DE3121926A1 - Verfahren zur herstellung von l-prolin durch fermentierung - Google Patents
Verfahren zur herstellung von l-prolin durch fermentierungInfo
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Description
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen ' ^ ' " ^ 6
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von L-Prolir.
durch Fermentierung, wobei ein Mikroorganismus verwendet wird.
Zur Herstellung von L-Prolin durch Fermentierung sind verschiedene
Verfahren bekannt. So wird beispielsweise L-Prolin dadurch hergestellt, daß ein Wildstamm, ein Nährstoff erfordernder Starmr.
oder ein Stamm gezüchtet wird, welcher gegen einen bestimmten chemischen Wirkstoff widerstandsfähig ist, wobei ein derartiger
otamm aus den Bakterien der Genen Brev!bacterium, Microbacterium,
Micrococcus, Paracolobacterium, Bacillus, Escherichia, Kurthia, Microbacterium und Corynebacterium oder einer Hefe des
Genus Saccharomyces ausgewählt wird, wie dies in den japanischen Patentschriften 11751/68, 13679/68, '1193/69, II98/69, 6631/69,
26911/69, 38876/73, 28431/74, 33190/76, 40158/76, 41386/79 und
105293/79 beschrieben ist. In den japanischen Patentschriften
38557/71 und 42597/71 ist ein weiteres Verfahren offenbart,
welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Konzentration anorganischer
Salze, welche in dem Medium enthalten sind, auf einen speziellen Bereich eingestellt wird. Andererseits ist es
bekannt, daß die Biosynthese von L-Prolin über L-GIutaminsäure
durchgeführt wird und daß die Absonderung von L-Prolin von einem Mikroorganismus der Escherichia coli durch Zusatz von L-Glutaminsäure
zum Medium begünstigt werden kann. Der praktische Wert eines derartigen Verfahrens ist jedoch sehr gering, da die Menge
des abgesonderten L-Prolin sehr gering ist und nur etwa 0,03 g/i beträgt (Biochimica et Biophysica Acta, vol. 104, 397 (I965)).
Berichte besagen auch, daß die Produktionsausbeute an L-Prolin
durch Fermentierung von Kurthia catenaforma durch Zusatz eines
NACHQEREICHT
Andrejewski, Honice & Partner, Patentanwälte in Essen
oberflächenaktiven Wirkstoffes und L-Glutaminsäure zum Nährmedium verbessert werden kann (siehe Microbiology, vol. 23,
759-764 (1972)). .Es ist jedoch bisher niemals bekannt geworden,
daß eine größere Menge an L-Prolin in der gezüchteten Flüssigkeit angereichtert werden kann, wenn die Fermentierung durch
Verwendung einer Gruppe bestimmter Bakterien, und zwar der sogenannten
Glutaminsäure erzeugenden Bakterien wie sie zu den Genen Corynebacterium, Brevibacterium, Arthrobacter, und Microbacterium
gehören, in einem Medium durchgeführt wird, welchem L-Glutaminsäure zugesetzt wird (J. of the Japanese Agricultural
Chem. Sac, vol. 42, 703-710 (I968); Amino Acids and Nucleic
Acids, No. 16, 126-133 (1967)).
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß es möglich ist>
die Ausbeute an L-Prolin zu verbessern, ohne daß irgendein oberflächenaktiver
Wirkstoff dem Nährmedium zugesetzt wird, wenn ein Nährmedium, welches wenigstens einen Stoff enthält, der aus
L-Glutaminsäure und L-, D- und DL-Pyrrolidonkarbonsäure ausgewählt
ist, mit einem Mikroorganismus geimpft wird, der aus den
Bakterien der Genen Corynebacterium, Brevibacterium, Arthrobacter und Microbacterium und einer Hefe des Genus Saccharomyces
ausgewählt wird.
Da L-Prolin in weitem Umfange beispielsweise zur Herstellung von
Medikamenten, Nahrungsmitteln und dgl. verwendet wird, hat die Erfindung sich die Aufgabe gestellt, ein wirtschaftliches Verfahren
zu schaffen, mittels welchem L-Prolin durch Fermentierung herstellbar ist.
Andreiewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Gekennzeichnet ist ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung
von L-Prolin durch Fermentierung im wesentlichen dadurch, ; daß ein Mikroorganismus gezüchtet wird, welcher aus Bakterien ;
und Hefen ausgewählt wird und fähig ist, L-Prolin in einem Nähr- ;
medium zu erzeugen, welches wenigstens einen der Stoffe enthält, . die aus L-Glutaminsäure und D-, L- sowie DL-Pyrrolidonkarbon- [
säure ausgewählt sind, um in der entstehenden Flüssigkeit L-Prolin
anzusammeln, und daß aus dieser Flüssigkeit L-Prolin j gewonnen wird. :
Verwendet wird erfindungsgemäß ein Nährmedium, welches außerdem · wenigstens einen Stoff enthält, der aus L-Glutaminsäure und |
D-, L- und DL-Pyrrolidonkarbonsäure ausgewählt ist, und zwar j
in Verbindung mit einem Kohlenstofflieferanten, einem Stickstofflieferanten
und anorganischen Verbindungen. S
Die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendbaren Mikroorganismen
umfassen L-Prolin erzeugende Organismen, welche zu den
Genen Corynebacterium, Arthrobacter, Brevibacterium, Micro- | bacterium und Saccharomyces gehören, wobei beispielsweise ι
folgende Stämme bevorzugt werden: · '
Corynebacterium glutamicum ATCC 21157
C. glutamicum ATCC 21158
C. glutamicum ATCC 21159 I
C. glutamicum ATCC 21355
C. acetophilum FERM-P 4o45
C. acetoacidophilum FERM-P 4962 <
Arthrobacter citreus FERM-P 4963 \
Brevibacterium lactofermentum FERM-P 4964 ;
Microbacterium ammoniaphilum FERM-P 4965
Saccharomyces cerevisiae ATCC 20169. ■
: · ■:. :\ -'■': 312192G
Für das erfindungsgemäße Verfahren können entweder synthetische
oder organische Medien verwendet werden, so lange das Medium
eine geeignete Menge an assimilierbaren Kohlenstofflieferanten, Stickstofflieferanten und andere organische Substanzen sowie
weitere Nährstoffe enthält, wie sie für das Wachstum der verwendeten
Mikroorganismen benötigt werden. Bevorzugte Kohlens.tofflieferanten
sind beispielsweise Kohlehydrate wie Glukose, Fruktose. Sucrose, Sorbitol, Glycerol, Maltose, Mannitol, Stärkehydrolysat,
.MeIlassen und dergleichen; ferner organische Sauren
wie Essigsäure, Pyruvinsäure, Milchsäure, Fumarsäure, Zitronensäure
und dgl.; sowie Alkohole wie beispielsweise Methanol.*
Äthanol usw.. Bevorzugte Stickstofflieferanten sind beispielsweise
Ammoniak, verschiedene anorganische und organische Ammoniumsalze wie beispielsweise Ammonlumsulfat, Ammoniumchlorid,
Ammoniumphosphat, Ammoniumazetat und dgl.; ferner verschiedene Stickstoff enthaltene Verbindungen wie beispielsweise Harnstoff
und dgl., Pepton, Fleischextrakt, Hefeextrakt, Reisquellwasser,
Caselnhydrolysat, Sojamehlhydrolysat, fermentierte Mikrobenkörper und deren Hydrolysate. Bevorzugte anorganische Substanzen
Sind beispielsweise Kaliumdihydrogenphosphat, Dikaliumhydrogenphosphat.
Magnesiumsulfat, Natriumchlorid, Eisensulfat, Mangansulfat, Kalziumkarbonat und dergleichen. Zusätzlich können
Spurenmengen an Nährstoffen wie Biotin, Thiaminpantothensäure und dgl., falls gewünscht, verwendet werden. Bei Nährstoff
erfordernden Mikroorganismen muß dem Medium eine geeignete Menge eines derartigen Nährstoffes zugesetzt werden, wie er für das
Wachstum der Mikroorganismen erforderlich ist. Ein derartiger Zusatz ist allerdings dann nicht erforderlich, wenn, der erforderliche
Nährstoff in der als Stickstofflieferant verwendeten natürlich vorkommenden Substanz enthalten ist.
Die Lieferanten für L-Glutaminsäure und L-, D- und DL-Pyrrolidonkarbonsäure,
welche dem Nährmedium zugesetzt werden können, iiind beispielsweise isolierte L-Glutarainsäure und Natriumglutamat
sowie L-, D- und DL-Pyrrolidonkarbonsäure, ferner L-Glutaminijäure-Fermentierungsflüsslgkeit
wie beispielsweise Glutaminsäure-Fermentierungsbrühen, Filtrat durch Entfernung von Mikrobenzellen
aus den Fermentierungsbrühen, Mutterlauge aus der Trennung von Glutaminsäure aus Glutaminsäure-FermentierungsflUssigkeit,
Mutterlauge aus der Trennung von Natriumglutamat, gemahlene Melassen und deren Ablauge, welche eine große Menge
an Glutaminsäure oder Pyrrolidonkarbonsäure sowie andere Substanzen enthalten, welche Glutaminsäure oder Pyrrolidonkarbonsäure
enthalten.
Die Menge an im Medium enthaltener Glutaminsäure oder Pyrrolidonkarbonsäure
kann je nach der Art der verwendeten Mikroorganismen und der Zeit des Zusatzes der Säure und auch aufgrund
der unterschiedlichen Zusammensetzung des Mediums schwanken und beträgt gewöhnlich mehr als 5 g/l des Mediums. Die obere
Grenze dürfte kaum kritisch sein. Bei Konzentrationen von mehr als 150 g/l können allerdings negative Auswirkungen des zur Einstellung
des pH-Wertes verwendeten Salzes sowie der Viskosität beobachtet werden. Die Säure kann dem Medium auf einmal oder
nach Impfung intermittierend zugesetzt werden, bis die Mikroorganismen
ständig wachsen. Die Bedingungen der L-Prolin-Fermentierung können je nach den verwendeten Mikroorganismen schwanken,
und die Temperatur beträgt vorzugsweise 25 bis 4o C. Während der Fermentierung wird vorzugsweise der pH-Wert des Mediums auf
6 bis 9 gehalten, indem beispielsweise anorganische oder organische
Substanzen verwendet werden, welche einen sauren oder
alkalischen pH-Wert besitzen, wie Harnstoff, Kalziumkarbonat
und dergleichen. Unter diesen Bedingungen wird die Fermentierung
ä/erobisch durchgeführt, um eine möglichst große Menge an L-Prolin
Vorzugsweise in etwa 24 bis 120 Stunden anzureichern. Die Gewinnung
von L-Prolin aus den fermentierten Brühen kann durch an
sich bekannte Verfahren erfolgen, wie beispielsweise durch Verwendung
von lonentauscherharz, Kristallisierung aus Methanol und dgl. oder durch Kombination beider Methoden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger keineswegs als
Begrenzung anzusehender Beispiele im einzelnen erläutert, wobei die Prolinmenge durch die Methode bestimmt wurde, welche irn
J, Biol. Chem., 199, 91^95 (1952) berichtet wird.
Ein Zuchtmedium (30 ml) mit untenstehender Zusammensetzung wurde
in einen 250 ml-Krlenmeyerkolben eingefüllt, sterilisiert und
mit Corynebacterium acetophilum FERM-P 4o45 geimpft. Die Fermentierung
würde 24 h lang bei 280C durchgeführt, wobei mit
220 U/min geschüttelt wurde.
: Fleischextrakt ... 10 g/l, Pepton ... 10 g/l,
Hefeextrakt ... 3 g/l, Natriumchlorid ... 3 g/l (pH ... 7,2).
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
- 10 -
Das Hauptmedium hatte nachstehende Zusammensetzung:
Ablaugen ... 170 g/l (wie Glukose)
Sojamehlhydrolysat ... 20 g/l
KH2PO11 ... 0,6 g/l, MgSO21-TH2O ... 0,6 g/l,
2SO4 ... 23,4 g/l,
21^H2O ... 0,012 g/l,
Thiaminhydrochlorid ... 100/ug/l CaCO, ... 30 g/l (pH =7,4).
21^H2O ... 0,012 g/l,
Thiaminhydrochlorid ... 100/ug/l CaCO, ... 30 g/l (pH =7,4).
Dem Hauptmedium wurde eine vorgegebene Menge von Natrium L-GIutamat
oder DL-Pyrrolidonkarbonsäure gemäß Tabelle 1 zugesetzt.
Das Medium (300 ml) wurde dann in einen 2 1-Erlenmeykerkolben
übergeführt, welcher in jedem Fall mit einer Prallfläche ausgerüstet war. Nach der Sterlisierung wurde jedes Hauptmedium
jeweils mit 30 ml dieser Zuchtkultur geimpft und dann bei 28°C 4 Tage lang unter Schütteln mit 220 U/min gezüchtet. Für jeden
Fall ist die angereicherte Menge an L-Prolin in nachstehender Tabelle 1 angegeben.
| ■ - - - | 312192G | "Beispiel 2 | A | Zusatz von | B | FERM-P 4964 und | , (NH1J)2SO4 | . 0,5 g/l, . | |
| Partner, Patentanwälte in Essen | 'Arthrobacter citreus FERM.-P | (g/D | (g/l) | jeweils nach dem | ,,,20 g/l, | ... 30 g/l, | |||
| Andrejewski, Hönke & | - 11 - | FERM-P 4965, Brevibacterium | 25,1 | Medium.) | 24,8 | Verfahren gemäß Beispiel 1 behandelt, wobei das Hauptmedium | |||
| Tabelle 1 | Saccharomyces otyevisiae ATCC | 25,3 | 25,1 | jedoch nachstehende.Zusammensetzung hatte: | |||||
| L-Frolin durch | 26,9 | 27,7 | Glukose ... 100 g/l, KH2PO2, .. | ||||||
| Angehäufte Menge an | oder | 31,4 | 30,1 | K2HPO2J ... 0,5 g/l | |||||
| (A-) Natriumglutamat | (B) L-Pyrrolidonkarbonsäure (g/l | 35,6 | 34,8 | Sojamehlhydrolysat | |||||
| Zusatz | 39,1 | 35,4 | |||||||
| (g/l) | 4o,5 | 36,6 | |||||||
| 0 | 40,7 | 36,8 | |||||||
| 1 | |||||||||
| 3 | 4963, Microbacterium ammoniaphilum | ||||||||
| 10 | lactofermentum | ||||||||
| 20 | 2QI69 wurden | ||||||||
| 50 | |||||||||
| 90 | |||||||||
| 100 |
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
- 12 -
Biotin ... 100/Ug/l, MgSO^HgO ... 0,25 g/1,
-TH2O ... 12 mg/1,
MnSO^"4HgO ,,, 12 mg/1, ZnSO^*7HgO ... 10 mg/1,
Thiaminhydrochlorid ... 100/Ug/l, CaCO3 ... 30 g/1 (pH = 7,2).
Vor der Verwendung wurde dem Hauptmedium Natrium L-Glutamat
(20 g/l) oder L-Pyrrolidonkarbonsäure (20 g/l) zugesetzt, um
L-Prolin gemäß Tabelle 2 anzureichern.
Angehäufte Menge an L-Prolin durch Zusatz von
(A) Natriumglutamat oder
(B) L-Pyrrolidonkarbonsäure (g/l)
(1) Arthrobacter citreus FERM-P 4963 · '
(2) Brevibacterium lactofermentatum FERM-P 4964
O) Microbacterium ammoniaphilum FERM-P 4965
(4) Saccharomyces cerevrsiae ATCC 20169
Zusatz (g/1) (1) " (2) * Ο).' (4)
| ohne | 4,3 | 6,8 | 3,2 | 2,1 | |
| A | 20 | 13,1 - | 17,4 | 16,1 | 11,3 |
| B | 20 | 12,9 ■ | 16,2 | 15,3 | 10,5 |
- 13 -
Seispiel 3
Die gleiche Behandlung wie im Beispiel 1 beschrieben wurde unter
Verwendung von Corynebacterium glutamicum ATCC 21355 und eines Mediums durchgeführt, welches nachstehende Zusammensetzung hatte:
Glukose ,,, l?0 g/l, Urea ... 3 g/l, Ammoniumsulfat ... ^O g/l, Ammoniumchlorid ,,, 30 g/l,
KH2PO4 ... 1,5 g/l, K2HPO4 ... 0,5 g/l,
MgSO2+-TH2O ... 0,5 g/l, PeSO4-7H2O ... 0,02 g/l,
MnSO4«4H2O ... 0,02 g/l, Biotin ... 50/Ug/l,
Thiaminhydrochlorid ,,, 1 mg/1, Pepton ... 10 g/l, (pH=7,2)
24 h nach Beginn der Fermentierung wurde dem Medium Paraldehyd
(4o g/l) zugesetzt. Die Fermentierung wurde bei 280C 4 Tage lang
unter Schütteln (220 U/min) durchgeführt und es sammelte sich 27,0 g/l an L-Prolin. Die gleiche Behandlung unter Zusatz von
20 g/l an Natriuinglutamat ergab 38,9 g/l an angesammelten L-Prolin.
Ein Zuchtmedium (200 ml), bestehend aus
Sucrose ... 6o g/l, KH2PO4 ... 2 g/l,
MgSO4-TH2O ... 0,5 g/l, FeS04-7H20 ... 0,01 g/l,
MgSO4-4H2O ... 0,01 g/l, Maisquellwasser ... 5 g/l,
Thiaminhydrochlorid ... 100,ug/l, Biotin ... 100/Ug/l,
Sojamehlhydrolysat ... 20 g/l, Urea ... 3 g/l (pH=7,4)
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
- 14 -
wurde in einen 2 1-Erlenmeyerkolben gefüllt, der mit einer Prallfläche
ausgestattet war, und sterilisiert. Danach wurde das Medium mit Corynebacterium acetophilum PERM-P 4o45 oder C. acetoacidophilum
FERM-P 4962 beimpft und bei 28°C unter Schütteln
(220 U/min) 24 h lang gezüchtet.
Einem Hauptmedium, bestehend aus
Sucrose ... 20 g/l, Ammoniumazetat ... 7 g/l, MgSO4-7H2O ... 0,6 g/l, KH2FO4 ... 4 g-'l,
(NH^)2SO4 ... 4o g/l, Sojamehlhydrolysat ... 20 g/l,
FeS04'7H20 ... 0,012 g/l, MnSO4^H2O ... 0,012 g/l,
ZnS04*7H20 0,01 g/l, Biotin .... 100/Ug/l,
Thiaminhydrochlorid ... 100/Ug7I (pH=7,4)
wurde eine Mutterlauge zugesetzt, die durch Kristallisierung und Trennung von Natriumglutamat in einer Menge von 20 g/l,
berechnet als Glutaminsäure, erhalten wurde. Jeweils 700 ml der Mischung wurde in eine Gärflasche gefüllt und sterilisiert.
Danach wurde das Hauptmedium mit jeweils 200 ml der Zuchtkultur geimpft und bei 300C unter aerobischen Bedingungen gezüchtet.
Während der Fermentierung wurde der pH-Wert des Mediums automatisch auf 7,0 durch Zusatz von Essigsäurelösung eingestellt.
72 Stunden nach Beginn der Fermentierung betrug der Essigsäureverbrauch
15$ auf Basis des AusgangsVolumens des Mediums, und
die angereicherte L-Prolinmenge betrug ^>ö,8 g/l bei FERM-P 4o45
bezw. 30,1 g/l bei FERM-P 4962. Zum Vergleich wurde die gleiche
Behandlung ohne Zusatz von Glutaminsäurelösung durchgeführt, wobei die entsprechende L-Prolin-Werte 25,4 g/1 bei FERM-P 4045
bezw. 21,3 g 1 bei FERM-P 4962 betrugen.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von L-Prolin durch Fermentierung,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Mikroorganismus gezüchtet wird, welcher aus Bakterien und Hefen ausgewählt
wird und fähig ist, L-Prolin in einem Nährmedium zu erzeugen, welches wenigstens einen der Stoffe enthält, die aus
L-Glutaminsäure und D-, L- sowie DL-Pyrrolidonkarbonsäure ausgewählt
sind, um in der entstehenden Flüssigkeit L-Prolin anzusammeln, und daß aus dieser Flüssigkeit L-Prolin gewonnen wird.
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ■
Mikroorganismus zum Genus Corynebacterium gehört.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroorganismus aus Corynebacterium ausgewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch J>, dadurch gekennzeichnet, daß der ■
Mikroorganismus aus Corynebacterium glutamicum ausgewählt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der' j Mikroorganismus aus Corynebacterium glutamicum ATCC 21157, ■
Corynebacterium glutamicum ATCC 21158 >
Corynebacterium glutamicumj ATCC 2115S und Corynebacterium glutamicum ATCC 21355 ausgewählt I
wird. \
6. Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß der
Mikroorganismus aus Corynebacterium acetophilum und Corynebacterium acetoacidopftili/7n ausgewählt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroorganismus aus Corynebacterium acetophilum FERM-P 40¥F und
Corynebacterium acetoaeidopffilum PERM-P h^6Z ausgewählt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroorganismus aus Arthrobacter, Brevibacterium und Microbacterium
ausgewählt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroorganismus aus Arthrobacter citreus, Brevibacterium lactofermentum
und Microbacterium ammoniaphilum ausgewählt wird.
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroorganismus aus Arthrobacter citreus FERM-P 4963, Brevibacterium
lactofermentum FERM-P 4964 und Microbacterium ammoniaphilum
FERM-P 4965 ausgewählt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mikroorganismus aus den Hefen der Saccharomyces ausgewählt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
Hefe Saccharomyces certwsiae ATCC 20169 verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fermentierung bei einer Temperatur von 25 bis 40°C und bei einem pH-Wert von 6 bis 9 durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Menge an wenigstens einem der Stoffe Glutaminsäure, D-, L- und DL-Pyrrolidonkarbonsäure 3 bis I50 g/l des Nährmediums beträgt.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1642752B1 (de) * | 1966-11-10 | 1971-10-07 | Tanabe Seiyaku Co | Verfahren zur Herstellung von L-Prolin |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4444885A (en) | 1984-04-24 |
| IT1172243B (it) | 1987-06-18 |
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| JPS641116B2 (de) | 1989-01-10 |
| DE3121926C2 (de) | 1985-10-03 |
| CA1166588A (en) | 1984-05-01 |
| FR2483948B1 (fr) | 1985-06-07 |
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