DE2947709A1 - System zum zufuehren von boegen aus einem stapel - Google Patents
System zum zufuehren von boegen aus einem stapelInfo
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Description
System zum Zuführen von Bögen aus einem Stapel
Die Erfindung bezieht sich auf ein System zum Zuführen von Bögen aus einem Stapel in zeitlich abgestimmter Folge, die dem
Betrieb einer nachfolgenden Arbeitsstation angepaßt ist, welcher die Bögen zugeführt werden. In Verbindung damit muß beispielsweise
in einer Rotationsdruckmaschine, in der Papieroder Kartonbogen einer Druckplatte oder einem Druckzylinder
aus einem Stapel solcher Bögen zugeführt werden, die Geschwindigkeit, mit der sich der Bogen bewegt, gleich der Oberflächengeschwindigkeit
der Druckplatte oder des Druckzylinders sein. Außerdem ist es in solchen Systemen erforderlich, aufeinanderfolgende
Bögen aus dem Stapel synchron mit der Drehung des Druckzylinders zuzuführen, um ein korrektes Druckregister zu
gewährleisten. Jeder Bogen muß deshalb aus dem Stillstand bis zu der korrekten Bogengeschwindigkeit in kontrollierter Weise
so beschleunigt werden, daß er an seiner Vorderkante mit der
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"Null"- oder "Start"-Position auf dem Druckzylinder übereinstimmt.
In herkömmlichen Systemen werden die Bögen gewöhnlich mittels hin- und herbewegbarer Vorrichtungen zugeführt, die die Bögen
entweder mechanisch oder durch Saugwirkung erfassen, sie zwischen zwei Ziehrollen zur endgültigen Beschleunigung auf die
Papiergeschwindigkeit fördern und dann zurückkehren, um den nächsten Bogen aufzunehmen, was alles innerhalb einer Umdrehung
des Druckzylinders erfolgt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bogenzuführsystem der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, in welchem die vorgenannten Forderungen eingehalten werden, sich aber eine einzige Zuführvorrichtung
nur in einer Richtung bewegt, die Bögen auf die Papiergeschwindigkeit beschleunigt und diese dann weiter mit
dieser Geschwindigkeit zuführt.
Das System zum Zuführen von Bögen aus einem Stapel derselben in zeitlich abgestimmter Folge, die dem Betrieb einer nachfolgender
Arbeitsstation angepaßt ist, der die Bögen zugeführt werden, ist gemäß der Erfindung gekennzeichnet durch ein intermittierend
angetriebenes, endloses Förderteil, das eine Einrichtung hat, die die Bögen einen nach dem anderen erfaßt
und sie aus dem Stapel zuführt, wobei sich das Teil nur in der Bogenzuführrichtung bewegt, durch ein dem Förderteil zugeordnetes
Gatter, das einen Bogen nach dem anderen durchläßt, durch eine Antriebseinrichtung für das Förderteil, die bewirkt,
daß aufeinanderfolgende Bögen mit einer vorbestimmten Beschleunigungsrate bis zu einer vorbestimmten Geschwindigkeit
zugeführt und mit dieser Geschwindigkeit zu der Arbeitsstation gefördert werden, und durch eine Steuereinrichtung
zum Betätigen der Antriebseinrichtung und der Erfassungseinrichtung gemäß der seitlich abgestimmten Folge.
Ein Ausführungsbeis^iel der Erfindung wird im folgenden unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
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Es zeigen
Fig. 1 ein Bogenzuführsystem nach der Erfindung,
das einer Rotationsdruckmaschine zugeordnet ist, und
die Fig. 2 bis 6 schematische Darstellungen, die die gegenseitige zeitliche Beziehung des Zuführmechanismus
und des Druckzylinders zeigen.
Für den Zweck der Beschreibung wird der Durchmesser der Druckplatte
oder des Druckzylinders als Papiergeschwind" :T:: :ltsdurchmesser
und der Umfang des Zylinders als Papiergeschwindigkeitsumfang bezeichnet.
Gemäß den Zeichnungen wird das hier beschriebene Ausführungsbeispiel bei einer Rotationsdruckmaschine verwendet, die bei
der Herstellung von Schachteln aus Wellpappe benutzt wird, wobei Schachtelzuschnitte durch eine oder mehrere Druckeinheiten
gefördert werden, bevor sie gefalzt und geleimt werden, um fertige, aber zusammengelegte Schachteln herzustellen.
Ein Stapel von Bögen oder Zuschnitten wird auf eine Rollenbühne 10 gefördert, die in diesem Fall innerhalb eines Maschinengestells
11 angehoben werden kann, wobei die Bögen von der Oberseite des Stapels S mittels eines endlosen Förderteils,
das insgesamt mit 12 bezeichnet ist, weggefördert werden. Das Teil 12 führt die Bögen einen nach dem anderen einer Druckeinheit
zu, die einen Druckzylinder 21 enthält.
Das Förderteil 12 weist einen flexiblen Zahnriemen 15 auf, der um
zwei angetriebene Zahnriemenscheiben 16 und 17 geschert ist.
Der Riemen 15 weist sechs gleichlange Teile auf, wobei abwechselnde Teile perforierte Flächen mit starker Reibung bzw. volle
Flächen mit geringer Reibung haben.
Gemäß den Fig. 2 bis 6 sind die Durchmesser der Riemenscheiben
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23^7709
16 und 17 jeweils gleich der Hälfte des Papiergeschwindigkeitsdurchmessers.
Die Mittelpunkte der Riemenscheiben 16 und 17 haben einen gegenseitigen Abstand a, der gleich der Hälfte des
Papiergeschwindigkeitsumfangs ist, und die Länge des Riemens ist gleich dem 1,5-fachen des Papiergeschwindigkeitsumfangs.
Die Abmessungen b und c in Fig. 2 stellen ein Achtel bzw. ein Viertel des Papiergeschwindigkeitsumfangs dar.
Eine Saugkammer 18 liegt zwischen den Riemenscheiben 16 und 17
und ist zu der von dem Stapel abgewandten Fläche des Riemens 15 hin frei. Die Kammer 18 kann wahlweise mit einer Saugquelle
und mit der Atmosphäre verbunden werden und erstreckt sich in der Richtung der Bewegung des Riemens 15 über eine Strecke,
die gleich drei Achteln des Papiergeschwindigkeitsumfangs ist. Die Kammer 18 ist durch eine Trennwand 19 in zwei im wesentlichen
gleiche Abschnitte d und e unterteilt.
Ein Gatter 30, das an der Oberseite der Vorderwand des Stapels S vorgesehen ist, ist um ein Achtel des Papiergeschwindigkeitsumfangs
hinterhalb der Drehachse der Riemenscheibe 16 angeordnet und ein Spalt zwischen dem Gatter 30 und dem Riemen 15
reicht aus, um nur einen Bogen gleichzeitig durchzulassen.
Gemäß den Fig. 2 bis 6 werden Bögen aus dem Stapel S durch den Riemen 15 in der Richtung eines Pfeils 20 dem Druckzylinder 21
zugeführt, der sich im Gegenuhrzeigersinn dreht, was durch einen Pfeil 22 angegeben ist. Der Zylinder 21 trägt auf seiner
Oberfläche eine Druckplatte, die eine Vorderkante hat, die sich am Beginn jedes Druckzyklus in der Position des oberen
Totpunkts befindet, was durch die Nullmarke in Fig. 2 angegeben ist. Wenn der Druckzylinder in dieser Position ist, befindet
sich ein erster perforierter Abschnitt des Riemens 15 mit seiner Vorderkante in der Position des Gatters 30 an der Vorderseite
des Stapels S, während das andere Ende desselben perforierten Abschnittes an dem hinteren Ende der Saugkammer, d.
h. am Ende des Abschnitts e derselben angeordnet ist. Der Stapel muß eine Mindestlänge haben, die gleich einem Viertel des
Papiergeschwindigkeitsumfangs ist, so daß der obere Bogen die
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_ Q
in dem Riemen 15 gebildeten Perforationen bedeckt und einen wirksamen Verschluß derselben bildet, damit, wenn die Kammer
18 unter Saugwirkung steht, der Bogen an dem Riemen festgehalten
wird.
Der Antrieb der Riemenscheiben 16 und 17 ist intermittierend und erfolgt in zeitlich abgestimmter Beziehung zu der
Drehung des Druckzylinders 21, die kontinuierlich ist.
Wenn im Betrieb des Druckzylinders die Nullmarke den oberen Totpunkt passiert, beginnt der Antrieb der Riemenscheiben 16
und 17. Wenn sich der Druckzylinder um 90° in die in Fig. 3 gezeigte Position gedreht hat, ist der Riemen 15 aus dem
Stillstand auf die normale Papiergeschwindigkeit beschleunigt worden und hat so den obersten Bogen des Stapels in die
in Fig. 3 gezeigte Position gebracht. Das bedeutet, daß, während der Druckzylinder sich um ein Viertel des Paniergeschwindigkeitsumfangs
weiterbewegt hat, sich der oberste Bogen des Stapels um ein Achtel des Papiergeschwindigkeitsumfangs bei
seiner Beschleunigung auf die Papiergeschwindigkeit weiterbewegt hat. Es ist zu erkennen, daß, wenn der perforierte Abschnitt
des Riemens mit dem daran festgehaltenen Bogen sich über die Saugkammer 18 bewegt, der folgende volle Abschnitt
des Riemens den Bereich der Saugkammer hinter dem Bogen verschließt. Nach weiteren 45° Drehung des Druckzylinders 21 in
die in Fig. 4 gezeigte Position hat sich der Bogen um ein weiteres Achtel des Papiergeschwindigkeitsumfangs weiterbewegt,
was gleich dem letzten Inkrement der Bewegung des Druckzylinders selbst ist. Die Geschwindigkeiten des Druckzylinders und
des sich weiterbewegenden Bogens sind somit nun synchronisiert. An diesem Punkt in dem Zyklus gelangt der folgende perforierte
Abschnitt des Riemens über die Kammer 18 und der Abschnitt e derselben wird zur Atmosphäre hin geöffnet, was
verhindert, daß der nächste Bogen in dem Stapel vorzeitig nach oben in Berührung mit dem Riemen gezogen wird.
Bei weiteren 45° Drehung des Druckzylinders in die in Fig. 5 gezeigte Position bewegen sich der Riemen und der erste Bogen
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mit konstanter Geschwindigkeit um ein weiteres Achtel des Papiergeschwindigkeitsumfangs weiter. An diesem Punkt verläßt
den ersten Bogen die Saugwirkung des Riemens 15 und der Bogen wird weiter mit konstanter Geschwindigkeit durch eine
weitere Einrichtung angetrieben, die Teil des der Druckeinheit zugeordneten Mechanismus ist.
Der Abschnitt d der Saugkammer 18 wird zur Atmosphäre hin belüftet,
nachdem der erste Bogen die Grenzen des Riemens verlassen hat, so daß nun die gesamte Kammer 18 zur Atmosphäre
hin offen ist.
Während den nächsten 90° Drehung des Druckzylinders in die in Fig. 6 gezeigte Position wird der Antrieb des Riemens 15 verzögert
und er stoppt in der in Fig. 6 gezeigten Position, in der sich der nächste perforierte Abschnitt des Riemens über
dem Stapel befindet. Somit ist der Riemen 15 zum Zuführen des nächsten Bogens korrekt angeordnet. Wenn der Riemen bis zum
Stillstand verlangsamt, bewegt sich der erste Bogen weiter vorwärts und legt eine Strecke, die gleich einem Viertel des
Papiergeschwindigkeitsumfangs ist, in Synchronismus mit den 90° Drehung des Zylinders 21 in die in Fig. 6 gezeigte Position
zurück.
Die letzten 90° Drehung des Druckzylinders, durch die die Nullmarke zu dem oberen Totpunkt gebracht wird, erzeugen keine
zugehörige Bewegung des Riemens 15, die Saugwirkung wird aber in der Kammer 18 wiederhergestellt und der erste Bogen
bewegt sich um eine weitere Strecke, die gleich einem Viertel des Papiergeschwindigkeitsumfangs ist. Wenn die Nullmarke
an dem Druckzylinder den oberen Totpunkt erreicht, hat die Saugwirkung in der Kammer 18 ein Maximum und der erste Bogen
hat eine Gesamtstrecke von sieben Achteln des Papiergeschwindigkeitsumf angs zurückgelegt.
Während der nächsten Umdrehung des Druckzylinders 21 wird die Zuführfolge mit dem zweiten Bogen in dem Stapel wiederholt.
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Wenn der Zylinder wieder die in Fig. 3 gezeigte Position erreicht,
wird sich der zweite Bogen um ein Achtel des Papiergeschwindigkeitsumfangs
weiterbewegt haben, während sich der erste Bogen, der sich noch mit voller Papiergeschwindigkeit
bewegt, um ein weiteres Viertel des Papiergeschwindigkeitsumfangs weiterbewegt haben wird. Diese Beziehung hält einen
Abstand, der gleich dem Papiergeschwindigkeitsumfang ist, zwischen den Vorderkanten aufeinanderfolgender Bögen aufrecht.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das oben beschriebene Beispiel, vielmehr liegen zahlreiche Abwandlungsmöglichkeiten
im Rahmen der Erfindung.
So ist es beispielsweise möglich, das System so arbeiten zu lassen, daß die Bögen sequentiell von der Unterseite des Stapels
oder von dem Ende einer Reihe von Pappebögen, in der die Bögen vertikal angeordnet sind, zugeführt werden.
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Claims (8)
1.)System zum Zuführen von Bögen aus einem Stapel in zeitlich
--»h'iestimmter Folge,
<|ji· ,m den Betrieb einer nachfolgenden
Λ ι ln;i tsstation an<|ep,iUt I .·: I , welcher die Bögen zugeführt werden,
gekennzeichnet; durch ein intermittierend angetriebenes, endloses Förderteil (12) mit einer Einrichtung (18) zum Einfangen
der Bögen einen nach dem anderen und Zuführen derselben aus dem Stapel (S), wobei sich das Förderteil nur in der
Bogenzuführrichtung bewegt, durch ein Gatter (30), das dem Förderteil zugeordnet ist und nur einen Bogen gleichzeitig
durchläßt, durch eine Antriebseinrichtung für das Förderteil, die bewirkt, daß aufeinanderfolgende Bögen durch dieses mit
einem vorbestimmten Verhältnis der Beschleunigung bis zu einer vorbestimmten Geschwindigkeit zugeführt und mit dieser Geschwindigkeit
zu der Arbeitsstation gefördert werden, und durch eine Steuereinrichtung zum Betätigen der Antriebseinrichtung
und der Einfangeinrichtung in Übereinstimmung mit der zeitlich
abgestimmten Folge.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
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CXDPY
Förderteil (12) einen flexiblen Riemen (15) aufweist, der mehrere gleichlange Teile hat, wobei abwechselnde Teile perforierte
bzw. volle Flächen haben, daß die Einrichtung (18) zum Einfangen und Zuführen der Bögen aus dem Stapel eine Saugkammer
aufweist, die zur Innenfläche des Riemens hin offen ist, so daß die Bögen bis in Berührung mit den perforierten
Teilen der äußeren Fläche des Riemens gesaugt werden.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Saucikammer (18) zwei Abschnitte (d, e) mit einer Trennwand
(19) zwischen denselben aufweist und daß jeder Abschnitt der Kammer wahlweise mit einer Unterdruckquelle und der Atmosphäre
verbunden wird.
4. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible Riemen (15) ein Zahnriemen ist, der um zwei Zahnriemenscheiben
(16, 17) geschert ist, von denen wenigstens eine mit der Antriebseinrichtung verbunden ist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung eine konstante Beschleunigung aus dem Stillstand bis auf eine vorbestimmte konstante Geschwindigkeit
erzeugt.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Förderteil (12) an der Oberseite des Stapels (S) angeordnet ist und daß das Gatter (30) einen Spalt zwischen
seiner oberen Grenze und der Oberfläche des Riemens (15) bildet, der ausreicht, um den Durchgang von einzelnen Bögen zu
gestatten.
7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung für den flexiblen Riemen (15) so ausgebildet ist, daß während der Beschleunigung desselben
vom Stillstand auf die vorbestimmte Geschwindigkeit der Riemen u.n eine Strecke weiterbewegt wird, die gleich der Hälfte
der Länge eines perforierten Teils desselben ist.
Il H)O 3 /»/05 3 6
— ν*** ORIGINAL INSPECTED
Copy
8. System nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riemen (15) sechs gleichlange Teile aufweist und daß die Drehachsen der Riemenscheiben (16, 17), um
die der Riemen geschert ist, einen gegenseitigen Abstand (a) haben,
der gleich zwei Riementeilen ist.
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