DE3331662C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung dieser Gattung ist durch die DE-OS
31 38 481 bekannt.
Mit Hilfe von saugluftbeaufschlagten Fördertischen können Bogen
unterschuppt zu Druckmaschinen gefördert werden. Vorteilhaft dabei
ist, daß keine Vorrichtungen mit Halteelementen die Oberseite des
Fördertisches versperren. Dadurch sind auch bei Betriebsunter
brechungen die Bogen auf dem Fördertisch gut zugänglich. Es wird
Unfallgefahr vermieden und die Einstellung aller Elemente eines
Rahmens erübrigt sich.
In der DE-PS 7 13 529 ist eine solche Bogenfördervorrichtung, insbeson
dere an Bogenanlegern für Buchdruck- und ähnlichen Maschinen,
beschrieben. Dort laufen endlose mit Saugöffnungen versehene Bänder
über Saugschlitzen im Fördertisch. Dadurch, daß Luft aus den Saug
schlitzen abgesaugt wird, werden Papierbogen auf den gelochten Bändern
festgehalten und vorwärts transportiert. Nachteilig ist das geringe
Volumen der Saugschlitze und die Anordnung einer Kolbenpumpe. Dadurch
ist keine sichere Transportwirkung dieser Einrichtung zu gewähr
leisten. Außerdem sind relativ hohe Unterdrücke notwendig um überhaupt
eine Transport
wirkung zu erreichen, was wiederum zu erhöhter Reibung
der Bänder auf dem Fördertisch führt. Dadurch kann es leicht zu schräg
liegenden Bogen und damit zu Betriebsunterbrechungen kommen. Außerdem
ist eine ausreichende Trennung der Verfahrensschritte "Transport" und
"Ausrichtung" nicht erkennbar. Daher ist ein Verfahrensfehler vorge
geben, weil die Bogen bis zur Vorderkantenausrichtung von den Saug
bändern festgehalten werden. Schräg einlaufende Bogen können nicht
mehr sicher ausgerichtet werden.
Nachteile der genannten Vorrichtung werden in einem Gerät zum
selbsttätigen Laden angefeuchteter Furnierblätter in einen Band- oder
Walzentrockner und zum Entladen sowie Stapeln der austretenden
getrockneten Furnierblätter vermieden, wie es in der DE-OS 25 23 482
beschrieben ist. Hier sind die gelochten Transportbänder um einen
großvolumigen Saugkasten herumgeführt. Sie laufen an der Unterseite
dieses Saugkastens parallel zu dessen Oberfläche, die dort mit
Öffnungen versehen ist. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der
Saugkasten mit einem Ventilator als Saugluftquelle versehen. Dadurch
wird über die ganze Fläche der Unterseite des Saugkastens ein gleich
mäßig verteilter Unterdruck erzeugt und es wird weiterhin durch das
große Volumen des Saugkastens eine Speicherwirkung für den Unterdruck
erzielt. Der gravierende Nachteil dieses Geräts ist allerdings, daß,
zumal es als Einzelbogenförderer konzipiert ist, hier keine gezielte
und zeitlich genau abgestimmte Förderung von geschuppten Papierbogen
möglich ist. Vor allen Dingen fehlt die Möglichkeit, die einzelnen
Bogen im Bereich der Übergabe an die Ausrichtmittel der Druckmaschine,
die hier durch den Trockner ersetzt sind, gezielt weiter zu fördern.
Der Bogen wird bis zuletzt festgehalten, ohne daß Rücksicht auf die
Lage oder das zeitlich genaue Ankommen des Bogens genommen werden
könnte. Die Abstimmung zwischen Bogentransport und Ausrichtung findet
nicht statt.
In der Vorrichtung zum Fördern eines geschuppten Stroms von Papier
bogen nach der DE-OS 31 38 481 werden diese Mängel teilweise
vermieden. Hier können unterschuppt einlaufende Bogen einwandfrei
transportiert werden. Die einzelnen Bogen werden von den nachfolgenden
Bogen nach unten gegen den Fördertisch abgedeckt und damit automatisch
von der Ansaugung an den Saugbändern frei, wenn der nachfolgende Bogen
das Ende des Fördertisches erreicht hat. Da der Bogen nun aber voll
kommen frei ist, kann eine sichere Ausrichtung an Vorder- und Seiten
kante nicht mehr gewährleistet werden. In umgekehrter Weise trifft das
auf den letzten über dem Fördertisch einlaufenden Bogen zu, da dieser
nicht mehr von einem Folgebogen unterschuppt ist. Dieser wird daher zu
lange festgehalten und kann ebenfalls nicht ordnungsgemäß ausgerichtet
werden.
Es sind aber auch Vorrichtungen, die das Ausrichten des Bogens
zulassen, bekannt geworden. So ist in der DE-PS 8 36 355 eine
Bogenanlegevorrichtung beschrieben. Sie weist am Ende des mit
Förderbändern arbeitenden Fördertisches zusätzliche Fördermittel auf.
Diese Fördermittel sind als ein oder mehrere von oben auf das
noch unterschuppt liegende nachlaufende Ende des Bogens
wirkende Saugrollen ausgebildet, die langsamer oder schneller
als der Fördertisch laufen können. Zum Ausrichten quer zur
Bogentransportrichtung kann die Haltekraft abgeschaltet oder
verringert werden.
Nachteilig an dieser Einrichtung
ist, daß die Rollen sowohl zeitlich in ihrer Bewegung als auch in ihrer
Saugluftbeaufschlagung dauernd gesteuert werden müssen. Dabei kann nicht
sichergestellt werden, daß der Bogen nicht zu weit gefördert wird und sich
dabei, an den Vordermarken abgestützt, in der Mitte hochwölbt. Dann könnte
auch der nächstfolgende Bogen von den Saugrollen erfaßt und unkontrolliert
weiter gefördert werden. Zudem muß die gesamte Vorrichtung genau auf das
Bogenende eingestellt werden und versperrt den Zugang zu den auf dem
Anlegetisch liegenden Bogen. Verfahrenstechnisch ist äußerst problematisch,
daß eine Antriebswirkung vom Fördertisch aus auf die Bogen geleitet wird.
Eine getrennte Beeinflussung am Fördertisch und den Saugrollen ist nur
schwer möglich, da die Antriebsorgane immer miteinander gekoppelt sind.
Abhilfe kann hier nur eine gesonderte Steuerung der Saugrollen bzgl. der
Wirkdauer, -lage und -art schaffen, die das Verfahren zusätzlich unnötig
komplizieren.
Eine weitere Vorrichtung dieser Art beschreibt die DE-PS 11 52 707. Diese
Bogenverlangsamungs- und Ausrichtvorrichtung weist links und rechts am
Fördertisch angeordnete und zum Verlangsamen und Ausrichten des Bogens
gegen die Vordermarken geeignete Saugkammern in Form von Saugrollen oder
mit gelochten Fördergurten umschlungene Saugkästen auf,
die von unten auf den Bogen wirken. Die Geschwindigkeit
der Fördergurte liegt unter der Geschwindigkeit der Transportbänder des
Fördertisches. Die Transporteinrichtungen sind auch hier im Anschluß an den
Fördertisch vor dem Anlegetisch der Druckmaschine angeordnet. Sie weisen
deshalb einen großen Abstand zu den Vordermarken auf und ihre Wirkung
unterliegt daher der Gefahr, daß der Bogen sich an der Vordermarke abstützt
und durch die Förderwirkung der Ausrichtmittel aufgewölbt wird. Der
Nachteil der vorher beschriebenen Vorrichtung, daß dort wieder Ausricht
mittel über dem Anlegetisch vorhanden sind, wird hier zwar vermieden, aber
der Nachteil des Steueraufwandes ist auch hier vorhanden. Zusätzlich wird
die Arbeitsgeschwindigkeit dieser Anlege
vorrichtung durch die verringerte Transportgeschwindigkeit der zusätzlichen
Ausrichtmittel verlangsamt.
Schließlich gibt die DD-PS 1 28 414 noch Hinweise zum Ausrichten der Bogen
gegen Vorder- und Seitenmarken. Die Vorrichtung zum Ausrichten der
Vorderkante von Werkstücken, insbesondere Druckbogen, weist Saugwalzen auf,
die in Umlaufgeschwindigkeit und Saugdruck regelbar sind. Die Saugwalzen
sind unmittelbar an den Vordermarken angeordnet und sollen den Druckbogen von unten
mit einer geringeren Kraft halten, als die der Seitenziehvorrichtung für die
Seitenausrichtung zur Verfügung steht.
Die Vorrichtung ist relativ aufwendig, da für alle Vordermarken Saugwalzen
vorgesehen sind. Vom Verfahrensablauf her sind die jeweiligen Saugwalzen
einerseits mit sehr niedriger Saugkraft zu betreiben, da die
Seitenziehvorrichtung ja die Summe der Saugkräfte überwinden muß. Diese
Tendenz läuft der sicheren Ausrichtung an den Vordermarken zuwider, die nur
mit ausreichend großem Saugdruck möglich ist. Dabei behindern sich aber die
Saugwalzen gegenseitig, vor allem, weil sie vorzugsweise weit auseinander
liegend angeordnet sind. Außerdem gibt die Beschreibung keinen Hinweis auf
den Betrieb einer solchen Vorrichtung zusammen mit dem Fördertisch bzw. ob
hier auch unterschuppt einlaufende Bogen verarbeitbar sind.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin,
den Anlagepasser einer Druckmaschine für alle Betriebszustände und
Papierqualitäten sicherzustellen, wobei die Seitenmarke einwandfrei
ziehen können muß und die Bogen bei der Seitenausrichtung an allen
Vordermarken anliegen, und
sowohl die ersten als auch die letzten Bogen eines Druckauftrages
paßgenau der Druckmaschine zuzuführen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
geschilderten Merkmale gelöst. Mit dem geschilderten Verfahren und der
zugehörigen Vorrichtung wird es möglich, in jeder Situation des
Bogentransports zwischen dem Anleger und der Druckmaschine ein gutes
Paßverhalten zu erzeugen. Das
zusätzliche Fördermittel vor den Vordermarken bewirkt, daß der Bogen nicht von
den Vordermarken zurückprallen kann und auch bei Schräglage gegen die
Vordermarken gefördert wird. Das ergibt sich durch den Effekt, daß der Bogen
bei einseitiger Anlage an den Vordermarken um das Treibband wie um ein
Gelenk pendelt und sich auf diese Weise vollständig gegen die Vordermarken
ausrichtet. Dadurch, daß das zum Beispiel als Treibband
ausgebildete Fördermittel wenigstens die gleiche
Geschwindigkeit hat wie die Lochbänder des Fördertisches, und die Saugluft
an diesem Treibband kontinuierlich wirkt, wird auf den an den Vordermarken
ankommenden Bogen eine immer gleiche Treibkraft aufgebracht, die diesen
ausreichend schnell ausrichten kann und auch dort zur Ruhe bringt. Die
Seitenausrichtung wird durch die geringe Halte
wirkung an dem Treibband, wie es in einer Ausgestaltung
der Erfindung vorgeschlagen ist, nicht behindert. Wenn
der letzte Bogen über den Fördertisch läuft, soll die
Saugluftquelle abgeschaltet werden. Durch Nutzung des
Volumens des Saugkastens als Saugluftreservoir für den
Betrieb des Fördertisches ist es möglich, den Saugluft
strom schon so rechtzeitig zu unterbrechen, daß sich
der Unterdruck im Saugkasten nur langsam abbaut und erst
ausgeglichen wird, wenn der Fördertisch leerläuft. Der
letzte Bogen kann nun nicht mehr über die Lochbänder
des Fördertisches festgehalten werden. Das ist auch in
sofern wünschenswert, da für ihn die Unterschuppung
durch einen weiteren Bogen fehlt, die die Abdeckung der
Lochbänder bewirken würde. So kann auch der letzte
Bogen vor gewollter Druckunterbrechung noch sauber ver
druckt werden, ohne daß es dabei zu Schwierigkeiten auf
dem Anlageblech kommen würde.
Die Anordnung des zusätzlichen Treibbandes nahe den Vor
dermarken vermeidet die Gefahr der Bogenstauchung zwi
schen Vordermarken und dem Treibband. Durch die kleine
Wirkfläche des Treibbandes wird im Zusammenhang mit der
Seitenmarke eine exakte Vorder- und Seitenausrichtung
der Bogen gewährleistet, da zum Zeitpunkt der Beein
flussung diese ja an ihrer Hinterkante frei sind. Die zu
sätzlichen Einrichtungen am Fördertisch wirken nicht,
wenn ein Stopper den Anleger stillsetzt. Dabei ist es
unerheblich, wenn bei gesperrten Vordermarken das Treib
band weiterläuft, da es auch dann in gleicher Weise
funktioniert wie im normalen Maschinenbetrieb. Und es
ist eher günstig, daß der Lüfter für den Fördertisch
in Betrieb bleibt, damit die Bogen in ihrer ursprüng
lichen unterschuppten Lage auf dem Fördertisch festge
halten werden. Dabei ist die Anlage aber frei zugäng
lich, so daß doppelte Bogen oder Bogen mit gewellter
oder beschädigter Vorderkante beseitigt werden können.
Die Anordnung nach der Erfindung ist besonders einfach
dadurch, daß für den Betrieb des Treibbandes keine be
sondere Steuerung notwendig ist. Sowohl die Luftabsau
gung als auch der Antrieb des Treibbandes können während
des Betriebs der Maschine vollkommen kontinuierlich
laufen. Der geringe Luftbedarf macht keine zusätzliche
Saugluftquelle notwendig. Weiterhin ist die Steuerung
für die Abschaltung der Saugluft am Fördertisch keinen
großen Genauigkeitsanforderungen unterworfen, sie kann
zudem mit der Abschaltung des Stapelhubes bei leerge
laufenem Anlegerstapel oder mit der Abschaltung des Anlegers ge
koppelt werden. Es genügt lediglich den Lüfter
dann abzuschalten, wenn der letzte Bogen auf dem Tisch
einläuft, und gleichzeitig die Drosselklappe zu schließen.
Durch die ausreichende Volumenkapazität des Saugkastens
für Unterdruck werden die letzten Bogen noch sicher auf
dem Fördertisch festgehalten.
Eine Vorrichtung gemäß der Erfindung wird im folgenden
näher beschrieben.
Dazu sind in Zeich
nungen im einzelnen dargestellt in
Fig. 1 eine Seitenansicht des Saugbändertisches und
des zusätzlichen Förderbandes vor den Vorder
marken, in
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Bereich der Bogenanlage
einer Druckmaschine, in
Fig. 3 A bis D der schematisierte Ablauf des Bogen
transports über den Fördertisch bis zu den
Vordermarken, und in
Fig. 4 schematisch die Ausrichtung eines Papierbogens
an Vorder- und Seitenmarke.
Wie in Fig. 1 dargestellt befindet sich der Fördertisch 1
zum Transport des geschuppten Bogenstromes zwischen der
Druckmaschine 2 und dem Anleger 3. Die Bogen werden im
Anleger 3 von einem Stapel zu einem unterschuppten Strom
von Bogen vereinzelt und werden in der Anlage der Druck
maschine 2 an deren Druckwerk übergeben. Die Bogen laufen
dort einzeln über ein Anlageblech 4. Der Fördertisch 1
besteht aus einem Saugkasten 5 und einem Lüfter 6. Um den
Saugkasten 5 sind mehrere endlose Lochbänder 7 angeordnet.
Die Lochbänder 7 werden von Wellen 8 angetrieben und über
Spannrollen 9 gespannt. In den Lochbändern 7 sind zwei
Reihen von Saugöffnungen 10 angeordnet, die die Ober
fläche des Fördertisches 1 mit dem Saugkasten 5 verbinden.
Die Oberseite des Saugkastens 5 ist ansonsten neben den
Lochbändern 7 mit seitlich verschiebbaren Abdeckungen 11
aus mustergewalztem Blech abgedeckt, so daß nur Luft
durch die Lochbänder 7 angesaugt werden kann. Auf dem
mustergewaltzen Blech ist die Reibung der Bogen be
sonders gering. An der Unterseite des Saugkastens 5
schließt sich ein Saugrohr 12 an, in dem eine Drossel
klappe 13 angeordnet ist. Bei laufendem Lüfter 6 ent
steht ein Luftstrom von der Oberfläche des Fördertisches
1 durch die Saugöffnungen 10 und den Saugkasten 5, wei
terhin durch das Saugrohr 12, vorbei an der strichliert
gezeichneten Drosselklappe 13, und zum Lüfter 6 hin. Der
Luftstrom durch den Saugkasten 5 ist durch die seitlich
veschiebbaren Abdeckbleche in Bezug auf das zu ver
arbeitende Bogenformat steuerbar, indem die Abdeckungen
11 unter die äußeren Reihen der Saugöffnungen 10 in den
Lochbändern 7 geschoben werden können und kann durch Ver
änderung der Abluftöffnung am Lüfter 6 in seiner Größe
eingestellt werden.
In Fig. 2 ist erkennbar, daß im Bereich des Anlagebleches
4 auf Höhe einer Seitenmarke 14 und nahe den Vordermarken
15, beide in bekannter Bauart, in deren Mitte zwischen den
Lochbändern 7 eine zusätzliche Fördereinrichtung ange
ordnet ist. Sie besteht aus einem mit Saugöffnungen 20
versehenen Treibband 16, das endlos um ein Saugelement 17
umläuft. Das Treibband 16 wird über Wellen 18 konstant
angetrieben und auch gespannt. Am Saugelement 17 ist ein
Saugluftanschluß 19 vorgesehen, von dem aus Luft durch
die Saugöffnungen 20 im Treibband 16 gesaugt wird. Das
Treibband 16 läuft mit einer Geschwindigkeit, die min
destens so groß ist wie die Geschwindigkeit der Loch
bänder 7. Die Saugluft für das Saugelement 17 wird zeit
lich nicht gesteuert, sondern kontinuierlich aufgebracht.
Dadurch wirken an den Saugöffnungen 20 im Treibband 16
immer die gleichen Haltekräfte. Diese Haltekräfte sollen
so eingestellt sein, daß der Bogen nicht festgehalten
sondern lediglich leicht vorwärts getrieben wird. Auf
diese Weise wird das Treibband 16 immer unter dem an
den Vordermarken 15 anliegenden Bogen durchrutschen.
Durch die Nähe zu den Vordermarken 15 kann der
Bogen sich aber nicht aufstauchen und so Anlageschwie
rigkeiten hervorrufen. Damit ist auch gewährleistet,
daß der Bogen von der Seitenmarke 14 ohne Schwierig
keiten gegen den Seitenanschlag 21 zur Seitenausrich
tung gezogen werden kann. Die zusätzliche Fördereinrich
tung muß im Betrieb in keiner Weise verstellt werden,
sondern sie bleibt sowohl in ihrer Wirksamkeit als auch
in ihrer Lage während eines Druckauftrages immer kon
stant eingestellt. Die Saugwirkung am Saugelement 17
soll allerdings einstellbar sein in Abhängigkeit vom
Papiergewicht und der Unterdruck muß stärker sein, als am
Saugkasten 5, da dort eine größere Wirkfläche vorhanden
ist. Dazu wird einfach der Saugluftanschluß 19 am Saug
element 17 mit der Saugluftquelle der Druckmaschine 2
verbunden, was sich, wie später erkennbar ist, auch als
vorteilhaft erweist und die genannte Saugluftquelle
durch einen sehr geringen Luftverbrauch nur sehr wenig
beansprucht.
Der Betrieb der geschilderten Vorrichtung nach dem er
findungsgemäßen Verfahren läuft nun folgendermaßen ab:
In den Fig. 3A bis 3D ist dargestellt, wie Bogen 22
bis 25 vom Anleger 3 über den Fördertisch 1 bis zu den
Vordermarken 15 und in die Druckmaschine 2 transportiert
werden.
In Fig. 3A liegt der Bogen 22 gerade an den Vordermarken
15 an und wird durch das Treibband 16 dort gehalten.
Während dessen liegen die Bogen 23 und 24 unterschuppt
hinter dem Bogen 22 auf dem Fördertisch und der Bogen
25 wird vom Anleger 3 aus unter den Bogen 24 geschoben.
In Fig. 3B wird der erste Bogen 22 gerade in die Druckma
schine 2 abgezogen, der Bogen 23 läuft vom Fördertisch 1
auf das Anlageblech 4, während die Bogen 24 und 25 auf
dem Fördertisch 1 weiter transportiert werden. Die Bogen
23, 24, 25 werden dabei jeweils nur an ihrem vorderen,
nicht unterschuppten Teil durch die Saugluftwirkung des
Fördertisches 1 festgehalten.
In Fig. 3C ist der vorletzte Bogen 24 gerade bis zu den
Vordermarken 15 gelaufen und wird dort vom Treibband 16
mit Hilfe der Saugwirkung des Saugelements 17 festge
halten. Das Treibband 16 rutscht dabei fortwährend unter
dem Bogen 24 durch und überträgt durch Reibung eine ge
gen die Vordermarken 15 gerichtete Kraft auf den Bogen 24.
Gleichzeitig ist der Bogen 25 bis zum Ende des Förder
tisches 1 weiter transportiert worden. Die Unterschuppung
unter dem Bogen 24 führt dazu, daß vom Fördertisch 1 aus
keine Saugwirkung mehr auf den Bogen 24 ausgeübt werden
kann. Damit ist der Bogen 24 für die Seitenziehung frei
gegeben.
In Fig. 3D ist gezeigt, wie die Verhältnisse für den
letzten einlaufenden Bogen aussehen. Der Bogen 25 kann
etwa der letzte Bogen eines Druckauftrages oder auch der
letzte Bogen eines Papierstapels vom Anleger 3 sein.
Läßt man den Bogen 25 ohne Vorsichtsmaßregeln in die An
lage einlaufen, so wird er jetzt, da er nicht mehr an
seiner hinteren Seite unterschuppt ist, noch vom För
dertisch 1 festgehalten, da zu diesem Zeitpunkt der
Saugkasten 5 ja noch mit Unterdruck versorgt würde.
Für diesen Fall könnte nicht mehr gewährleistet werden,
daß die Seitenmarke 14 auch den Bogen 25 einwandfrei
ziehen würde. Deshalb ist es vorgesehen, vor dem Ein
laufen des fraglichen Bogens den Saugluftstrom schon
dann zu unterbrechen, wenn der letzte zu verdruckende
Bogen 25 auf den Fördertisch 1 einläuft. Die Drossel
klappe 13 wird also geschlossen, wenn der Bogen 25 auf
dem Fördertisch 1 angekommen ist, wie es im Bild 3B
dargestellt wird. Das geschieht durch Drehen der ge
kröpften Achse 31 mit Hilfe des Elektromagneten 30 im
Saugrohr 12 in die in Fig. 1 angedeutete Stellung. Die
strichlierte Stellung der Drosselklappe 13 zeigt die
geöffnete Position. Durch die Volumenkapazität des Saug
kastens 5 baut sich der Unterdruck im Saugkasten 5 nur
langsam ab. Er ist erst dann weit genug abgebaut, wenn
der Fördertisch 1 von den Bogen 23 und 24 freigegeben
ist, d. h. wenn der letzte Bogen 25 an den Vordermarken
15 angekommen und vom Treibband 16 dort gehalten wird.
Der Unterdruck im Saugkasten 5 ist dann so gering, daß
die an der noch auf dem Fördertisch 1 aufliegenden Unter
seite des Bogens 25 angreifenden geringen Haltekräfte
die Seitenziehung durch die Seitenmarke 14 nicht mehr
behindern können. Damit ist auch der letzte Bogen 25
ohne Passerprobleme einwandfrei zu verdrucken.
Die Vorteile der Anordnung der zusätzlichen Förderein
richtung für den sogenannten Anlagepasser der Druck
maschine 2 sollen im folgenden geschildert werden.
Fig. 4 zeigt den Einlauf eines schrägliegenden Bogens
26 gegen die Vordermarken 27, 28. Zur Vereinfachung
sind hier nur zwei Vordermarken 27, 28 gezeigt. Der Bo
gen 26 läuft infolge seiner Schräglage zuerst gegen die
Vordermarke 27 an. Die Triebkraft von den Lochbändern 7
wird durch den folgenden, nicht dargestellten Bogen
unterbrochen und das Treibband 16 übernimmt mit dem Saug
element 17 die weitere Förderung des Bogens 26. Dadurch,
daß das Treibband 16 in der Mitte des Anlagebleches 4
angeordnet ist, kann der Bogen 26 sich um das Treibband
16 bzw. um die Wirkfläche der Saugöffnungen 20 im Treib
band 16, abgestützt an der Vordermarke 27, drehen und
bis gegen die Vordermarke 28 gefördert werden. Das ist
vor allem dadurch möglich, weil zwischen dem Bogen 26
und dem Treibband 16 ganz bewußt Schlupf vorgesehen ist,
d. h. daß das Treibband 16 unter dem Bogen 26 durchrutscht
bzw. der Bogen 26 sich gegenüber dem Treibband 16 be
wegen kann. Erst wenn der Bogen 26 auch an der zweiten
Vordermarke 28 anliegt ist eine exakte Seitenausrichtung
gewährleistet. Da das Treibband 16 aber kontinuierlich
auf den Bogen 26 wirkt, wird sich diese Ausrichtung zur
zweiten Vordermarke 28 hin auch noch während des Seiten
ziehvorganges einstellen. Auf Grund der hohen Maschinen
geschwindigkeiten muß aber das Treibband 16 mindestens
mit der Bogenlaufgeschwindigkeit des Fördertisches 1
laufen, um den Ausrichtvorgang ausreichend schnell zu
erzeugen. Durch die Wirkung der Seitenmarke 14 und des
Treibbandes 16 wird so der Bogen 26 diagonal in Anlage
richtung 29 gegen den Seitenanschlag 21 und die Vorder
marken 27, 28 bewegt. Damit ist sichergestellt, daß der
Bogen 26 einwandfrei zum Verdrucken in der Druckmaschine
2 ausgerichtet ist. Diese Lage ist in Fig. 4 gestrichelt
dargestellt.
Weitere Einstellmöglichkeiten an der Vorrichtung für die
Einstellung auf unterschiedliche Papiersorten sind ge
geben durch die Verstellung der Abluftöffnung des Lüf
ters 6 und die Verschiebung der Abdeckungen 11 quer zur
Bogenlaufrichtung unter die Lochbänder 7. Damit wird es
möglich, bei leichteren Papieren eine geringere Saugwir
kung einzustellen oder bei kleineren Formaten nur die
Hälfte der Saugöffnungen 10 in den Lochbändern 7 wirken
zu lassen. Das ist von Bedeutung auch dann, wenn schwerere
Papiere verdruckt werden. Dann wird auch eine Einstellung
der Saugwirkung an der zusätzlichen Fördereinrichtung not
wendig. Insgesamt sind aber nur sehr wenige Einstellvor
gänge notwendig, die auch nur bei extremen Papierunter
schieden vorgenommen werden müssen. Die Vorrichtung ist
sehr flexibel, und das Verfahren gewährleistet, daß die
Bedienung der gesamten Bogenanlage äußerst einfach und
mit geringem Zeitaufwand zu erledigen ist.
Weitere Vorteile der Vorrichtung sind gegeben durch die
Anordnung des Lüfters 6 im Fördertisch 1 und die un
unterbrochene Wirkung des Treibbandes 16 und des Saug
elements 17. Für den Fall einer Druckunterbrechung, bei
der die Anlage durch Blockieren der Vordermarken 15 ge
sperrt wird, weil irgendwelche Druckstörungen vorliegen
oder auch weil Doppelbogen in die Anlage eingelaufen
sind, kann der Anleger 3 von der Druckmaschine 2 abge
kuppelt werden. Der Unterdruck im Saugkasten 5 des
Fördertisches 1 bleibt aber bestehen und hält die Bogen
auf dem Fördertisch 1 in ihrer ursprünglichen Lage fest.
Wenn die Ursache für die Druckunterbrechung in der Druck
maschine 2 liegt, kann nach Behebung sofort weiterge
druckt werden, da auch der an den Vordermarken 15 lie
gende Bogen seine Lage beibehält, ohne daß dazu besondere
Maßnahmen getroffen werden müßten.
Läuft der letzte Bogen über den Fördertisch 1 und der
Saugluftstrom wird durch die Drosselklappe 13 unter
brochen, ist es wichtig, daß die Saugluft am Saugele
ment 17 für die Funktion des Treibbandes 16 noch an
steht. Das ist dadurch möglich, daß das Saugelement
17 mit der Luftversorgung der Druckmaschine 2 verbun
den ist, die in diesem Fall noch nicht unterbrochen
wird. Andererseits ist aber die Saugluft am Saugele
ment 17 abgestellt, wenn die Druckmaschine 2 ausge
schaltet wird, da dann auch die Luftversorgung abge
schaltet wird. Damit wird es möglich, daß die Vorder-
15 und Seitenmarken 14 mit lose eingelegtem Bogen
justiert werden können.
Claims (6)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Fördern eines Stroms von unter
schuppten Bogen von einem Anleger zu einer Druckmaschine oder
anderen bogenverarbeitenden Maschinen, bei dem die Bogen auf einem
Fördertisch während der Förderbewegung von unten mit Hilfe von Saugluft in
definierter Lage gehalten werden,
wobei die Luftabsaugung regulierbar ist und auf die zu
fördernden Bogen abgestimmt und
der mit Saugluft beaufschlagte, nicht unterschuppte Bereich der
Bogen vor Erreichen von Ausrichtmitteln für die
Vorder- und Seitenkante vom Fördertisch freigegeben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Bogen im Bereich ihrer Vorderkante durch ein oder mehrere quer zur Bogenlaufrichtung in oder nahe der Bogenmitte angeordnete aber in Bogenlaufrichtung und von unten auf die Bogen wirkende zusätzliche Fördermittel (16, 17, 18) im Anschluß an den Fördertisch (1) erfaßt werden, daß
- b) die Bogen durch die mit Bogentransportgeschwindigkeit oder schneller laufenden zusätzlichen Fördermittel (16, 17, 18) gegen Ausrichtmittel für die Vorderkante kraftschlüssig weiter bewegt werden, und
- c) gegen die gleichbleibende Haltekraft der zusätzlichen Fördermittel (16, 17. 18) quer zur Bogentransportrichtung an der Seitenkante ausgerichtet werden, und daß
- d) beim Einlaufen des letzten Bogens die Luftabsaugung am Förder tisch (1) so rechtzeitig unterbrochen wird, daß der Unterdruck sich gerade dann abgebaut hat, wenn der nicht mehr unter schuppte letzte Bogen von den zusätzlichen Fördermitteln (16, 17, 18) erfaßt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung eines Verfahrens nach Anspruch 1 mit
einem in der Förderebene liegenden Anlageblech an dem Mittel zur Vorder- und Seitenkanten
ausrichtung vorgesehen sind, und einem Fördertisch bestehend aus
einem Saugkasten, um diesen umlaufenden endlosen Lochbändern, die
über Öffnungen auf der Oberseite des Saugkastens geführt werden,
und einem die Unterseite des Saugkastens abschließenden Lüfter,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Anlagebleches (4) zwischen Vordermarken (15,
27, 28) und dem Fördertisch (1) in oder nahe der Mitte wenigstens
ein zusätzliches von unten wirkendes Fördermittel (16, 17, 18) vorgesehen ist, das unabhängig vom
Fördertisch (1) antreibbar und mit einem Saugluftanschluß (19) versehen ist, daß
am Saugkasten (5) verschließbare Öffnungen vorgesehen sind, wobei
mindestens die vom Fördertisch (1) abgewandten Öffnungen im Saug
kasten (5) einen Verschluß (13, 30, 31) besitzen, der mit dem
Anleger (3) derart verbunden ist, daß die Luftabsaugung bei
gestopptem Anleger aber weiterlaufender Druckmaschine (2)
abgeschaltet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zusätzliche Fördermittel aus einem mit Saugöffnungen (20)
versehenen endlosen Treibband (16) besteht, das um ein Saugelement
(17) herumgeführt und von Wellen (18) angetrieben wird, wobei am
Saugelement (17) Luft durch die Saugöffnungen (20) des in der
Ebene des Anlagebleches (4) laufenden Teils des Treibbandes (16)
gesaugt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben den Lochbändern (7) des Saugkastens (5) Abdeckungen
(11), die aus mustergewalztem Blech bestehen, lose auf dem Förder
tisch (1) aufgelegt sind und zur Regulierung der Luftabsaugung
unter die Lochbänder (7) eingeschoben
werden können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß zum Unterbrechen der Luftabsaugung als im
Saugrohr (12) zwischen Saugkasten (5) und Lüfter (6) angeordnete,
elektromagnetisch gesteuerte Drosselklappe (13) ausgebildet ist,
wobei die Drosselklappe (13) durch einen Elektromagneten (30) um
eine Achse (31) geschwenkt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet (30) zur Steuerung der Drosselklappe (13)
und der Antrieb des Lüfters (6) mit dem Antrieb des Anlegers (3)
steuerungstechnisch derart verbunden sind, daß in normalem
Anlegerbetrieb der Lüfter (6) bei offener Drosselklappe (13)
läuft, daß der Lüfter (6) während Druckunterbrechungen, die
maschinenbedingt sind, gleichfalls läuft, daß die Drosselklappe
(13) geschlossen und der Lüfter (6) aber abgeschaltet werden, wenn
der Anleger (3) bei leergelaufenem Papierstapel, bei Beendigung
eines Druckauftrages oder bei sonstigen nicht maschinenbedingten
Druckunterbrechungen stillgesetzt wird.
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