DE3123365C2 - Vorrichtung zum Konzentrieren von Alkalilauge - Google Patents
Vorrichtung zum Konzentrieren von AlkalilaugeInfo
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- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D1/00—Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D1/04—Hydroxides
- C01D1/42—Concentration; Dehydration
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Abstract
Das Hochkonzentrieren von Alkalilauge auf annähernd wasserfreie Schmelze erfolgt nach dem Fallfilmprinzip bei Atmosphärendruck in Verdampferrohren (1). Jedes Rohr (1) ist von einem Heizmantel (2) umgeben; die Heizmäntel (2) sind aus einer gemeinsamen Leitung (6) mit Wärmeträgerflüssigkeit gespeist. Dem unteren Ende jedes Verdampferrohres (1) ist eine ringförmige Auffangrinne (8) zugeordnet. Die vom Rohr (1) ablaufende Schmelze wird von der Rinne (8) getrennt von den Brüden aufgefangen. Alle Rinnen (8) sind an eine gemeinsame Schmelzenablaufleitung (9) angeschlossen. Die im Rohr (8) nach unten ziehenden Brüden dagegen gelangen durch die Ringöffnung (8a) der Auffangrinnen (8) hindurch in einen gemeinsamen Sammelkanal (10). Durch die Trennung von Schmelze und Brüden an den Rohrenden wird eine erneute Herabsetzung der Alkalikonzentration vermieden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Konzentrieren von Alkalilauge, bestehend aus mindestens
einem mit einem Heizmantel versehenem, als Fallfilmträger dienendem zylindrischem Verdainpferrohr mit
Zu- und Ableitungen für das Heizmedium.
NaOH- und KOH-Laugen fallen z. B. bei der Chlorherstellung durch Kochsalzelektrolyse als 11 bis
50%ige Lösung an. Es ist bekannt, solche Lösungen in Fallfilmverdampfern zu praktisch wasserfreier Schmelze
aufzukonzentrieren und die Schmelze anschließend in Fässer zu gießen oder zu Schuppen oder Prills weiter
zu verarbeiten. Als besonders wirtschaftlich im Hinblick auf die Energiekosten hat sich das Arbeiten unter
Atmosphärendruck erwiesen, da in diesem Falle die entstehenden Brüden ohne Verdichtung direkt zum
Vorkonzentrieren der Lauge verwendet werden können, was eine beträchtliche Energieeinsparung bedeutet.
Es bestand aber bisher eine Schwierigkeit, solche Hochkonzentrierungen unter Atmosphärendruck zu
betreiben, weil NaOH- und Kalilösungen sehr hohe Siedetemperaturen bei Atmosphärendruck aufweisen
und gleichzeitig sehr korrosiv sind, so daß die verwendeten Konstruktionsmaterialien äußerst großen
thermischen und korrosiven Belastungen ausgesetzt waren.
Aus diesen Zusammenhängen heraus war es bisher in der Praxis kaum möglich, Alkalischmelze-Hochkonzentriervorrichtungen
zu betreiben. Denn entweder wurden sie unter Vakuum betrieben und es konnte keine
Rückgewinnung der Brüdenwärme stattfinden, oder aber sie wurden unter Atmosphärendruck betrieben —
bei gleichzeitiger Rückgewinnung der Brüdenwärme — mit dem Nachteil, daß die Betriebstemperaturen so
. hoch lagen, daß die Dauerhaftigkeit der Konstruktionsmaterialien stark begrenzt war.
Es besteht daher die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der unter
weitestgehender Vermeidung der Nachteile vorbekannter Vorrichtungen sowohl eine Wärmeenergie sparende
als auch diese Vorrichtung schonende Arbeitsweise möglich ist Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die
ι ο Erfindung eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art gemäß dem Kennzeichnungsteil des ersten Anspruches
vor.
Damit erreicht man ein getrenntes Auffangen und Wegführen von Schmelze und Brüden und verhindert
daß sich die konzentrierte Schmelze und die Brüden nach dem Austritt aus den Verdampferrohren wieder
vermischen.
Dies würde nämlich den Wassergehalt der konzentrierten Schmelze wieder beträchtlich erhöhen, da die
Brüdendämpfe, wenn sie das Verdampferrohr verlassen, mit der Schmelze nicht im Siedegleichgewicht stehen,
d.h. eine Temperatur aufweisen, welche unter der Siedetemperatur der Schmelze liegen. Dies rührt daher,
daß im Oberteil des Verdampferrohres ausgedampfte Brüden auf dem Wege bis zur Rohrunterkante längst
nicht auf Siedetemperatur der konzentrierten Schmelze aufgeheizt werden.
Die sofortige Trennung von Schmelze und Brüden an der Rohrunterkante ist nun insofern von wirtschaftlieher
Bedeutung, als bereits bei, relativ gesehen, niedrigen Betriebstemperaturen die verlangten hohen
Endkonzentrationen erreicht werden können, und zwar auch bei Betrieb unter Atmosphärendruck. Es können
also zwei Ziele erreicht werden, nämlich die Wiederverwendung der Brüdenwärme als Folge des Betriebes bei
Atmosphärendruck und gleichzeitig die, relativ gesehen, niedrige Betriebstemperatur und die damit zusammenhängende
längere Lebensdauer der Konzentriervorrichtung.
Demgegenüber erfolgt bei üblichen Verdampfersystemen, velche nicht mit einer Auffangrinne für die
konzentrierte Schmelze ausgerüstet sind, im Sammelkanal, d. h. im Brüdenabscheider, eine Durchmischung der
konzentrierten Schmelze und der Brüden und somit eine beträchtliche Verdünnung der konzentrierten Schmelze,
bis diese und die Brüden wieder im Temperaturgleichgewicht sind. Es wurde beobachtet, daß unter diesen
Bedingungen die Konzentration der Schmelze wieder um nahezu ein halbes Prozent abnehmen kann. Dies
führt zu einer ungenügenden Konzentration, wenn die Schmelze zu Schuppen oder Prills verarbeitet werden
soll.
Abgesehen von den erwähnten Vorzügen bringt das von den Brüden getrennte Auffangen und Ableiten der
konzentrierten Schmelze noch den Vorteil, daß die hochkorrosive Schmelze nicht mit dem ganzen Abscheidersystem
für Schmelze und Brüden in Berührung kommt, sondern nur dessen Schmelze führenden Teilen,
welche eine relativ geringe Menge an hochwertigem Konstruktionsmaterial erfordern und leicht ausgewechselt
werden können, während der voluminöse Teil des Abscheidersystems, nämlich der Brüdenabzugkanal, aus
sehr dünnem Material bestehen kann, da er nicht mehr in Kontakt mit der korrosiven Schmelze steht und damit
keinen Korrosionsabtrag erleidet.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 schematisch im Vertikalschnitt eine Konzen-
Fig. 1 schematisch im Vertikalschnitt eine Konzen-
triervorrichtung nach der Erfindung mit mehreren Fallfilmverdampferrohren sowie
F i g. 2 in größerem Maßstab und im Axialschnitt die untere Partie eines Verdampferrohres mit Auffangrinne
für die Schmelze.
In der Zeichnung sind mit 1 zylindrische Verdampferrohre bezeichnet, die je von einem relativ engen
Heizmantel 2 umschlossen sind. Auf dem oberen Ende jedes Verdampferrohres 1 ist ein Verteilkopf 3
angeordnet; diese Verteilköpfe 3 sind an eine Lauge-i-Zuführleitung
4 angeschlossen. Der innerhalb des Verteilkopfes 3 liegende, obere Rand 5 des Rohres 1 ist
als gezackter Überlaufrand ausgebildet Die Heizmäntel 2 sind unten an eine Zuführleitung 6 für eine
Wärmeträgerflüssigkeit, z. B. eine anorganische Salzschmelze,
und oben an eine Sammelleitung 7 zur Rückführung der Wärmeträgerflüssigkeit zu einer nicht
gezeichneten Aufheizvorrichtung angeschlossen. Am unteren Ende jedes Verdampferrohres 1 ist je eine der
Stirnradfläche 13 dieses Rohres zugeordnete ringförmige Auffangrinne 8 vorgesehen; alle Auffangrinnen 8 sind
über Auslaßrohre Sb an eine gemeinsame Ablaufleitung 9 angeschlossen, die zu einem nicht gezeichneten
Sammelbehälter führt. Durch die Ringöffnung 8a der Ablaufrinnen 8 hindurch steht der Innenraum jedes
Verdampferrohres 1 mit einem Brüdensammelkanal 10 in Verbindung, dessen Auslaß mit einem Tropfenabscheider
Il versehen ist
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der unteren Rohrpartie mit Auffangrinne ist in F i g. 2
dargestellt. Die Innenwand der mit hochgezogener und einwärts gebogener Außenwand am Verdampferrohr 1
anliegenden Auffangrinne 8 endet mit ihrer oberen Stirnrandfläche 12 in geringem Abstand unter der
unteren Stirnrandfläche 13 des Verdampferrohres 1 und besitzt einen geringfügig größeren Innendurchmesser
als das Rohr 1. Sowohl die Stirnrandfläche 13 des Rohres 1 als auch die Stirnrandfläche 12 der Innenwand
der Auffangrinne 8 sind unter Bildung einer scharfen Außen- bzw. Innenkante spitzwinklig konisch nach
außen abgeschrägt. Der Kantenwinke] kann zwischen 16° und 45° gewählt sein, wobei sich ein Winkel von
etwa 27° als besonders vorteilhaft erwiesen hat. Die Anordnung ist dabei zweckmäßig so getroffen, daß die
scharfen Endkanten der beiden Stirnrandflächen 12, 13 etwa in der gleichen Ebene liegen.
Beispielsweise wird beim Betrieb der beschriebenen Konzentriervot richtung die Wärmeträgerflüssigkeit mit
einer Temperatur von 450°C über die gemeinsame Zuführleitung 6 zu der Verdampfervorrichtung und von
dort zu den einzelnen Wärmeträgermänteln 2 geleitet und verläßt die Vorrichtung über die Sammelleitung 7
mit einer Temperatur von 390°C. 50%ige NaOH-Lösung wird mit einer Temperatur von 40° C durch die
Leitung 4 in die Verdampferrohre 1 eingespeist, in welchen sie in Form eines zusammenhängenden Films
nach unten Fließt Im obersten Teigstück der Rohre 1 wird die NaOH-Lösung zunächst auf eine Siedetemperatur
von 140° C aufgewärmt und anschließend im
Verlaufe der weiteren Rohrdurchströmung bis auf eine Konzentration von 99,3% aufkonzentriert. Der Film aus
konzentrierter Schmelze wird mit einer Temperatur von 430° C in den Auffangrinnen 8 aufgefangen. Dabei
fließt der Schmelzenfilm längs der konischen Stirnrand-
fläche 13 der Rohre 1 nach außen, fällt von der Rohrkante nach unten auf die Stirnrandsfläche 12 der
Auffangrinne 8 und gelangt von dort sicher in diese Rinne. Es hat sich gezeigt, daß sich im Verdampferrohr 1
selbst, hauptsächlich in dessen unteren Teil, bereits eine
ausgeprägte Trennung zwischen Flüssigkeitsfilm (Schmelze) und Wasserdampfstrom (Brüden) ausbildet
und diese Trennung wird vollständig, wenn am unteren Rohrende, wie erwähnt, der Schmelzenfilm nach außen
fließt und in die Auffangrinne 8 gelangt, während die im Rohr 1 nach unten ziehenden Brüden durch die
Ringöffnung 8a der Auffangrinnen 8 hindurch in den Brüdenkanal 11 gelangen. Es ist bermerkenswert, daß an
dieser Stelle die Brüdentemperatur nur 330° C beträgt. Dies entspricht einer Mischtemperatur der zwischen
140 und 430° C ausdampfenden Wassermenge.
Die beschriebene Trennung von Schmelze und Brüden gewährleistet, daß die am Rohrende erreichte
hohe Alkalikonzentration auch tatsächlich erhalten bleibt.
Es versteht sich, daß das untere Ende des Verdampferrohres
1 statt konisch angeschrägt auch entsprechend konisch ausgeweitet sein kann; wesentlich ist nur,
daß die untere Ablaufkante des Rohres radial außerhalb der Oberkante der Innenwand der Auffangrinne 8 liegt,
4(1 wobei der Innendurchmesser dieser Innenwand höchstens
gleich dem Innendurchmesser des Rohres 1 sein sollte, um zu verhindern, daß die im Rohr 1 relativ
wandnah nach unten strömenden Brüden durch die Innenwand der Auffangrinne ebenfalls nach außen
4^ abgelenkt werden. Es ist andererseits auch möglich, die
Innenwand der Auffangrinne mit einer wandnah in das Ende des Verdampferrohres 1 hineinragenden Schälkante
zu versehen, die schon unmittelbar vor dem Rohrende eine Trennung von Schmelzfilm und Brüden-
'° strom bewirkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Konzentrieren von Alkalilauge, bestehend aus mindestens einem mit einem
Heizmantel versehenem, als Fallfilmträger dienendem zylindrischem Verdampferrohr mit Zu- und
Ableitungen für das Heizmedium, dadurch gekennzeichnet, daß der unteren Stirnrandfläche
(13) eines Verdampferrohres (1) eine an eine Ablaufleitung angeschlossene, ringförmige Auffangrinne
(8) für die Schmelze zugeordnet ist, während der Innenraum des Verdampferrohres durch eine
Ringöffnung {Sa) der Auffangrinne (8) hindurch mit einem Brüdensammelkanal (10) in Verbindung steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Stirnrandfläche (12) der
Innenwand der Auffangrinne (8) nach außen hin konisch abgeschrägt ist, wobei Rohrwand und
Innenwand der Auffangrinne (8) etwa in vertikaler Flucht miteinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die untere Stirnrandfläche (13)
des Verdampferrohres (1) unter dem gleichen Winkel wie die Stirnrandfläche (12) der Rinnen-Innenwand
nach außen hin scharfkantig konisch abgeschrägt ist, wobei der Kantenwinkel beider
Flächen (12, 13) zwischen 16° und 45° liegt und vorteilhaft 27° beträgt
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Ende des Verdampferrohres (1) unter einem zwischen 16° und 45° liegenden
Winkel konisch erweitert ist.
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