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Die
Erfindung betrifft ein Spinnkops- und Hülsentransportsystem
für eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Derartige
Spinnkops- und Hülsentransportsysteme sind in der Textilindustrie,
insbesondere im Zusammenhang mit Kreuzspulautomaten, in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt und in der Patentliteratur ausführlich
beschrieben.
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In
der
DE 43 38 552 C2 ist
beispielsweise ein Kreuzspulautomat mit einem Spinnkops- und Hülsentransportsystem
beschrieben, das unter anderem eine Spinnkopszuführstrecke,
eine Hülsenabfuhrstrecke, eine reversibel antreibbare Speicherstrecke sowie
zahlreiche, zu den Spulstellen führende, so genannte Quertransportstrecken
aufweist. Die Quertransportstrecken, in deren Bereich jeweils eine
Abspulstellung für die Spinnkopse angeordnet ist, sind dabei
zwischen der Speicherstrecke und der Hülsenabfuhrstrecke
angeordnet und verlaufen orthogonal zu diesen Strecken.
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Im
Bereich der verschiedenen Transportstrecken sind in der Regel antreibbare
Förderbänder installiert, auf denen die Transportteller,
die die Spinnkopse bzw. die abgespulten Hülsen tragen,
reibschlüssig befördert werden.
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Die
im Bereich der Quertransportstrecken angeordneten Förderbänder
werden dabei entweder vom Antrieb der Hülsenabfuhrstrecke
mit angetrieben oder weisen jeweils einen eigenen Antrieb auf.
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Derartig
ausgebildete Spinnkops- und Hülsentransportsysteme haben
sich in der Praxis bewährt, weisen allerdings den Nachteil
auf, dass sie einerseits in ihrem konstruktiven Aufbau relativ aufwendig
sind und dass anderseits bei diesen Spinnkops- und Hülsentransportsystemen
die Gefahr besteht, dass es zu Blockierungen der Transportteller kommt.
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Insbesondere
im Eingangsbereich und/oder im Ausgangsbereich zu den Quertransportstrecken sind
Staubildungen infolge verklemmter Transportteller nicht immer auszuschließen.
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Auch
bei Spinnkops- und Hülsentransportsystemen, wie sie beispielsweise
durch die
DE 33 37 343
A1 bekannt sind, besteht die Gefahr, dass sich Transportteller
verklemmen und es zu einer Staubildung kommt.
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Die
Spinnkops- und Hülsentransportsysteme gemäß
DE 33 37 343 A1 sind
im Eingangsbereich der Quertransportstrecken zwar jeweils mit einer Führungskontur
für die Transportteller ausgestattet und die Quertransportstrecken
zweigen unter einem spitzen Winkel von der Spinnkopszuführstrecke
ab; es ist aber trotzdem nicht zuverlässig sichergestellt, dass
sich Transportteller nicht verklemmen können. Bei diesen
bekannten Spinnkops- und Hülsentransportsystemen ist außerdem
nachteilig, dass der Antriebsmechanismus im Bereich der Quertransportstrecke
mittels dessen der Spinnkops in seiner Abspulstellung positioniert
wird, recht aufwendig gestaltet ist. Das heißt, im Bereich
der Quertransportstrecken sind jeweils neben einer drehbar gelagerten Transportscheibe
zusätzlich ein schwenkbar gelagerter Abstandshebel sowie
ein ebenfalls schwenkbar gelagertes Positionier- und Ausschubelement
angeordnet.
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Das
Positionier- und Ausschubelement schiebt dabei den Transportteller,
wenn der Spinnkops abgespult ist, aus der Spulstelle zur Hülsenrückführstrecke.
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Des
Weiteren sind durch die
DE
42 06 406 B4 Antiklemm-Einrichtungen bekannt, die im Ausmündungsbereich
einer Nebentransportstrecke in eine Haupttransportstrecke angeordnet
sind.
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Diese
Antiklemm-Einrichtungen verhindern, dass zwei Transportteller so
gleichzeitig in den Mündungsbereich zweier Transportstrecken
einlaufen, dass sie sich dort verkeilen können, was zur
Entstehung eines Staues führen würde.
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Die
bekannte Antiklemm-Einrichtung ist im Ausgangsbereich der Nebentransportstrecke
angeordnet und weist beispielsweise ein rotierbar gelagertes Reibrad
auf, das durch das Förderband der Hauptförderstrecke
reibschlüssig angetrieben wird.
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An
das Reibrad ist eine Riemenscheibe angeschlossen, die über
einen entsprechenden Riemen mir einer zugehörigen Umlenkriemenscheibe verbunden
ist. Der ständig umlaufende Riemen bildet eine bewegte
Führungsfläche für die auf der Nebentransportstrecke
herangeführten Transportteller.
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Das
heißt, die Transportteller werden, wenn sie in den Ausgangsbereich
der Nebentransportstrecke einlaufen, durch den umlaufenden Riemen
im Gegenuhrzeigersinn rotiert.
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Auf
diese Weise soll verhindert werden, dass es zu einer Blockierung
von Transporttellern kommen kann, wenn auf der Hauptförderstrecke
und der Nebenförderstrecke gleichzeitig jeweils ein Transportteller
angeliefert wird.
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Diese
bekannte Antiblockier-Einrichtung ist allerdings in ihrem konstruktiven
Aufbau etwas aufwendig und zudem relativ schmutzanfällig.
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Die
Antiblockier-Einrichtung gemäß
DE 42 06 406 B4 konnte daher
in der Praxis nicht restlos überzeugen.
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Ausgehend
vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein kostengünstiges Spinnkops- und Hülsentransportsystem
zu schaffen, das gewährleistet, dass es insbesondere in
den Mündungsbereichen von Quertransportstrecken nicht zu
Blockierungen der Transportteller und als Folge zur Bildung von
Staus kommen kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Spinnkops-
und Hülsentransportsystem gelöst, wie es im Anspruch
1 beschrieben ist.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
erfindungsgemäße Ausbildung eines Spinnkops- und
Hülsentransportsystems, bei dem eingangsseitig und/oder
ausgangsseitig der Quertransportstrecken jeweils ein frei rotierbar
gelagertes Deblockierungselement angeordnet ist, führt
auf einfache Weise zu einem kostengünstigen, staufreien Transportsystem.
Durch die frei rotierbar gelagerten Deblockierungselemente werden
die besonders staugefährdeten eingangsseitigen und/oder
ausgangsseitigen Bereiche der Quertransportstrecken dadurch zuverlässig
entschärft, dass im Bereich potentieller ”Klemmstellungen” jeweils
ein instabiler Zustand geschaffen wird, der dafür sorgt,
dass ein zum Verklemmen neigender Transportteller jeweils entweder
in einen Bereich links der ”Klemmstellung” oder
in einen Bereich rechts der ”Klemmstellung” abgelenkt wird.
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Eingangsseitig
wird beispielsweise ein nach links abgelenkter Transportteller über
die Spinnkopszuführstrecke zur nächsten Quertransportstrecke weiterbefördert,
während ein nach rechts abgelenkter Transportteller in
die betreffende Quertransportstrecke einläuft.
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Das
bedeutet, durch die erfindungsgemäße Anordnung
der frei rotierbar gelagerter Deblockierungselemente können
Staus eingangsseitig und/oder ausgangsseitig der Quertransportstrecken, die
in der Regel nur durch einen manuellen Eingriff des Bedienpersonals
wieder aufgelöst werden können, zuverlässig
vermieden werden.
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Durch
die im Anspruch 2 dargelegte, bevorzugte Anordnung eines ersten
Deblockierungselementes in Transportrichtung der Transportteller
gesehen hinter der Einmündung der Quertransportstrecke ist
gewährleistet, dass die über die Spinnkopszuführstrecke
herangeführten Transportteller, die reibschlüssig
auf einem entsprechenden Förderband transportiert werden
und die im Regelfall in die Quertransportstrecken einlaufen oder,
wenn die Quertransportstrecken vollständig mit Transporttellern
bestückt sind, in die Spinnkopszuführstrecke abgelenkt werden,
keine Klemmstellung einnehmen können. Das heißt,
bei einer kritischen Konstellation, die sich insbesondere ergeben
kann, wenn die im mittleren Bereich der Quertransportstrecken angeordnete Transportscheibe
weitergetaktet wird, laufen die Transportteller stets gegen das
eingangsseitig der Quertransportstrecke angeordnete erste Deblockierungselement
und werden von diesem dann zuverlässig nach rechts oder
links abgelenkt.
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Die
im Anspruch 3 beschriebene, vorteilhafte Ausführungsform
der Quertransportstrecken, insbesondere die winkelige Anordnung
des Einmündungs- und des Ausmündungsbereiches,
erleichtert nicht nur das Ein- bzw. Ausschleusen der Transportteller
in bzw. aus den Quertransportstrecken, sondern ermöglicht
auch eine einfache und kostengünstige Förderung
der Transportteller in diesen Bereichen.
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Wie
im Anspruch 4 dargelegt, kommt in den winkelig angeordneten Einmündungsbereichen
der Quertransportstrecken wenigstens ein Förderband zum
Einsatz, das in Maschinenlängsrichtung der Textilmaschine
angeordnet ist.
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Durch
eine solche Anordnung eines Förderbandes kann die Anzahl
der im Bereich der Quertransportstrecken erforderlichen Förderbänder
erheblich reduziert werden.
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Das
heißt, das erfindungsgemäße Spinnkops-
und Hülsentransportsystem benötigt zur Versorgung
der Spulstellen mit frischen Spinnkopsen sowie zum Abtransport der
abgespulten Hülsen im Minimalfall lediglich noch zwei in
Maschinenlängsrichtung verlaufende, maschinenlange Förderbänder.
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Wie
im Anspruch 5 beschrieben, ist in vorteilhafter Ausführungsform
vorgesehen, dass im Ausmündungsbereich der Quertransportstrecken
jeweils ein zweites Deblockierungselement angeordnet ist. Diese
zweiten, vorzugsweise identisch wie die ersten Deblockierungselemente
ausgebildeten Deblockierungselemente gewährleisten ein
sicheres Ausschleusen der Transportteller aus den Quertransportstrecken,
da auch sie so angeordnet sind, dass das Entstehen einer potentiellen ”Klemmstellung” vermieden
wird. Das heißt, die zweiten Deblockierungselemente sind
jeweils bezüglich der Transportrichtung der Transportteller
vor der Einmündung der Quertransportstrecke in die Hülsenrückführstrecke
so angeordnet, dass ein zum Verklemmen neigender Transportteller
gegebenenfalls gegen das zweite Deblockierungselement gedrückt
und durch dieses dann so abgelenkt wird, dass keine Blockierung
entstehen kann.
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Wie
im Anspruch 6 beschrieben, weist die Quertransportstrecke unmittelbar
vor dem zweiten Deblockierungselement jeweils eine Ausbuchtung auf,
in die ein Transportteller im Bedarfsfall ausweichen kann.
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Das
bedeutet, durch das zweite Deblockierungselement wird jeweils auch
im Ausmündungsbereich der Quertransportstrecke, speziell
im Bereich einer potentiellen ”Klemmstellung”,
ein instabiler Zustand geschaffen, der dafür sorgt, dass
ein zum Verklemmen neigender Transportteller zunächst entweder
in die vor dem Deblockierungselement angeordnete Ausbuchtung abgelenkt
oder direkt in die Hülsenrückführstrecke
ausgeschleust wird.
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Wie
im Anspruch 7 beschrieben, sind die Deblockierungselemente vorzugsweise
leicht lösbar an bzw. unter einem der Abdeck- und Führungsbleche angeordnet.
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Die
Deblockierungselemente sind auf diese Weise jederzeit gut zugängig
angeordnet und können im Bedarfsfall leicht ausgewechselt
werden.
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In
bevorzugter Ausführungsform werden die Deblockierungselemente
jeweils durch ein Wälzlager gebildet, dessen äußerer
Lagerring mit einem Führungssockel am Transportteller korrespondiert
(Anspr. 8) oder mit dem Fuß des Transporttellers (Anspr. 9).
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Eine
solche Ausbildung, bei der die konstruktive Ausgestaltung der Deblockierungselemente
auf das unbedingt Notwendige beschränkt ist, hat unter anderem
den Vorteil, dass auch der Platzbedarf für die Deblockierungselemente
jeweils auf ein Minimum reduziert ist. Die Deblockierungselemente
können daher relativ einfach an den jeweils kritischen
Stellen des Transportsystems installiert werden. Die verwendeten
Standardwälzlager stellen zudem kostengünstige
und bewährte Großserienprodukte dar.
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Wie
im Anspruch 10 ausgeführt ist, ist im mittleren Bereich
der Quertransportstecken jeweils eine taktweise ansteuerbare, mit
Transporttaschen ausgestattete Transportscheibe angeordnet, mittels der
die umzuspulenden, auf den Transporttellern angeordneten Spinnkopse
lagegenau in der Abspulstellung positioniert werden können.
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Die
Transportscheibe wird dabei durch einen definiert ansteuerbaren
Schrittmotor angetrieben (Anspr. 11).
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Eine
solche, durch die
DE
196 46 337 A1 , die
DE 197 18 156 C1 , die
DE 10 2007 028 650 oder die
EP 1 110 898 A2 grundsätzlich
bekannte Transportscheibe stellt insgesamt ein kostengünstiges
und robustes Fördermittel dar, das sehr gut geeignet ist,
um auf Transportteller angeordnete Spinnkopse zuverlässig
in ihrer jeweiligen Abspulstellung zu positionieren.
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Weitere
Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend anhand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
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Es
zeigt:
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1 eine
Draufsicht auf einen Teil eines erfindungsgemäßen,
mit ersten und zweiten Deblockierungselementen ausgestatteten Spinnkops-
und Hülsentransportsystems,
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2 eines
der in 2 in Draufsicht dargestellten Deblockierungselemente
in Seitenansicht, wobei der Außenring des als Wälzlager
ausgebildeten Deblockierungselementes am Führungssockel eines
Transporttellers anliegt,
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3 eine,
der jeweils im mittleren Bereich der Quertransportstrecken angeordneten
Transportscheiben in Draufsicht.
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In 1 ist
schematisch ein Teil eines Spinnkops- und Hülsentransportsystem 1 eines
nicht näher dargestellten automatischen Kreuzspulautomaten dargestellt.
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Solche
Spinnkops- und Hülsentransportsysteme sind, wie bekannt,
entweder direkt an ein entsprechendes Spinnkops- und Hülsentransportsystem einer
Ringspinnmaschine angeschlossen oder indirekt mit dem Transportsystem
einer solchen Textilmaschine verbunden.
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In
zweiten Fall weist das Spinnkops- und Hülsentransportsystem
des Kreuzspulautomaten eine Schnittstelle zum Einspeisen von Spinnkopsen, die
auf der getrennt stehenden Ringspinnmaschine gefertigt wurden, sowie
eine Schnittstelle zum Entsorgen von Leerhülsen, beispielsweise
eine Hülsenabzieheinrichtung, auf.
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Die
Spinnkops- und Hülsentransportsysteme 1 solcher
Kreuzspulautomaten verfügen über verschiedene,
unterschiedliche Transportstrecken, über die die zahlreichen
Spulstellen des Kreuzspulautomaten mit frischen Spinnkopsen versorgt
beziehungsweise von abgespulten Leerhülsen entsorgt werden.
Von diesen bekannten Transportstrecken sind in 1 nur
die Spinnkopszuführstrecke 2, die Hülsenrückführstrecke 4 sowie
einige der zwischen den Strecken 2 und 4 angeordneten
Quertransportstrecken 5 dargestellt.
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Wie
aus 1 ersichtlich, verläuft die Spinnkopszuführstrecke 2 nicht
geradlinig, sondern wellenförmig.
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Das
heißt, die Spinnkopszuführstrecke 2 besteht
aus einer Vielzahl von zur Maschinelängsachse 20 etwas
geneigt angeordneten Transportabschnitten, die jeweils auf den Einmündungsbereich 12 einer der
Quertransportstrecken 5 hin auslaufen, sowie anschließende
Transportabschnitte, die hinter dem Einmündungsbereich
nach außen ausweichen.
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Die
nach außen ausweichenden Bereiche der Spinnkopszuführstrecke 2 und
die bezüglich der Mittellängsachse 20 des
Transportsystems 1 winkelig verlaufenden Einmündungsbereiche 12 der
Quertransportstrecken 5 bilden dabei zwischen sich jeweils
eine keilförmige Kontur, die eine potentielle ”Klemmstelle” für
Transportteller 3 darstellt.
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Der
Bereich dieser potentiellen ”Klemmstellen” ist
deshalb jeweils durch ein erstes, frei rotierbar gelagertes Deblockierungselement 7 entschärft.
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Während
des Spulbetriebes laufen innerhalb des Spinnkops- und Hülsentransportsystems 1,
in Transportrichtung T, zahlreiche Transportteller 3 um, die
entweder mit Spinnkopsen 25 oder mit abgespulten Leerhülsen
bestückt sind.
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Die
Förderung der Transportteller 3 innerhalb des
Spinnkops- und Hülsentransportsystems 1 erfolgt,
mit Ausnahme der mittleren Bereiche 11 der Quertransportstrecken 5, über
umlaufende Endlostransportbänder, vorzugsweise über
Flachriemen.
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Wie
in dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
gezeigt, sind im Einmündungsbereich 12 der Quertransportstrecken 5 beispielsweise
zwei in Maschinenlängsrichtung umlaufende Transportbänder 22 und 23 vorgesehen,
deren Obertrume, wie durch die Pfeile F22 und
F23 angedeutet, im Uhrzeigersinn umlaufen.
Im Ausmündungsbereich 13 der Quertransportstrecken 5 ist
ein weiteres, ebenfalls in Maschinenlängsrichtung umlaufendes
Transportband 24 angeordnet, dessen Obertrum allerdings
im Gegenuhrzeigersinn (Pfeil F24) umläuft.
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Die
Transportbänder 22 und 23 sorgen dabei für
einen reibschlüssigen Transport der Transportteller 3 auf
der Spinnkopszuführstrecke 2, der Hülsenrückführstrecke 4 sowie
in den Einmündungsbereichen 12 und den Ausmündungsbereichen 13 der Quertransportstrecken 5.
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Im
mittleren Bereich 11 der Quertransportstrecken 5 werden
die Transportteller 3 jeweils durch eine definiert ansteuerbare
Transportscheibe 6 gefördert.
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Diese
in 3 in Draufsicht dargestellte Transportscheibe 6 weist
beispielsweise drei Transporttaschen 19 auf, die um jeweils
120 Grad versetzt angeordnet sind.
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Die
Transporttaschen 19 korrespondieren während des
Transportes vorzugsweise mit einem Führungssockel 16 an
den Transporttellern 3. Das bedeutet, die über
einen Schrittmotor 21 taktweise ansteuerbaren Transportscheiben 6 positionieren
die Transportteller 3 jeweils zunächst exakt in
der Abspulstellung 10 bzw. sorgen anschließend
dafür, dass Transportteller 3, deren Hülsen
abgespult sind, in den Ausmündungsbereich 13 der
Quertransportstrecken 5 geschoben werden, wo die Transportteller 3 auf
das Förderband 24 gelangen, das die Transportteller 3 mit
den abgespulten Leerhülsen über die Hülsenrückführstrecke 4 zur
Ringspinnmaschine zurücktransportiert.
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Wie
vorstehend bereits angedeutet und in 1 dargestellt,
ist jeweils sowohl im eingangsseitigen Mündungsbereich 12 als
auch im ausgangsseitigen Mündungsbereich 13 der
Quertransportstrecken 5 ein frei rotierbar gelagertes Deblockierungselement 7 bzw. 17 angeordnet.
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Die
Deblockierungselemente 7 bzw. 17, die nachfolgend
anhand der 2 näher beschrieben werden,
verhindern, dass in den eingangsseitigen und/oder ausgangsseitigen
Mündungsbereichen 12 bzw. 13 der Quertransportstrecke 5 eine
potentielle Klemmstelle entsteht, an der sich bei ungünstiger Transportkonstellation
Transportteller 3 verklemmen und dann einen Stau auslösen
können. Wie aus 1 ersichtlich, sind die im eingangsseitigen
Mündungsbereich 12 frei rotierbar angeordneten
Deblockierungselemente 7, bezüglich der Transportrichtung
F der Transportteller 3 hinter der Einmündung der
durch Abdeck- und Führungsbleche 8 gebildeten Quertransportstrecken 5 positioniert.
Die Deblockierungselemente 7 bestehen im Wesentlichen,
wie in 2 dargestellt, jeweils aus einem Wälzlager 14, das
so an oder unter den Abdeck- und Führungsblechen 8 angeordnet
ist, dass der Außenring 15 des Wälzlagers 14 mit
einem Führungssockel 16 an den Transporttellern 3 korrespondiert
und diese dabei so ablenken kann, dass ein Verklemmen der Transportteller 3 ausgeschlossen
ist.
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Durch
die frei rotierbar gelagerten Deblockierungselemente 7, 17 werden
die besonders staugefährdeten eingangsseitigen und ausgangsseitigen Mündungsbereiche 12 und 13 der
Quertransportstrecken 5 insbesondere dadurch entschärft,
dass im Bereich potentieller ”Klemmstellungen” jeweils
ein instabiler Zustand geschaffen wird.
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Das
heißt, die eingangsseitig angeordneten, ersten Deblockierungselemente 7 sorgen
dafür, dass ein zum Verklemmen neigender Transportteller 3 entweder,
wie in 1 am Beispiel der dritten Quertransportstrecke
von links durch einen gestrichelt dargestellten Transportteller
angedeutet, in einen Bereich links der Deblockierungselemente 7 oder,
wie in 1 am Beispiel der vierten Quertransportstrecke von
links durch einen ebenfalls gestrichelt dargestellten Transportteller
angedeutet, in einen Bereich rechts der Deblockierungselemente 7 und
damit in die Quertransportstrecke 5 angelenkt werden.
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Ein
nach links abgelenkter Transportteller 3 wird dabei über
die Spinnkopszuführstrecke 2 zur nächsten
Quertransportstrecke 5 weiterbefördert, während
ein nach rechts abgelenkter Transportteller 3 vorschriftsmäßig
in die betreffende Quertransportstrecke 5 einläuft,
so dass der auf dem Transportteller befindliche Spinnkops umgespult
werden kann.
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Auch
die ausgangsseitigen Mündungsbereiche 13 der Quertransportstrecken 5 sind
jeweils durch ein zweites Deblockierungselement 17 entschärft.
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Diese
zweiten Deblockierungselemente 17 gewährleisten
ein sicheres Ausschleusen der Transportteller 3 aus den
Quertransportstrecken 5 in die Hülsenrückführstrecke 4,
da auch sie so angeordnet sind, dass das Entstehen einer potentiellen ”Klemmstellung” im
Ausgangsbereich 13 der Quertransportstrecken 5 vermieden
wird. Die Deblockierungselemente 17 sind, in Transportrichtung
T der Transportteller 3 betrachtet, vor Einmündung
der Quertransportstrecken auf der rechten Seite des Ausmündungsbereichs 13 so
angeordnet, dass ein auf der Quertransportstrecke 5 angelieferter,
aufgrund eines gleichzeitig auf der Hülsenrückführstrecke 4 angelieferten
Transporttellers 3 zum Verklemmen neigender Transportteller
gegen das Deblockierungselemente 17 gedrückt und
durch dieses im Sinne ”Entschärfen der Situation” abgelenkt
wird.
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Die
Quertransportstrecken 5 weisen zu diesem Zweck im Ausmündungsbereich 13 unmittelbar vor
den Deblockierungselementen 17 jeweils eine Ausbuchtung 18 auf,
in die ein Transportteller 3 im Bedarfsfall ausweichen
kann.
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Das
heißt, ein zum Verklemmen neigender Transportteller 3 weicht
entweder in einen Bereich rechts des zweiten Deblockierungselementes 17 und damit
in die vor dem Deblockierungselement 17 angeordnete Ausbuchtung 18 aus
oder wird in einen Bereich links des Deblockierungselementes 17 angelenkt
und dann sofort in die Hülsenrückführstrecke 4 ausgeschleust.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 4338552
C2 [0003]
- - DE 3337343 A1 [0008, 0009]
- - DE 4206406 B4 [0011, 0018]
- - DE 19646337 A1 [0039]
- - DE 19718156 C1 [0039]
- - DE 102007028650 [0039]
- - EP 1110898 A2 [0039]