DE3006939C2 - Verschluß für einen Sicherheitsgurt - Google Patents
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Description
der Steckzunge 1 mit einer bestimmten Druckkraft gegen den Sperriegel 3 gedrückt wird. Zum Lösen der
Verriegelung wird der Sperriegel durch ein nicht weiter dargestelltes Druckorgan manuell in Pfeilrichtung
verschoben, bis sich der Sperriegel 3 außerhalb der Einsteckbahn 4 befindet bzw. bis die Verriegelungskante
6 an der in F i g. 1 oberen Ecke an einer Auflaufschräge 7 des Sperriegels 3 ausläuft und diesen selbsttätig bis
außerhalb der Einsteckbahn 4 durch die Kraft des Auswerfers 5 drückt Hierbei besteht die Gefahr, daß
insbesondere wenn verrundete Kanten von Steckzunge 1 und Sperriegel 3 die Reibhaftung zwischen diesen
beiden Elementen so groß wird, daß eine Blockierung des Sperriegels 3 stattfindet, noch bevor es sich
außerhalb der Einsteckbahn 4 befindet '5
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 2 und 3 sind mit 8 zwei den Grundkörper des Gurtschlosses
bildende, zueinander parallele Platten bezeichnet, die die Einsteckbahn 4 begrenzen. In diese Eins»«ckbahn ist
die Steckzunge 1 einsteckbar. In Öffnungen 9 der Μ
Platten 8 in Pfeiirichtung verschiebbar gelagert ist der Sperriegel 3, der einen hügelförmigen Ansatz 10 mit
einer öffnung 11 sowie am sperrenden freien Ende zwei
einander entgegengerichtete Auflaufflächen 12 und 13 aufweist.
In den Fig.2 und 3 ist die Steckzunge 1 in das
Gurtschloß eingesteckt und durch den Sperriegel 3 verrastet, wobei sich der an die Auf lauf fläche 12
anschließende senkrechte Riegelteil an der Verriegelungskante 6 der Steckzunge 1 abstützt und dessen
Abziehweg versperrt Mit 14 ist ein in Form einer Drucktaste ausgebildetes Druckorgan bezeichnet, das
eine Betätigungstaste 15 aufweist und in Pfeilrichtung entgegen der Kraft einer Feder 16 verschiebbar im
Gurtschloß gelagert ist Mit dem Verschieben des Druckorgans 14 in Pfeilrichtung läuft eine schräge
Fläche 17 am oberen Bügelende des Ansatzes 10 auf und verschiebt dadurch den Sperriegel 3 um ein solches
Maß, daß die Verriegelungskante 6 der Steckzunge 1 an der Auflauffläche 12 des Sperriegels 3 angreift und
letzteren in eine Öffnungsposition außerhalb der Einsteckbahn 4 selbsttätig drückt, so daß die Steckzunge
1 vom Gurtschloß abgezogen werden kann. Allgemein mit 18 ist ein Auswerfer bezeichnet, der einen in der
Einsteckbahn 4 durch die Kraft einer Feder 19 verschiebbaren Auswerferansatz 20 sowie einen die in
F i g. 3 obere Platte 8 überragenden Aiischlagansatz 21
aufweist Das Druckorgan 14 besitzt einen seitlich auskragenden Anschlag 22, an dem sich in der
Verriegelungsstellung der Anschlagansatz 21 des Auswerfers 18 abstützt, wobei der Auswerferansatz 20
mit Abstand vom freien Ende der Steckzunge 1 angeordnet ist und sich nicht an diesem abstützt Wird
hingegen das Druckorgan 14 betätigt so kommt der Anschlag 22 mit der Bewegung des Druckorgans außer
Eingriff des Anschlagansatzes 21, so daß der Auswerfer freigegeben wird und durch die Feder 19 gegen die
Steckzunge 1 gedrückt wird und diese aus dem Gurtschloß auswirft
Anhand der F i g. 4,5 und 6 ist die Funktionsweise des
Verschlusses erläutert In Fig.4 ist die Steckzunge 1
entsprechend Fig.2 und 3 durch den Sperriegel 3 verriegelt. Hierbei befindet sich das Druckorgan 14 in
der unbetätigten Stellung, so daß der Anschlag 22 den Verschiebeweg des Auswerfers 18 versperrt bzw. sich
der Anschlagansatz 21 an einer geneigten Stützfläche 23 des Anschlags 22 abstützt, dergestalt, daß das
Druckorgan 14 in der unbetätigten Ruhestellung gehalten und weitgehend blockiert wird. Mit dem
Verschieben des Druckorgans 14 in Pfeiirichtung wird der Sperriegel in die Öffnungsstellung verschoben,
wobei während dieser Verstellung des Sperriegels der Auswerfer 18 immer noch durch den Anschlag 22
blockiert wird, wie F i g. 5 zeigt. Erst dann, wenn sich der Spierriegel völlig außerhalb der Einsteckbahn 4 des
Gurtschlosses befindet, bzw. wenn die Verriegelungskante 6 der Steckzunge 1 an der Auflauffläche 12 des
Sperriegels 3 angreifen kann, wird der Auswerfer 18 freigegeben und gelangt in die in F i g. 6 dargestellte
Stellung, wobei sich der Anschlag 22 federnd und flächig an dem Anschlagansatz 21 des Auswerfers 18 abstützt.
Der Auswerfer 18 drückt mit seinem Auswerferansatz 20 die Steckzunge 1 bis außerhalb der Einsteckbahn 4.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verschluß für einen Sicherheitsgurt mit einem Sperriegel abstützt, wesentlich behindert wird oder daß
Gehäuse, in das eine Steckzunge einsteckbar und sogar diese Bewegung durch hohe Reibhaftung z. B. an
durch wenigstens einen Sperriegel verriegelbar ist, 5 vernindeten Kanten von Steckzunge und Sperriegel
der durch eine Auslösetaste aus der Verriegelungs- blockiert wird, so daß ein Auswerfen der Steckzunge
stellung entgegen Federkraft in die Öffnungsstellung behindert oder gar verhindert wird. Dies wirkt sich
quer zur Einsteckbahn der Steckzunge verschiebbar insbesondere nachteilhaft aus nach einem Crash-Fall,
ist, sowie mit einem in der Einsteckbahn verschieb- wenn die abgesicherte Person im beschädigten Fahrbaren
federnden Auswerfer, der in der Verriege- io zeug einer akuten Gefahr ausgesetzt ist und sich ohne
lungsstellung des Verschlusses in einer von der Verzug vom Fahrzeug lösen sollte oder von Rettungsverriegelten
Steckzunge entfernten Stellung blök- personen gelöst werden muß.
kiert und mit dem Verstellen der Auslösetaste in die Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe
Öffnungsstellung freigegeben wird, dadurch zugrunde, einen Verschluß der eingangs genannten Art
gekennzeichnet, daß der Verriegelungsweg 15 so auszugestalten, daß der Auswerfer die Bewegung des
zwischen Anschlag (22) und Auswerfer (18) gegen- Sperriegels in die Öffnungsstellung nicht behindert,
über dem Verriegelungsweg zwischen Speniegel (3) Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
über dem Verriegelungsweg zwischen Speniegel (3) Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
und Auslösetaste (14) so groß ist, daß der Anschlag Kennzeichnungsteil des Patentanspruches 1 aufgeführden
Auswerfer erst frei gibt, wenn sich der ten Merkmale gelöst Dadurch, daß der in der
Sperriegel (3) in der Öffnungsstellung oder in einer 20 VerriegelungssteHung der Steckzunge vorgespannte
Stellung befindet, in der er durch die Steckzunge (1) Auswerfer im Entriegelungsfalle sich nicht unmittelbar
selbsttätig in die Öffnungsstellung verschiebbar ist oder mittelbar über die Verriegelungskante der
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Steckzunge am Sperriegel abstützt, ist eine vollständige
zeichnet, daß der Anschlag (22) an der vorzugsweise oder teilweise Blockierung zwischen diesen beiden
als Drucktaste ausgebildeten Auslösetaste (14) 25 Teilen nicht möglich. Vielmehr kann der Sperriegel
angeordnet ist ungehindert durch das Druckorgan in eine Position
3. Verschluß nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch verstellt werden, in der er die Steckzunge freigibt oder
gekennzeichnet, daß der Anschlag (22) zusammen in der der z. B. mit einer schrägen Auflauffläche
mit der Auslösetaste (14) quer zur Einsteck- bzw. versehene Sperriegel durch den freigegebenen Auswer-Verschiebebahn
von Steckzunge (1) und Auswerfer 30 fer selbsttätig in die Öffnungsstellung verschiebbar ist
(18) verstellbar ist Aus der DE-OS 29 15 246 ist zwar ein Verschluß
4. Verschluß nach Anspruch 3, dadurch gekenn- bekannt, dessen Auswerfer in der Sperrstellung
zeichnet, daß der Anschlag (22) eine zu seiner blockiert wird; die Aufhebung der Sperrungen von
Verstellrichtung geneigte Stützfläche (23) für den Auswerfer und Einschubzunge erfolgt hier jedoch
Auswerfer (18) aufweist, wodurch die Auslösetaste 35 gleichzeitig.
durch die Stützkraft des Auswerfers in die Vorteilhafte Weiterbildungen des Anmeldungsgegen-
unbetätigte Stellung gedrückt wird. Standes sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die Ausgestaltung gemäß Patentanspruch 4
wird erreicht daß der Anschlag durch die geneigte
40 Stützfläche zusätzlich noch durch den sich auf dieser
Stützfläche abstützenden Auswerfer in die unbetätigte
Die Erfindung geht aus von einem Verschluß für einen Stellung gedrückt und somit arretiert wird. Es zeigt
Sicherheitsgurt gemäß dem Oberbegriff des Patentan- F i g. 1 die schematische Darstellung einer kritischen
Spruches 1. Teilblockierung zwischen einer Steckzunge und einem
Bei bekannten Gurtschlössern für Sicherheitsgurte ist «s Sperriegel bei bekannten Sicherheitssystemen,
der für die Verriegelung der mit dem losen Gurtstrang F i g. 2 und 3 den schematisch dargestellten erfin-
des Sicherheitssystems verbundenen Steckzunge not- dungsgemäßen Verschluß in zwei unterschiedlichen
wendige Sperriegel senkrecht zur Einsteckbahn der Schnittansichten, wobei Fig.2 einen Querschnitt und
Steckzunge entgegen der Kraft einer Feder in eine Fig.3 einen Mitten-Längsschnitt des Verschlusses
Öffnungsstellung durch Betätigen eines Druckorgans, so zeigt,
z. B. einer Drucktaste verschiebbar und fällt nach dem F i g. 4 bis 6 der erfindungsgemäße Verschluß in drei
Abziehen der Steckzunge wieder in die Sperrstellung unterschiedlichen Betätigungsstellungen,
zurück. In Richtung der Einsteckbahn entgegen Anhand der schematischen Darstellung in F i g. 1 ist
Federkraft verschiebbar ist ein sogenannter Auswerfer, die Problematik aufgezeigt, die durch die erfindungsge-
der mit dem vorderen Ende der eingesteckten 55 mäße Ausgestaltung des Verschlusses gelöst werden
Steckzunge in Berührung kommt und hierbei unter soll. Mit 1 ist eine am freien Ende eines Gurtbandes
Spannung des Federkraftspeichers zurückgedrückt eines Sicherheitsgurtsystems befestigte Steckzunge
wird. In der VerriegelungssteHung der Steckzunge stützt bezeichnet, die im Bereich des freien, vorderen Endes
sich der Auswerfer mit einer vorbestimmten Druckkraft eine Rastöffnung 2 aufweist, in welcher nach dem
an der Steckzunge ab, so daß nach dem manuellen ω Einstecken der Steckzunge in ein nicht weiter
Verschieben des Sperriegels in die Öffnungsstellung der dargestelltes Gurtschloß ein im Gurtschloß quer zur
vorgespannte Auswerfer die Steckzunge aus dem Einsteckbahn 4 der Steckzunge 1 verschiebbar gelager-
Gurtschloß auswirft und gegebenenfalls danach den ter Sperriegel 3 verrastend eingreift Mit 5 ist
Sperriegel in der Öffnungsstellung hält. Bei diesem schematisch ein als Feder dargestellter Auswerfer
Verriegelungssystem, bei dem die Sperrkante der 65 bezeichnet, entgegen dessen Federkraft die Steckzunge
Steckzunge durch den Auswerfer mit einer bestimmten in die Einsteckbahn 4 bis zur VerriegelungssteHung
Druckkraft ständig gegen den Sperriegel gedrückt wird, einsteckbar ist, wobei die Feder des Auswerfers 5
besteht die Gefahr, daß die Bewegung des Sperriegels in vorgespannt wird und wobei die Verriegelungskante 6
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