[go: up one dir, main page]

DE3910975C1 - Method and device for the production of denture parts - Google Patents

Method and device for the production of denture parts

Info

Publication number
DE3910975C1
DE3910975C1 DE19893910975 DE3910975A DE3910975C1 DE 3910975 C1 DE3910975 C1 DE 3910975C1 DE 19893910975 DE19893910975 DE 19893910975 DE 3910975 A DE3910975 A DE 3910975A DE 3910975 C1 DE3910975 C1 DE 3910975C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
model
base
side wall
casting
mold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19893910975
Other languages
English (en)
Inventor
Des Erfinders Beantragt Teilnichtnennung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DENTAURUM J P WINKELSTROETER KG 7536 ISPRINGEN DE
Original Assignee
DENTAURUM J P WINKELSTROETER KG 7536 ISPRINGEN DE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DENTAURUM J P WINKELSTROETER KG 7536 ISPRINGEN DE filed Critical DENTAURUM J P WINKELSTROETER KG 7536 ISPRINGEN DE
Priority to DE19893910975 priority Critical patent/DE3910975C1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3910975C1 publication Critical patent/DE3910975C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
    • A61C9/002Means or methods for correctly replacing a dental model, e.g. dowel pins; Dowel pin positioning means or methods
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/0027Base for holding castings

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von zahn­ prothetischen Teilen, beispielsweise Kronen oder Brücken. Bei diesem Verfahren wird in einem ersten Teilprozeß, der die fol­ genden Schritte umfaßt, ein prothetisches Zweitmodell mit einem auf einem Sockelteil angeordneten Kiefermodell hergestellt:
  • a) In einem ersten Schritt wird anhand eines Kieferabdrucks des Patienten ein Erstmodell gegossen,
  • b) von welchem in einem zweiten Schritt eine Gußform für das Zweitmodell hergestellt wird,
  • c) in welche in einem dritten Schritt eine das Zweitmodell bildende Gießmasse eingebracht und gehärtet wird.
In einem zweiten Teilprozeß wird das zahnprothetische Teil auf dem Zweitmodell unter Zuhilfenahme eines Artikulators model­ liert, wovon nachfolgend eine feuerfeste Gußmuffel für das zahnprothetische Teil hergestellt wird, wobei bei der Herstel­ lung der Gußform für das Zweitmodell die Höhe des zu bildenden Sockelteils so eingestellt wird, daß unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften der Gießmasse, insbesondere deren Expan­ sionsverhalten beim Aushärtevorgang, im dritten Schritt des ersten Teilprozesses ein Zweitmodell erhalten wird, welches im wesentlichen dieselbe Höhe wie das Erstmodell aufweist.
Das vom Kieferabdruck abgegossene Erstmodell wird in der Regel als Gipsmodell hergestellt und stellt eine detailgetreue Wie­ dergabe der Kiefersituation im Munde des Patienten dar. Das Erstmodell wird in einem Artikulator fixiert und gegenüber dem zweiten vom Patienten abgenommenen Kieferabdruck des jeweils anderen Kiefers in der im Mund des Patienten vorhandenen Lage anhand einer Bißschablone fixiert. Diese Vorgehensweise erlaubt beim Modellieren des zahnprothetischen Teils immer wieder den korrekten Biß unter Einschluß der modellierten Teile zu kon­ trollieren und dient im wesentlichen dazu, zahnprothetische Teile herzustellen, ohne daß am fertigen Teil noch wesentliche Korrekturen notwendig sind.
Da die zahnprothetischen Teile in der Regel als metallische Teile gegossen werden, die gegebenenfalls noch mit Porzellan­ teilen und ähnlichem verblendet werden, ist die Herstellung eines feuerfesten Zweitmodells notwendig, das bei der Herstel­ lung der Gußmuffel für das zahnprothetische Teil mitverwendet werden kann. Beim Modellieren der zahnprothetischen Teile auf dem Zweitmodell ist es von allergrößter Bedeutung, daß auch das Zweitmodell in dem Artikulator verwendet werden kann, um die beispielsweise in Wachs modellierten Teile in der natürlichen Okklusion, wie sie im Kiefer des Patienten vorliegt, im Artiku­ lator nachzuprüfen.
Als Gießmasse für die Herstellung der Zweitmodelle wird in al­ ler Regel eine feuerfeste, expandierende Gießmasse verwendet, welche die Kontraktion der bei höheren Temperaturen hergestell­ ten Metallteile beim Abkühlen kompensiert.
Das Expansionsverhalten der Gießmasse wird gemäß einem aus "Wöstmann, Bernd: "Okklusionsgerechte Reposition von Einbett­ massemodellen im Artikulator" in "dental-labor", XXXVI, Heft 2/88, Seiten 177 bis 181 bekannten Verfahren durch die Verwen­ dung von Platzhalterungen am Boden der Gußform kompensiert oder alternativ durch ein entsprechendes Verstellen des Artikulators.
Ungelöst bleibt nach wie vor das Problem, daß die Sockelunter­ seite, die eingeformte Führungsflächen für eine exakte Reposi­ tion aufweisen muß, bei dem mehrfach notwendig werdenden Aus­ tausch im Artikulator und bei den Arbeitsvorgängen auf dem La­ bortisch des Zahntechnikers leicht verschmutzt und/oder beschä­ digt wird. Beides verhindert häufig, daß das Arbeitsmodell des Zahntechnikers in identischer Lage wie das Erstmodell beliebig oft in den Artikulator einsetzbar ist.
Ausgehend hiervon stellt sich die Erfindung die Aufgabe, das beschriebene Verfahren in der Weise zu verbessern, daß bei der Herstellung des prothetischen Modells ein wiederholtes Repo­ nieren im Artikulator möglich wird, ohne daß dabei die Lage­ genauigkeit verlorengeht.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs beschrie­ benen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den jeweiligen Boden der Sockelteile des Erst- und/oder Zweitmodells ein ge­ sondertes Bodenformteil integriert wird, welches gegebenenfalls Fixiermittel zur Befestigung des Erst- bzw. Zweitmodells im Artikulator enthält.
Durch diese Verfahrensweise kann dem Sockelboden eine spezielle Ausgestaltung verliehen werden, die ein exaktes Positionieren oder auch Reponieren des Zweitmodells im Artikulator anstelle des Erstmodells erlaubt. Die Positioniergenauigkeit bleibt in diesem Fall auch in den Folgeschritten erhalten, da sich jetzt keine Veränderung der Sockelunterseite mehr ergeben kann.
In Verbindung mit der später beschriebenen Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens werden eine Vielzahl weiterer Vorteile erhalten, die nachfolgend näher beschrieben werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß die Höhe des zu bildenden Sockelteils durch die Variation des Abstands eines Bodenteils zu einem Deckelteil in einer Doubliervorrichtung eingestellt wird.
Dies kann insbesondere dadurch geschehen, daß ein Abstandshal­ ter zwischen Boden- und Deckelteil bei der Bildung der Gußform im zweiten Schritt des ersten Teilprozesses in die Doubliervor­ richtung eingesetzt wird, und daß der Abstandshalter vor der Durchführung des dritten Schrittes des ersten Teilprozesses aus der Doubliervorrichtung entfernt wird.
Da aus dem Erstmodell die Gesamthöhe des Modells, das heißt von Sockel und Kieferpartie, bekannt ist, läßt sich anhand der Ma­ terialeigenschaften der verwendeten Gießmasse für das Zweitmo­ dell deren Expansion vorausberechnen. Dieses Expansionsver­ halten läßt sich durch die geeignete Wahl des Abstandshalters, der nach einer Entnahme vor dem Abgießen der Gußform zu einer verringerten Sockelhöhe führt, vollständig kompensieren.
Äquivalent zum zuvor beschriebenen Verfahren ist eine Verfah­ rensvariante, bei der die Höhe des zu bildenden Sockelteils des Zweitmodells durch das Einsetzen von Abstandshaltern in die Gußform bei der Durchführung des dritten Schritts verringert wird.
Vorzugsweise werden als Abstandshalter kalibrierte Distanzringe verwendet, die, beispielsweise auf eine Gießmasse bezogen, schon die zu kompensierende Sockelhöhe eingraviert tragen kön­ nen.
Vorzugsweise werden die Abstandshalter lediglich im Bereich des zu bildenden Sockelteils in die Doubliervorrichtung eingesetzt. Dies stellt sicher, daß am eigentlichen Kiefermodell keine Ver­ zerrung auftreten kann.
Bei einem bevorzugten Verfahren zur Herstellung von orthodon­ tischen Teilen ist vorgesehen, daß an das Erstmodell ein Sockelbodenteil angeformt wird, das ein wiederholtes exaktes Positionieren des Erstmodells im Artikulator erlaubt. Im Arti­ kulator selbst wird dazu ein komplementäres Aufnahmeteil ange­ bracht, welches eine lagegenaue Fixierung des Erstmodells im Artikulator erlaubt.
Konsequenterweise wird dann beim Abgießen des Zweitmodells ein dem Sockelbodenteil des Erstmodells entsprechender Sockenboden­ teil gebildet. Damit sind das Erstmodell und das Zweitmodell beliebig und ohne zusätzliches Justieren oder Ändern in dem Ar­ tikulator austauschbar.
Bevorzugt wird in das jeweilige Sockelbodenteil des Erst- und Zweitmodells ein gesondertes Bodenformteil integriert, welches gegebenenfalls Fixiermittel zur Befestigung des Erst- oder Zweitmodells im Artikulator enthält. Als Fixiermittel eignen sich beispielsweise ferromagnetische Metallplatten, welche durch einen im Artikulator befestigten Magneten gehalten werden.
Daneben können selbstverständlich auch mechanische Fixierhilfen verwendet werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Doubliervorrichtung für prothetische Kiefermodelle, insbesondere zur Durchführung eines der zuvor beschriebenen Verfahren. Solche Doubliervorrichtungen besitzen üblicherweise ein Boden- und ein Deckelteil sowie eine mit dem Boden- und Deckelteil einen Gießraum bildende Seiten­ wandung. In das Bodenteil läßt sich erfindungsgemäß ein vor­ gefertigter Sockelbodenformer einsetzen, der beim Gießvorgang in das Sockelteil des Modells integriert wird.
Bevorzugt sind Abstandshalter, die zwischen Boden- und Deckel­ teil der Vorrichtung anordenbar sind.
Zweckmäßigerweise wird vorgesehen, daß die Seitenwandung der Doubliervorrichtung eine Abstützung für das Boden- und/oder das Deckelteil umfaßt.
Bei einer speziell auf materialsparende Verwendung hin ausge­ richteten Doubliervorrichtung wird von der Seitenwandung ein verschieblich gehaltenes Deckelteil umfaßt. Hierbei ist es dann zweckmäßig, in der Seitenwandung Führungselemente für das Deckelteil vorzusehen, so daß das Deckelteil eine definierte Position in der Doubliervorrichtung einnehmen kann.
Vorzugsweise wird das Deckelteil der Doubliervorrichtung aus einem Stützteil und einem Formmasseteil bestehen, da häufig Si­ likonmassen als Formmassen wegen ihrer großen Abbildungsgenau­ igkeit und geringen Schrumpfung verwendet werden. Andererseits sind die Silikonmassen flexibel und relativ weich, so daß ein Stützteil die Exaktheit der in der Doubliervorrichtung gewon­ nenen Zweitmodelle sehr verbessert.
Das Stützteil kann dabei so ausgebildet sein, daß es leicht von dem Formmasseteil trennbar ist und somit bei künftigen Doub­ liervorgängen wiederverwendbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Bodenteil an einem an der Seitenwandung umlaufenden Rücksprung abgestützt. Dieser Rücksprung wird vorzugsweise innenliegend angeordnet. Als Abstandshalter eignen sich insbesondere Di­ stanzringe, welche beispielsweise zwischen dem Rücksprung und dem sich darauf abstützenden Bodenteil angeordnet werden können.
Die Innenkontur der Distanzringe wird vorzugsweise im wesent­ lichen der Innenkontur der Seitenwandung entsprechend ausgebil­ det.
Als Seitenwandung lassen sich Streifen flexiblen Materials ver­ wenden, die mit ihren Enden zusammengebogen sind und einen rohrförmigen Körper bilden. Vorzugsweise werden die Streifenen­ den mit Verbindungsgliedern ausgestattet, so daß die Streifen­ enden miteinander zu einer geschlossenen Rohrform verbindbar sind. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Er­ findung bilden die beiden Verbindungsglieder an den gegenüber­ liegenden Enden eines Streifens im zusammengesetzten Zustand eine Schwalbenschwanzführung für ein diese Führung umgreifendes Verschlußteil. Besonders zweckmäßig ist es hierbei, die Schwal­ benschwanzführung konisch auszuführen, so daß bei einem Ver­ schieben des Verschlußteils eine mehr oder weniger große Kraft die Enden des flexiblen Streifens aufeinanderpreßt.
Zweckmäßigerweise weist das Bodenteil, das mit der Doublier­ vorrichtung bei der Herstellung der Zweitmodelle verwendet wird, Öffnungen auf, durch die die Gießmasse in die Doublier­ vorrichtung eingegossen werden kann. Die Sockelbodenformer sind vorzugsweise am Bodenteil selbst befestigbar, beispielsweise über eine Magnethaftung und weisen bevorzugt ebenfalls Durch­ gießöffnungen auf, die mit denen des Bodenteils fluchten.
Um eine größere Variabilität der Doublierküvetten und einen größeren Einsatzbereich für diese Vorrichtungen zu schaffen, wird außerdem vorgeschlagen, die Doublierküvetten bereits beim Anformen eines Sockelbodens an das Erstmodell zu verwenden. Hierbei wird ein Sockelbodenteil als Sockelbodenformer mit denselben Werkzeugen wie das offene Bodenteil für die Her­ stellung von Zweitmodellen hergestellt, wobei allerdings im Bodenteil selbst keine Öffnungen mehr vorgesehen sind.
Dieses spezielle, für die Herstellung der Erstmodelle vorge­ sehene Sockelbodenteil, oder auch Sockelformer genannt, be­ wirkt, daß identische Sockelunterseiten bei Erst- und Zweitmo­ dell erhalten werden. Wird ein solches Erstmodell über eine sogenannte Bißschablone im Artikulator fixiert, wird damit gleichzeitig die exakte Lageposition für das Zweitmodell bei der Kontrolle der Okklusion im Artikulator festgelegt. Die Erst- und Zweitmodelle sind nunmehr beliebig austauschbar und bieten ein Optimum an Kontrolle bei der Modellierung der ortho­ dontischen Teile.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen im einzel­ nen:
Fig. 1 ein offenes Bodenteil einer Doubliervorrichtung;
Fig. 2 eine Schnittansicht Längslinie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 einen sogenannten Sockelformer;
Fig. 4 bis 6 Schnittansichten durch den Sockelformer der Fig. 3;
Fig. 7 ein Deckelteil einer Doubliervorrichtung;
Fig. 8 eine Schnittansicht Längslinie 8-8 in Fig. 7;
Fig. 9 eine Seitenansicht auf ein Deckelteil;
Fig. 10 eine teilweise aufgebrochene Doubliervorrichtung;
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Doubliervorrichtung von Fig. 10;
Fig. 12 und 13 die Herstellung eines definierten Sockelteils für Erstmodelle;
Fig. 14a die Einpassung eines Erstmodells in einen Artikulator;
Fig. 14b eine Bißkontrolle bei zwei in einem Artikulator be­ festigten Kiefermodellen;
Fig. 15 ein in eine Doubliervorrichtung eingesetztes Erstmodell für die Herstellung zur Gußform für Zweitmodelle;
Fig. 16 eine Schnittansicht durch die Doubliervorrichtung bei Entnahme des Erstmodells;
Fig. 17 eine Schnittansicht durch die Doubliervorrichtung bei der Bildung des Zweitmodells;
Fig. 18 ein in den Artikulator eingesetztes Zweitmodell mit modellierten orthodontischen Teilen;
Fig. 19 die Doubliervorrichtung bei der Herstellung einer Gußmuffel;
Fig. 20 ein von der Gußmuffel abgetrennter Sockelformer; und
Fig. 21 einen weiteren Verwendungszweck der erfindungsge­ mäßen Sockelformer.
In den Fig. 1 bis 11 sind zunächst die wesentlichen Einzel­ teile der erfindungsgemäßen Doubliervorrichtung dargestellt, während die Fig. 12 bis 21 zur Erläuterung des erfindungsge­ mäßen Verfahrens bzw. der Verwendungsmöglichkeiten der erfin­ dungsgemäßen Doubliervorrichtung dienen.
Fig. 1 zeigt ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes Bodenteil der Doubliervorrichtung und weist die Form einer flachen Schale auf. Die Bodenfläche 12 des Bodenteils 10 ist dreifach durch­ brochen, wobei die Durchbrechungen 13, 14, 15 Ränder 16, 17, 18 aufweisen, die etwas gegen die Vertikale geneigt sind, so daß sich zum Inneren des Bodenteils hin eine Erweiterung der Durch­ brüche ergibt. Diese schräg verlaufenden Ränder 16, 17, 18 sind notwendig, um ein Einsetzen von Sockelbodenformern 20 (vgl. Fig. 3 bis 6) in das Bodenteil 10 mit einem exakten Sitz zu ermöglichen, ohne dabei zu Klemmwirkungen zu führen.
Die Durchbrüche 13, 14 und 15 sind auf der Bodenfläche 12 des Bodenteils 10 im wesentlichen regelmäßig um ein Zentrum herum angeordnet, in welchem ein kreisscheibenförmiger Permanentmag­ net 22 angeordnet ist.
Ein nach oben von der Bodenfläche 12 abstehender Rand 24 weist am äußeren Umfang eine ringsumlaufende Stufe 26 auf, die der Verbindung mit einer auf dem Bodenteil 10 aufzusetzenden Seitenwandung bzw. einer Manschette 28 dient (vgl. Fig. 10 und 11).
An seiner Unterseite weist das Bodenteil zusätzlich mehrere Noppen 30 auf, welche der Verbesserung der Standfestigkeit der Doubliervorrichtung dienen.
Ebenso wie die angeschrägten Randbereiche 16, 17 und 18 dient auch der konisch sich erweiterende Rand 24 der besseren Entnah­ memöglichkeit für im Küvettenunterteil gebildete Sockel von Erst- und Zweitmodellen.
In Fig. 3 ist im Detail ein sogenannter Sockelbodenformer 20 dargestellt, welcher wiederum umfangsmäßig regelmäßig verteilt Vertiefungen 31, 32, 33 aufweist, welche von Form und Größe her gesehen komplementär zu den Durchbrüchen 13, 14 und 15 des Bo­ denteils 10 ausgebildet sind.
Zentral in dem Sockelbodenformer ist eine ferromagnetische Me­ tallplatte 34 eingelassen, welche bei eingesetztem Sockelboden­ former 20 im Bodenteil 10 für eine Haftung der beiden Teile an­ einander sorgt.
Zudem sind am oben liegenden Bereich des Sockelbodenformers 20 eine oder mehrere Aussparungen 36 angebracht, die später für das Ansetzen von Werkzeugen zur Trennung von Sockelbodenformer und darin gebildetem Sockel dienen können.
Der in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellte Sockelbodenformer wird in das Bodenteil 10 eingesetzt, wenn der von der Abdruckmasse des Patientengebisses erhaltene Gipsabguß, der als Erstmodell oder als Meistermodell bezeichnet wird, mit einem Standard­ sockel versehen wird. Hierzu wird dann in den Sockelbodenformer 20 und das Bodenteil 10 eine ausreichende Gipsmenge eingefüllt und das zuvor schon ausgehärtete Gipsmodell des Kiefers in diese Gipsmasse eingedrückt.
Fig. 6 zeigt eine dem Sockelbodenformer 20 entsprechende Aus­ bildungsform 38, welche sich von der Ausführungsform mit dem Bezugszeichen 20 lediglich dadurch unterscheidet, daß statt den Vertiefungen 31, 32, 33 Durchbrüche vorgesehen sind. Diese Durchbrüche sind bei der im folgenden beschriebenen Herstellung von Zweitmodellen für das Einfüllen der entsprechenden Gießmas­ se von Bedeutung.
Wichtig ist an dieser Stelle festzuhalten, daß sowohl die Aus­ führungsform gemäß Fig. 6 als auch die Ausführungsform gemäß den Fig. 3 bis 5 mit demselben Werkzeug hergestellt werden kön­ nen, so daß sich hier möglichst geringe Werkzeugkosten bei der Produktion der unterschiedlichen Sockelformertypen ergeben.
Die Vertiefungen 31, 32, 33 des Sockelbodenformers 20 und auch die Durchbrüche des Sockelbodenformers 38 weisen wieder eine nach oben hin sich erweiterende Form auf, was dem Lösen der Gipsmasse der Erstmodelle oder aber der Gießmasse der Zweit­ modelle von den Sockelbodenformern förderlich ist.
In diesem Zusammenhang ist noch anzumerken, daß die Steigungen bzw. die Abweichungen des Verlaufs dieser Randbereiche von der Vertikalen so gewählt sind, daß einerseits ein gutes Lösen der Teile voneinander möglich ist, andererseits jedoch noch eine ausreichende Haftwirkung erzielt wird, so daß die Teile ohne Verwendung von Adhäsionsmitteln durch mechanischen Reibkontakt aneinander haften.
Die Fig. 7 bis 9 schließlich stellen ein Deckelteil 40 dar, das zusammen mit dem Bodenteil 10 und der Manschette 28 einen Hohl­ raum zur Bildung von Gießformen ergibt.
Das Deckelteil 40 umfaßt ein ringförmiges Teil 42, wobei ein Steg 44 den Ring mittig überbrückt. Der Steg trägt einen im eingesetzten Zustand des Deckelteils nach unten weisenden Vor­ sprung 46, der zur Verringerung des Gießformvolumens dient. Der Steg 44 und das ringförmige Teil 42 liegen im wesentlichen in einer Ebene und lassen zwei Durchbrüche 47, 48 offen, durch die Gießmasse in die Doubliervorrichtung einfüllbar ist. Die Durch­ brüche 47, 48 erweitern sich nach oben hin stufenförmig und bieten zusammen mit der Ausformung des Vorsprungs 46 der einge­ füllten Gießmasse im verfestigten Zustand Halt, so daß das Deckelteil 40 und die Gießmasse eine zusammenhängende Einheit bilden. Mit dieser Maßnahme werden zwei Vorteile gleichzeitig erzielt: zum einen wird sichergestellt, daß nur eine minimale Menge an Gießmasse verbraucht wird und zum anderen wird eine größere Verformungsbeständigkeit der Gießform erzielt. Da als Gießmasse häufig Silikone eingesetzt werden, die relativ teuer sind und neben den guten Abbildungseigenschaften den Nachteil aufweisen, daß sie ausgeprägte Verformungsbeständigkeit aufwei­ sen, eignet sich ein solches Deckelteil besonders für den Ein­ satz dieser Gießmassen.
Das ringförmige Teil 42 trägt über ca. zwei Drittel seines Um­ fangs regelmäßig wiederkehrende Ausbuchtungen 50, denen komple­ mentäre Ausnehmungen 52 an der Innenwandung der Manschette 28 entsprechen. Dadurch erhält das Deckelteil 40 im in die Man­ schette 28 eingesetzten Zustand eine Führung in vertikaler Richtung, wobei gleichzeitig durch die vergrößerte Oberfläche eine größere Reibwirkung erzielt wird, so daß das Deckelteil 40 sicher in einer definierten Höhe in der Manschette 28 fixierbar ist.
Fig. 10 zeigt die bereits zuvor beschriebene Manschette 28 in teilweise aufgebrochener Ansicht. Ersichtlich ist hierbei, daß die zuvor bereits angesprochenen Ausnehmungen 52 in vertikaler Richtung verlaufen und sich dabei vom oberen Rand 54 der Man­ schette 28 nur bis in den unteren Bereich der Manschette hinein erstrecken, nicht jedoch bis zu deren unterem Rand 56. Es ver­ bleibt also im unteren Teil der Manschette ein ringsumlaufender Bereich mit ebener Oberfläche. Außerdem ergibt sich an dieser Stelle an der Innenfläche der Manschette 28 ein ringsumlaufen­ der Absatz oder Rand, auf dem sich die zusammenhängende Einheit aus Deckelteil 40 und Silikongießmasse bei den Folgeschritten abstützen kann.
Benachbart zum unteren Rand 56 weist die Manschette an der Innenseite einen ringsumlaufenden Rücksprung 58 auf, welcher mit dem oberen Ende des Bodenteils 10 zusammenwirkt. Die Manschette im Randbereich 56 selbst ist komplementär zu dem Rücksprung 26 des Bodenteils 10 ausgebildet.
Die Manschette 28 wird vorzugsweise durch ein streifenförmiges Kunststoffteil gebildet, welches in einer Art Ringform gebogen ist. An den jeweiligen Streifenenden 60, 61 trägt die Manschet­ te keilförmige Teile 62, 63, welche zusammen eine Schwalben­ schwanzführung für ein Verbindungsteil 64 bilden. Das Verbin­ dungsteil 64 überfängt die Schwalbenschwanzführung aus den keilförmigen Teilen 62 und 63 und verhindert ein Auseinander­ klaffen der Enden 60, 61. Dadurch, daß die keilförmigen Teile 62, 63 sich vom oberen Rand 54 zum unteren Rand 56 hin verbrei­ tern, entsteht beim Verschieben des Verbindungsteils 64 von oben nach unten eine zusätzliche Klemmwirkung.
Zweckmäßigerweise ist das Verbindungsteil 64 mit einem Griff­ teil 66 ausgebildet, was eine leichtere Handhabung des Verbin­ dungsteils 64 erlaubt und insbesondere geeignet ist, um hohe Klemmwirkung auf die Enden 60, 61 des Manschettenstreifens zu bringen.
Wie aus der Draufsicht in Fig. 11 ersichtlich ist, sind die Ausnehmungen nicht über den ganzen Umfang im Innern der Man­ schette 28 verteilt, sondern erst ab einem gewissen Abstand von den Enden 60 bzw. 61 an. Dies hat zur Folge, daß bei einem Lö­ sen bzw. Entfernen des Verbindungsteils 64 eine Öffnung der Manschette durch eine leichte Schwenkbewegung bzw. durch ein leichtes Auseinanderdrücken des Manschettenstreifens möglich ist, was im Falle von ringsumlaufenden Führungen oder Ausneh­ mungen 52 nicht möglich wäre, da hier dieser Bewegung ein Klemmsitz entgegenwirken würde.
Im folgenden sei nun anhand der Fig. 12 ff. ein Arbeitsablauf beispielhaft dargestellt, bei dem, ausgehend von einem Erstmo­ dell, das durch ein Abgießen eines Patientenkieferabdrucks mit Hartgips gewonnen wurde, ein sogenanntes Zweitmodell herge­ stellt wird und letztendlich die für die Gebißsituation notwen­ dige Prothese.
Fig. 12 zeigt das Anformen eines Gipssockels an das sogenannte Erstmodell 68. Hierzu wird das Bodenteil 10 mit einem Sockelbo­ denformer 20 bestückt, wobei die beiden Teile durch den Magne­ ten 22 und die Metallscheibe 34 zusammengehalten werden. Der verbleibende Hohlraum des Bodenteils 10 wird mit einer frisch angerührten Gipsmasse 70 gefüllt, in die das Erstmodell 68 ein­ gedrückt wird.
Nach dem Aushärten der Gipsmasse 70 ist das Erstmodell mit einem standardisierten Sockel 72 versehen, der die große Varia­ bilität der Verwendung der Doubliervorrichtung sowie des erfin­ dungsgemäßen Verfahrens mitbewirkt. Das Erstmodell mit seinem Standardsockel 72 läßt sich nun durch einfaches Drücken gegen den Sockelbodenformer 20 an der Stelle der Durchbrüche 13, 14 und 15 im Bodenteil 10 trennen.
Das so erhaltene Erstmodell wird nun mit einem Magneten 74 ver­ sehen, der gegen die Metallplatte 34 geheftet wird. Für zukünf­ tige Kontrollarbeiten wird das Erstmodell mit dem daran an­ gehefteten Magneten 74 in den nur schematisch dargestellten Ar­ tikulator 76 eingegipst (vgl. Fig. 14a). Auf der unteren Artiku­ latorfläche 78 befindet sich eine Gipsmasse 80, in die das Erstmodell mitsamt seinem Standardsockel 72 und dem daran ange­ hefteten Magneten 74 eingedrückt wird. Nach dem Aushärten der Gipsmasse 80 bleibt der Magnet 74 in der Gipsmasse gebunden und nach einer Trennung von Standardsockel 72 und Gipsmasse 80 ver­ bleibt ein charakteristischer Abdruck des Sockelbodenformers in der Gipsmasse 80 des Artikulators 76. Dadurch ist es möglich, das Erstmodell beliebig oft aus dem Artikulator zu entnehmen und zur Bißkontrolle wieder einzusetzen, ohne daß sich irgend­ welche Ungenauigkeiten in der Positionierung ergeben. In Fig. 14b ist dann die eigentliche Bißprobe oder die Kontrolle der natürlichen Okklusion gezeigt, die dann erhalten wird, wenn das entsprechende Gegenkiefer im Modell an das obere Teil 82 des Artikulators 76 befestigt wird. Eine exakte Ausrichtung der beiden Kiefermodelle erfolgt dadurch, daß das Erstmodell 68 und das Modell des Gegenkiefers 81 mit einer sogenannten Bißschab­ lone (nicht dargestellt) gegeneinander im Artikulator justiert werden, bevor die Modelle im Artikulator endgültig befestigt werden.
Am vorderen Ende des Artikulators 76 ist eine Prüfnadel 84 an­ gebracht, die bei einer korrekten Stellung der Modelle 81 und 68 gegeneinander die gegenüberliegende Auflagefläche berührt und immer auf denselben Punkt zeigt. Dies ist bei der Prüfung der Okklusion besonders wichtig, da der Artikulator sowohl in Vertikal- als auch in Horizontalrichtung ein Bewegen der beiden Kiefermodelle gegeneinander erlaubt.
Für die Herstellung von Zahnprothesen, die im wesentlichen aus einem aus Metall gegossenen Gerüst bestehen, ist es notwendig, für den Gießvorgang eine feuerfeste Gußmuffel bereitzustellen. Um bereits an einem feuerfesten Modell die Prothese in Wachs und/oder Kunststoff modellieren zu können, wird mit der erfin­ dungsgemäßen Doubliervorrichtung ein sogenanntes Zweitmodell hergestellt. Hierzu wird das Erstmodell 68 wieder in das Boden­ teil 10 eingesetzt. Auf das Bodenteil 10 wird die Manschette 28 aufgesetzt, wobei zwischen dem oberen Rand des Bodenteils 10 und dem Rücksprung 58 der Manschette 28 ein Distanzringe 86 eingelegt wird. Durch die Verwendung des Distanzringes 86 taucht das Erstmodell 68 weniger weit in den Hohlraum, der durch die Manschette 28 gebildet wird, ein.
Von oben her wird die Manschette 28 mit dem Deckel 40 bestückt und dieser wird so weit in der Manschette nach unten gedrückt, bis nur noch ein geringer Abstand des Vorsprungs 46 zu der Gau­ menpartie des Erstmodells 68 besteht (vgl. Fig. 15). Die Posi­ tion der Teile gegeneinander wird nun durch ein Aufschieben des Verbindungsteils 64 auf die Schwalbenschwanzführung der keil­ förmigen Teile 62, 63 der Manschette 28 gegeneinander fixiert.
Durch die Durchbrüche 47, 48 kann nun Silikonmasse in die von Manschette 28, Deckel 40 und Erstmodell 68 gebildete Gußform eingegossen werden (siehe schematisierte Darstellung in Fig. 15). Die vorzugsweise als Gießmasse verwendete Silikonmasse wird bis zur oberen Abschlußfläche 88 des Deckels 40 eingegos­ sen. Durch die Abstufungen und Ausnehmungen des ringförmigen Teils 42 des Deckelteils 40 sowie des Vorsprungs 46 ergibt sich eine gute Haftung des später ausgehärteten Silikonmassenteils mit dem Deckelteil 40, wodurch dem Silikonmassenteil, welches an sich weich und flexibel ist, zusätzliche Stabilität ver­ liehen wird.
Nach dem Aushärten der Silikonmasse, mit der der gesamte freie Raum zwischen Erstmodell 68 und Deckel 40 ausgefüllt ist, läßt sich das Erstmodell 68 abnehmen (vgl. Fig. 16), wobei die Nega­ tivform der Gebißsituation des Patienten als sehr detailge­ treuer Silikonabdruck in der Doubliervorrichtung verbleibt.
Der Distanzring oder die Distanzringe 86 werden entfernt, die Doubliervorrichtung wird umgedreht und die Manschette 28 bildet mit ihrem oberen Rand 54 die Standfläche für die Doubliervor­ richtung.
Von der Bodenseite her wird wieder das Bodenteil 10, diesmal jedoch mit einem durchbrochenen Sockelbodenformer 38 auf die Manschette aufgesetzt. Durch die durch die Durchbrüche des Bo­ denteils 10 sowie des Sockelbodenformers gebildeten Öffnungen wird nun eine feuerfeste Einbettmasse (vgl. schematische Dar­ stellung der Fig. 17) in das Negativmodell eingefüllt, wobei sich eine Verringerung der Modellhöhe im Vergleich zum Erstmo­ dell 68 durch den fehlenden Distanzring ergibt.
Aufgrund der Expansionseigenschaften der feuerfesten Gießmasse beim Aushärten ergibt sich ein Zweitmodell 90, dessen Höhe identisch oder doch im wesentlichen identisch ist mit der Höhe des Erstmodells, so daß dank der durch den Sockelbodenformer 38 garantierten identischen Sockelbodenausbildung ein problemloses Einsetzen des Zweitmodells in den Artikulator 76 möglich ist.
Nach dem Aushärten wird das Zweitmodell 90 der Doubliervorrich­ tung entnommen und kann nun zur Modellierung der fehlenden Zähne, Brücken usw. in Wachs und/oder Kunststoff verwendet wer­ den.
Die Korrektheit der modellierten Prothese kann durch wiederhol­ tes Einsetzen im Artikulator 76 überprüft werden, wobei das fest in den Artikulator eingegipste Oberkiefer 81 neben der im unteren Artikulatorteil 78 verbleibenden Gipsmasse 80 jeweils eine Referenz bilden. Die Nadel 84 erlaubt wiederum die Repro­ duktion der Gebißstellung, die der Bißschablone, wie sie vom Patientenkiefer entnommen wurde, entspricht.
Nachdem der Modelliervorgang beendet ist, wird das feuerfeste Zweitmodell 90 zusammen mit dem aufmodellierten Zahnersatz wie­ der in die Doubliervorrichtung zurückgebracht, wobei diesmal das Deckelteil 40 mit dem anhängenden Silikonteil entfernt wurde. Nachdem an die prothetischen Teile sogenannte Gußkanäle 91, 92 sowie ein Gußtrichter 94 angeformt wurden, wird die Manschette bis zum oberen Rand des Gußtrichters 94 (vgl. Fig. 19) mit einem weiteren Teil an feuerfester Gießmasse befüllt. Nach dem Aushärten dieser Gießmasse werden die Wachs- und Kunststoffteile der modellierten Prothese durch Erhitzen ausge­ brannt, so daß im Inneren der so entstandenen feuerfesten Guß­ muffel 96 ein Hohlraum gebildet wird, der der herzustellenden orthodontischen Prothese entspricht.
Zum Ausbrennen der Wachs- und Kunststoffteile kann der Sockel­ bodenformer 38 selbstverständlich entfernt werden (vgl. Fig. 20), so daß dieser, falls dieser aus keinem feuerfesten Ma­ terial besteht, bei dem Ausbrennen bzw. bei dem Gießen der me­ tallischen Prothesen keinen Schaden leidet und somit wieder verwendet werden kann.
Nach dem Erkalten wird die Gußmuffel 96 zerschlagen und das verbleibende zahnprothetische Teil kann dann beispielsweise auf dem Erstmodell 68 zur Probe nochmals in den Artikulator 76 ein­ gesetzt werden. Eine weitere Bearbeitung kann ebenfalls auf dem Erstmodell 68, beispielsweise einem Arbeitsständer 68, erfol­ gen, welcher an seiner Oberseite vorzugsweise eine Ausgestal­ tung trägt, die komplementär zu der Struktur der unteren Seite der Bodenformer 20 oder 38 ausgebildet ist und der ebenfalls ein permanentmagnetisches Teil für die Fixierung des Modells auf dem Arbeitsständer enthält.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, im Zusammenhang mit dem er­ findungsgemäßen Verfahren, erlaubt somit von der Anfertigung eines Gipsmodells oder eines Erstmodells vom Kieferabdruck eines Patienten und dessen Sockelung die Doublierung der Gips­ modelle, wobei durch die besondere Ausgestaltung von Doublier­ küvette und Deckelteil mit möglichst wenig Doubliermaterial ge­ arbeitet werden kann, und das Austauschen bzw. Einsetzen und Wiedereinsetzen von Erstmodell und/oder Zweitmodell in den Ar­ tikulator zur Kontrolle der modellierten zahnprothetischen Tei­ le läßt sich ohne Verlust der Genauigkeit beliebig oft wieder­ holen. Dies wird insbesondere auch durch die Verwendung von vorgefertigten Bodenformern ermöglicht, die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt sind und damit nur wenig Verschleiß un­ terliegen. Zudem läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung auch für die Herstellung der Gußmuffel selbst verwenden, so daß im Dentallabor lediglich eine Vorrichtung für sämtliche Vor­ gänge im Zusammenhang mit Herstellen, Doublieren und Gießen von Gußmuffeln vonnöten ist.
Für verschiedene Gebiß-/Kiefergrößen können selbstverständlich mehrere Größen der Doubliervorrichtung bereitgestellt werden.
Selbst wenn man auf die großen Vorteile der besonderen Ausge­ staltung des Sockelbodens verzichtet, läßt sich die erfindungs­ gemäße Doubliervorrichtung in gewohnter Weise verwenden, es wird hierzu lediglich eine ebene Metallplatte in das Bodenteil 10 eingelegt und es können die üblichen, unten ebenen Modellsockel gebildet werden. Dies ist zum Beispiel dann möglich, wenn ein Arbeiten mit dem Artikulator entfallen kann.
Die wichtigste Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist jedoch die Möglich­ keit, die Höhe des hergestellten Zweitmodells exakt zu bestim­ men, wobei eine Expansion der zur Herstellung verwendeten feuerfesten Einbettmasse von vornherein mitberücksichtigt wer­ den kann. Die Expansion kann beispielsweise 0,6 mm betragen und errechnet sich aus den Expansionseigenschaften der feuerfesten Einbettmasse sowie der Gesamthöhe des Erstmodells. Um ein mög­ lichst einfaches Arbeiten zu garantieren, werden mehrere Di­ stanzringe mit unterschiedlichen Stärken (beispielsweise 0,4 mm, 0,5 mm, 0,6 mm, 0,7 mm und 0,8 mm Stärke) angeboten, so daß sich im Labor ein sehr einfaches Arbeiten beim Ausgleichen der Expansion bezüglich der Modellhöhe ergibt.
Als Material für die Herstellung sämtlicher Teile der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung, bis auf die der Metallplatte und dem zugehörigen Magneten, eignet sich schlagfester Hartkunststoff, der vorzugsweise so ausgewählt wird, daß sich eine möglichst geringe Haftung zu anliegenden Gipsteilen, der Silikonteile und Teilen aus feuerfester Gießmasse ergibt. Dies erleichtert insbesondere ein Trennen der frisch gegossenen Teile von der Doubliervorrichtung und erleichtert auch ein Säubern derselben.

Claims (18)

1. Verfahren zur Herstellung eines zahnprothetischen Teils, wobei in einem ersten, folgende Schritte umfassenden Teil­ prozeß ein prothetisches Zweitmodell mit einem auf einem Sockelteil angeordneten Kiefermodell hergestellt wird:
  • a) in einem ersten Schritt wird anhand eines Kieferabdrucks ein Erstmodell gegossen,
  • b) von welchem in einem zweiten Schritt eine Gußform für das Zweitmodell hergestellt wird,
  • c) in welche in einem dritten Schritt eine das Zweitmo­ dell bildende Gießmasse eingebracht und gehärtet wird
und wobei in einem zweiten Teilprozeß das zahnprothetische Teil auf dem Zweitmodell, gegebenenfalls unter Zuhilfenah­ me eines Artikulators, modelliert wird, wovon nachfolgend eine feuerfeste Gußmuffel für das zahnprothetische Teil hergestellt wird, wobei bei der Herstellung der Gußform für das Zweitmodell die Höhe des zu bildenden Sockelteils so eingestellt wird, daß unter Berücksichtigung der Mate­ rialeigenschaften der Gießmasse, insbesondere deren Expan­ sionsverhalten beim Aushärtevorgang, im dritten Schritt des ersten Teilprozesses ein Zweitmodell erhalten wird, welches im wesentlichen dieselbe Höhe wie das Erstmodell aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in den jeweiligen Boden der Sockelteile des Erst- und/oder Zweitmodells ein gesondertes Bodenformteil integriert wird, welches gegebe­ nenfalls Fixiermittel zur Befestigung des Erst- bzw. Zweitmodells im Artikulator enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des zu bildenden Sockelteils durch die Variation des Abstandes eines Bodenteils zu einem Deckelteil in einer Doubliervorrichtung eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ab­ standshalter zwischen Boden und Deckelteil bei der Bildung der Gußform im zweiten Schritt in die Doubliervorrichtung eingesetzt werden, und daß die Abstandshalter vor der Durchführung des dritten Schrittes entfernt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des zu bildenden Sockelteils des Zweitmodells durch das Einsetzen von Abstandshaltern in die Gußform bei der Durchführung des dritten Schrittes verringert wird.
5. Doubliervorrichtung für Kiefermodelle, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der voranste­ henden Ansprüche 1 bis 4, mit einem Boden- und einem Deckelteil (10 und 40), welche zusammen mit einer Seiten­ wandung (28) einen Gießraum bilden, und mit Mitteln, mit denen die Höhe einer herzustellenden Gießform definiert einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in das Boden­ teil (10) vorgefertigte Sockelbodenformer (20) einsetzbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel Abstandshalter (86) sind, die die Lage von Deckel- und/oder Bodenteil (10; 40) bezüglich der Seitenwandung (28) beeinflussen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung als öffenbare Manschette ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (86) zwischen Seitenwandung (28) und Bodenteil (10) in die Doubliervorrichtung einsetzbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) Rücksprünge (58) oder Vorsprünge (56) umfaßt, auf die das Deckel- und/oder das Bodenteil (10; 40) und/oder die Abstands­ halter (86) abstützbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckel­ teil (40) von der Seitenwandung (28) verschieblich gehal­ ten ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung Führungselemente (52) für die Ver­ schiebebewegung des Deckelteils (40) umfaßt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelteil (40) ein Stützteil (44, 46) und ein aus einer gehärteten, verformbaren Gießmasse bestehendes Teil umfaßt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützteil (44, 46) und das Gießmassenteil trennbar verbunden sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) und/oder das Bodenteil (10) und/oder das Deckelteil (40) aus schlagfestem Kunststoff hergestellt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) die Form eines eine Manschette bildenden Streifens aufweist, wobei die einander zugewandten Streifenenden (60, 61) Verbindungsglieder (62, 63) tragen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsglieder (62, 63) in zusammengesetztem Zustand eine Schwalbenschwanzführung für ein Verschlußteil (64, 65) bilden.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Sockelbodenformer (20) mit Magnet­ haftung am Bodenteil (10) befestigbar sind.
DE19893910975 1989-04-05 1989-04-05 Method and device for the production of denture parts Expired - Fee Related DE3910975C1 (en)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893910975 DE3910975C1 (en) 1989-04-05 1989-04-05 Method and device for the production of denture parts

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893910975 DE3910975C1 (en) 1989-04-05 1989-04-05 Method and device for the production of denture parts

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3910975C1 true DE3910975C1 (en) 1990-09-27

Family

ID=6377892

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19893910975 Expired - Fee Related DE3910975C1 (en) 1989-04-05 1989-04-05 Method and device for the production of denture parts

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3910975C1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2757372A1 (fr) * 1996-12-24 1998-06-26 Giordano Bruno Support de moulage pour prothese dentaire, procede pour realiser un moulage avec un tel support, et moulage pour ce support
ITVI20130139A1 (it) * 2013-05-21 2014-11-22 P P M Sas Di Giacomini Manuele E Monica Dispositivo per la realizzazione di protesi dentarie

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Wöstmann, Bernd: "Okklusionsgerechte Reposition von Einbettmassemodellen in den Artikulator" in DE-Z.: "dental-labor", XXXVI, H. 2/88, S. 177-181 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2757372A1 (fr) * 1996-12-24 1998-06-26 Giordano Bruno Support de moulage pour prothese dentaire, procede pour realiser un moulage avec un tel support, et moulage pour ce support
ITVI20130139A1 (it) * 2013-05-21 2014-11-22 P P M Sas Di Giacomini Manuele E Monica Dispositivo per la realizzazione di protesi dentarie

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2856963C1 (de) Vorrichtung zum Herstellen eines zahntechnischen Arbeitsmodelles fuer die Anfertigung von prothetischen Arbeiten
DE3825014C2 (de)
DE4439129A1 (de) Dentalartikulator
DE3239662C2 (de) Abdruckträgeranordnung und Verfahren zum Herstellen einer Zahnprothese
DE2917167A1 (de) Gebissartikulator
EP3930625B1 (de) Verfahren zum herstellen eines formkörpers und geschichteter formkörper
DE102010016847A1 (de) Dentalmodellrohling
DE69529124T2 (de) Sortiment von Formelementen zur Herstellung von Gipsmodellen für Zahnprothesen, sowie diese Elemente anwendende Formsysteme
DE4205051A1 (de) Herstellungsverfahren fuer arbeitsabguesse im dentalbereich
EP0388780B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zahnersatzteils, wie Krone oder Brücke, sowie Artikulator und Kauschablone zur Durchführung des Verfahrens
EP0085085B1 (de) Vorrichtung zum herstellen eines zahntechnischen arbeitsmodelles
EP3422995B1 (de) Montagesockel für einen artikulator, artikulatorvorrichtung und verfahren zur herstellung eines gipsmodells mit dem artikulator
DE3910975C1 (en) Method and device for the production of denture parts
DE3541719C2 (de)
DE4031492C2 (de)
DE4013076A1 (de) Kuevette und verfahren zum herstellen von modellduplikaten
EP3705078A1 (de) Verfahren zur herstellung eines individuellen abformlöffels
DE8313606U1 (de) Vorrichtung für die Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines Gebißmodelles
DE202025101714U1 (de) Halter zur Herstellung eines Replikats einer Zahnprothese
DE3922828A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum dublieren von kiefermodellen
DE3432919A1 (de) Verfahren zur herstellung einer aus patrize und matrize zweiteilig aufgebauten geschiebeverbindung zwischen zwei zahnersatzteilen, sowie vorgefertigte teile zur durchfuehrung des verfahrens
DE3444854C2 (de)
EP0330607B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen einer abnehmbaren Zahnprothese und dem fest sitzenden Zahnersatz und Hilfsteile zur Durchführung des Verfahrens
DE1934975C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Her stellung von Kunststofformen fur den Metall guß zahnprothetischer Kleinteile, wie Kronen und Kappchen
DE3912393A1 (de) Halterung zur befestigung zahntechnischer modelle an einem artikulator

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of the examined application without publication of unexamined application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee