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DE69007800T2 - Verfahren zur fermentativen Herstellung von L-Arginin. - Google Patents

Verfahren zur fermentativen Herstellung von L-Arginin.

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DE69007800T2
DE69007800T2 DE1990607800 DE69007800T DE69007800T2 DE 69007800 T2 DE69007800 T2 DE 69007800T2 DE 1990607800 DE1990607800 DE 1990607800 DE 69007800 T DE69007800 T DE 69007800T DE 69007800 T2 DE69007800 T2 DE 69007800T2
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DE
Germany
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arginine
resistance
medium
ferm
brevibacterium
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Application number
DE1990607800
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DE69007800D1 (de
Inventor
Noboru Ohtsuka
Hiroshi Takeuchi
Takayasu Tsuchida
Haruo Uchibori
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Ajinomoto Co Inc
Original Assignee
Ajinomoto Co Inc
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Publication date
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Publication of DE69007800T2 publication Critical patent/DE69007800T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P13/00Preparation of nitrogen-containing organic compounds
    • C12P13/04Alpha- or beta- amino acids
    • C12P13/10Citrulline; Arginine; Ornithine

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • L-Arginin ist ein wichtiger Bestandteil pharmazeutischer Präparate zur Stimulierung von Leberfunktionen, von Aminosäureinfusionen, Aminosäuregesamtpräparaten usw. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von L-Arginin durch Fermentation.
  • Um Mikroorganismen des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium L-Arginin-Produktivität zu verleihen, wird der Mikroorganismus bekanntermaßen mit Resistenz gegen 2-Thiazolalanin (hiernach einfach als 2-TA bezeichnet), Argininhydroxamat usw. ausgestattet. Es ist ebenso bekannt, daß die Produktivität für L-Arginin verbessert wird, indem Resistenz gegen Sulfonamidpräparate oder Argininol-Resistenz, Resistenz gegen Chemikalien wie 8-Azaguanin, α-Amino-β-hydroxyvaleriansäure usw., zusätzlich zu der oben beschriebenen Chemikalien-Resistenz, verliehen wird, und indem Auxotropie für Aminosäuren wie L-Histidin, L-Prolin, L-Threonin, L-Tryptophan, L-Lysin usw. verliehen wird.
  • Um die Herstellungskosten für L-Arginin zu verringern, ist es wichtig, die Ausbeute der Fermentation zu verbessern.
  • Das Problem, das durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, ist, ein Fermentationsverfahren zu liefern, das die Herstellung von L-Arginin in höheren Ausbeuten gestattet.
  • Als ein Ergebnis von Untersuchungen, um bekannte Mikroorganismen des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium, die zur Bildung von L-Arginin fähig sind, zu verbessern und um Stämme zu finden, die eine weiter verbesserte Fermentationsausbeute bewirken, wurde gefunden, daß Stämme, die zur Bildung von L-Arginin in einer höheren Ausbeute als herkömmliche L-Arginin-produzierende Stämme fähig sind, unter Stämmen gefunden werden die Resistenz gegen X-Guanidin (worin X eine aliphatische Kette oder ein Derivat einer aliphatischen Kette ist) (hiernach einfach als X-GN bezeichnet) haben.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von L-Arginin, welches das Züchten eines L-Arginin produzierenden Mikroorganismus des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium in einem flüssigen Kulturmedium, die Bildung und Anreicherung von L-Arginin in dem Kulturmedium und die Gewinnung von L-Arginin aus dem Kulturmedium umfaßt, worin ein L-Arginin produzierender Mikroorganismus verwendet wird, welcher Resistenz gegen X-Guanidin hat, worin X eine aliphatische Kette oder ein Derivat einer aliphatischen Kette ist.
  • Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Mikroorganismen sind Varianten des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium, welche zur Bildung von L-Arginin fähig sind und X-GN-Resistenz haben. Um die Varianten der vorliegenden Erfindung zu erhalten, kann den unten beschriebenen Wildstämmen vorher die Produktivität für L-Arginin verliehen werden, und dann kann ihnen X-GN-Resistenz verliehen werden; alternativ kann zuerst X-GN-Resistenz verliehen werden, und dann kann L-Arginin-Produktivität verliehen werden.
  • Die Verbindungen der Formel X-GN sind Guanidine, die aliphatische Ketten haben, wie Butenylguanidin, Hexylguanidin, Octylguanidin usw. und Derivate von Guanidinen, die aliphatische Ketten haben, wie z.B. 4-Methyl-3-butenylguanidin usw.
  • Wildstämme, die Elternstämme der Varianten der vorliegenden Erfindung sein können, sind als Bakterien des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium, insbesondere als coryneforme L-Glutaminsäure produzierende Bakterien bekannt und werden durch die folgenden Bakterien beispielhaft erläutert.
  • Brevibacterium divaricatum ATCC 14020
  • Brevibacterium flavum ATC C 14067
  • Brevibacterium lactofermentum ATCC 13869
  • Brevibacterium saccharolyticum ATC C 14066
  • Corynebacterium acetoacidophilum ATCC 13870
  • Corynebacterium glutamicum ATCC 13032
  • Um Varianten der vorliegenden Erfindung von diesen Elternstämmen herzustellen, kann zur Mutation zweckmäßig ein herkömmliches Mutationsverfahren verwendet werden, welches den Kontakt dieser Stämme mit N-Methyl-N'-nitro-N-nitrosoguanidin usw. umfaßt. Die Isolierung der Variante der vorliegenden Erfindung kann ausgeführt werden, indem Stämme gewonnen werden, die in einem Medium, welches X-GN enthält, wachsen können.
  • Ein konkretes Mutationsverfahren, um die Variante der vorliegenden Erfindung herzustellen, und die Beziehung zwischen der Konzentration von Octylguanidin (hiernach einfach als O-GN bezeichnet) als einer der Verbindungen X-GN und dem Wachstum des Stammes sind unten gezeigt.
  • Mutationsverfahren
  • Bakterienzellen von Brevibacterium flavum AJ 11169, FERM P-4161 (2-TA resistenter Stamm abgeleitet von ATCC 14067) und Corynebacterium glutamicum AJ 12092, FERM P-7273 (2-TA resistenter Stamm abgeleitet von ATCC 13032), die auf Schrägagar (bouillon agar slants) bei 30 ºC für 24 h gewachsen waren, wurden in M/30 Phosphatpufferlösung in einer Zelldichte von 10&sup8; bis 10&sup9;/ml suspendiert. Zu der Zellsuspension wurden 500 ug/ml N-Methyl-N'-nitro-N-nitrosoguanidin hinzugefügt. Die Mischung wurde für 20 Minuten bei 30 ºC gehalten. Dann wurden die Zellen durch Zentrifugieren gewonnen. Nach gründlichem Waschen mit M/30 Phosphatpufferlösung wurden die Zellen auf ein Medium, welches die folgende Zusammensetzung hat, aufgeimpft und bei 31,5 ºC für 4 bis 10 Tage gezüchtet. Zusammensetzung des Mediums (pH 7.0) Komponente Gehalt Glucose Harnstoff Biotin Thiaminhydrochlorid O-GN (O-GN = Octylguanidin)
  • Von den im Agar-Medium gewachsenen Stämmen wurden Brevibacterium flavum AJ 12429, FERM BP-2227 (2-TA resistent, O-GN resistent) und Corynebacterium glutamicum AJ 12430, FERM BP-2228 (2-TA resistent, O-GN resistent) mit hoher Produktivität für L-Arginin erhalten.
  • Die O-GN-Resistenz der so erhaltenen Varianten wurde mit der der Eltern- Stämme verglichen.
  • Auf ein Medium, zusammengesetzt aus 0,5 g/dl Glucose, 0,15 g/dl Harnstoff, 0,15 g/dl Ammoniumsulfat, 0,3 g/dl KH&sub2;PO&sub4;, 0,1 g/dl K&sub2;HPO&sub4;, 0,01 g/dl MgSO&sub4;.7H&sub2;O, 0,1 mg/dl CaCl&sub2; 2H&sub2;O, 100 ug/l Biotin, 100 ug/l Thiaminhydrochlorid, 0,002 g/dl FeSO&sub4; 7H&sub2;O, 0,002 g/dl MnSO&sub4; 7H&sub2;O und O-GN in der in der Tabelle gezeigten Menge und eingestellt auf pH 7,0, wurde eine Suspension der Zellen in sterilem Wasser aufgeimpft, welche durch Züchten auf einer schrägen Fläche natürlichen Mediums (1 g/dl Pepton, 1 g/dl Hefeextrakt und 0,5 g/dl NaCl pH 7,0) für 24 Stunden erhalten wurden. Nach 24-stündigem Züchten wurde der Wachstumsgrad in Form von Trübung bestimmt. Tabelle 1 Stamm Inhibitor O-GN-Konzentration (ug/ml) Brevibacterium flavum AJ 11169 (FERM P-4161) Brevibacterium flavum AJ 12429 (FERM BP-2227) Corynebacterium glutamicum AJ 12092 (FERM P-7273) Corynebacterium glutamicum AJ 12430 (FERM BP-2228)
  • In vielen Fällen nimmt die Ausbeute zu, indem den oben erwähnten Varianten weiterhin Eigenschaften verliehen werden, welche bereits bekannt dafür sind, die Produktivität für L-Arginin zu verbessern, wie z.B. Sulfaguanidin- Resistenz, Argininol-Resistenz oder 8-Azaguanin-Resistenz.
  • Medien, die zur Züchtung solcher Varianten verwendet werden, sind herkömmliche Medien, welche Kohlenstoff-Quellen, Stickstoff-Quellen, anorganische Ionen, Substanzen, die der oben beschriebenen Auxotropie Genüge leisten, und, falls notwendig, andere organische Spuren-Nährstoffe einschließlich Vitamine usw. enthalten.
  • Als Kohlenstoff-Quellen werden vorzugsweise Kohlenhydrate wie Glucose, Saccharose usw., organische Säuren wie Essigsäure usw. verwendet. Als Stickstoff-Quellen, werden vorzugsweise Ammoniak-Wasser, Ammoniak-Gas, Ammonium-Salze usw. verwendet. Als anorganische Ionen werden dem Medium geeigneterweise Kalium-Ionen, Natrium-Ionen, Magnesium-Ionen, Phosphat- Ionen und ähnliche hinzugefügt, je nach Notwendigkeit.
  • Die Beimpfung wird vorzugsweise unter aeroben Bedingungen durchgeführt. Wird die Beimpfung, während der pH des Mediums auf einen Bereich von 4 bis 8 eingestellt wird, bei einer Temperatur von 25 ºC bis 37 ºC durchgeführt, können stärker bevorzugte Ergebnisse erhalten werden. Somit werden, während einer Züchtungsperiode von 1 bis 7 Tagen, bemerkenswerte Mengen an L-Arginin in dem Medium gebildet und angereichert.
  • Zur Gewinnung von L-Arginin aus der Kulturlösung können herkömmliche Verfahren benutzt werden, wie z.B. ein Verfahren, welches ein Ionenaustauscher-Harz usw. verwendet.
  • Die vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf das folgende Beispiel weiter beschrieben.
  • Beispiel
  • Ein Medium, welches 10 g/dl Glucose, 7 g/dl (NH&sub4;)&sub2;SO&sub4;, 0,1 g/dl KH&sub2;PO&sub4;, 0,04 g/dl MgSO&sub4; 7H&sub2;O, 1 mg/dl FeSO&sub4; 7H&sub2;O, 1 mg/dl MnSO&sub4; 4H&sub2;O, 100 pg/l Thiamin HCl, 100 ug/l Biotin, 60 mg saures Hydrolysat von Sojabohnenprotein (berechnet als Gesamtstickstoff) und 5 g/dl Calciumcarbonat (getrennt sterilisiert) enthält, wurde auf pH 7,0 eingestellt, und 20 ml des Mediums wurden in einen 500 ml Kolben mit einer Schulter (shoulder) übertragen, gefolgt von Sterilisation durch Erhitzen. Eine Platin-Öse [voll] des in Tabelle 1 gezeigten Stammes wurde auf das Medium aufgeimpft und unter Schütteln für 4 Tage bei 31,5 ºC gezüchtet L-Arginin wurde in der Kulturlösung jedes Stammes in der in Tabelle 2 gezeigten Menge gebildet und angereichert.
  • AJ 12429 wurde nach dem oben beschriebenen Verfahren gezüchtet, um 1 Liter der Kulturlösung zu ergeben. Die Kulturlösung wurde zentrifugiert, um die Zellen und ähnliches zu entfernen. Der Überstand wurde durch ein schwach saures Ionenaustauscherharz "Amberlite" C-50 (NH&sub4;-Typ) laufen gelassen. Nach Waschen des Harzes mit Wasser, wurde L-Arginin mit 2 N NH&sub4;OH eluiert und das Eluat wurde aufkonzentriert. Aus dem Konzentrat wurden 19,5 g L-Arginin als Rohkristalle erhalten. Tabelle 2 Eigenschaft Menge an angereichertem L-Arginin (g/dl) Brevibacterium flavum AJ 11169 (FERM P4161) Brevibacterium flavum AJ 12429 (FERM BP-2227) Corynebacterium glutamicum AJ 12092 (FERM P-7273) Corynebacterium glutamicum AJ 12430 (FERM BP-2228) 2-TAr : 2-Thiazolalanin-Resistenz O-GNr : Octylguanidin-Resistenz

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von L-Arginin, welches das Züchten eines L-Arginin produzierenden Mikroorganismus des Genus Brevibacterium oder des Genus Corynebacterium in einem flüssigen Kulturmedium, die Bildung und Anreicherung von L- Arginin in dem Kulturmedium und die Gewinnung von L-Arginin aus dem Kulturmedium umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der L-Arginin produzierende Mikroorganismus Resistenz gegen X- Guanidin hat, worin X eine aliphatische Kette oder ein Derivat einer aliphatischen Kette ist.
DE1990607800 1989-01-12 1990-01-11 Verfahren zur fermentativen Herstellung von L-Arginin. Expired - Lifetime DE69007800T2 (de)

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