-
Brenner zur getrennten oder gemeinsamen Verheizung von gasförmigen
oder flüssigen Brennstoffen. Die Erfindung betrifft einen Brenner zur Verheizung
von gasförmigen und flüssigen Brennstoffen. Bei den bekannten Ausführungsformen
solcher Gasbrenner arbeitet man mit Preßgas von etwa 2ooo mm W. S. und verändert
die Luftansaugmenge durch Abdrosselung des Gasdruckes bis auf etwa i5o mm W. S,
herunter. Der Gasdruck ist also bei diesen Brennern vor der Saugdüse veränderlich.
Im Gegensatz hierzu ist bei dem Brenner nach der Erfindung nur ein niederer Gasdruck
von etwa 4o bis 8o mm W. S. notwendig, und dieser Gasdruck bleibt bei jeder Stellung
und Leistung des Brenners immer gleich. Der neue Brenner ist somit ein Niederdruckbrenner
mit konstantem Gasdruck.
-
Diese Wirkung wird bei dem Brenner der Erfindung dadurch erreicht,
daß für die Zuführung des Brennstoffes nach dem Saugraum ein zweckmäßig in bezug
auf den wirksamen Querschnitt verstellbares Rillensystem vorgesehen ist, dessen
Rillen außen mit Zuleitungskanälen für den flüssigen und den gasförmigen Brennstoff
bzw. für Luft in Verbindung stehen und innen in ring- und staffelförmig geschichtete,
nach dem Saugraum gehende Bohrungen münden. Der flüssige Brennstoff, z. B. das
01,
läuft in die Rillen am Scheitel des Brenners ein, verteilt sich darin
über den ganzen Rillenumfang und tritt über viele kleine Löcher aus. Es wird so
möglich, eine geringe Ölmenge in einer großen Zahl von gleichmäßig und feinverteilten
Brennstoffstrahlen austreten zu lassen, welche die Saugöffnung ausfüllen und die
Luft ansaugen. Da der durch eine Bohrung austretende Brennstoffstrahl nur etwa ein
Hundertstel der gesamten durch einen oberen Zuführungsschlitz zugeleiteten Ölmenge
bei jeder Rille ausmacht, ist nur eine geringe Luftmenge erforderlich, um ihn zu
zerreißen und zu zerstäuben.
-
Diese- Arbeitsweise des neuen Brenners gestattet, mit niederem Gasdruck
von etwa 40 bis 8o mm W. S. eine genügende Saug- und Atomisierungswirkung zu erreichen
und mit dem gleichen geringen Druck bei jeder Leistungseinstellung des Brenners
auszukommen. Bei Kleineinstellung des Brenners arbeitet nur eine Rille des Rillensystems
mit einem Druck von etwa 40 mm W. S. und saugt durch die feinverteilten
Brennstoffstrahlen
die Luft an. Auch wenn der Brenner ganz- offen ist und alle Rillen zugänglich sind,
ist der Gasdruck ebenfalls nur etwa 40 mm W, S. und er bleibt konstant bei allen
Brennerleistungen vor der Düse. Auch kann der Brenner nach der Erfindung sowohl
zur gemeinsamen wie zur getrennten Verheizung von flüssigem und gasförmigem Brennstoff
benutzt werden.
-
Es ist bei Gasbrennern bereits vorgeschlagen worden, zur Vergrößerung
der Gaszufuhr nach der Verbrauchsstelle zu und zur Erzielung einer nach rückwärts
sich vermindernden Mischungsstärke mehrere Zuleitungskanäle zwischen dem Gaseinlaß
und dem Saugraum auf einer nach dem Saugraum sich erweiternden konischen Schraubenlinie
in einer nach der Verbrauchsstelle zunehmenden Zahl anzuordnen. Durch eine solche
Brennerbauart kann aber die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe der Schaffung
eines mit einem konstanten geringstmöglichen Druck vor der Düse arbeitenden und
trotzdem die denkbar beste Saugwirkung und die weitestgehende Zerstäubung des Brennstoffes
erzeugenden Brenners nicht gelöst werden, da hierzu das Zusammenwirken des einstellbaren
Systems von Zuführungsrillen mit den davon ausgehenden Austrittsbohrungen erforderlich
ist, die ring- und staffelförmig auf einem nach der Saugseite sich verjüngenden
Konus angeordnet sind. Die Atomisierungswirkung des neuen Brenners verbürgt eine
sofortige Entzündung des Brennstoffes und eine rauchfreie Verbrennung mit ganz kurzer
Flamme und höchster Temperatur von etwa igoo ° C bei kalf er Luft.
-
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform des Brenners
nach der Erfindung. Dabei ist Abb. i ein Längsschnitt und Abb. a eine Oberansicht,
während die Abb. 3 und q. Querschnitte nach der Linie A-A bzw. B-B der Abb. i darstellen.
Abb, 5 ist ein in natürlicher Größe gezeichneter Querschnitt durch das Rillen- und
Kanalsystem des neuen Brenners.
-
Der Heizbrenner besteht aus einem geschlossenen Gehäuse
a mit Lufteintrittsstutzen l
und einem die Brennermündung umgebenden
geschlossenen Heizkanal c mit Gaseintrittsrohrd und Austrittskanal e. Das Gehäuse
a besitzt im Innern einen Führungsring b, der durch Rippen g fest damit verbunden
und außen von einem freien Ringraum umgeben ist. Der Führungsring b ist oben von
einem schmalen Schlitz f für den flüssigen Brennstoff und daneben von dem breiten
Kanal e durchbrochen. In dem Führungsring b ruht ein Einsatz i, der
in eine Mulde k endet und mit einem Handgriff m versehen ist. Der Handgriff
m kann gedreht werden und wird dabei gleichzeitig unter Vermittlung des auf
der Schrägbahn n gleitenden Führungsstückes achsial verschoben. Zwischen der Mulde
k und dem Deckel P ist eine Feder o angeordnet, die den Einsatz i an die schräge
Rippe n drückt.
-
In der Mulde k befindet sich ein Luftverteiler q mit einem in bekannter
Weise schraubenförmig gewundenen Flügel r, der durch eine Nasenführung s an der
Längsverschiebung im Einsatz verhindert ist, sich aber mit dem Einsatz gemeinsam
drehen kann.
-
Durch den Einsatz i werden im Gehäuse a
in Verbindung
mit dem Luftverteiler q drei Luftwege 1l, t2, t3 geschaffen, von denen die Kanäle
t1 und t, sich bei Verstellung des Einsatzes allmählich erweitern, während der Kanal
t2 sofort auf ganzen Querschnitt geöffnet wird. Die drei Luftwege können durch Verschiebung
des Einsatzes i vollständig geschlossen werden. Vor dem Luftweg t2 sind in der Gegend
bei den Öffnungen f und c z. B. fünf Rillen h. bis h6 in den Einsatz i eingedreh+,
die in viele kleine Bohrungen u1 bis u5 übergehen, deren Lochrichtung nach der Brennermündung
zeigt und die in den Vertiefungen eines staffelförmigen, nach vorn sich verjüngenden
Konusgebildes mit den Ringzähnen vi bis v6 liegen. An der Brennermündung w kann
der Anwärmkanal c vorgesehen sein, der dazu dient, das Gas oder die Luft anzuwärmen,
um das 01 dünnflüssig zu machen oder zu vergasen, bevor es in den Brenner
gelangt.
-
Die Wirkungsweise des Brenners ist folgende: Ist der Brenner geschlossen,
so ist der Einsatz i ganz nach links, d. h. nach dem Deckel P zu verschoben, und
es schließt der Luftverteiler q an dem Zahn v, den Luftweg t1 ab. Der Führungsring
b überdeckt dabei den Luftweg t2 im Einsatz i, und die Brennermündung w liegt
an der Wandung des Heizkanales c an und sperrt dadurch den Luftkanal 13 ab.
Ferner sind in dieser Stellung des Einsatzes i sämtliche Rillen hl bis h5 durch
den Führungsring b überdeckt, d. h. geschlossen, und der Brenner arbeitet nicht.
Soll er auf ein Fünftel seiner Leistung eingestellt werden, so wird der Einsatz
i so weit nach rechts d. h. nach der Brennermündung w zu verschoben, bis die Rille
h5 mit den Kanälen f und e in Verbindung steht. Die Luftschlitze t1
und t3 werden dabei auf ein Fünftel ihres Ouerschnittes geöffnet, während der Luftweg
1, sofort voll geöffnet wird. Wird der Einsatz i noch weiter rechts verschoben,
so kommen nach und nach auch die übrigen Rillen h4 bis lag und die Bohrungen u,
bis uI zur Wirkung und die Leistung des Brenners nimmt entsprechend zu.
-
Arbeitet der Brenner mit Gas und Öl, so wird das Gas mit hohem Druck
über das Rohr d in den Anwärmkanal c geleitet und von hier aus, hoch erwärmt, in
die Rillen des Einsatzes i und von da durch die sich anschließenden Bohrangen
in
die Brennermündung geblasen. Das 01 fließt von dem Schlitz f rechts und links
um die Rillen und wird durch die aus den feinen Bohrungen ausströmenden Gase in
Atome zerrissen. Die austretenden Gase erzeugen eine kräftige Saugwirkung und reißen
Luft durch die Luftkanäle t1 und t2 mit. In diesem Falle arbeitet der Brenner zu
etwa go Prozent mit angesaugter Luft, und es genügt der übliche Schornsteinzug,
um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Ringzähne v1 bis vs sorgen dafür, daß die
Luft und der Brennstoff in vielen Lagen und trichterförmig geschichtet zu dem Brenner
gelangen und sich gut durchmischen.
-
Arbeitet der Brenner nur mit Öl, so drückt man an Stelle des Gases
nur Luft durch die Bohrungen des Einsatzes i: Bei ausschließlicher Verheizung mit
Gas schließt man durch einen Hahn an dem Schlitz f den Olzufluß ab. Arbeitet der
Brenner mit vom Stutzen l aus eingeleiteter Druckluft und mit 01 und wird
der Heizkanal nicht benutzt, so verbindet man den Kanal e mit einem Stutzen x und
der Vorgang bleibt sonst der gleiche. Wird dagegen auf die Anwärmung der Luft Wert
gelegt-, so verbindet man das Rohr d mit dem Innern des Brenners.