Querrichtung des Stoßes einzelnen, zweiteiligen, ineinanderschiebbaren und verstellbaren Säulen (i i) gebildet wird, die mit einseitig auskragenden Kopf- und Fußschienen so ausgerüstet sind, daß die Verschiebung der Versatz- und Abbaueinrichtung einschließlich des Fördermittels ohne Behinderung erfolgt. B.
- Einrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die einzelnen Stützsäulen zu Abschnitten verbindenden Böschschilde (i3) auf der dem Transportmittel abgekehrten Seite des Traggestänges angeordnet sind, aber mit ihrem oberen Rande in die Bahn des Versatztisches (23) ragen, so daß eine Querverschiebung des Traggestänges von Stütze zu Stütze möglich ist und der Rand der Schilde fortlaufend eine Stütze für den- Versatztisch bilden kann.
- 9. Einrichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußschienen des Traggestänges gegen den Versatzstoß so weit vorkragen, daß zwar eine Abstützung des Gestänges stattfindet, doch der durch die Hinterfüllung der Böschschilde hervorgerufene Querschub nicht behindert wird. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Abbaugerät und Hochförderer (i9) zur Verstrebung beitragende Leitbleche (31) so vorgesehen werden, daß diese die maschinellen Anlagen abdecken und das Abbaugut allmählich in das Fördermittel überleiten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI36456D DE574268C (de) | 1928-12-16 | 1928-12-16 | Abbau-, Foerder- und Versatzeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEI36456D DE574268C (de) | 1928-12-16 | 1928-12-16 | Abbau-, Foerder- und Versatzeinrichtung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE574268C true DE574268C (de) | 1933-04-11 |
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ID=7189259
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| DEI36456D Expired DE574268C (de) | 1928-12-16 | 1928-12-16 | Abbau-, Foerder- und Versatzeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE574268C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2592358A (en) * | 1947-07-05 | 1952-04-08 | Ii Temple W Tutwiler | Coal mining machine |
| DE881935C (de) * | 1942-09-15 | 1953-07-06 | Eickhoff Maschinenfabrik Geb | Abbaumaschine fuer den Strebbau |
| DE942386C (de) * | 1943-03-10 | 1956-05-03 | Becorit Grubenausbau Gmbh | Vorrichtung zum Einbringen von Versatz in Abbaustreben |
| DE970191C (de) * | 1944-06-22 | 1958-08-28 | Gerhard Werner | Verfahren und Vorrichtung zum Verlegen der einer vorzugsweise schaelenden Gewinnungsmaschine zugeordneten Fuehrungseinrichtung mittels von der Gewinnungsmaschine mitgefuehrter Hilfsvorrichtungen |
| DE1054939B (de) * | 1953-07-11 | 1959-04-16 | Hans Joachim Von Hippel Dr Ing | Gewinnungsvorrichtung fuer Kohle od. dgl. mit um eine etwa lotrechte Achse umlaufenden Schneidmessern |
| DE972538C (de) * | 1949-09-16 | 1959-08-13 | Essener Steinkohlenbergwerke A | Verfahren zum Ein-, Um- und Ausbau einer gelenkig gegliederten Fuehrungswand fuer Kohlenhobel |
| DE1088908B (de) * | 1954-03-31 | 1960-09-15 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Rueckbare Wand zur Begrenzung des Versatzfeldes bei der Kohlengewinnung |
| DE1176089B (de) * | 1953-04-01 | 1964-08-20 | Rudolf Weistroffer | Versatzabkleidung fuer die steile Lagerung |
-
1928
- 1928-12-16 DE DEI36456D patent/DE574268C/de not_active Expired
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