DE3910975C1 - Method and device for the production of denture parts - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von zahn
prothetischen Teilen, beispielsweise Kronen oder Brücken. Bei
diesem Verfahren wird in einem ersten Teilprozeß, der die fol
genden Schritte umfaßt, ein prothetisches Zweitmodell mit einem
auf einem Sockelteil angeordneten Kiefermodell hergestellt:
- a) In einem ersten Schritt wird anhand eines Kieferabdrucks des Patienten ein Erstmodell gegossen,
- b) von welchem in einem zweiten Schritt eine Gußform für das Zweitmodell hergestellt wird,
- c) in welche in einem dritten Schritt eine das Zweitmodell bildende Gießmasse eingebracht und gehärtet wird.
In einem zweiten Teilprozeß wird das zahnprothetische Teil auf
dem Zweitmodell unter Zuhilfenahme eines Artikulators model
liert, wovon nachfolgend eine feuerfeste Gußmuffel für das
zahnprothetische Teil hergestellt wird, wobei bei der Herstel
lung der Gußform für das Zweitmodell die Höhe des zu bildenden
Sockelteils so eingestellt wird, daß unter Berücksichtigung der
Materialeigenschaften der Gießmasse, insbesondere deren Expan
sionsverhalten beim Aushärtevorgang, im dritten Schritt des
ersten Teilprozesses ein Zweitmodell erhalten wird, welches im
wesentlichen dieselbe Höhe wie das Erstmodell aufweist.
Das vom Kieferabdruck abgegossene Erstmodell wird in der Regel
als Gipsmodell hergestellt und stellt eine detailgetreue Wie
dergabe der Kiefersituation im Munde des Patienten dar. Das
Erstmodell wird in einem Artikulator fixiert und gegenüber dem
zweiten vom Patienten abgenommenen Kieferabdruck des jeweils
anderen Kiefers in der im Mund des Patienten vorhandenen Lage
anhand einer Bißschablone fixiert. Diese Vorgehensweise erlaubt
beim Modellieren des zahnprothetischen Teils immer wieder den
korrekten Biß unter Einschluß der modellierten Teile zu kon
trollieren und dient im wesentlichen dazu, zahnprothetische
Teile herzustellen, ohne daß am fertigen Teil noch wesentliche
Korrekturen notwendig sind.
Da die zahnprothetischen Teile in der Regel als metallische
Teile gegossen werden, die gegebenenfalls noch mit Porzellan
teilen und ähnlichem verblendet werden, ist die Herstellung
eines feuerfesten Zweitmodells notwendig, das bei der Herstel
lung der Gußmuffel für das zahnprothetische Teil mitverwendet
werden kann. Beim Modellieren der zahnprothetischen Teile auf
dem Zweitmodell ist es von allergrößter Bedeutung, daß auch das
Zweitmodell in dem Artikulator verwendet werden kann, um die
beispielsweise in Wachs modellierten Teile in der natürlichen
Okklusion, wie sie im Kiefer des Patienten vorliegt, im Artiku
lator nachzuprüfen.
Als Gießmasse für die Herstellung der Zweitmodelle wird in al
ler Regel eine feuerfeste, expandierende Gießmasse verwendet,
welche die Kontraktion der bei höheren Temperaturen hergestell
ten Metallteile beim Abkühlen kompensiert.
Das Expansionsverhalten der Gießmasse wird gemäß einem aus
"Wöstmann, Bernd: "Okklusionsgerechte Reposition von Einbett
massemodellen im Artikulator" in "dental-labor", XXXVI, Heft
2/88, Seiten 177 bis 181 bekannten Verfahren durch die Verwen
dung von Platzhalterungen am Boden der Gußform kompensiert oder
alternativ durch ein entsprechendes Verstellen des Artikulators.
Ungelöst bleibt nach wie vor das Problem, daß die Sockelunter
seite, die eingeformte Führungsflächen für eine exakte Reposi
tion aufweisen muß, bei dem mehrfach notwendig werdenden Aus
tausch im Artikulator und bei den Arbeitsvorgängen auf dem La
bortisch des Zahntechnikers leicht verschmutzt und/oder beschä
digt wird. Beides verhindert häufig, daß das Arbeitsmodell des
Zahntechnikers in identischer Lage wie das Erstmodell beliebig
oft in den Artikulator einsetzbar ist.
Ausgehend hiervon stellt sich die Erfindung die Aufgabe, das
beschriebene Verfahren in der Weise zu verbessern, daß bei der
Herstellung des prothetischen Modells ein wiederholtes Repo
nieren im Artikulator möglich wird, ohne daß dabei die Lage
genauigkeit verlorengeht.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs beschrie
benen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den jeweiligen
Boden der Sockelteile des Erst- und/oder Zweitmodells ein ge
sondertes Bodenformteil integriert wird, welches gegebenenfalls
Fixiermittel zur Befestigung des Erst- bzw. Zweitmodells im
Artikulator enthält.
Durch diese Verfahrensweise kann dem Sockelboden eine spezielle
Ausgestaltung verliehen werden, die ein exaktes Positionieren
oder auch Reponieren des Zweitmodells im Artikulator anstelle
des Erstmodells erlaubt. Die Positioniergenauigkeit bleibt in
diesem Fall auch in den Folgeschritten erhalten, da sich jetzt
keine Veränderung der Sockelunterseite mehr ergeben kann.
In Verbindung mit der später beschriebenen Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens werden eine Vielzahl weiterer
Vorteile erhalten, die nachfolgend näher beschrieben werden.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist vorgesehen, daß die Höhe des zu bildenden
Sockelteils durch die Variation des Abstands eines Bodenteils
zu einem Deckelteil in einer Doubliervorrichtung eingestellt
wird.
Dies kann insbesondere dadurch geschehen, daß ein Abstandshal
ter zwischen Boden- und Deckelteil bei der Bildung der Gußform
im zweiten Schritt des ersten Teilprozesses in die Doubliervor
richtung eingesetzt wird, und daß der Abstandshalter vor der
Durchführung des dritten Schrittes des ersten Teilprozesses aus
der Doubliervorrichtung entfernt wird.
Da aus dem Erstmodell die Gesamthöhe des Modells, das heißt von
Sockel und Kieferpartie, bekannt ist, läßt sich anhand der Ma
terialeigenschaften der verwendeten Gießmasse für das Zweitmo
dell deren Expansion vorausberechnen. Dieses Expansionsver
halten läßt sich durch die geeignete Wahl des Abstandshalters,
der nach einer Entnahme vor dem Abgießen der Gußform zu einer
verringerten Sockelhöhe führt, vollständig kompensieren.
Äquivalent zum zuvor beschriebenen Verfahren ist eine Verfah
rensvariante, bei der die Höhe des zu bildenden Sockelteils des
Zweitmodells durch das Einsetzen von Abstandshaltern in die
Gußform bei der Durchführung des dritten Schritts verringert
wird.
Vorzugsweise werden als Abstandshalter kalibrierte Distanzringe
verwendet, die, beispielsweise auf eine Gießmasse bezogen,
schon die zu kompensierende Sockelhöhe eingraviert tragen kön
nen.
Vorzugsweise werden die Abstandshalter lediglich im Bereich des
zu bildenden Sockelteils in die Doubliervorrichtung eingesetzt.
Dies stellt sicher, daß am eigentlichen Kiefermodell keine Ver
zerrung auftreten kann.
Bei einem bevorzugten Verfahren zur Herstellung von orthodon
tischen Teilen ist vorgesehen, daß an das Erstmodell ein
Sockelbodenteil angeformt wird, das ein wiederholtes exaktes
Positionieren des Erstmodells im Artikulator erlaubt. Im Arti
kulator selbst wird dazu ein komplementäres Aufnahmeteil ange
bracht, welches eine lagegenaue Fixierung des Erstmodells im
Artikulator erlaubt.
Konsequenterweise wird dann beim Abgießen des Zweitmodells ein
dem Sockelbodenteil des Erstmodells entsprechender Sockenboden
teil gebildet. Damit sind das Erstmodell und das Zweitmodell
beliebig und ohne zusätzliches Justieren oder Ändern in dem Ar
tikulator austauschbar.
Bevorzugt wird in das jeweilige Sockelbodenteil des Erst- und
Zweitmodells ein gesondertes Bodenformteil integriert, welches
gegebenenfalls Fixiermittel zur Befestigung des Erst- oder
Zweitmodells im Artikulator enthält. Als Fixiermittel eignen
sich beispielsweise ferromagnetische Metallplatten, welche
durch einen im Artikulator befestigten Magneten gehalten werden.
Daneben können selbstverständlich auch mechanische Fixierhilfen
verwendet werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Doubliervorrichtung für
prothetische Kiefermodelle, insbesondere zur Durchführung eines
der zuvor beschriebenen Verfahren. Solche Doubliervorrichtungen
besitzen üblicherweise ein Boden- und ein Deckelteil sowie eine
mit dem Boden- und Deckelteil einen Gießraum bildende Seiten
wandung. In das Bodenteil läßt sich erfindungsgemäß ein vor
gefertigter Sockelbodenformer einsetzen, der beim Gießvorgang
in das Sockelteil des Modells integriert wird.
Bevorzugt sind Abstandshalter, die zwischen Boden- und Deckel
teil der Vorrichtung anordenbar sind.
Zweckmäßigerweise wird vorgesehen, daß die Seitenwandung der
Doubliervorrichtung eine Abstützung für das Boden- und/oder das
Deckelteil umfaßt.
Bei einer speziell auf materialsparende Verwendung hin ausge
richteten Doubliervorrichtung wird von der Seitenwandung ein
verschieblich gehaltenes Deckelteil umfaßt. Hierbei ist es dann
zweckmäßig, in der Seitenwandung Führungselemente für das
Deckelteil vorzusehen, so daß das Deckelteil eine definierte
Position in der Doubliervorrichtung einnehmen kann.
Vorzugsweise wird das Deckelteil der Doubliervorrichtung aus
einem Stützteil und einem Formmasseteil bestehen, da häufig Si
likonmassen als Formmassen wegen ihrer großen Abbildungsgenau
igkeit und geringen Schrumpfung verwendet werden. Andererseits
sind die Silikonmassen flexibel und relativ weich, so daß ein
Stützteil die Exaktheit der in der Doubliervorrichtung gewon
nenen Zweitmodelle sehr verbessert.
Das Stützteil kann dabei so ausgebildet sein, daß es leicht von
dem Formmasseteil trennbar ist und somit bei künftigen Doub
liervorgängen wiederverwendbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das
Bodenteil an einem an der Seitenwandung umlaufenden Rücksprung
abgestützt. Dieser Rücksprung wird vorzugsweise innenliegend
angeordnet. Als Abstandshalter eignen sich insbesondere Di
stanzringe, welche beispielsweise zwischen dem Rücksprung und
dem sich darauf abstützenden Bodenteil angeordnet werden können.
Die Innenkontur der Distanzringe wird vorzugsweise im wesent
lichen der Innenkontur der Seitenwandung entsprechend ausgebil
det.
Als Seitenwandung lassen sich Streifen flexiblen Materials ver
wenden, die mit ihren Enden zusammengebogen sind und einen
rohrförmigen Körper bilden. Vorzugsweise werden die Streifenen
den mit Verbindungsgliedern ausgestattet, so daß die Streifen
enden miteinander zu einer geschlossenen Rohrform verbindbar
sind. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Er
findung bilden die beiden Verbindungsglieder an den gegenüber
liegenden Enden eines Streifens im zusammengesetzten Zustand
eine Schwalbenschwanzführung für ein diese Führung umgreifendes
Verschlußteil. Besonders zweckmäßig ist es hierbei, die Schwal
benschwanzführung konisch auszuführen, so daß bei einem Ver
schieben des Verschlußteils eine mehr oder weniger große Kraft
die Enden des flexiblen Streifens aufeinanderpreßt.
Zweckmäßigerweise weist das Bodenteil, das mit der Doublier
vorrichtung bei der Herstellung der Zweitmodelle verwendet
wird, Öffnungen auf, durch die die Gießmasse in die Doublier
vorrichtung eingegossen werden kann. Die Sockelbodenformer sind
vorzugsweise am Bodenteil selbst befestigbar, beispielsweise
über eine Magnethaftung und weisen bevorzugt ebenfalls Durch
gießöffnungen auf, die mit denen des Bodenteils fluchten.
Um eine größere Variabilität der Doublierküvetten und einen
größeren Einsatzbereich für diese Vorrichtungen zu schaffen,
wird außerdem vorgeschlagen, die Doublierküvetten bereits beim
Anformen eines Sockelbodens an das Erstmodell zu verwenden.
Hierbei wird ein Sockelbodenteil als Sockelbodenformer mit
denselben Werkzeugen wie das offene Bodenteil für die Her
stellung von Zweitmodellen hergestellt, wobei allerdings im
Bodenteil selbst keine Öffnungen mehr vorgesehen sind.
Dieses spezielle, für die Herstellung der Erstmodelle vorge
sehene Sockelbodenteil, oder auch Sockelformer genannt, be
wirkt, daß identische Sockelunterseiten bei Erst- und Zweitmo
dell erhalten werden. Wird ein solches Erstmodell über eine
sogenannte Bißschablone im Artikulator fixiert, wird damit
gleichzeitig die exakte Lageposition für das Zweitmodell bei
der Kontrolle der Okklusion im Artikulator festgelegt. Die
Erst- und Zweitmodelle sind nunmehr beliebig austauschbar und
bieten ein Optimum an Kontrolle bei der Modellierung der ortho
dontischen Teile.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden im folgenden
anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen im einzel
nen:
Fig. 1 ein offenes Bodenteil einer Doubliervorrichtung;
Fig. 2 eine Schnittansicht Längslinie 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 einen sogenannten Sockelformer;
Fig. 4 bis 6 Schnittansichten durch den Sockelformer
der Fig. 3;
Fig. 7 ein Deckelteil einer Doubliervorrichtung;
Fig. 8 eine Schnittansicht Längslinie 8-8 in Fig. 7;
Fig. 9 eine Seitenansicht auf ein Deckelteil;
Fig. 10 eine teilweise aufgebrochene Doubliervorrichtung;
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Doubliervorrichtung von
Fig. 10;
Fig. 12 und 13 die Herstellung eines definierten Sockelteils
für Erstmodelle;
Fig. 14a die Einpassung eines Erstmodells in einen Artikulator;
Fig. 14b eine Bißkontrolle bei zwei in einem Artikulator be
festigten Kiefermodellen;
Fig. 15 ein in eine Doubliervorrichtung eingesetztes Erstmodell
für die Herstellung zur Gußform für Zweitmodelle;
Fig. 16 eine Schnittansicht durch die Doubliervorrichtung bei
Entnahme des Erstmodells;
Fig. 17 eine Schnittansicht durch die Doubliervorrichtung bei
der Bildung des Zweitmodells;
Fig. 18 ein in den Artikulator eingesetztes Zweitmodell mit
modellierten orthodontischen Teilen;
Fig. 19 die Doubliervorrichtung bei der Herstellung einer
Gußmuffel;
Fig. 20 ein von der Gußmuffel abgetrennter Sockelformer;
und
Fig. 21 einen weiteren Verwendungszweck der erfindungsge
mäßen Sockelformer.
In den Fig. 1 bis 11 sind zunächst die wesentlichen Einzel
teile der erfindungsgemäßen Doubliervorrichtung dargestellt,
während die Fig. 12 bis 21 zur Erläuterung des erfindungsge
mäßen Verfahrens bzw. der Verwendungsmöglichkeiten der erfin
dungsgemäßen Doubliervorrichtung dienen.
Fig. 1 zeigt ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes Bodenteil der
Doubliervorrichtung und weist die Form einer flachen Schale
auf. Die Bodenfläche 12 des Bodenteils 10 ist dreifach durch
brochen, wobei die Durchbrechungen 13, 14, 15 Ränder 16, 17, 18
aufweisen, die etwas gegen die Vertikale geneigt sind, so daß
sich zum Inneren des Bodenteils hin eine Erweiterung der Durch
brüche ergibt. Diese schräg verlaufenden Ränder 16, 17, 18 sind
notwendig, um ein Einsetzen von Sockelbodenformern 20 (vgl.
Fig. 3 bis 6) in das Bodenteil 10 mit einem exakten Sitz zu
ermöglichen, ohne dabei zu Klemmwirkungen zu führen.
Die Durchbrüche 13, 14 und 15 sind auf der Bodenfläche 12 des
Bodenteils 10 im wesentlichen regelmäßig um ein Zentrum herum
angeordnet, in welchem ein kreisscheibenförmiger Permanentmag
net 22 angeordnet ist.
Ein nach oben von der Bodenfläche 12 abstehender Rand 24 weist
am äußeren Umfang eine ringsumlaufende Stufe 26 auf, die der
Verbindung mit einer auf dem Bodenteil 10 aufzusetzenden
Seitenwandung bzw. einer Manschette 28 dient (vgl. Fig. 10 und
11).
An seiner Unterseite weist das Bodenteil zusätzlich mehrere
Noppen 30 auf, welche der Verbesserung der Standfestigkeit der
Doubliervorrichtung dienen.
Ebenso wie die angeschrägten Randbereiche 16, 17 und 18 dient
auch der konisch sich erweiterende Rand 24 der besseren Entnah
memöglichkeit für im Küvettenunterteil gebildete Sockel von
Erst- und Zweitmodellen.
In Fig. 3 ist im Detail ein sogenannter Sockelbodenformer 20
dargestellt, welcher wiederum umfangsmäßig regelmäßig verteilt
Vertiefungen 31, 32, 33 aufweist, welche von Form und Größe her
gesehen komplementär zu den Durchbrüchen 13, 14 und 15 des Bo
denteils 10 ausgebildet sind.
Zentral in dem Sockelbodenformer ist eine ferromagnetische Me
tallplatte 34 eingelassen, welche bei eingesetztem Sockelboden
former 20 im Bodenteil 10 für eine Haftung der beiden Teile an
einander sorgt.
Zudem sind am oben liegenden Bereich des Sockelbodenformers 20
eine oder mehrere Aussparungen 36 angebracht, die später für
das Ansetzen von Werkzeugen zur Trennung von Sockelbodenformer
und darin gebildetem Sockel dienen können.
Der in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellte Sockelbodenformer wird
in das Bodenteil 10 eingesetzt, wenn der von der Abdruckmasse
des Patientengebisses erhaltene Gipsabguß, der als Erstmodell
oder als Meistermodell bezeichnet wird, mit einem Standard
sockel versehen wird. Hierzu wird dann in den Sockelbodenformer
20 und das Bodenteil 10 eine ausreichende Gipsmenge eingefüllt
und das zuvor schon ausgehärtete Gipsmodell des Kiefers in
diese Gipsmasse eingedrückt.
Fig. 6 zeigt eine dem Sockelbodenformer 20 entsprechende Aus
bildungsform 38, welche sich von der Ausführungsform mit dem
Bezugszeichen 20 lediglich dadurch unterscheidet, daß statt den
Vertiefungen 31, 32, 33 Durchbrüche vorgesehen sind. Diese
Durchbrüche sind bei der im folgenden beschriebenen Herstellung
von Zweitmodellen für das Einfüllen der entsprechenden Gießmas
se von Bedeutung.
Wichtig ist an dieser Stelle festzuhalten, daß sowohl die Aus
führungsform gemäß Fig. 6 als auch die Ausführungsform gemäß
den Fig. 3 bis 5 mit demselben Werkzeug hergestellt werden kön
nen, so daß sich hier möglichst geringe Werkzeugkosten bei der
Produktion der unterschiedlichen Sockelformertypen ergeben.
Die Vertiefungen 31, 32, 33 des Sockelbodenformers 20 und auch
die Durchbrüche des Sockelbodenformers 38 weisen wieder eine
nach oben hin sich erweiterende Form auf, was dem Lösen der
Gipsmasse der Erstmodelle oder aber der Gießmasse der Zweit
modelle von den Sockelbodenformern förderlich ist.
In diesem Zusammenhang ist noch anzumerken, daß die Steigungen
bzw. die Abweichungen des Verlaufs dieser Randbereiche von der
Vertikalen so gewählt sind, daß einerseits ein gutes Lösen der
Teile voneinander möglich ist, andererseits jedoch noch eine
ausreichende Haftwirkung erzielt wird, so daß die Teile ohne
Verwendung von Adhäsionsmitteln durch mechanischen Reibkontakt
aneinander haften.
Die Fig. 7 bis 9 schließlich stellen ein Deckelteil 40 dar, das
zusammen mit dem Bodenteil 10 und der Manschette 28 einen Hohl
raum zur Bildung von Gießformen ergibt.
Das Deckelteil 40 umfaßt ein ringförmiges Teil 42, wobei ein
Steg 44 den Ring mittig überbrückt. Der Steg trägt einen im
eingesetzten Zustand des Deckelteils nach unten weisenden Vor
sprung 46, der zur Verringerung des Gießformvolumens dient. Der
Steg 44 und das ringförmige Teil 42 liegen im wesentlichen in
einer Ebene und lassen zwei Durchbrüche 47, 48 offen, durch die
Gießmasse in die Doubliervorrichtung einfüllbar ist. Die Durch
brüche 47, 48 erweitern sich nach oben hin stufenförmig und
bieten zusammen mit der Ausformung des Vorsprungs 46 der einge
füllten Gießmasse im verfestigten Zustand Halt, so daß das
Deckelteil 40 und die Gießmasse eine zusammenhängende Einheit
bilden. Mit dieser Maßnahme werden zwei Vorteile gleichzeitig
erzielt: zum einen wird sichergestellt, daß nur eine minimale
Menge an Gießmasse verbraucht wird und zum anderen wird eine
größere Verformungsbeständigkeit der Gießform erzielt. Da als
Gießmasse häufig Silikone eingesetzt werden, die relativ teuer
sind und neben den guten Abbildungseigenschaften den Nachteil
aufweisen, daß sie ausgeprägte Verformungsbeständigkeit aufwei
sen, eignet sich ein solches Deckelteil besonders für den Ein
satz dieser Gießmassen.
Das ringförmige Teil 42 trägt über ca. zwei Drittel seines Um
fangs regelmäßig wiederkehrende Ausbuchtungen 50, denen komple
mentäre Ausnehmungen 52 an der Innenwandung der Manschette 28
entsprechen. Dadurch erhält das Deckelteil 40 im in die Man
schette 28 eingesetzten Zustand eine Führung in vertikaler
Richtung, wobei gleichzeitig durch die vergrößerte Oberfläche
eine größere Reibwirkung erzielt wird, so daß das Deckelteil 40
sicher in einer definierten Höhe in der Manschette 28 fixierbar
ist.
Fig. 10 zeigt die bereits zuvor beschriebene Manschette 28 in
teilweise aufgebrochener Ansicht. Ersichtlich ist hierbei, daß
die zuvor bereits angesprochenen Ausnehmungen 52 in vertikaler
Richtung verlaufen und sich dabei vom oberen Rand 54 der Man
schette 28 nur bis in den unteren Bereich der Manschette hinein
erstrecken, nicht jedoch bis zu deren unterem Rand 56. Es ver
bleibt also im unteren Teil der Manschette ein ringsumlaufender
Bereich mit ebener Oberfläche. Außerdem ergibt sich an dieser
Stelle an der Innenfläche der Manschette 28 ein ringsumlaufen
der Absatz oder Rand, auf dem sich die zusammenhängende Einheit
aus Deckelteil 40 und Silikongießmasse bei den Folgeschritten
abstützen kann.
Benachbart zum unteren Rand 56 weist die Manschette an der
Innenseite einen ringsumlaufenden Rücksprung 58 auf, welcher
mit dem oberen Ende des Bodenteils 10 zusammenwirkt. Die
Manschette im Randbereich 56 selbst ist komplementär zu dem
Rücksprung 26 des Bodenteils 10 ausgebildet.
Die Manschette 28 wird vorzugsweise durch ein streifenförmiges
Kunststoffteil gebildet, welches in einer Art Ringform gebogen
ist. An den jeweiligen Streifenenden 60, 61 trägt die Manschet
te keilförmige Teile 62, 63, welche zusammen eine Schwalben
schwanzführung für ein Verbindungsteil 64 bilden. Das Verbin
dungsteil 64 überfängt die Schwalbenschwanzführung aus den
keilförmigen Teilen 62 und 63 und verhindert ein Auseinander
klaffen der Enden 60, 61. Dadurch, daß die keilförmigen Teile
62, 63 sich vom oberen Rand 54 zum unteren Rand 56 hin verbrei
tern, entsteht beim Verschieben des Verbindungsteils 64 von
oben nach unten eine zusätzliche Klemmwirkung.
Zweckmäßigerweise ist das Verbindungsteil 64 mit einem Griff
teil 66 ausgebildet, was eine leichtere Handhabung des Verbin
dungsteils 64 erlaubt und insbesondere geeignet ist, um hohe
Klemmwirkung auf die Enden 60, 61 des Manschettenstreifens zu
bringen.
Wie aus der Draufsicht in Fig. 11 ersichtlich ist, sind die
Ausnehmungen nicht über den ganzen Umfang im Innern der Man
schette 28 verteilt, sondern erst ab einem gewissen Abstand von
den Enden 60 bzw. 61 an. Dies hat zur Folge, daß bei einem Lö
sen bzw. Entfernen des Verbindungsteils 64 eine Öffnung der
Manschette durch eine leichte Schwenkbewegung bzw. durch ein
leichtes Auseinanderdrücken des Manschettenstreifens möglich
ist, was im Falle von ringsumlaufenden Führungen oder Ausneh
mungen 52 nicht möglich wäre, da hier dieser Bewegung ein
Klemmsitz entgegenwirken würde.
Im folgenden sei nun anhand der Fig. 12 ff. ein Arbeitsablauf
beispielhaft dargestellt, bei dem, ausgehend von einem Erstmo
dell, das durch ein Abgießen eines Patientenkieferabdrucks mit
Hartgips gewonnen wurde, ein sogenanntes Zweitmodell herge
stellt wird und letztendlich die für die Gebißsituation notwen
dige Prothese.
Fig. 12 zeigt das Anformen eines Gipssockels an das sogenannte
Erstmodell 68. Hierzu wird das Bodenteil 10 mit einem Sockelbo
denformer 20 bestückt, wobei die beiden Teile durch den Magne
ten 22 und die Metallscheibe 34 zusammengehalten werden. Der
verbleibende Hohlraum des Bodenteils 10 wird mit einer frisch
angerührten Gipsmasse 70 gefüllt, in die das Erstmodell 68 ein
gedrückt wird.
Nach dem Aushärten der Gipsmasse 70 ist das Erstmodell mit
einem standardisierten Sockel 72 versehen, der die große Varia
bilität der Verwendung der Doubliervorrichtung sowie des erfin
dungsgemäßen Verfahrens mitbewirkt. Das Erstmodell mit seinem
Standardsockel 72 läßt sich nun durch einfaches Drücken gegen
den Sockelbodenformer 20 an der Stelle der Durchbrüche 13, 14
und 15 im Bodenteil 10 trennen.
Das so erhaltene Erstmodell wird nun mit einem Magneten 74 ver
sehen, der gegen die Metallplatte 34 geheftet wird. Für zukünf
tige Kontrollarbeiten wird das Erstmodell mit dem daran an
gehefteten Magneten 74 in den nur schematisch dargestellten Ar
tikulator 76 eingegipst (vgl. Fig. 14a). Auf der unteren Artiku
latorfläche 78 befindet sich eine Gipsmasse 80, in die das
Erstmodell mitsamt seinem Standardsockel 72 und dem daran ange
hefteten Magneten 74 eingedrückt wird. Nach dem Aushärten der
Gipsmasse 80 bleibt der Magnet 74 in der Gipsmasse gebunden und
nach einer Trennung von Standardsockel 72 und Gipsmasse 80 ver
bleibt ein charakteristischer Abdruck des Sockelbodenformers in
der Gipsmasse 80 des Artikulators 76. Dadurch ist es möglich,
das Erstmodell beliebig oft aus dem Artikulator zu entnehmen
und zur Bißkontrolle wieder einzusetzen, ohne daß sich irgend
welche Ungenauigkeiten in der Positionierung ergeben. In Fig.
14b ist dann die eigentliche Bißprobe oder die Kontrolle der
natürlichen Okklusion gezeigt, die dann erhalten wird, wenn das
entsprechende Gegenkiefer im Modell an das obere Teil 82 des
Artikulators 76 befestigt wird. Eine exakte Ausrichtung der
beiden Kiefermodelle erfolgt dadurch, daß das Erstmodell 68 und
das Modell des Gegenkiefers 81 mit einer sogenannten Bißschab
lone (nicht dargestellt) gegeneinander im Artikulator justiert
werden, bevor die Modelle im Artikulator endgültig befestigt
werden.
Am vorderen Ende des Artikulators 76 ist eine Prüfnadel 84 an
gebracht, die bei einer korrekten Stellung der Modelle 81 und
68 gegeneinander die gegenüberliegende Auflagefläche berührt
und immer auf denselben Punkt zeigt. Dies ist bei der Prüfung
der Okklusion besonders wichtig, da der Artikulator sowohl in
Vertikal- als auch in Horizontalrichtung ein Bewegen der beiden
Kiefermodelle gegeneinander erlaubt.
Für die Herstellung von Zahnprothesen, die im wesentlichen aus
einem aus Metall gegossenen Gerüst bestehen, ist es notwendig,
für den Gießvorgang eine feuerfeste Gußmuffel bereitzustellen.
Um bereits an einem feuerfesten Modell die Prothese in Wachs
und/oder Kunststoff modellieren zu können, wird mit der erfin
dungsgemäßen Doubliervorrichtung ein sogenanntes Zweitmodell
hergestellt. Hierzu wird das Erstmodell 68 wieder in das Boden
teil 10 eingesetzt. Auf das Bodenteil 10 wird die Manschette 28
aufgesetzt, wobei zwischen dem oberen Rand des Bodenteils 10
und dem Rücksprung 58 der Manschette 28 ein Distanzringe 86
eingelegt wird. Durch die Verwendung des Distanzringes 86
taucht das Erstmodell 68 weniger weit in den Hohlraum, der
durch die Manschette 28 gebildet wird, ein.
Von oben her wird die Manschette 28 mit dem Deckel 40 bestückt
und dieser wird so weit in der Manschette nach unten gedrückt,
bis nur noch ein geringer Abstand des Vorsprungs 46 zu der Gau
menpartie des Erstmodells 68 besteht (vgl. Fig. 15). Die Posi
tion der Teile gegeneinander wird nun durch ein Aufschieben des
Verbindungsteils 64 auf die Schwalbenschwanzführung der keil
förmigen Teile 62, 63 der Manschette 28 gegeneinander fixiert.
Durch die Durchbrüche 47, 48 kann nun Silikonmasse in die von
Manschette 28, Deckel 40 und Erstmodell 68 gebildete Gußform
eingegossen werden (siehe schematisierte Darstellung in Fig.
15). Die vorzugsweise als Gießmasse verwendete Silikonmasse
wird bis zur oberen Abschlußfläche 88 des Deckels 40 eingegos
sen. Durch die Abstufungen und Ausnehmungen des ringförmigen
Teils 42 des Deckelteils 40 sowie des Vorsprungs 46 ergibt sich
eine gute Haftung des später ausgehärteten Silikonmassenteils
mit dem Deckelteil 40, wodurch dem Silikonmassenteil, welches
an sich weich und flexibel ist, zusätzliche Stabilität ver
liehen wird.
Nach dem Aushärten der Silikonmasse, mit der der gesamte freie
Raum zwischen Erstmodell 68 und Deckel 40 ausgefüllt ist, läßt
sich das Erstmodell 68 abnehmen (vgl. Fig. 16), wobei die Nega
tivform der Gebißsituation des Patienten als sehr detailge
treuer Silikonabdruck in der Doubliervorrichtung verbleibt.
Der Distanzring oder die Distanzringe 86 werden entfernt, die
Doubliervorrichtung wird umgedreht und die Manschette 28 bildet
mit ihrem oberen Rand 54 die Standfläche für die Doubliervor
richtung.
Von der Bodenseite her wird wieder das Bodenteil 10, diesmal
jedoch mit einem durchbrochenen Sockelbodenformer 38 auf die
Manschette aufgesetzt. Durch die durch die Durchbrüche des Bo
denteils 10 sowie des Sockelbodenformers gebildeten Öffnungen
wird nun eine feuerfeste Einbettmasse (vgl. schematische Dar
stellung der Fig. 17) in das Negativmodell eingefüllt, wobei
sich eine Verringerung der Modellhöhe im Vergleich zum Erstmo
dell 68 durch den fehlenden Distanzring ergibt.
Aufgrund der Expansionseigenschaften der feuerfesten Gießmasse
beim Aushärten ergibt sich ein Zweitmodell 90, dessen Höhe
identisch oder doch im wesentlichen identisch ist mit der Höhe
des Erstmodells, so daß dank der durch den Sockelbodenformer 38
garantierten identischen Sockelbodenausbildung ein problemloses
Einsetzen des Zweitmodells in den Artikulator 76 möglich ist.
Nach dem Aushärten wird das Zweitmodell 90 der Doubliervorrich
tung entnommen und kann nun zur Modellierung der fehlenden
Zähne, Brücken usw. in Wachs und/oder Kunststoff verwendet wer
den.
Die Korrektheit der modellierten Prothese kann durch wiederhol
tes Einsetzen im Artikulator 76 überprüft werden, wobei das
fest in den Artikulator eingegipste Oberkiefer 81 neben der im
unteren Artikulatorteil 78 verbleibenden Gipsmasse 80 jeweils
eine Referenz bilden. Die Nadel 84 erlaubt wiederum die Repro
duktion der Gebißstellung, die der Bißschablone, wie sie vom
Patientenkiefer entnommen wurde, entspricht.
Nachdem der Modelliervorgang beendet ist, wird das feuerfeste
Zweitmodell 90 zusammen mit dem aufmodellierten Zahnersatz wie
der in die Doubliervorrichtung zurückgebracht, wobei diesmal
das Deckelteil 40 mit dem anhängenden Silikonteil entfernt
wurde. Nachdem an die prothetischen Teile sogenannte Gußkanäle
91, 92 sowie ein Gußtrichter 94 angeformt wurden, wird die
Manschette bis zum oberen Rand des Gußtrichters 94 (vgl. Fig.
19) mit einem weiteren Teil an feuerfester Gießmasse befüllt.
Nach dem Aushärten dieser Gießmasse werden die Wachs- und
Kunststoffteile der modellierten Prothese durch Erhitzen ausge
brannt, so daß im Inneren der so entstandenen feuerfesten Guß
muffel 96 ein Hohlraum gebildet wird, der der herzustellenden
orthodontischen Prothese entspricht.
Zum Ausbrennen der Wachs- und Kunststoffteile kann der Sockel
bodenformer 38 selbstverständlich entfernt werden (vgl. Fig.
20), so daß dieser, falls dieser aus keinem feuerfesten Ma
terial besteht, bei dem Ausbrennen bzw. bei dem Gießen der me
tallischen Prothesen keinen Schaden leidet und somit wieder
verwendet werden kann.
Nach dem Erkalten wird die Gußmuffel 96 zerschlagen und das
verbleibende zahnprothetische Teil kann dann beispielsweise auf
dem Erstmodell 68 zur Probe nochmals in den Artikulator 76 ein
gesetzt werden. Eine weitere Bearbeitung kann ebenfalls auf dem
Erstmodell 68, beispielsweise einem Arbeitsständer 68, erfol
gen, welcher an seiner Oberseite vorzugsweise eine Ausgestal
tung trägt, die komplementär zu der Struktur der unteren Seite
der Bodenformer 20 oder 38 ausgebildet ist und der ebenfalls
ein permanentmagnetisches Teil für die Fixierung des Modells
auf dem Arbeitsständer enthält.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, im Zusammenhang mit dem er
findungsgemäßen Verfahren, erlaubt somit von der Anfertigung
eines Gipsmodells oder eines Erstmodells vom Kieferabdruck
eines Patienten und dessen Sockelung die Doublierung der Gips
modelle, wobei durch die besondere Ausgestaltung von Doublier
küvette und Deckelteil mit möglichst wenig Doubliermaterial ge
arbeitet werden kann, und das Austauschen bzw. Einsetzen und
Wiedereinsetzen von Erstmodell und/oder Zweitmodell in den Ar
tikulator zur Kontrolle der modellierten zahnprothetischen Tei
le läßt sich ohne Verlust der Genauigkeit beliebig oft wieder
holen. Dies wird insbesondere auch durch die Verwendung von
vorgefertigten Bodenformern ermöglicht, die vorzugsweise aus
Kunststoff hergestellt sind und damit nur wenig Verschleiß un
terliegen. Zudem läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
auch für die Herstellung der Gußmuffel selbst verwenden, so daß
im Dentallabor lediglich eine Vorrichtung für sämtliche Vor
gänge im Zusammenhang mit Herstellen, Doublieren und Gießen von
Gußmuffeln vonnöten ist.
Für verschiedene Gebiß-/Kiefergrößen können selbstverständlich
mehrere Größen der Doubliervorrichtung bereitgestellt werden.
Selbst wenn man auf die großen Vorteile der besonderen Ausge
staltung des Sockelbodens verzichtet, läßt sich die erfindungs
gemäße Doubliervorrichtung in gewohnter Weise verwenden, es
wird hierzu lediglich eine ebene Metallplatte in das Bodenteil
10 eingelegt und es können die üblichen, unten ebenen
Modellsockel gebildet werden. Dies ist zum Beispiel dann
möglich, wenn ein Arbeiten mit dem Artikulator entfallen kann.
Die wichtigste Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist jedoch die Möglich
keit, die Höhe des hergestellten Zweitmodells exakt zu bestim
men, wobei eine Expansion der zur Herstellung verwendeten
feuerfesten Einbettmasse von vornherein mitberücksichtigt wer
den kann. Die Expansion kann beispielsweise 0,6 mm betragen und
errechnet sich aus den Expansionseigenschaften der feuerfesten
Einbettmasse sowie der Gesamthöhe des Erstmodells. Um ein mög
lichst einfaches Arbeiten zu garantieren, werden mehrere Di
stanzringe mit unterschiedlichen Stärken (beispielsweise 0,4
mm, 0,5 mm, 0,6 mm, 0,7 mm und 0,8 mm Stärke) angeboten, so daß
sich im Labor ein sehr einfaches Arbeiten beim Ausgleichen der
Expansion bezüglich der Modellhöhe ergibt.
Als Material für die Herstellung sämtlicher Teile der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung, bis auf die der Metallplatte und dem
zugehörigen Magneten, eignet sich schlagfester Hartkunststoff,
der vorzugsweise so ausgewählt wird, daß sich eine möglichst
geringe Haftung zu anliegenden Gipsteilen, der Silikonteile und
Teilen aus feuerfester Gießmasse ergibt. Dies erleichtert
insbesondere ein Trennen der frisch gegossenen Teile von der
Doubliervorrichtung und erleichtert auch ein Säubern derselben.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung eines zahnprothetischen Teils,
wobei in einem ersten, folgende Schritte umfassenden Teil
prozeß ein prothetisches Zweitmodell mit einem auf einem
Sockelteil angeordneten Kiefermodell hergestellt wird:
- a) in einem ersten Schritt wird anhand eines Kieferabdrucks ein Erstmodell gegossen,
- b) von welchem in einem zweiten Schritt eine Gußform für das Zweitmodell hergestellt wird,
- c) in welche in einem dritten Schritt eine das Zweitmo dell bildende Gießmasse eingebracht und gehärtet wird
und wobei in einem zweiten Teilprozeß das zahnprothetische
Teil auf dem Zweitmodell, gegebenenfalls unter Zuhilfenah
me eines Artikulators, modelliert wird, wovon nachfolgend
eine feuerfeste Gußmuffel für das zahnprothetische Teil
hergestellt wird, wobei bei der Herstellung der Gußform
für das Zweitmodell die Höhe des zu bildenden Sockelteils
so eingestellt wird, daß unter Berücksichtigung der Mate
rialeigenschaften der Gießmasse, insbesondere deren Expan
sionsverhalten beim Aushärtevorgang, im dritten Schritt
des ersten Teilprozesses ein Zweitmodell erhalten wird,
welches im wesentlichen dieselbe Höhe wie das Erstmodell
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in den jeweiligen
Boden der Sockelteile des Erst- und/oder Zweitmodells ein
gesondertes Bodenformteil integriert wird, welches gegebe
nenfalls Fixiermittel zur Befestigung des Erst- bzw.
Zweitmodells im Artikulator enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Höhe des zu bildenden Sockelteils durch die Variation des
Abstandes eines Bodenteils zu einem Deckelteil in einer
Doubliervorrichtung eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ab
standshalter zwischen Boden und Deckelteil bei der Bildung
der Gußform im zweiten Schritt in die Doubliervorrichtung
eingesetzt werden, und daß die Abstandshalter vor der
Durchführung des dritten Schrittes entfernt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Höhe des zu bildenden Sockelteils des Zweitmodells durch
das Einsetzen von Abstandshaltern in die Gußform bei der
Durchführung des dritten Schrittes verringert wird.
5. Doubliervorrichtung für Kiefermodelle, insbesondere zur
Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der voranste
henden Ansprüche 1 bis 4, mit einem Boden- und einem
Deckelteil (10 und 40), welche zusammen mit einer Seiten
wandung (28) einen Gießraum bilden, und mit Mitteln, mit
denen die Höhe einer herzustellenden Gießform definiert
einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in das Boden
teil (10) vorgefertigte Sockelbodenformer (20) einsetzbar
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel Abstandshalter (86) sind, die die Lage von
Deckel- und/oder Bodenteil (10; 40) bezüglich der
Seitenwandung (28) beeinflussen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwandung als öffenbare Manschette ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (86) zwischen
Seitenwandung (28) und Bodenteil (10) in die
Doubliervorrichtung einsetzbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) Rücksprünge
(58) oder Vorsprünge (56) umfaßt, auf die das Deckel-
und/oder das Bodenteil (10; 40) und/oder die Abstands
halter (86) abstützbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden
Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckel
teil (40) von der Seitenwandung (28) verschieblich gehal
ten ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwandung Führungselemente (52) für die Ver
schiebebewegung des Deckelteils (40) umfaßt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Deckelteil (40) ein Stützteil (44,
46) und ein aus einer gehärteten, verformbaren Gießmasse
bestehendes Teil umfaßt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stützteil (44, 46) und das Gießmassenteil trennbar
verbunden sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) und/oder das
Bodenteil (10) und/oder das Deckelteil (40) aus
schlagfestem Kunststoff hergestellt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenwandung (28) die Form eines
eine Manschette bildenden Streifens aufweist, wobei die
einander zugewandten Streifenenden (60, 61)
Verbindungsglieder (62, 63) tragen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungsglieder (62, 63) in zusammengesetztem
Zustand eine Schwalbenschwanzführung für ein Verschlußteil
(64, 65) bilden.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sockelbodenformer (20) mit Magnet
haftung am Bodenteil (10) befestigbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893910975 DE3910975C1 (en) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Method and device for the production of denture parts |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893910975 DE3910975C1 (en) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Method and device for the production of denture parts |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3910975C1 true DE3910975C1 (en) | 1990-09-27 |
Family
ID=6377892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893910975 Expired - Fee Related DE3910975C1 (en) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Method and device for the production of denture parts |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3910975C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2757372A1 (fr) * | 1996-12-24 | 1998-06-26 | Giordano Bruno | Support de moulage pour prothese dentaire, procede pour realiser un moulage avec un tel support, et moulage pour ce support |
| ITVI20130139A1 (it) * | 2013-05-21 | 2014-11-22 | P P M Sas Di Giacomini Manuele E Monica | Dispositivo per la realizzazione di protesi dentarie |
-
1989
- 1989-04-05 DE DE19893910975 patent/DE3910975C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Wöstmann, Bernd: "Okklusionsgerechte Reposition von Einbettmassemodellen in den Artikulator" in DE-Z.: "dental-labor", XXXVI, H. 2/88, S. 177-181 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2757372A1 (fr) * | 1996-12-24 | 1998-06-26 | Giordano Bruno | Support de moulage pour prothese dentaire, procede pour realiser un moulage avec un tel support, et moulage pour ce support |
| ITVI20130139A1 (it) * | 2013-05-21 | 2014-11-22 | P P M Sas Di Giacomini Manuele E Monica | Dispositivo per la realizzazione di protesi dentarie |
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