DE4205051A1 - Herstellungsverfahren fuer arbeitsabguesse im dentalbereich - Google Patents
Herstellungsverfahren fuer arbeitsabguesse im dentalbereichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren für Arbeitsabgüsse im Dental
bereich, die für die Fertigstellung von Kronen oder Gebissen aus Metall-
Porzellan oder Vollkeramik in der Zahntherapie verwendet werden, wobei ein
positives Modell für die Weiterbearbeitung von einem Zahnabdruck hergestellt
wird und das Modell mit einem geeigneten Kunstharz, einem Spritzgußmaterial,
einem feuerfesten Gießmaterial oder einem anderen Zahnersatzmaterial für den
Arbeitsabguß kopiert wird.
Bisher wird ein Modell eines Gebisses zur Anfertigung einer Krone oder Brücke
bei der zahnärztlichen Behandlung hergestellt, an dem der fragliche Zahn durch
Abnahme eines auch die Umgebung des fraglichen Zahnes beinhaltenden
Abdrucks des Gebisses mit einem nachfolgendem Gipsabguß kopiert wird. Das so
präparierte Zahnmodell wird dann in einem Dentallabor von einem
Zahntechniker durch Nacharbeiten des Zahnendes und aller Oberflächen zur
Festlegung von Referenzflächen bearbeitet. Danach wird ein Stift für einen
Stiftzahn auf der Bodenfläche der Referenzfläche mit Hilfe eines Bohrers und
einem Werkzeug zur Stifteinführung eingearbeitet und mit einem Kleber oder
Gips befestigt. Dann wird eine Nut an der äußeren und inneren Fläche des Stif
tes zur Verhinderung von Drehbewegungen mit Hilfe einer Spitze eingeschnitten.
Danach wird diese mit einem Trennmittel überzogen. Der so präparierte Abguß
wird in eine zweite, in einer Gummiform befindlichen Gußgipsmasse eingebettet
und zwar so, daß der obere über den Zahnstift befindliche Teil des Modells unter
die Oberfläche des Gipses zu liegen kommt. Nachdem der Gips hart geworden ist,
wird der Gipsblock aus der Gummiform entnommen und nur der in Frage
kommende Gußteil ausgeschnitten. Dann wird das Modell des in Frage
kommenden Gußteils dem ausgeschnittenen Teil entnommen. Der Guß des
Stützzahnes wird für seine endgültige Form zur leichten Befestigung einer Kro
ne, Brücke oder ähnlichem bearbeitet. Der so bearbeitete Guß wird dann an der
richtigen Stelle in dem Formkasten für den zweiten Abguß angebracht und zur
Fertigstellung der entsprechenden Krone oder Brücke in bezug auf seine relative
Stellung zwischen den benachbarten Zähnen und für das Eingreifen mit dem
gegenüberliegenden Zahn ausgerichtet.
Auch für die Herstellung eines Vollkeramikgebisses wird das vollständige
Zahnmodell erst mit Hilfe eines Silikonkautschuks zur Fertigung des Abdrucks
und anschließender Replika aus einem feuerfesten Material angefertigt, um
daraus den Arbeitsabguß herzustellen. Zu diesem Fall müssen die teuren hitze
beständigen Stifte für die Stiftzähne dem Zahnarzt übergeben werden, ohne daß
sie vorher entfernt werden.
Wie oben dargestellt, erfordert das Verfahren für den gesamte Guß zur Herstel
lung des in Frage kommenden Stützzahnes nach dem Stand der Technik eine
vollständige Umhüllung, wodurch eine Menge teuren Materials zur Herstellung
nötig wird. Die Materialkosten sind besonders für alle Keramikgebisse hoch, bei
denen Silikonabdrücke und feuerfestes Gußmaterial benutzt werden. Außerdem
wird das rohe Gußmodell beim Stand der Technik nachgearbeitet, wodurch die
Originalform verändert wird. Dies macht es schwierig, die richtige Stelle für die
Anbringung bezüglich der Referenzflächen des Gusses und der Übergangs
bereiche zu finden, wenn der unbehandelte Zahn ausgearbeitet wird,
insbesondere wenn eine Krone oder ähnliches für die Ausrichtung in das Arbeits
modell eingesetzt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Herstellungsverfahren für Arbeitsabdrücke im
Dentalbereich zur Fertigstellung von Kronen oder Gebisse aus Metall-Porzellan
oder Vollkeramik zu schaffen, bei dem es möglich ist, nur den fertigzustellenden
Zahn zu replizieren, ohne daß das gesamte Gußmodell kopiert werden muß und
so der Zahn des entsprechenden Stützzahns ohne Beschädigung des Gußmodells
geformt werden kann.
Die Aufgabe wird durch Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2 gelöst.
Erfindungsgemäß wird ein Modell des Arbeitsabdrucks hergestellt, indem nur der
Teil des Stützzahnes aus dem vom Zahnarzt entnommenen Gipsmodells des
Gebisses herausgetrennt, und weiter der 50 isolierte Guß des Stützzahnes für die
Anfertigung des Arbeitsabdruckes sowie zur Herstellung eines Vollkeramik
gebisses mit billigeren Stiften aus feuerfestem Material verwendet wird.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der
Darstellung eines Ausführungsbeispiels zusammen mit den Ansprüchen und der
Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Gebißmodells;
Fig. 2 (A und B) jeweils einen schematischen Schnitt durch einen Unterkasten
für einen erfindungsgemäßen Abdruck mit verschiedenen
eingebetteten Modellen von Stützzähnen;
Fig. 3 schematisch einen vertikalen Schnitt durch einen Oberkasten
und Unterkasten entsprechend Fig. 2A in zusammengesetzter
Form;
Fig. 4 schematisch den Unter- und Oberkasten einer anderen
Ausführung der Erfindung mit einem Einlaß für das Abform
material.
Ein von einem Zahnarzt hergestelltes Gebißmodell 1 aus Gips wird entlang der
unterbrochenen Linien in Fig. 1 geschnitten, um den Gußformling 2 des zu
behandelnden Stützzahnes herauszutrennen.
In einen erfindungsgemäßen mit einem Abdruckmaterial 5 gefüllten Unterkasten
3 gemäß Fig. 2 (A) wird der so separierte Gußformling 2 eingesetzt, um ihn
einschließlich der Referenzfläche und dem Stift 4 zu replizieren. Der Stift 4 weist
an einer Seitenfläche eine eine Drehung verhindernde Nut 7 auf. Auf den Unter
kasten 1, mit dem teilweise eingebetteten Stützzahn wird dann erfindungsgemäß
ein Oberkasten 8 gemäß Fig. 3 aufgesetzt, wobei der freigebliebene Hohlraum in
dem Oberkasten mit dem Abdruckmaterial 5 über eine geeignete Einlaßöffnung
gefüllt wird. Nach dem Aushärten des eingeführten Abdruckmaterials werden der
Ober- und Unterkasten voneinander getrennt und das ausgehärtete Abdruck
material 5 wird entlang der Deckfläche des Unterkastens und dem Gußteil 2 des
Stützzahns mit dem Stift 4 aus dem getrennten Abdruckmaterial herausgezogen.
Dann wird ein anderer Stift 9 mit derselben Größe und Form wie der Stift 4 und
aus einem billigen feuerfesten Material in den entstandenen Hohlraum in dem
unteren Teil des gehärteten Abdrucks eingesetzt. Anschließend wird der obere
Teil des gehärteten Abdrucks zur Bildung der Gießform aufgesetzt. Der
verbliebene freie Hohlraum wird dann mit Gießmaterial 10 mit einem
feuerfesten Material oder einem Kunstharz gefüllt, um nach dem Aushärten des
Gießmaterials 10 den entsprechenden Arbeitsabdruck herzustellen.
Vorzugsweise kann die Grenzfläche zwischen dem oberen und unteren gehärteten
Abdruckteil der Gießform beispielsweise versehen werden mit:
1. einem geeigneten Stift, der durch die Wand der Gießform eingeführt wird,
2. einer speziellen Anpaßkontur für paßgenaues Anliegen, oder
3. einsetzbaren Eingreifhilfen, wie z. B. Nut und Feder, und zwar zur einfachen
und sicheren Positionierung eines Teils relativ zum anderen.
Wenn mit einem Abguß gearbeitet wird, der schon selbst eine Sicherung gegen
Drehung aufweist und nicht mit einem Stift versehen ist, vereinfacht sich der
erste Abguß, da in diesem Fall nur der separierte Gußformling des Stützzahns in
die Masse des Abgußmaterials gemäß Fig. 2B eingesetzt werden muß.
Vorzugsweise wird eine Einlaßöffnung 11 gemäß Fig. 4 an der Grenze zwischen
Oberkasten und Unterkasten vorgesehen, damit das Einfüllen des ersten
Gußmaterials, nämlich des Abdruckmaterials, vereinfacht wird, nachdem die
beiden Formkastenteile zusammengesetzt worden sind. Dadurch kann ein
eventuelles Verschieben der Referenzfläche aufgrund von Beeinträchtigungen
durch das Gußmaterial verhindert werden.
Wie oben beschrieben ist es erfindungsgemäß möglich, den Aufwand für einen
Arbeitsabdruck des Stützzahns ökonomischer in Hinblick auf das
Schmelzmaterial zu gestalten, da nur der zu behandelnde Stützzahn durch den
Guß reproduziert werden muß.
Da das vom Zahnarzt bereitgestellte Gußmodell bis auf das Ausschneiden des
Gußformlings des zu bearbeitenden Stützzahns nach verändert wird, wie es
beispielsweise durch das Nacharbeiten der Fall wäre, kann die Einstellarbeit des
Gebisses für Kronen oder Brücken nach Wiedereinsetzen des Gußformlings in das
Modell genau durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß eine
vollständige Reproduktion des Arbeitsabgusses leicht möglich ist, wenn er
beispielsweise zufällig beschädigt oder zerstört wird. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß auch billigere Stifte bei der Arbeit an Vollkeramikgebissen verwendet
werden können.
Claims (3)
1. Herstellungsverfahren für Arbeitsabgüsse zur Anfertigung einer Krone
oder eines Gebisses aus Metall-Porzellan oder aus Vollkeramik bei dentaler
prothetischer Behandlung, gekennzeichnet durch,
- - Schneiden und Abtrennen des Gußformlings (2) eines Stützzahnes aus einem von einem vom Zahnarzt beigestellten Gebißmodell;
- - Bearbeiten des abgetrennten Gußformlings (2) durch Versehen mit einer Vorrichtung zur Verhinderung des Drehens;
- - Einsetzen des bearbeiteten Gußformlings (2) in eine Masse eines Abdruck materials (5), welches sich in einem Unterkasten (3) befindet, der fest und positionsbestimmt mit einem Oberkasten (8) zur Bildung einer Gießform zusammenfügbar ist;
- - Zusammenfügen des Abdruckmaterials und des den Gußformling (2) enthaltenden Unterkastens (3) mit dem Oberkasten (8);
- - Einführen von Abdruckmaterial (5) in den freien Innenraum des Oberteils,
- - Aushärtenlassen des Abdruckmaterials;
- - Trennen des Oberkastens (8) vom Unterkasten (3) und Teilen des gehärteten Abdrucks entlang der Deckfläche des Unterkastens (3);
- - Herausnehmen des Gußformlings (2) des Stützzahnes aus den getrennten Teilen des Abdrucks;
- - Zusammensetzen des unteren Teils des Abdrucks mit dem oberen Teil des Abdrucks, wobei ein freier Hohlraum entsprechend dem Gußformling (2) des Stützzahns in positionsbestimmter Beziehung der beiden Teile zueinander verbleibt,
- - Füllen des freien Hohlraums mit einem Gußmaterial (10) in Form eines feuerfesten Materials oder eines Kunstharzes und
- - Aushärtenlassen des Gußmaterials (10).
2. Herstellungsverfahren für Arbeitsabgüsse zur Anfertigung einer Krone
oder eines Gebisses aus metallgebundenem Porzellan oder aus Vollkeramik bei
dentaler prothetischer Behandlung, gekennzeichnet durch,
- - Schneiden und Abtrennen eines Gußformlings (2) eines zu bearbeitenden Stützzahns aus einem von einem vom Zahnarzt beigestellten Gebißmodell;
- - Einsetzen eines mit Vorrichtungen zur Verhinderung einer Drehung, nachdem der Gußformling (2) des Stützzahnes auf diesen befestigt ist, versehenen Stiftes (7), in eine Masse von Abdruckmaterial (5), welches in einem Unterkasten (3) gefüllt ist;
- - Aufsetzen des Oberkastens (8) auf den das Abdruckmaterial (5) und den Stift mit dem Gußformling (2) enthaltenden Unterkasten (3);
- - Einfallen des Abdruckmaterials (5) in den freien Innenraum des Oberteils;
- - Aushärten des Abdruckmaterials;
- - Trennen des Oberkastens (8) vom Unterkasten (3) und teilen des gehärteten Abdrucks entlang der Deckfläche des Unterkastens (3),
- - Herausnehmen des Gußformlings (2) des Stützzahnes und des Stiftes (7) aus den getrennten Teilen des Abdrucks;
- - Einsetzen eines neuen Stiftes (9) aus feuerfestem Material der gleichen Größe und Form wie der ursprüngliche, herausgenommene Stift (7);
- - Zusammensetzen des unteren Teils des den neuen Stift (9) beinhaltenden Abdrucks mit mit dem oberen Teil des Abdrucks, wobei ein freier Hohlraum entsprechend dem Gußformling (2) des Stützzahns in positionsbestimmter Zuordnung der beiden Teile zueinander verbleibt,
- - Auffüllen des freien Hohlraums mit einem Gußmaterial (10) höherer Viskosität oder einem Kunstharz und
- - Aushärtenlassen des Gußmaterials (10).
3. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß eine Einlaßöffnung (11) zum Einfüllen von Abdruckmaterial in den freien Innenraum der aus Ober- und Unterkasten gebildeten Gießform in der Nähe der Nähe der Fläche zwischen Ober- und Unterkasten;
- - daß der Unterkasten (3) zuerst gefüllt wird, bevor er mit dem nur eine ungenügende Materialmenge enthaltenden Oberkasten zusammengefügt wird, und
- - daß, nachdem Unter- und Oberkasten zusammengefügt sind, der freie Innen raum mit Abdruckmaterial über die Einlaßöffnung (11) aufgefüllt wird.
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