DE4338552A1 - Kreuzspulen herstellende Textilmaschine mit einer Vielzahl von in Reihe angeordneten Spulstellen - Google Patents
Kreuzspulen herstellende Textilmaschine mit einer Vielzahl von in Reihe angeordneten SpulstellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kreuzspulen herstellende
Textilmaschine mit einer Vielzahl von in Reihe angeordneten
Spulstellen sowie einem Spulenträgertransportsystem, in dem auf
Einzelträgern stehend angeordnete Kopse oder Hülsen befördert
werden, wobei das Spulenträgertransportsystem wenigstens eine
Kopszuführstrecke, wenigstens eine Hülsenrückführstrecke und
mehrere die einzelnen Spulstellen mit diesen Strecken
verbindende Quertransportstrecken aufweist.
Ein derartiges Spulenträgertransportsystem für eine
Textilmaschine ist beispielsweise in der DE 38 43 554 A1
beschrieben. Das Spulenträgertransportsystem weist dabei eine
auf der Spulstellenrückseite verlaufende, als Speicherstrecke
ausgebildete Kopszuführstrecke sowie eine frontseitig
verlaufende Hülsenrückführstrecke zum Entsorgen der abgespulten
Leerhülsen auf. Die Kopszuführstrecke und die
Hülsenrückführstrecke sind durch eine Vielzahl von
Quertransportstrecken verbunden, wobei die einzelnen
Quertransportstrecken jeweils durch eine Spulstelle führen.
Die Transportrichtung des in der sogenannten Speicherstrecke
angeordneten Spulenträgertransportmittel ist mittels eines
reversiblen Antriebs in vorbestimmbaren Zeitintervallen
änderbar, das heißt, abwechselnd von Rechts- auf Linkslauf
umschaltbar.
Die Spulenträgertransportmittel der Hülsenrückführstrecke sowie
die Transportelemente der Quertransportstrecken sind in einer
Richtung antreibbar und laufen während des Betriebes der
Spulmaschine ständig um.
Der Antrieb der Transportelemente der Quertransportstrecken
erfolgt dabei entweder, wie in der DE 38 43 553 A1 dargestellt,
über eine getriebliche Anbindung dieser Transportelemente an
das angetriebene Transportmittel der Hülsenrückführstrecke
oder, wie in der Praxis ausgeführt, über spezielle Antriebe,
wobei jeweils ein gemeinsamer Antrieb für die
Quertransportstrecken einer Maschinensektion vorgesehen ist.
Die Länge der Quertransportstrecken ist so bemessen, daß neben
einem in einer Blaskammer gehaltenen Spulenträger noch zwei
weitere, in Vorrats- oder Wartestellungen positionierte,
kopsbestückte Spulenträger in der Quertransportstrecke Platz
finden.
Die Hülsen der abgespulten Kopse werden durch das ständig
umlaufende Transportmittel der Quertransportstrecke
unverzüglich in Richtung Hülsenrückführstrecke ausgeschleust.
Dabei wird gleichzeitig einer der in Vorratsstellung geparkten,
kopsbestückten Spulenträger in die Blaskammer eingefahren. Das
umlaufende Transportmittel der Quertransportstrecke sorgt
anschließend dafür, daß bei nächster Gelegenheit einer der in
der Speicherstrecke patrouillierenden kopsbestückten
Spulenträger abgezogen und in die Vorratsstellungen im Bereich
der Blaskammer transportiert wird.
Eine Spulmaschine mit einer ähnlich aufgebauten
Spulenträgertransporteinrichtung ist auch durch die
DE 42 11 236 A1 bekannt.
Die Spulmaschine hat eine niveauhöhere Kopszuführstrecke sowie
eine etwas tiefer angeordnete Hülsenrückführstrecke. Die Zu- und
Rückführstrecken sind, wie bekannt, über
Quertransportstrecken verbunden. Die Quertransportstrecken
weisen eingangsseitig jeweils eine Drehscheibe zum Fördern der
Spulenträger auf. Die Drehscheiben sind dabei über Reibschluß
mit dem angetriebenen Transportband der Kopszuführstrecke
verbunden und werden von diesem permanent gedreht.
Kopsbestückte Spulenträger, die auf der Kopszuführstrecke
herangeführt und durch spezielle Leitkonturen in den Bereich
der Quertransportbahneingänge abgelenkt werden, können von den
Drehscheiben erfaßt und an die Spulposition der jeweiligen
Spulstelle überführt werden.
Nachteilig bei den vorbeschriebenen Spulmaschinen ist unter
anderem, daß die Transportmittel mehrerer Quertransportstrecken
gemeinsam angetrieben werden und ständig umlaufen. Es ist daher
bereits vorgeschlagen worden, die Antriebe der
Quertransportstrecken zu trennen.
Eine solche Spulmaschine mit vereinzelten Antrieben im Bereich
der Quertransportstrecken ist in der DE 43 02 763 A1
beschrieben. Die im Bereich der Quertransportstreckeneingänge
gelagerten Drehscheiben verfügen dabei jeweils über ein
Klinkenwerk und werden über Stößelstangen von Nockenscheiben
einzeln beaufschlagt. Diese Art des Antriebes der Drehscheiben
ist allerdings, nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen
Mechanik, relativ aufwendig.
Der Erfindung liegt ausgehend von Textilmaschinen der
vorbeschriebenen Gattung die Aufgabe zugrunde, das
Spulenträgertransportsystem derartiger Textilmaschinen,
weiterzuentwickeln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung
gelöst, wie sie im Anspruch 1 beschrieben ist.
Der Einsatz von reversiblen Einzelantrieben bietet auf einfache
Weise die Möglichkeit, die Transportelemente der einzelnen
Quertransportstrecken über eine Steuereinrichtung definiert
anzusteuern. Ein solches gezieltes Ansteuern der Einzelantriebe
bietet bereits bei Partieanlauf einer Spulmaschine Vorteile, da
durch gezieltes Ansteuern der Einzelantriebe beispielsweise
sichergestellt werden kann, daß während der Startphase der
Spulmaschine alle Spulstellen gleich behandelt werden. Es wird
beispielsweise verhindert, daß die in Kopstransportrichtung
vorne liegenden Spulstellen auf Kosten der weiter hinten
angeordneten Spulstellen bevorzugt behandelt werden. Durch
entsprechendes Ansteuern der Einzelantriebe wird vermieden, daß
an den vorderen Spulstellen bereits Vorratskopse gesammelt
werden, während die in Kopstransportrichtung weiter hinten
angeordneten Spulstellen aufgrund ausbleibender Kopslieferung
noch außer Betrieb sind.
Die reversiblen, über eine Steuereinrichtung definiert
ansteuerbaren Einzelantriebe bieten auch Vorteile beim
Auslaufen einer Garnpartie. Durch gezieltes Ansteuern der
entsprechenden Einzelantriebe können zum Beispiel ein Teil der
in den Quertransportstrecken befindlichen Vorratskopse wieder
in die als Speicherstrecke ausgebildete Kopszuführstrecke
zurückgeschleust und neu verteilt werden. Auf diese Weise wird
es möglich, einen verbliebenen, relativ geringen Garnvorrat
gezielt auf wenige im Aufbau befindliche Kreuzspulen zu
konzentrieren, so daß diese Kreuzspulen noch mit der
vorbestimmten Garnlänge bewickelt werden können.
Da die Transportelemente der Quertransportstrecken während des
Spulvorganges still stehen und vom Spulstellenrechner nur im
Bedarfsfall zugeschaltet werden, bietet die erfindungsgemäße
Einrichtung außerdem Vorteile bezüglich des Verschleißes der
Transportelemente und der Spulenträger. Des weiteren führt die
deutlich verringerte Laufzeit der Transportelemente zu einer
Verminderung des Energieverbrauchs derartiger Einrichtungen.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die
Ansteuerung der Einzelantriebe über die spulstelleneigenen
Rechner, die mit der Zentralsteuereinheit der Spulmaschine
verbunden sind. Da diese Spulstellenrechner an jeder Spulstelle
bereits vorhanden und zum Zeitpunkt des
Hülsen-/Kopswechselvorganges nicht mit ihren üblichen Aufgaben
belastet sind, können diese Spulstellenrechner problemlos die
zusätzliche Aufgabe übernehmen. Das Ansteuern der reversiblen
Einzelantriebe über die jeweiligen Spulstellenrechner stellt
somit eine äußerst kostengünstige Lösung dar. Zusätzliche, in
der Regel kostenintensive Steuereinrichtungen sind nicht
erforderlich.
Die reversiblen Einzelantriebe sind in bevorzugter
Ausführungsform entweder als Schrittmotoren oder als
bürstenlose Gleichstrommotoren ausgebildet. Solche Antriebe
sind einerseits ausreichend zuverlässig und andererseits
relativ kostengünstig.
Die im Bereich der Quertransportstrecken angeordneten, von den
reversiblen Einzelantrieben beaufschlagten Transportelemente
sind in bevorzugter Ausführungsform als Transportbandpaare
ausgeführt, wobei die beiden Einzeltransportbänder beabstandet
angeordnet sind und dadurch die auf den Transportbändern
beförderten Spulenträger im Bereich der Spulstelle von unten
frei zugängig bleiben. Die Transportbandpaare erstrecken sich
bis in den Transportweg der Speicherstrecke hinein, so daß im
Bedarfsfall problemlos ein kopsbestückter Spulenträger aus der
Speicherstrecke in die Quertransportstrecke übernommen werden
kann. Die einwandfreie Übernahme der kopsbestückten
Spulenträger wird außerdem durch die spezielle Anordnung des im
Bereich der Speicherstrecke umlaufenden
Spulenträgertransportmittels unterstützt. Vorzugsweise ist
dieses Spulenträgertransportmittel als Rundschnurriemen
ausgebildet, der bezüglich der Mittellängsachse der
Speicherstrecke seitlich versetzt angeordnet ist. Durch das
seitliche Versetzen wird den Spulenträgern eine Kraftkomponente
in Richtung der Quertransportstreckeneingänge erteilt, was sich
bei der Übernahme der Spulenträger durch die in den
Quertransportstrecken angeordneten Transportbandpaare sehr
vorteilhaft auswirkt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem nachfolgend
anhand der Zeichnungen beschriebenen Ausführungsbeispiel
entnehmbar.
Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht ein
Spulenträgertransportsystem einer schematisch
angedeuteten Spulmaschine,
Fig. 2 die Spulstelle einer Spulmaschine mit zugehörigem
Spulenträgertransportsystem in Seitenansicht,
Fig. 3 den Bereich einer Quertransportstrecke in
Seitenansicht, gemäß Schnitt III-III der Fig. 4,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil des erfindungsgemäßen
Spulenträgertransportsystems.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Ansicht das
Spulenträgertransportsystem 21 einer der Übersichtlichkeit
halber nur schematisch angedeuteten Spulmaschine 25
dargestellt. Die Darstellung der Spulmaschine 25 beschränkt
sich dabei im wesentlichen auf die maschinenendseitig
angeordnete Energie- und Bedienungseinheit 22, in der auch die
Zentralsteuereinheit 40 angeordnet ist sowie die
Positionsangaben für die Spulstellen I, II . . . X usw.
Auf einem insgesamt mit 20 bezeichneten Chassis ist ein
Spulenträgertransportsystem 21 angeordnet. Das Transportsystem
21 weist eine Vielzahl von verschiedenen Transportstrecken auf,
deren Funktion nachfolgend kurz erläutert wird.
Die Übernahmestrecke 1 bildet die Schnittstelle des
vorliegenden Transportsystemes 21 zu den Transportsystemen im
Produktionsprozeß vorgeschalteter Textilmaschinen. Diese
vorgeschalteten Textilmaschinen sind in der Regel
Ringspinnmaschinen.
Im Bereich der Übernahmestrecke 1 erfolgt mittels eines (nicht
dargestellten) Umsetzers die Übernahme der auf den
Ringspinnmaschinen gefertigten Kopse vom Transportsystem der
Ringspinnmaschinen auf das Transportsystem der Spulmaschine
sowie die Rückführung der abgespulten Hülsen. Die auf
spulmaschineneigene Spulenträger aufgesetzten Kopse werden über
eine maschinenlange Transportstrecke 2 zu einer oder mehreren
Vorbereitungsstrecken 3 transportiert, wo in (nicht
dargestellten) Vorbereitungsstationen, wie bekannt, die
Hinterwindung vom Kops gelöst und der Kops mit einer
Spitzenwicklung versehen wird. Anschließend gelangen die Kopse
über die Abtransportstrecke 4 auf eine als Speicherstrecke
ausgebildete Kopszuführstrecke 5. Von der Kopszuführstrecke 5,
die abwechselnd von Rechts- auf Linkslauf geschaltet wird,
gelangen die auf den Spulenträgern positionierten Kopse in den
Eingangsbereich von Quertransportstrecken 6. Die
Quertransportstrecken 6 nehmen in der Regel drei Kopse auf,
wobei ein Kops in Spulstellung innerhalb einer, in Fig. 1 nicht
dargestellten Blaskammer 17 der Spulstellen I, II usw. steht,
während zwei weitere ebenfalls auf Spulenträgern positionierte
Kopse in Vorrats- oder Wartepositionen vor der Blaskammer
geparkt sind.
Abgespulte Hülsen werden über die Rückführstrecke 8,
beziehungsweise die Verteilerstrecke 9, zur Übergabestrecke 1
zurückbefördert und dort wie eingangs angedeutet, mittels eines
Umsetzers auf das Transportsystem der Ringspinnmaschinen
zurückgegeben.
Kopse, die durch die im Bereich der Vorbereitungsstrecke 3
angeordneten Vorbereitungseinrichtungen nicht bearbeitet werden
konnten, werden über die Verbindungsstrecke 7 direkt auf die
Rückführstrecke 8 geschleust und gelangen sofort auf die
Verteilerstrecke 9. Die Verteilerstrecke 9 lenkt Hülsen mit
geringem Garnrest, Restkopse und nicht vorbereitete Kopse auf
eine Passage 10, von der aus die Hülsen oder Kopse je nach
Zustand auf die Restevorbereitungsstrecke 11, die
Repetierstrecke 12 oder die Hülsenreinigungsstrecke 13 verteilt
werden. Kopse, die auch auf einer im Bereich der
Repetierstrecke 12 angeordneten speziellen Vorbereitungsstation
nicht bearbeitet werden können, werden auf die
Handvorbereitungsstrecke 14 ausgetragen.
Die Fig. 2 zeigt eine der Spinnstellen I, II usw. der
Spulmaschine 25 sowie eine Ausführungsform des
Spulenträgertransportsystems 21 in Seitenansicht. Der
konstruktive Aufbau und die Funktion derartiger Spulstellen ist
bekannt und wird daher nicht näher erläutert.
Hinter den Spulstellen ist die Transportstrecke 2 angedeutet,
über die die Spulmaschine 25 mit Kopsen 15 versorgt wird. Wie
vorstehend bereits angedeutet, gelangen vorbereitete Kopse 15
über eine Abtransportstrecke 4 auf die Kopszuführ- oder
Speicherstrecke 5, die ebenfalls hinter den Spulstellen
angeordnet ist. Die Kopszuführstrecke 5 weist einen reversiblen
Antrieb 44 auf, der ein zugehöriges Transportmittel, zum
Beispiel ein Transportband oder einen Rundschnurriemen 26 so
beaufschlagt, daß die auf der Kopszuführstrecke 5 befindlichen,
kopsbestückten Spulenträger 16 ständig hinter den
Eingangsbereichen der Quertransportstrecken 6 patrouillieren.
Wie insbesondere in den Fig. 3 und 4 dargestellt, sind
innerhalb der Quertransportstrecken 6 Transportelemente 30 in
Form von Transportbandpaaren angeordnet. Die beiden
beabstandeten Transportbänder laufen dabei über endseitig
angeordnete Umlenkrollen 31. Jeweils eine dieser Umlenkrollen
31 wird von einem reversiblen Einzelantrieb 27 beaufschlagt.
Die Einzelantriebe 27, die über eine Steuerleitung 28 mit dem
zugehörigen Spulstellenrechner 29 verbunden sind, sind
beispielsweise über eine Getriebeanordnung 32 oder eine
Kraftübertragungseinrichtung 33 mit einer der beiden endseitig
angeordneten Umlenkrollen 31 gekoppelt.
Funktion der Vorrichtung, beschrieben anhand der Fig. 4:
Die Spulstelle I zeigt die Situation während des
Umspulvorganges. Ein in einer Blaskammer 17 positionierter Kops
15 wird abgespult und zu einer wesentlich großvolumigeren
Kreuzspule 18 (siehe Fig. 2) umgewickelt. Vor der Blaskammer 17
sind in Vorrats- und Wartepositionen 34 auf Spulenträgern 16
zwei weitere Kopse 15 positioniert. Das Transportelement 30 der
Quertransportstrecke 6′ steht still. Hinter der
Quertransportstrecke 6′ patrouillieren in der Kopszuführstrecke
5 ständig kopsbestückte Spulenträger 16. Als
Spulenträgertransportmittel findet im Bereich der
Kopszuführstrecke 5 ein Rundschnurriemen 26 Anwendung, der von
einem reversiblen Antrieb 44 beaufschlagt wird und, wie durch
den Richtungspfeil 41 angedeutet, die Spulenträger 16
abwechselnd nach rechts oder links befördert. Die Spulenträger
16 gleiten dabei auf Gleitschienen 35, 36 und werden seitlich
durch Führungsleisten 37, 38 geführt. Der Fuß der
kopsbestückten Spulenträger 16 wird dabei, wenigstens
teilweise, durch Deckbleche 23 überfaßt.
Nach Beendigung des Abspulvorganges wird die Leerhülse 24 in
Richtung zur Hülsenrückführstrecke 8 abgefördert. Diese
Situation ist an der Spulstelle II angedeutet. Der vom
zugehörigen Spulstellenrechner 29 über die Steuerleitung 28
angesteuerte reversible Einzelantrieb 27 bewegt die
Transportbänder 30 in Richtung der Pfeile 42. Aus der
geöffneten Blaskammer 17 wird der mit der Leerhülse 24
bestückte Spulenträger 16 zur Hülsenrückführstrecke 8 hin
ausgeschleust, deren von einem Antrieb 45 beaufschlagtes
Transportmittel in Richtung des Pfeiles 43 umläuft.
Gleichzeitig fährt der erste der beiden in Wartestellung 34
geparkten, kopsbestückten Spulenträger 16 in den Bereich der
Blaskammer 17 und wird dort, nach Schließen der Blaskammer, wie
bekannt, bearbeitet.
Die Transportelemente 30 der Quertransportstrecke 6′′ laufen
anschließend so lange weiter in Richtung der Pfeile 42 um, bis
einer der in der Speicherstrecke 5 patrouillierenden,
kopsbestückten Spulenträger 16 in die freigewordene
Warteposition vor der betreffenden Spulstelle II befördert ist.
Daraufhin wird der Einzelantrieb 27 abgeschaltet, die
Transportelemente 30 der Quertransportstrecke 6′′ stehen bis
zum nächsten Wechselvorgang still.
Spezielle Maschinenereignisse, wie Partiewechsel , werden durch
eine Zentralsteuereinheit 40, die über Steuerleitungen 41 mit
den Spulstellenrechner 29 verbunden ist überwacht. Die
Zentralsteuereinheit 40 steuert in solchen Fällen über die
Spulstellenrechner 29 die reversiblen Einzelantriebe 27
entsprechend den vorgegebenen Kriterien an.
Bei Partiestart werden die reversiblen Einzelantriebe 27
beispielsweise so angesteuert, daß die einzelnen Spulstellen I,
II . . . X, usw. zunächst nur entsprechend ihres akuten
Kopsbedarfs mit Kopsen 15 versorgt werden. Auf diese Weise wird
gewährleistet, daß die Vorratspositionen 34 der
Quertransportstrecken 6 erst dann aufgefüllt werden, wenn an
den übrigen Spulstellen I, II . . . X, usw. der Spulmaschine 25
kein akuter Kopsbedarf mehr besteht.
Bei Partieauslauf wird die im Augenblick im
Spulentransportsystem 21 befindliche Garnmenge, die in Form
kopsbestückter Spulenträger 16 vorliegt, auf bestimmte, von der
der Zentralsteuereinheit 40 festgelegte Spulstellen
konzentriert, so daß wenigstens an diesen ausgewählten
Spulstellen Kreuzspulen mit der gewünschten Garnlänge erzeugt
werden können. Aus diesem Grund werden durch Umschalten der
reversiblen Einzelantriebe 27 nicht ausgewählter Spulstellen
deren in Wartepositionen 34 stehenden, kopsbestückten
Spulenträger 16 wieder auf die Kopszuführstrecke 5
zurückbefördert und anschließend auf die vorgenannten,
ausgewählten Spulstellen verteilt.
Die Verwendung reversibler Einzelantriebe im Bereich der
Quertransportstrecken führt insgesamt zu einer weiteren
Verbesserung der Spulentransportsysteme Kreuzspulen
herstellender Textilmaschinen.
Claims (13)
1. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine mit einer Vielzahl
von in Reihe angeordneten Spulstellen sowie einem
Spulenträgertransportsystem, in dem auf Einzelträgern
stehend angeordnete Kopse und Hülsen befördert werden,
wobei das Spulenträgertransportsystem wenigstens eine
Kopszuführstrecke, wenigstens eine Hülsenrückführstrecke
und mehrere, die einzelnen Spulstellen mit diesen Strecken
verbindende Quertransportstrecken aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß jede Quertransportstrecke (6) wenigstens ein bis in den Bereich Kopszuführstrecke (5) reichendes Transportelement (30) aufweist und
- - daß ein das Transportelement (30) beaufschlagender reversibler Einzelantrieb (27) vorgesehen ist, der über eine Steuereinrichtung (29) definiert ansteuerbar ist.
2. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der reversible Einzelantrieb
(27) an den Spulstellenrechner (29) der betreffenden
Spulstelle (I, II usw.) angeschlossen und über den
Spulstellenrechner (29) bezüglich Laufrichtung, Laufdauer
und Laufzeitpunkt ansteuerbar ist.
3. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulstellenrechner (29)
mit einer Zentralsteuereinheit (40) der Spulmaschine (25)
verbunden sind und spezielle Maschinenereignisse, wie
Partiewechsel oder dergleichen durch die
Zentralsteuereinheit (40) geleitet werden, die über die
Spulstellenrechner (29) die reversiblen Einzelantriebe (27)
nach vorgegebenen Kriterien ansteuert.
4. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Partieanlauf die
reversiblen Einzelantriebe (27) so angesteuert werden, daß
die Spulstellen (I, II . . . , usw.) zunächst entsprechend
ihres akuten Kopsbedarfes mit Kopsen (15) versorgt werden.
5. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 3 und
4, dadurch gekennzeichnet, daß die in den
Quertransportstrecken (6) vorgesehenen Vorratspositionen
(34) erst dann mit Kopsen (15) bestückt werden, wenn an den
übrigen Spulstellen (I, II . . . , usw.) der Spulmaschine
(25) kein akuter Kopsbedarf mehr besteht.
6. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Partieauslauf die
reversiblen Einzelantriebe (27) der Quertransportstrecken
(6) so angesteuert werden, daß die im
Spulenträgertransportsystem (21) der Spulmaschine (25)
befindliche Garnmenge auf ausgewählte, durch die
Zentralsteuereinheit (40) bestimmte Spulstellen
konzentriert wird.
7. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die reversiblen Einzelantriebe
(27) der Quertransportstrecken (6), die von der
Zentralsteuereinheit (40) nicht ausgewählt sind, durch die
Spulstellenrechner (29) so angesteuert werden, daß in
Vorratsposition (34) befindliche kopsbestückte Spulenträger
(16) auf die Kopszuführstrecke (5) zurückbefördert werden.
8. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach einem oder
mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die reversiblen Einzelantriebe (27) als Schrittmotoren
ausgebildet sind.
9. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach einem oder
mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die reversiblen Einzelantriebe (27) als bürstenlose
Gleichstrommotoren ausgebildet sind.
10. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach einem oder
mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das im Bereich der Quertransportstrecke (6) umlaufende
Transportelement (30) jeweils als Transportbandpaar mit
beabstandet angeordneten Einzeltransportbändern ausgebildet
ist.
11. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach einem oder
mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein im Bereich der Speicherstrecke (5) umlaufendes
Spulenträgertransportmittel (26) als Rundschnurriemen
ausgebildet ist.
12. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rundschnurriemen (26)
mittels eines reversiblen Antriebes (44) abwechselnd im
Links- oder Rechtslauf beaufschlagbar ist.
13. Kreuzspulen herstellende Textilmaschine nach Anspruch 11
und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundschnurriemen
(26) bezüglich der Mittellängsachse der Speicherstrecke (5)
seitlich versetzt angeordnet ist.
Priority Applications (4)
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| DE4338552A DE4338552C2 (de) | 1993-11-11 | 1993-11-11 | Kreuzspulen herstellende Textilmaschine mit einer Vielzahl von in Reihe angeordneten Spulstellen |
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